DE1290910B - Optische Aufhellungsmittel - Google Patents
Optische AufhellungsmittelInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D251/00—Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings
- C07D251/02—Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings not condensed with other rings
- C07D251/12—Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings not condensed with other rings having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
- C07D251/26—Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings not condensed with other rings having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with only hetero atoms directly attached to ring carbon atoms
- C07D251/40—Nitrogen atoms
- C07D251/54—Three nitrogen atoms
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06L—DRY-CLEANING, WASHING OR BLEACHING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR MADE-UP FIBROUS GOODS; BLEACHING LEATHER OR FURS
- D06L4/00—Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs
- D06L4/60—Optical bleaching or brightening
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06M—TREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
- D06M13/00—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
- D06M13/322—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing nitrogen
- D06M13/35—Heterocyclic compounds
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- D06M13/358—Triazines
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Description
Es ist bekannt, das Aussehen farbloser, aber mehr oder weniger vergilbter organischer Materialien,
besonders von Textilfasern, dadurch zu verbessern, daß man sie mit Lösungen von Salzen substantiver
4,4' - Bis - triazinylaminostilben - 2,2' - disulfonsäuren behandelt. Durch geeignete Substitution der beiden
1,3,5-Triazinylreste kann man nicht nur die Affinität
zu den verschiedenen Textilfasern unter wechselnden Anwendungsbedingungen beeinflussen, sondern
innerhalb gewisser Grenzen auch die optische Wirkung. So enthalten z. B. aus alkalischen Waschflotten
auf Cellulosefasern ziehende Salze von 4,4'-Bis-[triazinyl-(2")-amino]-stilben-2,2'-disulfonsäuren
in den 4- und 6-Stellungen der 1,3,5-Triazinyl-(2)-reste oft zwei bis vier gegebenenfalls substituierte
Phenylaminogruppsn; aus langen heißen Bädern auf Cellulose ihhende Verbindungen enthalten
oft sie'-"" :;·,ν:; Suifophenylaminogruppen in
den beiden 4 Sa .gen der 1,3,5-Triazinyl-(2)-reste
die primäre oder niederaliphatisch substituierte sekundäre oder tertiäre Aminogruppen in den beiden
6-Stellungen; und auf Polypeptidfasern ziehende Verbindungen enthalten oft neben zwei Chloratomen
in den 4-Stellungen zwei niederaliphatisch substituierte,
insbesondere mit niedermolekularen Hydroxyalkylgruppen substituierte tertiäre Aminogruppen
in den 6-Stellungen der 1,3,5-Triazinylreste.
Demgegenüber wurde nun überraschenderweise gefunden, daß 4,4'-Bis-[4-chlortriazinyl-(2)-amino]-stilben-2,2'-disulfonsäuren und deren lösliche Salze, welche in 6-Stellung des Triazinylrestes je durch eine sekundäre a-Phenyl-alkylaminogruppe substituiert
Demgegenüber wurde nun überraschenderweise gefunden, daß 4,4'-Bis-[4-chlortriazinyl-(2)-amino]-stilben-2,2'-disulfonsäuren und deren lösliche Salze, welche in 6-Stellung des Triazinylrestes je durch eine sekundäre a-Phenyl-alkylaminogruppe substituiert
ίο sind, deren Alkylrest niedermolekular ist, in heißer
schwach saurer wäßriger Lösung natürlichen und besonders synthetischen Polyamidfasern einen stark
weißen Aspekt verleihen. Die Wirkung der gegebenenfalls substituierten Phenylgruppe in u-Stellung
des niederen Alkylrestes der sekundären Aminogruppe in den erfindungsgemäß zu verwendenden
Bis-triazinylamino-stilbenverbindungen muß
um so mehr überraschen, als vergleichbare Verbindungen mit einem /i-Phenylalkylrest in der Wirkung
stark abfallen und als uninteressant ausscheiden.
Gegenstand der Erfindung ist deshalb die Verwendung von Verbindungen der allgemeinen Formel
I
Cl
: — NH-/ V-CH = CH
SO3M SO3M
HN
HC-Y
X
HC-Y
X
worin M ein Wasserstoffatom oder ein Kation, X einen gegebenenfalls substituierten Phenylrest und
Y ein Wasserstoffatom oder einen gegebenenfalls substituierten niederen Alkylrest bedeutet, als optische
Aufhellungsmittel für natürliche oder synthetische Polyamidfasern.
Als Kation bedeutet M vor allem ein Alkalimetallion, z. B. das Natrium-, das Kalium- oder ein Ammoniumion,
Ist X ein substituierter Phenylrest, so enthält dieser als Substituenten beispielsweise Alkylgruppen,
wie die Methyl-, Äthyl-, Propyl- oder Isopropylgruppe, Alkoxygruppen, wie die Methoxy- oder
Äthoxygruppe, Halogene, wie Fluor, Chlor oder Brom, Carbonsäureamid- oder Sulfonsäureamidgruppen,
die Nitrilgruppe oder Sulfonylgruppen, z. B. die Methylsulfonylgruppe. Vorzugsweise bedeutet
jedoch X einen unsubstituierten Phenylrest oder einen in m- bzw. p-Stellung durch die Methylgruppe,
die Methoxygruppe oder Chlor substituierten Phenylrest.
Als gegebenenfalls substituierter niederer Alkylrest stellt Y beispielsweise eine Methyl-, Äthyl- oder
Hydroxymethylgruppe dar. Vorzugsweise ist Y jedoch ein Wasserstoffatom.
Man erhält die Bis-triazinylamino-stilbenverbindungen
der Formel I, wenn man stufenweise in beliebiger Reihenfolge nach an sich bekannten
Methoden in Gegenwart von säurebindenden Mitteln 4,4'-Diaminostilben-2,2/-disulfonsäure bzw. ein
Salz derselben mit je der doppelten äquimolekularen Cl
/N=K
NH-C N (I)
^N -C^
NH
I
Y-CH
I
Y-CH
Menge Cyanurchlorid und eines a-phenylniederaliphatischen,
primären Amins umsetzt.
Die erfindungsgemäß zu verwendenden Stilbenverbindungen der Formel I ziehen aus hei(3en
schwach sauren, gegebenenfalls waschaktive Substanzen enthaltenden wäßrigen Lösungen auf Wolle
und Seide, vor allem aber auf künstliche Polyamide, besonders in Gegenwart von Salzen flüchtiger Basen
mit nichtflüchtigen starken Säuren, wie Ammoniumsulfat oder von verdünnten Säuren auf und verleihen
diesen Fasern einen sehr schönen weißen Aspekt. Der Gehalt der Behandlungslösungen an erfindungsgemäß
zu verwendendem Aufheller beträgt dabei zweckmäßig etwa 0,05 bis 0,8% des Gewichtes des
aufzuhellenden Materials.
Als künstliche Polyamide kommen sowohl eigentliche Polyamide, beispielsweise aus Adipinsäure und
Hexamethylendiamin oder aus f-Caprolactam, als
auch Polyurethane in Betracht, besonders die unter den üblichen Handelsmarken erhältlichen Polyamidfasern.
Die Behandlung der Polyamidfasern kann auch auf dem Foulard und die Fixierung im Dämpfer durchgeführt werden. Auch kann die optische Aufhellung mit den Bis-triazinylamino-stilbenverbindungen mit einer chemischen Bleiche kombiniert werden.
Die Behandlung der Polyamidfasern kann auch auf dem Foulard und die Fixierung im Dämpfer durchgeführt werden. Auch kann die optische Aufhellung mit den Bis-triazinylamino-stilbenverbindungen mit einer chemischen Bleiche kombiniert werden.
In der USA.-Patentschrift 2 660 578 werden solche Stilbenverbindungen als optische Aufheller
beschrieben, die sich von den erfindungsgemäß zu verwendenden optischen Aufhellern dadurch unter-
scheiden, daß sie zwischen der Aminogruppe, die am Triazinrest sieht, und dem Phenylrest, der in der
Formel I mit X bezeichnet wird, keine niedere aiiphatische
Kohlenstoffbrücke aufweisen. Gerade diese niedere aliphatische Kohlenstoflfbrücke in den erfindungsgemäß
verwendeten optischen Aufhellern bewirkt nun bei der optischen Aufhellung von Polyamid
aus saurem Bad eine Erhöhung des Weißgrades ucd der Briüa:ii des damit behandelten
Materials.
Die folgenden Beispiele dienen der Veransehaulichung
der ErflnauiKj. Darin sind die Temperaturen
in Celsiiisgraden anheben. Die Teile sind, solfern
elwü5, anderes niciH ausdrücklich vermerkt ist,
Gewiciitsteüe. Gevvichtsteiie verhalten sich zu Volumteilen
wie Gramm zu Kubikzentimeter.
B e i s ρ i e ! 1
!0 Teile eines schwachgelbiiehen Polhexameihy-
lendiaminadipinat-Gewebes werden in einem Färbebad
im Flottenverhältnis 1 : 30, das 0.02 Teile des Dinatriumsalzes der 4,4'-Bis-[4"-chlor-6"-benzylamino-l",3",5"-lriazinyl-(2")-amino]-stilben-2,2'-di-
sulfonsäure und 0,2 Teile Ameisensäure enthält, während 30 Minuten bei 70" gefärbt und anschließend
gespült und getrocknet. Man erhält so ein rein weißes Gewebe.
iOQ Feile c.iemi'ch vor;;:-.-leichte" Polyairtinocaproäacti'i*
-oain Vv.rdci in einem Färbebad im
Holten".''lältnis 1 " '"C, ί 1S 3,3 Teile des Diiiatriwi-.al/es
der -1 4' -Wn,-[4" -cXcr-'o" -''!-phrnyläll Ά-ii/iPbl^i
| ,min'· i" J | UfI. | "-iriaziny!' I , |
| Iu | :· 3 Teile Γα,Ι^ | |
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| ι1!!! \·. >ο 'Ji | 3H',er·" ' ."■ | |
| handliing. | ein< | |
| 100 Teile | ||
■ di
\-y;sc"Tr .;-.hy'end"-
p:^ vvcrasj auf eine
perforierte Walze arfgerolh. un-.". in einer HcciidnickiärbeiViaschine
mit 1000Teilen Waschflotte, enthaltend
2 Teile Trinatriumphosphat und I Teil Nonylphenolpolyglykoiäther, bei 60 und einer Badzirkulation
von inne.i nach außen 30 Minuten vorgewaschen und anschließend gut gespült. Nach Zugabe eines
Behandlungsbades, welches aus 1000 Teilen Wasser von 60 ', 0,6 Teilen des Dinairkimsalzes der 4,4'-Bis-[4"-chlor-6"-benzylamino-l",3",5"-lriazinyl-(2")-
amino]-£tiiben-2,2'-disulfons:iure sowie 3 Teilen Nairiumhydrosulfit
besteh:., wird die Temperatur von 60 auf 130' erhöht und die Maschine bei letzterer .
Temperatur 20 Minuten zirkulieren gelassen. Dabei wird die Ware gleichzeitig fixiert und aufgehellt.
Nach dem Abkühlen wird das Gewebe gespült und auf Spannrahmen getrocknet. Der erhaltene Trikotstoff
besitzt ein leuchtendweißes Aussehen.
Man behandelt 25 Teile chemi rli \ onjebleichten
Wollflanell von leicht gelblichem κ ρHl 1 τ einem
Färbebad im Fiottenverhältnis J R) ι 0 1 Teil des Dinatriumsalzes der 4,4'-Bis-[ \ cI' f -benzylamino-l",3",5"-triazinyl-(2")-amin
"J η "> °'-di-
sulfonsäure sowie 1 Teil Amei t-u mhält.
30 Minuten bei 50 bis 60 . Die so L < id I //olle
wird "anschließend gespült und ecü ι Da rhallene
Gewebe scheint ain Tagesiicli ι η iißer
als vor der Behandlung.
Polyhexamethylenduimin 11 3in u webe
wird" bei 20' mit ein η toi1
des Dinatriumsalzes d ι \ \ -Bi t 1 Ji
amino-l",3",5"-triazm I '1 -in 3"]- Iben-2,2'-disiilfonsäure iniv 10 Tci 1 eiir 1 m 1000 Teilen War.se." foulardieif ιί (Γ J UeI "itsgehalt abgequeisciii, im O η η t ami ι 1 Ϊ Mm iten bei iOO' je-:'ämpft ond <tr ι 1 ύ l knet. Man
des Dinatriumsalzes d ι \ \ -Bi t 1 Ji
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λ5 Teilen
25 Teile ;nit 'Viisserjioiisuperoxyd voresbleichtes
GeweDe aus NiUurseitle werden bei 75 und einem
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Bad behandelt, das 0,05 Teile des Dinatriumsalzes der 4,4'-Bis-[4"-chlor-6"-(p-methyi-benzylamino)-
l",3"..5"-iriazinyI-(2")-arnino]-st!lben-2,2'-disiilfonsäure
sowie 0,5 Teile Ameisensäure enthält. Nach dem Spülen und Trocknen besitzt das so behandelte
Gewebe ein wesentlich weißeres Aussehen als ein Gewebe gleicher Provenienz, das jedoch nur mit
Wasserstoffsuperoxyd gebleicht worden war.
Claims (1)
- Patentanspruch:
Verwendung von Verbindungen der allgemeinen FormelCl,N :Cl jHNHC — YX
wonr; !v: e::1 Wis»er-C — NH■cSO3MSO3MNHY — CHsiorr juer ein Kation. X einen gegebenenfalls suDstituierten Phenyirest und Yein Wassersioffatom ouer einen gegebenenfalls substituierten niederen Alkylrest bedemei, als optische Auflieliungsmittei für naiurhcne oder synthetische Polyamidfaser!.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH861861A CH394222A (de) | 1961-07-21 | 1961-07-21 | Verfahren zur Herstellung von Bis-triazinylaminostilbenverbindungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1290910B true DE1290910B (de) | 1969-03-20 |
Family
ID=4342700
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG35521A Pending DE1290910B (de) | 1961-07-21 | 1962-07-20 | Optische Aufhellungsmittel |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE620472A (de) |
| CH (1) | CH394222A (de) |
| DE (1) | DE1290910B (de) |
| GB (1) | GB969402A (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH582163A5 (de) * | 1973-02-21 | 1976-11-30 | Sandoz Ag |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2660578A (en) * | 1952-01-23 | 1953-11-24 | Gen Aniline & Film Corp | Triazine fluorescent agents |
-
1961
- 1961-07-21 CH CH861861A patent/CH394222A/de unknown
-
1962
- 1962-07-20 DE DEG35521A patent/DE1290910B/de active Pending
- 1962-07-20 GB GB28048/62A patent/GB969402A/en not_active Expired
- 1962-07-20 BE BE620472A patent/BE620472A/fr unknown
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2660578A (en) * | 1952-01-23 | 1953-11-24 | Gen Aniline & Film Corp | Triazine fluorescent agents |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH394222A (de) | 1965-06-30 |
| GB969402A (en) | 1964-09-09 |
| BE620472A (fr) | 1963-01-21 |
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