DE1287569B - Verfahren zur Herstellung von Vinylacetat - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von VinylacetatInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C67/00—Preparation of carboxylic acid esters
- C07C67/04—Preparation of carboxylic acid esters by reacting carboxylic acids or symmetrical anhydrides onto unsaturated carbon-to-carbon bonds
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Description
1 2
Vinylacetat kann bekanntlich durch Umsetzung von vorzugsweise dem Gasstrom nach dem Verlassen des
Acetylen mit Essigsäuredämpfen bei Temperaturen Kühlers zugesetzt, jedoch kann der Zusatz an jeder
um 2000C hergestellt werden. Die gasförmigen - beliebigen Stelle zwischen dem Reaktionsgefäß und
Reaktionsprodukte werden im allgemeinen zu einem dem Absorber erfolgen.
Kühler geführt, wo ein Teil des Vinylacetats und der 5 Das zur Ergänzung zugesetzte Acetylen kann durch
Essigsäure kondensiert. Die nicht kondensierten Umsetzung von Wasser mit Calciumcarbid oder durch
Dämpfe, die etwas Vinylacetat und nicht umgesetztes Krackung von gasförmigen oder flüssigen Kohlen-Acetylen
enthalten, können dann vom Kühler durch Wasserstoffen oder durch Teiloxydation von gaseine
Absorptionskolonne geführt werden, durch die förmigen oder flüssigen Kohlenwasserstoffen hergeflüssige
Essigsäure im Gegenstrom zu den Dämpfen io stellt werden. In allen diesen Fällen kann es eine
geführt wird, wodurch das Vinylacetat absorbiert wird, gewisse Wassermenge enthalten, die zu einer Verwie
in der britischen Patentschrift 919 055 beschrieben. schlechterung des Katalysators führt, wenn sie nicht
Als Essigsäure kann Eisessig verwendet werden, oder entfernt wird.
die Essigsäure kann bis zu 15 % Essigsäureanhydrid Das aus Acetylen, Vinylacetat und Acetaldehyd be-
und eine gewisse Menge höhersiedende Anteile ent- 15 stehende gasförmige Gemisch wird dann durch einen
halten. Das Acetylen strömt durch den Absorber und Absorber geführt, der flüssige Essigsäure enthält, die
wird zum Reaktionsgefäß zurückgeführt. den größten Teil des Vinylacetats, Acetaldehyds und
Bei einem solchen Verfahren muß Acetylen zur andere in Spuren vorliegende organische Verbindungen
Ergänzung dem im Kreislauf geführten Acetylen zu- im Acetylenstrom absorbiert und den größten Teil
gesetzt werden, um die Acetylenmenge zu ersetzen, die ao des Wassers entfernt, das in dem zur Ergänzung zugemit
der Essigsäure umgesetzt wurde. Das zur Ergän- setzten Acetylen enthalten ist. zung zugesetzte Acetylen enthält im allgemeinen etwas Die Essigsäure im Absorber muß nach ihrer VerWasser
als Folge von Reinigungsverfahren, denen es Wendung zur Befreiung des Acetylene von Vinylacetat,
unterworfen worden ist. Dieses Wasser muß vor der anderen organischen Produkten und Wasser entfernt
Einführung des Gases in das Reaktionsgefäß entfernt 25 und durch frische Essigsäure ersetzt werden. Die
werden, da die Anwesenheit von Wasser im Reaktions- frische Essigsäure wird am zweckmäßigsten erhalten,
gefäß zur Bildung unerwünschter Nebenprodukte, z. B. indem die verunreinigte Säure aus dem Absorber in
Acetyldehyd und Crotonaldehyd, und zu schneller eine Säurerückgew'irinungskolonne geführt wird, aus
Verschlechterung des Katalysators führt. Bei einer der Vinylacetat, Wasser und andere niedrigsiedende
der zur Wasserentfernung angewendeten Methode 30 organische Verbindungen über Kopf entfernt werden,
wird das zur Ergänzung zugesetzte Acetylen durch während gereinigte Essigsäure unten abgezogen wird,
gekühltes Calciumchlorid geleitet. Diese Arbeitsweise Die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfah-
erfordert jedoch eine besondere Trockenanlage, die rens von Vinylacetat wird nachstehend an Hand einer
Calciumchlorid enthält, sowie eine Kühlanlage, der Zeichnung beschrieben.
zusätzliche Energie zugeführt werden muß. 35 Der Vorlage 1 für Kreislaufessigsäure wird Kreis-
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur laufessigsäure durch Leitung 2 und Ergänzungsessig-Herstellung
von Vinylacetat durch Umsetzung von säure durch Leitung 3 zugeführt. Die Essigsäure aus
Essigsäure mit Acetylen in Gegenwart von Zinkacetat der Vorlage 1 wird in einen Verdampfer 4 eingeführt,
als Katalysator bei erhöhter Temperatur, Kühlen Acetylen aus der Leitung 5 wird durch den Komdes
Reaktionsproduktes, anschließendem Waschen 40 pressorö verdichtet, im Wärmeaustauscher 7 vorgemit
Essigsäure im Gegenstrom und Zurückführen des wärmt und mit den Essigsäuredämpfen aus dem Vernicht
umgesetzten Acetylene in die Reaktionszone, das dämpfer 4 gemischt. Das Gemisch wird durch einen
dadurch gekennzeichnet ist, daß man das zur Ergän- Vorwärmer Ta geführt, in dem es auf die Reaktionszung
des verbrauchten Acetylens benötigte Acetylen temperatur erhitzt wird, und dann in das Reaktionsvor
dem Waschen mit Essigsäure einleitet. 45 gefäß 8 eingeführt, der den Katalysator enthält. Das
Das Acetylen und die Essigsäure werden bei mäßig Acetylen und die Essigsäure reagieren unter Bildung
erhöhten Temperaturen umgesetzt, die gewöhnlich von Vinylacetat, etwas Acetaldehyd und von geringen
im Bereich von 160 bis 22O0C liegen. Als Katalysator Mengen anderer organischer Verbindungen. Die
eignet sich Zinkacetat, jedoch können beliebige Stoffe durch die Reaktion gebildete Wärme wird durch
verwendet werden, die die Umsetzung zu Vinylacetat 50 geeignete Wärmeaustauschmedien abgeführt. Die Rezufriedenstellend
katalysieren. Die Reaktionszone aktionsprodukte werden zusammen mit nicht umgekann
in beliebigen, allgemein verwendeten Reaktions- setztem Acetylen und nicht umgesetzter Essigsäure in
gefäßen, liegen. einen wassergekühlten Kühler 9 eingeführt, der die
Die Reaktions ist exotherm. Es müssen Vorkehrungen organischen Dämpfe im Gasströnv-teilweise kondenzur
Abfuhr von so viel Reaktionswärme getroffen 55 siert. Das Kondensat aus dem Kühler 9 wird durch
werden, daß die Reaktionstemperatur innerhalb der Leitung 10 in eine Vorlage 12 eingeführt. Die nicht
gewünschten Grenzen gehalten wird. kondensierten Dämpfe verlassen den Kühler 9 durch
Das aus dem Reaktionsgefäß austretende Gemisch Leitung 11 und werden mit Ergänzungsacetylen aus
enthält Vinylacetat, nicht umgesetztes Acetylen und Leitung 13 und dem aus dem Vinylacetat zurückge-Essigsäure,
etwas Acetaldehyd und Spurenmengen 60 wonnenen Acetylen aus Leitung 14 gemischt. Das aus
anderer organischer Verbindungen. Der größere Teil Calciumcarbid, Krackgas oder dem durch Teiloxydes
Vinylacetats und der Essigsäure wird im allgemeinen dation erhaltenen Gas hergestellte Ergänzungsacetylen
durch Kühlung herauskondensiert. Nicht umgesetztes ist in bekannter Weise gereinigt, aber nicht getrocknet
Acetylen verläßt den Kühler, wobei es mit nicht worden. Das Gemisch wird dann in einen Absorber 15
kondensiertem Vinylacetat und Acetaldehyd beladen 65 eingeführt, der aus einem stehenden Turm besteht, der
ist. eine Anzahl von übereinanderliegenden Böden ent-
Das Ergänzungsacetylen, d. h. das zum Ersatz des hält, über die die Essigsäure aus Leitung 16 nach
umgesetzten Acetylens erforderliche Acetylen, wird unten fließt. Die Essigsäure absorbiert das Vinylacetat
und den Acetyldehyd zusammen mit Wasserdampf, der im Ergänzungsacetylen enthalten ist, und die erhaltene
Flüssigkeit wird vom Fuß des Absorbers in die Leitung 10 gegeben, durch die sie in die Vorratsvorlage
12 gelangt. Die durch die Kondensation der Dämpfe freigegebene latente Wärme wird durch innenliegende
(nicht dargestellte) Kühler abgeführt, durch die die Essigsäure von einem Boden zum anderen fließt.
Das Acetylen, das von Wasser und kondensierbaren Reaktionsprodukten praktisch frei ist, wird in die
Leitung 5 gegeben und im Kreislauf geführt. Nicht kondensierbare Produkte und etwas Acetylen werden
bei 17 abgezogen.
Das gelöste Acetylen enthaltende rohe Flüssigprodukt aus der Vorlage 12 wird einer Entgasungskolonne
18 zugeführt, die mit totalem Rückfluß arbeitet. Das abgetrennte Acetylen, das Vinylacetat und Acetaldehyd
enthält, wird durch die Leitung 14 in die Leitung 11 zurückgeführt.
Das entgaste rohe Produkt wird durch Leitung 18 ao einer Säurerückgewinnungskolonne 20 zugeführt. Die
Essigsäure wird am Fuß der Kolonne zurückgewonnen und in zwei Ströme unterteilt, von denen einer durch
Leitung 16 und Kühler 23 in den Absorber 15 zurückgeführt wird, während der andere Teilstrom einem
Verdampfer 21 zugeführt wird. Die aus dem Verdampfer 21 austretenden Dämpfe werden im Kühler 22
kondensiert und durch Leitung 2 der Vorlage 1 für Kreislaufessigsäure zugeführt. Das Kopfprodukt wird
im Kühler 25 kondensiert und zur Kolonne 20 zurückgeführt, während der Rest durch Leitung 26 der
Kolonne 27 zugeführt wird. Das Kopfprodukt aus der Säurerückgewinnungskolonne besteht aus Vinylacetat,
Acetaldehyd, einer geringen Wassermenge und Spuren anderer organischer Verbindungen.
Die aus der Kolonne 27 austretenden Dämpfe, die Vinylacetat, Wasser und Spuren von organischen Verbindungen
enthalten, werden im Kühler 28 kondensiert. Das Kondensat aus dem Kühler 28 fließt zum
Trenngefäß 29, wo es sich in zwei Phasen, eine wäßrige Phase und eine organische Phase, teilt. Die wäßrige
Phase, die im wesentlichen aus Wasser besteht und den Rest des Wassers darstellt, das in das Ergänzungsacetylen
gelangt, wird durch Leitung 31 zur Kanalisation geführt. Ein Teil der organischen Phase wird
durch Leitung 30 als Rückfluß in die Kolonne 27 zurückgegeben. Der Rest wird durch Leitung 32 zur
weiteren Trennung und Rückgewinnung von Acetaldehyd abgezogen. Vom Fuß der Kolonne 27 wird
Vinylacetat, das frei von Wasser und Acetyldehyd ist, zur weiteren Reinigung durch Leitung 33 abgezogen.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Vinylacetat durch Umsetzung von Essigsäure mit Acetylen in Gegenwart von Zinkacetat als Katalysator bei erhöhter Temperatur, Kühlen des Reaktionsproduktes, anschließendem Waschen mit Essigsäure im Gegenstrom und Zurückführen des nicht umgesetzten Acetylens in die Reaktionszone, dadurch gekennzeichnet, daß man das zur Ergänzung des verbrauchten Acetylens benötigte Acetylen vor dem Waschen mit Essigsäure einleitet.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB4473865A GB1100038A (en) | 1965-10-22 | 1965-10-22 | Improvements in and relating to the production of vinyl acetate |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1287569B true DE1287569B (de) | 1969-01-23 |
Family
ID=10434546
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1966D0051320 Pending DE1287569B (de) | 1965-10-22 | 1966-10-15 | Verfahren zur Herstellung von Vinylacetat |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1287569B (de) |
| GB (1) | GB1100038A (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1056758B (de) * | 1955-06-20 | 1959-05-06 | Geigy Ag J R | Verfahren zur Herstellung von kupferbaren Disazofarbstoffen |
| DE1064501B (de) * | 1952-11-22 | 1959-09-03 | Union Carbide Corp | Verfahren zur Herstellung von Vinylestern |
| DE1134665B (de) * | 1959-03-25 | 1962-08-16 | Hoechst Ag | Verfahren zur Herstellung von Vinylestern |
-
1965
- 1965-10-22 GB GB4473865A patent/GB1100038A/en not_active Expired
-
1966
- 1966-10-15 DE DE1966D0051320 patent/DE1287569B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1064501B (de) * | 1952-11-22 | 1959-09-03 | Union Carbide Corp | Verfahren zur Herstellung von Vinylestern |
| DE1056758B (de) * | 1955-06-20 | 1959-05-06 | Geigy Ag J R | Verfahren zur Herstellung von kupferbaren Disazofarbstoffen |
| DE1134665B (de) * | 1959-03-25 | 1962-08-16 | Hoechst Ag | Verfahren zur Herstellung von Vinylestern |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1100038A (en) | 1968-01-24 |
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