DE1064501B - Verfahren zur Herstellung von Vinylestern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von VinylesternInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C69/00—Esters of carboxylic acids; Esters of carbonic or haloformic acids
- C07C69/02—Esters of acyclic saturated monocarboxylic acids having the carboxyl group bound to an acyclic carbon atom or to hydrogen
- C07C69/12—Acetic acid esters
- C07C69/14—Acetic acid esters of monohydroxylic compounds
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C67/00—Preparation of carboxylic acid esters
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C67/00—Preparation of carboxylic acid esters
- C07C67/04—Preparation of carboxylic acid esters by reacting carboxylic acids or symmetrical anhydrides onto unsaturated carbon-to-carbon bonds
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Description
DEUTSCHES
BI8LI8THEK
DES DEUTSCHEN
PATEKTÄMTETS
Es ist bekannt, zur Herstellung von Vinylestern durch Dampfphasenreaktion von Acetylen und Säuren
Metalle und Metallsalze als Katalysatoren unter Mitverwendung von Aktivkohle als Katalysatorträger zu
verwenden. So sind bei der Umsetzung von Acetylen mit Essigsäure in der Dampfphase beispielsweise
schon Zink- und Cadmiumsalze, insbesondere die Acetate, auf aktivierter Kohle benutzt worden. Die
Acetylen-Additionsreaktionen, durch welche Vinylester hergestellt werden, werden gewöhnlich bei Temperaturen von 130 bis 350° C durchgeführt. Bei diesen
Temperaturen neigt jedoch das Acetylen zur Polymerisation und bildet feste Polymerisate und insbesondere
dann, wenn das als Ausgangsprodukt benutzte Acetylen durch andere Acetylenverbindungen,
wie Mono- oder Divinylacetylene oder Methyl- oder Äthylacetylene, verunreinigt ist. Durch die Verwendung
von Aktivkohle als Träger des Katalysators wird diese Neigung des Acetylens, zu polymerisieren,
noch wesentlich erhöht, da die handelsübliche Aktivkohle kleine Mengen an Eisen und Kupfer enthält, die
auch als Katalysatoren für die Bildung von festen Polymerisaten aus Acetylen wirken.
Die Bildung dieser festen Polymerisate verringert jedoch die Lebensdauer des Katalysators, denn die
P'olymerisate umschließen die aktiven Zentren des Katalysators und verhindern somit den Zutritt der
Reaktionsmittel. Die festen Polymerisate füllen auch die Hohlräume zwischen 'den Körnchen der Aktivkohle
aus und erhöhen somit nicht nur den Abfall des Gasdruckes über das Katalysatorbett, sondern sie isolieren
auch gewisse Teile des Bettes gegen den Strom der gasförmigen Reaktionsmittel. Außerdem erschwert
auch die Bildung dieser festen Polymerisate zwischen den einzelnen Katalysatorkörnchen das Entfernen
des verbrauchten Katalysators aus dem Reaktion sgefäß.
Es wurde nun gefunden, daß die Verwendung eines Katalysators, bei dem die als Träger verwendete
Aktivkohle nur geringe Mengen Kupfer als Verunreinigung enthält und der bestimmte Mengen bestimmter
Wismutverbindungen enthält, die Abscheidung von festen polymeren Stoffen auf dem Katalysator
beträchtlich vermindert wird, wodurch die Lebensdauer des Katalysators und die Ausbeuten an
gewünschten Vinylestern erhöht wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Vinylestern durch Reaktion von Acetylen mit
einer organischen Säure bei erhöhten Temperaturen in der Dampfphase in Gegenwart eines Katalysators aus
Zinkacetat oder Cadmiumacetat, der auf Aktivkohle niedergeschlagen ist, wobei die Aktivkohle geringe
Mengen an Kupfer als Verunreinigung enthält und mit einer Wismutverbindung imprägniert ist, ist nun
Verfahren zur Herstellung
von Vinylestern
von Vinylestern
Anmelder:
Union Carbide Corporation,
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr. W. Schalk und Dipl.-Ing. P. Wirth,
Patentanwälte,
Frankfurt/M., Große Eschenheimer Str. 39
Frankfurt/M., Große Eschenheimer Str. 39
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 22. November 1952
V. St. v. Amerika vom 22. November 1952
Eugene Whitman Hanszen
und Lawrence Barrett Trenholme, LaMarque, Tex.
und Lawrence Barrett Trenholme, LaMarque, Tex.
(V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
dadurch gekennzeichnet, daß als Wismutverbindung Wismutjodid oder Wismutoxyjodid in einer Menge
von 0,001 bis 0,5 Gewichtsprozent, bezogen auf den Aktivkohleträger, verwendet wird.
Das Imprägnieren des aus Aktivkohle bestehenden Trägers mit der Wismutverbindung kann gleichzeitig
mitdurchgeführt werden, wenn die als Katalysator benutzten Metalle oder Metallsalze auf dem Träger
niedergeschlagen werden, oder die Wismutverbindung kann auch zugesetzt werden, nachdem die Hauptmenge
des Katalysators auf den Träger aufgebracht worden ist. Um den aus Aktivkohle bestehenden Träger mit
der Wismutverbindung zu imprägnieren, wird die Wismutverbindung zweckmäßig in einem geeigneten
Lösungsmittel, wie Aceton, gelöst zur Anwendung gebracht. Beim Verdampfen des Lösungsmittels wird
dann eine gleichmäßige Imprägnierung des Trägers mit der Wismutverbindung erhalten.
Die Menge der Wismutverbindung, die erforderlich ist, um die Bildung von festen Acetylenpolymerisaten
zu verhindern, ist sehr klein, da bereits Mengen von 10 Teilen je Million Teile des Katalysatorträgers oder
0,001 Gewichtsprozent des Katalysatorträgers wirksam sind. Vorzugsweise werden jedoch größere
Mengen der Wismutverbindung zur Erzielung einer größeren Schutzwirkun'g verwendet, und die benutzte
909 610/413
Menge richtet sich nach dem Kupfergehalt der aktivierten Kohle. So werden bei einer Aktivkohle, die
40 Teile Kupfer je Million Teile Kohle enthält (bestimmt durch Auslaugen mit Salpetersäure), vorzugsweise
etwa 500 Teile Wismuttrijodid je Million Teile Kohle zugesetzt.
Als organische Säuren können dem erfindungsgemäßen Verfahren z. B. Essigsäure, Propionsäure
oder Buttersäure verwendet werden.
Es ist bekannt, durch Reaktion von Acetylen mit Aldehyden oder Ketonen in Gegenwart von wismu.thaltigen
Kupferkatalysatoren Alkohole der Acetylenreihe herzustellen. Ebenso ist es bekannt, durch Umsetzung
von Acetylen und einem Chloräthan über einem porösen, gegebenenfalls ein Schwermetallsalz,
wie Wismutchlorid, enthaltenden Körper gleichzeitig Vinylchlorid und ein Polychloräthylen herzustellen.
Diese Reaktionen führen jedoch auf Grund der jeweils verwendeten anderen Ausgangsmaterialien zu anderen
Endprodukten, und es konnte aus diesen Veröffentlichungen nicht entnommen werden, daß sich durch
das erfindungsgemäße Verfahren Vinylester in verbesserter Ausbeute erhalten ließen.
Es ist auch bekannt, Acetylen mit organischen Säuren in Gegenwart von Chromiten, Molybdaten,
z. B. Wismut-Mangan-Chromit, durchzuführen. Diese bekannten Katalysatoren sind jedoch in ihrer Zusammensetzung
von erfindungsgemäß zu verwendenden Katalysatoren verschieden und liefern auch keine
so guten Resultate wie diese.
Rohre eines Durchmessers von 4,3 cm und einer Länge von 305 cm wurden mit Aktivkohle gefüllt, die
35% Zinkacetatdihydrat enthielt. Duroh die Mäntel dieser Rohre wurde Flüssigkeit geschickt, um in dem
Katalysatorbett eine konstante Temperatur aufrechtzuerhalten. Die ursprüngliche Bettemperatur von
180° C wurde mit zunehmendem Alter des Katalysators auf 210° C erhöht. Durch jedes Rohr wurden
je Stunde im Mittel 707,51 Gasgemisch hindurchgeschickt bei einem Molverhältnis von Acetylen zu
Essigsäure von 4,0 : 1,0. Der Druckabfall in den Katalysatorrohren betrug unmittelbar nach der Beschickung
etwa 25,4 ecm Wasser, und jedes Rohr wurde mehrere Monate benutzt. Das zugeführte Acetylen enthielt
0,05 bis 0,1% höhere Acetylene.
Tabelle I veranschaulicht die Resultate, die erhalten wurden, nachdem 567,5 kg Vinylacetat unter Verwendung
eines Katalysators hergestellt worden waren, der keinen Inhibitor enthielt. Die Tabelle stellt auch
die Ergebnisse dar, die erhalten werden, wenn in einem zweiten Ansatz unter gleichen Bedingungen der
Katalysatorträger zuerst mit 500 Teilen Wismutoxyjodid je Million Teile Aktivkohle imprägniert wurde.
Kein Inhibitor
500 Teile BiOJ
je Million
je Million
Gasdruckabfall über dem Katalysatorbett (cm H2 O)
bei Acetylen mit einer Fließgeschwindigkeit von
707,5 1/Std
bei Acetylen mit einer Fließgeschwindigkeit von
707,5 1/Std
Aussehen des Katalysators
401,3
Poren und öffnungen zwischen den
Katalysatorteilchen stark verstopft mit gelbbraunem Polymerisat
Katalysatorteilchen stark verstopft mit gelbbraunem Polymerisat
38,1
kein Anzeichen eines
Polymerisats
Polymerisats
Zur Veranschaulichung der Wirksamkeit der erfindungsgemäß verwendeten Katalysatoren wurden
noch folgende Vergleichsversuche mit Acetylen durchgeführt, die zeigen, wie der schädliche Einfluß des
Kupfers durch die Wismutverbindungen beseitigt wird.
Proben von Aktivkohle im Gewicht von je 6,13 g wurden in Stahlrohren eines Durchmessers von 1,27 cm
in einen elektrischen Ofen eingesetzt, der auf 300° C gehalten wurde. Durch jedes Rohr wurden 140 Stunden
lang je Stunde 198 1 Acetylen hindurchgeschickt. Nach dieser Zeit wurden die Kohleproben entfernt, untersucht
und von neuem gewogen. Die Tabelle II veranschaulicht die Resultate, die mit einer Kohle A erhalten
wurden, die je Million Aktivkohle 40 Teile salpetersäurelösliches Kupfer und 87 Teile Gesamtkupfer
enthielt, und einer Kohle B, die nur eine Spur salpetersäurelösliches Kupfer und 13 Teile Gesamtkupfer
je Million Aktivkohle enthielt, wobei sowohl verhältnismäßig reines Acetylen als auch Acetylen benutzt
wurde, das mit höheren Acetylenen verunreinigt war.
Acetylen
Menge an gebildeten Acetylenpolymeren
Menge an gebildeten Acetylenpolymeren
°/o Gewichtszunahme
durch Augenschein Acetylen + 0,1 Molprozent höhere Acetylene
Menge an gebildeten Acetylenpolymeren
Menge an gebildeten Acetylenpolymeren
% Gewichtszunahme
durch Augenschein
Kohle A
Kohle B
Kohle B
10,6
0
0
große Menge kleine Menge 22,6
6,4
6,4
sehr große Menge
mittlere Menge
mittlere Menge
Unter Anwendung derselben Versuchsbedingungen einer Acetonlösung von Wismuttrijodid imprägniert
wurde eine Anzahl Versuche durchgeführt, wobei worden war. Die Tabelle III veranschaulicht die
Kohle A benutzt wurde, die mit verschiedenen Mengen 70 Resultate dieser Versuchsreihe.
| Acetylen + 0,1 Molprozent | |
| höhere Acetylene | |
| Menge gebildeter | |
| Acetylen-Polymerisate | |
| Kohle A + 10TeUeBiJ3 | |
| je Million | Spur |
| Kohle A+ 100TeUeBiJ3 | |
| je Million | keine |
| Kohle A + 500OTeUe BiJ3 | |
| je Million | keine |
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Vinylestern durch Reaktion von Acetylen mit einer organischen
Säure bei erhöhten Temperaturen in der Dampfphase in Gegenwart eines Katalysators aus Zinkacetat
oder Cadmiumacetat, der auf Aktivkohle niedergeschlagen ist, wobei die Aktivkohle geringe
Mengen an Kupfer als Verunreinigung enthält und mit einer Wismutverbindung imprägniert ist, da- ■
durch gekennzeichnet, daß als Wismutverbindung Wismutjodid oderWismutoxyjodid in einer Menge·
von 0,001 bis 0,5 Gewichtsprozent, bezogen auf ίο den Aktivkohleträger, verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als organische Säure Essigsäure verwendet
wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 403 784, 740 514,
003;
003;
britische Patentschrift Nr. 581 501.
1 909 610/413 8.59
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US1064501XA | 1952-11-22 | 1952-11-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1064501B true DE1064501B (de) | 1959-09-03 |
Family
ID=22311472
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEU2486A Pending DE1064501B (de) | 1952-11-22 | 1953-11-12 | Verfahren zur Herstellung von Vinylestern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1064501B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1287569B (de) * | 1965-10-22 | 1969-01-23 | Distillers Co Yeast Ltd | Verfahren zur Herstellung von Vinylacetat |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE403784C (de) * | 1921-07-24 | 1924-10-04 | Consortium Elektrochem Ind | Verfahren zur Darstellung von Estern und AEthern des AEthylidenglykols und Vinylalkohols |
| DE740514C (de) * | 1939-09-08 | 1943-11-02 | Ig Farbenindustrie Ag | Verfahren zur Herstellung von Alkoholen der Acetylenreihe |
| GB581501A (en) * | 1943-07-28 | 1946-10-15 | Ici Ltd | Improvements in or relating to the production of vinyl esters |
| DE847003C (de) * | 1942-08-28 | 1952-08-18 | Hellmuth Holz Dr | Verfahren zur gleichzeitigen Herstellung von Vinylchlorid und einem Polychloraethylen |
-
1953
- 1953-11-12 DE DEU2486A patent/DE1064501B/de active Pending
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE403784C (de) * | 1921-07-24 | 1924-10-04 | Consortium Elektrochem Ind | Verfahren zur Darstellung von Estern und AEthern des AEthylidenglykols und Vinylalkohols |
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