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Die Erfindung bezieht sich auf ein Registriergerät für die Registrierung
von Arbeits- und Stillstandszeiten von Maschinen einschließlich der Gründe für etwaige
Arbeitsunterbrechungen.
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Es sind bereits derartige Geräte bekannt, bei denen ein elektromagnetisch
betätigter Schreibstift beim Einschalten der Maschine aus einer Nullage ausgeschwenkt
wird, um dann für die Zeit des Laufs der Maschine eine von der Nullinie abweichende
Linie oder beispielsweise eine Balkenschrift aufzuzeichnen. Hierbei ist es ferner
bekannt, derartige Einrichtungen zusätzlich mit Schaltvorrichtungen auszurüsten
für die Wahl verschiedener Registrierarten, die den einzelnen Unterbrechungsgründen
entsprechen. Derartige Gründe sind beispielsweise Pause, Werkzeugwechsel, Materialmangel,
Reparatur der Maschine, Arbeitsmangel usw.
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Es dürfte einleuchten, daß die nur beispielsweise oben angeführten
Gründe ganz verschiedenartige Ursachen haben und deswegen auch bei der Auswertung
der Diagramme und als Folge dessen bei der Betriebsplanung ganz verschieden gewertet
werden müssen, so daß also zweifellos ein dringender Bedarf besteht, diese Unterbrechungsgründe
gut auswertbar und zeitrichtig zu registrieren.
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Bei den bekannten Registriergeräten geschah dies auf die Art und Weise,
daß Balkenschriften erzeugt wurden, bei denen die einzelnen quer zur Nullinie verlaufenden
Striche in kleinerem bzw. größerem Abstand aufgezeichnet wurden. Dies hat zur Folge,
daß bei größerem Strichabstand die Aufzeichnung nicht mehr sehr genau wird. Wenn
nämlich beispielsweise nur alle drei Minuten ein Strich erzeugt wird, dann kann
der Aufzeichnungsfehler 2,9 Min. betragen. Macht man andererseits, um den soeben
genannten Fehler zu verkleinern, den Diagrammscheibenvorschub je Zeiteinheit größer,
dann steigt der Diagrammscheibenverbrauch stark an, was neben dem unerwünscht großen
Papierverbrauch auch noch einen zusätzlich höheren Aufwand für die Aufbewahrung
der Diagramme erfordert. Aus diesem Grunde darf also der Strichabstand für die einzelnen
Unterbrechungsgründe eine bestimmte maximale Breite nicht überschreiten, wenn sich
die Aufzeichnungen noch genau auswerten lassen sollen, und wenn auch Unterbrechungen
von sehr kurzer Dauer noch aus dem Diagramm ablesbar sein sollen. Andererseits sollen
selbstverständlich die einzelnen Unterbrechungsgrundcharakteristiken mit dem bloßen
Auge gut unterscheidbar sein.
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Ferner ist es bekannt, verschiedene Arbeitsarten durch Balkendiagramme
unterschiedlicher Strichhöhe zu kennzeichnen. Bei dieser bekannten Einrichtung wird
ein Schreibstift durch einen Hitzdraht eine Vielzahl von Kontakten und drei Elektromagnete
so beeinflußt, daß er Balkenschriften in zwei verschiedenen Schreibbreiten erzeugt.
Hierbei beruht die Erzeugung der verschiedenen Schreibbreiten hauptsächlich darauf,
daß in unterschiedlichem Abstand vom Drehpunkt des Schreibhebels Kontaktpaare angeordnet
sind, die den Heizstrom für den Hitzdraht jeweils nach einem längeren oder kürzeren
Arbeitshub des Schreibhebels ein- bzw. ausschalten. Die Variierbarkeit des Arbeitshubes
des Schreibhebels ist in diesem Falle sehr begrenzt, wenn man nicht einen unendlich
langen Schreibhebel vorzieht. Ganz abgesehen davon, ist hier der Aufwand für die
Steuerung auch bauteilmäßig sehr groß. Die Erfindung zielt daher darauf ab, die
bekannten Einrichtungen durch eine Kombination der bekannten Aufzeichnungsarien
zu verbessern. Das heißt, es ist das Ziel der Erfindung, eine Einrichtung zu schaffen,
die es erlaubt, Balkenschriften als reine Zeitdiagramme von varüerbarer Breite und
ebenfalls variierbarem Strichabstand zu erzeugen.
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Die Erfindung betrifft dementsprechend ein Registriergerät für die
Registrierung von Arbeits- und Stillstandszeiten von Maschinen u. dgl. bzw. von
Gründen für Arbeitsunterbrechungen mittels elektromagnetisch betätigtem Schreibstift
und ist dadurch gekennzeichnet, daß zwei Elektromagnete auf einen Schreibstift derart
einwirken, daß Schreibcharakteristiken unterschiedlicher Strichhöhe bzw. Strichrichtung
in bezug auf eine Nullinie entstehen, und daß durch eine zusätzlich einschaltbare
Kontakteinrichtung die Stromkreise der Elektromagnete in wählbar variablem Rhythmus
unterbrechbar sind.
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Eine Ausführungsform der Erfindung ist in den Zeichnungen veranschaulicht.
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F i g. 1 zeigt eine Gesamtansicht der kompletten Einrichtung; F i
g. 2 ist eine Draufsicht auf das Arbeitsregistriergerät bei abgenommenem Gehäusedeckel;
F i g. 2 a ist eine Einzelheit der F i g. 2 und F i g. 3 ist ein Schaltschema.
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Zu der Einrichtung gemäß der Erfindung gehört einerseits das Registriergerät
1 und andererseits der Schaltkasten 2 für die Unterbrechungsgründe. Das Registriergerät
1 hat einen abklappbaren Deckel, der durch Scharniere 3 gehalten wird. Durch ein
Fenster 4 im Gehäusedeckel sieht man bei in Betrieb befindlichem Gerät auf die nicht
gezeichnete Diagrammscheibe, die auf einem Diagrammträger 5 liegt. Ebenso sieht
man den Schreibhebel 6 mit dem Schreibstift 7. Im unteren Teil des Gerätes ist noch
ein Zähler vorgesehen, der durch ein Fenster 8 zu sehen ist. Am unteren Ende sind
die elektrischen Verbindungsleitungen für die einzelnen elektrischen Teile aus Anschlußklemmen
9 herausgeführt. Die Leitungen werden über ein Kabel 10 zu dem Schaltkasten
2 geführt. Dieser Schaltkasten 2 besitzt fünf Tasten T 1 bis T 5 für die
Unterbrechungsgründe und eine sechste Taste 11 zum Löschen der vorher eingestellten
Tasten. Neben jeder Taste kann noch eine Anzeigelampe 12 angeordnet sein, die immer
dann aufleuchtet, wenn die betreffende Taste gedrückt worden ist. Gegebenenfalls
kann man auf die Löschtaste 11 auch verzichten. Es muß dann dafür Sorge getragen
werden, daß jedesmal, wenn von dem Geberschalter der zu überwachenden Maschine der
Kontakt geschlossen wird, die vorher im Schaltkasten 2 eingestellte Taste gelöscht
wird. Derartige Anordnungen sind allgemein bekannt und bedürfen daher keiner näheren
Beschreibung. Der Anschaulichkeit halber sind auf den Tasten im Schaltkasten 2 die
Schreibcharakteristiken abgebildet, die durch die Betätigung dieser Tasten hervorgerufen
werden können. Normalerweise wird man selbstverständlich auf den Tasten nicht diese
Schreibcharakteristiken abbilden, sondern den spezifischen Unterbrechungsgrund,
der durch die Bedienung dieser Taste dargestellt werden soll.
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Aus F i g. 2 ist nun das Registriergerät selbst bei abgenommenem Deckel
ersichtlich. In dem Gehäuse 13 ist ein Synchronmotor M befestigt, der über eine
Schnecke 14 und ein Schneckenrad 15 eine Welle 16
antreibt. Mit
der Welle 16 ist außer dem Schneckenrad 15 noch eine Schnecke 17 verbunden, die
wiederum mit einem Schneckenrad 18 auf einer Welle 19 in Eingriff steht. Auf der
Welle 19 ist noch die Schnecke 20 befestigt, welche mit dem Schneckenrad 21 in Eingriff
steht. Das Schneckenrad 21 ist mit dem Zahnrad 22 verbunden, welches ein Zahnrad
23 antreibt. Durch das Zahnrad 23 wird auch der Diagrammscheibenträger 5 mitgenommen,
wobei die Diagrammscheibe selbst durch eine Spannscheibe 24 auf dem Diagrammscheibenträger
5 festgelegt wird. Auf der Welle 19 sind noch zwei Kontaktscheiben 25, 26 befestigt,
die mit Mikroschaltern N 1 und N 2 zusammenarbeiten, und zwar mag
die Kontaktscheibe 26 beispielsweise ein relativ feinzähniges Zahnrad aus einem
Isoliermaterial sein, während die Kontaktscheibe 25 beispielsweise vier oder sechs
Nocken aufweisen würde, so daß jede dieser Kontaktscheiben bei jeder Umdrehung eine
entsprechende Anzahl Impulse durch das Schließen der Mikroschalter N 1 und N 2 erzeugt.
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Auf der Welle 16 ist ein Winkel 29 gelagert, der ein Zahnrad 30 trägt,
das in ständigem Eingriff mit einem weiteren Zahnrad (nicht sichtbar) steht, welches
auf der Welle 16 befestigt ist. Da das Zahnrad 30 auf dem Winkelstück 29 gelagert
ist, wird es, wenn der Magnet ZM stromlos ist, durch die Rückzugsfeder 29' außer
Eingriff mit einem weiteren Zahnrad 31 geschwenkt. Wenn dagegen der Magnet ZM Strom
erhält, zieht er seinen Klappanker 32 an, so daß das Zahnrad 30 über das
Winkelstück 29 in Eingriff mit dem Zahnrad 31 geschwenkt wird. Das Zahnrad
31 ist mit einem Ritzel33 verbunden, welches mit dem Zählerantriebsrad 34 in Eingriff
steht und den Zähler einkuppelt, sobald der Schalter MS, der zu überwachenden Maschine
geschlossen wird (siehe F i g. 3).
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Der Schreibhebel 6 mit dem Schreibstift 7 ist um seinen Drehpunkt
35 in radialer Richtung zur Diagrammscheibe schwenkbar. Er besitzt einen Arm 36
mit einer vorspringenden Nase 36', auf die der Klappanker 37 eines Magneten
SM einwirken kann. Eine Feder 38, die einerseits am Schreibhebel 6 und andererseits
an einem Anschlagteil 39 angebracht ist, zieht den Schreibhebel stets so, daß er
mit der Nase 36' am Klappanker 37 des Magneten SM anliegt. In der in F i
g. 2 gezeichneten Lage kann der Magnet um den Weg »a« schwenken, weil dies durch
die Form des Anschlaggliedes 39 bestimmt wird. Wird dagegen der Magnet TM zum Ansprechen
gebracht, so verschwenkt dieser über den Klappanker 40 das Anschlagteil 39, welches
im Punkte 41 schwenkbar gelagert ist. Durch das Verschwenken des Anschlagteiles
39 kann der Schreibhebel nunmehr um den Bereich b schwenken (F i g. 2 a), weil das
Anschlagteil 39 sich in diesem Bereich weiter öffnet, so daß bei eingeschaltetem
Magneten TM der Schreibstift einen größeren Ausschlag macht, als wenn der Magnet
TM nicht eingeschaltet ist.
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Die Funktion der Anordnung sei nun im Zusammenhang mit F i g. 3 im
einzelnen näher beschrieben. Der Synchronmotor M ist an eine Wechselstromquelle
angeschlossen. Gleichzeitig wird von dieser Wechselstromquelle die Primärwicklung
eines Transformators T gespeist. Die Sekundärwicklung dieses Transformators steht
mit zwei Eingangsklemmen einer Gleichrichteranordnung G in Verbindung, deren andere
Klemmen den gleichgerichteten Strom abgeben. Wie F i g. 3 außerdem erkennen läßt,
betätigen die Tasten T 1 bis T 5 verschiedene Kontakte, und zwar wird
bei Betätigung der Taste T 1 der Kontakt K 1 geöffnet und der Kontakt K 2 geschlossen;
bei Betätigung der Taste T 2 wird der Kontakt K 3 geöffnet
und der Kontakt K 4 geschlossen; bei Betätigung der Taste T 3 wird der Kontakt
K 5 geöffnet und der Kontakt K 6 geschlossen. Bei Betätigung der Taste T 4 bleiben
sämtliche Kontakte K 1, K 3 und K 5 geschlossen- und es wird zusätzlich der Kontakt
K 7 geschlossen. Bei Betätigung der Taste T 5 bleiben ebenfalls die Kontakte K 1,
K 3 und K 5 geschlossen, und es wird zusätzlich Kontakt K 8 geschlossen. Durch das
Öffnen bzw. Geschlossenlassen der Kontakte K 1, K 3 und
K 5 wird der Magnet TM ein-bzw. ausgeschaltet. Im Stromkreis des Magneten
SM
liegen außer den Kontakten K 2, K 4, K 6, K
7 und K 8 noch die Mikroschalter N 1 und N 2, und zwar liegt
der Kontakt K 2 in Reihe mit dem Mikroschalter N 1 und die Kontakte
K 6 und K 7 in Reihe mit dem Mikroschalter N 2, während die Kontakte
K 4 und K 8 direkt mit dem Magneten SM verbunden sind, so daß also
über die Tasten T 2 und T 5 der Schreibermagnet SM unmittelbar eingeschaltet
wird, während er durch die Tasten T 1, T 3 und T 4 über jeweils einen
der Mikroschalter N 1 bzw. N 2 eingeschaltet wird. Schaltet man beispielsweise
die Taste T 1 ein, so wird der Kontakt K 2 geschlossen und der Kontakt K 1 geöffnet.
Das bedeutet, daß der Magnet TM stromlos wird, so daß der Schreibhebel 6 also nur
um den Weg »a« ausgelenkt werden kann. Gleichzeitig ist aber nunmehr der Magnet
SM über den Mikroschalter N 1 mit der Stromquelle verbunden, so daß der Schreibhebel
6 durch den Magneten SM im Rhythmus der Kontaktschließungen durch das Zahnrad 26
ausgelenkt wird. Es entsteht somit eine Balkenschrift von niedriger Höhe, wie sie
auf der Tastatur T 1 in F i g. 1 abgebildet ist. Betätigt man dagegen beispielsweise
die Taste T 4, so bleibt der Magnet TM unter Strom, weil keiner der Kontakte
K 1, K 3 und K 5 geöffnet wird, so daß das Anschlagstück 39 gegenüber der gezeichneten
Stellung verschwenkt ist, wodurch der Schreibhebel 6 um den Weg »b« ausgelenkt wird.
Der Schreibermagnet SM selbst erhält Strom über den Mikroschalter N 2 und den Kontakt
K 7, was bedeutet, daß der Schreibhebel einzelne, voneinander unterscheidbare Striche
von etwa der doppelten Höhe aufzeichnet, wie bei Betätigung der Taste
T 1. Außer über die Tasten T 1 bis T 5 im
Schaltkasten
2 können sowohl der Schreibermagnet SM als auch der Zählermagnet ZM durch die beiden
Kontakte MS 1 und MS 2 eingeschaltet werden, die mit der zu überwachenden
Maschine verbunden sind und die bei deren Einschaltung geschlossen werden-