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Hammerdruckvorrichtung mit einem den Druckhammer antrei-
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benden Tauchankermagnetsystem Die Erfindung betrifft ein Tauchankermagnetsystem
mit einem eine zentrale Ausnehmung aufweisenden stationären Joch aus einem Material
hoher Permeabilität und einem als Druckhammer einer Druckhammervorrichtung ausgebildeten
und sich in Ruhestellung an einem. Änschlag abstützenden Anker mit einem kolbenartigen
Antriebsteil aus einem Material hoher Permeabilität, der bei Aktivierung einer Erregerspule
unter Schließung des Luftspaltes im wesentlichen geradlinig durch die Ausnehmung
des Joches führbar ist.
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Tauchankermagnetsysteme als Antriebsvorrichtung für den Druckhammer
in Typendruckeinrichtungen oder die Drucknadeln in Mosaikdruckeinrichtungen sind
in der Drucktechnik allgemein bekannt und mit Erfolg zur Anwendung gelangt.
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So wird in der DE-OS 28 39 024 ein derartiges Tauchankermagnetsystem
für eine Typendruckeinrichtung beschrieben.
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Werden Tauchankermagnetsysteme in Anschlagdruckern verwendet, so hängt
die maximal erreichbare Druckgeschwindigkeit im wesentlichen einerseits von der
erreichbaren Aufschlaggeschwindigkeit des Druckhammers, andererseits davon ab, wie
schnell es gelingt, den als Anker des Magnetsystems ausgebildeten Druckhammer nach
erfolgtem Abdruck prellfrei in seine Ausgangslage zurückzubringen.
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Die mit dem Anker eines Druckankermagnetsystems erreichbare Geschwindigkeit
hängt weiters wesentlich von der Stärke des mit der Erregerspule erzeugten Magnetfeldes
ab.
Wird das Druckankermagnetsystem als Antriebsvorrichtung für den Druckhammer auf
einem zeilenweise sich entlang einem Aufzeichnungsträger bewegenden Schreibwagen
einer Druckeinrichtung verwendet, so sind den geometrischen Ausmaßen aus kühltechnischen
und aus GewichtsgrUnden Grenzen gesetzt.
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Bei Klappankermagnetsystemen ist es aus der DE-OS 29 33 616 bei einer
Dämpfungsvorrichtung für den elektromotorischen Antrieb des Druckhammers in einer
Druckhammeranordnung bekannt, das Magnetsystem über eine den Erregerstrom der Magnetspule
ansteuernde Schaltungsanordnung anzusteuern. Nach Beschleunigung des Ankerhebels
mit zugehörigem Druckhammer wird der Erregerstrom auf einen wesentlich geringer
dimensionierten Haltestrom zurückgeschaltet, wobei nach erfolgtem Abdruck durch
erneute Betätigung- des Magnetsystems der Hammer abgebremst wird.
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Die Rückkehrgeschwindigkeit des Ankers nach erfolgtem Abdruck im Tauchankermagnetsystem
und damit die Zeit, die vergeht, bis das Tauchankermagnetsystem erneut aktiviert
werden kann, hängt stark von der Dämpfung ab, die der Druckhammer am Aufzeichnungsträger
erfährt.
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Der Dämpfungsgrad ist dabei u.a. stark von der Anzahl der verwendeten
Nutzen beim Druckvorgang abhängig.
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Aufgabe der Erfindung ist es, für eine Druckhammervorrichtung in einem
Typen- oder Mosaikdrucker ein den Druckhammer antreibendes Tauchankermagnetsystem
so auszugestalten, daß damit bei minimalen Außenmaßen und möglichst geringem Erregerstrom
eine möglichst hohe, den Anker antreibende Vortriebskraft erzielbar ist. Der Anker
soll außerdem nach erfolgtem Abdruck möglichst schnell in seine Ausgangslage rückführbar
sein.
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Diese Aufgabe wird bei einem Tauchankermagnetsystem der eingangs genannten
Art dadurch gelöst., daß die für die axiale Vortriebskraft des Ankers im wesentlichen
wirksamen Bereiche des stationären Joches und des Antriebsteiles geometrisch derartig
ausgestaltet sind, daß der Kurvenverlauf der bei aktiviertem Magnetsystem auf den-Antriebsteil
wirkende axiale Vortriebskraft in Abhängigkeit vom Weg des Ankers vom Anschlag bis
zur Abdruckstelle mindestens zwei Maxima mit einem stetig verlaufenden Zwischenbereich
aufweist.
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Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
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Stellt man den axialen Kräfteverlauf in Abhängigkeit vom Weg des Ankers
vom Anschlag bis zur Abdruckstelle im Diagramm dar, so entspricht die Fläche unter
der Kurve der erzielbaren Abdruckenergie. Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene
Ausgestaltung des stationären Joches und des Antriebsteiles des Ankers läßt sich
diese Fläche wesentlich vergrößern. Bremst man außerdem den Anker nach dem Abdruck
bei der Rückkehr in seine Ausgangslage dann über einen Bremsimpuls konstanter Länge
ab, wenn sich der Antriebsteil des Ankers in einem Bereich befindet, bei der die
Kraft-Weg-Verlauf skurve linear ansteigt, findet eine selbständige Anpassung der
Abbremsenergie an die sich verändernde Konsistenz der Abdruckstelle statt. Verändert
man z.B. die Anzahl der Nutzen, so kehrt der Anker unterschiedlich schnell in seine
Ausgangslage zurück.
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Damit verlagert sich entlang dem linear ansteigenden Bereich der Kraft-Weg-Kurve
der Ort-des Bremsimpulseinsatzes. Die Fläche unter der Kurve und damit die Bremsenergie
ist infolgedessen bei höherer Geschwindigkeit größer als bei gedämpften, mit niedrigerer
Geschwindigkeit in seine Ausgangslage zurückkehrenden Druckhammer.
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Ordnet man gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform im Tauchankermagnetsystem
noch zusätzlich eine Lichtschranke an, so läßt sich außerdem die Ansteuerung eines
derartigen Tauchankermagnetsystems wesentlich vereinfachen.
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Ausführungsformen der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden im folgenden beispielsweise näher beschrieben. Es zeigen Fig. 1 eine
schematische Darstellung eines bekannten Tauchankermagnetsystems mit zugehörigem
Kraft-Weg-Diagramm, Fig. 2 eine schematische Darstellung eines Tauchankermagnetsystems
gemäß der Erfindung mit zugehörigem Eraft-Weg-Diagramm, Fig. 3 eine schematische
Darstellung eines Tauchankermagnetsystems gemäß der Erfindung mit ringförmiger Nut
im Anker-mit zugehörigem Kraft-Weg-Diagramm, Fig. 4 eine schematische Darstellung
des Bremsvorganges des Ankers im Kraft-Weg-Diagramm, Fig. 5 ein Schnittbild eines
mit einer Lichtschranke versehenen Tauchankermagnetsystems, Fig. 6 ein Blockschaltbild
einer Steuerschaltungsanordnung für das Tauchankermagnetsystem und Fig. 7 eine schematische
Darstellung der Ausgangsimpulse der Lichtschranke beim Abdruck mit den zugehörigen
Ansteuerimpulsen für das Tauchankermagnetsystem.
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Das in der Fig. 1 dargestellte bekannte Tauchankermagnetsystem besteht
aus einem eine zentrale Ausnehmung ZA aufweisenden stationären Joch J aus einem
Material hoher Permeabilität und einem als Druckhammer einer Druckhammervorrichtung
ausgebildeten und sich in Ruhestellung an einem Anschlag AS absttitzenden Anker
AK, dessen allein hier dargestellter kolbenartiger Antriebsteil aus einem Material
hoher Permeabilität besteht. Bei Aktivierung einer Erregerspule E über eine z.B.
inderFig.6 dargestellte Schal-
tungsanordnung bewegt sich der Anker
AK unter Schließung des Luftspaltes L im wesentlichen geradlinig durch die zentrale
Ausnehmung ZA des Joches J. Der Verlauf der Axialkraft KA, die den Anker AK vorwärts
treibt, in Abhängigkeit vom Ankerweg ist in dem danebenstehenden Kraft-Weg-Diagramm
dargestellt. Die Nullkoordinate bezeichnet dabei die Anlage des Ankers AK am Anschlag
AS.
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Bewegt sich der Anker AK unter Einfluß des von der Erregerspule erzeugten
und über das Joch geführten Magnetfeldes nach links entsprechend der Pfeilrichtung
der Kraft KA, so steigt die Kraft zunächst bei Schließung des Luftspaltes, d.h.
bei Annäherung der Spitzen SJ und SA des Joches J und des Ankers AK bis zu einem
Maximalpunkt MI, um dann nach Durchlauf des Ankers AK durch die zentrale Ausnehmung
ZA wieder abzufallen. Nach der durch die Kraft KA vorgerufenen Beschleunigungsphase
schließt sich dann bis zum Abdruck ein freier Flug des Ankers AK an. Die gesamte
in dem Anker AK steckende kinetische Energie entspricht dabei der Fläche F unter
der Kurve im Weg-Zeit-Diagramm.
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Verändert man nun entsprechend der Darstellung der Fig. 2 oder Fig.
3 das Joch und den Anker in seinen geometrischen Formen, so ist es durch diese geometrischen
Veränderungen ohne zusätzliche Verstärkung des Magnetfeldes über den Erregerstrom
in der Erregerspule E möglich, die Fläche unter der Weg-Zeit-Eurve zu vergrößern
und damit die kinetische Energie. Entsprechend der Darstellung der Fig. 2 sind die
für die axiale Vortriebskraft KA des Ankers im wesentlichen wirksamen Bereiche die
Hinterkante SJ des Joches J und das Ende SA des Ankers AK, der radialsymmetrisch
ausgebildet ist. In ihm befinden sich ringförmige kerbartige Ausnehmungen KI bis
K3, die die magnetischen Feldlinien in ihren Spitzen SA verdichten. Dadurch ergibt
sich der im Kraft-Weg-Diagramm der Fig. 2 dargestellte Kurvenverlauf mit drei Maxima,
die der dichtesten Annäherung der
Spitzen SA der Kerben K1 bis K3
an die Kante SJ des Joches J entsprechen. Dabei entspricht das Maximum M1 der Kerbe
K1, das Maximum M2 der Kerbe K2 und das Maximum M3 der Kerbe K3.
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Als besonders vorteilhaft und produktionstechnIsch günstig, hat sich
eine Ausgestaltung des Ankers AK entsprechend dieser Darstellung der Fig. 3 herausgestellt.
Hierbei befindet sich im vorderen Bereich des Antriebsteiles des Ankers AK eine
Ringnut RN, die dadurch entstehenden beiden Spitzen SA der Vorderkante des Antriebsteiles
des Ankers AK und der Ringnut RN erzeugen die beiden Maxima MI und M2 im Kraft-Weg-Diagramm.
Diese Vervielfachung der Maxima der Axialkraft KA durch Vervielfachung der Kanten
am vorderen Teil des Ankers erzeugt zwischen den Maxima M1 und M2 einen stetig verlaufenden
Zwischenbereich ZB.
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Dieser Bereich gliedert sich wiederum in einen abfallenden Bereich
und in einen stetig ansteigenden Bereich SB.
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Dieser stetig, in dem größten Teil linear ansteigende Bereich, läßt
sich nun in der in der Fig. 4 dargestellten Weise als Bremsbereich für den nach
dem Abdruck in seine Ausgangslage zurückkehrenden Anker AK ausnützen.
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Dabei zeigt das in der Fig. 4 dargestellteKraft-Weg-Diagramm nur den
stetig ansteigenden Bereich SB zwischen zwei Maxima M1 und M2. Die Fläche F1 entspricht
dabei der aufgewendeten, einem Bremsimpuls vorbestimmter Länge entsprechenden Bremsenergie
eines relativ stark durch z.B. mehrere Nutzen gedämpften Ankers AK, wobei die Fläche
F2 der durch den gleichen Bremsimpuls angeführten Bremsenergie eines.relativ ungedämpften
Ankers AK entspricht. Das Abbremsen geschieht dabei in der nachstehend beschriebenen
Weise.
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Bei einem im folgenden noch ausführlich beschriebenen Tauchankermagnetsystem
der Fig. 5 ist ein Sensor 12, bestehend aus einer Lichtschranke, angeordnet. Bei
der
Rückkehr aus der Abdrucklage in seine Ausgangslage unterbricht
der hintere Teil 6 des Ankers AK zum Zeitpunkt T4 (Fig. 7) die Lichtschranke. Die
Lichtschranke generiert über eine Schaltungsanordnung entsprechend der Fig. 6 einen
Bremsimpuls, der um die Zeit bt verzögert wirksam wird. Die Geometrie des Ankers
AK ist nun so abgestimmt, daß der Bremsimpuls, d.h. der Impuls bei dem das Tanchankermagnetsystem
mit seiner Erregerspule E erneut aktiviert wird, dann eintrifft, wenn sich der zurückkehrende
Anker AK mit seinem Antriebsteil bzw. mit den für die axiale Vortriebskraft KA wirksamen
Bereichen in dem Bereich SB des Kraft-Weg-Diagramms befindet. Das bedeutet, während
der Dauer der Verzögerung At verändert sich in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit
des zurückkehrenden Ankers die Lage des Einsatzes des Erregerpunktes der Erregerspule
auf der Kraft-Weg-Kurve vom Punkt El (langsam) zum Punkt E2 (schnell). Da die Impulsdauer
t des Rücksetzimpulses konstant bleibt, verändert sich damit die.Bremsenergie von
F1 zu F2. Das bedeutet, ein schnell zurückkehrender Anker wird in gewünschter Weise
stärker abgebremst als ein über z.B. mehrere Nutzen gedämpfter, oder aus anderen
Gründen langsam zurückkehrender Anker AK. Die Ansteuerung eines entsprechend der
Erfindung aufgebauten Tauchankermagnetsystems wird deshalb wesentlich vereinfacht.
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Selbstverständlich sind neben den dargestellten Ausführungsformen
noch andere Ausführungsformen denkbar. So ist es möglich, die geometrischen Veränderungen
am Anker an beiden Seiten des Antriebsteiles des Ankers anzuordnen oder z.B. die
Kerben nur im Joch anzuordnen und als Antriebsteil nur ein zylindrisches Weicheisenteil
mit scharfen Vorderkanten zu verwenden.
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Bei der in der Fig. 5 schematisch dargestellten Druckeinrichtung für
eine Fernschreib- oder Schreibmaschine wird
über ein im folgenden
näher beschriebenes, entsprechend der Erfindung ausgestaltetes Tauchankermagnetsystem
ein Typenrad 1, das gegenüber einer Schreibwalze 2 angeordnet ist, betätigt. Das
Tauchankermagnetsystem 'besteht im wesentlichen aus einer Erregerspule 3 und dem
als Antriebselement für das Typenrad 1 dienenden Tauchanker 4. Der Tauchanker 4
besitzt zwei unmagnetische Führungsteile 5 und 6, die zusammen mit Buchsen 7 und
8 verhindern, daß der Tauchanker radial an die Fläche 9 des Joches J gezogen und
damit an seinen eigentlichen axialen Bewegungen gehindert wird. Der Tauchanker 4
ragt mit seinem hinteren Teil durch die Buchse 8 und liegt im Ruhezustand unter
der Wirkung einer RUckstellfeder 10 an einem Anschlag 11 an. Der mittlere zwischen
den beiden Führungsteilen 5 und 6 angeordnete Antriebsteil des Ankers 4 besteht
aus einem Material hoher Permeabilität, z.B. Weicheisen, und weist an seiner Vorderkante
die bereits in den Fig. 2 und3 beschriebenen geometrischen Änderungen, hier in diesem
Fall -die Ringnut RN; auf. Ebenso aus Weicheisen aufgebaut ist das die Erregerspule
3 tragende Joch J. Im Bereich des hinteren Teiles des Tauchankermagnetsystems ist
der Sensor z.B. eine Infrarotlichtschranke,angeordnet.
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Die Fotostrecke befindet sich im Bewegungsbereich des hinteren Teiles
6 des Ankers 4.
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Angesteuert wird der Tauchankermagnet über eine Ansteuerschaltungsanordnung,
die z.B. entsprechend dem Schaltbild der Fig. 6 ausgeführt sein kann. Sie besteht
im wesentlichen aus zwei Kippstufen 13 und 14 zur zeitlichen Ansteuerung der Schaltungsanordnung.
Schalttransistoren 15, 16 und 17 verbinden die Erregerspule 3 in Abhängigkeit von
dem Ausgangssignal eines Verstärkers 18, der den Erregerstrom bei Abdruck und den
Bremsstrom in der Spule 3 regelt mit einer Konstantspannungsquelle 19. Der Verstärker
18, der als Stromregler geschaltet ist, liegt mit seinem positiven Ausgang an einem
Spannungsteiler aus den Wider-
ständen 20 bis 24 und dem zugeordneten
Schalttransistor 25.
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Dabei ist der Widerstand 20 als Potentiometer ausgebildet.
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Der Schalttransistor 25, der über die Kippstufe 13 angesteuert wird,
verändert in Abhängigkeit von dem gewünschten Strom in der Spule 3 das Teilungsverhältnis
des Spannungsteilers 20 bis 24, der über den Widerstand 20 mit einer Referenzspannungsquelle
26 in Verbindung steht. Der negative Eingang des Verstärkers 18 liegt an einem Meßwiderstand
27 zur Feststellung des Istwerts in der Spule 3 an. Die weiteren Widerstände 28
bis 32 dienen in bekannter Weise zur Anpassung der Schalttransistoren. Das monostabile
Kippglied 14 ist über ein Verzögerungsglied 33 mit dem Ausgang der fotoelektrischen
Schalteinrichtung 12 verknüpft. Angesteuert wird die Schaltungsanordnung über einenz.B.
von einer hier nicht dargestellten Tastatur ausgelösten Impuls 34. Die Kippstufen
13 und 14stehen über ein ODER-Glied 35 mit dem Steuereingang des Schalttransistors
17 in Verbindung.
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Weiters weist die Antriebsvorrichtung eine Ankeransteuereinrichtung
36 auf. Sie enthält eine mit dem Impulseingang 34 und dem Sensor 12 verknüpftes
Meßglied 37 und eine mit einem Speicher 38 und einem Vergleicher 39 versehene Vergleichssteuereinrichtung
40, deren Ausgang mit dem Rücksetzeingang der Kippstufe 13 in Verbindung steht.
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Eine z.B. als Warnlampe ausgebildete Funktionswarneinrichtung 41 ist
mit dem Zeitmeßglied 37 verknüpft. Ihre Funktion wird später erläutert. Dasselbe
gilt für das zur Grundeinstellung der Abdruckenergie nach dem Einbau des Tauchankermagnetsystems
in die Druckeinrichtung benötigte Meßglied 42.
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Die eigentliche Funktion des in der Fig. 5 dargestellten Tauchankersystems
wird im folgenden anhand der Fig. 6 und dem Spannungszeitdiagramm der Fig. 7 erläutert.
Dabei
zeigt in der Fig. 7 der obere Impulszug den Verlauf der Erregerimpulse
am Ausgang des ODER-Gliedes 35 und der untere Impulszug den Verlauf der Erregerimpulse
am Ausgang des Sensors 12.
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Zum-Zeitpunkt T1 wird über den am Eingang 34 eingegebenen Startimpuls
die Kippstufe 13 gesetzt und damit über das ODER-Glied 35 die Steuerstrecke der
Transistoren 17 und 25 unterbrochen. Dadurch wird die Stromregeleinrichtung wirksam.
Der Schalttransistor 16 und der Leistungstransistor t5 werden leitend, womit der
Strom in der Erregerspule 3 sprungartig bis zu dem durch die Regeleinrichtung bestimmten
Maximalwert ansteigt.
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Unter der Wirkung des erzeugten Magnetfeldes wird der Anker 4 beschleunigt.
Gleichzeitig beginnt das Zeitmeßglied 37 der Ankersteuereinrichtung 36, das z.B.
als Zähler ausgebildet sein kann, seinen Betrieb. Zum Zeitpunkt T2 öf-fnet sich
die Lichtschranke und am Ausgang des Sensors 12 tritt ein Rechteckimpuls mit abfallender
Flanke auf. Dieser Rechteckimpuls stoppt das Zeitmeßglied 37 und das -Ergebnis der
Messung wird einer Vergleichssteuereinrichtung 40 zugeführt. Diese Vergleichssteuereinrichtung
40 kann z.B. als Mikroprozessor ausgebildet sein und enthält einen Speicher 38 mit
zugehöriger Zentralsteuereinheit 39.
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Der von dem Anker vom Anschlag bis zur Lichtschranke durchlaufende
Weg pro Zeiteinheit ist ein Maß für die aufgebrachte Druckenergie. Weicht die von
dem Zeitmeßglied 37 festgestellte Durchlaufzeit von der im Speicher 38 gespeicherten
Sollzeit ab, dann steuert die Zentraleinheit 39 entsprechend das Rücksetzen der
Kippstufe 13 zum Zeitpunkt T3. Zum Zeitpunkt T3 wird die Kippstufe 13 in ihre ursprüngliche
Lage zurückgeführt. Damit werden die Transistoren 17 und 25 erneut leitend, wobei
die Stromregelung unterbrochen und der Leistungstransistor 15
abgeschaltet
wird. Die Ankersteuereinrichtung 36 steuert damit über die Kippstufe 13 die zeitliche
Länge der Ansteuerung des Transistors 15 und damit den Erregerstrom in der Spule
3.
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Nach Rückkehr des Tauchankers 4 von der Abdruckstelle unterbricht
er mit seinem hinteren Ende 6 zum Zeitpunkt T4 erneut die Lichtschranke des Sensors
12.
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Da es sich um den Ubergang vom ununterbrochenen zum unterbrochenen
Sensorstrahl und damit um die ansteigende Flanke des unteren Impulszuges der Fig.
7 handelt, aktiviert das um die Zeit bt über das Zeitglied 33 verzögerte Ausgangssignal
des Sensors 12 die monostabile, mit ansteigender-Impulsflanke setzbarer Kippstufe
14, die zum Zeitpunkt T5 den Schalttransistor 17 über das ODER-Glied 35 erneut unterbricht
und damit die Spule 3 aktiviert. Der Schalttransistor 25 befindet sich wegen der
Kippstufe 13 im leitenden Zustand, so daß der Verstärker 18 den Erregerstrom in
der Spule 3 auf einen Bremsstrom ausregelt. In der verbleibenden Wegstrecke des
Ankers 4 bis zum Anschlag 11 wird der Anker 4 durch diesen Bremsstrom vollständig
abgebremst und kann sich ohne Nachschwingungen an den Anschlag 11 anlegen. Zum ZeitpunXt-T6
kippt die monostabile Kippstufe 14 in ihre ursprüngliche Lage zurück, womit der
Transistor 17 erneut leitend wird und damit den Erregerstrom in der Spule 3 über
den Leistungstransistor 17 unterbricht. Durch einen erneuten Startimpuls 34 kann
ein weiterer Abdruckzyklus gestartet-werden.
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Zusätzlich ist die Schaltungsanordnung noch mit einer Funktionswarneinrichtung
41 ausgestattet. Diese Funktionswarneinrichtung steht beispielsweise mit dem Zeitmeßglied
37 in Verbindung und gibt dann ein Warnsignal ab, wenn nicht innerhalb einer bestimmten
Zeitspanne nach Start des Tauchankermagnetsystems das Ende des Ankers 4 die Lichtschranke
12 passiert.
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Ein Uberschreiten dieser Zeitspanne weist auf eine Störung des Tauchankermagnetsystems
hin. Dies kann z.B. ein Bruch des Ankers oder ein Defekt der Spule 3 sein. Selbstverständlich
ist es auch möglich, anstelle der Zeitspanne T2 bis T1 die Zeit T4 bis T2 eines
gesamten Abdruckzyklus, d.h. also die zweimalige Unterbrechung der Lichtschranke
als Maß für eine Funktionswarneinrichtung zu verwenden.
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Die Funktionswarneinrichtung selbst kann in ihrer'einfachsten Form
aus einem Vergleicher bestehen, der den Zählerstand des Zeitmeßgliedes 37 mit einem
abgespeicherten Sollstand vergleicht und bei Überschreitung einer Wareneinrichtung
aktiviert.
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Mit dem vorher beschriebenen Tauchankermagnetsystem läßt sich in einfacher
Weise die Grundeinstellung der Abdruckenergie nach dem Einbau des Tauchankermagnetsystems
in die Druckeinrichtung bewerkstelligen. Zu diesem Zweck weist die Ansteuerschaltungsanordnung
ein Potentiometer 20 auf, über das der Erregerstrom in der Spule 3 einstellbar ist.
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Zusätzlich dazu ist an den Ausgang des Sensors 12 ein Meßglied 42
ankoppelbar, das z.B. aus einer Zeitmeßeinrichtung mit zugehöriger Anzeigeeinrichtung
bestehen kann, über das die Durchlaufzeit des Ankers von der Anfangsunterbrechung
der Lichtschranke bis zur Unterbrechung der Lichtschranke bei der Rückkehr des Ankers
in die Ausgangslage gemessen wird. Diese Durchlaufzeit des Ankers ist ein Maß für
die Abdruckenergie und bei der Grundeinstellung des Tauchankermagnetsystems nach
dem Einbau in die Druckeinrichtung kann man diese Zeit mit einer vorgegebenen Sollzeit
vergleichen und durch Verändern des Potentiometers 20 eine Grundeinstellung des
Erregerstromes in der Spule 3 vornehmen. Damit ist es möglich, die bei der Fertigung
zwangsläufig auftretenden Toleranzen und die dadurch hervorgerufenen Schwankungen
des magnetischen Materials und des Spulenstromes-auszugleichen.
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Selbstverständlich ist die Ausführung der Antriebsvorrichtung nicht
auf das dargestellte Beispiel beschränkt.
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So sind für die einzelnen Elemente noch andere Ausführungsformen denkbar.
Der Sensor 12 kann z.B. auch ein die Bewegung des Ankers durch Induktion erfassendes
Element sein, oder es können im Ankerweg zwei Sensoren angeordnet sein.
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7 Patentansprüche 7 Figuren
Bezugszeichenliste ZA
zentrale .Ausnehmung J stationäres Joch AS Anschlag AK Anker E Erregerspule L Luftspalt
KA Axialkraft XA Ankerweg SJ Spitze Joch SA Spitze Anker M1 Maxima M2 Maxima M3
Maxima F Fläche K1 kerbartige Ausnehmungen K2 kerbartige Ausnehmungen K3 kerbartige
Ausnehmungen RN Ringnut ZB stetiger Zwischenbereich SB linear ansteigender Teil
des Zwischenbereichs F1 , F2 Bremsflächen Verzögerungszeit t Impulsdauer El Erregerpunkt
(langsam) E2 Erregerpunkt (schnell) U Spannung T1 bis T6 Impulszeiten
1
Typenrad 2 Schreibwalze 3 Erreger spule 4 Tauchanker 5 und 6 unmagnetische Führungsteile
7 und 8 Buchsen 9 Fläche 10 Rückstellfeder 11 Anschlag 12 Sensor 13 bistabile Kippstufe
14 monostabile Kippstufe 15, 16 und 17 Schalttransistoren 18 Verstärker 19 Konstantspannungsquelle
20 Potentiometer 21 bis 24 Widerstände 25 Schalttransistor 26 Referenzspannungsquelle
27 Meßwiderstand 28 bis 32 Widerstände 33 Verzögerungsglied 34 Ansteuerimpuls 35
ODER-Glied 36 Ankersteuereinrichtung 37 Zeitmeßglied 38 Speicher 39 Zentralsteuereinheit
40 Vergleichssteuereinrichtung 41 Warneinrichtung 42 Meßeinrichtung für Durchlaufzeiten
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