DE923944C - Papierbandschaltung fuer druckende Lochkartenmaschinen - Google Patents
Papierbandschaltung fuer druckende LochkartenmaschinenInfo
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Description
Bei druckenden Lochkartenmaschinen ist es bekannt, dem Papierband zur Aufnahme der Druckaufzeichnungen selbsttätig Schaltschritte von verschiedener
Länge zu erteilen, je nach dem jeweiligen Betriebsfall. Es können aber auch bei der Bearbeitung
von nach Gruppen sortierten Zählkarten (Lochkarten) unabhängig von der üblichen Zeilenschaltung,
der auch bei bekannten Maschinen wahlweise verschiedenes Ausmaß in Verbindung mit
dem Postendruck und mit dem Summendruck gegeben werden kann, beim Gruppenwechsel am Ende
der Kartengruppen zusätzliche, besonders große Papierschaltungen in einem Ausmaß vorgenommen
werden, daß der Summendruck für eine Kartengruppe vom ersten Postendruck für die nächste
Kartengruppe so weit abgerückt wird, daß der Papierstreifen nachträglich zwischen den auf die
einzelnen Gruppen bezüglichen Drucken in getrennte Blätter zerlegt werden kann, die z. B. Rechnungen
bilden können, welche oberhalb des ersten Postens mit einem Kopfdruck versehen werden. Es
ist nun erwünscht, die Größe dieser zusätzlichen Papierschaltung, die bisher durch Voreinstellung
der Maschine festgelegt wurde, während des Betriebes selbsttätig zu ändern.
Diesem Bedürfnis wird dadurch genügt, daß gemäß der Erfindung das Maß des zusätzlichen
Papiervorschubes beim Wechsel der Kartengruppen
durch ein in einer oder, allen Karten jeder Kartengruppe
vorgesehenes besonderes S teuer loch bestimmt wird, das entsprechend seiner Art, z. B.
seiner Lage in der Kartenspalte, beim Durchgang der Karten durch die Maschine eine Voreinstellung
des Schaltweges der für die betreffende Kartengruppe gewünschten Papierschaltung bewirkt, während
die Papierschaltung selbst erst in Verbindung mit dem Kartengruppenwechsel in dem der Vorbereitung
entsprechenden Ausmaß erfolgt.
An sich ist es bereits bekanntgewesen, verschieden große Papierschaltungen durch eine Reihe
von den Hub des Papierschaltorgans begrenzenden Anschlägen zu bewirken, welche von unter Kartenlochsteuerung
stehenden Magneten wahlweise wirksam gemacht werden.
Durch die vorliegende Erfindung wird die Be-
nutzungsmöglichkeit für die den zusätzlichen Papiervorschub bewirkende Einrichtung wesentlich
erweitert, indem er ohne Schwierigkeiten dem jeweiligen Bedürfnis angepaßt werden kann.
Grundsätzlich genügt es, wenn in einer Kartengruppe eine Karte, z.B. die erste Karte der Gruppe,
das besondere Steuerloch aufweist, auf welches ein Papiertransportsteuerorgan für die Vorbereitung
eines beim Gruppenwechsel durchzuführenden Papiertransports von bestimmtem Ausmaß anspricht.
Im allgemeinen wird es sich im Interesse der Einheitlichkeit der Kartenlochung allerdings
empfehlen, alle Karten einer Gruppe gleichmäßig mit dem besonderen Steuerloch an derselben Stelle
zu versehen. Als das Ausmaß der Papierschaltung beim Gruppenwechsel beherrschende Organe können
insbesondere bei Lochkartenmaschinen Hollerithscher Bauart, bei welchen die Karten in Bewegung
elektrisch abgefühlt werden, mehrere Elektromagnete dienen, welche an das die Steuerlöcher abfühlende
Abfühlorgan. über einen Stromverteiler angeschlossen werden, der den Anschluß an einen
bestimmten Magnet nur für ein an einer bestimmten Zählpunktstelle befindliches Loch wirksam
macht, wobei das Papierschaltorgan durch ein Gestänge bewegt wird, das nach jedem Summendruck
in Tätigkeit gesetzt wird.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung ist dieselbe in der Anwendung bei einer Tabelliermaschine
Hollerithscher Bauart mit selbsttätiger Kartengruppenkontrolleinrichtung, wie sie z. B. aus der
Patentschrift 479 875 ersichtlich ist, in den Zeichmangen
veranschaulicht und nachstehend beschrieben. In diesem Fall ist das Wirksamwerden
der heuen Papierschaltung an das Vorhandensein eines Kartenloches an einer von mehreren Zählpunktstellen
einer gewissen Spalte einer Karte geknüpft, wobei angenommen ist, daß diese Karte die
erste der Gruppe ist.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Fig. ι ist eine Seitenansicht einer Einrichtung
gemäß der Erfindung zur Schaltung eines Aufzeichnurigsstreifens
um wechselnde Weglängen;
Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie 2-2 der Fig. ι;
Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. ι;
Fig. 4 ist ein Grundriß eines Teiles der neuen Papierschaltvorrichtung, aus dem insbesondere die
magnetische Bremse und der Antrieb für die Papierwalze ersichtlich sind;
Fig. 5 ist eine Darstellung einer bekannten Einrichtung für die Fortschaltung des Papierbandes
beim Druck von Posten und von Summen;
Fig. 6 veranschaulicht eine Zählkarte, wie sie vorzugsweise in Verbindung mit der Vorrichtung
zur Papierschaltung gemäß der Erfindung benutzt wird;
Fig. 7 ist ein Stromkreisschema der neuen Papierschaltvorrichtung.
Die Steuerung der Tabelliermaschine, deren bandförmiges Aufzeichnungsblatt mittels der Einrichtung
gemäß der Erfindung fortgeschaltet werden soll,, erfolgt in üblicher Weise durch Zählkarten
von der Art der in Fig. 6 dargestellten. Der Transport der Zählkarten durch die Maschine geschieht
durch Walzenpaare, wie sie in dem Stromkreisschema in Fig. 7 angedeutet sind. Durch die
Walzenpaare werden die Karten hintereinander an zwei Abfühlstellen mit Kontaktbürsten 12 und 13
vorbeigeführt. In Verbindung mit dem Transport der Zählkarten erfolgt die Drehung einer Welle 11,
welche für jede an den Abfühlbürsten vorbeigehende Zählkarte einen Umlauf macht.
Es ist vorausgesetzt, daß die aufzuarbeitenden Zählkarten in üblicher Weise nach Gruppen geordnet
sind und daß nach jedesmaligem Durchgang einer Zählkartengruppe eine Summe gezogen· und
auf dem Aufzeichnungsblatt gedruckt wird, welches auch beim Durchgang der einzelnen Karten Aufdrücke
der in den Karten gelochten Posten erhält. Zur Vornahme des Postendruckes bedarf es jedesmal
einer Zeilenschaltung des Papierbandes.
Der Druck der Posten erfolgt unter Steuerung durch die die Postenlochungen der Karten abfühlenden
Bürsten 13, von denen jede, wenn sie auf ein Kartenloch trifft, einen Stromkreis für einen Druckmagnet
14 (Fig. 1) schließt, so daß dieser erregt wird. Zugleich synchron mit der Bewegung der
Zählkarten an den Bürsten 13 vorbei erfolgt eine Einstellung der Typenträger gegenüber der Papierwalze
16, so daß beim Abfühlen eines bestimmten Kartenloches durch eine Bürste 13 jedesmal die dem
Kartenloch entsprechende Type sich in Druckstellung gegenüber der Papierwalze 16 befindet.
Die Erregung des Druckmagnets 14 führt in üblicher Weise eine Feststellung der Typenstange 15 durch
Freigabe einer Sperrklinke 18 für den Eingriff in die Verzahnung 19 des Typenträgers herbei, wobei
die Freigabe der Sperrklinke 18 durch Auslösung einer Klinke 17 unter dem Einfluß der Erregung
des Magnets 14 erfolgt. Nach jedesmaliger Beendigung der Abfühlung einer Karte 10 durch die
Bürsten 13 erfolgt in üblicher Weise der Anschlag der Druckhammer 20, so daß die in Druckstelle befindlichen
Typen zum Abdruck gelangen, worauf die Typenstangen 15 wieder in ihre Grundstellung
zurückgeführt werden, um unter Steuerung der
Lochung der nächsten Zählkarte io bei deren Vorbeigang an den Bürsten 13 erneut eingestellt zu
werden.
Die Papierschaltung erfolgt in bei Tabelliermaschinen üblicher Weise. Die diesem Zweck
dienende Einrichtung ist in Fig. 5 veranschaulicht. Da die Einrichtung bekannt ist, bedarf es hier nur
einer kurzen Beschreibung, um ihr Zusammenwirken mit der Papierschalteinrichtung gemäß der
Erfindung klarzumachen.
Mit 305 ist eine Schwingwelle bezeichnet, auf welcher ein Arm 21 sitzt, der an seinem oberen
Ende einen Zapfen 22 trägt. Wenn die Welle 305 eine Schwingbewegung im Drehsinn des Uhrzeigers
ausführt, dann legt sich der Zapfen 22 gegen einen Absatz 23 eines Hebels 24, welcher zu einer
aus den Teilen 25 und 26 bestehenden Hebelverbindung gehört. Der Teil 25 ist drehbar auf
einem Zapfen 27 aufgesetzt und mit dem Hebel 24 bei 28 gelenkig verbunden. Die Hebel 26 und 24
sind an ihren linksseitigen Enden bei 26« bzw. 24"
einstellbar mit dem Teil 25 verbunden. Die Teile 24, 25 und 26 wirken nach einmal erfolgter Einstellung
zueinander als ein einheitliches Ganzes und erfahren ihren Antrieb durch die Welle 305.
Mit dem Hebel 25 ist ein Lenker 29 verbunden, der mit seinem freien Ende an dem Klinkenarm
eines Schaltwerks 30 angreift, dessen Schaltrad mit der Papierwalze 16 gekuppelt ist, so daß der
Papierwalze durch jede Schwingbewegung der Welle 305 eine Zeilenschaltung erteilt wird, die
vor jedem Postendruck vor sich geht.
Nach jedesmaligem Durchgang einer Kartengruppe durch die Maschine wird in bei Tabelliermaschinen
üblicher Weise eine Einrichtung für den selbsttätigen Summenzug wirksam. Die Wirksammachung
für den Summenzug erfolgt unter dem Einfluß eines Wechsels der gleichzeitig durch die
Bürsten 12 und 13 abgefühlten Gruppenkennlöcher,
wodurch eine Vergleichung der Gruppenkennlöcher von aufeinanderfolgenden Karten miteinander zustande
kommt.
Nach der Darstellung der Fig. 6 ist die diese Steuerlochung tragende Kartenspalte die erste
Spalte der Karte, und das Steuerloch befindet sich in der neunten Zählpunktstelle dieser Spalte. Die
Maschine ist so eingerichtet, daß sie dem Aufzeichnungsblatt verschiedene Schaltbewegungen
unter dem Einfluß von Steuerlöchern in der genannten besonderen Spalte zu erteilen vermag, je
nachdem die Spalte in der neunten Zählpunktstelle, wie in Fig. 6 dargestellt, oder in der achten oder
in der siebenten gelocht ist.
Wie aus Fig. 7 ersichtlich ist, tritt die Bürste 12,
durch welche die Karte zuerst abgefühlt wird, beim Vorhandensein eines Loches in der von ihr abgefühlten
ersten Kartenspalte in Berührung mit einem Kontaktbalken 31, welcher über einen
Nockenkontakt 33 in Verbindung mit dem Hauptstromleiter 32 der elektrischen Kraftquelle der
Anlage steht. Der Kontakt 33 wird während der Abfühlperiode der Zählpunktstellen der Karten
durch den Nocken geschlossen gehalten. Die Bürste 12 ist mit einem Segment 34 eines Stromverteilers
leitend verbunden, welches von einer Bürste 35 überschliffen wird während der Abfühlperiode der
Karten. Mit der Bürste 35 ist eine Bürste 36 leitend verbunden, welche während der Kartenabfühlperiode
die Kontaktstücke 37 überschleift.
Wenn die neunte Zählpunktstelle einer Karte abgefühlt wird, dann befindet sich die Bürste 36 ein
wenig rechts von derjenigen Stelle, in welcher sie in Fig. 7 dargestellt ist, so daß sie sich in Berührung
mit dem ersten Kontaktstück 37 befindet. Wenn also eine Karte durch die Maschine geht,
welche ein Loch in der neunten Zählpunktstelle der von der Bürste 12 abgefühlten ersten Kartenspalte
aufweist, dann besteht eine Stromverbindung vom Stromleiter 32 über den Kontakt 33, den Kontaktbalken
31, durch das Kartenloch an der neunten Zählpunktstelle, die Bürste 12, Segment 34 mit dem
von der Bürste 36 abgefühlten Kontaktstück 37, welches seinerseits durch einen Stromleiter 39 mit
der Wicklung eines Elektromagnets 38 und mit dem zweiten Hauptleiter 44 in Verbindung steht.
Ebenso wie das erwähnte, dem Kontaktsegment 34 benachbarte Kontaktstück 37, welches beim Abfühlen
der neunten Zählpunktstelle der ersten Spalte in Berührung mit der Bürste 36 steht, sind
auch die beiden benachbarten Kontaktstücke 37, welche beim Abfühlen der achten bzw. der siebenten
Zählpunktstelle in Berührung mit der Bürste 36 gelangen, über Stromleiter 39 und Magnetwicklungen
38 mit dem Hauptstromleiter 44 verbunden. Beim Vorhandensein eines Loches in der achten oder in
der siebenten Zählpunktstelle wird also beim Abfühlen dieses Loches durch die Bürste 12 ebenfalls
ein Magnet 38 erregt. Außer dem Kontakt 33 wird auch noch ein Kontakt 40 durch einen auf der
Welle 11 sitzenden Nocken gesteuert. Dieser Nocken ist so auf der Welle angeordnet, daß auch
er seinen Kontakt 40 schließt während der Dauer der Abfühlung der Zählpunktstellen durch die
Bürsten, so daß zu dieser Zeit der Hauptstromleiter 32 über den Kontakt 40 Anschluß an einen Kontakt
41 besitzt, welcher durch Erregung des ihm zugeordneten Elektromagnets 38 geschlossen ist,
der seinerseits über die Wicklung eines Haltemagnets 42 für den Magnet 38 an den Hauptstromleiter
44 angeschlossen ist. Die Magnete 38 schließen bei ihrer Erregung auch Kontakte 43,
welche über einen Nockenkontakt 45 an den Hauptstromleiter 44 angeschlossen sind. Der Nockenkontakt
45 wird jedesmal geschlossen, bevor sich der Nockenkontakt 40 öffnet, und bleibt während
der Öffnungsdauer des Nockenkontaktes 40 geschlossen. Jeder Kontakt 43 ist durch eine Steckverbindung
46 an einen Hubbegrenzungsmagnet 47 und einen Haltemagnet 57 für diesen anschaltbar.
Entsprechend den drei Kontakten 43 sind auch drei Magnetpaare 57, 47 vorhanden, welch letztere
durch einen der Buchstabenindizes a, b, c voneinander unterschieden sind. Bei Schließung eines der
Kontakte 43 wird der durch eine Steckschnur 46 an den Kontakt angeschaltete Magnet 47, 57 in
stromleitende Verbindung mit dem Hauptstrom-
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leiter 44 gebracht. Die Wicklungen der Magnete 47 und 57 stehen außerdem über den Nockenkontakt
48, der sich in Überwachung durch einen auf der AVelle 11 sitzenden Nocken befindet, in Verbindung
mit dem Hauptstromleiter 32. Der Kontakt 48 wird während derselben Zeit geschlossen, während
welcher der Kontakt 45 geschlossen ist, und bleibt auch am Ende der Zählpunktabfühlperiode für die
letzte Karte der Gruppe geschlossen. Der Kontakt 40 jedoch öffnet sich, bevor die letzte Karte einer
Gruppe abgefühlt wird, wodurch der Haltemagnet 42 aberregt wird, und da zu dieser Zeit der an der
Nockensteuerung stehende Kontakt 33 geöffnet ist, ■wird der ausgewählte Relaismagnet unwirksam,
und die ihm zugeordneten Kontakte 41 und 43 werden geöffnet.
Der Kontakt 45 wird vor Beendigung jedes auf eine Karte bezüglichen Maschinenspiels geöffnet.
Wenn jedoch der Hubbegrenzungsmagnet 47 erregt ist, dann wird der Kontakt 49 des ihm zugeordneten
Halterelais 57 geschlossen, wodurch die Erregung des ausgewählten Hubbegrenzungsmagnets aufrechterhalten
wird.
Zusammenfassend ist also zu sagen, daß nachdem die letzte Karte einer Gruppe durch die Bürste
13 abgefühlt wurde, dann unter Steuerung durch die Bürste 12 der ersten Karte der nächstfolgenden
Gruppe einer der Magnete 38 und der ihm zugeordnete Haltemagnet 42 erregt sind. Da aber die
Gruppenkontrolleinrichtung den Tabellierantrieb unterbricht, kommt der Nockenkontakt 45 nicht
mehr zur Wirkung.
Auch bleibt der Nockenkontakt 48 geschlossen, und auch der noch erregte Magnet 47 wird durch
den Haltekontakt 49 des Halterelais 57 geschlossen gehalten, da auch die Welle 11 zum Stillstand gelangt.
Nunmehr wird die Summenwelle in Umdrehung versetzt, um einen Summenzug herbeizuführen.
Diese Summenwelle ist in Fig. 7 mit 315 bezeichnet und führt die Schließungeines Kontaktes
51 herbei, nachdem eine Summe unter Steuerung durch das Addierwerk der Maschine gedruckt
worden ist. Die Schließung des Kontaktes 51 führt die Erregung eines Papierschaltmagnets 52 herbei.
Wie am besten anus den Fig. 1 und 4 ersehen
werden kann, sitzt die Papierwalze 16 auf einer Welle 53, auf welcher ein Schältrad 54 befestigt
ist, in welches eine Schaltklinke 55 eingreift. Die Schaltklinke 55 sitzt gelenkig an einem Arm 56,
der lose auf die Welle 53 aufgesetzt ist. Die Klinke 55 wird in üblicher Weise federnd im Eingriff mit
den Zähnen des Schaltrades 54 gehalten, und nachdem der Arm 56 im Drehsinn des Uhrzeigers gedreht
worden ist, um eine Schaltung des Rades 54 herbeiz'Uifuhren, wird der Arm 56 in seine Grundstellung
durch eine Feder! 5 7 zurückgefülhrt. An das obere Ende des Armes 56 greift ein Lenker 58
an, welcher mit einer Stange 59 aus magnetischem Material verbunden ist. ,Die letztere durchsetzt ein
Loch in einer Rahmenplatte 60 und ragt mit ihrem rechtsseitigen Ende teilweise in den inneren Teil
des Papierschaltmagnets 52 hinein. Bei Erregung des Magnets 52 wird die Stange 59 in die Magnetwickhmg
hinein nach, rechts gezogen (Fig. 1). Die
Stange 59 ist mit seitlichen Einschnitten 61 und 62 versehen, weiche Anschlagflächen 63 und 64 bilden.
Jeder der Huibbegrenzungsrnagnete 47 für die Papfenscihaltung, z. B. in der Darstellung der
Fig. 2 der Magnet 47^ zieht >bei seiner Erregung ein Paar Eisenkerne 65 in eich hinein, die an zwei
Hebeln 66 sitzen, die drehbar bei 67 in der Gestellplatte 60 gelagert sind .und dabei scherenartig
gegeneinander bewegt werden.
Es mag an dieser Stelle daran erinnert werden, daß bei der Abführung der ersten Zählkarte 10
einer neuen Gruppe einer der Steuermagnete 47 erregt wind' und auch erregt bleibt, nachdem der
Summendruck erfolgt ist. Wenn dieser Magnet der Magnet 47C ist, welcher nach der Darstellung
der Fig. 1 .am weitesten rechts Hegt, dann wirken die diesem Magnet zugeordneten Scherenarme 66
als Anschläge für die Absätze 64 an der Stange 59, wenn diese Stange infolge der Erregung des Magnets
52 nach rechts bewegt wird.
Der in Fig. 7 unten ersichtliche Kontakt 51 wird durch den auf der Welle 315 sitzenden Nocken
nach jedem Summendruek geschlossen. Da in diesem Zeitpunkt auch der Magnet 47 bereits
erregt ist, so führt die Stange 59 eine Schwenkbewegung des Armes 56 und mittels der Klinke
55 (eine Schaltbewegung des Schaltrades 54 und
daimiit auch der Papierwalze 16 herbei, deren Größe
durch den dabei erregten Hubbegrenzungsmagnet 47 bestimmt wird.
Die Schaltbewegung des Papierstreif ens ist am
kleinsten, wenn der Magnet 47° erregt wird, dessen Hebelarme 66 mit dem Absatz 63 der Stange 59
zusammenwirken. Der Magnet 47C veranlaßt eine
etwas größere Schaltbewegung der Papierwalze, wobei der Absatz 64 der Stange 59 als Anschlag
für die Begrenzung der Bewegung der Stange 59 beim Auftreffen auf die dem Magnet 47s zugeordneten
Scherenarme 66 dient.
Die größte Scihalflbewegung, welche dem Papierband erteilt werden kann, erfolgt unter Steuerung
durch den Magnet 47*; bei Erregung dieses Magnets
erfolgt diie Begrenzung der Sdhaltbewegung der Stange 59 durch Auf treffen ihres Absatzes 63
auf die durch den Magnet 47s betätigten Scherenarme
66. no
Obwohl die beschriebene Einrichtung vollkommen betriebsfähig ist, empfiehlt es sich doch, geeignete
Mittel vorzusehen, um die Bewegung der Stange 59, welche durch Erregung des Magnets 52
veranlaßt wird, abzubremsen. Zu diesem Zweck ist die Stange 59 an ihrem rechtsseitigen Ende mit
einem Bremskern 68 verseilen, welcher einen Fortsatz 69 mit sich verjüngendem Ende trägt, welcher
eine Schließung von Kontakten 70", 706, 70^ herbeizuführen'
vermag. Wenn der Magnet 470 erregt worden ist, dann veranlaßt die kurze Bewegung der
Stange 59, welche im Zusammenhang damit eintritt, daß die Verdiekung 69 den Kontakt 70°
schließt, wenn sich die Stange 59 dem Ende ihres Vorschubs nähert. Entsprechend erfolgt bei der
mittleren Vorschubbewegung der Stange 59 unter
dem Einfluß des Magnets 47C die Schließung des
Kontaktes yoc und bei der größten Verschiebungsbewegung
der Stange 59 die Schließung des Kontaktes yob.
Wie aus Fig. 7 ersichtlich ist, ist das eine Federblatt der Kontakte 70°, 7ο6, 70c durch einen Draht
71 mit dem Hauptleiter 32 verbunden, während das andere Federblatt jedes Kontaktes für sich durch
einen Draht J2 mit einem Kontakt 73a bzw. 731'
bzw. 73C verbunden ist. Jeder der Kontakte 73".
73&, Tb0 besitzt Anschluß an einen Draht 74.
welcher zu einem Widerstand 75 führt, der in Reihe mit einem Bremsmagnet 76 geschaltet ist.
Der Magnet 76 ist durch einen Draht 77 an den zweiten Hauptstromleiter 44 angeschlossen. Die
soeben beschriebene Schaltung läßt erkennen, daß, wenn die Stange 59 ihre kleinste Bewegung ausführt
und dann den Kontakt 70« schließt, dann der Kontakt 73" ebenfalls geschlossen ist und daß dann
der größte Widerstand in Reihe mit dem Bremsmagnet 76 geschaltet ist, während bei Schließung
des Kontaktes 7o& in Verbindung mit der größten
Verschiebung der Stange 59 der Kontakt 73& geschlossen
ist und in dem Bremsmagnetstrom den kleinsten Widerstand einschaltet.
Die Ausführung der magnetischen Bremse ist in Fig. 4 veranschaulicht, wo die Magnetspule 76 der
Bremse in eine ringförmige Höhlung 78 einer Platte 79 eingelegt ist. Die Bremswicklung 76 ragt dabei
auch noch in eine ringförmige Höhlung 80 eines Deckelteiles 81 hinein, welcher verschiebbar, aber
gegen Drehung durch einen Keil 82 gesichert auf der Welle 53 sitzt. Wenn die Magnetspule 76
erregt wird, dann zieht sie den Deckel teil 81 gegen
einen Bund der Platte 79 an, so daß die Drehbewegung der Papierwalze 16 in ihrem letzten Teil
abgebremst wird.
Die Bremswicklung 76 wirkt am stärksten, wenn die Stange 59 ihre größte Verschiebungs'bewegung
erfährt, so daß dann auch die höchste Bremswirkung zustande kommt, während die Wirkung
geringer ist bei kleinerer Verschiebungsbewegung der Stange 59. Die Einstellung der Bremswirkung
erfolgt durch passenden Anschluß der Stromleiter 74 an den Widerstand 75.
Nachdem der Magnet 52 erregt worden ist und die Stange 59 die gewünschte Verschiebungsbewegung erfahren hat, wird der Kontakt 51 geöffnet,
so daß die Feder 57 die Stange 59 in ihre Grundstellung zurückzuführen vermag. Hierauf
wird der Tabelliermotor wieder eingeschaltet, so
daß die Welle 11 sich zu drehen beginnt, während die Summenwelle3i5 stillgesetzt wird. Der Nockenkontakt
48 wird zuerst geöffnet und unterbricht die Haltestromkreise der Magnete 47 bzw. 57, so
daß diese in die Anfangslage zurückkehren. Darauf schließt sich der Nockenkontakt 45, welcher, wie
früher erläutert wurde, über den Kontakt 43 eines beim Gruppenwecbsel durch Abfühlen der ersten
Karte der neuen Gruppe durch die Bürste 12 erregten Relais 38 den entsprechenden Hubbegrenzungsmagnet
57 erregt, der nunmehr erregt bleibt, bis nach dem Summenzug am Ende der neuen
Gruppe die zusätzliche Papierschaltung erfolgt ist und die TabelMerarbeit für die neue folgende
Kartengruppe beginnt.
Claims (5)
1. Durch Zählkarten (Lochkarten) gesteuerte druckende Tabelliermaschine mit selbsttätiger
Gruppenkontrollvorrichtung und einem Schrittschaltwerk für die Druckunterlage, das bei
jedem Kartengruppenwechsel der Druckunterlage einen zusätzlichen Papiervorschub erteilt,
dadurch gekennzeichnet, daß das Maß des zusätzlichen Papiervorschub es durch ein in einer
oder allen Karten jeder Kartengruppe vorgesehenes besonderes Steuerloch bestimmt wird,
das entsprechend seiner Art, z. B. seiner Lage in der Kartenspalte, beim Durchgang der Karten
durch die Maschine eine Voreinstellung des Schaltweges der für die betreffende Kartengruppe
gewünschten Papierschaltung bewirkt, die aber erst beim Kartengruppenwechsel unter
Steuerung durch die Gruppenkon tr oll vor richtung zustande kommt.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schaltwegvorbereitung
durch die Erregung eines von mehreren Hub-■begrenzungsmagneten (47°, 476, 47C) während
der Kartenabfühlung1 über einen Stromverteiler
erfolgt, der den Anschluß an einen bestimmten Magnet nur für ein an einer bestimmten Zählpunktstelle
!befindliches S teuer loch wirksam macht, und das Papierschaltorgan durch ein Gestänge (59) 'bewegt wird, das nach jedem
Summendruck in Tätigkeit gesetzt wird.
3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des Gestänges
(59) durch einen Hubmagnet (52) erfolgt, der ■unter MaschinensteueT'ung nach jedem Summendruck
erregt wird.
4. Maschine nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gestänge (59)
am Ende seiner durch den Hubmagnet (52) bewirkten Hubbewegung den Stromkreis eines
Bremsimagnets (76) schließt (z. B. mittels Kontakte 70", 70^ 7ο6), der die kinetische Energie
des Gestänges (59) auffängt.
5. Maschine nach Anspruch 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraft des Bremsmagnets
(76) durch elektrische Widerstände (75) geregelt wird, die unter Steuerwirkung durch die Magnete (47) stehen.
Angezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschrift Nr. 138 450.
Schweizerische Patentschrift Nr. 138 450.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 9592 2.55
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|
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| FR (1) | FR821039A (de) |
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