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DE1285183B - Vorrichtung zur differentiellen Entzerrung von Messbildern - Google Patents

Vorrichtung zur differentiellen Entzerrung von Messbildern

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Publication number
DE1285183B
DE1285183B DEJ23884A DEJ0023884A DE1285183B DE 1285183 B DE1285183 B DE 1285183B DE J23884 A DEJ23884 A DE J23884A DE J0023884 A DEJ0023884 A DE J0023884A DE 1285183 B DE1285183 B DE 1285183B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
image
projection
rod
evaluation device
distance
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEJ23884A
Other languages
English (en)
Inventor
Heyroth Alexander
Hartwig
Dipl-Ing Horst
Dr-Ing Otto
Schoeler
Weibrecht
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Jenoptik AG
Original Assignee
Jenoptik Jena GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Jenoptik Jena GmbH filed Critical Jenoptik Jena GmbH
Priority to DEJ23884A priority Critical patent/DE1285183B/de
Publication of DE1285183B publication Critical patent/DE1285183B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C11/00Photogrammetry or videogrammetry, e.g. stereogrammetry; Photographic surveying

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Length Measuring Devices By Optical Means (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine mit einem photo-
grammetrischen Auswertegerät gekoppelte Vorrichtung zur differentiellen Entzerrung von Luftbildern mit einem Bildträger und einem zu diesem parallelgelagerten Projektionstisch, die relativ zueinander in drei aufeinander senkrecht stehenden Richtungen verschiebbar angeordnet sind, sowie einem Inversor, der die Linsengleichung verwirklicht. Das Projektionsobjektiv steht dabei mit seiner optischen Achse senkrecht auf dem Bildträger und der Projektionsfläche.
Zur Herstellung genauer Luftbildpläne sind die Meßbilder vom Einfluß der Bildneigung und der Geländehöhenunterschiede zu befreien, die zentralperspektiven Luftbilder sind in orthogonale umzuwandern. Hierzu werden die in das photogrammetrische Auswertegerät eingelegten Meßbilder streifenweise abgetastet, das Profil des jeweiligen Streifens gebildet, mindestens eines der Meßbilder mit Hilfe eines Spaltes sukzessiv auf eine photographische so Schicht projiziert und auf diese Weise das photographische Bild festgehalten.
Es ist bereits bekannt, eine Vorrichtung zur differentiellen Entzerrung von Meßbildern mit einem nach dem Prinzip der optischen Projektion wirkenden photogrammetrischen Auswertegerät zu koppeln. Dabei werden die wie zur Zeit ihrer Aufnahme orientierten Meßbilder rein optisch entzerrt, d. h., das Vergrößerungsverhältnis (Bildweite zu Gegenstandsweite) ist nur von den Höhen der einzelnen Profilpunkte abhängig. Nachteilig ist hierbei, daß zu jeder Aufnahmebrennweite ein Projektor gleicher Brennweite und gleichen öffnungswinkels im Auswerte- und Projektionsgerät verwendet werden muß und daß eine exakte Affinauswertung nicht durchgeführt werden kann.
Eine andere bekannte Vorrichtung zur differentiellen Entzerrung ist mit einem nach dem Prinzip der mechanischen Projektion wirkenden Auswertegerät gekoppelt. Bei der Entzerrung der horizontal in das Auswertegerät eingelegten Meßbilder wird das Vergrößerungsverhältnis der Entzerrung durch die Profilhöhen der Streifen und einen konstanten Faktor bestimmt, der gleich der effektiven Brennweite des Auswertegerätes ist. Mit dieser Vorrichtung ist zwar eine exakte Affinauswertung möglich, jedoch erfolgt die differentielle Entzerrung ungenau, weil die an sich geneigten Meßbilder beim Entzerrungsvorgang als Senkrechtaufnahmen behandelt werden. Die spürbaren Ungenauigkeiten der Entzerrung nehmen also mit der Nadirdistanz der Aufnahme zu.
Die genannten Vorrichtungen zur differentiellen Entzerrung besitzen zwar einen verhältnismäßig einfachen Aufbau, sind jedoch nur an spezielle Auswertegeräte koppelbar. Daneben wurde bereits eine Vorrichtung zur streifenweisen differentiellen Entzerrung eines Luftbildes vorgeschlagen, die mit jedem photogrammetrischen Auswertegerät gekoppelt werden kann, die jedoch sehr aufwendig und kompliziert ist, weil sie, wie jedes herkömmliche Entzerrungsgerät, die automatischen Steuerungen für den Fluchtpunkt, für die Scharf abbildung nach Scheimpflug und zur Erfüllung der Linsengleichung besitzt.
Ziel der Erfindung ist eine Vorrichtung zur differentiellen Entzerrung von Meßbildern, die einerseits mit jedem photogrammetrischen Auswertegerät koppelbar ist, welches für geneigt aufgenommene Meßbilder eine sich von Bildelement zu Bildelement ändernde Kammerkonstante liefert, und die andererseits sehr einfach in ihrem Aufbau ist, weil sie weder einer Fluchtpunktsteuerung noch einer Steuerung zur Erfüllung der Scheimpflugbedingung bedarf. Die erfindungsgemäße Vorrichtung gewährleistet eine genaue Entzerrung unabhängig von der Nadirdistanz.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß man ein unter einer beliebigen Nadirdistanz aufgenommenes Meßbild mechanisch in eine Senkrechtaufnahme umbilden und diese in einem nur im differentiellen Bereich konstanten Verhältnis vergrößern kann.
Ausgehend von der eingangs beschriebenen Vorrichtung ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß der Inversor darüber hinaus das Verhältnis von Bild zu Projektion sowohl, wie an sich bekannt, in Abhängigkeit von der Aufnahmebrennweite als auch der Nadirdistanz und den Punktkoordinaten mindestens eines im photogrammetrischen Auswertegerät befindlichen Meßbildes steuert.
Der Inversor verwirklicht also die Linsengleichung
a ^ a! f unter Berücksichtigung des Maßstabsfaktors
ν =
4' '
wobei
= (ckcos<p — x' · sin φ) ■ cost» — y' · sinco ist. In diesen Gleichungen bedeutet
α den Abstand der Bildebene vom
vorderen Objektivhauptpunkt, d den Abstand der Projektionsfläche vom ■
hinteren Objektivhauptpunkt, / die Brennweite des Objektivs, el' die momentane Kammerkonstante, Cj. die Aufnahmekammerkonstante, x' und y' die Bildkoordinaten eines Punktes,
ζ eine Koordinate (Höhe) des Dingraumes, φ und ω die Komponenten der Nadirdistanz.
Die Höhe ζ des Projektionszentrums der Aufnahme und die momentane Kammerkonstante eg werden im Auswertegerät gebildet und der erfindungsgemäßen Vorrichtung zugeleitet.
Der Inversor kann sowohl aus rein mechanischen als auch aus rein elektrischen Mitteln oder aber auch aus einer geeigneten Kombination mechanischer und elektrischer Mittel bestehen. Welche Mittel im einzelnen Verwendung finden, ergibt sich stets aus der Konstruktion und der späteren Verwendung der Vorrichtung.
Ein Inversor unter Zugrundelegung rein mechanischer Mittel besteht aus einer Geradführung für zwei parallel zueinander und senkrecht zur Geradführung angeordneten Stäbe, deren Verschiebungen entlang der Geradführung vom Auswertegerät her gesteuert werden und von denen der erste der Veränderung der Gegenstandsweite und der zweite der Veränderung der Bildweite dient, und zwei um eine Achse X-X schwenkbaren, an jeden Stab angelenkten Schwingen, die sich mit der Geradführung in einem Punkt der Achse X-X schneiden, wobei die
Abstände des Anlenkpunktes der ersten Schwinge am ersten Stab und der zweiten Schwinge am zweiten Stab von der Geradführung veränderbar und die Abstände des Anlenkpunktes der ersten Schwinge am zweiten Stab und der zweiten Schwinge am ersten Stab von der Geradführung konstant sind. Dabei kann die Geradführung senkrecht zu sich selbst verschiebbar angeordnet sein.
Ein Inversor, der aus rein elektrischen Mitteln besteht, weist zwei der Veränderung der Bild- und Projektionsentfernung dienende elektrische Motoren und zwei dazugehörige elektrische Rechenbrücken auf, welche die Wirkung der Motoren entsprechend den Eingabewerten des Auswertegerätes steuern.
Besteht der Inversor zum Teil aus elektrischen und zum Teil aus mechanischen Mitteln, so ergibt sich eine vorteilhafte Ausführungsform, wenn nur ein Motor vorgesehen ist, der über ein Hebelgetriebe das Verhältnis von Bild zu Projektion ändert und dabei eine Rechenbrücke abgleicht, die mit einem Zweig mit dem Auswertegerät verbunden ist und zur Steuerung des Motors dient. Diese Ausführungsform ist besonders einfach, raumsparend und kostensparend, weil sie in geeigneter Weise die Vorteile der rein mechanischen und der rein elektrischen Ausführungsform vereinigt, ohne deren Mangel zu übernehmen.
Für die Wirkungsweise der Erfindung ist es gleichgültig, ob das Objektiv feststeht und Bildträger und Projektionstisch in Richtung der drei Raumkoordinaten verschiebbar sind oder ob der Projektionstisch feststeht und demgegenüber das Projektionsobjektiv sowie der Bildträger verschiebbar ist oder ob sich Bildträger und Projektionstisch in parallelen Ebenen bewegen, das Objektiv feststeht und die optische Weglänge zwischen Bildträger und Projektionstisch durch Verwendung verschiebbar angeordneter, geeigneter optischer Mittel veränderbar ist. Es ist auch eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung möglich, bei welcher der auf Spulen gewickelte photographische Schichtträger über einen Projektionstisch geführt wird, der etwa die Breite der größtmöglichen Spaltlänge hat und der zusammen mit den Spulen und dem Projektionstisch in Richtung der Spulenachsen verschiebbar ist, während Objektiv und Spalt fest angeordnet sind. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann als selbständiges Gerät oder als Zusatzgerät ausgebildet sein.
An Hand der Fig. 1 bis 5 der schematischen Zeichnung wird der Gegenstand der Erfindung näher erläutert.
F i g. 1 stellt eine Vorrichtung zur differentiellen Entzerrung dar;
F i g. 2 zeigt den dazugehörigen Inversor in vergrößerter Darstellung;
F i g. 3 zeigt den optischen Aufbau zu einer zweiten Ausführungsform der Vorrichtung zur differentiellen Entzerrung und
F i g. 4 und 5 stellen zwei Inversoren dar.
An den vier Ecken einer Grundplatte 1 sind senkrecht vier Rundstäbe 2, 3, 4 und 5 befestigt, auf denen Zylinder 6, 7, 8 und 9 gleiten, welche ihrerseits an den Ecken eines Rahmens 10 befestigt sind. Der Rahmen ist mit zwei Führungen 11 und 12 für einen Schlitten 13 versehen, auf dem ein weiterer Schlitten 14 entlang zweier Führungsstäbe 15 und 16 rechtwinklig zur Verschiebungsrichtung des ersten Schlittens verschiebbar ist. Auf dem Schlitten 14 ist ein weiteres aus den Schlitten 17 und 18 bestehendes Kreuzschlittensystem gelagert, dessen Schlitten 17 entlang zweier Führungsstäbe 19 und 20 verschiebbar und Träger des entlang eines Führungsstabes 21 und einer Spindel 22 bewegbaren Schlittens 18 ist. Eine ein Objektiv 23 tragende Platte 24 ist senkrecht zu den Ebenen der Kreuzschlitten entlang von am Schlitten 14 parallel zu den Rundstäben 2, 3, 4 und 5 befestigten Führungen 25, 26, 27 und 28 verschiebbar. Ein mit Gleitstücken 29, 30, 31 und 32 auf den Zylindern 6, 7, 8 und 9 zwischen der Grundplatte 1 und dem Rahmen 10 verschiebbarer Rahmen 33 ist über zwei an gegenüberliegenden Rahmenseiten verschiebbar angeordnete Träger 34 und 35 für zwei Führungen 36 und 37, in denen zwei an der Platte 24 befestigte Stäbe 38 und 39 gleiten, mit der Platte 24 und dem Objektiv 23 verbunden.
Außerdem sind am Rahmen 33 zwei Schwingen 40 und 41 in Ebenen um eine Achse X-X schwenkbar gelagert, die senkrecht auf den Bewegungsebenen der Kreuzschlitten und parallel zur Bewegungsrichtung des Schlittens 13 stehen. Auf einer am Rahmen 10 gelagerten Spindel 42 ist mit einem Mutterstück
43 ein senkrecht angeordneter Stab 44 verschiebbar, mit dem ein entlang der Schwinge 40 verschiebbares Gleitstück 45 verbunden ist, das sich vom Mutterstück 43 im Abstand der Brennweite des Objektivs 23 befindet. Der Stab 44 gleitet in einer Führung 46, welche mit einem auf einer am Rahmen 33 vorgesehenen, zur Spindel 42 parallelen Führung 47 gleitenden Schlitten 48 starr verbunden ist. Am Schlitten 48 ist mit einem Ende ein Stab 49 parallel zum Stab
44 befestigt, an dessen anderem Ende im Abstand der Brennweite des Objektivs 23 ein auf der Schwinge 41 gleitendes Gleitstück 50 gelagert ist. An der Grundplatte 1 ist parallel zu der Führung 47 und mit der Spindel 42 eine senkrechte Ebene bestimmend eine weitere Spindel 51 angeordnet. Entlang dieser Spindel wird ein Mutterstück 52 für einen lotrechten Stab 53 verschoben, an dem im Abstand der Brennweite des Objektivs 23 vom Mutterstück 52 ein auf der Schwinge 41 gleitendes Gleitstück 54 schwenkbar angebracht ist. Entlang des Stabes 53 ist ein an einem Schlitten 55 befestigtes Gleitstück 56 verschiebbar. Der Schlitten 55 gleitet ebenso wie das Gleitstück 48 auf der Führung 47 und trägt einen lotrechten Stab 57, mit dessen freiem Ende im Abstand der Brennweite des Objektivs 23 ein auf der Schwinge 40 verschiebbares Gleitstück 58 gelenkig verbunden ist.
Die Verschiebungen der Schlitten 13 und 14 werden von einem nicht dargestellten Auswertegerät über elektrische Geber, Übertragungskanäle 59 und 60 sowie am oberen Rahmen 10 gelagerte Empfänger 61 und 62 entsprechend den Koordinaten χ und y des Dingraumes gesteuert. Der Empfänger 61 treibt eine am Rahmen 10 gelagerte Spindel 63, die in den Schlitten 13 eingreift. Mit dem Empfänger 62 ist ein ebenfalls am Rahmen 10 gelagerter Vierkantstab 64 verbunden, der über ein Kegelräderpaar 65, 66 und einen Mitnehmer 67 eine rechtwinklig zu ihm angeordnete, auf dem Schlitten 13 gelagerte und mit dem Schlitten 14 im Eingriff stehende Spindel 68 antreibt.
Die Schlitten 17 und 18 werden entsprechend den Bildkoordinaten x' und y' eines in das Auswertegerät eingelegten Stereobildes verschoben. Zu dem Zweck werden die in die Horizontalebene reduzier-
ten Bildkoordinaten vom nicht dargestellten Aus- tenusenfläche eines rechtwinkligen Prismas 93 der
wertegerät über elektrische Geber, Übertragungs- Projektionsfläche 90 zugeleitet,
kanäle 69, 70 und einen am Schlitten 14 bzw. 17 an- Die Verschiebung der Winkelspiegel 91 und 92
geordneten Empfänger 71 bzw. 72 auf eine Spindel kann mit Hilfe eines Inversors gesteuert werden, wie 73 bzw. 74 übertragen, die mit dem Schlitten 17 5 er in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist oder wie er
bzw. 18 im Eingriff steht. nachfolgend noch beschrieben wird.
Zur Verschiebung der Schlitten 48 und 55 und In F i g. 4 bedeutet 95 den Träger eines Prismas damit der Stäbe 44, 49 bzw. 53, 57 entlang der Füh- 96 und 97 den Träger eines Prismas 98, 99 ein Obrung 47 werden die am Rahmen 10 bzw. an der jektiv, 100 ein Meßbild, 101 einen Spalt vor einer Grundplatte 1 gelagerten Spindeln 42 und 51 über io Projektionsfläche 102. Die Verschiebung des Trägers elektrische Empfänger 75 und 76 (Fig. 2), Übertra- 95 bzw. 97 in Führungen 123 bzw. 124 erfolgt durch gungskanäle 77 und 78 vom nicht dargestellten Aus- einen Motor 103 bzw. 104 über eine Spindel 105 wertegerät her angetrieben, und zwar wird der bzw. 106 und ein mit dem Träger in Verbindung ste-Schlitten 55 entsprechend der Koordinate ζ des hendes Mutterstück 107 bzw. 108. Der Steuerung Dingraumes und der Schlitten 58 entsprechend der 15 der Motoren 103 und 104 dienen zwei Rechensogenannten Momentan-Kammerkonstanten c\! ver- brücken mit den gemeinsamen Potentiometern 109 schoben. Dabei erfahren die Abstände der Gleit- und 110 sowie den Potentiometern 111 und 112 für stücke 45 und 54 von den zugehörigen Schlitten 48 die eine Brücke und 113 und 114 für die andere und 55 eine Veränderung und somit der Rahmen 33 Brücke sowie zwei Verstärker 115 und 116. Die Pomit den Gleitstücken 29, 30, 31, 32 eine Verschie- 20 tentiometer 109 und 110 stehen über mittels Spinbung längs der Zylinder 6, 7, 8, 9 sowie der Rah- dein 117 und 118 verschiebbare Kontakte 119 und men 10 über seine Zylinder 6, 7, 8, 9 eine Verschie- 120 mit dem Auswertegerät 140 in Verbindung, und bung entlang der Rundstäbe 2, 3, 4, 5. Es werden zwar überträgt der Kontakt 119 die .ε-Koordinate die Abstände des Projektionsobjektivs 23 von der (Höhe) des Dingraumes und der Kontakt 120 die Grundplatte 1 als Projektionsebene einerseits und 25 Momentan-Kammerkonstante el' auf die Meßvon dem Schlitten 18 als Bildträger andererseits zur brücken. Verändern die Kontakte 119 und 120 ihre Erfüllung der Linsengleichung und Veränderung des Lage, so fließen in jeder Meßbrücke sogenannte Vergrößerungsverhältnisses zwischen Bild und Pro- Brückenströme, die über die Verstärker 115 und 116 jektion so verändert, wie es zur differentiellen Ent- die Motoren 103 und 104 in Tätigkeit setzen. Dazerrung erforderlich ist. 3° durch wird ein mit dem Mutterstück 107 bzw. 108 Ein auf dem Schlitten 16 liegendes Meßbild 79 fest verbundener Kontakt 121 bzw. 122 längs des wird partiell mittels einer nicht dargestellten Licht- Potentiometers 111 bzw. 113 so lange verschoben, quelle beleuchtet und durch das Objektiv 23 auf die bis kein Brückenstrom mehr fließt. Dabei werden mit der Oberfläche der Grundplatte 1 zusammen- die Prismen 96 und 98 in eine Lage bewegt, die sofallenden Projektionsfläche in allen seinen Teilen 35 wohl die Scharfabbildung als auch das richtige Maßentzerrt abgebildet. Stabsverhältnis zwischen Projektion und Bild ge-
Während in dem Ausführungsbeispiel nach den währleistet.
F i g. 1 und 2 die Abstände zwischen der Bildebene Einen auf dem elektromechanischen Prinzip be-
und Objektivmittelebene einerseits sowie der Objek- ruhenden Inversor zeigt F i g. 5, worin wieder die tivmittelebene und Projektionsebene andererseits 40 Prismen mit 96 und 98, die Prismenträger mit 95
veränderbar sind, sind in Fig. 3 Bild und Projek- und 97, das Objektiv mit 99, das Meßbild mit 100,
tionsfläche nur in ihren einander parallelen Ebenen der Spalt mit 101 und die Projektionsfläche mit 102
verschiebbar. Eine derartige Ausbildung schafft die bezeichnet ist. Ein doppeltes Schubkurbelgetriebe,
Voraussetzungen, die erfindungsgemäße Vorrichtung dessen Glieder 125, 126 und 127 einerseits in einem als Zusatzgerät zu einem Auswertegerät auszuge- 45 einzigen Gelenk 128 miteinander verbunden und an-
stalten. dererseits um eine feste Achse Y-Y schwenkbar ge-
Das von einer Lichtquelle 80 über einen zwei- lagert bzw. mit den Prismenträgern 95 und 97 ge-
gliedrigen Kondensor 81 ausgesendete und an der lenkig verbunden sind, wird über ein auf das Glied
Hypotenusenfläche eines rechtwinkligen Prismas 82 126 wirkendes Schub- und Zugglied 129 durch reflektierte Lichtstrahlenbündel dient der Beleuch- 50 einen Motor 130 angetrieben, um auf diese Weise
tung eines Ausschnittes eines Meßbildes 83, welches die Prismenträger 95 und 97 mitsamt den Prismen
in der Brennebene eines zweigliedrigen Linsen- 96 und 98 in Richtung der optischen Achse O5-O3
systems 84 liegt. Zwei rechtwinklige Prismen 85 und des Objektivs 99 gleichsinnig in ihren Führungen
dienen der Umlenkung des Strahlenganges zwi- 123 und 124 zu schieben. Die Schwenkachse Y-Y
sehen Meßbild und Objektiv. Das zweigliedrige Lin- 55 des Gliedes 126 und die Verbindungspunkte der
sensystem bildet den beleuchteten Ausschnitt des Glieder 125 und 127 mit den Prismenträgern 95 und
Meßbildes 83 nach Umlenkung des Strahlenganges 97 liegen in einer Ebene.
an einem rechtwinkligen Prisma 87 in die Gegen- Da zur Verschiebung beider Prismenträger 95 und standsebene G eines Objektivs, des eigentlichen Ent- 97 nur ein Motor 130 dient, ist zu dessen Steuerung zerrungsobjektivs 88, ab, in dessen Bildebene B sich 60 auch nur eine vier Potentiometer 133, 134, 135 und die durch einen Spalt 89 zum Teil freigegebene Pro- 136 aufweisende Rechenbrücke erforderlich. Das jektionsfläche 90 befindet. Zwischen der Gegen- Potentiometer 133 steht über einen Kontakt 131 mit standsebene G und dem Entzerrungsobjektiv 88 so- der z-Spindel 138 und das Potentiometer 136 über wie dem Entzerrungsobjektiv und der Projektions- einen Kontakt 132 mit der c,"-Spindel 139 des Ausfläche 90 wird der Abbildungsstrahlengang mit Hilfe 65 wertegerätes 140 in Verbindung. Verändern sich im eines in Richtung des Strahlenganges verschiebbaren Auswertegerät die Werte für ζ und cÄ", so verschie-90°-Winkelspiegels oder -Prismas 91 bzw. 92 um ben sich zwangläufig die Kontakte 131 und 132 der 180° abgelenkt und nach Reflexion an der Hypo- Potentiometer 133 und 134, die Gleichheit der
10
Widerstände in den Brückenzweigen ist gestört, und es wird dadurch ein Brückenstrom erzeugt, der über einen Verstärker 141 den Antrieb des Motors 130 in der richtigen Richtung bewirkt. Da der Motor 130 auch den Prismenträger 95 und damit einen an diesem befestigten, auf dem Potentiometer 135 gleitenden Kontakt 142 verschiebt, werden die Widerstände der Brückenzweige wieder einander angeglichen und der Brückenstrom zum Verschwinden gebracht. In diesem Augenblick wird der Motor abgeschaltet.
An die Stelle der Prismen in den F i g. 4 und 5 können auch Bild- und/oder Projektionsebene treten.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Mit einem photogrammetrischen Auswertegerät gekoppelte Vorrichtung zur differentiellen Entzerrung von Meßbildern mit einem Bildträger und einem zu diesem parallelgelagerten Projektionstisch, die relativ zueinander in drei aufein- ao ander senkrecht stehenden Richtungen verschiebbar angeordnet sind, sowie einem Inversor, der die Linsengleichung verwirklicht, dadurch gekennzeichnet, daß der Inversor darüber hinaus das Verhältnis von Bild zu Projektion sowohl, wie an sich bekannt, in Abhängigkeit von der Aufnahmebrennweite als auch der Nadirdistanz und den Punktkoordinaten mindestens eines im photogrammetrischen Auswertegerät befindlichen Meßbildes steuert.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Geradführung für zwei parallel zueinander und senkrecht zur Geradführung angeordnete Stäbe, deren Verschiebungen entlang der Geradführung vom Auswertegerät her gesteuert werden und von denen der erste der Veränderung der Gegenstandsweite und der zweite der Veränderung der Bildweite dient, und zwei um eine Achse X-X schwenkbare, an jeden Stab angelenkte Schwingen, die sich mit der Geradführung in einem Punkt der Achse X-X schneiden, wobei die Abstände des Anlenkpunktes der ersten Schwinge am ersten Stab und der zweiten Schwinge am zweiten Stab von der Geradführung veränderbar und die Abstände des Anlenkpunktes der ersten Schwinge am zweiten Stab und der zweiten Schwinge am ersten Stab von der Geradführung konstant sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Geradführung senkrecht zu sich selbst verschiebbar angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei der Veränderung der Bild- und Projektionsentfernung dienende elektrische Motoren und zwei dazugehörige elektrische Rechenbrücken, welche die Wirkung der Motoren entsprechend den Eingabewerten des Auswertegerätes steuern.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine mit einem Zweig mit dem Auswertegerät verbundene elektrische Rechenbrücke zur Steuerung eines Motors, der über ein Hebelgetriebe das Verhältnis von Bild zu Projektion ändert und dabei die Rechenbrücke abgleicht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 809647/1670
DEJ23884A 1963-06-15 1963-06-15 Vorrichtung zur differentiellen Entzerrung von Messbildern Pending DE1285183B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1170769B (de) * 1962-03-30 1964-05-21 Jenoptik Jena Gmbh Vorrichtung zur streifenweisen differentiellen Entzerrung eines Luftbildes

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1170769B (de) * 1962-03-30 1964-05-21 Jenoptik Jena Gmbh Vorrichtung zur streifenweisen differentiellen Entzerrung eines Luftbildes

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