[go: up one dir, main page]

DE1170769B - Vorrichtung zur streifenweisen differentiellen Entzerrung eines Luftbildes - Google Patents

Vorrichtung zur streifenweisen differentiellen Entzerrung eines Luftbildes

Info

Publication number
DE1170769B
DE1170769B DEJ21526A DEJ0021526A DE1170769B DE 1170769 B DE1170769 B DE 1170769B DE J21526 A DEJ21526 A DE J21526A DE J0021526 A DEJ0021526 A DE J0021526A DE 1170769 B DE1170769 B DE 1170769B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
projection
equalization
evaluation device
leg
distance
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEJ21526A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Horst Schoeler
Dr-Ing Otto Weibrecht
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Jenoptik AG
Original Assignee
Jenoptik Jena GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Jenoptik Jena GmbH filed Critical Jenoptik Jena GmbH
Priority to DEJ21526A priority Critical patent/DE1170769B/de
Publication of DE1170769B publication Critical patent/DE1170769B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B27/00Photographic printing apparatus
    • G03B27/32Projection printing apparatus, e.g. enlarger, copying camera
    • G03B27/52Details
    • G03B27/68Introducing or correcting distortion, e.g. in connection with oblique projection
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C11/00Photogrammetry or videogrammetry, e.g. stereogrammetry; Photographic surveying

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Length Measuring Devices By Optical Means (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES ÄW^äS PATENTAMT Internat. Kl.: G 03 b
AUSLEGESCHRIFT
Deutsche KI.: 57 a-5/09
Nummer: 1170769
Aktenzeichen: J 21526IX a / 57 a
Anmeldetag: 30. März 1962
Auslegetag: 21. Mai 1964
Zur Herstellung eines Luftbildplanes werden bekanntlich die Originalnegative in einem Entzerrungsgerät entzerrt, auf einen einheitlichen Maßstab gebracht, die entzerrten Projektionen photographisch festgehalten und die positiven Papierbilder aneinandergefügt. Die im Bildplan infolge der Zentralprojektion auftretenden Lagefehler der einzelnen Bildpunkte werden, abgesehen vom Aufnahmewinkel der Bildkammer, von den Höhenunterschieden des Geländes erheblich beeinflußt, so daß diese Art der Herstellung von Bildplänen oder -karten hinsichtlich ihrer Genauigkeit bei Luftbildern bewegten Geländes versagt.
Die Entzerrung von Luftbildern unebenen Geländes mittels eines Entzerrungsgerätes setzt mehr oder weniger die näherungsweise Kenntnis des Geländereliefs voraus. Dieses läßt sich zusammen mit der Situation leicht aus von verschiedenen Standpunkten aufgenommenen, sich überdeckenden Luftbildern mit Hilfe eines Stereoauswertegerätes ermitteln, so daß eine Entzerrung und ein Luftbildplan überflüssig erscheinen. Für viele geologische, land- und forstwirtschaftliche oder bautechnische Zwecke ist jedoch der genaue Luftbildplan wegen seines Detailreichtums der Signaturenkarte überlegen. Man hat daher zur Schaffung ausreichend genauer Luftbildpläne oder -karten mittel- oder starkbewegten Geländes Stereoauswertegeräte, die nach dem Porro-Koppeschen Prinzip wirkend die Rückprojektion von unverzerrten Strahlenbündeln gestatten, so ausgebildet oder mit handelsüblichen Projektionsgeräten, deren Projektoren mit denen der Auswertegeräte übereinstimmen, so gekoppelt, daß mit ihnen Bildpläne erhalten wurden, die vom Einfluß der Bildneigung und der Geländehöhenunterschiede frei waren. Zur hierbei erforderlichen Umwandlung des Zentralperspektiven in ein orthographisches Luftbild werden die in das Stereoauswertegerät orientiert eingelegten Bildnegative streifenweise abgetastet, das Profil des jeweiligen Streifens gebildet und eines der orientierten Luftbilder mit Hilfe eines Spaltes differentiell auf eine photographische Schicht projiziert. Durch eine Relativbewegung des Spaltes zum Träger der photographischen Schicht entlang den Profilen, parallel zur Projektionsebene und durch Änderung des Abstandes zwischen Projektionszentrum und Schichtträger nach Maßgabe der Profile wird nach und nach das gesamte im Detail und insgesamt entzerrte Bild auf den Schichtträger projiziert. Profilermittlung und Entzerrung können gleichzeitig oder nacheinander mit demselben Gerät oder mit verschiedenen Geräten durchgeführt werden.
Vorrichtung zur streifenweisen differentiellen
Entzerrung eines Luftbildes
Anmelder:
Jenoptik Jena G. m. b. H., Jena, Carl-Zeiss-Str. 1
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Ing. Horst Schoeler,
Dr.-Ing. Otto Weibrecht, Jena
Der Mangel aller bekannten Vorrichtungen zur streifenweisen differentiellen Entzerrung von Luftbildern ist durch die Verwendung von Stereoauswertegeräten, die nach dem Porro-Koppeschen Prinzip wirken, bedingt und besteht darin, daß zu jeder Aufnahmebrennweite in dem Auswerte- und Projektionsgerät spezielle Projektoren gleicher Brennweite und gleichen öffnungswinkels des Projektionsobjektivs zur Entzerrung verwendet werden müssen.
Ziel der Erfindung ist daher eine Vorrichtung zur streifenweisen differentiellen Entzerrung eines Luftbildes, die unter weitestgehender Ausnutzung der instrumenteilen Gegebenheiten ein Stereoauswertegerät und ein Projektionsgerät umfaßt, welche miteinander derart gekoppelt sind, daß der Projektionsabstand im Projektionsgerät entsprechend einem im Stereoauswertegerät ermittelten Profil kontinuierlich veränderbar ist, und die ohne eine Vielzahl von auswechselbaren Projektoren mit unterschiedlichen, den der Aufnahmekammern entsprechenden Brennweiten universell für Aufnahmen anwendbar ist, die mit beliebigen Brennweiten vorgenommen worden sind.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ergibt sich eine solche Vorrichtung, wenn das Projektionsgerät als Entzerrungsgerät ausgebildet und mit dem Stereoauswertegerät über einen Steuermechanismus gekoppelt ist, der den Projektionsabstand im Entzerrungsgerät in Abhängigkeit von der Aufnahmebrennweite des Luftbildes, der Entzerrungsbrennweite, der Neigung des Projektionstisches und der jeweiligen Profilhöhe steuert.
Das Prinzip, nach dem das Entzerrungsgerät gebaut ist, ist an sich belanglos und bestenfalls für die konstruktive Durchbildung von Bedeutung. Hinsichtlich des Steuermechanismus kann der Geräteaufbau eine gewisse Vereinfachung bringen; z. B. geht bei einem nach der feststehenden vertikalen optischen Achse aufgebauten Entzerrungsgerät die Neigung der Projektionsebene wegen ihrer Veränderlichkeit in die
409 590/26?
Steuerung ein, während bei einem Geräteaufbau nach der Senkrechten zur Projektionsebene die Neigung nicht in die Steuerung eingeht, weil die Projektionsebene keine Neigungsänderung erfährt.
Das zur Verwendung kommende Entzerrungsgerät ist mit an sich bekannten automatischen Steuerungen für den Fluchtpunkt entsprechend der Perspektivbedingung, für die Scharfabbildung nach Scheimpflug und zur Erfüllung der Linsengleichung, versehen. Es ist ferner eingerichtet zur Entzerrung von Luftbildern nach Einstellwerten, besitzt also einen um zwei Achsen schwenkbaren und in seiner Ebene kantbaren Bildträger. Die Berechnung der Einstellwerte erfolgt erst nach der gegenseitigen und absoluten Orientierung des Bildpaares im Stereoauswertegerät an Hand der dort für das zu entzerrende Bild ermittelten Daten der äußeren Orientierung.
Bei der Koppelung, die vorteilhaft auf elektrischem Wege unter Zuhilfenahme von elektrischen Übertragungskanälen und sogenannten Drehmeldern erfolgt, ist streng darauf zu achten, daß die Primärachse des Entzerrungsgerätes der Primärachse des Stereoauswertegerätes zugeordnet ist.
Damit die Koppelung von Entzerrungsgerät und Stereoauswertegerät nicht auf ein bestimmtes Auswertegerät beschränkt ist, ist der Steuermechanismus vorteilhaft mit dem Entzerrungsgerät fest verbunden. Darüber hinaus wird dadurch eine Vorrichtung zur differenziellen Entzerrung von Luftbildern mit geringstem konstruktivem Aufwand gewährleistet.
Ein einfacher Mechanismus zur Steuerung des Projektionsabstandes im Entzerrungsgerät besteht aus einer Art Schmiege, bei der ein Schenkel fest und der andere Schenkel nach Maßgabe der im Stereoauswertegerät ermittelten Profilhöhen mit Hilfe eines Antriebsmittels schwenkbar angeordnet ist, das in einem von der Aufnahmebrennweite und der Projektionsebenenneigung abhängigen Abstand von der Schwenkachse der Schmiege rechtwinklig zum festen Schenkel wirkt, wobei am schwenkbaren Schenkel ein Abtrieb vorgesehen ist, dessen Projektion auf den festen Schenkel im Abstand der Entzerrungsbrennweite von der Schwenkachse der Schmiege liegt. Dieser Steuerungsmechanismus kann auch so ausgebildet sein, daß mit ihm das Vergrößerungsverhältnis zwischen dem Modellmaßstab im Stereoauswertegerät und dem Entzerrungsmaßstab im Entzerrungsgerät berücksichtigt und damit besondere Übersetzungsgetriebe umgangen werden können.
Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes gemäß der Erfindung ist in den F i g. 1 und 2 perspektivisch dargestellt.
F i g. 1 zeigt eine Vorrichtung zur streifenweisen differentiellen Entzerrung in schematischer Darstellung, und zwar sind nur die zum Verständnis der Erfindung erforderlichen Teile des Stereoauswertegerätes und des Entzerrungsgerätes angegeben; in
F i g. 2 ist ein auf mechanischer Grundlage aufgebauter Steuerungsmechanismus vergrößert dargestellt.
In F i g. 1 ist ein Stereoauswertegerät im wesentlichen dargestellt durch seine drei Hauptspindeln 1,2 und 3, mit deren Hilfe die zur Messung erforderlichen Bewegungen in x-y- und z-Richtung eingegeben werden können. Mit der Spindel 1 ist ein sogenannter Basiswagen 4 verschiebbar, der zwei weitere Spindeln 5 und 6 für zwei Schlitten 7 und 8 aufweist, die in x-Richtung verschiebbar sind und auf denen je eine Meßmarke 9 bzw. 10 in y- und Z-Richtung zur Einstellung der entsprechenden Basiskomponenten verschiebbar angeordnet ist. Die Spindel 2 dient zur Verschiebung eines Wagens 11 in der y-Richtung, auf dem die Spindel 3 zur Verschiebung eines weiteren Wagens 12 in z-Richtung gelagert ist. Am Wagen 12 sind zwei sich gegenseitig verlängernde winkelige Haltearme 13 und 14 vorgesehen, von denen jeder an seinem abgewinkelten
ίο Ende eine Projektionskammer 15 bzw. 16 mit dem Projektionszentrum 15' bzw. 16' trägt, in die die Meßbilder eingelegt werden. Die Projektionskammer 15 ist um zwei rechtwinklig aufeinander stehende Achsen X-X und Yx-Yγ schwenkbar gelagert; das in sie eingelegte Meßbild ist kantbar um eine Achse Z1-Z1. Die Projektionskammer 16 ist ebenfalls um die Achse X-X und um eine senkrecht zu dieser stehende Achse Y11-Yi1 schwenkbar, welche zur Achse Yj-Y1 parallel ist. Das in die Projektionskammer 16 eingelegte Bild ist um eine Achse Zn-Zn kantbar gelagert. Die Führungen für die Wagen und Schlitten sowie die Antriebsmittel der Spindeln sind zur Wahrung der Übersichtlichkeit nicht dargestellt.
Bei stereoskopischer Betrachtung der orientierten Meßbilder mittels eines der Einfachheit halber nicht dargestellten optischen Betrachtungssystems verschmelzen diese zu einem Raumbild und die im Betrachtungssystem angeordneten Meßmarken 9 und 10 zu einer Raummarke, die durch Verschiebung des Basiswagens 4 in x-Richtung, des Wagens 11 in y-Richtung und des Wagens 12 in z-Richtung auf jeden Punkt des Raummodells eingestellt werden kann.
Das Entzerrungsgerät mit einem Geräteaufbau nach der vertikalen optischen Achse O-O besitzt eine stabile Säule 17, auf der zwei Gleitstücke 18 und 19 verschiebbar in einem Abstand α übereinander angeordnet sind, der sich aus der Linsengleichung ergibt. Am Gleitstück 18 befindet sich eine um eine Achse Y0-Ya schwenkbare Gabel 20, in der ein Bildträger 21 um eine Achse Xa~Xa schwenkbar gelagert ist, auf welchem ein Meßbild 22 um eine bei horizontaler Lage des Bildträgers 21 mit der Achse 0-0 zusammenfallende Achse Za-Zu kantbar ist. Die Achsen Xa-Xa, Y,-Ya ^d Z„-Za entsprechen den Achsen X-X, Y1-Y1 und Z1-Z1, und das Meßbild 22 gleicht dem in die Projektionskammer 15 eingelegten. Das Gleitstück 19 ist mit einem Arm 23 zur Halterung eines Objektivs 24 versehen, dessen Hauptebenen zusammenfallen und in der Zeichnung durch die strichpunktierte Linie E-E angedeutet sind.
In einem von der Entzerrungsbrennweite fe, der Aufnahmebrennweite fa, der Höhe h des Projektionszentrums über einer durch einen Paßpunkt bestimm- ten Geländeebene sowie den Neigungen v„ und va. der Bildebene und der Projektionsebene im Hauptschnitt abhängigen Abstand
α'=<7,/-M ö' (1)
von der Objektivhauptebene E-E nach unten befindet sich ebenfalls eine Gabel 25, die um eine zur Achse Ya-Ya parallele Achse Ya<-Ya· unmittelbar an der Säule 17 schwenkbar angeordnet ist. In der Gabel 25 ist um eine zur Achse Ya,-Ya, rechtwinklige Achse Xa,-Xa, ein Projektionstisch 26 schwenkbar gelagert, der von zwei einen Spalt 27 miteinander bildenden und rechtwinklig zueinander verlaufenden Jalousien 28 und 29 gegen eine photographisch wirksame Be-
lichtung seiner gesamten oberen Fläche geschützt ist. Jede Jalousie 28 bzw. 29 ist an ihren gegenüberliegenden Enden mit zwei Walzen 30, 31 bzw. 32, 33 versehen, von denen die zur Jalousie 28 gehörenden Walzen 30 und 31 am Projektionstisch 26 selbst und die zur Jalousie 29 gehörenden Walzen 32 und 33 an der Jalousie 28 befestigt sind. Sämtliche Walzen stehen unter der Spannung von nicht dargestellten Spiralfedern, die den Walzen das Bestreben zum Aufrollen der Jalousien erteilen. xo
Zu beiden Seiten des Projektionstisches 26 sind einander und zur Achse Ya,-Ya, parallel je eine Spindel 34 und eine Führung 35 als Antriebs- und Führungsmittel für einen Schlitten 36 am Projektionstisch selbst vorgesehen. Die Spindel 34 wird mit Hilfe eines Drehmelders 37 gedreht, der mit einem an der Spindel 2 des Stereoauswertegerätes befindlichen Drehmelder 38 über eine elektrische Leitung 39 verbunden ist, wobei der Stromfluß in dieser ■ Leitung mit Hilfe eines Schalters 40 unterbrochen werden kann. Infolge der Drehung der Spindel 34, die der Drehung der Spindel 2 entspricht, erfährt der Schlitten 36 eine Verschiebung in Richtung der Achse Ya,-Ya, entsprechend der des Wagens 11 im Stereoauswertegerät. Auf dem Schlitten 36 ist eine Spindel 41 gelagert, die über zwei Drehmelder 42 und 43 sowie eine elektrische Leitung 44 und einen Schalter 44' mit der Spindel 1 des Stereoauswertegerätes in Verbindung steht und ein Mutterstück 45 entsprechend dem Basiswagen 4 in Richtung der Achse Xa,-Xa, bewegt. Das Mutterstück 45 ist mit den spaltbegrenzenden Teilen der Jalousien 28 und 29 verbunden und steuert so die Verschiebung des Spaltes 27 in zwei aufeinander senkrecht stehenden Richtungen parallel zur Ebene des Projektionstisches 26 entsprechend den Bewegungen im Stereoauswertegerät in x- und y-Richtung.
Mit der Säule 17 des Entz'errungsgerätes ist ferner ein Schenkel 46 einer Schmiege fest verbunden zu denken, deren anderer Schenkel 47 um eine Achse A-A schwenkbar und mit einer Schlitzführung 48 (F i g. 2) versehen ist. Längs des festen Schenkels 46 ist ein Lagerkörper 49 für eine Zahnstange 50 mit Hilfe einer am festen Schenkel gelagerten Spindel 51 durch Drehung eines mit dieser Spindel verkeilten Handrades 52 verschiebbar und auf einen festen Abstand von Achse A-A einstellbar. Am oberen Ende der Zahnstange befindet sich ein Mitnehmer 53, der in die Schlitzführung 48 eingreift. Die Zahnstange ist mit Hilfe eines Ritzels 54 verschiebbar, das über zwei Drehmelder 55 und 56 sowie einen mit Hilfe eines Schalters 57 unterbrechbaren Ubertragungskanal 58 mit der Spindel 3 des Stereoauswertegerätes verbunden ist und entsprechende Drehungen erfährt.
In einem gerätefesten Lagerkörper 59 ist eine weitere Zahnstange 60 verschiebbar gelagert, die mit einem Mitnehmer 61 in der Schlitzführung 48 gleitet und über ein Ritzel 62 sowie ein Kegelräderpaar 63,
64 auf eine parallel zur Säule 17 gerichtete Spindel
65 wirkt. Das Kegelrad 63 ist mit dem Ritzel starr verbunden und mit diesem zusammen ausrückbar. Die Spindel 65 ist in einem an der Säule 17 befestigten Lager 66 (F i g. 1) gelagert und greift in ein am Gleitstück 19 befestigtes Mutterstück 67 ein. Die Mitnehmer 53 und 61 sowie die Schlitzführung des Schenkels 47 sind so ausgebildet, daß bei Verschiebung des Lagerkörpers 49 entlang des Schenkels 46 keine Selbsthemmung eintreten kann.
Außerdem ist ein mit einer Teilung 68 versehenes Handrad 69 (Fig. 1) vorgesehen, das über eine Welle 70 und ein Kegelräderpaar 71 ebenfalls auf die Spindel 65 wirkt. Diese Anordnung dient zur Einstellung des ao'-Wertes, der unter Zugrundelegung eines bestimmten Paßpunktes berechnet wird, dessen Abstand vom Projektionszentrum des Stereoauswertegerätes bekannt ist und der als Bezugspunkt für die Vergrößerungseinstellung dient.
Nachdem im Stereoauswertegerät die in den Projektionskammern 15 und 16 befindlichen Meßbilder relativ und absolut orientiert, die entsprechenden Orientierungskomponenten für das Entzerrungsgerät sowie die Abstände α und a0' berechnet und am Entzerrungsgerät eingestellt worden sind, der Spalt 27 so eingestellt ist, daß der genannte Paßpunkt auf den Projektionstisch 26 projiziert werden kann und die beiden Schmiegenschenkel 46 und 47 in der dem Paßpunkt entsprechenden Nullage parallel gerichtet sind, können die Schalter 40, 44' und 57 geschlossen und das Ritzel 62 mit dem Kegelrad 63 eingerückt werden, so daß es in Eingriff mit der Zahnstange 60 bzw. dem Kegelrad 64 kommt.
Werden nun mit dem Stereoauswertegerät die Meßbilder streifenweise zur Ermittlung der Profile abgetastet, so verschiebt sich der Spalt 27 entspreschend den Drehungen der Spindeln 1 und 2. Die den Geländehöhenunterschieden A h entsprechenden Drehungen der Spindel 3 werden mit Hilfe des Ritzels 54, der Zahnstange 50 und des Mitnehmers 53 auf den Schenkel 47 übertragen. Dieser erfährt eine entsprechende Schwenkung um die Achse A-A aus der Nullage und verschiebt seinerseits über den Mitnehmer 61 die Zahnstange 60, die ihrerseits das Gleitstück 19 über das Ritzel 62, das Kegelräderpaar 63, 64, die Spindel 65 und das Mutterstück 67 um den Betrag A d verschiebt, der den Abweichungen A h der Geländehöhen vom Paßpunkt entspricht. Die Werte A a' und A h sind beim vorliegenden Entzerrungsgerät durch die Beziehung
Aa'= j fe -Ah
Ja COS VaI
(2)
verknüpft. Durch die im vorstehenden beschriebene Steuerung wird diese Beziehung verwirklicht, wenn der Abstand des Mitnehmers 53 vom festen Schenkel 46 A h, der Abstand der Projektion des Mitnehmers 53 auf dem festen Schenkel 46 von der Achse A-A fa · cos va; der Abstand der Projektion des Mitnehmers 61 auf den festen Schenkel 46 von der Achse A-A fe und der Abstand des Mitnehmers 61 vom festen Schenkel 46 A a' ist.
An Stelle der beschriebenen mechanischen Steuerung für den Projektionsabstand im Entzerrungsgerät kann selbstverständlich auch eine elektrische oder elektromechanische Steuerung mit gleicher Wirkung verwendet werden.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zur streifenweisen differentiellen Entzerrung eines Luftbildes, welche ein Stereoauswertegerät und ein Projektionsgerät umfaßt, die beide derart miteinander gekoppelt sind, daß der Projektionsabstand im Projektionsgerät entsprechend einem im Stereoauswertegerät ermittelten Profil kontinuierlich verändert wird, dadurch gekennzeichnet, daß das
Projektionsgerät als Entzerrungsgerät ausgebildet und mit dem Stereoauswertegerät über einen Steuermechanismus gekoppelt ist, der den Projektionsabstand in Abhängigkeit von der Aufnahmebrennweite des Luftbildes, der Entzerrungsbrennweite, der Neigung des Projektionstisches und der jeweiligen Profilhöhe steuert.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Entzerrungsgerät mit dem Stereoauswertegerät mit an sich bekannten elektrischen Mitteln gekoppelt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuennechanismus mit dem Entzerrungsgerät fest verbunden ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Steuermechanismus nach Art einer Schmiege, bei der ein Schenkel fest und der andere Schenkel nach Maßgabe der im Stereoauswertegerät ermittelten Profilhöhen mit Hilfe eines Antriebsmittels schwenkbar angeordnet ist, das in einem von der Aufnahmebrennweite und der Projektionsebenenneigung abhängigen Abstand von der Schwenkachse der Schmiege rechtwinklig zum festen Schenkel wirkt, wobei am schwenkbaren Schenkel ein Abtrieb vorgesehen ist, dessen Projektion auf dem festen Schenkel im Abstand der Entzerrungsbrennweite vom Scheitel liegt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
«9 590/263 5.64 © Bundesdruckerei Berlin
DEJ21526A 1962-03-30 1962-03-30 Vorrichtung zur streifenweisen differentiellen Entzerrung eines Luftbildes Pending DE1170769B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEJ21526A DE1170769B (de) 1962-03-30 1962-03-30 Vorrichtung zur streifenweisen differentiellen Entzerrung eines Luftbildes

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEJ21526A DE1170769B (de) 1962-03-30 1962-03-30 Vorrichtung zur streifenweisen differentiellen Entzerrung eines Luftbildes

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1170769B true DE1170769B (de) 1964-05-21

Family

ID=7200591

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEJ21526A Pending DE1170769B (de) 1962-03-30 1962-03-30 Vorrichtung zur streifenweisen differentiellen Entzerrung eines Luftbildes

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1170769B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1285183B (de) * 1963-06-15 1968-12-12 Jenoptik Jena Gmbh Vorrichtung zur differentiellen Entzerrung von Messbildern

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1285183B (de) * 1963-06-15 1968-12-12 Jenoptik Jena Gmbh Vorrichtung zur differentiellen Entzerrung von Messbildern

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2302695C3 (de) Photographische Mattscheibenkamera
DE945293C (de) Zeichengeraet
DE1170769B (de) Vorrichtung zur streifenweisen differentiellen Entzerrung eines Luftbildes
EP0366053B1 (de) Vorrichtung zur Herstellung einer Profilschablone
DE2134793C2 (de) An einem Zeichentisch anbringbare Zeichenvorrichtung
DE3046070C2 (de)
DE164527C (de)
DE2723323C3 (de) Stereophotogrammetrisches Auswertegerät
DE360680C (de) Vorrichtung zum Auftragen der aus zwei Bildplatten zu entnehmenden Oberflaeche einesraeumlichen Gebildes
DE382403C (de) Geraet zum selbsttaetigen Aufzeichnen von Karten nach zwei Messbildern
DE1964850C3 (de) Orthoprojektor
DE364622C (de) Vorrichtung zum Aufzeichnen linearer Elemente der aus einem Photostereogramm zu entnehmenden Oberflaeche eines raeumlichen Gebildes auf eine ebene Flaeche
DE618837C (de) Photographisches Entzerrungsgeraet
DE19912117B4 (de) Vorrichtung zur Darstellung von Leuchtanzeigen im Sucher einer Fotokamera
DE1139731B (de) Einrichtung zur Herstellung stereoskopisch wirkender Bilder
DE312973C (de)
DE261264C (de)
DE555864C (de) Ausmessmaschine fuer Messbildpaare
DE672261C (de) Vorrichtung zum Herstellen von Luftbildplaenen eines unebenen Gelaendes
DE1285183B (de) Vorrichtung zur differentiellen Entzerrung von Messbildern
DE1448699C (de) Gerat zur photogrammetrischen Aus wertung zweier von unterschiedlichen Stand orten aus aufgenommener Lichtbilder
DE311941C (de)
DE368131C (de) Apparat zur photomechanischen Herstellung von Ziermustern fuer Druckzwecke
DE594582C (de)
DE1258119B (de) Vorrichtung zur Bestimmung von Bildpunktkoordinaten in Luftbildern