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DE1281076B - Verfahren zur Herstellung von basischen Monoazofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von basischen Monoazofarbstoffen

Info

Publication number
DE1281076B
DE1281076B DES83167A DES0083167A DE1281076B DE 1281076 B DE1281076 B DE 1281076B DE S83167 A DES83167 A DE S83167A DE S0083167 A DES0083167 A DE S0083167A DE 1281076 B DE1281076 B DE 1281076B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dyes
preparation
formula
monoazo dyes
red
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES83167A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Roland Entschel
Dr Curt Mueller
Dr Walter Wehrli
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sandoz AG
Original Assignee
Sandoz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sandoz AG filed Critical Sandoz AG
Publication of DE1281076B publication Critical patent/DE1281076B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B69/00Dyes not provided for by a single group of this subclass

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von basischen Monoazofarbstoffen Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Formel worin R, Wasserstoffoder @iiedrigmolekulares Alkyl, (t2 Methyl oder Äthyl, R3 Brom, -CN oder -S02-niedrigmolekulares Alkyl, R Wasserstoff; Chlor oder Brom und Z eine Alkylengruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen oder die Gruppe -- CHOH - CHz -bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man 1 Mol eines Amins der Formel diazotiert und mit einer Verbindung der Formel kuppelt. Die Azokupplung wird auf bekannte Weise, vorteilhaft in schwach alkalischem bis saurem, gegebenenfalls gepuffertern Medium vorgenommen.
  • Unter Anion sind sowohl organische wie anorganische Ionen zu verstehen, wie z. B. Methylsulfat-. Sulfat-, Disulfat-, Perchlorat-, Chlorid-, Bromid-, lodid-, Phosphormolybdat-, Phosphorwolframmolybdat-, Benzolsulfonat- oder 4-Chlorbenzolsulfonationen.
  • Als Brückenglied Z eignen sich die Alkylengruppen mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, wie die Methylen-, Äthylen- oder Propylengruppe, wobei diese Gruppen gegebenenfalls verzweigt sein können.
  • Unter niedrigmolekularem Alkyl sind vorzugsweise die Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Butyl-, Amyl- oder Hexylgruppe zu verstehen, also Alkylgruppen mit 1 bis 8, vorzugsweise 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, sowie die isomeren Formen davon.
  • Die Abtrennung der gebildeten Farbstoffe erfolgt nach einer der üblichen Grundoperationen, wie Filtrieren, Eindampfen und Filtration, Ausfällen in einem geeigneten Medium und Filtration.
  • Die neuen Farbstoffe dienen vorzugsweise .zum Färben, Foulardieren und Bedrucken von Gebilden aus Polymerisaten mit mehr als 800% Acrylnitril, beispielsweise Polyacrylnitril, z. B. »Orlon« (eingetragene Schutzmarke), und Copolymeren aus 80 bis 95"/r, Acrylnitril und 20 bis 5"/0 Vinylacetat, Methacrylat oder Methylmethacrylat. Solche Produkte sind unter den folgenden, zum Teil eingetragenen Schutzmarken bekannt: Acrilan (das Mischpolymerisat aus 85% Acrylnitril und 150% Vinylacetat oder Vinylpyridin), Orlon, Dralon, Courtelle, Crylor, Dynel psw.
  • Die Färbungen besitzen auf diesen Materialien gute Licht-, Wasch-, Schweiß-, Sublimations-, Plissier-, Dekatur-, Bügel-, Wasser-, Meerwasser-, Bleich-, Trockenreinigungs-, Überfärbe- und Lösungsmittelechtheiten und besitzen außerdem eine außerordentlich gute Salzverträglichkeit. Die Farbstoffe sind auch besonders pH-stabile Produkte.
  • Das Färben mit den beanspruchten Farbstoffen geschieht vorteilhaft in wäßrigem Medium, wobei es sich empfiehlt, in neutralem oder saurem Medium bei Kochtemperatur zu arbeiten. Die Anwendung von handelsüblichen Retarden stört nicht, obwohl die neuen Farbstoffe insbesondere geeignet sind, auch ohne Retarder auf den obengenannten Polymerisaten sehr egale Färbungen zu erzielen. Man kann selbstverständlich die Färbung auch im geschlossenen Gefäß bei erhöhter Temperatur und unter Druck durchführen, da die neuen Farbstoffe auch verkochbeständig sind. Mit den neuen Farbstoffen lassen sich auch Mischgewebe, welche einen Polyacrylnitrilfaseranteil enthalten, sehr gut färben. Sie eignen sich zum Teil auch zum Färben von Palyacrylnitril in der Masse in licht- und naßechten Tönen. Zum Teil sind diejenigen Abkömmlinge, welche eine gute Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln besitzen, auch zum Färben von iilen, Lacken, plastischen Massen, Kunststoffen sowie von zum Verspinnen von in organischen Lösungsmitteln gelösten Kunststoffmassen geeignet.
  • Ferner können einzelne der neuen Farbstoffe für viele andere Zwecke eingesetzt werden, so z. B. zum Färben von tannierter Baumwolle, Wolle, Seide, regenerierter Cellulose, synthetischen Polyamidfasern und von Papier in jedem Herstellungsstadium. Es hat sich gezeigt, daß man auch vorteilhaft Gemische aus zwei oder mehreren Farbstoffen der Formel (1) einsetzen kann.
  • Die neuen Farbstoffe zeichnen sich durch gute Kombinierbarkeit aus, so daß Farbsalze gleicher oder verschiedener Farbstoffklassen für die verschiedensten Nuanceneinstellungen verwendet werden können.
  • In der USA.-Patentschrift 2 955 108 ist die Quaternierung von Buttergelb mit Chlorairiin beschrieben. Diese Verbindung unterscheidet sich von den erfindungsgemäß hergestellten Farbstoffen grundsätzlich dadurch, daß das quaternäre Stickstoffatom direkt an den aromatischen Kern gebunden ist. Eine solche Verbindung ist im übrigen auch durch eine Kupplungsreaktion, wie sie hierin beansprucht wird, nicht herstellbar. Dabei wird lediglich eine farblose unstabile Substanz erhalten, die als Farbstoff völlig unbrauchbar ist. In den folgenden Beispielen bedeuten die Teile Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. Beispiel l a) Herstellung der als Kupplungskomponente dienenden Ausgangsverbindung 18,4 Teile N-Äthyl-N-ß-chloräthyl-amino-benzol werden in 100 Teilen Äthanol gelöst und die Lösung nach Zusatz von 10,8 Teilen N-Amino-morpholin 24 Stunden lang unter Rückfluß zum Sieden erhitzt. Dann verdampft man das Lösungsmittel und wäscht den pulverisierten Rückstand mit wenig Benzol.
  • b) Erfindungsgemäßes Verfahren Das getrocknete Produkt wird in 400 Teilen Wasser gelöst und mit einer auf übliche Weise aus 20 Teilen 1-Amino-2-brom-4-nitro-benzol hergestellten salzsauren Diazoniumsalzlösung gekuppelt. Man setzt gegebenenfalls zur Ausfällung des Farbstoffes etwas Natriumchlorid zu, filtriert, wäscht mit l%iger Natriumchloridlösung und trocknet. Es resultiert ein dunkelbraunrotes Pulver.
  • Die oben beschriebene Kupplungskomponente kann auch in Form einer etwa 53%igen wäßrigen Lösung hergestellt werden: 18,4 Teile N - Äthyl-N-ß-chloräthyl-amino-benzol werden in 20 Teilen Wasser angerührt, 10,8 Teile N-Amino-morpholin zugesetzt und das Gemisch unter starkem Rühren auf 90' erwärmt. Nach etwa 2 Stunden ist eine klare Lösung entstanden. Man setzt noch 1,4 Teile Dimethylsulfat hinzu, um das überschüssige N-Aminomorpholin zu binden, kühlt ab und setzt das erhaltene Präparat zur Azokupplung ein.
  • Weitere wertvolle Farbstoffe, welche nach den Angaben des Beispiels 1 hergestellt werden können, werden in der folgenden Tabelle aufgeführt. Sie entsprechen der Formel Als Anion kommen die in der Beschreibung aufgeführten in Frage.
    Beispiel R, R4 R, R2 Z N auf Po yac ylnrti lg
    2 CN H CH3 C Ha CH2 Rubin
    3 CN H CH3 C2H5 CH2 Bordo
    4 CN H CH3 C2H5 CHOH - CH2 Bordo
    5 S02 - CH, H CH9 CH, CH2 Rubin
    6 S02 - CH3 1-F CHi C25 CH2 Bordo
    Fortsetzung
    Beispiel R; R4 R, RZ 7 Nuance der Färbung
    auf Polyacrylnitril
    7 S02 -- CHF H C2H5 C2Hr CH2 Bordo
    8 Br H CH, CH:; CH2 Blaustichigrot
    9 Bi- , H CH:i C2H5 CH2 Blaustichigrot
    10 Br Br CH:; C2H5 CIIOH --- CH2 Braun
    11 Bi- H C2H5 C#2H5 C H2 Blaustichigrot
    12 Br H CHF CH:3 C21-14 Blaustichigrot
    13 CN H H CH:; CFI2 Blaustichigrot
    14 CN H H 02H5 CHOI-I - CH2 Bordo
    15 50.2 - C H,3 H H CH:i CH.2 Blaustichigrot
    16 5O2 - C2115 H H C2M1 C2111 Blaustichigrot
    17 Bi. H H CH:i CH2 Rot
    18 Bir H H C H:, C.`HOH - CH2 Rot
    19 Br Br H C2H" CH2 Rot
    20 Bi- H H C2H., C,-IH,; Rot
    21 CN I-1 H C2H5 CH2 Rubin
    1
    22 CN Cl H GI-15 CH2 Rotviolett
    23 CN Br CH: i 02H5 CH2 Violett

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zur Herstellung von basischen Monoazofarbstoffen, dadurch gekennzeichn e t , daß nian 1 Mol eines Amins der Formel worin R,, Brorn, -- CN oder - S02 --- niedrigmolekulares Alkyl und ki Wasserstoff, Chlor oder Brom bedeutet, diazotiert und mit einer Verbindung der Formel worin R, Wasserstoff oder niedrigr°nolekt21ares Alkyl, R,2 Methyl oder .Äthyl und L eine Alkylengrttppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatoinen oder die Gruppe --CHOR - CH2 - bedeutet, unter Bildung von Farbstoffen der Formel worin Ri, R2, R;., R4 und Z die oben angegebenen Bedeutungen besitzen, kuppelt. In Betracht gezogene Drui.,kschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 955 108. Bei der Bekanntmachung der Anmeldung ist eine Färbetafel mit Erläuterungen ausgelegt worden.
DES83167A 1962-01-12 1963-01-05 Verfahren zur Herstellung von basischen Monoazofarbstoffen Pending DE1281076B (de)

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DES83167A Pending DE1281076B (de) 1962-01-12 1963-01-05 Verfahren zur Herstellung von basischen Monoazofarbstoffen

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DE (1) DE1281076B (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2955108A (en) * 1957-01-07 1960-10-04 Univ Ohio State Res Found Process for 1,1,1-trisubstituted hydrazinium chlorides

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2955108A (en) * 1957-01-07 1960-10-04 Univ Ohio State Res Found Process for 1,1,1-trisubstituted hydrazinium chlorides

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