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Dehnbares Uhr- und/oder Schmuckarmband Zusatz zum Patent:
1151690
Die Erfindung betrifft ein dehnbares Uhr- und/oder Schmuckarmband
aus miteinander gelenkig verbundenen Gliedern, von denen jedes aus drei ineinandergeschachtelten,
gegen die Wirkung eingelegter Federn auseinanderziehbaren Teilen zusammengesetzt
ist, wobei zwischen die durch die Feder unmittelbar miteinander gekoppelten, auseinanderziehbaren
Teile ein Zwischenteil als Begrenzungsteil eingebaut ist, das - auch bei gedehntem
Armband - von der Schauseite her unsichtbar bleibt, nach Patent 1151690.
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Die Erfindung bezweckt unter Verwendung der Mittel des Hauptpatentes
eine weitere vorteilhafte Ausbildung der Ärmbandglieder und des ganzen Armbandes
zu erreichen. Insbesondere soll ein schmales Armband geschaffen werden, das vorzugsweise
als Damenarmband Verwendung finden kann.
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Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das
Begrenzungsteil aus einem im wesentlichen rechteckigen Blechzuschnitt hergestellt
ist, an seinen stirnseitigen Enden etwa um ein Viertel seiner Länge umgebogen und
dort so ein- bzw. ausgeschnitten ist, daß zwei nebeneinanderliegende Lappenpaare
entstehen, von denen das eine mit seinen Enden zueinander gerichtet ist, zwischen
sich und dem Mittelstück des Begrenzungsteiles einen Spalt bildet und als Begrenzungsanschlag
für das eine Ziehteil dient, während die Enden des anderen Lappenpaares nochmals
entgegengesetzt umgebogen sind, wodurch je zwei seitliche nach außen und nach innen
gerichtete Führungsnuten und zwei Begrenzungsanschläge für das andere Ziehteil entstehen.
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In vorteilhafter Weise ist der untere Schenkel des einen in an sich
bekannter Weise U-förmig ausgebildeten Ziehteiles in dem Spalt zwischen dem einen
Lappenpaar und den seitlichen nach innen gerichteten Führungsnuten des Begrenzungsteiles
gehalten.
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Das Schauziehteil ist mit abgewinkelten, sich etwas über die Breite
des Schauziehteiles erstreckenden Lappen versehen, die mit den seitlichen, nach
außen gerichteten Führungsnuten am Begrenzungsteil im Eingriff stehen.
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Außerdem sind die Lappen des Schauziehteiles mit weiteren nach innen
abgewinkelten Lappen versehen, die zur Befestigung der Feder und als Anschläge für
das Begrenzungsteil dienen, das daran zur Anlage kommt.
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Ein solches Armband zeichnet sich durch besonders hohe Stabilität
bei äußerst vereinfachter Herstellung aus. Eine seitliche Ausbiegung der einzelnen
Glieder und damit des Armbandes ist nicht möglich. Ein Verziehen der umgebogenen
Lappenpaare kann nicht stattfinden. In der Zeichnung ist die Erfindung in einer
Ausführungsform beispielsweise dargestellt. Es zeigt in perspektivischer Ansicht
von unten gesehen F i g. 1 das Schauziehteil eines Armbandgliedes, F i g. 2 das
zweite Ziehteil, F i g. 3 das Begrenzungsteil und F i g. 4 die drei Teile des Armbandgliedes
zusammengesetzt.
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Das als Schauziehteil dienende Ziehteil 1 hat seitlich an die Wand
47 angesetzte Wandungsteile 4, die mit abgewinkelten, sich etwa über die Breite
des Ziehteiles erstreckenden Lappen 6 versehen sind. Die Lappen 6 haben nach innen
gegen die Wand 47 zu abgebogene weitere Lappen 48, die mit Ausschnitten 49 versehen
sind. In die Ausschnitte 49 sind die freien Enden der Schenkel 50 der in
die Mitte des Ziehteiles 1 eingesetzten Wickelfeder 51 eingehängt. Von den Wandungsteilen
4 ragen nach vorn Lappen 5 vor, die im nach innen umgebogenen Zustand das benachbarte
Armbandglied festhalten.
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Das zweite Ziehteil 3 ist im wesentlichen U-förmig ausgebildet und
weist die durch den Steg 14 verbundenen Schenkel 10 und 11 auf. Der Schenkel 10
wird in das Schauziehteil l eingeschoben, derart, daß er an der Wand 47 anliegt.
Der von dem Schenkel 10 mittig wegragende Lappen 52 wird danach hochgebogen, so
daß er hinter die Wickelfeder 51 greift. Beiderseits des Lappens 52 sind an dem
Schenkel 11 Lappen 16 angeordnet. Auch diese Lappen sind bei montiertem Armbandglied
umgebogen. Seitlich an dem Schenkel 10 angeordnete Lappen 15 dienen zur Führung
an den Wandungsteilen 5 des Ziehteiles 1.
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Das Begrenzungsteil 2 wird aus einem im wesentlichen rechteckigen
Blechzuschnitt 53 hergestellt. Die Stirnseitenenden dieses Bleches werden so ein-
bzw.
ausgeschnitten, daß zwei nebeneinanderliegende Lappenpaare
54 und 55 entstehen. Danach werden die Stirnenden des Begrenzungsteiles etwa um
ein Viertel seiner Länge umgebogen, so daß die Enden der Lappenpaare 54 und 55 zueinander
gerichtet sind, und daran anschließend werden die Enden des Lappenpaares 55 nochmals
entgegengesetzt umgebogen, so daß durch das Lappenpaar 55 je zwei seitliche, nach
außen und nach innen gerichtete Führungsnuten 56 und 57 entstehen. (Im Ausführungsbeispiel
ist der Ausschnitt an den Enden des Blechzuschnittes 53 derart durchgeführt worden,
daß zwischen den Lappenpaaren 54 und 55 Verbindungsstege 58 vorhanden sind.) Zwischen
dem Lappenpaar 54 und dem Mittelstück des Begrenzungsteiles 2 ist ein Spalt gebildet.
In diesen Spalt und in die nach innen gerichteten Führungsnuten57 des anderen Lappenpaares55
wird der Schenkel 11 des U-förmigen Ziehteiles 3 eingeschoben. Die Lappen 16, mit
denen das U-förmige Ziehteil 3 ausgerüstet ist, werden danach nach innen umgebogen.
Die Lappen 55 am Begrenzungsteil 2 greifen in die Ausschnitte 49 am Ziehteil 1 ein.
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Durch die Feder 51, die sich in gespanntem Zustand befindet,
werden die Ziehteile 1 und 3 aneinandergezogen. Werden die Ziehteile 1 und 3 auseinandergezogen,
so wirkt die Feder 51 diesem entgegen. Die Feder 51 kann so gewählt werden, daß
sie einem größeren Auszug einen größeren Widerstand entgegensetzt. Ab einem bestimmten
Auszug kommen die Lappen 16 des U-förmigen Ziehteiles 3 an den inneren Kanten des
Lappenpaares 54 des Begrenzungsteiles 2 zum Anschlag. Das Begrenzungsteil 2 wird
bei weiterem Auszug des Armbandes dann durch das Ziehteil 3 mitgenommen. Hierbei
gleiten die verlängerten Lappen 6 des Schauziehteiles 1 so lange in den nach außen
gerichteten Führungsnuten 56 des Begrenzungsteiles 2, bis die inneren Kanten des
Lappenpaares 55 in den Ausschnitten 49 der Lappen 48 des Schauziehteiles 1 zum Anliegen
kommen. Ein weiteres Ausziehen des Armbandgliedes ist danach nicht mehr möglich.
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Beim zusammengesetzten Armbandglied liegt obenauf das Begrenzungstei12,
welches bei Gebrauch des Armbandes am Arm der Trägerperson zu liegen kommt. Darunter
befindet sich das Schauziehteil1. Das U-förmige Ziehteil 3 ist teilweise ausgezogen.
Die Verbindung des Schauziehteiles 1 mit dem Begrenzungsteil 2 erfolgt zum einen
dadurch, daß die Lappen 6 des Schauziehteiles 1 in den nach außen gerichteten Führungsnuten
56 des Begrenzungsteiles 2 gleiten und zum anderen dadurch, daß der obere Schenkel
11 des Ziehteiles 3 in dem durch das Lappenpaar 54 und dem Mittelstück des Begrenzungsteiles
2 gebildeten Spalt und der untere Schenkel 10 des Ziehteiles 3 zwischen die Ränder
der Lappen 48 und der Wand 47 des Ziehteiles 1 eingeschoben wird. Die Verbindung
der benachbarten, je aus drei Teilen zusammengesetzten Armbandglieder erfolgt durch
Umbiegen der Lappen 5 des Schauziehteiles 1 nach innen und Einführen derselben hinter
den Steg 14 des Ziehteiles 3 des benachbarten Armbandgliedes.