DE1005295B - Dehnbares Gliederband, insbesondere Uhrarmband - Google Patents
Dehnbares Gliederband, insbesondere UhrarmbandInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein dehnbares Gliederband für Schmuck- und Gebrauchszwecke, insbesondere
Uhrarmband, mit zwei übereinander angeordneten Lagen von sich quer zur Bandlängsrichtung erstreckenden
und in der Dehnungsrichtung des Bandes gegeneinander mti die halbe Gliedbreite versetzten Oberbzw.
Untergliedern, die gegen die Wirkung von in den Gliedern angeordneten Federn ausziehbar miteinander
verbunden sind. Bei derartigen Gliederbändern wurden bisher die einzelnen Glieder des Bandes als
hülsenförmige Glieder ausgebildet, die durch besondere Verbindungsglieder miteinander verbunden und
gegenseitig geführt werden mußten.
Es ist eine Ausführungsform bekanntgeworden, bei der die Verbindungsglieder als U-förmige, in den
Bandlängskanten angeordnete Verbindungsbügel ausgebildet sind, die mit ihren Schenkeln in die hülsenförmigen
Ober- bzw. Unterglieder hineinragen. Beim Dehnen oder Biegen des Bandes drehen sich die in die
hülsenförmigen Glieder hineinragenden Schenkel der U-förmigen Veirbindungsbügel, wodurch in den Gliedern
angeordnete Federn gespannt werden. Ein solches Band hat eine unerwünscht große Baiuhöhe und
weist außerdem den Nachteil auf, daß durch die Ränder der in den Bandlängskanten liegenden Querschnittsöffnungen der Hülsenglieder scharfe Kanten gebildet
werden. Die bereits vorgeschlagene teilweise oder völlige Abdeckung der in den Bandlängskanten angeordneten
Verbindungsbügel durch abgebogene, von den oberen oder unteren Hülsenwänden ausgehende Lappen
bringt zwar die scharfen Kanten zum Verschwinden, jedoch werden diese Lappen beim Biegen des
Bandes quer zur Dehniungsrichtung leicht aufgebogen,
wodurch dier Gebrauchswert eines solchen Bandes stark beeinträchtigt wird.
Andererseits sind auch Gliederbänder bekannt, die nur aus einer Lage von hülsenförmigen Gliedern bestehen.
In den Hülsengliediern sind von den Bandlängskanten her U-förmige Verbindungsbügel eingeschoben,
die auf in der Dehnungsrichtung des Bandes 'zusammendrückbare Blattfedern wirken. Zur Sicherung
gegen Herausfallen sind entweder je zwei gegenüberliegende U-förmige Bügel zu Ringen zusammengefaßt
oder aber sonstwie in den Hülsengliediern befestigt. Der Nachteil dieser Bänder besteht in der
Hauptsache darin, daß sich zwischen den Gliedern der einzigen vorhandenen Lage Lücken bilden, wenn das
Band auseinandergezogen wird. Diese Lücken beeinträchtigen sehr stark das geschlossene Aussehen des
Bandes und damit seinen Gebrauchswert.
Durch die Erfindung sollen die geschilderten Nachteile vermieden und ein dehnbares Gliederband geschaffen werden, bei dem einerseits durch die Anordnung
von zwei um die halbe Gliedbreite versetzten Dehnbares Gliederband,
insbesondere Uhrarmband
insbesondere Uhrarmband
Anmelder:
Rodi & Wienenberger Aktiengesellschaft, Pforzheim, Bleichstr. 58/68
Beanspruchte Priorität:
Dänemark vom 11. November 1955
Dänemark vom 11. November 1955
David Jacobson, Kopenhagen,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Lagen von Bandgliedern das geschlossene Aussehen des Bandes auch im gedehnten Zustand gewahrt wird,
bei dem aber andererseits keine besonderen Verbindungsglieder zwischen den einzelnen Gliedern der
beiden Lagen erforderlich sind und das außerdem eine geringere Bauhöhe als die bekannten zweilagigen
Gliederbänder aufweist und bei dem schließlich die scharfen Kanten in den Bandlängskanten vermieden
sind, ohne daß die Gefahr besteht, daß die in den Bandlängskanten liegenden Stirnwände der Glieder
beim Biegen des Bandes quer zur Dehnungsrichtung· aufgebogen werden.
Dies wird, ausgehend von einem Gliederband mit zwei übereinander angeordneten Lagen von sich quer
zur Bandlängsrichtung erstreckenden und in der Dehnungsrichtung des Bandes gegeneinander um die halbe
Gliedbxeite versetzten Ober- bzw. Untergliedern, die
gegen die Wirkung von in den Gliedern angeordneten Federn ausziehbar miteinander verbunden sind, erfindungsgemäß
dadurch erreicht, daß die ObergliedeT als nach unten offene Schalen und die Unterglieder als
nach oben offene Schalen mit verbreiterten, in die Oberglieder hineinragenden Querseitenwänden ausgebildet
sind und daß in dien Obergliedern gebogene Blattfedern angeordnet sind, die sich einerseits gegen
die Querseitenwände der Unterglieder und andererseits gegen die benachbarten Querwände der Oberglieder
derart abstützen, daß sie beim Dehnen oder Biegen des Bandes· flachgedrückt werden.
Die gegenseitige Verbindung und Führung der Ober- und Unterglieder beim Dehnen oder Biegen
des Bandes wird dabei in besonders zweckmäßiger Weise dadurch erreicht, daß in den verbreiterten
Querseitenwänden der Unterglieder von den Band-
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längskanten ausgehende, in Höhe der Schalenöffnung liegende Schlitze vorgesehen sind, in denen die Oberglieder
mit in der Ebene ihrer Schalenöffnung liegenden Führungsleisten geführt sind. Es hat sich als vorteilhaft
erwiesen, die Führungsleisten als abgebogene Lappen der in den Bandlängskanten liegenden Stirnwände
der Oberglieder auszubilden und in. den Querwänden der Oberglieder an die Schalenöffnung und
die Stirnwände angrenzende Ausschnitte zur Aufnahme der abgebogenen Lappen der Stirnwände vorzusehen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf das zusammengezogene Band, teilweise aufgebrochen,
Fig. 2 eine Draufsicht auf das gedehnte Band, teilweise
aufgebrochen,
Fig. 3 eine Seitenansicht zu Fig. 1, teilweise aufgebrochen
und geschnitten,
Fig. 4 eine Seitenansicht zu Fig. 2, teilweise aufgebrochen
und geschnitten, und
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 4.
In vergrößertem Maßstab und in schaubildlicher Darstellung zeigt
Fig. 6 ein Untenglied,
Fig. 7 ein Oberglied in der in den Fig. 1 bis 5 gezeichneten Gebrauchslage,
Fig. 8 das Oberglied nach Fig. 7, jedoch umgewendet mit einer eingelegten Blattfeder, und
Fig. 9 eine Blattfeder.
Das Band gemäß der Erfindung besteht aus nur drei Einzelteilen, nämlich den Obergliedern 10, den Untergliedern
30 und den gebogenen Blattfedern 50.
Das Oberglied 10 ist als nach unten offene Schale
ausgebildet und aus einem Stanzteil durch Abbiegen entsprechender Verbreiterungen der oberen Schalenwand
11 hergestellt. Dadurch entstehen die Querwände 12 und die in den Bandlängskanten liegenden
Stirnwände 13. Die Querwände 12 weisen an die Schalenöffnung und die Stirnwände 13 angrenzende
Ausschnitte 14 zur Aufnahme einwärts gebogener Lappen 15 der Stirnwände 13 auf, so daß diese in der
Ebene der Schalenöffnung liegen. Die Lappen 15 werden jedoch erst beim Zusammenbau des Bandes
eingebogen.
Das Unterglied 30 ist als nach oben offene Schale .mit verbreiterten Ouerseitenwänden 31 ausgebildet.
Die Höhe h der unteren Schale kann wesentlich kleiner gehalten werden als die HöheH der oberen Schale. Die
Länge / der Querseitenwände 31 des Untergliedes 30 ist auf jeder Seite um die Materialdicke kleiner als die
für das. Oberglied 10 und das Unterglied 30 gleiche Gesamtlänge L. In der Höhe der Schalenöffnung sind
in den Querseitenwänden 31 von den Bandlängskanten ausgehende Schlitze 32 angeordnet, in denen die Oberglieder
10 mit ihren abgebogenen Lappen 15 geführt sind, so daß sich die Ober- und Unterglieder nicht voneinander
trennen, wohl aber in der Dehnungsrichtung des Bandes gegeneinander verschieben können.
In den Obergliedern 10 sind gebogene Blattfedern 50 angeordnet, die sich einerseits gegen die in die
Oberglieder hineinragenden Querseitenwände 31 der Unterglieder 30 und andererseits gegen die Querwände
12 der Oberglieder 10 abstützen. Die Blattfedern 50 weisen an den Enden Ausschnitte 51 auf, wodurch
Auflageflächen gebildet werden, mit denen die Blattfedern 50 den einwärts gebogenen Lappen 15 der
Oberglieder aufliegen.
In jedes Oberglied 10 ragt je eine Querseitenwand zweier benachbarter Unterglieder 30 hinein, da
diese gegenüber den ObergMedern 10 um die halbe Gliedbreite versetzt sind. Dementsprechend liegt
zwischen den beiden in ein Oberglied 10 hineinragenden Querseitenwänden 31 und den benachbarten Querwänden
12 des Obergliedes je eine Blattfeder 50, die beim Dehnen oder Biegen des Bandes in der Dehnungsrichtung flachgedrückt werden.
Beim Zusammenbau sind die Stirnwände 13 und die davon abgebogenen Lappen 15 zunächst noch so weit
nach auswärts gebogen, daß die Teile 10, 30 und 50 zusammengefügt werden können. Erst dann werden
die Stirnwände 13 in die gezeichnete Lage gedruckt. Dabei werden die Ober- und Unterglieder durch die in
die Schlitze 32 der Unterglieder 30 eintretenden Lappen 15 der Oberglieder 10 miteinander derart verbunden,
daß sich die Glieder nur in Dehnungsrichtung des Bandes gegeneinander bewegen lassen. Damit man
das Band krümmen, quer zur Dehnungsrichtung biegen und auch in sich verwinden kann, wird die Breite und
Tiefe der Schlitze 32 größer gemacht als die Dicke und Längserstreckung der in ihnen geführten Lappen 15.
Claims (4)
1. Dehnbares Gliederband für Schmuck- und Gebrauchszwecke, insbesondere Uhrarmband, mit
zwei, übereinander angeordneten Lagen von sich quer zur Bandlängsrichtung erstreckenden und in
der Dehnungsrichtung des Bandes gegeneinander um die halbe Gliedbreite versetzten Ober- bzw.
Untergliedern, die gegen die Wirkung von in den Gliedern angeordneten Federn ausziehbar miteinander
verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberglieder (10) als nach unten offene Schalen
und die Unterglieder (30) als nach oben offene Schalen mit verbreiterten, in die Oberglieder hineinragenden
Querseitenwänden (31) ausgebildet sind und daß 7n den Obergliedern (10) gebogene
Blattfedern (50) angeordnet sind, die sich einerseits gegen die Querseitenwände (31) der Unterglieder
(30) und andererseits gegen die benachbarten Querwände (12) der Oberglieder (10)
derart abstützen, daß sie beim Dehnen oder Biegen des Bandes flachgedrückt werden.
2. Dehnbares Gliederband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den verbreiterten
Ouerseitenwänden (31) der Unterglieder (30) von den Bandlängskanten ausgehende, in Höhe der
Schalenöffnung liegende Schlitze (32) vorgesehen sind, in denen die Oberglieder (10) mit in der
Ebene ihrer Schalenöffnung liegenden Führungs^ leisten geführt sind.
3. Dehnbares Gliederband nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsleisten als
abgebogene Lappen (15) der in den Bandlängskanten liegenden Stirnwände (13) der Oberglieder
(10) ausgebildet sind.
4. Dehnbares Gliederband nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in den Querwänden (12)
der Oberglieder (10) an die Schalenöffnung und die Stirnwände (13) angrenzende Ausschnitte (14)
zur Aufnahme der abgebogenen Lappen (15) der Stirnwände (13) vorgesehen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 856/44 3.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DK1005295X | 1955-11-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1005295B true DE1005295B (de) | 1957-03-28 |
Family
ID=8157201
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER18064A Pending DE1005295B (de) | 1955-11-11 | 1955-12-31 | Dehnbares Gliederband, insbesondere Uhrarmband |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1005295B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1028817B (de) | 1956-02-18 | 1958-04-24 | Glauner & Epp | Dehnbares Arm-, insbesondere Uhrarmband |
| DE1040837B (de) | 1956-04-25 | 1958-10-09 | Glauner & Epp | Dehnbares Arm-, insbesondere Uhrarmband |
-
1955
- 1955-12-31 DE DER18064A patent/DE1005295B/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1028817B (de) | 1956-02-18 | 1958-04-24 | Glauner & Epp | Dehnbares Arm-, insbesondere Uhrarmband |
| DE1040837B (de) | 1956-04-25 | 1958-10-09 | Glauner & Epp | Dehnbares Arm-, insbesondere Uhrarmband |
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