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Nicht dehnbares Gliederband Zusatz zum Patent 1109 929 Die
Erfindung bezieht sich auf ein nicht dehnbares Gliederband, insbesondere Uhrarmband,
das über ein Zwischenglied mit dem Verschluß verbunden ist, bestehend aus durch
Scharnierstifte gelenkig miteinander verbundenen Einzelgliedern, von denen jedes
einen Scharnierteil und einen auf diesen seitlich aufschiebbaren Mantelteil aufweist,
wobei die Mantelteile durch ihren zugehörigen und den Scharnierteil des Nachbargliedes
bzw. durch den Verschluß des Bandes in ihrer Lage und die Scharnierstifte durch
die die seitlichen Schamieröffnungen übergreifenden Mantelteile in ihrer Lage gehalten
sind und wobei die Zwischenglieder die beiden Endscharnierteile des Bandes lösbar
mit dem Verschluß verbinden, nach Patent 1109 929.
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Das Gliederband nach dem Hauptpatent zeichnet sich gegenüber bekannten
anderen, nicht dehnbaren Gliederbändern durch seine leichte Auseinandernehmbarkeit
aus, die ein einfaches Verlängern oder Verkürzen des Bandes gestattet. Als nachteilig
hat es sich jedoch bei der Fertigung dieses Gliederbandes erwiesen, daß die Herstellung
der Scharnierteile und der Mantelteile aufwendig und demzufolge langwierig und teuer
ist, insbesondere durch erforderliche Lötarbeiten.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die je aus einem Schamierteil
und einem Mantelteil gebildeten Einzelglieder derart auszubilden und zu gestalten,
daß sie auf einfachere Weise ohne irgendwelche Lötarbeiten herstellbar und daher
äußerst billig sind.
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Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß von den aus
hülsenförmig zusammengebogenen Blechstanzstücken gebildeten Mantelteilen die Mantelteile
der nicht mit den Zwischengliedern verbundenen Einzelglieder wenigstens einen randständigen,
nach innen abgewinkelten, zwischen dem dem Mantelteil zugehörigen und dem folgenden
Scharnierteil liegenden Lappen aufweisen und bei den aus Blechstücken mit angestanzten,
zu Ösen eingerollten Lappen bestehenden Scharnierteilen aus dem Steg Zungen herausgestanzt
und aufgestellt sind, die als Distanzstücke zwischen dem Steg und dem aufgeschobenen
Mantelteil dienen.
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Im folgenden ist an Hand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel des
Erfindungsgegenstandes ausführlich beschrieben. Es zeigt Fig. 1 die Draufsicht auf
einen Gliederbandteil, wobei das mittlere Einzelglied im Schnitt die rechts von
diesem angeordneten Einzelglieder in Ansicht und die links von diesem angeordneten
ohne Mantelteil dargestellt sind, Fig.2 ein Zwischenglied, Fig. 3 einen Scharnierstift,
Fig. 4 einen Scharnierteil, Fig. 5 einen Mantelteil und Fig. 6 einen Mantelteil
für einen Endschamierteil. Bei dem Gliederband sind die Einzelglieder 1 in einer
Lage angeordnet und gelenkig miteinander verbunden. Jedes Einzelglied 1 besteht
aus einem Scharnierteil 2 bzw. 3 und einem auf den Scharnierteil aufbringbaren Mantelteil
4 bzw. 5. Jeder Mantelteil 4 ist durch seinen Scharnierteil2 und den Schamierteil2
des folgenden Einzelteiles 1 gehalten. Die Mantelteile 5 sind durch den Verschluß
6 und den benachbarten Mantelteil 4 in Bandlängsrichtung in ihrer Lage gehalten.
Die Endscharnierteile 3 des Bandes sind mittels Zwischenglieder 7 am Verschluß 6
befestigt. Die Zwischenglieder sind lösbar mit dem Verschluß verbunden. Die die
Scharnierteile 2; 3 untereinander und mit den Zwischengliedern 7 verbindenden Scharnierstifte
8 sind durch die Mantelteile 4, 5 in ihrer Lage gehalten. Jeder Scharnierteil 2,
3 ist - wie an sich bekannt - aus einem Blechstanzstück hergestellt und weist auf
einer seiner Längsseiten zwei angestanzte randständige Lappen auf, die zu Ösen 9
eingerollt sind und auf der gegenüberliegenden Längsseite einen mittleren Lappen,
der zu einer Öse 10 eingerollt ist. Aus dem Steg der Scharnierteile sind Zungen
11 herausgestanzt und aufgestellt, die als Distanzstücke zwischen dem Steg und dem
aufgeschobenen Mantelteil dienen.
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Die Mantelteile 4, 5 sind - wie an sich bekannt -aus hülsenförmig
zusammengebogenen Blechstanzstücken
gebildet. Die Mantelteile 4
für die Scharnierteile 2 weisen an einer offenen Hülsenseite randständige, nach
innen abgewinkelte Lappen 12 auf. Im zusammengesetzten Zustand der Einzelglieder
1 liegen diese Lappen 12 zwischen dem dem Mantelteil 4 zugehörigen und dem folgenden
Scharnierteil. Auf diese Weise sind die Mantelglieder 4 in Bandlängsrichtung in
ihrer Lage gehalten. Jeder Mantelteil 4 ist so weit auf seinen -Scharnierteil2 aufschiebbar,
daß die Öse 10 dieses Teiles und die damit zusammenwirkenden Ösen 9 des benachbarten
Scharniertefes abgedeckt und die Ösen 9 seines Scharnierteiles 2 wieder freigelegt
sind.
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Die Endscharnierteile 3 sind in Bandlängsrichtung um ein dem ösendurchmesser
entsprechendes Stück kleiner als die Scharnierteile 2. Die Mantelteile 5 für die
Endscharnierteile 3 übergreifen daher die Ösen 9, 10 auf beiden Seiten der Endscharnierteile
3.
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Die mit den Endscharnierteilen 3 gelenkig verbundenen Zwischenglieder
7 sind von der Bandlängsseite her je in eine Aussparung 13 des Verschlusses 6 einschiebbar.
Sie weisen eine Ausnehmung 14 auf, in die eine Haltenase 15, die am freien Ende
einer im Verschluß 6 gelagerten Blattfeder 16 angeordnet ist, eingreifen kann. Das
freie Ende der Feder 16 ragt aus dem Verschluß 6 heraus und dient als Handhabe zum
Lösen der Haltenase.
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Durch diese Konstruktion läßt sich das Gliederband einfach, schnell
und ohne Werkzeuge auseinandernehmen, so daß es durch Hinzufügen oder Herausnehmen
einzelner Bandglieder verlängerbar bzw. verkürzbar ist.
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Das freie Ende der Blattfeder 16 läßt sich in Pfeilrichtung17 (Fig.1)
bewegen und das Zwischenglied? in Pfeilrichtung 18 aus der Aussparung 13 des Verschlusses
6 herausziehen. Dann läßt sich der Mantelteil 5 des letzten Einzelgliedes 1 über
das Zwischenglied 7 vom Endscharnierteil 3 herunterziehen, wodurch die Ösen 9 des
folgenden Scharnierteiles 2 und die Öse 10 des Endscharnierteiles 3 freigelegt werden,
so daß der diese beiden Scharnierteile verbindende Scharnierstift 8 aus den Ösen
herausschiebbar ist und die beiden Scharnierteile auseinandernehmbar sind. Nach
dem Lösen des Endscharnierteiles 3 vom folgenden Schamierteil2 läßt sich der Mantelteil
4 dieses Scharnierteiles abziehen, wodurch die Öse 10 des Scharnierteiles und die
Ösen 9 des folgenden Scharnierteiles freigelegt werden. Auf diese Weise lassen sich
die Einzelglieder des Bandes leicht auseinandernehmen und umgekehrt wieder zusammensetzen,
so daß das Gliederband durch Hinzufügen von Einzelgliedern verlängerbar und durch
Herausnehmen von Einzelgliedern verkürzbar ist.