DE1265097B - In Streblaengs- und Streckenlaengsrichtung rueckbare Abspannung fuer Strebfoerderer - Google Patents
In Streblaengs- und Streckenlaengsrichtung rueckbare Abspannung fuer StrebfoerdererInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
E21f
Deutsche KL: 5 d-13/08
Nummer: 1 265 097
Aktenzeichen: G 43686 VT a/5 d
Anmeldetag: 24. Mai 1965
Auslegetag: 4. April 1968
Die Erfindung befaßt sich mit einer in Streblängsund Streckenlängsrichtung rückbaren Abspannung
für Strebförderer u. dgl. in untertägigen Gewinnungsbetrieben, insbesondere in der steilen Lagerung mit
zwei getrennt und gemeinsam verspannbaren, in Streblängsrichiung hintereinander angeordneten und
durch eine vorzugsweise hydraulisch verfahrbare Zugstange verbundenen Abspannbalken.
Bei einer hydraulischen Einrichtung zum Spannen und Rücken eines Förderers ist eine Vorrichtung bekannt,
bei der die Zuglasche durch ein allseitig bewegliches Gelenk unterbrochen ist, welches die Aufgabe
hat, dem an die Zuglasche angeschlossenen Maschinenrahmen stets die Möglichkeit einer guten Anlage
am Liegenden zu geben. Dieselbe hydraulische Einrichtung zum Spannen und Rücken eines Förderers
weist ein Kupplungsglied in Form eines Hakens auf, welcher an einer zwei hintereinanderliegende
Abspannvorrichtung und den Strebförderer miteinander verbindenden Zugstange, zwischen den beiden
Abspannvorrichtungen liegend, angreift.
Weiter ist eine hydraulische Abspanneinrichtung bekannt, die zwei durch eine Zugstange miteinander
verbundene Abspannbalken aufweist, die getrennt und gemeinsam verspannbar sind. Die Zugstange
bildet hierbei ein ununterbrochenes Verbindungsglied zwischen beiden Abspannbalken.
Schließlich ist es bekannt, eine Laufkatze an einem Abspannbalken mittels eines umsteckbaren, vorzugsweise
hydraulisch betriebenen Zylinders zu verfahren.
Abspannungen der vorbeschriebenen Art, die zumindest teilweise mit ihren Bauelementen in die
Strecke hineinragen, finden entweder dort Verwendung, wo noch kein Streckenausbau gesetzt ist, oder
es wird, sofern die Strecke bereits ausgebaut ist, der Streckenausbau vor der dem Abbaufortschritt folgenden
Abspannung jeweils entfernt und nach Durchgang der Abspannung wieder gesetzt.
Bei schlechten Gebirgsverhältnissen, die ein Rauben der Unterstempel des Streckenausbaues nicht
erlauben, mußte bisher auf eine Verlegung der Abspannung in die Strecke verzichtet werden. Das
gleiche gilt bei der Verwendung von Vollring-Ausbau in der Kopfstrecke, der ein Herausnehmen von Ausbausegmenten
überhaupt nicht ermöglicht. Die Anordnung der gesamten Abspannungsanlagen im Streb
erfordert aber das Auskohlen eines weitaus größeren Stalles. Insbesondere bei kurzen Steilhobelanlagen
kann damit die Wirtschaftlichkeit des ganzen Abbaues in Frage gestellt sein, da das mühevolle Auskohlen
zur Unterbringung der Antriebselemente und In Streblängs- und Streckenlängsrichtung
rückbare Abspannung für Strebförderer
rückbare Abspannung für Strebförderer
Anmelder:
Gewerkschaft Eisenhütte Westfalia,
4628 Wethmar
Als Erfinder benannt:
Joachim Holz, 4600 Dortmund;
Winfried Denninghoff, 4752 Heeren
Joachim Holz, 4600 Dortmund;
Winfried Denninghoff, 4752 Heeren
der Abspannung die Förderleistung entscheidend herabsetzt.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die Abspannung für Strebförderer, insbesondere in der
steilen Lagerung, so auszubilden, daß sie auch bei Vollring-Ausbau oder schlechten Liegendverhältnissen,
die ein Rauben der Unterstempel des Streckenausbaues nicht gestatten, mit ihren wesentliehen,
den größeren Raum beanspruchenden Bauelementen in der Strecke geführt werden kann.
Die Erfindung löst die Aufgabe bei einer in Streblängs- und in Streckenlängsrichtung rückbaren Abspannung
für Strebförderer u. dgl. in untertägigen Gewinnungsbetrieben, insbesondere in der steilen
Lagerung mit zwei getrennt und gemeinsam verspannbaren, in Streblängsrichtung hintereinander angeordneten
und durch eine vorzugsweise hydraulisch verfahrbare Zugstange verbundenen Abspannbalken dadurch,
daß ein Abspannbalken in der Strecke und ein Abspannbalken im Streb verlegt ist und die Zugstange
an beiden Abspannbalken gleitend geführt ist, wobei zwischen beiden Gleitführungen in der Zugstange ein
an sich bekanntes Kupplungsglied derart angeordnet ist, daß nach Entkupplung die Kupplungsenden der
Zugstange streb- und streckenseitig in Abbaurichtung am Streckenausbau vorbeiführbar sind.
Nach der erfindungsgemäßen Lösung kann die gesamte Abspannung somit jeweils dem Abbaufortschritt
folgen, bis die Zugstange etwa zur Anlage mit einem Streckenausbaurahmen kommt. Durch die vorgeschlagene
Trennung und die Längsverschieblichkeit der Zugstange ist es möglich, den Streckenausbau zu
umfahren und die Verbindung in der vorherigen Weise wieder herzustellen.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung besteht der in der Strecke abgestützte Abspannbalken
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aus zwei übereinanderliegenden Profilen, durch deren -■ Zwischenraum die Zugstange hindurchgeführt ist,
wobei sie an einer auf beiden Profilen laufenden Laufkatze angreift. Die die Zugstange bewegenden,
beispielsweise hydraulischen Zylinder sind vorteilhaft in diesem Zwischenraum angeordnet und somit
vor herabfallendem Gestein aus dem Hangenden geschützt.
Der in der Strecke abgestützte Abspannbalken weist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung
an seinen Enden Gleitkufen zur Abstützung am Streckenausbauprofil auf. Durch diese Abstützung
am Streckenausbauprofil kann auf eine zusätzliche Abspannung zwischen Hangendem und Liegendem
des streckenseitigen Abspannbalkens verzichtet werden.
Beide Abspannbalken weisen Zylinder zur Verschiebung der Zugstangenenden auf. Die Verschiebbarkeit
einmal an dem in der Strecke verlegten und einmal an dem im Streb vorgesehenen Abspannbalken
ermöglicht es, die getrennt Zugstange nach Umfahren des Streckenausbaues wieder genau voreinander
zu fahren und die Verbindung wieder herzustellen.
F i g. 1 zeigt in einem Ausführungsbeispiel eine Draufsicht auf die Abspannung nach der erfindungsgemäßen
Lösung;
F i g. 2 zeigt einen Querschnitt durch die Strecke in verkleinertem Maßstab.
Im Streb 17 ist ein Förderer 18 verlegt, der gegen das Abrutschen in Richtung auf die nicht dargestellte
Fußstrecke durch die Abspannung 1 gesichert ist. Die Abspannung 1 ist mit dem Abspannbalken 6'
und den zugehörigen Stempeln 19' im Streb 17 verankert und stützt sich gleichzeitig mit den Gleitkufen
3 des Abspannbalkens 6 am Streckenausbauprofil 4 der Strecke 2 ab. Die Gleitkufen 3 können
beliebig, beispielsweise rohrförmig, ausgeführt sein. Die Zugstange 5 durchfaßt streckenseitig den doppellaschenartig
ausgebildeten Abspannbalken 6 und die Laufkatze 8, die mittels eines versteckbaren Zylinders
15 auf dem Abspannbalken 6 verfahrbar ist. Die Zuglasche 5 ist über vorzugsweise hydraulische Zylinder
14, deren Kolbenstangen 13 am oberen Ende 12 der Zuglasche 5 angreifen, längs verschiebbar. Im
Streb 17 ist die Zuglasche 5 am Abspannbalken 6' über eine Rolle 20 geführt, die in der Gleitführung 9
gleitet. Die Verschiebung des strebseitigen Zuglaschenendes in Abbaurichtung bewirkt ein Rückzylinder
16.
Wenn die Laufkatze 8 dem Abbaufortschritt folgend die Zuglasche 5 bis unmittelbar an ein Profil
des Streckenausbaues gefahren hat, kann mit Hilfe der Stempel 19 und 19' die gesamte Förderanlage abgefangen
und das schnell lösbare Kupplungsstück 7 entfernt werden. Der streckenseitige Teil 12 der
Lasche 5 wird nunmehr soweit mit Hilfe der Zylinder hochgefahren und dabei gleichzeitig der Zylinder
beaufschlagt, daß der Streckenausbau umfahren wird. Nach Absenken des Zuglaschenteiles 12 und
nach Verfahren des strebseitigen Zuglaschenteiles können die Enden 10 und 11 der Zuglasche 5 mit
Hilfe des Kupplungsstückes 7 wieder verbunden werden.
Claims (4)
1. In Streblängs- und Streckenlängsrichtung rückbare Abspannung für Strebförderer u. dgl. in
untertägigen Gewinnungsbetrieben, insbesondere in der steilen Lagerung mit zwei getrennt und gemeinsam
verspannbaren, in Streblängsrichtung hintereinander angeordneten und durch eine vorzugsweise
hydraulisch verfahrbare Zugstange verbundenen Abspannbalken, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Abspannbalken (6) in der Strecke (2) und ein Abspannbalken (6') im Streb (17) verlegt ist und die Zugstange (5) an
beiden Abspannbalken (6, 6') gleitend geführt ist, wobei zwischen beiden Gleitführungen (8, 9) in
der Zugstange ein an sich bekanntes Kupplungsglied (7) derart angeordnet ist, daß nach Entkupplung
die Kupplungsenden (10,11) streb- und streckenseitig in Abbaurichtung am Streckenausbau
(4) vorbeiführbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der in der Strecke (2) abgestützte
Abspannbalken (6) aus zwei übereinanderliegenden Profilen besteht, durch deren Zwischenraum
die Zugstange (5) hindurchgeführt ist, wobei sie an einer auf beiden Profilen laufenden Laufkatze
(8) angreift.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der in der Strecke (2)
abgestützte Abspannbalken (6) an seinen Enden Gleitkufen (3) zur Abstützung am Streckenausbauprofil
(4) aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und/oder mehreren der vorhergehenden, dadurch gekennzeichnet,
daß beide Abspannbalken (6,6') Zylinder (15,16) zur Verschiebung der Zugstangenenden
(10,11) aufweisen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 116 178;
britische Patentschriften Nr. 963 903, 948 208.
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 116 178;
britische Patentschriften Nr. 963 903, 948 208.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 537/70 3.68 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG43686A DE1265097B (de) | 1965-05-24 | 1965-05-24 | In Streblaengs- und Streckenlaengsrichtung rueckbare Abspannung fuer Strebfoerderer |
| NL6606507A NL6606507A (de) | 1965-05-24 | 1966-05-12 | |
| ES0326752A ES326752A1 (es) | 1965-05-24 | 1966-05-14 | Un dispositivo de arriostramiento desplazable, para explotaciones subterraneas de extraccion. |
| BE681449D BE681449A (de) | 1965-05-24 | 1966-05-23 | |
| GB23094/66A GB1095844A (en) | 1965-05-24 | 1966-05-24 | Anchor station for longwall conveyor |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG43686A DE1265097B (de) | 1965-05-24 | 1965-05-24 | In Streblaengs- und Streckenlaengsrichtung rueckbare Abspannung fuer Strebfoerderer |
Publications (1)
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|---|---|
| DE1265097B true DE1265097B (de) | 1968-04-04 |
Family
ID=7127255
Family Applications (1)
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| DEG43686A Pending DE1265097B (de) | 1965-05-24 | 1965-05-24 | In Streblaengs- und Streckenlaengsrichtung rueckbare Abspannung fuer Strebfoerderer |
Country Status (5)
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| BE (1) | BE681449A (de) |
| DE (1) | DE1265097B (de) |
| ES (1) | ES326752A1 (de) |
| GB (1) | GB1095844A (de) |
| NL (1) | NL6606507A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1301293B (de) * | 1967-11-04 | 1969-08-21 | Glueckauf Guenther Klerner Mas | Strebfoerderer-Abspannvorrichtung |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1116178B (de) * | 1957-10-11 | 1961-11-02 | Gewerk Eisenhuette Westfalia | Hydraulische Einrichtung zum Spannen und Ruecken eines Foerderers |
| GB948208A (en) * | 1961-01-09 | 1964-01-29 | Gewerk Eisenhuette Westfalia | Anchoring apparatus for a coal-winning installation |
| GB963903A (en) * | 1959-09-09 | 1964-07-15 | Gewerk Eisenhuette Westfalia | Hydraulic anchoring apparatus for a conveyor situated in front of the coal face |
-
1965
- 1965-05-24 DE DEG43686A patent/DE1265097B/de active Pending
-
1966
- 1966-05-12 NL NL6606507A patent/NL6606507A/xx unknown
- 1966-05-14 ES ES0326752A patent/ES326752A1/es not_active Expired
- 1966-05-23 BE BE681449D patent/BE681449A/xx unknown
- 1966-05-24 GB GB23094/66A patent/GB1095844A/en not_active Expired
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|---|---|---|---|---|
| DE1301293B (de) * | 1967-11-04 | 1969-08-21 | Glueckauf Guenther Klerner Mas | Strebfoerderer-Abspannvorrichtung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ES326752A1 (es) | 1967-03-16 |
| GB1095844A (en) | 1967-12-20 |
| BE681449A (de) | 1966-11-23 |
| NL6606507A (de) | 1966-11-25 |
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