DE1262991B - Verfahren zur Herstellung von Korksaeure durch Oxydation von Cyclooctan - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Korksaeure durch Oxydation von CyclooctanInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C51/00—Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
- C07C51/16—Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation
- C07C51/31—Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation of cyclic compounds with ring-splitting
- C07C51/316—Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation of cyclic compounds with ring-splitting with oxides of nitrogen or nitrogen-containing mineral acids
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C 07c
Deutsche Kl.: 12 ο-11
Nummer: 1262991
Aktenzeichen: M 59523 IV b/12 ο
Anmeldetag: 14. Januar 1964
Auslegetag: 14. März 1968
Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues Verfahren
zur Herstellung von Korksäure durch Oxydation von Cyclooctan.
Die Dicarbonsäuren, die höhere Homologe der Adipinsäure darstellen, sind auf dem Gebiete der
Polyamidharze, der Weichmacher und Schmiermittel von großem Interesse; auf Grund dieses Interesses
sind in den letzten Jahren zahlreiche Verfahren entwickelt worden, um diese Säuren großtechnisch
herzustellen, wobei jedoch bisher keine völlig befriedigenden Ergebnisse geliefert hat.
Aus den italienischen Patentschriften 640 919 und 659 963 ist es bekannt, Cyclohexan und Cyclododecan
mit Gemischen aus Stickstoffmono- und Stickstoffdioxyd zu Adipinsäure bzw. Dodecandicarbonsäure
zu oxydieren.
Diese Oxydationsverfahren von Cyclohexan und Cyclododecan unterscheiden sich merklich voneinander,
sie besitzen jedoch ein gemeinsames Merkmal, nämlich die Notwendigkeit, daß bei Temperaturen
gearbeitet werden muß, die nahe an der Temperaturgrenze des Zerfalls der Reaktionsteilnehmer bzw.
Reaktionsprodukte liegen, im allgemeinen bei etwa 50 bis 600C und immer über 300C, um eine annehmbare
Reaktionsgeschwindigkeit zu erhalten.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß im Gegensatz zu anderen Cycloparaffinen mit einer
höheren oder niederen Anzahl von Kohlenstoffatomen die Möglichkeit besteht, Cyclooctan mit Stickstofftetroxyd
bei 10 bis 30° C und Normaldruck zu Korksäure mit sehr hoher Ausbeute zu oxydieren.
Die Verwendung einer Temperatur über 300C, wie
sie bei der Oxydation von Cyclohexan und Cyclododecan verwendet wird, führt im Gegensatz zu den
Erwartungen zu einer starken Verringerung der Ausbeute an Korksäure.
Stickstofftetroxyd soll im Reaktionsgemisch in einer Konzentration vorliegen, die zwischen 30 und
60 Gewichtsprozent (bezogen auf die Mischung) beträgt.
Die Möglichkeit, das Verfahren bei Raumtemperatur auszuführen, bietet merkliche Vorteile sowohl
vom Standpunkt einer praktischen Durchführbarkeit aus als auch deswegen, weil eine hohe N2O4-Konzentration
im Reaktionsgemisch aufrechterhalten werden kann, ohne Druck anzuwenden, der als weiterer
Faktor außer der Temperatur das Dissoziationsgleichgewicht
N2O4 ^= 2 NO2
beeinflussen und die Reaktion heftig und unkontrollierbar machen kann.
Verfahren zur Herstellung von Korksäure durch
Oxydation von Cyclooctan
Oxydation von Cyclooctan
Anmelder:
MONTECATINI Societä Generale per l'Industria
Mineraria e Chimica, Mailand (Italien)
Vertreter:
Dipl.-Ing. Dipl.-Chem. Dr. phil.
Dr. techn. J. Reitstötter und Dr.-Ing. W. Bunte,
Patentanwälte, 8000 München 15, Haydnstr. 5
Als Erfinder benannt:
Francesco Minisci,
Giuseppe Belvedere,
Adolfo Quilico, Mailand (Italien)
Beanspruchte Priorität:
Italien vom 22. Januar 1963 (1420)
Die niedrige Reaktionstemperatur ermöglicht es ferner, einen verringerten Abbau zu niederen Homologen
der Korksäure erzielen.
Es wurde weiter gefunden, daß auch die Anwesenweit von 0,1 bis 0,5 % eines Vanadinsalzes, wie Ammoniummetavanadat oder V2O5 eine verringerte Bildung von niederen Homologen bewirkt.
Es wurde weiter gefunden, daß auch die Anwesenweit von 0,1 bis 0,5 % eines Vanadinsalzes, wie Ammoniummetavanadat oder V2O5 eine verringerte Bildung von niederen Homologen bewirkt.
Die Anwesenheit von Stickstoffmonoxyd im Oxydationsgemisch ist zum Unterschied von der Umsetzung
mit Cyclohexan nicht unerläßlich. Es wurde jedoch gefunden, daß in Gegenwart von Stickstoffmonoxyd
die Ausbeute an Korksäure weiter steigt.
Wird der Gehalt an Stickstoffdioxyd im Reaktionsgemisch durch Arbeiten in einer verdünnten Lösung
und bei höheren Temperaturen gesteigert, so vergrößert sich der Anteil an nicht sauren Reaktionsprodukten
(Nitroderivaten und Salpetersäureester) merklich.
In der Praxis erfolgt das erfindungsgemäße Verfahren durch Mischen von Stickstofftetroxyd und Cyclooctan bei einer Temperatur zwischen 10 und 30° C, so daß Lösungen erhalten werden, die vorzugsweise zwischen 30 und 60% Stickstoffdioxyd enthalten, worauf eine Vanadinverbindung zugefügt und die Mischung langsam gerührt wird; im Verlauf der Reaktion scheidet sich die Korksäure in Form fester Kristalle, die leicht durch Dekantieren oder Filtrieren
In der Praxis erfolgt das erfindungsgemäße Verfahren durch Mischen von Stickstofftetroxyd und Cyclooctan bei einer Temperatur zwischen 10 und 30° C, so daß Lösungen erhalten werden, die vorzugsweise zwischen 30 und 60% Stickstoffdioxyd enthalten, worauf eine Vanadinverbindung zugefügt und die Mischung langsam gerührt wird; im Verlauf der Reaktion scheidet sich die Korksäure in Form fester Kristalle, die leicht durch Dekantieren oder Filtrieren
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abgetrennt werden können, ab, während sich ein Gas entwickelt, das im wesentlichen aus Stickstoff und
Stickoxyd besteht. Das Stickoxyd kann mit Luft leicht zum Dioxyd oxydiert und dann erneut verwendet
werden.
Vorzugsweise wird jedoch in einem geschlossenen Gefäß gearbeitet, um das Entweichen des während
der Reaktion gebildeten Stickoxyds zu vermeiden, das, wie oben erwähnt wurde, die Bildung von Korksäure
begünstigt.
Die folgenden Beispiele erläutern das erfindungsgemäße Verfahren näher.
70 g Cyclooctan, 46 g flüssiges Stickstofftetroxyd und 0,1 g Ammoniummetavanadat werden bei Raumtemperatur
miteinander gemischt und in einem Glasbehälter, der sich in einem Autoklav aus Stahl mit
1300 ecm Fassungsvermögen befindet, 46 Stunden unter langsamem Rühren auf Raumtemperatur gehalten.
Dann werden 23 g Korksäure abfiltriert; durch Destillation werden aus dem Filtrat 52,1 g Cyclooctan
(Kp. = 150°C/754mm) wiedergewonnen; der Destillationsrückstand
besteht aus 4,3 g hochsiedenden Produkten. Ausbeute an Korksäure: 82,5%
Ein Gemisch aus 70 g Cyclooctan, 46 g Stickstofftetroxyd und 0,1 g Ammoniummetavanadat wird bei
Raumtemperatur in einem mit Rückflußkühler versehenen Kolben auf 24° C gehalten, wobei eine Gasentwicklung
sofort einsetzt und sich nach einigen Stunden die Korksäure in Form von Kristallen abzuscheiden
beginnt. Die Temperatur bleibt von allein auf 24° C.
Innerhalb von 46 Stunden entwickeln sich 4100 ecm Gas, das 55 % Stickoxyd enthält. 10,9 g Korksäure
werden abfiltriert. Durch Destillation werden aus dem Filtrat 61 g Cyclooctan erhalten, während der
Destillationsrückstand (2,9 g) ein hochsiedendes Gemisch enthält, das im wesentlichen aus Nitrocyclooetan
und Cyclooctylnitrat besteht. Ausbeute an Korksäure: 77%.
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Dieses Beispiel zeigt die schlechteren Ergebnisse, die beim Arbeiten mit einer geringeren Stickstofftetroxydkonzentration
erhalten werden.
70 g Cyclooctan, 3,7 g Stickstofftetroxyd und 0,1 g Ammoniummetavanadat werden in einem mit Rückflußkühler
versehenen Kolben auf 24° C gehalten. Innerhalb 46 Stunden werden 480 ecm eines Gases
mit einem Gehalt von 51°/0 Stickoxyd entwickelt. 1,6 g Korksäure werden abfiltriert, und durch Destillation
aus dem Filtrat werden 67,6 g Cyclooctan erhalten. Der Rückstand besteht aus 1,9 g hochsiedenden
Produktes. Ausbeute an Korksäure: 43,1%·
Dieses Beispiel zeigt die schlechteren Ergebnisse, die beim Arbeiten mit einer geringen Stickstoffdioxydkonzentration
und bei höherer Temperatur erhalten werden.
70 g Cyclooctan, 3,7 g Stickstofftetroxyd und 0,1 g Ammoniummetavanadat werden in einem mit einem
Rückflußkühler versehenen Kolben auf 57° C erwärmt.
Die Gasentwicklung setzt sofort ein, und nach Stunden ist die Reaktion beendet. Es werden 1,4 g
Korksäure abfiltriert und durch Destillation aus dem Filtrat 66,1 g Cyclooctan erhalten, während der
Rückstand (4,1 g) ein hochsiedendes Gemisch enthält, das im wesentlichen aus Nitrocyclooctan und Cyclooctylnitrat
besteht. Ausbeute an Korksäure: 23,2%.
Claims (8)
1. Verfahren zur Herstellung von Korksäure durch Oxydation von Cyclooctan, dadurch
gekennzeichnet, daß man den Kohlenwasserstoff
mit Stickstofftetroxyd bei einer Temperatur zwischen 10 und 3O0C und Normaldruck
behandelt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration von Stickstofftetroxyd
zwischen 30 und 60 Gewichtsprozent der Reaktionsmischung beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren in Gegenwart
einer Vanadinverbindung als Katalysator durchgeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß man als Vanadinverbindung Ammoniummetavanadat,
Natriummetavanadat oder Vanadinsäureanhydrid verwendet.
5. Verfahren nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß man den Katalysator in einer
Menge von 0,1 bis 0,5 %, bezogen auf das Gesamtgewicht des Reaktionsgemisches, verwendet.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Stickoxyd enthaltendes
Oxydationsgemisch verwendet.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Verfahren in einem offenen
Reaktionsgefäß durchführt, das hierbei gebildete Stickoxyd mit Luft zum Dioxyd oxydiert und
dieses wieder in die Oxydation zurückführt.
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man das Verfahren in einem geschlossenen
Reaktionsgefäß durchführt und damit in Gegenwart von während der Reaktion gebildetem
Stickoxyd arbeitet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 917 842, 890 950;
britische Patentschrift Nr. 939 115.
Deutsche Patentschriften Nr. 917 842, 890 950;
britische Patentschrift Nr. 939 115.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT142063 | 1963-01-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1262991B true DE1262991B (de) | 1968-03-14 |
Family
ID=11101443
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM59523A Pending DE1262991B (de) | 1963-01-22 | 1964-01-14 | Verfahren zur Herstellung von Korksaeure durch Oxydation von Cyclooctan |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
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| GB (1) | GB1026311A (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE890950C (de) * | 1943-07-11 | 1953-09-24 | Basf Ag | Verfahren zur Herstellung von Korksaeure |
| DE917842C (de) * | 1952-02-16 | 1954-09-13 | Basf Ag | Verfahren zur Herstellung von Cyclooktanon neben Korksaeure und Cyclooktanol |
| GB939115A (en) * | 1961-02-28 | 1963-10-09 | Inst Francais Du Petrole | Improvements in or relating to the production of suberic acid |
-
1964
- 1964-01-13 GB GB142864A patent/GB1026311A/en not_active Expired
- 1964-01-14 DE DEM59523A patent/DE1262991B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE890950C (de) * | 1943-07-11 | 1953-09-24 | Basf Ag | Verfahren zur Herstellung von Korksaeure |
| DE917842C (de) * | 1952-02-16 | 1954-09-13 | Basf Ag | Verfahren zur Herstellung von Cyclooktanon neben Korksaeure und Cyclooktanol |
| GB939115A (en) * | 1961-02-28 | 1963-10-09 | Inst Francais Du Petrole | Improvements in or relating to the production of suberic acid |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1026311A (en) | 1966-04-20 |
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