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DE917842C - Verfahren zur Herstellung von Cyclooktanon neben Korksaeure und Cyclooktanol - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Cyclooktanon neben Korksaeure und Cyclooktanol

Info

Publication number
DE917842C
DE917842C DEB19103A DEB0019103A DE917842C DE 917842 C DE917842 C DE 917842C DE B19103 A DEB19103 A DE B19103A DE B0019103 A DEB0019103 A DE B0019103A DE 917842 C DE917842 C DE 917842C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cyclooctanone
cyclooctanol
cyclooctane
addition
acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB19103A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Karl Mueller
Dr Walter Reppe
Dr Otto Schlichting
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB19103A priority Critical patent/DE917842C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE917842C publication Critical patent/DE917842C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/27Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by oxidation
    • C07C45/32Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by oxidation with molecular oxygen
    • C07C45/33Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by oxidation with molecular oxygen of CHx-moieties

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Cyclooktanon neben Korksäure und Cyclooktanol Es wurde gefunden, daß man in einfacher Weise und mit guten Ausbeuten Cyclooktanon neben Korksäure und Cyclooktanol erhält, wenn man Cyclooktan bei gewöhnlichem oder mäßig erhöhtem Druck in flüssiger Phase bei Temperaturen zwischen etwa 8o und i5o°,gewünschtenfalls in Gegenwart von Oxydationskatalysatoren, mit molekularem Sauerstoff behandelt.
  • Als Katalysatoren kann man z. B. Schwermetallsalze von Fettsäuren oder Naphthensäuren, wie Manganstearat, Kobaltoleat oder Kobaltnaphthenat, oder Kaliumpermanganat, zimtsaures Barium oder Peroxyde verwenden.
  • Man kann die Oxydation in der «reise ausführen, daß man in das gegebenenfalls mit dem Katalysator versetzte Cyclooktan, daß sich in einem beheizten Rohr befindet, von unten her durch Düsen oder Fritten Luft einleitet, wobei man zweckmäßig die mit den Abgasen entweichenden Dämpfe durch einen aufgesetzten Kühler wieder in das Oxydationsgefäß zurückleitet. Man kann aber auch kontinuierlich arbeiten, indem man z. B. in das beheizte Rohr von unten her gleichzeitig Cyclooktan und Luft einleitet und am oberen Ende laufend das Reaktionsgemisch abzieht.
  • Man oxydiert zweckmäßig so lange, bis etwa io bis 50% des Cyclooktans umgesetzt sind, und arbeitet das Oxydationsgemisch dann auf. Das wiedergewonnene Cyclooktan kann erneut oxydiert werden.
  • Bei der Oxydation entsteht als Hauptprodukt Cyclooktanon; daneben bilden sich wechselnde Mengen Korksäure, Cyclooktanol und hochsiedende esterartige Produkte, durch deren Verseifung weitere Mengen Korksäure und Cyclooktanol erhältlich sind. Das Mengenverhältnis der entstehenden Oxydationsprodukte hängt insbesondere von der Oxydationstemperatur und von der Menge des Katalysators ab: Je niedriger die Temperatur und je größer die Katalysatormenge ist, um so größer ist die relative Ausbeute an Cyclooktanon; bei höheren Temperaturen bildet sich mehr Korksäure. Verhältnismäßig größere Ausbeuten an Cyclooktanon erhält man ferner, je niedriger man den Umsatz des Cyclooktans hält.
  • Cyclooktanon wurde bisher durch trockene Destillation von Salzen der Azelainsäure hergestellt, also aus technisch schwer zugänglichen, kostspieligen Ausgangsstoffen, wobei die Ausbeuten zudem sehr unbefriedigend waren. Demgegenüber dient beim vorliegenden Verfahren das Cyclooktan als Ausgangsstoff, das durch Hydrieren des aus Acetylen leicht und in beliebigen Mengen herstellbaren Cyclooktatetraens gewonnen wird. Es ist überraschend, daß die Oxydation des Cyclooktans nach dem vorliegenden Verfahren ohne die sonst bei Achtringen häufig beobachteten Nebenreaktionen, wie Ringverengung, mit guten Ausbeuten wertvolle Oxydationsprodukte, insbesondere Cyclooktation, liefert.
  • Man kann Cyclooktanon neben Korksäure bekanntlich auch aus dem durch partielle Hydrierung von Cyclooktatetraen erhältlichen, ungesättigten Cyclookten herstellen, indem man dieses zunächst mit Eisessig und Schwefelsäure in das Cyclooktylacetat umwandelt, dieses zum Cyclooktanol verseift und dieses dann oxydiert. Versucht man, den Umweg über das Cy cfooktylacetat zu vermeiden und das Cyclookten unmittelbar durch Behandeln mit Schwefelsäure zum Cyclooktanol zu hydratisieren, wie das für die Umwandlung von Cyclohexen zu Cyclohexanol bekannt ist, so erhält man im wesentlichen Cyclooktenylcyciooktan; eine Dimerisierung, die übrigens auch bei der Umwandlung von Cyclookten in Cyclooktylacetat als ausbeutemindernde Nebenreaktion unvermeidbar ist. Das Verfahren, Cyclooktanon und Korksäure aus Cyclookten herzustellen, ist jedenfalls umständlich, wegen des Verbrauches zusätzlicher Chemikalien kostspielig und überdies in den Ausbeuten unbefriedigend. Demgegenüber stellt der hier beschriebene Weg, das durch Perhydr ierung von Cyclooktatetraen bequem erhältliche Cyclooktan unmittelbar zu oxydieren, einen wesentlichen Fortschritt dar.
  • Es ist ferner aus der Patentschrift 765 903 bekannt, Cyclohexan in flüssiger Phase oberhalb ioo'° in Gegenwart von Katalysatoren mit molekularem Sauerstoff zu oxydieren. Dabei erhält man ein Stoffgemisch, das neben Cyclohexanol, Cyclohexanon und Adipinsäure hauptsächlich aus Verbindungen unbekannter Natur besteht und,das deshalb unmittelbar mit Salpetersäure zuAdipinsäure oxydiert wird. Demgegenüber ist es überraschend, daß das Cyclooktan bereits bei etwa 8o° und ohne Katalysatoren durch molekularen Sauerstoff mit guten Ausbeuten hauptsächlich zu Cyclooktanon oxydiert wird.
  • Das Cvclooktanon ist ein wertvolles Zwischenprodukt, insbesondere für Kunststoffe. Beispiel i Man füllt ein senkrecht stehendes, elektrisch beheizbares Glasrohr, das unten durch eine Glasfritte abgeschlossen ist und am oberen Ende einen Rückflußkühler trägt, mit einer Lösung von 2 g Kobaltnaphtlienat in 415 g Cyclooktan. Durch die Glasfritte werden, während die Flüssigkeit auf ioo° erhitzt wird, stündlich etwa 20 1 Luft eingeblasen. Die Abgase streichen durch den Rückflußkühler und werden dort von mitgerissenen Dämpfen befreit, deren Kondensat in das Rohr zurückfließt. Eine Analyse der Abgase ergibt, daß sie nach 2 Stunden etwa 4,8'70, nach 15 Stunden aber etwa i9 % Sauerstoff enthalten. Nach 24stündigem Oxydieren läßt man abkühlen, trennt das entstandene Wasser ab und destilliert dann bei vermindertem Druck. Man erhält zunächst 305 g Cyclooktan zurück; dann geht unter 12 mm Druck bei 8o bis 85' das Cyclooktanon in einer Menge von 73 g über; es erstarrt in der Vorlage. Darauf folgt eine hauptsächlich aus Cyclooktanol neben Cyclooktanon bestehende Fraktion von 23 g (bis iioc unter 12 mm Druck). Es hinterbleibt ein Rückstand von 15 g, den man zu Korksäure und Cyclooktanol verseifen kann.
  • Die erhaltenen Ausbeuten entsprechen einem Cyclooktanumsatz von 27 % und einer Ausbeute von etwa 65 % Cyclooktanon, berechnet auf umgesetztes Cyclooktan. Das Cyclooktanon läßt sich durch erneute Destillation völlig rein gewinnen und zeigt den F. = 40°.
  • Beispiel 2 Man verfährt wie im Beispiel i, verwendet aber nur _o,8 g Kobaltnaphthenat als Katalysator und oxydiert 24 Stunden bei 115°. Man erhält 330 g Cyclooktan zurück, entsprechend einem Umsatz von 2o %. Die Ausbeuten betragen 33 g Cyclooktanon (57,6%), 21 g Cyclooktanol (22,80/0) und i8 g Rückstand (19,6 %).
  • Beispiel 3 Man verfährt wie im Beispiel i, oxydiert aber ohne Zusatz von Katalysatoren 36 Stunden bei ioo bis io5-°. Aus dem erkalteten Oxydationsgemisch kristallisieren etwa 3 g Korksäure aus, die man abfiltriert. Bei der Aufarbeitung des Filtrats erhält man 240 g Cyclooktan zurück, entsprechend einem Umsatz von 42 %. Die Ausbeuten betragen i 15 g Cyclooktanon (58 0/0), 30 g Cyclooktanol (15,2 0/0) und 53 g Rückstand (26,6 %), der aus Korksäure und esterartigen Produkten besteht und auf Korksäure und Cyclooktanol verarbeitet werden kann.
  • Beispiel 4 Man oxydiert 415 g Cyclooktan nach Zusatz von o,8 g Kobaltnaphthenat in der im Beispiel i beschriebenen Weise ii Stunden bei i2o'° mit stündlich 2o 1 Luft. Dann wird das Oxydationsgemisch mit Wasserdampf geblasen, wobei nicht umgesetztes Cyclooktan, Cyelooktanon und Cyelooktanol übergehen und 15g Rückstand, bestehend aus esterartigen Produkten und aus Korksäure, zurückbleiben. Aus dem Destillat trennt man die wäßrige Schicht ab, trocknet die organische Schicht mit Natriumsulfat und destilliert sie bei vermindertem Druck. Man erhält 355 g Cyclooktan zurück, entsprechend einem Umsatz von 13,7 %. Die Ausbeuten betragen 35 g Cyclooktanon (61,5%) und 7 g Cyclooktanol (12 0/0).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Cyclooktanon neben Korksäure und Cyclooktanol, dadurch gekennzeichnet, daß man Cyclooktan bei gewöhnlichem oder mäßig erhöhtem Druck in flüssiger Phase bei Temperaturen zwischen etwa 8o und i5o°, gewünschtenfalls in Gegenwart von Oxydationskatalysatoren, mit molekularem Sauerstoff behandelt. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 765 903; R e p p e , Neue Entwicklungen auf dem Gebiete der Chemie des Acetylens und Kohlenoxyds, 1949 S. 76, Abs. 3, und S. 89, Abs. 4.
DEB19103A 1952-02-16 1952-02-16 Verfahren zur Herstellung von Cyclooktanon neben Korksaeure und Cyclooktanol Expired DE917842C (de)

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