DE1250070B - - Google Patents
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04H—BUILDINGS OR LIKE STRUCTURES FOR PARTICULAR PURPOSES; SWIMMING OR SPLASH BATHS OR POOLS; MASTS; FENCING; TENTS OR CANOPIES, IN GENERAL
- E04H15/00—Tents or canopies, in general
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Architecture (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Tents Or Canopies (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMI
Int. Cl.:
A45f
Nummer: 1250 070
Aktenzeichen: H 47258 m/33 d
Anmeldetag: 27. Oktober 1962
Auslegetag: 14. September 1967
Wohnzelte, die nicht nur als Schlafzelte und zum vorübergehenden Aufenthalt bei ungunstiger Witterung
dienen, sondern eine einem festen Ferienhaus entsprechende, jedoch leicht auf- und abzubauende
— sowie auf engstem Raum zu transportierende Wohnstätte bilden, sind in verschiedenen Ausführungsformen
bekannt.
Eines dieser bekannten Wohnzelte besteht aus einem würfel- oder quaderförmigen, Stehhöhe aufweisenden
Zeltmittelteil und zwei einander gegenüberliegenden, mit abfallendem Dach angeschlossenen
Zeltseitenteilen. Bei dieser bekannten Konstruktion ist für den Zeltmittelteil ein Stabgerüst aus an
den vier Eckpunkten des Mittelteils aufzustellenden, oben durch Stäbe verbundenen Eckpfosten vorgesehen,
die durch Spannseile im Erdboden mittels Zeltheringen verankerbar sind, während die Ecken
der Zeltseitenteile über weitere Stäbe im Bereich der Ecken abgespannt sind.
Bei einer anderen bekannten Ausführungsform sind zwei Liegen mit abklappbaren Beinen über
mehrere Rahmenteile gelenkig derart miteinander verbunden, daß durch Aufklappen und Ausziehen
der Rahmenteile eine Stützkonstruktion im Bereich des Daches und insbesondere des Zeltmittelteils geschaffen
wird. So sind für den Bereich der Betten jeweils zwei Rahmenteile und ein die Stützkonstruktion
für das Zeltmittelteil tragender weiterer ausziehbarer Rahmenteil vorgesehen. Über diese Rahmenteile
bzw. die Zeltstabgerüste wird dann der eigentliche Zeltstoff praktisch übergestülpt und eventuell
noch zusätzlich verspannt oder mit den einzelnen Rahmenteilen verbunden.
Nachteilig bei diesen bekannten Ausführungsformen ist jedoch, daß insbesondere bei längeren
Schlechtwetterperioden die Klimatisierung des Zeltes nicht befriedigt. So machten sich einerseits die Verdunstungskälte
von Tau und Regen und andererseits die Bodenfeuchtigkeit sowie das Eindringen von
Kriechtieren bemerkbar.
Um die klimatischen Verhältnisse bei Zelten zu verbessern, ist es bereits bekannt, über das
Dach des Zeltes mit Abstand zum Zeltdach ein Überdach zu spannen, welches die lotrecht
stehenden Zeltseitenwände frei läßt. Eine derartige Maßnahme bietet grundsätzlich Schutz einerseits
gegen Sonneneinstrahlung und andererseits gegenüber der Verdunstungskälte. Jedoch sind diese
Zelte zumeist als Zweimannzelte aufgebaut und weisen eine Höhe auf, die ein aufrechtes
Stehen nicht zuläßt. Die für die Wohnzelte erforderliche Bewegungsfreiheit und Abschirmung
Wohnzelt
Anmelder:
Wilhelm Herntrei,
Gelsenkirchen-Buer, Marienstr. 16
Wilhelm Herntrei,
Gelsenkirchen-Buer, Marienstr. 16
Als Erfinder benannt:
Wilhelm Herntrei, Gelsenkirchen-Buer
gegen Bodenfeuchtigkeit bei Schlechtwetterperioden ist daher innerhalb des Zeltes nicht gegeben.
Ferner ist es bei einem Wohnzelt, bestehend aus einem würfel- oder quaderförmigen, Stehhöhe aufweisenden
Zeltmittelteil und zwei einander gegenüberliegenden, mit abfallendem Dach angeschlossenen
Zeltseitenteilen, die als Apsiden aufgebaut sind, bekannt, dasselbe mit einer Bodenwanne zu versehen
und das Dach des Zeltmittelteiles zusätzlich mit einem Überdach zu versehen, welches sich von der
Vorderkante des Zeltmittelteiles über den First bis zu der schräg nach unten verlaufenden Rückseite des
Zeltmittelteiles erstreckt, die anschließend in eine vertikale Rückwand mit geringer Höhe übergeht.
Nachteilig bei dieser bekannten Konstruktion ist, daß lediglich die vordere Hälfte des Zeltmittelteiles
Stehhöhe aufweist und die apsidenförmigen Seitenteile zumindest nicht zur Unterbringung von erwachsenen
Personen zu Schlafzwecken geeignet sind. Insbesondere für mehrköpfige Familien ist somit diese
bekannte Ausführungsform für einen Daueraufenthalt bei Schlechtwetterperioden praktisch nicht geeignet.
Ferner ist die Klimatisierung dieses bekannten Wohnzeltes verbesserungsbedürftig, da sich die Verdunstungskälte
im Bereich der Apsiden in nachteiliger Weise bemerkbar macht und die Montage umständlich
ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Wohnzelt, bestehend aus einem würfel- oder quaderförmigen,
Stehhöhe aufweisendem Zeltmittelteil und zwei einander gegenüberliegenden, mit abfallendem
Dach angeschlossenen Zeltseitenteilen, so zu gestalten, daß auch bei Schlechtwetterperioden die erforderliche
Bewegungsfreiheit bei einem Daueraufenthalt selbst einer mehrköpfigen Familie gegeben ist, daß
es die erforderliche Klimatisierung aufweist und eine leichte und schnelle Montage zuläßt sowie mit einem
geringfügigen Platzbedarf beim Transport auskommt.
709 647/5
Die Erfindung betrifft ein Wohnzelt des vorstehend beschriebenen Aufbaus und besteht in der Kombination
an sich bekannter Merkmale, und zwar darin, daß der Zeltmittelteil und die -Seitenteile eine gemeinsame,
über das gesamte Zeltinnere durchgehende Bodenwanne aufweisen, daß der Zeltmittelteil und
die -Seitenteile von einem mit Abstand zum Zeltdach gespannten Überdach gemeinsam abgedeckt sind und
endlich darin, daß der Zeltmittelteil ein Zeltstabgerüst aus an den vier Eckpunkten des Mittelteils
innerhalb der Bodenwanne aufzustellenden, oben durch Stäbe verbundenen Eckpfosten aufweist, die
durch Spannseile im Erdboden mittels Zeltheringen verankert sind, während die Zeltseitenteile stabfrei
abgespannt sind.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile, die aus der vereinigten Wirkung der Einzelmerkmale
entstehen, sind darin zu sehen, daß in der Gesamtwirkung mit minimalem Materialaufwand ein Wohnzelt
geschaffen ist, welches auch bei längeren Schlechtwetterperioden einen Daueraufenthalt nicht
zur Qual werden läßt, da erforderliche Bewegungsfreiheit, Klimatisierung und Schutz vor Witterungseinflüssen gegeben ist. Darüber hinaus ist wegen der
Gesamtkonstruktion aus wenigen und einen geringen Platzbedarf beanspruchenden Teilen sowie der Anordnung
des Zeltstabgerüstes die Montage des gesamten Wohnzeltes mit wenigen Handgriffen durchführbar.
Zweckmäßig sind ferner zwischen Zeltmittelteil und Zeltseitenteilen lotrechte Zwischenwände aus
Planenstoff angebracht, die vorzugsweise durch einen Reißverschluß teilbar und vorhangartig beiseiteziehbar
sind. In weiterer Ausbildung soll die mittlere Höhe der Zeltseitenteile mindestens der Kopfhöhe
einer sitzenden Person entsprechen. Im übrigen kann auf die Eckpfosten des Stabgerüstes ein Montagerahmen
aufbringbar sein, der nach dem Aufstellen des Zeltes wieder entfernbar ist oder in aufgebautem
Zustand verbleibt.
Das Wohnzelt mit Bodenwanne kann einfach mit Hilfe des Traggerüstes montiert werden, indem die
einzelnen Eckpfosten unter gleichzeitigem Hochdrücken des Zeltdaches innerhalb der Bodenwanne
aufgestellt und dann oder dabei durch die oberen Querstäbe verbunden werden. Die bei dieser Gerüstkonstruktion
erforderlichen Spannseile, die den Längskanten der abfallenden Dächer folgen, sind für
die Montage des Überdaches vorteilhaft, und durch Ziehen an den Spannseilen kann das Zelt aufgerichtet
werden.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung
näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 das Wohnzelt in Seitenansicht und teilweise
im Schnitt,
Fig. 2 eine Draufsicht auf das Wohnzelt nach
Fig. 1 und
F i g. 3 eine perspektivische Ansicht des Zeltes.
Das Wohnzelt besteht aus drei ineinander übergehenden Räumen, nämlich dem würfel- bis quaderförmigen
Zeltmittelteil 1, der von einem pyramidenförmigen Dach 2 überdeckt ist und dessen Grundfläche
durch die an seinen vier Eckpunkten aufgestellten Pfosten 3, 4, 5 und 6 begrenzt ist. Von den
Eckpfosten gehen oben Stäbe 7, 8, 9 und 10 aus, welche im Scheitelpunkt aneinander angeschlossen
sind und die Seitenkanten des Pyramidenzeltdaches bilden. Von den gleichen Stellen gehen auch Spannseile
11, 12, 13 und 14 aus, deren Enden mittels Pflöcken, den sogenannten Zeltheringen, 11', 12', 13'
und 14' im Erdboden verankert sind. Über dieses zusammengesetzte Zelttraggerüst ist eine einteilige
Zeltbahn 15 gespannt. An den Teilen der Plane 15, die die Zeltseitenwände bilden, ist in einer Höhe von
einigen Zentimetern über dem Bodensaum eine durchgehende Bodenwanne 16 aus vorzugsweise einseitig
gummiertem Stoff mit ihren seitlich hochgezogenen Begrenzungskanten vernäht.
Die Eckpfosten 3, 4, 5 und 6 tragen an ihren durch die Zeltbahn 15 gesteckten Spitzen ein die gesamte
Dachfläche des Zeltes überdeckendes, mit seinen Randbereic'hen über die Dachfläche zur Bildung von
Traufen hinausragendes Überdach 17, das zur Klimatisierung des Zeltinnenraumes dient.
Zwischen den Eckpfosten 3 und 4 bzw. 5 und 6 sind senkrecht Zwischenwände bildende Zeltplanen
18 und 19 angeordnet, die vorhangartig in Richtung auf die Vorder- und Rückwand des Zeltes beiseiteziehbar
sind und den Zeltinnenraum gewünschtenfalls unterteilen.
Die Abmessungen des Zeltes sind beispielsweise so gewählt, daß der mittlere würfel- bzw. quaderförmige
Zeltraum eine Höhe von etwa 1,90 m und eine Breite bzw. Tiefe von 2 m erhält. Die Längsausdehnung
der an den Mittelraum anschließenden Seitenräume beträgt etwa 1,30 m und die Höhe ihrer
äußeren Stirnabschlußwände etwa 65 cm. Tagsüber ist das Übereinanderstellen von zwei Flachbetten 18
bzw. Luftmatratzen möglich, die gegebenenfalls als Bank verwendbar sind und eine bequeme Sitzgelegenheit
bieten. Wenn die Zwischenwände 18 und 19 beiseitegezogen sind und z. B. die vordere bzw. hintere
Zeltabschlußwand 22 aufgeklappt ist, können mehrere Personen um einen Tisch 21 gruppiert werden.
Der Aufbau des Zeltes läßt sich noch dadurch vereinfachen, wenn man hierzu einen Montagerahmen
30 benutzt, der auf die Eckpfosten aufbringbar ist und nach dem Aufstellen des Zeltes wieder entfernt
werden bzw. im aufgebrachten Zustand verbleiben kann. Der Rahmen ist aus einzelnen Stangen zusammengesetzt,
was an sich bekannt ist und daher keiner näheren Erläuterung bedarf.
Claims (4)
1. Wohnzelt, bestehend aus einem würfel- oder quaderförmigen, Stehhöhe aufweisenden Zeltmittelteil
und zwei einander gegenüberliegenden, mit abfallendem Dach angeschlossenen Zeltseitenteilen,
gekennzeichnet durch die Kombination folgender, an sich bekannter Merkmale:
a) Zeltmittelteil (1) und -Seitenteile (la, Ib)
weisen eine gemeinsame, über das gesamte Zeltinnere durchgehende Bodenwanne (16)
auf,
b) Zeltmittelteil (1) und -Seitenteile (la, Ib)
sind von einem mit Abstand zum Zeltdach (2) gespannten Überdach (17) gemeinsam abgedeckt, während die lotrecht stehenden
Zeltseitenwände frei sind, und
c) der Zeltmittelteil (1) weist ein Zeltstabgerüst aus an den vier Eckpunkten des Mittelteils
(1) innerhalb der Bodenwanne (16) aufzustellenden, oben durch Stäbe (1, 8, 9, 10)
verbundenen Eckpfosten (3, 4, 5, 6) auf,
die durch Spannseile (11, 12, 13, 14) im Erdboden mittels Zeltheringen (U', 12', 13',
14') verankert sind, während die Zeltseitenteile (la, Ib) stabfrei abgespannt sind.
2. Wohnzelt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Zeltmittelteil (1) und
Zeltseitenteilen (la, Ib) lotrechte Zwischenwände (18, 19) aus Planenstoff angebracht sind,
die vorzugsweise durch einen Reißverschluß teilbar und vorhangartig beiseiteziehbar sind.
3. Wohnzelt nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mittlere Höhe
der Zeltseitenteile (1 a, 1 b) mindestens der Kopfhöhe einer sitzenden Person entspricht.
4. Wohnzelt nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Eckpfosten
(3, 4, S, 6) des Stabgerüstes ein Montagerahmen (30) aufbringbar ist, der nach dem Aufstellen des
Zeltes wieder entfernbar ist oder in aufgebrachtem Zustand verbleibt.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 785 337;
französische Patentschriften Nr. 1 255 315, 1251655,739 333;
schweizerische Patentschrift Nr. 219 823; österreichische Patentschrift Nr. 131 890.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 647/5 9. 67 © Bundesdruckerei Berlin
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1250070B true DE1250070B (de) | 1967-09-14 |
Family
ID=603919
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1250070D Pending DE1250070B (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1250070B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3632707A1 (de) * | 1986-09-26 | 1987-02-12 | Lothar Dr Jander | Zeltbau als kombination von luftschlauchtechnik, fuehrungselementen und zeltstangen |
-
0
- DE DENDAT1250070D patent/DE1250070B/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3632707A1 (de) * | 1986-09-26 | 1987-02-12 | Lothar Dr Jander | Zeltbau als kombination von luftschlauchtechnik, fuehrungselementen und zeltstangen |
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