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Vorrichtung zum selbsttätigen Zusammentragen von Blättern Die Erfindung
betrifft eine Vorrichtung zum selbsttätigen Zusammentragen von Blättern, z. B. Papierblättern,
mit einem Magazin, bestehend aus mindestens der Anzahl der in einem Block zu vereinigenden
Blätter entsprechenden Zahl aneinandergereihter, geneigter, jeweils nur eine BIattsorte
in der in den einzelnen Blocks einzusortierenden Reihenfolge enthaltender Kästen
und einer Anhebevorrichtung zum Entnehmen und einem Zusammenleger zum Zusammentragen
der einzelnen Blätter aus jedem Magazinkasten.
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In der allgemeinen Drucktechnik (dieser Ausdruck in seiner weitesten
Bedeutung verstanden) sind in der Regel Blocks zu bilden, d. h., Gruppen von verschiedenen,
in bestimmter Reihenfolge - zumeist nach ihrer Numerierung - angeordneten Blättern.
Am Ende des Druckens werden Pakete aus jedem der zur Zusammenstellung des Blocks
benötigten Blätter erhalten, z. B. ein Paket von Blättern Nr. 1, ein Paket von Blättern
Nr. 2 usw. Der Vorgang des Zusammentragens zu Blocks besteht darin, daß je ein Blatt
aus jedem der Pakete entnommen wird und diese Blätter in der gewünschten Reihenfolge,
z. B. ihrer Numerierung entsprechend vereinigt werden.
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Die Ausführung dieser Arbeit von Hand ist langsam und kostspielig.
Sie erfordert die Beschäftigung eines großen PersonaIs, das sich bei der Handhabung
der Blätter irren kann. Außerdem wird der für das Anordnen der Blätterpakete vor
dem Zusammentragen erforderliche Raumbedarf bedeutend, sobald die Anzahl der Blätter
je Block einen gewissen Betrag erreicht.
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Es sind schon verschiedene Verfahren und Vorrichtungen bekannt bzw.
vorgeschlagen, um diese Arbeit des Zusammentragens der Blätter zu Blocks zu mechanisieren
und zu automatisieren. Bei einfachen Vorrichtungen dieser Art werden aus den Kästen
eines Magazins mit Hilfe einfacher Schieber gleichzeitig die einzelnen Blätter ausgeschoben
und von Hand zusammengefaßt und abgelegt. Bei diesen Vorrichtungen ist somit lediglich
die aufeinanderfolgende Entnahme von Hand aus den Kästen in eine gleichzeitige Ausgabe
umgewandelt.
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Bei einer zweiten Art von Maschinen der in Rede stehenden Art erfolgt
das Zusammentragen der einzelnen Blätter durch pneumatisch und mechanisch betätigte
Vorrichtungen, wobei abwechselnd Saug-und Druckwirkungen angewendet werden. Diese
Vorrichtungen sind äußerst aufwendig und kompliziert gebaut, so daß deren Betriebssicherheit
in Frage gestellt und die Wartung sehr erschwert ist. Derartig aufwendige Maschinen
sind auch im Betrieb ungün-
stig, vor allem, wenn sie nicht intensiv benutzt werden.
Bei einer bekannten Zusammentragmaschine sind senkrecht übereinander schrägliegende,
je einen Stapel von Bogen aufnehmende und die Bogen einzeln unter Schwerkraftwirkung
abgebende Behälter vorgesehen, wobei den Einzelbogen fortlaufende endlose Förderriemen
zugeordnet sind. Da bei dieser bekannten Maschine jedem Kasten des Magazins eine
besondere Transportvorrichtung zugeordnet werden muß, ist eine wahlweise Erweiterung
auf eine größere oder kleinere Anzahl von Bogen nicht möglich. Mit zunehmender Zahl
der Einzelbogen steigt der Aufwand in einem Maße, der aus wirtschaftlichen Gründen
nur die Verwendung weniger Einzelblattstapel zuläßt.
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Es wurde bereits eine Zusammentragmaschine mit einer Anzahl von Blattstapeln,
die unterhalb einer Transportvorrichtung hintereinander angeordnet sind, von denen
ungefähr zu gleicher Zeit je ein Blatt nach oben abnehmbar ist und die von der Transportvorrichtung
weiterbefördert zu einem Blattsatz zusammenzustellen sind, vorgeschlagen, wobei
zum Transport der nach oben ungefähr in Richtung der Blattebene ausgebbaren einzelnen
Blätter je Blattausgabeeinheit ein Transportrollenpaar mit mindestens einer Antriebsrolle
vorgesehen ist die die einzelnen Blätter
ungefähr tangential zur
Förderrichtung der Transportvorrichtung über jeweils einen Zuführkanal dieser Transportvorrichtung
zuführen.
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Es ist namentlich vom Erfinder selbst ein Verfahren vorgeschlagen
worden, welches das obenerwähnte automatische Zusammentragen gestattet.
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Nach diesem Verfahren wird nach dem Paketieren der zusammenzutragenden
Blätter gleichzeitig ein Blatt aus jedem der in der Reihenfolge, in der die Zusammenstellung
erfolgen soll, aufgelegten Pakete entnommen (in der vorliegenden Beschreibung bedeutet
der Ausdruck »Paket« eine Gruppe gleichartiger Blätter, wie sie aus der Druckmaschine
kommen; um einen Block zu bilden, werden daher so viele Pakete angeordnet, wie der
Block verschiedene Blätter enthält). Diese Blätter werden dann in eine Transportvorrichtung
so eingeführt, daß das aus dem ersten Paket stammende Blatt teilweise von dem Blatt
aus dem zweiten Paket bedeckt, dieses teilweise von dem Blatt aus dem dritten Paket
bedeckt wird usw.
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Es wird so eine Staffel von Blättern gebildet, die von einer geeigneten
Vorrichtung bis zu einem Anschlag mitgenommen werden, an dem sie nacheinander zum
Stillstand kommen, wobei sie einander vollständig bedecken und so einen Block bilden,
der je ein Blatt aus jedem Paket in der gleichen Reihenfolge enthält, wie die Pakete
liegen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch Ausbildung der Anhebevorrichtung
und der Zusammenlegevorrichtung in einfacher Weise ein sicheres Zusammenwirken derart
zu erzielen, daß die einzelnen Blätter, schuppenartig übereinanderliegend transportiert
in einer mit Zusammenlegemitteln zusammenarbeitenden Ablegevorrichtung, in Einzelblocks
abgelegt werden können, wobei aber auch das notwendige Anhalten der Vorrichtung
bei Fehlen eines Blattes oder bei Anlieferung zweier gleichartiger Blätter gewährleistet
ist. Insbesondere sollen die Anhebevorrichtung und die Zusammenleg- und Stapelvorrichtung
so ausgebildet sein, daß ihre einzelnen Teile gleichzeitig mehrere Funktionen übernehmen
können, wodurch sich gegenüber den bekannten Einrichtungen ein wesentlich vereinfachter
Aufbau der Maschine ergibt.
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Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe bei einer Vorrichtung
der eingangs erläuterten Art besteht im wesentlichen darin, daß die Anhebevorrichtung
aus in als verstellbar ausgebildete Magazinkästen eingreifenden, an einer gemeinsamen
Schiene angelenkten Fingern mit Greiferschuhen und Reibkörpern besteht, und daß
jeder Greiferschuh am oberen Ende jedes Fingers in einem Gelenk an einem Schuh schwenkbar
und der Schuh selbst um die Längsachse des zugeordneten Fingers verdrehbar gelagert
ist. Dadurch wird erreicht, daß die Anhebevorrichtung so lange wirksam ist, bis
die einzelnen Blätter von der Zusammenlegvorrichtung sicher erfaßt sind, während
nach dem Erfassen durch den Transport der Blätter die Anhebevorrichtung selbsttätig
in eine Rückstelllage gebracht wird und ohne den Transportvorgang zu beeinflussen
in die Ausgangsstellung gebracht werden kann.
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Weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile des Erfindungsgegenstandes
werden an Hand der Zeichnungen näher erläutert. -Die Zeichnungen sollen das Verständnis
der Einzelheiten der den Gegenstand der Erfindung bildenden Maschine und ihrer Wirkungsweise
erleichtern.
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Sie sind als Beispiele ohne einschränkende Bedeutung aufzufassen.
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Fig.1 stellt schematisch einen Längsschnitt der Vorrichtung dar und
zeigt ihre wesentlichen Bestandteile. Diese sind das mit der Klammer bezeichnete
Magazin mit den Kästen, in denen die je aus Blättern derselben Art gebildeten Pakete
liegen; die mit der Klammer b bezeichnete Anhebevorrichtung mit Mitnehmer tragenden
Fingern zum aufeinanderfolgenden Entnehmen der Blätter aus den verschiedenen Kästen,
zum Anheben und zu ihrem Einführen in den Zusammenleger; der mit der Klammer c bezeichnete
Zusammenleger, der die versch5edenen Blätter empfängt, sie in der Reihenfolge der
Kästen auflegt und sie zum Sammelbehälter befördert; der Sammelbehälter d, der die
aufeinanderfolgenden Blätterblocks in der vom Zusammenleger vorgeschriebenen Reihenfolge
übereinanderlegt. Diese vier Teile sind durch ihre Befestigung am Maschinengestell
miteinander fest verbunden.
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Fig. 2 und 3 stellen schematisch die Konstruktionseinzelheiten des
Magazins dar; F i g. 4, 5, 6 und 7 zeigen schematisch einige Einzelheiten der Anhebevorrichtung;
F i g. 8 bis 13 zeigen schematisch die Konstruktion verschiedener Teile des Zusammenlegers;
Fig. 14 bis 17 zeigen schematisch die Konstruktion des Sammelbehälters.
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In allen Figuren bezeichnen die gleichen Bezugszeichen, Zahlen oder
Buchstaben die gleichen Organe.
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Das Magazin a (in Fig. 1) besteht im wesentlichen aus einer Gruppe
von leicht gegen die Senkrechte geneigten Kästen 1, die parallel einer neben dem
anderen angeordnet sind; in diese werden die von Kasten zu Kasten verschiedenen
Blätterpakete in der Reihenfolge eingelegt, in der die Blätter in dem zusammengestellten
Block aufeinanderfolgen sollen. Die Neigung der Kästen gegen die Vertikale wird
ziemlich gering gewählt, damit die Reibung zwischen dem obersten Blatt und dem darunterliegenden
Paket klein ist, um dieses Blatt leicht davon trennen zu können. Aber die Neigung
muß hinreichen, um ein besonders bei sehr dünnen Blättern zu befürchtendes Zusammensacken
des Pakets in seinem Kasten zu vermeiden. Im allgemeinen genügt diesen Bedingungen
eine Neigung zwischen 150 und 450, vorzugsweise in der Größenordnung von 300.
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Gemäß der Erfindung sind die Kästen so ausgeführt, daß ihre Abmessungen
leicht geändert werden können, um sie in jedem Fall dem Format der zusammenzustellenden
Blätter anzupassen. Hierzu sind die Kästen der Höhe nach aus zwei teleskopartig
ineinandergeschobenen Teilen gebildet, wodurch es möglich ist, das Niveau des Kastenbodens
zu heben oder zu senken, während waagerechte Längsschienen symmetrisch zur Längsachse
des Magazins einander genähert oder voneinander entfernt werden können, so daß die
nutzbare Breite der Kästen der Breite der in sie einzulegenden Blätter angepaßt
werden kann.
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Aus der einen schematischen, teilweise geschnittenen Aufriß des Magazins
darstellenden F i g. 2 und aus der einen Grundriß darstellenden Fig.3 ist zu ersehen,
daß dieses Magazin aus zwei in der Höhe übereinanderliegenden Teilen besteht. Der
feststehende obere Teil A ist aus zwei an dem nicht wiedergegebenen Maschinengestell
befestigten Wangen2 gebildet, die durch schräge, in gleichen Abständen angeordnete
und den Oberteil der geneigten
Kastenwände bildende Platten 3 verbunden
sind. Der UnterteilB, der nach Wunsch gehoben oder gesenkt werden kann, besteht
aus zwei Längsträgern4, auf denen die Unterteile der Kästen befestigt sind. Diese
umfassen die geneigten, zueinander parallelen und an die Platten 3 anschließenden
Platten 5 und die als Unterlage für das untere Ende der Blätterpakete dienenden
Böden 6. Die beiden Längsträger 4 tragen Rollen 7, die von parallel zu den Platten
3 liegenden und an den Wangen 2 befestigten Schienen 8 geführt sind, wovon nur eine
dargestellt ist. An den Achsen der Rollen 7 befestigte Seile laufen über feste Rollen
9 und von dort auf eine Aufwickeltrommel 10 Indem die Trommel 10 im entsprechenden
Sinn gedreht wird, kann nach Wunsch der UnterteilB der Kästen gesenkt oder gehoben
werden, wobei diese eine Parallelverschiebung längs der Schienen 8 und daher auch
längs der Platten3 erfahren, was eine Anderung der Nutzhöheh der Kästen entsprechend
den Abmessungen der dort einzulegenden Blätter gestattet.
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Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird die nutzbare Breite der
Kästen mittels einer sehr einfachen Vorrichtung verstellt. Auf jeder Seite der Kästen
sind nahe den Wangen 2 symmetrisch im oberen und unteren Bereich des feststehenden
Teiles Längsschienen lt und 11' angeordnet, die von gleichlangen Lenkerpaaren 12,
13 und 12', 13' getragen werden, die um von den Wangen 2 getragene Achsen 14,15
und 14', 15' schwingen können. Eine Achsengruppe, z. B. die Achsen 14 und 14' kann
durch irgendeinen geeigneten Mechanismus gedreht werden, der sie um gleiche Winkel,
aber in entgegengesetztem Sinn verdreht. Dadurch werden das Schienenpaar 11 und
das Schienenpaar 11' nach Wunsch, parallel bleibend, voneinander entfernt oder einander
genähert, wobei sie zur Längsmittelebene der Kastengruppe symmetrisch bleiben, so
daß ihr Abstand der Breite der in die Kästen einzulegenden Blätter angepaßt wird.
Durch Veränderung der Größen h und g in der erwähnten Weise wird leicht die nutzbare
Länge und Breite der Kästen dem Format der einzulegenden Blätter angepaßt.
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Es sei bemerkt, daß die Breite e der geneigten Platten 5, um in allen
Fällen deren Eindringen zwischen die oberen und unteren Schienenpaare 11 und 11'
zu ermöglichen, nicht größer als die Mindestentfernung dieser Schienen sein darf.
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Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die Anhebevorrichtungb
für die Zufuhr der vorher in das Magazin eingelegten Blätter zum Zusammenleger c
dadurch gekennzeichnet, daß die Entnahme der Blätter in jedem Kasten und ihre Einführung
in den Zusammenleger automatisch mit Hilfe von mechanisch betätigten Reibfingern
erfolgt. Hierzu sind auf den je in einen Kasten durch Bodenausschnitte hineingreifenden
und mit hin- und hergehender Aufwärts- und Abwärtsbewegung angetriebenen Fingern
Greifschuhe angebracht, die auf den Blättern aufruhen und sie auf ihrem Weg von
unten nach oben durch Haftreibungen mitnehmen, während sie auf ihrem Abwärtsweg
mit viel geringerer Reibung auf den Blättern gleiten, die in diesem Zeitpunkt schon
durch die im Zusammenleger angeordneten Greifmechanismen erfaßt sind.
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Durch dieses Mittel wird bei jedem Arbeitszyklus der Anhebevorrichtung
b jedem der Pakete ein Blatt entnommen und in den Zusammenleger c eingeführt,
der
dann in der gewünschten Reihenfolge alle denselben Block bildenden Blätter aufeinanderlegt.
Aus den schematischen F i g. 1,4, 5, 6 und 7 sind der Aufbau und die Wirkungsweise
einer Anhebevorrichtung nach der Erfindung leicht zu verstehen.
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Die den Gesamtaufbau der Anhebevorrichtung darstellende Fig. 1. zeigt
die an Gelenken 22 auf einer Schiene 23 gelagerten Finger 21, die in die aufeinanderfolgenden
Kästen eingreifen, wo sie unter ihrem Gewicht, gegebenenfalls unter Mitwirkung von
Federn 24, auf den Blätterpaketenf aufruhen, wobei die Greifschuhe 25 am oberen
Ende der Finger angebracht sind.
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Die Schiene 23 wird von zwei auf festen Achsen 28 gelenkig gelagerten
Hebeln oder Kurbelarmen 26 und 27 getragen. Einer von ihnen (z. B. der Hebel 26)
trägt an einem zweiten Arm eine Rolle 29, die mit einer in fortlaufender Bewegung
um eine Welle 31 rotierenden Nockenscheibe 30 in Berührung steht.
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Damit wird die Schiene abwechselnd nach einem geeigneten, durch die
Form der Nockenscheibe bestimmten Bewegungsgesetz gehoben und gesenkt.
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Am oberen Ende jedes Fingers 21 ist ein Schuh 32 gelagert, der sich
frei um die Längsachse des Fingers 21 drehen kann. An diesem Schuh ist in dem Gelenk
33 der Greifschuh 25 schwenkbar gelagert. Dieser trägt Leisten 34 oder Reibkörper
aus einem mit hohem Reibungskoeffizient gegenüber Papier wirksamen Material, wie
Schaumgummi. Zur Handhabung von Blättern aus satiniertem Papier könnten die Leisten
34 übrigens durch feine Metallspitzen ersetzt werden.
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Eine Stütze 35 begrenzt das Kippen gegen das untere Ende des Greifschuhes.
Die F i g. 5 zeigt, wie sich der Schuh auf das Blatt bei dem Aufwärtsgang des Fingers
(Pfeilm) auflegt und wie er sich durch selbsttätiges Kippen um sein Gelenk löst,
wenn der Schuh sich gegenüber dem Blatt entgegen dessen Richtung verschiebt (pfeilen);
dieser Zustand stellt sich ein, sobald das in den Zusammenleger eingeführte Blatt
durch den unten beschriebenen Greifmechanismus mit einer die Geschwindigkeit des
Greifschuhes übersteigenden Geschwindigkeit nach oben mitgenommen wird.
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Dieses Kippen des Schuhes wird in dem Augenblick. in welchem das
Blatt vom Greifmechanismus erfaßt wird, dazu benutzt, das zufällige Unterbleiben
der Einführung eines Blattes in die Zusammenlegevorrichtungc festzustellen. Hierzu
liegt die Metallstütze 35 an einem Kontaktstück 36 an, das auf einer vom Finger
21 getragenen isolierenden Hülse 37 befestigt ist. Dieses Kontaktstück ist elektrisch
durch einen isolierten Draht oder Leiter 38 an einen Pol einer Stromquelle angeschlossen,
deren anderer Pol mit der Masse der Maschine verbunden ist, mit welcher elektrisch
alle Finger 21, die Schuhe 32, die Greifschuhe 25 und die Stützen 35 zusammenhängen.
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Alle Leiter 38 sind parallel geschaltet. Ein in einem gemeinsamen
Zweig des Netzes der Stromquelle liegender Generalausschalter wird durch einen nicht
dargestellten, auf der Welle 31 angebrachten Nocken in dem Augenblick geschlossen,
in welchem die Finger ihren Aufwärtsgang beenden; d. h., in dem Augenblick, in welchem
die Blätter von den Greifmechanismen erfaßt werden, kippen die Schuhe entsprechend
dem Pfeil n der F i g. 5 und unterbrechen den Kontakt zwischen den Stützen 35 und
den Kontaktstücken 36. Wenn in diesem Augenblick alle Schuhe wirklich ihre Kippbewegung
vollziehen, was geschieht,
wenn jeder Schuh durch sein in den Zusammenlegerc
eintretendes Blatt bewegt wird, wird der elektrische Stromkreis in allen Kontaktstücken
36 unterbrochen und der Strom durchfließt trotz des Schließens des Generalausschalters
nicht den Stromkreis. Hat aber zufällig einer der Finger sein Blatt nicht mitgenommen
oder nicht in den Zusammenleger c eingeführt, so wird der entsprechende Schuh am
Ende seines Aufwärtsweges nicht kippen, seine Stütze 35 wird in Berührung mit einem
Kontaktstück 36 bleiben, und der Strom fließt im Augenblick des Schließens in den
Stromkreis des Generalausschalters. Dieser Strom kann dann ein Relais betätigen,
das die Stillsetzung der Maschine und die Abgabe eines Hör- oder Sichtsignals veranlaßt.
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Es ist jedoch unerläßlich, die den nicht benutzten Kästen zugeordneten
Finger an der Mitwirkung bei diesem Sicherungsvorgang zu hindern. Hierzu muß dauernd
eine Berührung zwischen der Stütze 35 und dem Kontaktstück 36 bei allen außer Betrieb
stehenden Greifschuhen 25 verhindert werden. Dies gelingt leicht, indem die entsprechenden
Schuhe 32 um eine halbe Umdrehung verdreht werden, wie Fig.7 angibt.
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Der Zusammenleger c, dessen Funktion darin besteht, die den Kästen
durch die Anhebevorrichtung b entnommenen Blätter in der gewünschten Ordnung aufeinanderzulegen
und die so gebildeten Blätterreihen in den Sammelbehälter d zu fördern, ist oberhalb
des Magazins angeordnet und am Maschinengestell so befestigt, daß er leicht gekippt
werden kann, um den Zugang zu den Kästen frei zu geben.
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Er enthält, wie sich aus den Fig. 1,8, 9, 10 11, 12 und 13 ergibt,
die schematisch und ohne einschränkende Bedeutung ein Ausführungsbeispiel einer
Zusammenlegevorrichtung nach der Erfindung darstellen, wobei Fig. 8 einen senkrechten
Längsschnitt durch die Maschine und die Fig.9 bis 11 Einzelheiten der Konstruktion
und Wirkungsweise darstellen, in gleicher Zahl wie die Kästen Greifmechanismen,
die oberhalb jedes dieser Kästen angeordnet sind und aus zwei übereinanderliegenden
Rollen bestehen, zwischen denen ein oder-mehrere endlose, mit gleichförmiger Längsbewegung
angetriebene Bänder 47 hindurchlaufen. Diese Bänder sind aus einem gut am Papier
haftenden Stoff ausgeführt, beispielsweise aus gummiüberzogener Leinwand. Querliegende
Rollen 40 sind um feststehende Achsen 42 drehbar und werden von den Seitenwangen
des Zusammenlegers c getragen. Die Achsen 49 von oberen Rollen 48 werden jede von
zwei Schwinghebeln 51 getragen, die um feste, von den Längswangen getragene Achsen
50 schwingen können. Infolge dieser Anordnung lasten die oberen Rollen 48 auf den
Bändern 47 und pressen sie gegen die unteren Rollen 40 und im Betrieb gegen die
zwischen die unteren Rollen und die Bänder eingeführten Blätter. Es wird so ein
solches Haften zwischen den Bändern und den Blättern herbeigeführt, daß die zwischen
die unteren Rollen und die Bänder eingeführten Blätter von der Bewegung der Bänder
mitgenommen werden. Unter den Bändern und zwischen den Walzen sind feste Querschienen
oder Prismen 41 angeordnet, die einerseits dazu bestimmt sind, die von der Anhebevorrichtung
gehobenen Blätter zu führen und sie zwischen die Bänder und die entsprechende untere
Rolle einzubringen, und andererseits die Blätter zwischen den aufeinanderfolgenden
Rollen zu tragen. Hierzu haben die
an den Längswangen befestigten Querschienen 41
die Form dreiseitiger Prismen mit zu den Wangen senkrecht verlaufenden waagerechten
Erzeugenden. Die oberen Flächen 45 der Querschienen sind waagerecht und liegen etwas
unterhalb der durch die obersten Erzeugenden der unteren Rollen bestimmten waagerechten
Ebene. Die beiden anderen Seitenflächen43, 44 jeder Querschiene 41 sind gegen die
Senkrechte um solche Winkel geneigt, daß der zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Schienen freigelassene Zwischenraum 46 die Form eines nach oben zusammenlaufenden
Keiles bildet, dessen im wesentlichen zur Ebene der die Blätter tragenden Platte
parallele Halbierungsebene den durch die Bänder 47 und die zugehörige untere Rolle
40 gebildeten Winkelraum durchdringt, indem sie in unmittelbarer Nähe dieser Rolle
verläuft. Die Gesamtheit der waagerechten Flächen 45 der Querschienen 41 bildet
einen waagerechten Tisch, der vor jeder unteren Rolle 40 von einem zur Rolle parallelen
engen Schlitz durchschnitten wird. Durch diesen tritt das vom Finger 21 der Anhebevorrichtung
b hochgehobene Blatt hindurch, um mit seinem oberen Rand mit den laufenden Bändern
47 in Berührung zu kommen; diese biegen das Blatt, ziehen es in den erwähnten Winkelraum
hinein und führen es zwischen die Bänder und die entsprechende Rolle ein. In diesem
Augenblick wird das Blatt fest ergriffen und durch die Reibung an den Bändern, deren
Längsbewegung folgend, mitgenommen.
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Bei dieser Bewegung werden die Blätter von dem durch die oberen Flächen
45 der Querschienen 41 gebildeten waagerechten Tragtisch unterstützt. Das Aufeinanderliegen
der einander folgenden Blätter geschieht selbsttätig, indem jedes von rechts kommende
Blatt oder jede solche Blattgruppe sich in dem Augenblick der Annäherung an eine
neue Rolle zwischen die Mitnahmebänder und das auf dieser Rolle sich krümmende Blatt
einschiebt.
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Die endlosen Bänder 47 laufen über zwei an den Enden des waagerechten
Tragtisches gelagerte Querrollen 54,55, deren eine 54 durch einen mechanischen Antrieb
in Drehung versetzt ist. Die Rolle 55 am Ausgangsende liegt in der Nähe des Sammelbehälters
d. Sie ist einer unter ihr liegenden Rolle 56 zugeordnet, die dazu dient, die Blätter
gegen die Bänder 47 zu pressen, damit ihre Vorwärtsbewegung und ihr Abwurf in den
Sammelbehälter gesichert ist.
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Beim Anstoßen an in den Sammelbehälternd angeordnete Anschlagplatten
gleiten die Blätter jeder Staffel aufeinander, bis sie sich vollständig decken und
so einen zum Heften bereiten Block bilden.
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Die Druckrolle 56 dient dazu, die Blätterreihe rechts von der Austrittsrolle
55 gegen die Bänder zu drücken. Die angetriebene Querrolle 54 erteilt den Bändern
47 eine gleichmäßig fortschreitende Bewegung. Die die Achse der Rolle 55 tragenden
Lager sind auf Gleitschienen montiert, um die Regelung der Spannung der Bänder zu
ermöglichen. Die Rolle 56 dreht sich frei um eine Achse, die von den um eine feste
Achse 58 schwenkbaren Hebeln 57 getragen wird, deren Enden von an festen Zapfen
60 befestigten Federn 59 unterstützt werden.
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In einer in Fig.9 und 10 dargestellten Abwandlung trägt die Rolle
55 in ihrer Mitte ein Rad 61.
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Dieses Rad 61 ist an seinem Umfang mit starren Schaufeln oder Rippen
versehen, die auf das zwischen den Bändern und der Druckrolle 56 hindurchgehende
Blätterpaket
drücken, so daß sie die Blätter krümmen und gegen den Sammelbehälter transportieren.
Die Rolle 56 ist hier auf eine Achse mit zwei Scheiben 62 reduziert, die das Blätterpaket
anheben und in Berührung mit der Rolle 55 bringen. Das erwähnte Krümmen der Blätter
hat den Zweck, ihnen eine gewisse Formsteifheit zu erteilen, um ihr richtiges Auflegen
auf den im Sammelbehälter enthaltenen Stapel von Blocks zu erleichtern.
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Eine bei verhältnismäßig dicken Blocks besonders vorteilhafte Abwandlung
besteht darin, die Achse der Rolle56 fest anzubringen, dagegen die Achse der Rolle
55 von unten nach oben beweglich zu machen, wobei geeignete Federn die Rolle dauernd
zu senken suchen und sie auf die Blätterreihe drücken.
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Die F i g. 11 zeigt schematisch den Beginn des Eintritts der Blätter
jedes Kastens in den entsprechenden Greifmechanismus, während Fig. 12 das thbereinanderschieben
der mitgenommenen Blätter am Beginn der Phase des Zusammenlegens zeigt.
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Eine vorteilhafte Einzelheit der Erfindung besteht darin, daß jedem
Greifmechanismus eine Sicherheitsvorrichtung beigegeben wird, welche das zufällige
Eintreten zweier gleicher Blätter in denselben Block anzeigen soll.
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Die jedem Greifmechanismus zugeordnete Sicherheitsvorrichtung für
die Anzeige gleichzeitigen Eintritts zweier Blätter in den Zwischenraum 46 besteht
aus einem Fühler, dessen Einzelheiten in den F i g. 8 und 13 erscheinen. Um die
Fig.8 nicht zu überlasten, ist nur ein Fühler dargestellt. Er enthält eine Rolle
65, die von einem auf einer Achse 66 aufgekeilten Arm getragen wird; diese Achse
66 kann in einer von den Längsträgern der Zusammenlegevorrichtung c getragenen festen
Lagerung schwingen und ist über den einen dieser Träger hinaus verlängert. Auf diese
Verlängerung der Achse 66 ist ein Übersetzungsarm 67 aufgekeilt, der an seinem Ende
ein Kontaktstück 68 trägt, welches mit einem Gegenkontaktstück 69 in Berührung treten
kann; dessen Stellung ist mit Hilfe einer Feinstellschraube 70 einregelbar, die
von einer eine Gradeinteilung tragenden und mit einer Haltebremse 72 versehenen
Trommel 71 bewegt werden kann. Jene Schraube greift in ein Muttergewinde 73 ein,
das von einem elektrisch vom Maschinengestell isolierten Halter74 getragen wird.
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Die Achse 66 und der Halter 74 sind je mit einem Pol einer Stromquelle
durch einen Stromkreis verbunden, in den ein Relais für die Steuerung eines geeigneten
Anzeigers und eines Ausschalters zum Stillsetzen der Maschine eingeschaltet ist.
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Wenn die Kontaktstücke 68 und 69 voneinander entfernt sind, fließt
kein Strom im Relaiskreis, und die Maschine kann normal arbeiten. SobaId aber das
Kontaktstück 68 mit dem Kontaktstück 69 in Berührung kommt, wird das Relais erregt,
und der Anzeiger tritt in Tätigkeit, während die Maschine stehenbleibt. Wird die
Stellung des Kontaktstückes 69 durch Betätigung der Schraube 70 so geregelt, daß
die Berührung zwischen den beiden Kontaktstücken 68 und 69 eintritt, sobald zwei
Blätter zwischen die Rolle 40 und die Tastrolle 65 gelangen, aber getrennt bleiben,
wenn nur ein einziges Blatt zwischen die Rolle40 und die Tastrolle 65 eingeführt
wird, so kommt, wie ersichtlich, die Sicherheitsvorrichtung jedesrnal zur Wirkung,
sobald zwei Blätter zugleich am Eingang der Greifvorrichtung erscheinen. In diesem
Fall zeigt ein Schall- oder Lichtsignal den Zwischenfall an; die
Maschine bleibt
stehen, und der Bedienungsmann kann sofort eingreifen.
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Ferner ist der zur Aufnahme der vom Zusammenleger c gelieferten Blocks
und zu ihrem Aufeinanderstapeln bestimmte Sammelbehälter d dadurch gekennzeichnet,
daß er sich in dem Maß senkt, wie sich in ihm die Blocks aufeinanderlegen, damit
das obere Ende des Stapels dauernd zwischen zwei willkürlich so gewählten Niveaus
bleibt, daß das Ablegen jedes neuen Blocks auf den schon gebildeten Stapel in guter
Ordnung erfolgen kann.
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Hierzu besitzt der Sammelbehälter, wie schematisch in F i g. 17 gezeigt,
einen Kasten, in den nacheinander die aus dem Zusammenleger c austretenden Blocks
eingelegt werden; dieser Kasten ist vor der Ausgangsseite des Zusammenlegers angeordnet
und an einem senkrecht beweglichen Träger 101 befestigt.
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Dessen Verschiebungen werden durch einen umsteuerbaren Motor 102 bewirkt
und dieser wird durch Relais gesteuert, zu deren Betätigung ein an einem am Maschinengestell
befestigten Halter 104 aufgehängter und auf der Oberseite des Blockstapels aufruhender
Fühler 103 dient. Das Anheben dieses Fühlers über ein vorausbestimmtes Niveau ruft
das Schließen eines nicht dargestellten Kleinschalters hervor, der die Wirkung des
Relais auslöst; dadurch wird der Motor im Senksinn des Trägers 101 in Drehung versetzt,
bis die obere Fläche des Stapels bis zu dem als Normalniveau gewählten Niveau gesunken
ist. In dieser Stellung des Fühlers schließt sich ein Kleinschalter, der das Stillsetzrelais
für den Motor betätigt. Sinkt der Scheitel des Stapels unter das Normalniveau, so
betätigt der Fühler einen die Wirkung eines dritten Relais auslösenden Kleinschalter,
wodurch der Motor im Hubsinn des Trägers 101 in Drehung versetzt wird, bis die obere
Fläche des Stapels wieder das Normalniveau erreicht hat. In diesem Augenblick betätigt
der Fühler den Stillsetzschalter des Motors.
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Nach einer vorteilhaften Abwandlung wirkt der Fühler 103 nur in den
toten Zeiten, die das Ankommen zweier aufeinanderfolgender Blocks am Sammelbehälter
trennen. Außerhalb dieser Zeiträume wird der Fühler durch einen Elektromagnet 105
abgehoben; dieser wird von einer auf der Welle 31 angebrachten und sich daher synchron
mit der die Abhebevorrichtung b betätigenden Nockenscheibe 30 drehenden Nockenscheibe
gesteuert. Die gleiche den Elektromagnet des Fühlers steuernde Nockenscheibe schaltet,
wenn der Fühler abgehoben und außer Wirkung ist, die die Bewegung des Verstellmotors
für den Sammelbehälter steuernden Klein schalter aus dem Stromkreis aus.
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Um die Arbeit des Motors zu erleichtern, ist ein Gewichtsausgleich
für die beweglichen Teile des Sammelbehälters zweckmäßig. Da das Gewicht des beweglichen
Teiles in dem Maß wächst, wie sich die Blocks in dem Behälter ansammeln, muß auch
das Gegengewicht für den Ausgleich in dem Maß zunehmen, wie sich der Behälter senkt.
Erfindungsgemäß wird der Gewichtsausgleich mit Hilfe eines konstanten Gegengewichtes
in Verbindung mit einem veränderlichen Gewicht bewirkt, das beispielsweise aus am
Sammelbehälter d aufgehängten Bleiperlenschnüren besteht, deren untere Enden auf
einer festen Unterlage aufruhen, wobei das Gewicht je Zentimeter Länge des Schnurbehanges
gleich dem Gewicht eines Blätterstapels von 1 cm Dicke ist.
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Durch diesen Kunstgriff vermindert sich das dem -Sammelbehälter durch
den Schnurbehang hinzugefügte Gewicht in dem Maß, wie der Behälter sinkt, weil ein
immer größerer Anteil dieses Behanges auf die Unterlage zu ruhen kommt und aufhört,
den Behälter zu belasten.
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Endlich kann der Sammelbehälter zweckmäßig mit einer Ausrichtevorrichtung
versehen sein, die dazu dient, das richtige Aufeinanderlegen der jeden Block bildenden
Blätter zu vollziehen, und die nacheinander in den Behälter abgelegten Blocks gegenseitig
verschiebt, um ihr Herausnehmen zu erleichtern. Die F i g. 14, 15 und 16 zeigen
schematisch einige Einzelheiten eines erfindungsgemäßen Sammelbehälters.
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Die Ausrichtevorrichtung enthält zwei waagerechte Tafeln oder Paletten
80 und 81, die in einer etwas unterhalb des Niveaus der aus dem Zusammenleger kommenden
Blattreihen liegenden Ebene angeordnet sind. Die Palette 80 ist rechteckig und mit
ihrer Längsseite parallel zu der durch die Pfeile 82 angezeigten Ankunftsrichtung
der Blätter im Behälter. Ihr außerhalb des Behälters liegender Längsrand 83 ist
unter rechtem Winkel so aufgebogen, daß er eine Randleiste bildet, deren Höhe annähernd
gleich der Höhe des zu handhabenden Blocks ist. An ihrem vom Zusammenleger entfernten
Ende trägt diese Palette einen senkrecht zur Ankunftsrichtung der Blätter stehenden
Anschlagwinkel 84, dessen hochragender Flansch als Anschlag dient, an dem die vom
Zusammenleger c kommenden Blätter anhalten. Die Stellung dieses Winkels auf der
Palette ist je nach dem Format der Blocks willkürlich einstellbar. Der äußere unter
rechtem Winkel aufgebogene Längsrand 83 der Palette 80 dient zur seitlichen Führung
der Blätter des Blocks. Die parallel zur Ankunftsrichtung der Blätter und gegenüber
dem erwähnten aufgebogenen Rand 83 liegende Seitenwand 85 kann der Palette genähert
oder von ihr entfernt werden, um zwischen sich und dem aufgebogenen Rand 83 einen
die Breite der Blätter etwas übersteigenden Zwischenraum zu sehaffen. Die zweite
Palette 81 hat kleinere Abmessungen und besteht aus einem Winkelstück, dessen aufgebogener
Rand 86 senkrecht zur Richtung der Blätter steht. Die Seitenwand 85 des Kastens,
die Anschlagwinkel 84 und die Ränder 83 und 86 der beiden Paletten bilden so die
vier Seiten eines flachen Tabletts, das im wesentlichen das Format der Blocks hat.
Die Paletten 80, 81 werden von an einem Schlitten 90 angelenkten Hebeln 87, 88 und
89 getragen, während der Schlitten auf einem am Gestell befestigten Träger 90' gleitet;
die Hebel empfangen von einer eine Stange 91 betätigenden Nokkenscheibe96 eine durch
die Pfeile 92 bezeichnete Ausschlagbewegung von geringer Weite, die dazu bestimmt
ist, das richtige Aufeinanderlegen der Blätter des Blocks herbeizuführen und diesen
an die Seitenwand 85 des Sammelbehälters anzulegen.
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Wenn so alle denselben Block bildenden Blätter in die richtige Lage
gebracht worden sind, veranlaßt die die Paletten steuernde Nockenscheibe 96 deren
rasches Wegziehen unter den Blocks, wie durch die Pfeile 93 angedeutet, und der
Block 94 befindet sich dann in Ablegestellung auf dem schon gebildeten Stapel. Nach
dem Ablegen jedes Blocks und während des Zurückziehens der Paletten wird der sie
tragende Schlitten 90 in Längsrichtung entweder nach links oder nach rechts derart
verstellt, daß der
nachfolgende Block 95 gegenüber dem eben abgelegten Block 94 in
Längsrichtung versetzt ist.
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Dann führt die Nockenscheibe die Paletten in ihre Arbeitsstellung
zurück.
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Das Verschieben des Schlittens kann durch eine geeignet geformte
Nockenscheibe bewerkstelligt werden, die sich synchron mit der die Paletten betätigenden
Nocke 96 dreht. Gemäß einer vorteilhaften Abwandlung wird die abwechselnd nach links
und rechts gehende Verschiebebewegung des Schlittens durch einen Schwinganker97
mit drei Armen hervorgerufen, von denen der eine den Schlitten 90 betätigt, während
die beiden anderen abwechselnd von einem bei 99 schwenkbar gelagerten Daumen 98
angestoßen werden; dessen Lager 99 wird von einem Gleitstück 100 getragen und dieses
von einem Nokken 108 betätigt, der auf einen bei 107 schwenkbar gelagerten Hebel
109 einwirkt, welcher das abwechselnde Kippen des Ankers im einen und im anderen
Sinn veranlaßt. Der Anker 97 wird in jeder seiner Endstellungen oder in einer Mittelstellung
durch eine Klinke 110 verriegelt, die in die eine oder andere von drei entsprechenden
Kerben des mit dem Schlitten 90 gekuppelten Ankerarmes eingreift; diese Klinke wird
durch eine Federlll eingerückt, aber im geeigneten Augenblick durch einen vom Gleitstück
getragenen Finger 106 ausgerückt. Die F i g. 15 zeigt das Gleitstück 100 in seiner
unteren Stellung und den Anker 97 nach rechts gekippt, bei welcher Stellung sich
der Schlitten 90 am Ende seines Rechtsganges befindet. Fig.16 zeigt, wie der vom
Gleitstück 100 angehobene Daumen 98 den Arm 97' des Ankers erfaßt und das Kippen
des Ankers und die Verschiebung des Schlittens nach links veranlaßt. Um diese Bewegung
zu ermöglichen, hat der Finger 106 die Klinke angehoben und den Anker entriegelt.
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Soll das abwechselnde Verschieben des Schlittens 90 vermieden werden,
so wird der Anker 97 mittels der Klinke 110 in seiner Mittelstellung festgehalten,
in welcher der Daumen 98 bei seiner Aufwärtsbewegung mit keinem der beiden Ankerarme
in Berührung kommt.