DE1244019B - Manoeverkartusche fuer Geschuetze - Google Patents
Manoeverkartusche fuer GeschuetzeInfo
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- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B8/00—Practice or training ammunition
- F42B8/02—Cartridges
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Description
DEUTSCHES PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
DeutscheKl.: lld-6
Nummer: 1244 019
Aktenzeichen: R40580Ic/72d
1 244 019 Anmeldetag: '8,Mail965
Auslegetag: 6. Juli 1967
Die Erfindung bezieht sich auf Manöverkartuschen für Geschütze, insbesondere Geschütze größeren
Kalibers.
Bei Manöverkartuschen unterscheidet man Hülsenkartuschen und hülsenlose Kartuschen. Letztere weisen
gegenüber den Hülsenkartuschen eine Reihe von Vorteilen auf. So sind sie, da bei ihnen kein Leergut
anfällt, reine Einwegkartuschen, die sich sowohl durch ihr leichtes Gewicht als auch durch einen geringen
Raumbedarf auszeichnen. Ferner entfällt das Aufarbeiten der Kartuschhülsen. Insgesamt ergibt sich
somit eine einschneidende VerbiUigung gegenüber den Hülsenkartuschen.
Diesen Vorteilen stehen allerdings auch einige Nachteile gegenüber, so vor allem die mangelhafte
Stabilität des mehr oder weniger prall gefüllten Pulverbeutels, wodurch der Ladevorgang am Geschütz
nicht so schnell und reibungslos vor sieh geht. Auch die Verdammung, die zur Erzielung eines dem scharfen
Schuß nachgeahmten Mündungsknalles erforderlich ist, läßt bei der hülsenlosen Kartusche zu wünschen
übrig. Der als Verdammung dienende, am Pulverbeutel durch Klebung oder andere Mittel befestigte
Pfropfen aus Korkmehl od. dgl. soll sich entweder im Innern des Geschützrohres abstützen oder
aber so massiv ausgebildet sein, daß eine einigermaßen wirksame Verdammung auf Grund seiner
Massenträgheit erreichbar ist. Dabei besteht allerdings die Gefahr, daß durch eine unzulängliche Zerlegung
des massiven Pfropfens einzelne Fragmente so weit aus dem Geschützrohr herausfliegen, daß sie
Schäden an Menschen und Material anrichten können.
Es ist zwar bekannt, an Stelle eines Pfropfens aus einer Korkmasse ein aus Schaumkunststoff bestehendes
flexibles und leicht zusammendrückbares Material als Verdammung für die Treibladung eines rückstoßfreien
Geschützes zu verwenden. Bei dieser Verdammung handelt es sich aber nicht um eine zerlegbare
Verdammung. Wollte man diesen Kunststoff als Verdammung für eine hülsenlose Kartusche heranziehen,
so würde sich das Verdämmungsmittel, wenn überhaupt, dann nur unter Erzeugung eines sehr schwachen
Abschußknalles und nur unvollkommen zerlegen.
Der Erfindung liegt unter Vermeidung dieser Nachteile die Aufgabe zugrunde, eine Manöverkartusche
zu schaffen, die bei vergleichsweise kleiner Pulverladung einen lauten, dem scharfen Schuß ähnlichen
Knall ergibt; die es ferner ermöglicht, daß das Geschütz schnell und einwandfrei geladen werden kann
und daß weder Rückstände nach dem Schießen im Manöverkartusche für Geschütze
Anmelder:
Rheinmetall G. m. b. H.,
Düsseldorf, Ulmenstr. 125
Düsseldorf, Ulmenstr. 125
ίο Als Erfinder benannt:
Walter Gähle, Unterlüß-Hohenrieth
1S Rohr verbleiben, noch unzerlegbare Fragmente weit vor die Rohrmündung gelangen.
Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß eine in bekannter Weise in einem Beutel
befindliche Pulverladung sowie eine im Druchmesser
ao mindestens dem Kaliber des Abschußrohres entsprechende Verdämmung in einem aus einem schwer
entflammbaren, beim Schuß in sich zerfallenden Kunststoff, beispielsweise aufgeschäumten Polystyrol,
bestehenden Hohlzylinder mit Abstand voneinander angeordnet und an der Wand des Hohlzylinders befestigt
sind.
Die erfindungsgemäße Manöverkartusche kann in einfacher Weise wie eine normale Kartuschhülse geladen
werden. Durch die beim Schuß entstehenden heißen Pulvergase schmilzt und zerfällt der Hohlzylinder
annähernd rückstandslos. Geringe, in flockigem Zustand verbleibende Rückstände werden mit
der beim Verlassen des Rohres zerfallenden Verdämmung ausgestoßen.
Die erfindungsgemäße Manöverkartusche ist ferner von Vorteil bei der Ausbildung der Truppe, indem
das Laden gefechtsähnlich erfolgt. Ferner ist es von Vorteil, daß die Manövermunition in den vorhandenen
Haltevorrichtungen der Waffen oder der Kampfanlagen untergebracht werden kann, ohne Änderungen
an diesen vorzunehmen.
Zur Aufrechterhaltung eines stets in gleicher Größe vorhandenen Expansionsraumes für die Pulverladung
kann in vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung zwischen der Pulverladung und der Verdämmung ein
aus dem Werkstoff des Hohlzylinders bestehendes Distanzstück angeordnet sein.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung im Längsschnitt dargestellt. Mit 1 ist ein
so HohlzyHnder aus aufgeschäumtem Polystyrol bezeichnet. Die physikalischen und chemischen Eigenschaften
dieses Werkstoffes lassen ihn für den vor-
709 609/124
Claims (3)
1. Manöverkartusche für Geschütze, dadurch gekennzeichnet, daß eine in bekannter
Weise in einem Beutel (3) befindliche Pulverladung (4) sowie eine im Durchmesser mindestens
dem Kaliber des Abschußrohres entsprechende Verdammung (2) in einem aus einem
schwer entflammbaren, beim Schuß in sich zerfallenden Kunststoff, beispielsweise aufgeschäumtem
Polystyrol, bestehenden Hohlzylinder (1) mit Abstand voneinander angeordnet und an der
Wand des Hohlzylinders (1) befestigt sind.
2. Manöverkartusche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Pulverladung
(4) und der Verdammung (2) ein aus dem Werkstoff des Hohlzylinders bestehendes Distanz-
zo stück (6) angeordnet ist.
3. Manöverkartusche nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Distanzstück (6)
aus zu einem Kreuz zusammengesetzten Stegen (6 a und 6 b) besteht.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 1187 958,
578.
Deutsche Patentschriften Nr. 1187 958,
578.
Hierzu 1 BIattZeichnungen
709 609/124 6.67 ©BundesdruckereiBerlin
Priority Applications (7)
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Family Applications (1)
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| BE680517A (de) | 1966-10-17 |
| DK115597B (da) | 1969-10-20 |
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