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DE1016163B - Platzpatrone - Google Patents

Platzpatrone

Info

Publication number
DE1016163B
DE1016163B DEH24841A DEH0024841A DE1016163B DE 1016163 B DE1016163 B DE 1016163B DE H24841 A DEH24841 A DE H24841A DE H0024841 A DEH0024841 A DE H0024841A DE 1016163 B DE1016163 B DE 1016163B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cartridge
projectile
shoulder
case
neck
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEH24841A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Robert Huck
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ROBERT HUCK DIPL ING
Original Assignee
ROBERT HUCK DIPL ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ROBERT HUCK DIPL ING filed Critical ROBERT HUCK DIPL ING
Priority to DEH24841A priority Critical patent/DE1016163B/de
Publication of DE1016163B publication Critical patent/DE1016163B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B8/00Practice or training ammunition
    • F42B8/02Cartridges
    • F42B8/04Blank cartridges, i.e. primed cartridges without projectile but containing an explosive or combustible powder charge

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

  • Platzpatrone Die Erfindung bezieht sich auf eine Platzpatrone mit einem aus Kunststoff wie Polyäthylen, Polyvinylchlorid od. dgl. bestehenden, nicht aussc#hießbaren Geschoß.
  • Zweck der Erfindung ist, einen aus Kunststoff gebildeten geschoßförmigen Teil mit einfachen Mitteln auf einer Patronenhülse aus Metall zu befestigen, so daß sich der geschoßförmige Teil beim Schuß von der Hülse nicht löst, aber zwecks Wiederverwendung der Patronenhülse nachdem Schu;ß mit einfachen Mitteln leicht entfernbar ist.
  • Es sind Kunststoffplatzpatronen mit einem Metallpatronenbolden vorgeschlagen worden, an dein ein kurzes Röhrchen angebracht ist, das eine Ringnut hat. Auf das Röhrchen ist eine wie eine Patrone ausgebildete, mit .einem Geschoß in einem Stück gefertigte hohle Kunststoffhülse aufgeschoben, die am hinteren Ende eine nach innen ragende Ringwulst hat. Die Ringwulst greift in die Ringnut eines Bodenstückes ein. Diese Kunststoff-Platzpatrone hat infolge der aus Festigkeitsgründen stärkeren Wandungen einen kleinen Ladungsraum gegenüber einer Meta.llhülse. Der kleine Ladungsraum in. solchen Kunststoffpatronen kann nur eine kleine Pulvermenge aufnehmen, welcher wiederum nur ein entsprechend kleines Gasvolumen erzeugen kann, wodurch die für die Funktion von automatischen Waffen notwendige Energie nur bei entsprechend hohen Drücken erreicht wird. Weiterhin ist die Herstellung langer Kunststoffhülsen schwierig, insbesondere im Hinblick auf die Gleichmäßigkeit der Wandstärken, bezogen auf irgendeinen Querschnitt. Ungleichmäßige @@randstärken innerhalb eines Querschnittes setzen die Festigkeit der Patrone herab und bewirken ein Verziehen und Krümmen der Kunststoffteile.
  • Es ist ferner bekannt, auf zylindrische Platzpatronen-Metallhülsen, welche vorn halsförmig eingezogen sind, ein Geschoßteil überzuschieben. Hierbei ist der schulterförmige Teil an dem Geschoßteil ausgebildet, während entsprechende, im Hals der Hülse und im Geschoßteil eingedrückte Widerlager bzw. Ringsicken .dem Geschoßteil einen Halt geben. Die Hülse ist im Vergleich zu Hülsen von scharfen Patronen verkürzt ausgeführt. Bei einer derartigen Ausführung ist die Liderung der Patronenteile gegeneinander und gegenüber dein Patronenlager schwer zu erreichen. Außerdem ist der geschoßförinige Teil hinter dem Hülsenhals im Raume des Patronenlagers unmittelbar den Pulvergasen ausgesetzt. Ein Kunststoffgeschoß dieser Ausführung wäre dieser Beanspruchung nicht gewachsen.
  • Ebenso reicht die Sicherheit gegen mechanisches Trennen nicht für alle Beanspruchungen aus. Wäre der Geschoßteil aus Kunststoff, so. bestände außerdem die Gefahr, .daß der Patronenhülsenmund beim Verriegeln in der Waffe den Geschoßteil im Bereich der Schulter durchschnitte.
  • Der Laderaum der bekannten Ausführung ist verengt, und es wäre insbesondere bei Ausbildung des Geschoßteiles aus Kunststoff eine- starke Wandung erforderlich wie bei .der zuerst genannten Patrone.
  • Diese Nachteile vermeidet die Erfindung; sie besteht darin, daß der von außen auf dem zylindrischen Hals der Patronenhülse aufgesteckte Kunststoffges.choßteil hinten einen auf der Schulter, der Patronenhülse aufliegenden ringförmigen Mantelfortsatz hat, der so dick ist, daß er den Raum zwischen der Schulter der Patronenhülse und der Wandung des Patronenlagers des Laufes ausfüllt.
  • Der Vorteil dieser Ausführungsform besteht darin, daß nachkalibrierte, beschossene scharfe Patronenhülsen bzw. beschossene Platzpatronen wieder verwendbar sind, daß :der Kunststoffteil klein, billig und einfach herzustellen ist, daß ferner ein relativ großer Pulverraum vorhanden ist, der bei Verwendung automatis:cber Waffen eine sichere Funktion derselben garantiert, ohne daß unerwünscht hohe Gasdrücke erforderlich sind. Auch ist die Gewichtslage Tier erfindungsgemäßen Patrone besser als die der obenerwähnten, vorgeschlagenen Plastikpatrone. Das Geschoß ist schließlich sicher an der Patronenhülse befestigt.
  • Die sichere Befestigung des Geschosses an der Patronenhülse ist dadurch gegeben, daß bei geladener Waffe der Mantelfortsatz im Raum zwischen der Schulter der Patronenhülse und der Wandung des Patronenlagers der Waffe- liegt.
  • Der Mantelfortsatz wird in diesem Raum insbesondere während des Schusses zu,sammengepreßt; und zwar drückt beim Abbrennen des Pulvers der in der Patronenhülse entstehende Überdruck die metallische Patronenhülse nach der Wandung des Patronenlagers hin und klemmt damit den Mantelfortsatz zwischen Patrone und Patronenlagerwandung .des Laufes fest. Gleichzeitig wirkt sich der Gasdruck auf den zylindrischen Hals der Patronenhülse nach der Laufwandung zu aus, so da.ß auch der am Mantelfortsatz anliegende Abschnitt des ges;lloßförmigen Teiles eingepreßt wird: und damit eine weitere Sicherung gegen ein Ablösen von der Hülse darstellt. Dabei werden der auf die Schulter der Patronenhülse aufgezogene Mantelfortsatz und der am zylindrischen Hals der Hülse anliegende Abschnitt des geschoßförmigen Teiles durch den Gas- und Feuerstrahl nicht getroffen, so daß diese Teile nicht unmittelbar vom Gasdruck belastet und beim Schuß nicht so weit erhitzt werden, daß ihre Zerreißfestigkeit herabgesetzt werden würde.
  • Die Patrone ist gut in das Patronenlager einfuhrbar und die Hülse leicht ausziehbar. Das Geschoß läßt sich nach dem Ausziehen aus der Waffe von der beschossenen Hülse leicht entfernen, z. B. durch Abschmelzen, Abreißen oder Abziehen.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung sind aus deni in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel zu ersehen.
  • In der Zeichnung ist eine im Lauf 2 befindliche Platzpatrone 1 dargestellt. Die Platzpatrone 1 hat eine Metallhülse 3 mit einem konischen Teil 4, der in ein entsprechend ausgebildetes Patronenlager 5 des Laufes 2 e?ligesclloben ist. Am vorderen I=nde d°s konischen Teiles 4 ist eine Schulter 6 vorgesehen, die iil einen etwa zylindr ischen Hals 7 übergeht. Gegenüber einer scharfer. P2t-c@ne sind hals 7 und Scliuittr 6 der I@ülse eingezogen, um Raum für den geschoßförmigen Teil zu schaffen. Im Hals 7 ist eine nach außen zu vorragende Ringwulst 8 eingearbeitet. Die Ringwulst 8 ist scharfkantig ausgebildet. Neben der Ringwulst 8 sind zwei ringförmige Rillen 9 vorgesehen. Die rückwärtigen Flächen 19 der Ringwulst bziv. der Rillen -der Hülse stehen rechtwinklig zur Patronenachs-1. Über den Hals 7 ist ein geschoßförmiger Teil 10 geschoben, der einen ringförmigen, auf der Schulter 6 liegenden Mantelfortsatz 11 hat. Der auf dem Hals 7 der Patronenhülse 3 liegende :abschnitt dies ges,choßförmigen Teiles 10 hat eine ringförinige Ausnehm:ung, in welche die Wulst 8 eingreift, und ferner zwei ringförmige Vorsprünge, die in den Rillen 9 des Halses 7 liegen.
  • Weiter vorn hat der geschoßförmige Teil 10 bei der Schulter 13 des Laufes 2 einen Absatz 12. Die S hulter 13 befindet sich am Übergang des Patronenlagers 5 hinter den Zügen des Laufes 2.
  • Beim Einschieben der Patrone 1 in das Patronenlager bekommt die Außenwand 14 des auf der Schulter 6 der Hülse 3 liegenden Mantelfortsatzes 11 des geschoßförmigen Teiles 10 Anlage an der Gegenschulter 15 des Patronenlagers 5 der Waffe.
  • Der geschoßförmige Teil, 10 ist nach der Laufmündung zu entsprechend der Waffenart ausgebildet, z. B. abgerundet, 16, und hat innen eine Anzahl Kerben 17. Im geschoßförmigen Teil 10 ist ein Propfen 18 aus Filz od. d'gl. vorgesehen, und im Pulverraum der Hülse 3 ist die Pulverladung eingewogen. Die Wirkungsweise ist folgende: Beim Laden der Waffe mit der Platzpatrone 1 wird diese im Patronen, leger 5 in axialer Richtung dadurch fixiert, daß die Außenfläche 14 des Mantelfortsatzes 11 an der Gegenschulter 15 des Patronenlagers 5 zur Anlage kommt, wobei die Patrone 1 hinten durch den Verschluß der Waffe gehalten wird. Beim Verbrennen des Pulvers «-erden die Wandungen der Hülse 3 im Bereich 4, 6 und 7 durch die Pulvergase radial nach außen lidernd gegen das Patronenlager 5 in Pfeilrichtungen 20, 21 und 22 gedrückt. Dabei werden die zwischen der Hülse 3 und dem Patronenlager 5 im Bereich der Schulter 6 und des etwa zylindrischen Teiles 7 liegenden Abschnitte des geschoMörmigen Teiles 10 derart zwischen Hülse 3 und Laufwandung des Patronenlagers 5 eingeklemmt, daß ein Abziehen des geschoßförniigen Teiles von der Hülse und, ein Herausschießen aus der Waffe unmöglich sind. Die sich in der Hülse 3 entwickelnden Pulvergase treiben den Filzpfropfen 18 in Richtung des Pfeiles 23 durch den vorderen Innenraum des gesclioßförmigen Teiles 10 und durch die in den Kerben 17 aufreißende Spitze 16 nach -der Laufmündung zu, wobei der Filzpfropfen völlig zerlegt wird. Die Lappen der in den Kerben 17 aufgerissenen Geschoßspitze 16 legen sich dabei an die Laufwandung an.
  • Beim Ausziehen der Patronenhülse 3 aus dein Lauf sichert die Ringwulst 8 die Haftung des geschoßförmigen Teiles 10 an der Hülse.
  • An Stelle der Wulst 8 können auch mehrere Wülste und an Stelle der Ausnehmungen 9 nur ehre bzw. mehr als zwei Ausnehinungen vorgesehen sein.
  • Der gesclioßförmige Teil 10 kann aus elastischern Kunststoff wie Polyäth-,-len, Polyvinylclilorid od. dgl. bestehen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Platzpatrone mit einem aus Kunststoff, wie Polyäthylen, Polyvinylchlorid ad. dgl. bestehenden, nicht ausschießbaren Geschoß, dadurch gekennzeichnet, daß der außen auf den zylindrischen. Hals (7) der Patronenhülse (3) aufgesteckte Geschoßteil (10) hinten einen auf der Schulter (6) der Patronenhülse (3) aufliegenden, ringförmigen Mantelfortsatz (11) hat, der so dick ist, d'aß eir den kaum zwischen der Schulter (6) der Patronenhülse (3) und der Gegenschulter (15) des Patronenlagers des Laufes (2) ausfüllt.
  2. 2. Patrone nach Anspruch 1, -dadurch gekennzeichnet, daß am Hals (7) der Patronenhülse (3) eine in die Geschoßwandung eingreifende Ringwulst (8) vorgesehen ist.
  3. 3. Patrone nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringwulst (8) scharfkantig ist und ihre nach rückwärts gerichtete Fläche (19) rechtwinklig zur Geschoßachse steht. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 712 249; schweizerische Patentschrift Nr. 7 657; britische Patentschriften Nr. 14 208 aus dem Jahre 1904, 561709.
DEH24841A 1955-08-31 1955-08-31 Platzpatrone Pending DE1016163B (de)

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