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DE1113395B - Manoeverkartusche mit einer Ladung aus schuettfaehigem Schiesspulver - Google Patents

Manoeverkartusche mit einer Ladung aus schuettfaehigem Schiesspulver

Info

Publication number
DE1113395B
DE1113395B DER27392A DER0027392A DE1113395B DE 1113395 B DE1113395 B DE 1113395B DE R27392 A DER27392 A DE R27392A DE R0027392 A DER0027392 A DE R0027392A DE 1113395 B DE1113395 B DE 1113395B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cartridge according
maneuver
compression chamber
cartridge
maneuver cartridge
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER27392A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rheinmetall Industrie AG
Original Assignee
Rheinmetall GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rheinmetall GmbH filed Critical Rheinmetall GmbH
Priority to DER27392A priority Critical patent/DE1113395B/de
Priority to CH198661A priority patent/CH388140A/de
Priority to FR853319A priority patent/FR1279900A/fr
Priority to GB6213/61A priority patent/GB979332A/en
Priority to US90397A priority patent/US3103883A/en
Publication of DE1113395B publication Critical patent/DE1113395B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B8/00Practice or training ammunition
    • F42B8/02Cartridges
    • F42B8/04Blank cartridges, i.e. primed cartridges without projectile but containing an explosive or combustible powder charge

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Coating Apparatus (AREA)
  • Packaging Of Annular Or Rod-Shaped Articles, Wearing Apparel, Cassettes, Or The Like (AREA)
  • Buffer Packaging (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Manöverkartusche mit einer Ladung aus schüttfähigem Schießpulver, beispielsweise rauchschwachem Nitro-Zellulose-Pulver, die mittels Korkscheiben od. dgl. verdämmt ist.
Manöverkartuschen dieser Art sind in einer Vielzahl von Bauarten bekannt. Bei diesen bekannten Kartuschen werden die zur Verdammung erforderlichen Scheiben, die z. B. aus Kork, Preßkork, Kunststoff, verleimtem Sägemehl — Preßkorkmischungen u. dgl. — bestehen können, in der Regel mit der Kartuschenhülse durch Kleben oder ähnliche Maßnahmen verbunden, weil sonst die Verdämmungswirkung unbefriodigend ist und demzufolge beim Abschuß nicht eine dem scharfen Schuß ähnliche Knallwirkung erreicht wird. Dieses Verkleben der Verdämmungsscheiben ist aber eine zeitraubende Arbeit, die sich nicht oder nur schlecht in den Arbeitstakt einer rationellen Fließbandfertigung derartiger Exerziermunition einordnen läßt, vielmehr einen Engpaß in der Fertigung darstellt.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Manöverkartusche zu schaffen, die allen Anforderungen einer rationellen Massenfertigung voll entspricht und die dabei gleichzeitig auch noch mit einem besonders kleinen Ladungsgewicht einen scharfen und kräftigen Mündungsknall ergibt.
Gemäß der Erfindung wird dieses Problem dadurch gelöst, daß die Verdammung der Ladung aus zwei oder mehreren in die Kartuschenhülse eingepreßten Scheiben aus Kork od. dgl. besteht und diese Scheiben einen solchen Abstand voneinander aufweisen, daß zwischen ihnen zumindest eine Kompressionskammer gebildet wird.
Diese Kompressionskammern können im Rahmen der Erfindung mit Luft, Gas oder elastischen oder porigen Stoffen, wie z. B. Schaumkunststoff u. dgl, gefüllt sein. Gegebenenfalls kann die Gasfüllung unter einem höheren Druck als dem atmosphärischen Druck stehen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die außenliegende Verdämmungsscheibe in an sich bei anderen Manöverkartuschen bekannter Weise mittels eines z. B. napfförmig gestalteten Pappdeckels nach außen hin abgeschirmt, wobei dieser Pappdeckel gegen die Kartuschenhülse hin mit Lack, KunstscheUack od. dgl. abgedichtet ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Manöverkartusche im Längsschnitt veranschaulicht, und zwar ist mit 1 die Kartuschenhülse, mit 2 die sogenannte Zündschraube und mit 4 die eigentliche Ladung bezeichnet, die aus schütt-Manöverkartusche mit einer Ladung aus
schüttfähigem Schießpulver
Anmelder:
Rheinmetall G.m.b.H.,
Düsseldorf, Ulmenstr. 125
fähigem Schießpulver, ζ. B. rauchschwachem Nitro-Zellulose-Pulver besteht. Gegen die Oberfläche der Ladung 4 liegt ein in die Kartuschenhülse eingepreßter, napfförmig ausgebildeter Pappdeckel 5 an.
Im gezeichneten Falle sitzt unmittelbar oberhalb dieses Pappdeckels 5 eine erste Verdämmungsscheibe 6, die beispielsweise aus Kork, Kunststoff oder abgebundenen Preßlingen aus Korkgrieß mit Sägemehl u. dgl. besteht und die durch Einpressen mit der Kartuschenhülse verklammert wird. Eine zweite Korkscheibe 8 ist mit Abstand zur Scheibe 6 angeordnet, so daß zwischen den beiden Verdämmungsscheiben ein Hohlraum 7 entsteht, der z. B. mit Luft gefüllt ist. An die außenliegende Dämmscheibe 8 schließt sich noch ein napfförmig ausgebildeter Pappdeckel 9 an, der z. B. mittels Kunstschellack gegen die Kartuschenhülse abgedichtet ist und der den Ladungsaufbau gegen das Eindringen von Wasser u. dgl. schützt.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist beim Abschuß folgende:
Die Zündung wird in bekannter Weise durch das Anschlagen des Schlagbolzens gegen das Zündhütchen der Zündschraube eingeleitet. Der Zündstrahl bringt das Schüttpulver 4 zur Entzündung.
Der sich nun aufbauende Gasdruck verschiebt zunächst etwa kolbenartig den Pappdeckel 5 und die Korkscheibe 6, so daß sich die Kompressionskammer 7 entsprechend verkleinert und der Pulverraum, der jetzt Verbrennungsraum geworden ist, entsprechend vergrößert, ohne daß jedoch zunächst eine unmittelbare Verbindung zwischen dem Verbrennungsraum und der Außenluft entsteht.
109 680/44
Infolge der Anordnung der mit zeitlicher Verschiebung nunmehr wirksam werdenden zweiten Dämmscheibe 8, die ihrerseits in Abhängigkeit von der Größe usw. der Kompressionskammer 7 und je nach der Haftkraft zwischen der Scheibe 8 und der Pappe 9 sowie der Massenträgheit dieser Elemente früher oder später von der Kartuschenhülse freikommt, wird eine restlose Pulverentzündung und Verbrennung gewährleistet. Die Folge davon ist ein guter pyrotechnischer Wirkungsgrad der Munition — und damit ein scharfer Mündungsknall — bei vergleichsweise kleinem Gewicht der Ladung 4. Ein weiteres Merkmal der neuen Kartusche besteht darin, daß auf Grund der eigenartigen erfindungsgemäßen Kombination:
Verdammung I — Kompressionsraum — Verdammung II
der Druckanstieg derart erfolgt, daß sich die Verdämmungselemente in kleinste und damit für die beteiligte Truppe ungefährliche Bestandteile zerlegen.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    1. Manöverkartusche mit einer Ladung aus schüttfähigem Schießpulver, beispielsweise rauchschwachem Nitro-Zellulose-Pulver, die mittels Korkscheiben od. dgl. verdämmt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdammung aus zwei oder mehreren in die Kartuschenhülse (1) eingepreßten Scheiben (6,8) aus Kork od. dgl. besteht und diese Scheiben einen solchen Abstand voneinander aufweisen, daß zwischen ihnen zumindest eine Kompressionskammer (z. B. 7) gebildet wird.
  2. 2. Manöverkartusche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kompressionskammer mit Luft oder Gas gefüllt ist.
  3. 3. Manöverkartusche nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gaspolster unter Überdruck steht.
  4. 4. Manöverkartusche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kompressionskammer (7) mit elastischen und/oder porigen Stoffen gefüllt ist.
  5. 5. Manöverkartusche nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die lichte Höhe der Kompressionskammer (7) ein Mehrfaches der Dicke der Verdämmungsscheiben (6, 8) beträgt.
  6. 6. Manöverkartusche nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die außenliegende Verdämmungsscheibe (8) in an sich bekannter Weise mittels eines napfförmig gestalteten Pappdeckels (9), der seinerseits gegen die Kartuschenhülse (1) mit Kunstschellack, Lack od. dgl. abgedichtet wird, nach außen hin abgeschirmt ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Auslegeschrift Nr. 1094 632.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 109 680/44 8.61
DER27392A 1960-02-22 1960-02-22 Manoeverkartusche mit einer Ladung aus schuettfaehigem Schiesspulver Pending DE1113395B (de)

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DER27392A DE1113395B (de) 1960-02-22 1960-02-22 Manoeverkartusche mit einer Ladung aus schuettfaehigem Schiesspulver
CH198661A CH388140A (de) 1960-02-22 1961-02-17 Manöverkartusche mit einer Treibladung aus schüttfähigem Schiesspulver
FR853319A FR1279900A (fr) 1960-02-22 1961-02-20 Cartouche d'exercice
GB6213/61A GB979332A (en) 1960-02-22 1961-02-20 Improvements in and relating to blank cartridges
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DER27392A DE1113395B (de) 1960-02-22 1960-02-22 Manoeverkartusche mit einer Ladung aus schuettfaehigem Schiesspulver

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US (1) US3103883A (de)
CH (1) CH388140A (de)
DE (1) DE1113395B (de)
GB (1) GB979332A (de)

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