DE1578207A1 - Zerfallgeschoss fuer Ziel-UEbungspatronen - Google Patents
Zerfallgeschoss fuer Ziel-UEbungspatronenInfo
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- F42B8/00—Practice or training ammunition
- F42B8/12—Projectiles or missiles
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Zerfallgeschoß in Verbindung mit einem Fluggeschoß geringer Reichweite für Ziel-Ubungspatronen
für Handfeuer- oder Maschinenwaffen.
Zerfallgeschosse dieser Art sind bekannt. Ein derartiges Geschoß
soll hinsichtlich seiner äußeren Formgebung und seines Gewichtes weitgehend einem scharfen Geschoß entsprechen. Erst
wenn diese Forderungen erfüllt sind, kann das Zerfallgeschoß
auch aus automatischen Waffen ohne Beeinträchtigung des Verschluß- und Lademechanismus der Waffe verschossen werden.
Einerseits soll das Zerfallgeschoß den außerordentlich hohen mechanischen Beanspruchungen beim Zufuhr- und ladevorgang
standhalten und auch ein störungsfreies Arbeiten des Waffenmechanismus unter weitgehender Schonung des Rohres gegen Verschleiß
ermöglichen, andererseits soll es sich durch eine leichte Zerlegbarkeit nach Verlassen des Rohres auszeichnen.
Alle diese Forderungen lassen sich mit einer aus einer dünnwandigen
und mit mehreren in Längsrichtung verlaufenden Sollbruchstellen versehenen Kunststoff-Geschoßhülle erfüllen, wobei
das einem scharfen Geschoß entsprechende Geschoßgewicht durch
Einsetzen einer aus Schwerstoff-Preßlingen bestehenden Geschoßfüllung
erreichbar ist.
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Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, dieses für Handfeuer-
und Maschinenwaffen in gleicher Weise geeignete Zerfallgeschoß mit einem Zielübungsgeschoß zu verbinden, das nach dem
unmittelbaren Zerlegen des Zerfallgeschosses vor dem Rohr noch über eine begrenzte Strecke weiterfliegen soll.
An sich ist diese Kombination eines Zerfallgeschosses mit einem
Zielübungsgeschoß bekannt. Dabei besteht das Zerfallgeschoß lediglich aus einem Pfropfen aus Papier, Faserstoff oder auch aus
einem Kunststoff-Sägemehl-Gemisch, auf bzw. in dessen Spitze ein metallischer Geschoßkörper aufgeklebt bzw. darin eingelassen
ist. Durch diese Anordnung läßt sich trotz Beibehaltung der Außenform des scharfen Geschosses jedoch nicht das gleiche Geschoßgewicht
darstellen.
Allein die Tatsache, daß das Zerfallgeschoß weit unter dem Gewicht
eines entsprechenden scharfen Geschosses liegt, wobei es nicht einmal mit dem metallischen Yorgeschoß zusammen das Gewicht
des scharfen Geschosses erreicht, beweist, daß die bekannte Geschoßkombination
ohne zusätzliche Mittel an der Waffe nur für den Einzelfeuerbeschuß aus Handfeuerwaffen geeignet ist. Diese
Anwendungsmöglichkeit gilt lediglich für das auf die Geschoßspitze aufgeklebte Metallgeschoß, das durch seinen festen Sitz
im Gewehrlauf bereits eine ausreichende Zentrierung aufzuweisen hat. Anders verhält 63 sich mit dem in der Geschoßsjltze eingebetteten
Metallgeschoß, das auf Grund seines gegenüber dem Gewehrlauf wesentlich kleineren Kalibers nicht ausreichend im Lauf
zentriert ist und daher zu unkontrollierten Bewegungen im Lauf Anlaß gibt. Die Bettung des Vorgesohosses in der Spitze des aus
einem Kunststoff-Sägemehl-Gemisch bestehenden Zerfallgeschosses
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ist für eine Zentrierung im Lauf ungeeignet, so daß diese bekannte
GesGhoßkombination nicht einmal für den Einzelfeuerbeschuß aus Handfeuerwaffen in Betracht kommt.
Diese Nachteile und Übelstände werden bei einem Zerfallgeschoß
für Handfeuer- oder Maschinenwaffen, das aus einer dünnwandigen, mit Sollbruchstellen versehenen Geschoßhülle und einer darin
eingebrachten, von einem Geschoßboden verschlossenen Schwerstoff-Füllung besteht, gemäß der Erfindung dadurch beseitigt, daß diesem
Geschoß, das seinem Gewicht und seiner Außenform nach einem scharfen Geschoß entspricht, in der Geschoßspitze ein Fluggeschoß
von geringer Reichweite abstützbar angeordnet ist, wobei die Absetzung derart ausgebildet ist, daß sie das Fluggeschoß
bis nach Verlassen des Rohres zentrisch geführt hält und erst mit dem Zerbersten des Zerfallgeschosses unter Freigabe des Fluggeschosses
von den Fragmenten des Zerfallgeschosses lösbar ist.
Vorteilhaft besteht die Abstützung aus einem separaten Einsatzkörper,
der aus mehreren Segmenten zusammengesetzt ist und teilweise in die Geschoßhülle hineinragt. Im Längsschnitt sieht der
Einsatzkörper zangenförmig aus, dessen Backen aus der Geschoßhülle herausragend das Fluggeschoß unverlierbar festhalten, während
die Schenkel bis in Höhe der Führungswulst reichend von innen gegen die Geschoßhülle anliegen.
Zwischen Backen und Schenkeln ist an dem Einsatzkörper eine Querrippe vorgesehen, gegen deren zylindrischen Bund die Geschoßhülle anliegt. Letztere besitzt somit keine Geschoßspitze, sondern
nur einen Ansatz dazu. Die Öffnung zur Aufnahme des Einsatzkörpers ist im Durohaeseer kleiner als der äußere Schenkeldurchmesser.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung sind anhand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel des Zerfallgeschosses näher erläutert,
und zwar zeigen:
Fig. 1 ein mit einem Fluggeschoß kombiniertes Zerfallgeschoß im Längsschnitt und
Fig. 2 ein derartiges Geschoß in Draufsicht.
Die Geschoßhülle 1 besteht aus einem oben und unten offenen, dünnwandigen Hohlkörper von im wesentlichen zylindrischer Gestalt.
Lediglich das obere Ende ist etwas nach innen eingezogen, womit in etwa der Ansatz 1a einer ogivalen Geschoßspitze sichtbar
wird. Die obere Öffnung·1b der Geschoßhülle 1 weist eine zur
Geschoßachse parallel verlaufende Schnittfläche auf. Im rückwärtigen Teil der Geschoßhülle 1 hebt sich als eine ringförmige
Verstärkung die Führungswulst 2 ab, deren Breite etwas größer ist als beim scharfen Geschoß. Diese breite Führungswulst 2 bietet,
sofern ihr ein im Innern des Geschosses angeordnetes Versteifungselement 8 als Widerlager zugeordnet ist, die Gewähr für
eine wirksame Abdichtung und Zentrierung des Geschosses im Rohr. Der unterhalb der Führungswulst 2 bis zum Boden reichende Teil
der Geschoßhülle 1 weist vorzugsweise eine Querriffelung oder eine entsprechende Oberflächenunterbrechung auf, die allein oder
in Verbindung mit einem Klebstoff für den vorgeschriebenen Ausziehwiderstand der aufgesteckten Patronenhülse verantwortlich
ist. Schließlich ist die Innenwand der Geschoßhülle 1 noch mit mehreren, in Längsrichtung des Geschosses verlaufenden Sollbruchstellen
4 versehen.
Der starkwandiga Geschoßboden 5 besitzt einen langen Hohlschaft
6, der gegenüber der Geschoßhülle 1 mittels Gewinde 6a oder einer Querriffelung. festgelegt wird. "Hie Stirnfläche des
-5_ 10 9 β ! 1 / 01 ?P6iGiNAL JNSPECTED
Hohlschaftes 6 reicht bis zum Versteifungselement 8, dem sie
als axiales Widerlager dient.
Damit auch der Hohlschaft 6 einwandfrei zerlegt wird, kann
dieser - ebenso wie die Geschoßhülle 1 - mit mehreren, in Längsrichtung verlaufenden Sollbruchstellen ausgestattet werden.
Im Kopfteil der Geschoßhülle 1 sitzt ein Einsatzkörper 13, der gemä3 dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus drei Segmenten
besteht. Der Einsatzkörper 13 ist - im Längsschnitt gesehen mit Backen 13a und Schenkeln 13b zangenförmig ausgebildet. Während
die aus der Geschoßhülle 1 herausragenden Backen 13a das •Fluggeschoß 14 teilweise umfassen, ragen die Schenkel 13b durch
die Öffnung 1b der Geschoßhülle hindurch, wo sie mit ihrem gegenüber der Öffnung 1b größeren Durchmesser gegen die Innenwand der
Geschoßhülle 1 zur Anlage kommen. Dadurch wird eine sehr genaue Fixierung des Einsatzkörpers 13 in der Geschoßhülle 1 erreicht.
Dabei kann, wenn sich die Stirnfläche der Schenkel 13 bis zum Versteifungselement 8 erstreckt, zusätzlich noch eine axiale
Abstützung geschaffen werden.
Zwischen den Backen 13a und Schenkeln 13b des Einsatzkörpers ist eine das Fluggeschoß 14 vom Geschoßinnenraum trennende Querrippe
13c vorgesehen, deren auf die einzelnen Segmente bezogene Spitze mit der Geschoßachse zusammenfällt. In Höhe dieser Querrippe 13c befindet sich außen am Übergang zwischen Backen 13a und
Schenkeln 13b ein zylindrischer Bund 13d, gegen den die innere
Schnittfläche der Öffnung 1b des bogenförmigen Ansatzes 1a der Geschoßhülle 1 fest anliegt. Die fehlende Geschoßspitze wird im
wesentlichen mit den äußeren Konturen der Backen 13a und dee
Fluggeschosses 14 nachgeahmt.
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Zweckmäßig erfolgt die Laborierung des Geschosses in der Weise, daß zunächst der Einsatzkörper 13 durch Einstecken des Fluggeschosses
14 komplettiert wird, worauf die nachgiebigen Schenkel 13b beispielsweise mittels eines Führungstrichters etwas zusammengedrückt
und durch die Öffnung 1b. in die leere Geschoßhülle 1 eingeführt werden. Der richtige Sitz des Einsatzkörpers 13
stellt sich von selbst ein, wenn die Öffnung 1b gegen den zylindrischen Bund 13d anliegt. Nunmehr können die beiden Schwerstoff-Preßlinge
10 und 11 in den oberen Geschoßraum eingesetzt werden, worauf als Abschluß das Versteifungselement 8 folgt. Zweckmäßig
wird der Preßling in den Hohlschaft 6 des Geschoßbodens 5 eingesetzt, wenn letzterer in die Geschoßhülle eingeschraubt bzw.
durch andere Haltemittel darin festgelegt wird.
Durch diesen einfachen Aufbau des Geschosses wird ein Höchstmaß an Längs- und Querstabilität, eine hervorragende Abstützung
und Zentrierung des Fluggeschosses und nicht zuletzt auch eine gute Abdichtung zwischen Geschoß und Rohrinnenwand erreicht. So
verhindert beim Abschuß die breite Führungswulst 2 das Vorbeiströmen der Pulvergase am Geschoß. Bei zunehmender Beschleunigung
des Geschosses weitet sich der Hohlschaft 6 unter, der Belastung
der Trägheitskräfte der Füllmasse nach außen auf und wird dabei fest gegen die Rohrinnenwand gepreßt. Hierdurch ergibt
sich ein echter Liderungseffekt, der einer verbesserten Gasabdichtung und einer zentrischen Geschoßführung zugutekommt.
Die Einfassung des Fluggeschosses 14 im Einsatzkörper 13, die
sowohl eine axiale Abstützung als auch eine Zentrierung des Fluggeschosses 14 im Rohr gewährleistet, sorgt dafür, daß die Rohrwandung durch das Fluggeschoß 14 nicht berührt wird. Dadurch
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wird nicht nur das Rohrinnere vor Verschmutzungen bewahrt, sondern
auch eine bessere Zentrierung des Fluggeschosses 14 erzielt. Nach Verlassen des Rohres reißt der unter innerer Spannung der
Füllmasse stehende Hohlschaft 6 sowie die Geschoßhülle 1 entlang der Sollbruchstellen 4 auseinander. Die sich nach außen umlegenden
Hüllenstreifen verringern naturgemäß die Querschnittsbelastung des Bodens und erhöhen den Luftwiderstandsbeiwert, wodurch
der Boden und die Hülle bald nach Verlassen des Rohres zu Boden fallen.
Beim Zerlegen der Geschoßhülle 1 löst sich auch der Einsatzkörper 13 in seine drei Bestandteile auf und gibt damit das Fluggeschoß
14 zum Weiterflug frei.
Selbstverständlich sind im Rahmen der Erfindung Abweichungen Tom dargestellten Ausführungsbeispiel möglich. So kann anstelle
des unterkalibrigen Fluggeschosses ein kalibergleiches Geschoß Verwendung finden, bei dem die Drallübertragung durch Verzahnung
mit dem als Abstützung dienenden Schwerstoff-Preßling erfolgt.
Was die Einsatzkörper 13 anbetrifft, so können diese aus zwei oder mehr als drei Segmenten aus Kunststoff, Leichtmetall oder
dergl. hergestellt sein. Auf die Versteifungselemente 8 kann
verzichtet werden, wenn durch die bis auf den Hohlschaft β heruntergezogenen
Schenkel 13b des Einsatzkörpers 13 bereits eine zusätzliche Versteifung des Geschosses erreichbar ist.
Falls keine besonders einschränkenden Bedingungen in bezug auf die wirksame Reichweite der Fragmente des Zerfallgeschosses bestehen,
ist es möglich, für das Zerfallgeschoß eine Leicht- . aetallhülle vorzusehen.
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Claims (7)
- Düsseldorf, 26. 9. 1966Düsseldorf Bi/rAkte 393 '*' 1578207PatentansprücheIy Zerfallgeschoß in Verbindung mit einem Fluggeschoß von geringer Reichweite für Ziel-Übungspa.tronen für Handfeuer- oder Maschinenwaffen, dadurch gekennzeichnet, daß dem Geschoß, das seinem Gewicht und seiner Außenform nach einem scharfen Geschoß entspricht, in der Geschoßspitze ein Fluggeschoß (14) von geringer Reichweite abstützbar zugeordnet ist, wobei die Abstützung (13) derart ausgebildet ist, daß sie das Fluggeschoß (14) bis nach Verlassen des Rohres zentrisch geführt hält und erst mit dem Zerbersten des Zerfallgeschosses unter Freigabe des Fluggeschosses (14) von den Fragmenten des Zerfallgeschosses lösbar ist.
- 2. Zerfallgeschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Abstützung (13) aus einem teilweise in die Geschoßhülle (1) hineinragenden, aus mehreren Segmenten zusammengesetzten Einsatzkörper (13) aus Kunststoff, Leichtmetall oder dergl. besteht.
- 3. Zerfallgeschoß nach Anspruch 1 und 2, d a d,u r c h gekennzeichnet, daß der Einsatzkörper (13) im Längsschnitt gesehen zangenförmig ausgebildet ist, dessen Backen (13a) über die Geschoßhülle (1) hinausragend das Fluggeschoß (14) unverlierbar festhalten, während die Schenkel (13b) bis in Höhe der Führungswulst (2) reichend gegen die Innenwand der Geschoßhülle (1) anliegen._ 2 _ 1098 I 1/0136
- 4. Zerfallgeschoss nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Backen (13a) und Schenkeln (13b) des Einsatzkörpers (13) eine das Fluggeschoß (14) vom Geschoßinnenraum trennende Querrippe (13c) vorgesehen ist, deren auf die einzelnen Segmente bezogene Spitze mit der Gescho3achse zusammenfällt.
- 5. Zerfallgeschoß nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in Höhe der Querrippe (13c) die bereits mit einem bogenförmigen Ansatz (1a) einer ogivalen Geschoßspitze versehene Geschoßhülle (1) fest gegen den mit einem zylindrischen Bund (13d) versehenen Einsatzkörper (13) anliegt, wobei die fehlende Geschoßspitze im wesentlichen mit den äußeren Konturen der Backen (13a) und des Fluggeschosses (14) nachgeahmt wird.
- 6. Zerfallgeschoß nach Anspruch 5, dadurch g e kennzeichnet, daß die den Einsatzkörper (13) aufnehmende Öffnung (1b) der Geschoßhülle (1) enger ist als der äußere Schenkeldurchmesser.
- 7. Zerfallgeschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Fluggeschoß kalibergleich i3t, wobei es gegenüber dem Preßling abstützbar und derart mit ihm verzahnt ist, daß durch die Verzahnung eine Drallübertragung möglich ist.1 098 Ί 1 /0136Leerseite
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- 1967-06-01 GB GB2524567A patent/GB1157555A/en not_active Expired
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