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DE1240715B - Cyanidisches Bad zum galvanischen Abscheiden von Glanzsilberniederschlaegen - Google Patents

Cyanidisches Bad zum galvanischen Abscheiden von Glanzsilberniederschlaegen

Info

Publication number
DE1240715B
DE1240715B DE1962SC030802 DESC030802A DE1240715B DE 1240715 B DE1240715 B DE 1240715B DE 1962SC030802 DE1962SC030802 DE 1962SC030802 DE SC030802 A DESC030802 A DE SC030802A DE 1240715 B DE1240715 B DE 1240715B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
antimony
bath
silver
hexaoxycyclohexane
galvanic deposition
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1962SC030802
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Joachim Korpiun
Dr Hans-Joachim Steeg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dr Ing Max Schloetter GmbH and Co KG
Original Assignee
Dr Ing Max Schloetter GmbH and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dr Ing Max Schloetter GmbH and Co KG filed Critical Dr Ing Max Schloetter GmbH and Co KG
Priority to DE1962SC030802 priority Critical patent/DE1240715B/de
Publication of DE1240715B publication Critical patent/DE1240715B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D3/00Electroplating: Baths therefor
    • C25D3/02Electroplating: Baths therefor from solutions
    • C25D3/46Electroplating: Baths therefor from solutions of silver

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electroplating And Plating Baths Therefor (AREA)

Description

  • Cyanidisches Bad zum galvanischen Abscheiden von Glanzsilberniederschlägen Die Erfindung betrifft ein cyanidisches Bad zum galvanischen Abscheiden von Glanzsilberniederschlägen mit einem Gehalt an organischen Antimonkomplexverbindungen.
  • Es ist bekannt, cyanidischen Silberbädern Antimon als Glanz- und Härtebildner für elektrolytisch abzuscheidende Silberüberzüge zuzusetzen. Dabei muß das Antimon als Komplexverbindung zugegeben werden, um es in den alkalischen Bädern in Lösung zu halten. Als Komplexbildner wurden dazu Oxy- oder Aminosäuren, geradkettige aliphatische Polyoxyverbindungen oder Triäthanolamin vorgeschlagen.
  • Das Antimon wird zusammen mit dem Silber abgeschieden und muß daher laufend ergänzt werden. Das geschieht durch Zusatz von Lösungen des Antimons mit den obengenannten Komplexbildnern. Da aber nur das Antimon verbraucht wird, bleiben die Komplexbildner im Bad und reichern sich mit zunehmender Betriebszeit im Bad an. Diese Anreicherung führt, je nach der Art der Komplexbildner, von einer von Fall zu Fall verschieden starken Konzentration an aufwärts zu einer Verschlechterung der Silberabscheidung.
  • So werden den Bädern z. B. bei Verwendung von Glyzerin als Komplexbildner mit jedem Gramm Antimon 6 g Glyzerin und außerdem 3 g Kaliumhydroxyd zugeführt. Bei Triäthanolaminkomplexen werden pro Gramm Antimon sogar 8 g Triäthanolamin zwangläufig zugeführt. Setzt man Kaliumantimonyltartrat zu, so steigt der Tartratgehalt der Bäder pro Gramm Antimon zwar nur um 1,2 g, doch schädigen die Tartrate schon in kleinen Mengen die Glanzsteuung der Bäder.
  • Es ist auch bereits bekannt, außer Glyzerin auch andere geradkettige aliphatische Polyoxyverbindungen als Komplexbildner für Antimon zu verwenden. So ist beispielsweise in der deutschen Auslegeschrift 1024 305 die Verwendung von Verbindungen als Antimonkomplexbildner vorgeschlagen worden, bei denen die Oxygruppen an benachbarten C-Atomen gebunden sind. Eine der dort genannten Polyoxyverbindungen ist z. B. Sorbit. Verwendet man Sorbit als Komplexbildner für Antimon in Glanzsilberbädern, so zeigt sich, daß ab einer gewissen Menge Störungen im Glanzsilberbad beobachtet werden. So erhält man beispielsweise bei einem Zusatz von mehr als 50 g/1 Sorbit nicht mehr den gewünschten gleichmäßigen Glanzsilberniederschlag auf den zu beschichtenden Teilen.
  • Es ist daher das Ziel der Erfindung, ein cyanidisches Bad zum galvanischen Abscheiden von Glanzsilberniederschlägen mit einem Gehalt an organischen Antimonkomplexverbindungen zu schaffen, welches durch Zusatz eines spezifischen Komplexbildners für Antimon die obengenannten Nachteile nicht aufweist und auch bei relativ geringem Zusatz zum Bad eine ausreichend gute Wirksamkeit für die Erzielung eines gleichmäßigen Glanzsilberniederschlages entwickelt.
  • Gemäß der Erfindung wird dieses Ziel durch einen Zusatz an Hexaoxyzyclohexan als Antimonkomplexbildner zu dem Glanzsilberbad erreicht. Ein derartiges Bad arbeitet störungsfrei über längere Zeit. Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Antimonkomplexsalze ist das unter der Bezeichnung meso-Inosit bekannte Isomer des Hexaoxycyclohexans gut geeignet. Es genügen bereits 0,8 bis 1,0 g meso-Inosit, um 1 g Antimon sicher in Lösung zu halten. Dadurch wird bei gleicher verbrauchter Menge an Antimon z. B. gegenüber dem Glyzerin nur etwa ein Fünftel, gegenüber dem Triäthanolamin nur ein Siebentel der Menge an Komplexbildnern eingetragen. Da aber Inosit eine Störungskonzentration zeigt, die noch höher liegt als beim Glyzerin, garantieren Silberbäder, die gemäß vorliegender Erfindung betrieben werden, eine mindestens 5fache Lebensdauer. Die Stabilität der Silberbäder wird günstig beeinflußt, wenn beim Ansatz der Bäder der Gehalt an Hexaoxycyclohexan etwas größer bemessen wird, als gerade zum in Lösung halten des Antimons nötig ist.
  • Für das Herstellungsverfahren des erfindungsgemäßen Glanzsilberbades wird jedoch im Rahmen der vorliegenden Erfindung kein Schutz beansprucht. Beispiel 1 50g Inosit wurden in etwa 800m1 Wasser gelöst. Dazu wurden unter Erwärmung bis zum Sieden langsam in kleinen Mengen abwechselnd Antimon(V)-oxyd und Kaliumhydroxyd zugegeben bis insgesamt 56 g Antimon(V)-oxyd und 50 g Kaliumhydroxyd eingetragen waren. Als alles gelöst war, füllte man mit Wasser auf 1000 ml auf.
  • Beispiel 2 Zu einer Lösung von 50 g Inosit in 400 ml Wasser gab man 45 g Natriumhydroxyd und 78g Antimon(III)-chlorid und erwärmte, bis alles gelöst war. Dann wurde auf 500 ml aufgefüllt.
  • Ein der Erfindung entsprechendes Silberbad hatte beispielsweise folgende Zusammensetzung: 40 g/1 Silber als Kaliumsilbercyanid, 100 g/1 Kaliumcyanid, 20 g/1 Kaliumcarbonat, 1,5 g/1 Antimon als Komplex mit Hexaoxycyclohexan, 8 g/1 Hexaoxycyclohexan in Form von Inosit.
  • Zur Instandhaltung dieses Bades ist für jede Amperestunde Stromdurchgang 1 ml der Antimonkomplexlösung nach Beispiel 1 oder 0,5 ml der Lösung nach Beispiel 2 zuzugeben. Nach einem Stromdurchgang von 250 Amperestunden pro Liter Bad, also nach der Abscheidung von 1 kg Silber pro Liter Bad, erhöht sich der Gehalt dieses Bades an Inosit um etwa 12 g 1. Bei Verwendung eines Glyzerinkomplexes würde der Glyzeringehalt nach gleicher Beanspruchung um etwa 65 g/1 und bei Verwendung eines Triäthanolaminkomplexes um etwa 80 g/1 Triäthanolamin ansteigen.
  • Antimonkomplexsalze des Hexaoxycyclohexans können auch in Bädern verwendet werden, die bisher mit anderen Antimonkomplexsalzen betrieben wurden.

Claims (1)

  1. Patentansprüche: 1. Cyanidisches Bad zum galvanischen Abscheiden von Glanzsilberniederschlägen mit einem Gehalt an organischen Antimonkomplexverbindungen,dadurch gekennzeichnet,daß es als Antimonkomplexbildner Hexaoxycyclohexan enthält. z. Bad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,-daß es das Hexaoxycyclohexan in Form von meso-Inosit enthält. 3. Bad nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß neben den Antimoninositkomplexen andere bekannte Antimonkomplexe im Bad enthalten sind. 4. Bad nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es das Hexaoxycyclohexan im Überschuß zu der stöchiometrisch zur Antimonbindung erforderlichen Menge enthält. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1024 305.
DE1962SC030802 1962-01-09 1962-01-09 Cyanidisches Bad zum galvanischen Abscheiden von Glanzsilberniederschlaegen Pending DE1240715B (de)

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Publications (1)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1024305B (de) * 1955-01-31 1958-02-13 American Platinum Works Bad und Verfahren zur galvanischen Abscheidung spiegelglaenzender UEberzuege von Silber und Silberlegierungen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1024305B (de) * 1955-01-31 1958-02-13 American Platinum Works Bad und Verfahren zur galvanischen Abscheidung spiegelglaenzender UEberzuege von Silber und Silberlegierungen

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