-
Flüssigkeitserhitzer Die Erfindung betrifft einen Flüssigkeitserhitzer,
der von einer an die Flüssigkeitszuleitung angeschlossenen Armatur getragen wird
und mit dieser durch eine als Flüssigkeitsein- und -auslauf dienende Rohrverbindung
lösbar verbunden ist.
-
Es ist bekannt, Flüssigkeitserhitzer, insbesondere Kochendwasserbereiter,
durch eine Rohrverbindung lösbar mit einer Armatur zu verbinden, mittels welcher
Flüssigkeit unter Druck sowohl in den Flüssigkeitserhitzer eingelassen als auch
drucklos wieder aus diesem entnommen werden kann. Dabei dient ausschließlich die
an der Flüssigkeitszuleitung befestigte Armatur zur Halterung des gesamten Flüssigkeitserhitzers.
-
Die bekannte Verbindungsart zwischen Flüssigkeitserhitzer und Armatur
hat den Nachteil, daß der Flüssigkeitserhitzer nur in einer ganz bestimmten Winkellage
relativ zur Armatur gehalten werden kann, wodurch dann, wenn die Flüssigkeitszuleitungen
bzw. deren Anschlußstücke nicht genau waagerecht ausgerichtet sind, der Flüssigkeitserhitzer
eine Neigungslage einnimmt. Insbesondere bei Kochendwasserbereitern ist aber eine
Neigungslage des Flüssigkeitsbehälters unzweckmäßig oder sogar schädlich, weil diese
im Regelfalle mit einer Bodenbeheizung ausgerüstet sind und daher derBoden bei niedrigstem
Wasserstand nicht gleichmäßig vom Wasser abgedeckt ist. Bei eingeschalteter Heizung
kann dieses zu Wärmespannungen in der Bodenplatte und damit zur Zerstörung bzw.
Beschädigung des Kochendwasserbereiters führen.
-
Zweck der Erfindung ist nun -die Schaffung eines von der Armatur getragenen
Flüssigkeitserhitzers, welcher bei den verschiedensten Anschlußlagen der Armatur
immer so ausgerichtet werden kann, daß der Flüssigkeitsspiegel an allen Stellen
desselben immer genau die gleiche Höhe hat. Dies wird gemäß der Erfindung in erster
Linie dadurch erreicht, daß zur Ausrichtung des Flüssigkeitserhitzers in seine lotrechte
Stellung als Rohrverbindung ein allseitig begrenzt schwenkbares Gelenk vorgesehen
ist. Dabei ist dieses Gelenk als Kugelgelenk ausgebildet, bei dem der eine eine
kugelförmige Verdickung aufweisende Gelenkteil in dem anderen, die Kugelpfanne aufweisenden
Gelenkteil durch eine überwurfmutter abdichtend verspannt werden kann.
-
Die Kugelpfanne kann durch eine axial angeordnete konische Ausnehmung
gebildet werden, wobei die mit der kugelförmigen Verdickung des Gelenkteils zusammenwirkende
Auflagefläche der überwurfmutter ebenfalls konisch ausgebildet ist.
-
Schließlich ist erfindungsgemäß der eine Gelenkteil mit der Armatur
verbunden, während die Überwurfmutter mit einem am anderen Gelenkteil angeordneten
Gewinde im Eingriff steht.
-
Die Erfindung wird an Hand der sie beispielsweise wiedergebendenZeichnung
ausführlicher beschrieben, und zwar zeigt Fig. 1 in teilweise vereinfachter Darstellung
und teilweise im Schnitt einen erfindungsgemäß mit der Armatur verbundenen Flüssigkeitserhitzer,
während die Fig. 2 und 3 zwei verschiedene mittels der erfindungsgemäßen Rohrverbindung
einstellbare Relativstellungen zwischen Flüssigkeitserhitzer und Armatur wiedergeben.
-
In den Fig.1 bis 3 ist mit 1 der Flüssigkeitserhitzer bezeichnet,
der mit einer Armatur 2, beispielsweise einer an die Wasserleitung 3 angeschlossenen
Mischbatterie, durch ein allseits begrenzt schwenkbares Ge-lenk 4 lösbar
verbunden ist. Zur Abstützung des Flüssigkeitserhitzers 1 dient dabei ausschließlich
die Armatur 2, welche sich gegen die Wand 5 mittels eines Stützflansches 6 abstützen
kann. Die als Mischbatterie ausgebildete Armatur 2 kann beispielsweise mit einem
Kaltwasser-Zapfventil 7 versehen sein, mittels dessen unmittelbar aus der Wasserleitung
3 Kaltwasser dem Auslaufrohr 2a zugeführt werden kann. Weiterhin ist die als Mischbatterie
ausgebildete Armatur 2 mit einem Heißwasser-Zapfventil 8 versehen, mittels dessen
Heißwasser aus dem Flüssigkeitserhitzer 1 dem Auslauf 2a zugeführt werden kann.
Durch gleichzeitiges Betätigen der beiden Zapfventile7 und 8 wird das aus derWasserleitung3
kommende Kaltwasser mit dem aus dem Flüssigkeitserhitzer 1 kommenden Heißwasser
vermischt und dem Auslaufrohr 2a als Mischwasser zugeführt. Ein
weiteres
Ventil 9 dient zum Einfüllen von Kaltwasser aus der Leitung 3 in den Flüssigkeitserhitzer
1.
-
Den Flüssigkeitsein- und -auslauf des Flüssigkeitserhitzers bildet
das Gelenk 4. Dieses wird durch einen an der Armatur 2 befestigten, beispielsweise
mit dieser verschraubten Gelenkteil, 10, einen am Flüssigkeitserhitzer 1
angeordneten Gelenkteil 11 sowie durch eine diese beiden Gelenkteile miteinander
verbindende überwurfmutter 12 .gebildet. Die beiden Gelenkteile 10 und 11 sind:
mit Bohrungen 13,14 versehen, durch welche mittels der Armatur 2 Wasser in den Flüssigkeitserhitzer
1. hinein-- oder aus diesem herausgeleitet werden kann.
-
Einer der Gelenkteile des Gelenks 4, beispielsweise der mit der Armatur
2 verbundene Gelenkteil 10, ist an seinem nach oben gerichteten Ende mit einer kugelförmigen
Verdickung 15 versehen, deren Kugelfläche teilweise in eine als Kugelpfanne 16 ausgebildete
konische Ausnehmung des anderen Gelenkteils 11 hineinragt. Die üherwurfmutter 12
sitzt auf einem Gewinde 17 des Gelenkteils 11 und umgreift mittels einer konischen
Auflagefläche 18 die kugelige Verdickung 15 des Gelenkteils 10 von oben. Durch diese
Verbindung wird nach Lösen der überwurfmutter 12 eine begrenzte Schwenkbewegung
des Flüssigkeitserhitzers 1 in jeder Richtung gegenüber der Armatur 2 ermöglicht.
Durch Anziehen der Überwurfmutter 12 kann dabei der Flüssigkeitserhitzer 1 in jeder
möglichen Winkelstellung zur Armatur 2 festgespannt werden, und zwar durch Verspannen
der kugelförmigen Verdickung 15 zwischen der Kugelpfanne 16 des Gelenkteils
11 und der Auflagefläche 18 der überwurfmutter 12.
-
Die Ausrichtung des Flüssigkeitserhitzers 1 gegenüber der Armatur
in die genaue Lotrechtstellung wird vorgenommen, nachdem die Armatur 2 mit der Wasserleitung
3 verbunden ist. In den meisten Fällen liegt nämlich das Anschlußende der Wasserleitung
3 nicht genau waagerecht in der Wand, sondern es verläuft, wie Fig. 2 zeigt, etwas
geneigt nach unten oder etwas geneigt nach oben, wie in Fig. 3 angedeutet ist. Bei
der Anordnung gemäß Fig. 2 ist bei lotrecht ausgerichtetem Flüssigkeitserhitzer
1 dann der Winkel zwischen der Längsachse des Flüssigkeitserhitzers und der Längsachse
der Armatur kleiner als 90°, während er bei der Anordnung gemäß Fig. 3 größer als
90° ist. Durch die erfindungsgemäße Gelenkverbindung wird also ein leichtes Ausrichten
ermöglicht. Die beiden Gelenkteile10 und 11 können zwar mittels besonderen Dichtungsbauteilen
gegeneinander abgedichtet werden, jedoch wird bei richtigerAuswahl des Werkstoffes
der Gelenkteile eine wirksame Abdichtung auch unmittelbar durch deren Auflageflächen
sichergestellt.
-
Obwohl als Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Gelenkverbindung
bisher nur ein Kugelgelenk behandelt worden ist, ist es auch ohne weiteres möglich,
eine andere Verbindung zu verwenden, indem beispielsweise zwei Schwenkgelenke mit
quer zueinander gerichteten Schwenkachsen in verschiedenen Ebenen übereinander angeordnet
werden.