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DE1118120B - Vollautomatischer Strebwanderausbau mit Stuetzelementen aus elastischen, gas- oder fluessigkeitsgefuellten, kissenartigen Gummi- oder Kunststoffkoerpern - Google Patents

Vollautomatischer Strebwanderausbau mit Stuetzelementen aus elastischen, gas- oder fluessigkeitsgefuellten, kissenartigen Gummi- oder Kunststoffkoerpern

Info

Publication number
DE1118120B
DE1118120B DEB40004A DEB0040004A DE1118120B DE 1118120 B DE1118120 B DE 1118120B DE B40004 A DEB40004 A DE B40004A DE B0040004 A DEB0040004 A DE B0040004A DE 1118120 B DE1118120 B DE 1118120B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rolling elements
conveyor
roller
expansion
expansion according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB40004A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Karl Balthasar
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dipl-Ing Karl Balthasar
Original Assignee
Dipl-Ing Karl Balthasar
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dipl-Ing Karl Balthasar filed Critical Dipl-Ing Karl Balthasar
Priority to DEB40004A priority Critical patent/DE1118120B/de
Publication of DE1118120B publication Critical patent/DE1118120B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D23/00Mine roof supports for step- by- step movement, e.g. in combination with provisions for shifting of conveyors, mining machines, or guides therefor
    • E21D23/08Advancing mechanisms
    • E21D23/081Advancing mechanisms forming parts of the roof supports
    • E21D23/087Advancing mechanisms forming parts of the roof supports acting directly on the walls of the seam
    • E21D23/088Advancing mechanisms forming parts of the roof supports acting directly on the walls of the seam by means of wheels, rollers, caterpillars, belts or worm screws
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D15/00Props; Chocks, e.g. made of flexible containers filled with backfilling material
    • E21D15/14Telescopic props
    • E21D15/44Hydraulic, pneumatic, or hydraulic-pneumatic props

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

  • Vollautomatischer Strebwanderausbau mit Stützelementen aus elastischen, gas- oder flüssigkeitsgefüllten, kissenartigen Gummi- oder Kunststoffkörpern Die Erfindung betrifft einen vollautomatischen Strebwanderausbau mit Stützelementen aus elastischen, gas- oder flüssigkeitsgefüllten, kissenartigen Gummi- oder Kunststoffkörpern zur großflächigen Aufnahme des Gebirgsdruckes.
  • Beim Flözabbau wird der Abbauraum durch einzelne Stempel (z. B. starre Holzstempel, nachgiebige Stahl- oder Leichtmetallstempel) zwischen Firste und Sohle des Lichtprofils abgestützt, wobei das Nachbrechen des Hangenden durch Kappen (aus Holz, Stahl oder Leichtmetall, ohne oder mit Verzug) verhindert wird, die in Reihen ohne Verbund oder in gelenkiger Verbindung miteinander angeordnet sind. In neuerer Zeit erfolgt diese Abstützung auch durch Ausbaugespanne, die aus mehreren Stempeln, Sohlenkappen und Firstkappen bestehen und einzeln oder in Verbindung mit einem benachbarten Ausbaugespann hydraulisch oder pneumatisch dem Abbaustoß folgend schrittweise gerückt werden. Diese Ausbauverfahren durch Stempel und Kappen weisen unter anderem folgende Nachteile auf: a) In Hangendem und Liegendem bilden sich an den Aufliegeflächen von Stempeln und Kappen Druckkonzentrationen, dazwischen entspannte Zonen, die aufblättern. Das Hangende wird entsprechend der Stempelreihendistanz und entsprechend den Schritten beim Vorrücken durchgewalkt. Die Stempel und Kappen stanzen sich in das Nebengestein ein, besitzen ungleichmäßige Tragkraft und werden oft schlecht oder zu spät gesetzt. Dadurch werden das Hangende und Liegende zerstört. Beim Vordringen des Flözabbaues in größere Teufen werden diese Verhältnisse immer schwieriger.
  • b) Der übliche streichende Stempelausbau wird in Schritten von jeweils einer Kappenlänge gesetzt, die aus wirtschaftlichen Gründen selten kürzer als 1 m ist. Das Arbeitsfeld im mechanischen Gewinnungsbetrieb mit Spanbreiten, die geringer als eine Kappenlänge sind (z. B. Hobelbetriebe), bleibt bis zur Breite einer Kappenlänge umverbaut. Bei Handbetrieb kann im Arbeitsfeld nur provisorischer Ausbau gestellt werden. Dadurch entstehen bereits im Verhiebfeld am Flözstoß Absenkungen und Setzrisse, die den Zusammenhang und die Festigkeit des Hangenden zerstören können.
  • c) Ein Stempel kann seinen Standort unter Last nicht verändern. Deshalb müssen bei den bekannten mechanischen Ausbauverfahren die Stempel erst entlastet, dann vorgezogen und schließlich wieder belastet werden. Hierdurch kann das Hangende ebenfalls weitgehend gestört werden.
  • d) Setzen und Rauben des Stempelausbaues erfordert qualifizierte Handarbeit mit hohen Kosten. e) Die vollmechanische Gewinnung scheitert bei schlechtem Hangenden daran, daß der Ausbau nicht rechtzeitig nachgebracht oder der erforderliche stempelfreie Flözstoß nicht erzielt werden kann.
  • Durch die erfindungsgemäße Behebung dieser Nachteile wird das Hangende durch gleichmäßige Stützung über großen Flächen gepflegt. Ein gepflegtes Hangendes kann mit erheblich geringeren Kräften gestützt werden als ein schlechtes Hangendes, weil seine natürliche Festigkeit erhalten bleibt.
  • Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, einen Ausbau für den Flözabbau zu schaffen, der unter voller Last, in kleinen Schritten dem Abbaustoß folgend, mechanisch vorwärts bewegt werden kann und der deshalb das Hangende vor Zerstörung schont.
  • Die Erfindung besteht darin, daß die Stützelemente als Wälzkörper in sich abwälzbar ausgebildet und mittels zugeordneter gegenläufiger Walzen zwischen Liegendem und Hangendem unter voller Belastung vorwärts bewegbar sind.
  • Diese kissenartigen Wälzkörper sind um ihre normal zur Richtung der Vorwärtsbewegung liegende Längsachse in sich abwälzbar. Sie sind auf oder unter parallelen Walzen bzw. Rollenbahnen liegend angeordnet, die aus in Trägern verlagerten Rollen bestehen oder auch zweite kissenartige Wälzkörper sein können. Rollenbahnen bzw. zweite Wälzkörper sind gleichfalls als Stützelemente ausgebildet.
  • Die Wälzkörper mit den zugeordneten Walzen (Rollenbahnen bzw. zweite Wälzkörper) sind im Lichtprofil des Abbauraumes zwischen Liegendem und Hangendem eingefügt. Der Durchmesser der unbelasteten, gefüllten Wälzkörper ist größer als die ihnen zugeordnete Lichthöhe, so daß sie im Arbeitszustand auf den Rollenbahnen bzw. als Wälzkörperpaare auf der Sohle und an der Firste in breiter Fläche aufliegen. Die Wälzkörper bestehen z. B. aus elastischem, undurchlässigem, druck- und verschleißfestem Gummi und sind mit Luft unter Druck gefüllt. Die Gebirgslast des Hangenden wird dann von den Stützelementen, nämlich den Wälzkörpern mit Rollenbahnen bzw. den Wälzkörperpaaren, elastisch und über große Flächen wirkend auf das Liegende übertragen, wobei für die Größe der Ausbaustützkraft die tragende Fläche und der Druck der Füllung maßgebend sind.
  • In einem Strebbau liegen die Stützelemente, mit ihrer Längsachse parallel zum Abbaustoß, längs der Strebfront angeordnet und stützen das Hangende auf der Versatzseite des Arbeits- und Fördererfeldes.
  • Die Vorwärtsbewegung der Stützelemente in Richtung des Flözverhiebes erfolgt in der Weise, daß die Wälzkörper auf oder unter den ihnen zugeordneten Rollenbahnen bzw. die aufeinanderliegenden Wälzkörper eines Paares, zwischen Liegendem und Hangender eingepreßt, um die Längsachsen zum Flözstoß hin vorgerollt werden. Hierbei besitzen sie festen Reibungsschluß mit Firste, Sohle und miteinander und rollen gegenläufig aufeinander ab. Es kann dabei kein Gleiten oder Zerren eintreten, weil die gleitende Reibung ein Vielfaches der Summe von rollender Reibung und Walkwiderstand ist. Dadurch wird erreicht, daß die als Stützmauer 'wirkenden Stützelemente unter der vollen Last des Gebirgsdruckes zwischen Firste und Sohle wälzend vorwärtsbeweglich sind.
  • Das Rollen der Stützelemente wird durch eine geeignete Schub- oder Zugvorrichtung bewirkt, durch welche der Wälzkörper und das ihm zugeordnete zweite, gegenläufige Stützelement zum Abbaustoß hin geschoben oder gezogen wird. Die Schub- oder Zugvorrichtung wird zweckmäßig mit dem Förderer gelenkig verbunden, so daß sich Ausbau und Förderer gleichzeitig und um denselben Weg zum Flözstoß bewegen. Die Abwälzung des Wälzkörpers kann schiebend durch die ihn auf der Rückseite teilweise umfassende gegenläufige Rollenbahn oder eine besondere schiebende Rollenbahn erfolgen, die am Förderer befestigt sind. Sie kann aber auch ziehend durch Zugbänder, die um den Wälzkörper und eine am Förderer angelenkte lose Rolle gelegt sind, bewirkt werden.
  • Fördermittel und Ausbau werden unmittelbar nach jedem Durchgang der Gewinnungsmaschine (bei Hobelbetrieb also in ganz kurzen Abständen von etwa ? 0 cm) in einer flachen S-Linie zum Stoß gerückt. Es ist aber auch möglich, Förderer und Ausbau nach Abschluß einer Maschinenfahrt frontal, über die ganze Streblänge, vorzurücken. Als Vordrückvorrichtungen können bekannte pneumatisch oder hydraulisch betätigte Kolbenmaschinen (Rückzylinder) oder elektrische Maschinen verwendet werden. Die Schub- oder Zugvorrichtungen können auf die unteren oder beide Wälzkörper eines Wälzkörperpaares wirken.
  • Es können eine oder mehr Reihen von Stützelementen nebeneinander verwendet werden.
  • Die Wälzkörper werden durch Druckschläuche von zentralen Pumpstationen unter gleichem Druck gehalten und über Rohrbruchventile an die Zentralleitung angeschlossen.
  • Bei Betätigung der Vordrückvorrichtungen des Förderers, an den der Ausbau angelenkt ist, von einer zentralen Stelle (z. B. Kopf- oder Ladestrecke) aus ist es möglich, mit dem erfindungsgemäßen Ausbau in Verbindung mit einer vollmechanischen Gewinnungsmaschine und einem mechanischen Fördermittel einen sogenannten »mannlosen« vollautomatischen Strebbetrieb, umfassend Gewinnung, Förderung und Ausbau, zu verwirklichen und wirtschaftlich zu betreiben.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren besitzt vor den bekannten Ausbauverfahren folgende Vorteile: a) Sowohl Hangendes wie Liegendes werden nicht punktweise (wie durch Stempel) oder linienweise (wie durch Kappen), sondern über große Flächen, also mit kleinen spezifischen Flächendrücken belastet. Dadurch entfallen Ausbauschwierigkeiten bei stanzbarem Nebengestein und bei schlechtem Gebirge (in großen Teufen).
  • b) Die Druckwirkungen auf das Gestein sind völlig gleichmäßig.
  • c) Die Vorwärtsbewegung des Ausbaues erfolgt in kurzen Schritten entsprechend dem Nachrucken des Förderers hinter der stetig um Spanbreite vorrückenden Gewinnungsmaschine.
  • d) Die nicht unterstützte Breite des Abbauraumes bleibt beim Verhieb immer konstant und beträgt ein bauliches Minimum, d. h. Optimum.
  • e) Der Ausbau trägt während der Vorwärtsbewegung die gleichmäßig bleibende volle Last.
  • f) Die Pflege des Hangenden ist optimal, die natürliche Gesteinsfestigkeit bleibt im Bereich des Abbauraumes weitgehend erhalten.
  • g) Das gefahrvolle Rauben von Stempeln und Kappen des Ausbaues entfällt.
  • h) Die Unfallgefahr beim Abbau ist ganz wesentlich gemindert, weil Zusammenhang und Festigkeit des Gebirges erhalten bleibt. Die allgemeine Unfallgefahr ist erheblich verringert, weil die Abbaubelegschaft sich auf wenige Bedienungs-und Kontrollpersonen beschränkt.
  • i) Die Vorwärtsbewegung des Ausbaues erfolgt vollautomatisch und wird von einer zentralen Stelle aus gesteuert. Dadurch entfallen die menschlichen Arbeitskräfte für Setzen und Rauben des Ausbaues, was beim derzeitigen Mangel qualifizierter Bergleute bedeutsam ist, und die Kosten hierfür.
  • k) Das zeit- und mannschaftsaufwendige Einbringen des Stempelausbaues beim Flözverhieb hemmt den Fortschritt der mechanischen Gewinnung. Beim erfindungsgemäßen Verfahren folgt der Ausbau vollautomatisch und unmittelbar der Gewinnung. Die Verhiebsleistung kann hier deshalb sehr erheblich gesteigert werden.
  • In der Zeichnung sind fünf verschiedene Ausführungsbeispiele zur Ausübung des erfindungsgemäßen Verfahrens schematisch gezeigt. Abb. 1., 2, 3, 4 und 5 stellen Querschnitte normal zum Flözstoß bzw. zur Abbaufront, Abb. 6 den Grundriß zu Abb. 2 dar.
  • Es bedeutet 1 den Flözstoß, 2 die Firste, 3 die Sohle und 4 den Förderer.
  • Abb.1 zeigt die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens in der Ausführung mit einem elastischen Wälzkörper 5, der auf der Firste 2 abrollt und auf einer Rollenbahn 6 gelagert ist, die auf der Sohle 3 vom Förderer 4 gezogen wird, wobei der Wälzkörper von den ihn auf der Versatzseite käfigartig umfassenden Rollen schiebend vorgerollt wird.
  • Abb.2 und 6 zeigen die Ausführung mit einem elastischen Wälzkörper 5, der auf der Sohle 3 abrollt. Zwischen ihm und der Firste 2 ist die Rollenbahn 6 angeordnet. Abb. 6 stellt den Grundriß dar, wobei das untere Ende des Wälzkörpers 5", der Zwischenraum zwischen zwei benachbarten Wälzkörpern mit der Vordrückvorrichtung 14 und der obere Teil des Wälzkörpers 5 skizziert wurden. Abb. 2 stellt den Schnitt a-b normal zur Strebfront dar. Die Rollenbahn 6 wird durch im Zwischenraum beiderseits der Wälzkörper angeordnete Zugstangen 10 und 10" vom Förderer 4 vorwärts gezogen. Die Rollenbahn 6 ist zur Sicherung des Fördererfeldes durch eine gelenkig mit ihr verbundene zweite Rollenbahn 12 verlängert, die durch mit dem Förderer 4 festverbundene, steuerbare, z. B. hydraulische Stempel 13 gestützt wird. Die Rollen der Rollenbahnen sind im Grundriß nicht dargestellt.
  • Abb. 3 zeigt eine Ausführung, die eine Kombination der Ausführungen nach Abb.1 und 2 mit zwei hintereinanderliegenden Wälzkörpern 5 betrifft, zwischen denen eine Rollenbahn 11 eingelagert ist.
  • Abb.4 veranschaulicht die Ausführung, bei der dem Wälzkörper 5 als gegenläufige Walze ein zweiter Wälzkörper 5' zugeordnet ist, so daß ein Wälzkörperpaar entsteht. Der hier z. B. untere Wälzkörper 5 ist zwecks ziehender Vorwärtsbewegung des Wälzkörperpaares vom Zugband 7 umwickelt, das über die am Förderer 4 befestigte Rolle 8 umläuft. Beim Nachrücken des Förderers rollt das Band 7 auf der Sohle 3 ab und zieht durch Reibungsschluß die beiden Wälzkörper 5, 5' vorwärts.
  • Abb.5 stellt eine Ausführung dar, bei der zwei solche Wälzkörperpaare nebeneinanderliegen. Sie werden vom Förderer 4 mittels der Zugstangen 10 und der Rollenbahn 9 vorwärts geschoben, wobei eine Reibung der Wälzkörperpaare aneinander durch eine zweite, gegenläufige Rollenbahn 11 verhindert wird.
  • Eine unzeitige, d. h. unerwünschte Vorwärtsbewegung der Wälzkörper kann durch auf der Seite des Flözstoßes angeordnete sperrende Rollen (z. B. in Abb. 1 Rolle 60, in Abb. 2 Rolle 62) verhindert werden.
  • Es kann in bestimmten Gebirgs- und Abbauverhältnissen zweckmäßig sein, diese aufgezeigten Ausführungsbeispiele hinsichtlich Wahl von Rollenbahnen oder zweiten Wälzkörpern als gegenläufige Walzen, hinsichtlich Lage der Rollenbahnen, hinsichtlich Vorwärtsbewegung durch schiebende Rollen oder ziehende Zugbänder, hinsichtlich Länge der Wälzkörper, hinsichtlich Anordnung mehrerer Stützelemente nebeneinander usw. zu kombinieren.
  • Über die praktische Durchführbarkeit des Erfindungsgedankens wird folgende Erwägung angeschlossen: Betrachtet sei ein Strebbau in einem 1,25 m mächtigen Kohlenflöz unter normalen Gebirgsverhältnissen, mit Hobelbetrieb. Beim üblichen T-förmigen Strebausbau durch Stahlstempel mit Reibungsschluß beträgt die Ausbaulast durch den Gebirgsdruck etwa 6 t/m= in der ersten, 19 t/m2 in der zweiten und 29 t/m2 Hangendfläche in der dritten Stempelreihe vom Flözstoß bei Beginn der Auskohlung des neuen Feldes. Mit fortschreitender Kohlung des Feldes steigern sich diese Lasten auf etwa 19 bzw. 32 bzw. 42 t/m2 Hangendfläche bis zum Ende der Auskohlung, vor Stellen der neuen Stempelreihe. Hierbei betragen die Stanzdrücke der Kappen aufs Hangende bis 40 kg7cm2 und der Stempel aufs Liegende bis 400 kg/cm2. Die belastete Liegendfläche macht nur etwa 10/0 der unterstützten Hangendfläche aus.
  • Beim erfindungsgemäßen Ausbau, der im Schritt des Hobelverhiebes, gleichzeitig mit dem Förderer, in konstantem Abstand zum Flözstoß vorrückt, wird die Gebirgslast des ersten (Förderer-) Feldes von steuerbaren (z. B. hydraulischen) Stempeln (die zugleich dem wechselnden Vorrücken des Förderers mit Ausbau und Nachziehen der Vordrückvorrichtungen dienen) und die Gebirgslast des zweiten und dritten Feldes vom Wälzkörperausbau gestützt. Letztere beträgt 24 t/m2 = 2,4 kg/cm2 Hangendfläche. Die tragende Fläche der Wälzkörper macht (je nach Ausführung) etwa 64'% der unterstützten Hangendfläche aus, so daß der spezifische Flächendruck der Wälzkörper auf Hangendes und Liegendes etwa 3,75 kg/cm2 beträgt. Der Fülldruck der Wälzkörper ist 3,75 atü.
  • Der Vergleich der Kennzahlen beider Ausbauverfahren nach diesem Beispiel zeigt überzeugend, daß beim erfindungsgemäßen Verfahren die spezifischen Flächendrücke auf das Nebengestein im Verhältnis 1 : 10 bzw. 1 : 100 geringer sind.
  • Hierdurch und durch den Entfall jedes Spannungswechsels im Nebengestein infolge Vorwärtsbewegung des Wälzkörperausbaues unter voller Belastung, gleichmäßig und in konstantem Abstand vom Flözstoß, wird der natürliche Zusammenhang bzw. die Tragfähigkeit des Gesteins so weitgehend erhalten werden, daß aus dieser Ursache die Größe der im Strebraum abzustützenden Kräfte wesentlich geringer sein wird als beim Stempelausbau.
  • Es ist technisch durchführbar, gas- oder flüssigkeitsgefüllte elastische Wälzkörper aus geeigneten Stoffen herzustellen, die unter einer aufliegenden Last sich verformend rollen können, genügend verschleißfest sind und den zu übertragenden Stützkräften entsprechende Drücke aushalten.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Vollautomatischer Strebwanderausbau mit Stützelementen, die aus elastischen, gas- oder flüssigkeitsgefiillten, kissenartigen Gummi- oder Kunststoffkörpern zur Aufnahme des Gebirgsdruckes auf großen Flächen bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützelemente als Wälzkörper (5) in sich abwälzbar ausgebildet und mittels zugeordneten gegenläufigen Walzen zwischen Liegendem und Hangendem unter voller Belastung vorwärtsbewegbar sind.
  2. 2. Ausbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen aus einer lagengesicherten Rollenfolge (6) bestehen, die unter oder über den Wälzkörpern (5) angeordnet ist. 3. Ausbau nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei aufeinanderliegendeWälzkörper (5, 5'). 4. Ausbau nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Wälzkörper (5) mit Rollenfolgen (6) oder Wälzkörperpaare (5, 5') nebeneinander angeordnet sind. 5. Ausbau nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollenfolgen (6) die Wälzkörper (5) auf der Versatzseite käfigartig umfassen. 6. Ausbau nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Versatzseite von Wälzkörperpaaren (5, 5') schiebende Rollenbahnen (9) mit Zugstangen (10) und zwischen hintereinanderliegenden Wälzkörperpaaren gegenläufige Rollen (11.) vorgesehen sind. 7. Ausbau nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß um einen der aufeinander angeordneten Wälzkörper ein Zugband (7) über eine Umlenkrolle (8) gelegt ist, die am Förderer (4) montiert ist. B. Ausbau nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verhinderung einer unerwünschten Vorschubbewegung der Wälzkörper (5, 5') denselben Widerlager (z. B. Rollen 60, 62) auf der Flözstoßseite zugeordnet sind. 9. Ausbau nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß an die Rollenbahn (6) über dem Wälzkörper (5) am Hangenden die Rollenbahn (12) angelenkt ist, die von einem steuerbaren Stempel gestützt ist und das Förderfeld sichert. 10. Ausbau nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen benachbarten Stützelementen, an diesen wie am Förderer verankert, Vordrückvorrichtungen (14) für die Vorwärtsbewegung des Ausbaues und des Förderers angeordnet sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 916 285; Zeitschrift »Glückauf« vom 6. 6. 1953, S.547.
DEB40004A 1956-04-25 1956-04-25 Vollautomatischer Strebwanderausbau mit Stuetzelementen aus elastischen, gas- oder fluessigkeitsgefuellten, kissenartigen Gummi- oder Kunststoffkoerpern Pending DE1118120B (de)

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Cited By (5)

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DE1199216B (de) 1958-03-18 1965-08-26 Siegfried Batzel Dr Ing Wandernder Strebausbau
DE1220367B (de) 1959-06-19 1966-07-07 Siegfried Batzel Dr Ing Wandernder Strebausbau
US3508408A (en) * 1967-07-20 1970-04-28 Gen Etablissements Michelin Ra Supporting cushions
DE1483935B1 (de) * 1965-09-27 1970-09-24 Michelin & Cie Verwendung eines konfektionierungskernes zur herstellung von stuetzhohlkoerpern aus elastomeren fuer untertaegigen grubenbau
DE3115432A1 (de) * 1981-04-16 1982-11-11 Gewerkschaft Eisenhütte Westfalia, 4670 Lünen Ausbaugestell

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DE916285C (de) * 1952-06-28 1954-08-09 Alfred Weddige Dr Ing Wandernder Grubenausbau fuer Abbaubetriebe

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