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DE1115864B - Verfahren zur Herstellung von Dicarbonsaeureamidazofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Dicarbonsaeureamidazofarbstoffen

Info

Publication number
DE1115864B
DE1115864B DEC18528A DEC0018528A DE1115864B DE 1115864 B DE1115864 B DE 1115864B DE C18528 A DEC18528 A DE C18528A DE C0018528 A DEC0018528 A DE C0018528A DE 1115864 B DE1115864 B DE 1115864B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carboxylic acid
group
azo
dicarboxylic acid
formula
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC18528A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Rudolf Mory
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy AG filed Critical Ciba Geigy AG
Publication of DE1115864B publication Critical patent/DE1115864B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B43/00Preparation of azo dyes from other azo compounds
    • C09B43/32Preparation of azo dyes from other azo compounds by reacting carboxylic or sulfonic groups, or derivatives thereof, with amines; by reacting keto-groups with amines

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Dicarbonsäureamidazofarbstoffen Zusatz zur Patentanmeldung C 15397 IV b / 22 a (Auslegeschrift 1112 231) Die Patentanmeldung C 15397 IVb / 22a betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Carbonsäureamidderivaten von Azofärbstoffen, indem man Dicarbonsäurehalogenide der Formel worin R1 einen Benzol- oder Naphthalinrest, R2 einen aromatischen Rest der Benzol- oder Naphthalinreihe, worin die Azogruppe in 1,4-Stellung zueinander stehen, R3 einen Naphthalinrest, worin die Azo-, Oxy- und Carbonsäurehalogenidgruppe in 1,2,3-Stellung zueinander stehen, und n die Zahl 2 bedeutet, mit von wasserlöslichen Gruppen freien Monoaminopyrenen umsetzt.
  • Es wurde nun gefunden, daß man nach diesem Verfahren zu ebenso wertvollen Dicarbonsäureamidderivaten von Azofarbstoffen gelangt, wenn man von wasserlöslichmachenden Gruppen freie Azofarbstofldicarbonsäurehalogenide der angegebenen Formel verwendet, worin n die Zahl 1 bedeutet.
  • Beim Verfahren sind von wasserlöslichmachenden Gruppen, wie Sulfonsäuregruppen, Sulfonsäureamidgruppen und - C O O H-Gruppen freie Ausgangsverbindungen zu verwenden. Von den als Ausgangsverbindungen zu verwendenden Aminopyrenen sei insbesondere das 3-Aminopyren genannt. Aber auch solche Aminopyrene, die außer der Aminogruppe noch weitere Substituenten, beispielsweise eine Acylaminogruppe, aufweisen, kommen in Betracht.
  • Die Azocarbonsäuren, aus denen die Säurehalogenide der angegebenen Formel hergestellt werden, erhält man, wenn man die Diazoverbindung einer 1-Aminobenzol-5-carbonsäure, die in 2-Stellung eine Alkoxygruppe aufweist, mit einer 2,3-Oxynaphthoesäure kuppelt.
  • Als Beispiele von 1-Aminobenzol-5-carbonsäure, die in 2-Stellung eine Alkoxygruppe aufweisen, sei die 1-Amino-2-äthoxy- oder -propoxy-, insbesondere aber die 1-Amino-2-methoxybenzol-5-carbonsäure erwähnt.
  • Die als Azokomponente zu verwendende 2,3-Oxynaphthoesäure kann gegebenenfalls in dem von der Carbonsäuregruppe freien Benzolring substituiert sein, beispielsweise durch ein Halogenatom, insbesondere ein Bromatom in 6-Stellung, eine Alkoxy- oder Alkylgruppe. Zweckmäßig wird jedoch, dank ihrer leichten Zugänglichkeit, die unsubstituierte 2,3-Oxynaphthoesäure verwendet.
  • Die erhaltenen Azodicarbonsäuren werden mit Mitteln behandelt, die befähigt sind, Carbonsäuren in ihre Halogenide, z. B. die Chloride oder Bromide, überzuführen, so insbesondere mit Phosphorhalogeniden, wie Phosphorpentabromid oder Phosphortrichlorid oder -pentachlorid, Phosphoroxyhalogeniden und vorzugsweise mit Thionylchlorid.
  • Die Behandlung mit solchen säurehalogenierenden Mitteln wird zweckmäßig in indifferenten organischen Lösungsmitteln, wie Chlorbenzolen, z. B. Mono- oder Dichlorbenzol, Toluol, Xylol oder Nitrobenzol, durchgeführt.
  • Bei der Herstellung der Carbonsäurehalogenide ist es in der Regel zweckmäßig, die in wässerigem Medium hergestellten Azoverbindungen vorerst zu trocknen oder durch Kochen in einem organischen Lösungsmittel azeotrop von Wasser zu befreien. Diese azeotrope Trocknung kann gewünschtenfalls unmittelbar vor der Behandlung mit den säurehalogenierenden Mitteln vorgenommen werden.
  • Die verfahrensgemäß erhältlichen Farbstoffe entsprechen der allgemeinen Formel worin R, und R2 die angegebene Bedeutung haben und Pyr einen Pyrenrest bedeutet. Sie sind wertvolle rote bis bordofarbene Pigmente, die sich durch besonders große Farbstärke auszeichnen und sich vorzüglich zum Färben von Polyvinylverbindungen eignen, z. B. zum Einwalzen in Polyvinylfolien. Sie zeichnen sich durch besonders gute Licht--und. Migratiönsechtheit-und außerdem durch Temperaturbeständigkeit und Lösungsmittelechtheit aus.
  • Die verfahrensgemäß -erhaltenen Pigmente können auch für andere Verwendungszwecke, z. B. in feinverteilter Form zum Färben von Kunstseide und Viskose oder Celluloseäthern und -estern oder von Polyamiden bzw. Polyurethanen in der Spinnmasse sowie zur Herstellung von gefärbten Lacken oder Lackbildnern, Lösungen und Produkten aus Acetylcellulose, Nitrocellulose, natürlichen Harzen oder Kunstharzen, wie Polymerisations- oder Kondensationsharzen, z. B. Aminoplasten, Phenolplasten, Polystyrol, Polyäthylen, Polyacryl, Gummi, Casein, Silikon und Silikonharzen, gute Dienste leisten. Außerdem lassen sie sich vorteilhaft bei der Herstellung von Farbstiften, kosmetischen Präparaten oder Laminierplatten verwenden. Gegenüber dem im Beispiel 2 der USA. Patentschrift 2 170 372 beschriebenen Farbstoff zeichnen sich die erfindungsgemäß erhaltenen durch eine bedeutend bessere Migrationsechtheit aus.
  • In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile, sofern nichts anderes angegeben wird, Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente.
  • Beispiel 36,6 Teile des Farbstoffes, den man durch Kupplung von diazotierter 3-Amino-4-methoxybenzoesäure mit 2,3-Oxynaphthoesäure erhält, werden im Gemisch mit 1000 Volumteilen Chlorbenzol, 1,6 Volumteilen Dimethylformamid und 19,9 Volumteilen Thionylchlorid unter Rühren 1 Stunde auf 130 bis 140°C erwärmt. Nach dem Erkalten des Reaktionsgemisches wird das in Form dünner, gelbroter Nädelchen angefallene Dicarbonsäurechlorid des Farbstoffes durch Filtration isoliert und im Vakuum bei 50 bis 60°C getrocknet.
  • 36,3 Teile dieses Chlorides werden in 1000 Volumteilen o-Dichlorbenzol unter Rühren bei 100°C vorgelegt. Dazu gießt man eine warme Lösung (etwa 100°C) von 43 Teilen 3-Aminopyren und 14,4 Volumteilen Pyridin in 300 Volumteilen o-Dichlorbenzol. Das Gemisch wird 20 Stunden bei 140 bis 150°C verrührt. Dann wird das entstandene Pigment bei 120°C filtriert, mit heißem o-Dichlorbenzol, heißem Alkohol und heißem Wasser gewaschen und im Vakuum bei 50 bis 60°C getrocknet. Der Pigmentfarbstoff ist ein in organischen Lösungsmitteln sehr schwer lösliches, blaurotes Pulver, welches Polyvinylchloridfolie in licht- und migrationsechtem, rubinrotem Ton färbt.
  • Der erhaltene Farbstoff besitzt die nachstehende Formel 65 Teile Polyvinylchlorid, 35 Teile Dioctylphthalat und 0,2 Teile dieses Farbstoffes werden miteinander verrührt und dann auf einem Zweiwalzenkalander 7 Minuten bei 140°C hin- und hergewalzt. Man erhält eine rubinrotgefärbte Folie von sehr guter Licht- und Migrationsechtheit.
  • Verwendet man an Stelle der 3-Amino-4-methoxybenzoesäure als Diazokomponente die 3-Amino-4-äthoxybenzoesäure, so erhält man ein Pigment mit ähnlichen Eigenschaften.
  • Verwendet man im Abschnitt 1 an Stelle der 2,3-Oxynaphthoesäure 6-Brom-2,3-oxynaphthoesäure, so erhält man ein Pigment, welches Polyvinylchlorid in etwas blaustichigeren Tönen von ebensoguter Licht-und Migrationsechtheit färbt.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Dicarbonsäureamidazofarbstoffen, die frei von wasserlöslichmachenden Gruppen sind, durch Umsetzen von mindestens 2 Mol eines Monoaminopyrens mit 1 Mol eines azogruppenhaltigen aromatischen Dicarbonsäurehalogenids der Formel worin R1 einen Benzolrest bedeutet, der in 1-Stellung an die Azogruppe, in 5-Stellung an die Carbonylgruppe gebunden ist und in 2-Stellung eine Alkoxygruppe aufweist, und R2 einen Naphthalinrest, worin die Azo-, Oxy- und Carbonsäurehalogenidgruppe in 1,2,3-Stellung zueinander stehen und n die Zahl 2 ist, gemäß Patentanmeldung C 15397 IVb / 22a, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Dicarbonsäurehalogenid der angegebenen Formel verwendet, worin n die Zahl 1 bedeutet.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Monoaminopyren das 3-Aminopyren verwendet.
  3. 3. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man von Carbonsäurechloriden ausgeht.
  4. 4. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man von solchen Carbonsäurehalogeniden der angegebenen Formel ausgeht, worin RE den Rest der Formel bedeutet.
  5. 5. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man von solchen Carbonsäurehalogeniden der angegebenen Formel ausgeht, worin R1 den Rest der 1-Amino-2-methoxybenzol-5-carbonsäure bedeutet. In Betracht gezogene Druckschriften: USA: Patentschrift Nr. 2 170 372. Bei der Bekanntmachung der Anmeldung sind zwei Färbetafeln ausgelegt worden.
DEC18528A 1958-03-05 1959-03-04 Verfahren zur Herstellung von Dicarbonsaeureamidazofarbstoffen Pending DE1115864B (de)

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DEC18528A Pending DE1115864B (de) 1958-03-05 1959-03-04 Verfahren zur Herstellung von Dicarbonsaeureamidazofarbstoffen

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DE (1) DE1115864B (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2170372A (en) * 1937-06-02 1939-08-22 Soc Of Chemical Ind Azo dyestuffs

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2170372A (en) * 1937-06-02 1939-08-22 Soc Of Chemical Ind Azo dyestuffs

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