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DE1111400B - Verfahren zur Herstellung von Organopolysiloxanmischpolymeren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Organopolysiloxanmischpolymeren

Info

Publication number
DE1111400B
DE1111400B DEU6776A DEU0006776A DE1111400B DE 1111400 B DE1111400 B DE 1111400B DE U6776 A DEU6776 A DE U6776A DE U0006776 A DEU0006776 A DE U0006776A DE 1111400 B DE1111400 B DE 1111400B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
group
weight
flask
heated
formula
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEU6776A
Other languages
English (en)
Inventor
Edward Lewis Morehouse
Robert John Lisanke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Union Carbide Corp
Original Assignee
Union Carbide Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Union Carbide Corp filed Critical Union Carbide Corp
Publication of DE1111400B publication Critical patent/DE1111400B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G77/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing silicon with or without sulfur, nitrogen, oxygen or carbon in the main chain of the macromolecule

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Silicon Polymers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Organopolysiloxanmischpolymeren Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Organopolysiloxanmischpolymeren, die mindestens eine Struktureinheit der allgemeinen Formel (OR')a ZNPSiOs+M (l) Rb2 und mindestens eine Struktureinheit der allgemeinen Formel (R30) cSiO4 ~ c (2) enthalten. Hierbei ist Z ein Wasserstoffatom, ein einwertiger Kohlenwasserstoffrest oder ein aminosubstituierter einwertiger Kohlenwasserstoffrest, R ist ein zweiwertiger Kohlenwasserstoffrest mit mindestens 3 Kohlenwasserstoffatomen, die Z2N-Gruppe ist an ein Kohlenstoffatom gebunden, das mit dem Siliciumatom über mindestens 3 Kohlenstoffatome in Verbindung steht, R'ist eine Alkylgruppe, R2 ist eine einwertige Kohlenwasserstoffgruppe, a und b haben je einen Wert von 0 bis 2, ebenso hat a + b einen Wert von 0 bis 2. R3 ist eine Alkylgruppe mit vorzugsweise 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, wie eine Methyl-, Äthyl-, Propyl-oder Butylgruppe, und c hat einen Wert von 1 bis 3. Vorzugsweise enthalten die Mischpolymeren mindestens eine Gruppe der Formel (1), in der a den Wert 1 oder 2 besitzt.
  • Beispiele der einwertigen Kohlenwasserstoffreste, die inFormel (1) durch Z und R2 dargestellt sind, sind Alkylgruppen, wie Methyl-, Äthyl- und Propylengruppen, Arylgruppen, wie die Phenylgruppe und Aralkylgruppen, wie die ß-Phenyläthylgruppe. Vorzugsweise enthalten diese einwertigen Kohlenwasserstoffgruppen 1 bis 10 Kohlenstoffatome. In der Formel (1) ist R ein zweiwertiger Kohlenwasserstoffrest, der mindestens 3 Kohlenstoffatome besitzt, wie eine Arylengruppe, z. B. der m-oder p-Phenylenrest, oder eine Gruppe, die eine Arylengruppe, verbunden mit einer Alkylengruppe, enthält, z. B. eine - C6H4CH2CH2-Gruppe oder ein - C6H4CH2-Gruppe, oder eine Alkylengruppe, z. B. eine 1, 3-Propylengruppe. Beispiele für die aminosubstituierten einwertigen Kohlenwasserstoffreste, die in der Formel (1) durch Z dargestellt sind, sind die p-Aminoäthyl-und die y-Aminopropylgruppen. Vorzugsweise enthalten diese aminosubstituierten einwertigen Kohlenwasserstoffreste 2 bis 10 Kohlenstoffatome.
  • Die in den Mischpolymeren vorliegenden, durch die Formel (1) dargestellten Struktureinheiten lassen sich z. B. durch folgende Formel (3) wiedergeben : wobei d einen Wert von mindestens 3, vorzugsweise von 3 bis 5 besitzt, die H2N-Gruppe also an ein Kohlenstoffatom gebunden ist, das über mindestens 3 Kohlenstoffatome mit dem Siliciumatom in Verbindung steht, und R', R2, a und b die obige Bedeutung haben. Beispiele für Struktureinheiten gemäß Formel (3) sind die y-Aminopropylsiloxy-, y-Aminopropyl- (methyl)-siloxy-, y-Aminopropyl-(dimethyl)-siloxy-, d-Aminobutylsiloxy-, d-Aminobutyl- (methyl)-siloxy- und o$-Aminobutyl-(dimethyl)-siloxygruppen.
  • Zusätzlich zu den Gruppen der. Formeln (1) und (2) können die Mischpolymeren noch Struktureinheiten folgender Formel enthalten : RlSiO4~c (4) 2 wobei R4 ein einwertiger Kohlenwasserstoffrest, wie eine Alkylgruppe, z. B. eine Methyl-, Äthyl- oder Propylgruppe, eine Arylgruppe, z. B. eine Phenylgruppe, eine Aralkylgruppe, z. B. eine, 8-Phenyläthylgruppe, eine Alkenylgruppe, z. B. eine Vinyl-oder Allylgruppe, eine Cycloalkenylgruppe, z. B. eine Cyclohexenylgruppe oder eine Cycloalkylgruppe, z. B. eine Cyclohexylgruppe ist und c einen Wert von I bis 3 hat. Vorzugsweise enthalten die durch R4 dargestellten Reste bis zu 10 Kohlenstoffatome. Beispiele für Struktureinheiten der Formel (4) sind die Methylsiloxy-, Dimethylsiloxy-, Trimethylsiloxy-, p-Phenyläthyl-(dimethyl)-siloxy-, Diphenylsiloxy-Diäthylsiloxy-, Phenyl- (äthyl)-siloxy-, Äthyl- (vinyl)-siloxy-und Methyl- (vinyl)-siloxygruppen.
  • Beispiel für erfindungsgemäß hergestellte Mischpolymere sind Produkte, die folgende Struktureinheiten enthalten (a = 0 bis 2 ; c = 1 bis 3) : Die Mischpolymeren können auch SiO2-Reste und an Siliciumatome gebundene Hydroxylgruppen enthalten.
  • Die Mischpolymeren können 0, 1 bis 99, 9 Gewichtsteile, vorzugsweise 5 bis 75 Gewichtsteile, an Struktureinheiten der Formel (1) und 0, 1 bis 99, 9 Gewichtsteile, vorzugsweise 25 bis 95 Gewichtsteile, an Struktureinheiten der Formel (2) je 100 Gewichtsteile des Mischpolymeren enthalten.
  • Die Mischpolymeren werden erfindungsgemäß hergestellt, indem man eine Mischung aus einem Siloxan mit mindestens einer Struktureinheit der Formel (1) und einem Orthokieselsäurealkylester erhitzt. Vorzugsweise wird dabei eine basische Verbindung als Katalysator hinzugefügt. Die Siloxane enthalten vorzugsweise Struktureinheiten der Formel (3). Es kann sich um völlig kondensierte Verbindungen handeln, wie y-Aminopropylpolysiloxane, b-Aminobutylpolysiloxane, cyclisches trimeres und tetrameres y-Aminopropyl- (methyl)-siloxan, cyclisches trimeres und tetrameres 8-Aminobutyl- (methyl)-siloxan, alkoxy-endblockierte y-Aminopropylmethylsiloxaneundò-Aminobutylmethylsiloxane. Diese völlig kondensierten Siloxane können ebenfalls Gruppen der Formel (4) enthalten.
  • Daneben sind auch nicht vollständig kondensierte, d. h. Hydroxylgruppen enthaltende Siloxane verwendbar, die durch Hydrolyse und durch teilweise Kondensation folgender Silane dargestellt werden : ZNRSiXc (8) R96 wobei Z, R, R2, c und b die obige Bedeutung besitzen und X eine Alkoxygruppe, z. B. eine Methoxy-, Äthoxy-oder Propoxygruppe, ist. Beispiele von Silanen der Formel (8) sind y-Aminopropyltriäthoxysilan, y-Aminopropyl-(methyl)-diäthoxysilan, y-Aminopropyl- (dimethyl)-äthoxysilan, 8-Aminobutyltriäthoxysilan und b-Aminobutyl-(dimethyl)-äthoxysilan.
  • Geeignete teilweise kondensierte Siloxanmischpolymere lassen sich auch durch Hydrolyse und nur teilweises Kondensieren von Silanmischungen mit Gruppen der Formel (8) und Silanen folgender Formel : , SiX, ~ (9) herstellen, wobei R3, X und c die obige Bedeutung besitzen. Beispiele für Silane der Formel (9) sind Methyltriäthoxysilan, Dimethyldiäthoxysilan, Trimethyläthoxysilan, ß-Phenyläthyldimethyläthoxysilan, Diphenyldiäthoxysilan, Diäthyldiäthoxysilan, Phenyläthyldiäthoxysilan, Äthylyinyldiäthoxysilan und Methylvinyldiäthoxysilan.
  • Völlig kondensierte Siloxane lassen sich durch Hydrolyse und vollständiges Kondensieren von Silanen der Formel (8) und, wenn es wünschenswert erscheint, zusammen mit Silanen der Formel (9) herstellen.
  • Die Hydrolyse von Silanen der Formel (8) und von Silanmischungen der Formeln (8) und (9) kann durch langsame Zugabe von stöchiometrischen Mengen Wasser, die zur Hydrolyse mindestens einer der Gruppen X nötig sind, unter lebhaftem Rühren erfolgen. Das hydrolysierte Produkt kondensiert sich äußerst schnell zu einem gewissen Grad selbst bei Zimmertemperatur. Erwärmen bewirkt eine vollständigere Kondensation des Siloxans.
  • Organopolysiloxanverbindungen mit der NHZCHZCsH4Si-Gruppe lassen sich durch Reduktion von Verbindungen mit der NCC6H4Si-Gruppe erhalten. So wird beispielsweise p-Aminomethylphenyltriäthoxysilan hergestellt, indem eine Mischung von p-Cyanophenyltriäthoxysilan in Toluol mit Wasserstoff und einer katalytischen Menge von Nickel-Aluminium auf eine Temperatur von etwa 150° C erhitzt wird, wobei sich die gewünschte Aminoverbindung bildet.
  • Die Alkylorthokieselsäureester, die in dem erfindungsgemäßen Verfahren benutzt werden, bestehen aus mindestens einem Siliciumatom, mindestens einer an das Silicium gebundenen Alkoxygruppe und, im Falle von mehreren Siliciumatomen in der Verbindung, aus Sauerstoffatomen, die als Brücken zwischen den Siliciumatomen fungieren. Unter diesen Verbindungen ist beispielsweise die monomere Verbindung Si (OR3) 4 (11) in der Ra die obige Bedeutung besitzt, daneben noch polymere Verbindungen aus mindestens zwei Gruppen der Formel (2).
  • Beispiele dieser monomeren Alkylorthokieselsäureester sind Methyl-, Äthyl-und Propylorthokieselsäureester, Beispiele für polymere Orthokieselsäureester sind folgende Verbindungen : C2H5O HOSiO(13) CZH50SiOl, sx (13) (x = ganze Zahl), (C2H5O) 3SiOSi (OC2H5) 3 (14) Gewöhnlich wird günstigerweise bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eine basische Verbindung als Katalysator verwendet. Nützliche Katalysatoren sind Alkalimetallhydroxyde, Silanolate und quaternäre Ammoniumhydroxyde, wie Caesium-, Natrium-und Kaliumhydroxyd, Natrium-und Kaliumdimethylsilanolate und Tetramethylammoniumhydroxyd ; vorzugsweise werden Kalium-und Caesiumhydroxyd und die Silanolate verwendet. Die Menge des eingesetzten Katalysators ist nicht engbegrenzt und kann von 0, 001 bis 0, 01 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamt- gewicht der Reaktionsteilnehmer, variieren. Vorzugsweise werden 0, 002 bis 0, 01 Gewichtsprozent verwendet. Beim Gebrauch von trifunktionellem Siloxan, z. B. Verbindungen mit der Gruppe HZ N (C H2) 3 Si Ol, 5, werden Katalysatormengen angewandt, die im höheren Bereich liegen, da solche Siloxane bis zu einem gewissen Grade die Katalysatoren vergiften können.
  • Die Reaktionstemperatur kann verschieden sein und hängt davon ab, ob ein Katalysator verwendet und gegebenenfalls welcher Katalysatortyp angewendet wird ; die Temperatur kann von 80 bis 250° C schwanken. Wird kein Katalysator verwendet, so wird bei 170 bis 250° C gearbeitet, beim Einsatz von Alkalihydroxyd als Katalysator werden 150 bis 170° C vorgezogen, bei quatemären Ammoniumhydroxyden 80 bis 120° C. Abweichungen von diesen Temperaturen sind nicht ratsam. Die Reaktionsteilnehmer werden gewöhnlich 4 bis 24 Stunden bei den angeführten Temperaturen gehalten. Um unerwünschte Nebenreaktionen der Reaktionsteilnehmer und des Mischpolymerproduktes mit atmosphärischem Sauerstoff zu verhindern, arbeitet man dann zweckmäßigerweise unter einer Atmosphäre eines inerten Gases, wie Argon, Stickstoff usw.
  • Die erfindungsgemäßen Reaktionen lassen sich durch folgende Beispiele verdeutlichen, wie z. B. die Reaktionen des tetrameren cyclischen y-Aminopropyl-(methyl)-siloxans mit Tetraäthylorthokieselsäureester oder Hexaäthoxydisiloxan : (p hat einen Wert von 1 bis 4).
  • Die erfindungsgemäß herzustellenden Mischpolymeren lassen sich als Polier-und Glanzmittel für angestrichene Stahloberflächen, z. B. Aktenschränke, günstig verwenden, da sie sehr schnell zu einem harten und glänzenden Filmüberzug trocknen.
  • Folgende Beispiele verdeutlichen die vorliegende Erfindung : Beispiel 1 66, 1 g äthoxy-endblockiertes Aminopropylpolysiloxanöl mit einem Durchschnitt von 0, 6 Äthoxygruppen je Siliciumatom und 34, 8 g (0, 167 Mol) Tetraäthylorthokieselsäureester wurden in einen 200-cm3-Kolben gebracht, wobei sich zwei Schichten bildeten, die selbst beim lebhaften Drehen des Kolbens nicht verschwanden. Auf 150° C erhitzt, wurde die Mischung homogen, doch bildeten sich, wenn die Mischung auf 5° C abgekühlt wurde, wiederum zwei Phasen. Die Mischung wurde dann wieder homogen, wenn auf 28° C erhitzt wurde. Die homogene Mischung, die offensichtlich noch keine Reaktion eingegangen war, hatte folgende physikalische Eigenschaften : Molekulargewicht (kryoskopisch) 609 ; Viskosität 54 cP ; Brechungsindex (nD5) 1, 4410. Das homogene noch nicht umgesetzte Gemisch wurde mit einem Ölbad auf 155° C erhitzt, Kaliumdimethylsilanolat (0, 01 Gewichtsprozent Kalium, bezogen auf die Reaktionsteilnehmer) als Katalysator hinzugefügt und dann weitere 16 Stunden lang auf 155° C erhitzt. Durch eine teilweise Reaktion während dieser Periode wurde ein 01 mit folgenden physikalischen Eigenschaften . erhalten : Molekulargewicht (kryoskopisch) 626 ; Vis- kosität 60 cP ; Brechungsindex (n2D5) 1, 4433. Dieses 01 blieb, selbst wenn es auf 5° C abgekühlt worden war, homogen. Es wurde dann Caesiumhydroxyd (etwa 0, 015 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht des Öls) hinzugefügt und zur Vollendung der Kondensation in einem Kolben mit einem Rückflußkühler auf 188° C erhitzt. Es wurde daraufhin ein 01 mit folgenden physikalischen Eigenschaften erhalten : Viskosität 80 cP ; Brechungsindex (nos) 1, 4446. Dieses 01 bestand aus Einheiten der folgenden Formeln : wobei a einen Wert von 0 bis 2 und c einen Wert von 1 bis 3 besitzt.
  • Beispiel 2 Eine Lösung von 3, 48 g (0, 167 Mol) Tetraäthylorthokieselsäureester und 65, 6 g cyclisches tetrameres b-Aminobutylmethylsiloxan wurde in einen 100-cm3-Kolben gebracht. Die noch nicht umgesetzte Lösung war klar und hatte folgende physikalischen Eigenschaften : Viskosität 80 cP ; Molekulargewicht (kryoskopisch) 586 ; Brechungsindex (n2D5) 1, 4640. Die Lösung wurde auf einem Ölbad auf 155° C erhitzt, und Kaliumdimethylsilanolat (0, 008 Gewichtsprozent Kalium, bezogen auf das Gewicht der Lösung) wurde als Katalysator hinzugefügt. Es wurde dann 16 Stunden lang auf 155° Cerhitzt, das resultierende Produkt war ein klares farbloses du-mit folgenden physikalischen Eigenschaften : Viskosität 190 cP ; Molekulargewicht 1222 ; Brechungsindex (nos) 1, 4690. Das C) bestand aus folgenden Einheiten : [H2N(CH2)4Si(OC2H5)(CH3)O3,5] [H2N(CH2)4Si(CH3)O] und wobei c einen Wert von 1 bis 3 besitzt.
  • Beispiel 3 y-Aminopropyltriäthoxysilan (133 g, 0, 6 Mol) wurde in einen 500-cm3-Dreihalskolben gebracht, der einen Rührer, einen Tropftrichter und einen Destillationsaufsatz besaß. 10, 8 g (0, 6 Mol) Wasser wurden in den Kolben getropft, wobei der Kolbeninhalt gut gerührt und die Lösung dann allmählich während der 15minutigen Wasserzugabe trüb wurde. Es wurde dann langsam auf 143'C Kolbentemperatur erhitzt, wobei leichtes Rückflußkochen eintrat. Die Temperatur im Destillationsaufsatz war 78° C. 35 g eines Destillates wurden innerhalb 11/2 Stunden gewonnen, währenddessen die Kolbentemperatur auf 150° C gestiegen war. Das Produkt war ein Hydroxygruppen enthaltendes Siloxan, das hauptsächlich Einheiten folgender Formel : enthielt, wobei a einen Wert von 0 bis 2 besitzt. Es wurde auf 105° C abgekühlt und erfindungsgemaß 62, 5 g (0, 3 Mol) Tetraäthylorthokieselsäureester unter gutem Rühren hinzugetropft. Die Mischung wurde während der Zugabe trüb. Es wurde dann erhitzt, bis leichtes Rückflußkochen bei 178° C Kolbentemperatur und 78° C Destillationskopftemperatur eintrat. Die flüchtigen Stoffe (20 g) wurden während 2 Stunden gesammelt, während die Kolbentemperatur auf 210°C gestiegen war. Nach dem Abkühlen des Kolbeninhalts auf Zimmertemperatur bildeten sich zwei Phasen, die zeigten, daß die Reaktion unvollständig war. Daraufhin wurden 0, 75 g Kaliumdimethylsilanolat mit 2, 1 Gewichtsteilen Kalium je 100 Gewichtsteile Silanolat (0, 004 Gewichtsprozent K, bezogen auf das Gesamtgewicht) in den Kolben gebracht. Der Kolben wurde mit einer 25 cm langen Vigreaux-Kolonne als Luftkühler versehen, mit Argon gefüllt, dann für weitere 3, 5 Stunden auf 150° C erhitzt und schließlich wiederum auf Zimmertemperatur abgekühlt.-Das auf diese Weise hergestellte Produkt war eine homogene Flüssigkeit (142, 0 g) mit folgenden physikalischen Eigenschaften : Brechungsindex (nD25) 1, 4283, Viskosität bei 20° C 13,85 Centipoise und Dichte (d', 1, 032 g/cm3.
  • Das Produkt hatte die Formel es enthielt 5, 58 Gewichtsprozent Stickstoff (theoretisch 5, 57 Gewichtsprozent) und hatte ein Molekulargewicht von 480 48 (theoretisch 502).
  • Beispiel 4 γ-Aminopropyltriäthoxysilan (88, 4 g, 0, 4 Mol) wurde in einen mit Rührer und Destillationsaufsatz versehenen 1-1-Rundkolben gebracht. 7, 2 g (0, 4 Mol) Wasser wurden unter lebhaftem Rühren innerhalb von 15 Minuten zugetropft, wobei die Kolbentemperatur auf 145° C gebracht wurde und leichtes Rückflußkochen begann (Destillationsaufsatztemperatur war 79° C). Das Erhitzen wurde weitere 2 Stunden fortgesetzt, währenddessen die flüchtigen StafFe (24, 7 cm3 Äthanol und Wasser) gesammelt wurden und die Kolbentemperatur auf 160° C gestiegen war. Es wurde auf etwa 75° C abgekühlt und dann erfindungsgemäß ein polymerer Alkylorthokieselsäureester (148 g, 0, 2 Mol) mit der Formel C2H5O[Si(OC2H5)2O]5C2H5 unter Rühren während einer Stunde hinzugetropft.
  • Während dieser Zugabe bildete sich in dem Kolben eine Emulsion. Der Kolben wurde erhitzt, bis Rückflußkochen begann (Kolbentemperatur 175° C, Aufsatztemperatur 79° C). I) as Rückflußkochen wurde weitere 2 Stunden fortgesetzt und dabei 21, 0 cm3 flüchtiger Stoffe gesammelt. Beim Abkühlen auf 160°C bildeten sich zwei Phasen, die zeigten, dal3 die Umsetzung unvollständig war. Daraufhin wurde Kaliumdimethylsilanolat mit 2, 5 Gewichtsteilen Kalium je 100 Gewichtsteile Silanolat (0, 004 Gewichtsprozent K, bezogen auf das Gewicht des Kolbeninhalts) hinzugefügt und der Kolbeninhalt unter Rühren 4 Stunden lang auf 160° C erhitzt. Es wurde eine homogene Flüssigkeit (205, 5 g) gebildet, die selbst nach dem Abkühlen auf Zimmertemperatur homogen blieb. Die Flüssigkeit hatte folgende physikalische Eigenschaften : Brechungsindex (nid') 1, 4165 ; Viskiosität bei 20'C 26, 2 cP ; Dichte (d24°) 1, 076 g/cm3. Die Flüssigkeit war ein Mischpolymeres folgender Formel : In diesem und im folgenden Beispiel war das Ausgangssiloxan ein äthoxyenthaltendes y-Aminopropylpolysiloxan, das durch In-situ-Hydrolyse und Kondensation des y-Aminopropyltriathoxysilans gebildet wurde.
  • Beispiel 5 y-Aminopropyltriäthoxysilan (66, 2 g, 0, 3 Mol) wurde in einen 1-1-Dreihalskolben mit Rührer und Destillationsaufsatz gebracht. Es wurde unter Rühren 5, 4 g (0, 3 Mol) Wasser hinzugetropft, der Kolbeninhalt zum Rückflußkochen erhitzt (Kolbentemperatur 140°C, Temperatur im Destillationsaufsatz 79° C) und die flüchtigen Stoffe gesammelt (13, 8g ; n2D5 = 1, 3608).
  • Der Kolben wurde auf 100° C abgekühlt und erfindungsgemäß ein polymerer Alkylpolykieselsäureester (224 g, 0, 3 Mol) mit der Formel C2H5O[Si(OC2H5)2O]6C2H5 innerhalb 30 Minuten langsam in den Kolben gebracht. Dabei wurde die Reaktionsmischung trüb.
  • Der Kolben wurde erhitzt, bis der Inhalt am Rückfluß kochte (Kolbentemperatur 175° C, Destillationsaufsatztemperatur 83° C). Es wurde Stickstoff als Schutzgas eingeleitet und Kaliumdimethylsilanolat mit 2, 5 Gewichtsteilen Kalium je 100 Gewichtsteile Silanolat (0, 004 Gewichtsprozent Kalium, bezogen auf den Inhalt) in den Kolben gebracht, dann für etwa Vs Stunde auf 175° C erhitzt, und dabei wurden 13, 8 g fluchtige Stoffe (nos = 1, 3622) gesammelt. Unter Rühren erhitzte man noch weitere 3 Stunden auf 180° C, wobei ein klares farbloses 01 (259 g) erhalten wurde. Das 01 hatte einen Brechungsindex (nos) von 1, 4087 und eine Dichte (du,') von 1, 072 g/cm3. Das 01 war ein Mischpolymeres mit der Formel H2N(CH2)3Si(OC2H5)2O[Si(OC2H5)2O]4Si(OC2H5)3 und enthielt 1, 56 Gewichtsteile Stickstoff (theoretisch 1, 57) je 100 Gewichtsteile des Polymeren.
  • Die technische Verwertbarkeit der erfindungsgemäß hergestellten Produkte erhellt aus folgenden Versuchen : Von zwei angestrichenen Stahlschränken wurde der eine mit Bis- (y-aminopropyl)-hexaäthoxytrisiloxan, [H2N (CH2) 3Si (OEt) 2]2Si (OEt) 2, in einer Konzentration von 10 Gewichtsprozent Trisiloxan in Toluol und der andere zum Vergleich mit einem anderen Organopolysiloxanglanzmittel überstrichen. Dieses letztere Glanzmittel enthielt 1, 5 Gewichtsteile Dimethylpolysiloxanöl mit einer Viskosität von 350 cSt, 2, 5 Gewichtsteile Wachs und 95 Gewichtsteile Naphthol-Petroleumsolvent je 100 Gewichtsteile Poliermittel. Das erfindungsgemäße Mischpolymere bildete einen einheitlichen, harten, schönen glänzenden Film, der unter Bildung eines etwa 0, 125 mm dicken Schutzüberzuges innerhalb etwa 5 Minuten an der Luft trocknete. Kein Polieren nach dem Trocknen war nötig, der Glanz dieses Filmes war wesentlich besser als der mit dem anderen verwendeten handelsüblichen Glanzmittel.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Organopolysiloxanmischpolymeren, welche mindestens eine Struktureinheit der allgemeinen Formel und mindestens eine Struktureinheit der allgemeinen Formel (R3O)c@ eSi 04-e enthalten (Z = Wasserstoff, einwertiger Kohlenwasserstoffrest oder einwertiger aminosubstituierter Kohlenwasserstoffrest, R = zweiwertiger Kohlenwasserstoffrest mit mindestens 3 Kohlenstoffatomen, Z2N-Gruppe ist an ein Kohlenstoffatom gebunden, das über mindestens 3 Kohlenstoffatome an Silicium gebunden ist, R'= Alkylgruppe, R2 = einwertiger Kohlenwasserstoffrest, a und b = 0 bis 2, (a+b) = 0 bis 2, R3 = Alkylgruppe und c = 1 bis 3), dadurch gekennzeichnet, daß man eine Mischung aus einem Siloxan mit mindestens einer Struktureinheit der allgemeinen Formel mit einem Orthokieselsäurealkylester erhitzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Organosiloxan verwendet, bei dem die Substituenten Z Wasserstoffatome sind, R eine Alkylengruppe und R3 eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen ist.
  3. 3. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man zusätzlich noch ein Organosiloxan der allgemeinen Formel R4 Si04 ~ 2 (R4 = einwertiger Kohlenwasserstoffrest, c = 1 bis 3) verwendet.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daB man die Reaktionsmischung auf eine Temperatur zwischen 80 und 170° C erhitzt.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die Mischung in Gegenwart eines basischen Katalysators erhitzt.
DEU6776A 1958-12-24 1959-12-24 Verfahren zur Herstellung von Organopolysiloxanmischpolymeren Pending DE1111400B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0203390A3 (de) * 1985-04-30 1989-05-03 Ppg Industries, Inc. Von Organosilanen abgeleitete partielle Hydrolysate, die hydrolisierbare Gruppen enthalten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0203390A3 (de) * 1985-04-30 1989-05-03 Ppg Industries, Inc. Von Organosilanen abgeleitete partielle Hydrolysate, die hydrolisierbare Gruppen enthalten

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