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Widerstands-Rollennaht-Schweißvorrichtung für überlappte Bandenden
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Widerstands-Rollennaht-Schweißen
aufeinanderfolgender überlappter Bandenden mit einer quer zur Bandrichtung beweglichen
Schweißeinrichtung, mit einer Schneideinrichtung zum Besäumen der Bandenden, mit
beweglichen Anschlägen zur Ausrichtung der Bandenden, mit Einrichtungen zum Anheben
des überlappenden Bleches und mit in Bandrichtung verschiebbaren Klemmbacken zum
Halten und Verschieben eines Bandendes.
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Das wesentliche Ziel der Erfindung besteht darin, eine Nahtschweißvorrichtung
zu schaffen, bei der das übereinanderliegen der Enden der zu verschweißenden Metallbandabschnitte
sehr genau geregelt werden kann.
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Die Erfindung besteht darin, daß in einem Doppelrahmeng ehäuse quer
zur Bandrichtung die Schneideinrichtung mit je einem lotrecht im. Gehäuserahmen
geführten Ober- und Unterschlitten angeordnet ist, daß am Oberschlitten ein lotrecht
geführter, angetriebener Obermesserhalter vorgesehen ist, daß weiterhin unterhalb
der Bandbahn am Unterschlitten ein Untermesserhalter befestigt ist und daß in an
sich bekannter Weise seitlich des Bandes zwischen dem Doppelrahmengehäuse, mit der
Schneideinrichtung fluchtend, die Schweißeinrichtung auf einem Schlitten angeordnet
ist.
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Vorzugsweise besteht die Verbindung zwischen Oberschlitten und Obermesserhalter
in an sich bekannter Weise aus Kniehebeln. Dabei kann am Obermesserhalter eine lotrecht
und unabhängig von dessen Bewegung angetriebene, an sich bekannte Abstandslehre
geführt sein.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind am Ober-
und Unterschlitten lotrecht verlaufende Führungssäulen durch die oberen und unteren
Traversen des Doppelrahmengehäuses geführt. Die Führungssäulen weisen dabei Ausnehmungen
auf, und an den Traversen sind hierzu passende Sperreinrichtungen derart angeordnet,
daß die Schlitten nach Erreichen ihrer Arbeitsstellung blockiert sind und die Scherkräfte
unmittelbar in den Gehäuserahmen ableiten.
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Insbesondere bestehen die Sperreinrichtungen aus verschieblich an
den Traversen geführten und angetriebenen Sperrplatten oder -schiebern.
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Weitere Merkmale sind Antriebsmittel, die dazu vorgesehen sind, um
mindestens eine Klemmvorrichtung mit einem Klemmbackenpaar um einen Drehpunkt in
einem Klemmbackenschlitten nach oben zu schwenken.
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Vorteilhaft bestehen die Anschläge aus quer zur Bandrichtung angeordneten,
hochkant stehenden Platten, deren Breite stufenweise unter Bildung von Anschlagflächen
abgesetzt ist. Diese Platten sind quer zur Bandrichtung verschieblich eingesetzt,
und ein Begrenzungsglied ist am Klemmbackenschlitten angeordnet, das in der Endstellung
gegen eine der stufenweise abgesetzten Anschlagflächen zu liegen kommt. Zweckmäßig
sind die Anschlagplatten mittels lösbarer Klinkenverbindungen in ihrer eingestellten
Lage gehalten.
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Die Erfindung wird an Hand der nachstehenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
in Verbindung mit den Zeichnungen erläutert; es zeigt Fig. 1 eine Draufsicht auf
die erfindungsgemäße Vorrichtung, Fig. 2 eine Teilseitenansicht nach der Linie II-II
der Fig. 1, Fig. 3 eine Stirnansicht in größerem Maßstab, die die neuartige Bandabschnittabmessungs-
und Klemmanordnung der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung zeigt, Fig. 4 eine Seitenansicht
im Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3, Fig. 5 eine Draufsicht im Schnitt nach
der Linie V-V der Fig. 3, Fig. 6 eine Stirnansicht der Klemm- und Anordnungsvorrichtung
der Fig. 1, Fig. 7 eine Teilseitenansicht der Klemm- und Anordnungsvorrichtung im
Schnitt nach der Linie VII-VII der Fig. 6,
Fig. 8 eine Schnittansicht
nach der Linie VIII-VIII der Fig. 6, Fig. 9, 10 und 11 je eine Draufsicht, Teilansicht
und Stirnansicht der Vorrichtung, die dazu dient, die Überlappung der Enden der
zu verbindenden Metallbandabschnitte oder -stücke in veränderlicher Weise zu begrenzen,
und Fig. 12 eine Seitenansicht der gemäß Fig. 1 verwendeten Schweißeinrichtung.
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Die in den Zeichnungen gezeigte Nahtschweißvorrichtung weist eine
Schneid- und Lehreneinrichtung 20, zwei im Abstand voneinander liegende Klemm-und
überlappungseinrichtungen 21 und eine Schweißeinrichtung 22 auf. Die Bahn der Bandabschnittsbewegung
durch die erfindungsgemäße Vorrichtung hindurch ist mit 23 bezeichnet, wobei die
Pfeile die übliche Bewegungsrichtung andeuten.
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Zunächst wird die Schneid- und Besäumeinrichtung beschrieben, die
ein großes Gehäuse 24 mit einem rechteckigen Fenster 25 aufweist, das quer zur Bewegungsbahn
23 des Streifens angeordnet ist und diese umfaßt. Die inneren Kanten des Fensters
25 über der Bewegungsbahn 23 sind mit verschiedenen Bauteilen fest verbunden, welche
Führungen 26 für die Seitenkanten eines lotrecht verschiebbaren oberen Schlittens
27 bilden. Der Schlitten 27 weist zwei im Abstand voneinander angeordnete Platten
28 auf, die sich über die Bewegungsbahn 23 des Bandes erstrecken und zwischen ihren
Enden durch einen stegartigen Verbindungsteil 29 verbunden sind. Auf der
Oberseite dieses Verbindungssteges befindet sich ein Ansatz 30, der eine
Öffnung aufweist, die innen mit einem Gewinde versehen ist und in die das Ende einer
Kolbenstange 31 eines Druckmittelzylinders 32 eingeschraubt ist, der gelenkig an
einer oberen Traverse 33 des Gehäuses 24 angebracht ist und durch dieses hindurchragt.
Die Enden der Platten 28 werden durch die stegartigen Teile 34 auseinandergehalten,
von denen jeder zwei im Abstand voneinander angeordnete Ansätze 35 zur starren Halterung
der Enden von Führungssäulen 36 trägt. Die obere Traverse 33 des Gehäuses 24 weist
in einem geeigneten Abstand voneinander angebrachte Öffnungen 37 auf, durch die
unter bestimmten Bedingungen die Führungssäulen 36 hindurchgehen können, wenn der
obere Schlitten zurückgezogen ist.
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Die obere Traverse 33 trägt ferner vier nach unten ragende U-förmige
Teile 38, die Führungen für eine quer verschiebbare obere Verriegelungs- oder Sperrplatte
39 bilden. Die Sperrplatte 39 wird mittels eines kleinen Druckmittelzylinders 40
verschoben, dessen Kolbenstange mit diesem Zylinder und dem Gehäuse 24 verbunden
ist. Die obere Sperrplatte weist eine längliche Öffnung 41 auf, um eine Verschiebung
ohne Behinderung durch den Druckmittelzylinder 32 zu ermöglichen, und ferner zwei
Öffnungen 42, die zu bestimmten Zeiten mit den entsprechenden Öffnungen 37 in der
oberen Traverse 33 fluchten. Nahe den Ecken der Sperrplatte 39 sind Ausnehmungen
44 angebracht, die Anschlagflächen für die Enden der Führungssäulen 36 bilden, wenn
sich der obere Schlitten in seiner unteren Stellung befindet und die obere Sperrplatte
die gezeigte Stellung einnimmt.
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An dem oberen Schlitten 27 ist nach unten hängend mittels zwei Kniehebelverbindungen
ein Obermesserhalter 45 angebracht, der Schneidklingen 46 mit schräg verlaufender
unterer Schneidkante trägt, quer über der Bewegungsbahn des Bandes liegt und mittels
in den Führungen 26 gleitender Ansätze so geführt ist, daß er Bewegungen in lotrechter
Richtung ausführen kann. Jeder der Kniehebel weist einen ersten, nach -unten hängenden
U-förmigen Lenker 47 auf, der mittels eines Gelenkzapfens 48 am oberen Schlitten
27 angelenkt ist, und einen zweiten U-förmigen Lenker 49, der mittels eines Zapfens
50 an einem im ganzen U-förmigen Teil 51 angelenkt ist. Die Lenker 47 und 49 sind
miteinander durch den Gelenkzapfen einer Schubstange 52 verbunden, die als Kolbenstange
eines Druckmittelzylinders 54 wirkt, der seinerseits nahe dem einen Ende des oberen
Schlittens 27 von einem geteilten Absatz 55 gehalten wird.
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Der Obermesserhalter 45 besitzt U-förmigen Querschnitt, und in der
von seinen Schenkeln gebildeten Öffnung ist die Abstandslehre angeordnet. Diese
weist einen Lehrenstab 56 auf, der mittels geteilter Ansätze an seinen beiden Enden
mit den Kolbenstangen von Druckmittelzylinder 57 an den einander gegenüberliegenden
Enden des Obermesserhalters 45 angebracht ist, Der Lehrenstab 56 ist mit genau geschliffenen
und hergestellten Meßflächen 58 versehen und weist ferner senkrechte Gleitführungen
auf, die mit den senkrechten Führungen in dem U-förmigen Obermesserhalter 45 zusammenwirken,
so daß der Lchrenstab 56 nach oben in den Obermesserhalter 45 zurückgezogen werden
kann, wenn er nicht in Gebrauch ist. Zur weiteren Steuerung und Führung der verschiedenen
in lotrechter Richtung verschiebbaren Teile ist eine Seite des Fensters 25 durch
eine Platte 60 teilweise verschlossen, mit der U-förmige Teile 61 zur Bildung einer
Führung verschraubt sind. Der U-förmige Teil 51 und der obere Schlitten 27 besitzen
T-förmige Ansätze 62, die in dieser Führung gleiten. Die U-förmigen Führungsteile
61 können mit Anschlägen 64 versehen sein, um die Abwärtsbewegung der Schneidmesser
und der Abmeßstange zu begrenzen. Es ist selbstverständlich notwendig, daß für die
oberen Schneidmesser 46 entsprechende untere Schneidmesser 65 vorgesehen werden,
wobei ein großer Teil der die unteren Schneidmesser 65 tragenden Anordnung in gleicher
Weise wie für die oberen Schneidmesser ausgebildet ist. Um Wiederholungen in der
Beschreibung zu vermeiden, weisen alle Teile der unteren Schneidmesseranordnung,
die denen der zuvor beschriebenen Anordnung gleich sind, die gleichen Bezugsziffern,
jedoch mit einem Apostroph auf, und nur diejenigen Teile der Vorrichtung, die anders
sind, werden noch besonders beschrieben. Ein unterer Schlitten 66 von im großen
und ganzen U-förmigem Querschnitt kann von dem Zylinder 32' in lotrechter Richtung
hin- und herbewegt werden. Auf der Oberseite des Schlittens 66 sind die Untermesserhalter
67 angebracht, und sie sind so geformt, daß sie nahe ihrer Oberseite eine dreieckige
Öffnung 68 bilden, so daß die Ober- und Untermesserhalter und die Abstandslehre
bei Betätigung der Vorrichtung sich gegenseitig nicht behindern.
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Jede der Klemm- und überlappungseinrichtungen 21 weist einen Schlitten
70 mit hohlem rechteckigem Querschnitt auf, an dessen vorderer Kante ein
U-förmiger Teil 71 angeschraubt ist. Diese Teile bilden eine tischartige
Abstützung für die zu verschweißenden Bandenden sowie ein unteres Klemmglied. An
jedem Ende des Schlittens 70 sind zwei Befestigungswinkel 72 vorgesehen, die beide
in ihrem hochstehenden Schenkelteil eine Öffnung 73 aufweisen, in der
die
Enden von vier hochstehenden Stäben 74 starr aufgenommen werden. Ein rechteckiges
kappenförmiges Paßstück 75 wird fest zwischen schulterartigen Ansätzen dieser Stäbe
und Kappenmuttern 76 gehalten, um eine Lagerfläche für einen Druckmittelzylinder
77 zu bilden. Das Paßstück 75 weist eine Öffnung auf, durch die die Kolbenstange
78 hindurchragen kann, die in einem gabelförmigen Ansatzstück 79 angebracht ist,
um mit dem einen Ende eines oberen Klemmgliedes 80 eine Gelenkverbindung zu bilden.
Die Stäbe 74 und die Öffnung 73 in den beiden Befestigungswinkeln 72 bilden in wirksamer
Weise Führungen für die lotrechte Verschiebung des oberen Klemmgliedes 80 und des
Gabelstückes 79.
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Das obere Klemmglied 80 weist einen vorstehenden Fußteil
81 auf und kann bei entsprechender Betätigung des Druckmittelzylinders 77
mit einem Bandende und dem Schlitten 70 in Klemmverbindung gebracht werden. Dieses
obere Klemmglied 80 kann unabhängig von einer Verschiebung des Schlittens 70 oder
des U-förmigen Teils 71 befestigt werden, wie sich nachstehend noch im einzelnen
ergibt. Es ist vorgesehen, daß der Schlitten 70 und das obere Klemmglied 80 lotrecht
und in Längsrichtung quer verschiebbar sind, um eine richtige überlappung der Bandenden
zu gewährleisten. Dies wird dadurch erreicht, daß verschleißfeste, U-förmig nach
innen gebogene Teile 82 an im Abstand voneinander liegenden Punkten auf der Unterseite
des Schlittens 70 angebracht werden und mit verschleißfesten Platten 83 zusammenwirken,
die auf der Oberseite eines Zwischengliedes 84 angebracht sind, das die in den verschiedenen
Darstellungen gezeigte Form besitzt. Ein Druckmittelzylinder 85 für den Klemm- und
Gleitvorgang ist starr mit dem Zwischenglied 84 verbunden, damit bei entsprechender
Betätigung des Arbeitsstempels des Zylinders 85 der Schlitten 70 und die zugehörigen
Teile in Längsrichtung mit Bezug auf das Zwischenglied 84 verschoben werden können.
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Das Zwischenglied 84 ist an einem T-förmigen Block 86 mittels querliegender,
verschleißfester Platten 87 und 88 angebracht, die Gleitbahnen bilden. An dem T-förmigen
Block ist ein vorstehender Rahmen 89 angebracht, der einen Zylinder 90 für die Querverschiebung
trägt, dessen Kolbenstange starr mit einem auf dem Zwischenglied 84 gelagerten Winkelstück
91 verbunden ist.
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Bevor die Bandabschnitte miteinander überlappt werden können, ist
es erforderlich, daß eines der Bandenden gegenüber der Ebene des anderen Bandendes
versetzt wird, damit keine gegenseitige Behinderung auftritt, wenn die Bandenden
zueinander hin bewegt werden. Zu diesem Zweck ist ein Puffer 95 auf der Unterseite
des T-förmigen Blocks angebracht, dessen nach unten ragender gabelförmiger Ansatz
96 gelenkig mit der Kolbenstange eines Druckmittel-Schwenkzylinders 97 verbunden
ist. Dieser Schwenkzylinder 97 ist auf einem ortsfesten Gehäuse 98 angebracht, das
eine Öffnung und Aussparung zur Aufnahme des Ansatzes 96 und des Puffers 95 aufweist.
Durch Betätigung des Schwenkzylinders 97 wird bewirkt, daß die gesamte Klemm- und
überlappungs-. einrichtung 21 nach oben verschoben wird und dabei den Schlitten
70 und das obere Klemmglied 80 über die allgemeine Bewegungsbahn des Bandes anhebt.
Das Gehäuse 98 wird von einem Gestell 99 gehalten.
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Um die Gelenkbewegung der Klemm- und überlappungsanordnung zu steuern,
sind zwei nach oben stehende Konsolen 100 an den gegenüberliegender. Seiten des
Gehäuses 98 angeschraubt, und der T-förmige Block 86 weist nach oben ragende Arme
101 auf. Die oberen Enden der Arme 101 und auch der Konsolen 100 sind als
Naben zur Aufnahme der Gelenkzapfen 102 ausgebildet. Es ist zu erwähnen, daß diese
Naben im wesentlichen in der gleichen Höhe wie die normale Bewegungsbahn des Bandes
liegen. Da die Konsolen am ortsfesten Gehäuse 99 befestigt sind, bewegt sich
die gesamte Klemm- und Ü berlappungseinrichtung bei Ingangsetzung des Schwenkzylinders
97 um die Gelenkzapfen 102.
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Zur Herstellung einer zufriedenstellenden Schweißnaht ist es wesentlich,
daß das Ausmaß der übzrlappung der Bandabschnitte genau geregelt wird. Zu diesem
Zweck sind zwei im Abstand voneinander befindliche, lotrecht liegende Befestigungsplatten
103
an den gegenüberliegenden Enden des Zwischengliedes 84 vorgesehen, an
denen in Längsrichtung liegende Halter 104 angeschraubt sind. Diese Halter bilden
die Abstützungen für mit einer Öffnung versehene Blöcke 105, die auf den äußeren
Enden dieser Halter gelagert sind, sowie für Halteplatten 106. Ferner sind am hinteren
Endteil des Schlittens 70 zwei Stangen 110 fest angebracht, die von dieser Platte
vorstehen und durch die Blöcke 105 hindurchgreifen, gegenüber denen sie verschoben
werden können. Die äußeren Enden der Stangen 110 sind mit Gewinde zur Aufnahme der
großen Begrenzungsmuttern 111
versehen.
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Ein längliches Anschlagglied 107, dessen Enden in verschiedenen Arbeitsgängen
genau bearbeitet wurden, um Anschlagflächen 109 zu bilden, liegt über den Stangen
110 und wird mittels noch zu beschreibender Mittel starr in bezug auf die Blöcke
105 gehalten. Jedes der Enden des Anschlaggliedes 107 ist mit einer länglichen Öffnung
108 versehen, so daß dieses Glied quer zu der Stange 110 und den Haltern 104 verschoben
werden kann. Die obere Kante des einen Endes des Anschlaggliedes 107 weist mehrere
Einschnitte 113 auf, in die ein hakenartiger Hebel 114, der an dem einen der Blöcke
105 angelenkt ist, eingreifen kann.
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Bei Verwendung der oben beschriebenen Vorrichtung wird die Vorschubbewegung
des Schlittens 70 und des von ihm festgeklemmten Bandendes beendet, wenn die Begrenzungsmuttern
111 an den gewünschten Anschlagflächen 109 des Anschlaggliedes 107 anliegen. Um
das Ausmaß der Überlappung zu ändern, wird der hakenartige Hebel 114 angehoben und
das Anschlagglied 107 nach rechts geschoben, bis die richtigen Anschlagflächen 109
in ihrer entsprechenden Lage sind. Dann wird der Hebel 114 wieder in den entsprechenden
Einschnitt 113 eingehakt, so daß das Anschlagglied 107 in der gewünschten Stellung
festgehalten wird. Der Zweck dieser Maßnahme ist, zu verhindern, daß der Schlitten
70 so weit wie in dem vorhergehenden Beispiel nach vorn geschoben wird.
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Die Klemm- und überlappungsvorrichtungen weisen ferner eine Rolle
115 auf, die am hinteren Ende des Schlittens 70 mittels Konsolen 116 angeordnet
ist. Diese Rolle erstreckt sich quer über die Bewegungsbahn des Bandes und ist vorzugsweise
drehbar auf einem Stab angebracht, der zwischen diesen Konsolen vorgesehen ist.
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Wie bereits zuvor erwähnt, sind gleiche überlappungs- und Klemmeinrichtungen
vorgesehen, und
zwar eine auf jeder Seite der Schneid- und Besäumcinrichtung
und dicht neben dieser. Jede dieser überlappungs- und Klemmeinrichtungen entspricht
der oben beschriebenen Einrichtung.
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Die Schweißeinrichtung 22 weist einen Schlitten 120 auf, der an seinem
vorderen Ende einen unteren, waagerecht liegenden Elektrodenbefestigungsarm 121
trägt. Ein oberer Arm 122 ist starr in bezug auf diesen unteren Arm 121 und parallel
zu ihm angebracht, so daß eine waagerechte, nach vorn offene Aussparung gebildet
wird.
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Am vorderen Ende jedes der Elektrodenbefestigungsarme 121 und 122
ist eineElektrodenanordnung vorgesehen, die aus einer Elektrodenrolle 123 und einem
Drehlager 124 besteht, wobei dieses mittels Lagerteile 125 an den Befestigungsarmen
121 und 122 befestigt ist. Auf jedem der Befestigungsarme 121
und 122
befindet sich ein die Elektroden steuernder Zylinder 126, dessen Kolbenstange mittels
eines Verbindungslenkers 127 durch das Drehlager 124 hindurchragt. Die Verbindungslenker
127 bilden eine Zwischenverbindung zwischen den gradlinig verschiebbaren Kolbenstangen
der Zylinder 126 und den bogenförmig drehbaren Drehlagen 124, so daß bei Ingangsetzung
eines oder beider Zylinder die Elektrodenrollen 123 dazu gebracht werden,
sich zu der Bandbewegungsbahn 23 hinzubewegen oder sich von ihr zu entfernen. Es
ist ersichtlich, daß die untere Elektrodenrollenanordnung mit verstellbaren Begrenzungsmitteln
128 versehen ist, um die Bewegung der unteren Elektrodenanordnung in einstellbarer
Weise zu begrenzen.
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Am äußeren Endteil des Hauptteils 120 ist ein elektrischer Starkstromtransformator
129 angebracht. Die Sekundärklemmen dieses Transformators sind nach vorn gerichtet
und mit Starkstromleitungen 130 und 131 verbunden. Diese Leitungen verlaufen
längs der Innenkanten der Elektrodenbefestigungsarme 121 und 122 und sind mit den
leitenden Lagern 125 elektrisch verbunden.
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Um die Schweißvorrichtung in Querrichtung zu führen, ist ein umschaltbarer
Antriebsmotor 133 vorgesehen, der über eine Kupplung und Transmission 134 eine längliche,
mit Gewinde versehene Welle 135 antreibt, die über ein Gewindelager 136 mit der
Schweißeinrichtung 22 in Antriebsverbindung steht. Zusätzlich zu den oben beschriebenen
Einrichtungen sind noch verschiedene weitere Vorrichtungen vorgesehen, die für ein
richtiges Arbeiten einer mit schmaler Überlappung arbeitenden Nahtschweißvorrichtung
erforderlich sind. So sind zwei umkehrbar arbeitende Klemmrollenanordnungen 140
und 141 an beiden Seiten der Vorrichtung angebracht, um die Bänder durch diese hindurchzubewegen.
Ferner sind auf beiden Seiten der Vorrichtung an den Innenseiten der Klemmrollenanordnungen
140 und 141 einander gleiche schleifenbildende Tische 142 und 143 vorgesehen,
die beide eine große flache Oberseite aufweisen, um die Metallbandabschnitte zu
halten. Ein Teil jeder dieserTischflächen kann nach oben verschwenkbar ausgebildet
sein, zu welchem Zweck Schleifenbildungszylinder 144 vorgesehen sind, die dazu dienen,
für genügend Spielraum bei den Bandabschnitten zu sorgen, damit deren Enden leicht
und ohne weiteres übereinandergelegt werden können.
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Für eine vollständige Beschreibung eines Arbeitsganges der mit schmaler
Überlappung arbeitenden Nahtschweißvorrichtung wird vorausgesetzt, daß die Messerhalter
45 und 67 bzw. die Schlitten 27 und 66 ganz zurückgezogen sind, daß ferner die Schlitten
70 in einer Höhe mit der Bewegungsbahn des Bandes liegen und die Klemmglieder 80
ihre obere Stellung einnehmen und daß die Schweißeinrichtung 22 sich auf der einen
Seite des Gehäuse befindet, wie in Fig. 1 gezeigt ist.
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Wenn der Schweißvorgang begonnen werden soll, schaltet die Bedienungsperson
zunächst nicht gezeigte Steuervorrichtungen ein, damit dem Zylinder 32 Flüssigkeit
zugeführt wird, was bewirkt, daß sich der obere Schlitten 27 und der Obermesserhalter
45 nach unten bewegen und die in Fig. 4 gezeigte Stellung einnehmen. Wenn der obere
Schlitten und der Obermesserhalter ihre unterste Stellung erreichen, wird automatisch
der Verriegelungszylinder 40 in Gang gesetzt und bewegt die Sperrplatte 39, wodurch
die Führungssäulen 36 eineAufwärtsbewegung der oberen Schneideinrichtung verhindern.
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Das hintere Ende eines ersten Bandabschnittes, der zuvor von einer
anderen, nicht gezeigten Schneideinrichtung außen beschnitten worden sein kann,
wird mittels der Klemmrollenanordnung 140 über die Mitte der Vorrichtung geführt.
Dann wird den Zylindern 57 Druckmittel zugeführt, so daß die Abstandslehre in ihre
Meßstellung gesenkt wird und in der Bewegungsbahn des Bandes liegt. Hierauf wird
die Klemmrollenanordnung umgekehrt, so daß die Kante des hinteren Endes des ersten
Bandabschnittes an einer der Meßfiächen 58 anliegt, die an dem Lehrenstab 56 angebracht
sind. Zu diesem Zeitpunkt werden die Zylinder 77 der Klemm- und Überlappungseinrichtung
21 auf der linken Seite der erfindungsgemäßen Schweißvorrichtung in entsprechender
Weise betätigt, um das Klemmglied 80 zu senken, was bewirkt, daß der erste Bandabschnitt
zwischen dem Schlitten 70 und dem vorstehenden fußartigen Teil 81 des oberen Klemmgliedes
80 festgeklemmt wird. Gleichzeitig mit der Betätigung des oberen Klemmgliedes
80 wird auch der dem Tisch 142 zugeordnete Zylinder 144 für die Schleifenbildung
betätigt, um das hintere Ende des ersten Bandabschnittes in eine Schleife zu legen.
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Als nächstes wird der untere Schlitten 66 mittels des Druckmittelzylinders
32' in seine Schneidstellung gebracht, und die Sperrplatte 39' wird betätigt, um
eine Rückbewegung des Schlittens zu verhindern. Dieser Vorgang ist in Fig. 3 und
4 gezeigt.
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Hierauf wird das vordere Ende eines zweiten Bandabschnittes, das zuvor
von einer anderen, nicht gezeigten Schneideinrichtung außen beschnitten worden sein
kann, von der Klemmrollenanordnung 141 so weit vorgeschoben, daß es an der anderen
Meßfläche 58 des Lehrenstabes 56 anliegt, und das Klemmglied 80 auf der rechten
Seite der Vorrichtung wird von den zugehörigen Zylindern 77 gesenkt, um das vordere
Ende des zweiten Bandabschnittes festzuklemmen. Gleichzeitig wird der andere Schleifenbildungszylinder
144 eingeschaltet, um den zweiten Bandabschnitt ebenfalls in eine Schleife zu legen.
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Anschließend wird von Hand z. B. ein Druckknopf heruntergedrückt,
wodurch der Schneidzylinder 54 eingeschaltet wird, um den Betätigungshebel
52 in Längsrichtung zu verschieben, wodurch die Kniehebel 47 bis 50 in die
Strecklage gebracht und die Schneidmesser 46 mit den unteren Schneidmessern 65 in
Schneidberührung gebracht werden. Da die oberen Schneidmesser 46 eine schräge untere
Kante aufweisen, werden die Enden der Bandabschnitte zunächst
nahe
der einen Seitenkante eingeschnitten, und die Schnittlinie wandert dann über die
Breite des Bandabschnittes hinüber, wenn sich der Obermesserhalter 45 dem unteren
Ende seiner Bewegung nähert. Irgendwelche Stoßkräfte, die beim Schneidvorgang auftreten,
werden über die Führungssäulen 36 und 36' auf die Sperrplatten 39 und 39' übertragen,
so daß der obere Schlitten 27 und der untere Schlitten 66 stets die richtige Stellung
einnehmen und Stoßkräfte von den Zylindern 32 und 32' ferngehalten werden. Am Ende
des Schneidhubes wird der Zylinder 54 in der entgegengesetzten Richtung in Gang
gesetzt, wobei der Obermesserhalter seine Bewegung umkehrt und sich wieder in seine
zurückgezogene Stellung bewegt. Bevor der Arbeitsgang fortgesetzt werden kann, ist
es notwendig, die Schneid- und Abmeßeinrichtung wieder zurückzuziehen. Zu diesem
Zweck werden die Sperrplatten 39 und 39' zurückgezogen und die Zylinder 32 und 32'
eingeschaltet, so daß die Ober- und Untermesserhalter 45 und 67 angehoben bzw. gesenkt
werden.
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Hierauf schaltet die Bedienungsperson einen der Zylinder 97 ein, um
eines der Bandabschnittsenden über die Bahn der Bandbewegung anzuheben. Wenn die
Bandabschnitte unterschiedliche Dicke besitzen, wird vorzugsweise der dünnere Bandabschnitt
aus der Ebene der Bewegungsbahn des Bandes herausgeschoben. Zur Erleichterung der
Beschreibung wird angenommen, daß der Zylinder 97 auf der rechten Seite der Vorrichtung
dazu dient, das vordere Ende des zweiten Bandabschnittes anzuheben.
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Um das vordere und das hintere Ende der Bandabschnitte miteinander
zu überlappen, werden beide Zylinder 85 für den Klemm- und Gleitvorgang gleichzeitig
in Gang gesetzt, wodurch die Schlitten 70 mit den oberen Klemmgliedern 80 und den
dazwischen eingeklemmten Bandenden zueinander hin bewegt werden. Diese Bewegung
der Bandabschnitte nach innen wird genau begrenzt, wenn die Begrenzungsmutter 111
an den Anschlagflächen 109 der Anschlagplatten 107 anliegt.
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Wenn die vorderen und hinteren Bandenden übereinanderliegen, wird
der Schwenkzylinder 97 wieder ausgeschaltet, wodurch diese beiden Bandenden in eine
feste Reibungsberührung miteinander gelangen. Nun kann die Bedienungsperson die
Anordnung der übereinanderliegenden Bandenden in Querrichtung einstellen, indem
nicht gezeigte Ventile in entsprechender Weise von Hand eingestellt werden, die
den Strom des Druckmittels zu den Zylindern 90 für die Querverschiebung regeln.
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Die sich überlappenden Bandabschnitte sind nun für das Verschweißen
durch die Schweißeinrichtung 22 bereit. Zunächst wird dem unteren Zylinder 126 Druckmittel
zugeführt, um die untere der Elektroden 123 in ihre richtige Lage zu bewegen, und
dann dem oberen Zylinder 126, um auch die obere der Elektroden 123 in ihre richtige
Lage zu bringen. Hierauf wird der Motor 133 eingeschaltet, um die Schweißeinrichtung
über die überlappungen mit einer Geschwindigkeit hinüberzuführen, die zum Teil von
der Dicke der zu verschweißenden Bandabschnitte bestimmt wird. Wenn sich die Elektroden
123 über die Bandabschnitte hinüberbewegen, wird ein nicht gezeigter geeigneter
Steuerkreis eingeschaltet, um diesen Teilen Strom zuzuführen, wodurch die Bandabschnitte
erhitzt und miteinander verschmolzen werden. Gleichzeitig wird durch die Elektroden
ein ständige- Druck ausgeübt, so daß die fertige Schweißnaht dinner ist als die
gemeinsame Dicke der nicht verschweißten Bandabschnitte. Wenn die Schweißelektroden
die gegenüberliegende Seite der verschweißten Bandabschnitte erreichen, wird der
Schweißstrom unterbrochen, und die Elektroden werden wieder zurückgezogen, indem
Druckmittel in die anderen Enden der Zylinder 126 geleitet wird. Gleichzeitig werden
die oberen Klemmglieder 80 durch die Klemmzylinder 77 angehoben, so daß die miteinander
verschweißten Bandabschnitte sofort weiter durch die Vorrichtung hindurch zu anderen
Bearbeitungsstellen geführt werden können.
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Dann wird die Schweißeinrichtung 22 mittels des Motors 133 wieder
auf die andere Seite zurückgeführt. Den Zylindern 85 für die IQemm- und Gleitbewegung
wird Druckmittel in einer solchen Weise zugeführt, daß sich die gesamte Klemmvorrichtung
in waagerechter Richtung öffnet und in ihre Ausgangsstellung zurückgeführt wird.
Hierauf können der obere Schlitten und der Obermesserhalter so betätigt werden,
daß die oberen Schneiden wieder nach unten geführt werden, um den nächsten Schneid-
und Schweißvorgang einzuleiten.