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DE1105419B - Verfahren zur Herstellung von bakterizid wirkenden basischen Phenthiazin-10-carbonsaeureestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von bakterizid wirkenden basischen Phenthiazin-10-carbonsaeureestern

Info

Publication number
DE1105419B
DE1105419B DEA32646A DEA0032646A DE1105419B DE 1105419 B DE1105419 B DE 1105419B DE A32646 A DEA32646 A DE A32646A DE A0032646 A DEA0032646 A DE A0032646A DE 1105419 B DE1105419 B DE 1105419B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carboxylic acid
phenthiazine
basic
ester
acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA32646A
Other languages
English (en)
Inventor
Gordon Sharp Myers
Town Of Mount Royal
Martin Arnold Davis
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wyeth Canada Inc
Original Assignee
Ayerst Mckenna and Harrison Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ayerst Mckenna and Harrison Inc filed Critical Ayerst Mckenna and Harrison Inc
Publication of DE1105419B publication Critical patent/DE1105419B/de
Pending legal-status Critical Current

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  • Nitrogen- Or Sulfur-Containing Heterocyclic Ring Compounds With Rings Of Six Or More Members (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von bakterizid wirkenden basischen Phenthiazin-10-carbonsäureestern Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von basischen Äthylthioäthylestem der Phenthiazin-10-carbonsäure sowie deren Salzen und quaternären Ammoniumverbindungen. Diese neuen basischen Äthylthioäthylester der Phenthiazin-10-carbonsäure der allgemeinen Formel worin R für eine niedrigmolekulare Alkylgruppe steht, sind wirksame bakterizide Mittel. Diese Verbindungen bilden durch Anlagerung von anorganischen und organischen Säuren Salze und mit niedrigmolekularen Alkylhalogeniden quaternäre Ammoniumsalze. Brauchbare anorganische Säuren sind z. B. die Halogenwasserstoffsäuren, wie Salzsäure, Bromwasserstoffsäure und jodwasserstoffsäure, ferner Schwefelsäure, Citronensäure und Salpetersäure. Flußsäure ist wegen ihrer Giftigkeit nicht brauchbar. Unter den organischen Säuren, die verwendet werden können, seien die niedrigmolekularen Fettsäuren, z. B. Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure, ferner zweibasische Säuren, wie Malonsäure oder Bernsteinsäure, Oxysäuren, z. B. Äpfelsäure, und ungesättigte Säuren, z. B. Maleinsäure, erwähnt. Brauchbare niedrigmolekulare Alkylhalogenide sind z. B. Methylbromid und Methyljodid.
  • Für die praktische Verwendung als bakteriostatisches Mittel wird der Wirkstoff im allgemeinen mit einem geeigneten Träger, z. B. Pflanzenharzen oder synthetischen Harzen, Zucker, Stärke, Magnesiumstearat und Würze vereinigt, um kaubare Tabletten zu bilden.
  • Sowohl die durch Säureanlagerung entstandenen Salze und die quaternären Ammoniumsalze als auch die freien Basen sind antiseptisch wirksam. Bevorzugte Verbindungen sind Phenthiazin-10-carbonsäure-F,2'-(dimethvlaminoäthylthioäthyl)] - ester, Phenthiazin - 10 - carbonsäure - [2#-(diäthylaminoäthylthioäthyl)l-ester und Phenthiazin-10-carbonsäure- [2'- (diisopropylaminoäthylthioäthyl)] - ester. Bevorzugte Salze sind die Maleinate, Citrate -und Methobromide.
  • Zur Herstellung der neuen basischen Ester wird ein Phenthiazin-10-carbonsäurehalogenid mit einem durch eine basische Gruppe substituierten Äthylthioäthanol umgesetzt. Dies wird dadurch leicht bewerkstelligt, daß man die Ausgangsstoffe zusammen in ein Verdünnungsmittel einbringt und die Reaktionsmischung auf erhöhte Temperaturen, z. B. etwa 90 bis 1 lO'C, erhitzt. Ein bevorzugtes Verdünnungsmittel ist das Pyridin. Nach dem Kühlen kann der freie basische Ester durch Zugabe einer Base, z. B. eines Alkalihydroxyds, wie Natriumhydroxyd oder Kaliumhydroxyd, zur Reaktionsmischung, die vorher durch Zugabe von Wasser bei einer zur Verhinderung der Hydrolyse hinreichend niedrigen Temperatur, im allgemeinen bei etwa 32'C, verdünnt wurde, freigesetzt werden. Der basi§che Ester wird dann leicht gewonnen, indem man die Reaktionsmischung mit einem organischen Extraktionsmittel extrahiert, dann mit Wasser wäscht und das Extraktionsmittel zur Isolierung der neuen Verbindung abdampft. Geeignete Extraktionsmittel sind Äther, Benzol oder Chlorkohlenwasserstoffe, z. B. Chloroform oder Tetrachlorkohlenstoff.
  • Die Salze der basischen Ester werden dadurch leicht hergestellt, daß man einen geringen Überschuß der Säure, deren Salz erwünscht ist, zu einer Lösung des freien basischen Esters in einem geeigneten Lösungsmittel, z. B. in Äther, zrifügt. Quaternäre Ammoniumsalze werden in ähnlicher Weise dadurch hergestellt, daß man zu einer Lösung einer freien Base in einem geeigneten organischen Lösungsmittel eine Lösung eines Alkylhalogeiiids in einern mit dem erstgenannten Lösungsmittel mischbaren Lösungsmittel zugibt. Brauchbare Lösungsmittel sind Äther> Aceton und Methyläthylketone.
  • Die neuen Verbindungen weisen eine bakterientötende Wirkung gegenüber grampositiven und gramnegativen Bakterien auf. Als bakteriostatische Mittel sind sie gegenüber einer typischen Gruppe von grampositiven und gramnegativen Bakterien zwei- bis viermal so wirksam wie die entsprechenden Alkoxyalk-ylester der Phentlüazin-10-carbonsäure gemäß U§AJatentschrift 2 778 824.
  • Als typisches Beispiel seien die minimalen Hemmungskonzentrationen einer der neuen Verbindungen, und zwar des maleinsauren Phenthiazin-10-carbonsäure-[2'-(dimethylaminoäthylthioäthyl)]-esters, angegeben, wenn er als bakteriostatisches Mittel gegen eine Reihe von charakteristischen Bakterien verwendet wird:
    Staphylococcus pyogenes (penicillinemp-
    findlich) ........................... 3200
    Staphylococcus pyogenes (penicillinbestän-
    dig) ............................... 3200
    Sarcina lutea ................ größer als 6400
    Streptococcus faecalis ........ größer als 6400
    Aerobacter aerogenes ................. 1600
    Pseudomonas aeruginosa ............... 3200
    Proteus vulgaris ...................... 1600
    Diese minimalen Hemmungskonzentrationen geben an, in bis zu wieviel Teilen der Nährlösung (aufgeführte Zahlen) ein Teil der geprüften Substanz eine vollständige Unterdrückung des Wachstums bewirkt.
  • Zu Vergleichszwecken wurden die minimalen Hemmungskonzentrationen des bekannten Phenthiazin-10-carbonsäure - [2' - (dimethylaminoäthoxyäthyl)] - ester -hydrochlorids gegenüber denselben Bakterien ermittelt:
    Staphylococcus pyogenes (penicillinemp-
    findlich) ........................... 1600
    Staphylococcus pyogenes (penicillinbestän-
    dig) ............................... 1600
    Sarcina lutea ......................... 3200
    Streptococcus faecalis ................. 3200
    Aerobacter aerogenes ................. 800
    Pseudomonas aeruginosa ............... 800
    Proteus vulgaris ...................... 800
    Diese Ergebnisse zeigen, daß die Schwefel enthaltenden erfindungsgemäßen Verbindungen als bakteriostatische Mittel zwei- bis vierinal so wirksam sind wie die entsprechenden, Sauerstoff enthaltenden bekannten Verbindungen.
  • Die Erfindung wird an Hand der folgenden Beispiele näher erläutert.
  • Beispiel 1 Es wurde zu einer Suspension von 26,1 g (0,1 Mol) Phenthiazin-10-carbonsäurechlorid in 50 ml wasserfreiem Pyridin tropfenweise unter Rühren eine Lösung von 17,7g (0,1 Mol) ß-Diäthylaminoäthylthioäthanol in 50 ml Pyridin hinzugefügt. Die Zugabe erforderte etwa 20 Minuten, und die Reaktionsmischung wurde mittels äußerer Kühlung annähernd auf Zimmertemperatur gehalten.
  • Die Temperatur wurde dann innerhalb 30 Minuten auf 90'C erhöht und während 45 Minuten aufrechterhalten. Die Lösungwurde dann gekühlt und in 400 ml Eiswasser gegossen. Der basische Ester, nämlich Phenthiazin-10 - carbonsäure - [C- (diäthylaminoäthylthioäthyl)] - ester, wurde aus der Lösung durch Zugabe von Natriumhydroxydlösung freigesetzt. Die Verbindung wurde mit Äther aufgenommen und durch wiederholte Extraktionen mittels Wasser pyridinfrei gewaschen. Nach Entfernung des Lösungsmittels durch Abdampfen blieb der basische Ester in Form einer dunklen, öligen Substanz zurück.
  • Ein Teil des Phenthiazin-10-carbonsäure-[2'-(diäthylaminoäthylthioäthyl)j-esters wurde dann in Äther gelöst und mit der gleichen Gewichtsmenge in Aceton gelöster Citronensäure behandelt. Es wurde so das Citrat des Phenthiazin-10-carbonsäure-[2'-(diäthylaminoäthvlthioäthyl)]-esters erhalten, das nach dem Umkristallisieren aus Aceton bei 99 bis 101'C schmilzt (unter Zersetzung).
  • Die Analyse bestätigte die Brattoformel C" H34 -NL2 09 S2 für das eitronensanre Salz.
    Berechnet ... C 54,53 0/0, H 5,76 0/0, S 10,78 %;
    gefunden ... C 55,17 "/" H 5,93 0/0, S 10,98 0/,.
    Ein weiterer Teil des in Äther gelösten basischen Esters wurde mit Methylbromid behandelt. Es wurde das Methobromid des Phenthiazin-10-carbonsäure-[2'-(diäthylaminoäthylthioäthyl)]-esters erhalten, das nach dem Umkristallisieren aus einer Äthanol-Äther-Mischung bei 155 bis 160'C schmilzt (unter Zersetzung).
  • Die Analyse bestätigte die Bruttoformel C"H"N,0,S, Br für das Methobromid.
    Berechnet ... Br 16,06 0/" S 12,89
    gefunden ... Br 15,89 Of, S 12,50
    Beispiel 2 Eine Lösung von 26,1 g (0,1 Mol) Phenthiazin-10-carbonsäurechlorid in Pyridin wurde gemäß der im Beispiel 1 beschriebenen Verfahrensweise mit einer Lösung von 16,4 g (0,1 Mol) ß-Dimethylaminoäthylthioäthanol in Pyridin behandelt. Nach dem Erhitzen, Kühlen, der Zugabe der Natriumhydroxydlösung und Extrahieren des basischen Esters mit Äther, dem darauffolgenden Waschen und Abdampfen des Lösungsmittels wie im Beispiel 1 wurden 44 g eines dunklen, schweren Öles isoliert. Dieses wurde mittels Aluminiumoxyd aus einer 45 II/Oigen Lösung von Benzol in Hexan chromatographiert, und der so isolierte rohe Ester wurde durch Zugabe von verdünnter Salzsäure, Extrahieren mit Benzol und anschließendes Freisetzen des basischen Esters mit Hilfe der Zugabe von Ammoniak weiter gereinigt. Die Extraktion der wäßrigen Schicht mit Äther und Entfernung des Lösungsmittels ergab 9,5 g Phenthiazin-10-carbonsäure-[2'-(dimethylaminoäthylthioäthvl»-ester als öliges Produkt.
  • Zu einer Lösung des basischen Esters in Äther wurde dann Maleinsäure im Überschuß zugefügt, wodurch das maleinsanre Salz des Phenthiazin-10-carbonsäure-[2'-(dimethylaminoäthylthioäthyl)i-esters entstand. Dieses Prodakt bildet weiße Kristalle, die nach dem Umkristallisieren aus einem Äthanol-Äther-Gemisch bei 106 bis 109'C schmelzen.
  • Die Analyse bestätigte die Bruttoformel C-23H26N2O6S2 für das maleinsaure Salz.
    Berechnet ... C 56,32 H 5,34 N 5,71 % -,
    gefunden ... C 56,43 H 5,55 N 5,66 Oil,.
    Beispiel 3 a) Es wurden 99,5 g (0,5 Mol) Diisopropylaminoäthvlchlorid-hydrochlorid in 100 ml Methanol gelöst. Zu Diener Lösung wurde langsam unter Rühren eine Lösung von 27 g (0,5 Mol) Natriummethylat in 200 ml Methanol hinzugefügt. Die vermischten Lösungen wurden dann filtdert, und zum Filtrat wurde tropfenweise eine Lösung mit einem Gehalt an 39 g (0,5 Mol) Merkaptoäthanol und 27 g (0,5 Mol) Natriummethylat in 500 ml Methanol zugefügt.
  • Die Reaktionsmischung wurde dann unter Rückfluß 2 % Stunden lang gekocht, worauf sie gekühlt, filtriert und unter vermindertem Druck destilliert wurde. Es wurde ß-Diisopropylaminoäthylthioäthanol vom Kp.0,3 = 100'C (n1,6 = 1,4879) erhalten. Die Analyse bestätigte die Bruttoformel Cl,H"NOS.
    Berechnet ... N 6,82 0/" S 15,62 0/,;
    gefunden ... N 6,29 Of, S 15,63 0/,.
    b) Es wurden 26,1 g (0,1 Mol) Phenthiazin-10-carbonsäurechlorid in 50 ml wasserfreiem Pyridin suspendiert -und tropfenweise unter Rühren eine Lösung von 20,5 g (0,1 Mol) ß-Diisopropylaminoäthylthioäthanol in wasserfreiem Pyridin zugefügt. Es wurde die Verfahrens-weise des Beispiels 1 befolgt. Nach dem Kühlen, der Zugabe von Natriumhydroxydlösung, dem Extrahieren mit Äther und der Entfernung des Lösungsmittels durch Abdampfen wurden 39 g Phenthiazin-10-carbonsäure-[2'-(diisopropylaminoäthylthioäthyl)]-ester in Form eines dunklen Öles erhalten. Dieser rohe basische Ester wurde dann mittels Aluminiumoxyd aus Benzol chromatographiert, dann mit Benzol extrahiert, mit Ammoniak versetzt, und schließlich wurde der gereinigte basische Ester wiederum mit Äther extrahiert, wobei im großen und ganzen die Verfahrensweise des Beispiels 2 befolgt wurde. Nach der Entfernung des Lösungsmittels wurde der gereinigte basische Phenthiazin-10-carbonsäure- [2'- (diisopropylaminoäthylthioäthyl)j-ester als öliges Produkt gewonnen.
  • Durch Behandlung einer kleinen Menge des basischen Esters mit einer überschüssigen Menge von in Aceton gelöster Citronensäure wurde das citronensaure Salz des Phenthiazin-10-carbonsäure-[2'-(düsopropylaminoäthylthioäthyl)]-esters hergestellt. Dieses wurde durch Lösen in Isopropanol und darauffolgendes Ausfällen aus dieser Lösung durch Zugabe von Äther gereinigt, so daß das gereinigte Salz als ein weißer, amorpher und bei 49 bis 54'C schmelzender fester Stoff anfällt.
  • Die Analyse bestätigte die Bruttoformel C"H.,N.0.S2 für das citronensaure Salz.
    Berechnet ... N 4,50 0/" S 10,29 0/,;
    gefunden ... N 4,62 0/" S 10,210/,.

Claims (1)

  1. PATEXTANSPRUCII. Verfahren zur Herstellung von bakterizid wirkenden basischen Phenthiazin-10-carbonsäureestern der allgemeinen Formel worin R eine niedrigmolekulare Alkylgruppe, vorzugsweise Methyl-, Äthyl- bzw. Isopropylgruppe ist, bzw. deren Salzen oder quaternären Ammoniumsalzen, dadurch gekenn eichnet, daß man bei erhöhter Temperatur und in einem geeigneten Lösungsmittel Phenthiazin-10-carbonsäurechlorid mit einem substituierten Thioäthanol der allgemeinen Formel worin R die obige Bedeutung hat, zur Reaktion bringt und gegebenenfalls die so erhaltenen basischen Ester mit Säuren, vorzugsweise Citronensäure bzw. Maleinsäure, in Salze oder mit Alkylhalogeniden, vorzugsweise Methylbromid, in quaternäre Ammoniumsalze überführt. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 778 824.
DEA32646A 1958-08-14 1959-08-11 Verfahren zur Herstellung von bakterizid wirkenden basischen Phenthiazin-10-carbonsaeureestern Pending DE1105419B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2778824A (en) * 1955-07-13 1957-01-22 American Home Prod Basic alkoxyalkyl esters of phenothiazine-10-carboxylic acid

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2778824A (en) * 1955-07-13 1957-01-22 American Home Prod Basic alkoxyalkyl esters of phenothiazine-10-carboxylic acid

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