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DE1033652B - Verfahren zur Spaltung von racemischem ª‡-Oxy-ª‰, ª‰-dimethyl-ª†-butyrolacton in seine d(-)- und 1(+)-Stereomeren - Google Patents

Verfahren zur Spaltung von racemischem ª‡-Oxy-ª‰, ª‰-dimethyl-ª†-butyrolacton in seine d(-)- und 1(+)-Stereomeren

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Publication number
DE1033652B
DE1033652B DEU3502A DEU0003502A DE1033652B DE 1033652 B DE1033652 B DE 1033652B DE U3502 A DEU3502 A DE U3502A DE U0003502 A DEU0003502 A DE U0003502A DE 1033652 B DE1033652 B DE 1033652B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dulcitylpantamide
pantolactone
melting point
water
dulcityl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEU3502A
Other languages
English (en)
Inventor
Fred Kagan
John Ward Greiner
David Irwin Weisblat
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Pharmacia and Upjohn Co
Original Assignee
Upjohn Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Upjohn Co filed Critical Upjohn Co
Publication of DE1033652B publication Critical patent/DE1033652B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D307/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom
    • C07D307/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings
    • C07D307/26Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member
    • C07D307/30Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D307/32Oxygen atoms
    • C07D307/33Oxygen atoms in position 2, the oxygen atom being in its keto or unsubstituted enol form

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Spaltung von racemischem a-Oxy-ß,ß-dimethyl-y-butyrolacton in seine d(-)- und 1(+)-Stereomeren Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Spaltung von racemischem a-Oxy-ß,ß'-dimethyl-y-butyrolakton in seine d(-)- und 1(-r)-Stereomeren durch Umsetzung des Racemats mit d(-)-Galaktamin bei erhöhter Temperatur, Trennung des erhaltenen Gemisches aus (-)-N-d-Dulcityl-l- und (-r)-N-d-Dulcityl-d-(a,y-dioxyß,ß-dimethylbutyramid) und Hydrolyse der isolierten Amide.
  • Es sind bereits mehrere Verfahren zur Trennung von racemischem a-Oxy-ß,ß-dimethyl-y-butyrolakton in seine optischen Antipoden bekannt. Diese Verfahren verwenden zur Spaltung des Racemats jedoch Alkaloide, wie Chinin, Brucin, Chinidin, Chinchonin, Chinchonidin, Strychnin und Ephedrin, die im allgemeinen durch komplizierte Extraktionsverfahren aus Pflanzen gewonnen werden, deren Vorkommen sehr begrenzt ist und deren Zugänglichkeit in Zeiten politischer und wirtschaftlicher Krisen stark beeinträchtigt werden kann. Ein weiterer wesentlicher Nachteil bei der Verwendung von Alkaloiden ist deren Toxizität, die in manchen Fällen außerordentlich hoch ist. So stellt z. B. Brucin, das sehr häufig zur Spaltung racemischer Verbindungen verwendet wird, ein äußerst giftiges Alkaloid dar, das bei seiner Anwendung außerordentliche Vorsichtsmaßnahmen erfordert. Im Gegensatz zu diesen Alkaloiden ist das im erfindungsgemäßen Verfahren verwendete Galaktamin völlig ungiftig und außerdem leicht aus billigen und gut zugänglichen Verbindungen, nämlich Galaktose und Ammoniak, herstellbar.
  • Nach einem weiteren Verfahren wird die Trennung von racemischem a-Oxy-ß,ß-dimetliyl-y-butyrolakton mit Diacylweinsäure durchgeführt. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß es zusätzlich eine Pyridinbehandlung erfordert, die die Trennung in die Isomeren nicht nur kompliziert, sondern auch verteuert.
  • Der Einfachheit halber werden in der nachfolgenden Beschreibung das racemische a-Oxy-ß,ß-dimethyly-butyrolakton als d,l-Pantolakton, die entsprechenden optischen Antipoden als d(-)-Pantolakton und 1(+)-Pantolakton und das (-)-N-d-Dulcityl-l- und (+) -N-d-Dulcityl-d- (a, y-dioxy-ß,ß-dimethylbutyramid) als (-)-Dulcitylpantamid bzw. (+)-Dulcitylpantamid bezeichnet.
  • d(-)-Pantolakton ist für die Synthese der physiologisch aktiven d(+)-Pantothensäure und deren Salze von Bedeutung. Diese werden durch Behandlung des obengenannten Isomeren mit ß-Alanin oder dessen Salzen hergestellt. 1(-)-Pantothensäure ist therapeutisch inaktiv. Es ist daher erwünscht, vor der Umsetzung mit ß-Alanin oder dessen Salzen das d,l-Pantolakton in den 1(+)- und d(-)-Bestandteil zu spalten.
  • Erfindungsgemäß wird racernisches Pantolakton (Stiller und Mitarbeiter, »Journal of American Chemical Socicty, Bd. 62 [1940], S. 1785) mit d(-)-Galactamin behandelt, wobei die neuen diastereoisomeren Dulcitylpantamide der Formel entstehen. Sie werden in bekannter Weise, z. B. durch fraktionierte Kristallisation, Gegenstromextraktion oder ehr )matographisch getrennt und die getrennten Diastereoisomeren unter Bildung von 1(+)- bzw. d(-)-Pantolakton hydrolysiert. Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch auf Ausgangsstoffe angewendet werden, die das 1(+)- und d(-)-Pantolakton in einem anderen als dem racemischen Verhältnis enthalten.
  • Das neue (-)-Dulcitylpantamid ist auch für die Herstellung von d(-)-Pantolakton brauchbar. Hierbei wird zunächst das (-)-Dulcitylpantamid hydrolysiert und das erhaltene 1(+)-Pantolakton racemisiert, indem man es mit alkoholischer Natronlauge nach dem von Stiller und Mitarbeitern beschriebenen Verfahren erhitzt, wobei weiteres d,1-Pantolakton gebildet wird, das unter Gewinnung von zusätzlichem d(-)-Pantolakton in erfindungsgemäßer Weise gespalten werden kann.
  • Das verfahrensgemäß verwendete d(-)-Galactamin kann nach dem von Roux in »Annales de Chimie et de Physiquea, Bd. 8, S. 1 und 142 [1904] beschriebenen Verfahren hergestellt werden.
  • Das Verfahren der Erfindung wird vorteilhaft in der Weise durchgeführt, daß man d(-)-Galactamin mit d,1-Pantolakton in Gegenwart eines inerten organischen Lösungsmittels, wie Methanol, Äthanol, Isopropanol, Äthylenglykol, Propylenglykol, 2-Methoxyäthanol, 2-Äthoxyäthanol oder Diäthylenglykol-monoäthyläther, vorzugsweise in Gegenwart von Äthanol, erhitzt. Das d(-) - Galactamin und d,1 - Pantolakton können in stöchiometrischen Mengen verwendet werden; im allgemeinen ist es jedoch vorteilhaft, einen Überschuß an d,1-Pantolakton zu verwenden. Gegebenenfalls kann das überschüssige Pantolakton in irgendeiner Reaktionsstufe zurückgewonnen werden, indem man das Reaktionsprodukt in Wasser löst und mit einem organischen Lösungsmittel, z. B. mit einem chlorierten Kohlenwasserstoff, wie Methylenchlorid, Äthylendichlorid, Chloroform, oder einem aliphatischen Äther, wie Diäthyläther, Diisopropyläther oder Dibutyläther, extrahiert.
  • Im allgemeinen wird die Kondensation des d(-)-Galactamins mit dem d,l-Pantolakton beim Siedepunkt des verwendeten Lösungsmittels durchgeführt, obwohl auch andere Temperaturen zwischen etwa 50 und 225° C, vorzugsweise zwischen etwa 70 und 100° C, geeignet sind. Vorteilhaft wird die Reaktion innerhalb etwa 2 bis 20 Stunden durchgeführt, wobei in üblicher Weise niedrigere Reaktionstemperaturen längere Reaktionszeiten erfordern.
  • Danach werden das (-)- und (+)-Dulcitylpantamid durch Gegenstromextraktion, Chromatographieren und bzw. oder Kristallisieren voneinander getrennt. Gewöhnlich genügt eine einfache fraktionierte Kristallisation. Zweckmäßig -wird, um bereits vorhandene Kristalle zu entfernen, das Reaktionsgemisch filtriert und das Filtrat anschließend weiterbehandelt, z. B. gekühlt und bzw. oder konzentriert, wobei weitere Mengen Kristalle ausgeschieden werden. Die hierbei erhaltenen Kristalle können durch Umkristallisation aus einem geeigneten Lösungsmittel, wie absolutem Äthanol, Isopropanol, 2-Methoxyäthanol, Diäthylenglykolmonoäthyläther, vorzugsweise absolutem Äthanol, gereinigt werden.
  • Die Spaltung kann man auch dadurch erreichen, daß man die Ausgangsmaterialien ohne Lösungsmittel bei einer Temperatur von etwa 100 bis 200° C, vorzugsweise von etwa 125 bis 150° C, schmilzt. Die Reaktion wird dabei normalerweise innerhalb etwa 1 bis 4 Stunden durchgeführt. Niedrigere Reaktionstemperaturen erfordern, wie üblich, längere Reaktionszeiten. Das als brauner Sirup erhaltene Reaktionsprodukt wird in Wasser gelöst und überschüssiges Pantolakton durch Extraktion mit einem organischen Lösungsmittel, wie oben beschrieben, zurückgewonnen. Das Wasser wird durch Vakuumdestillation entfernt und der zurückbleibende Sirup mit wenig inertem Lösungsmittel, wie Äthanol, Isopropanol, 2-Methoxyäthanol, Diäthylenglykolmönoäthyläther, vorzugsweise mit Äthanol, aufgenommen. Anschließend führt man die Trennung der Diastereoisomeren in der oben beschriebenen Weise dusch.
  • Die erhaltenen (-)- und (-L)-Dulcitylpantamide können leicht in bekannter Weise mit Säuren, z. B. mit Salzsäure, Schwefelsäure;- p-Toluolsulfönsäure u. dgl., hydrolysiert werden. Die Hydrolyse der Diastereoisomeren führt zur Bildung von (-f-)- bzw. (-)-Pantolakton und d(-)-Galactamin. Die Hydrolyse wird bei etwa 25 bis 125° C, vorzugsweise bei etwa 50 bis 100° C, durchgeführt. Das Pantolakton kann durch Extraktion mit einem chlorierten Kohlenwasserstoff, wie Methylenchlorid, Äthylendichlorid oder Chloroform, aus de Hydrolysat gewonnen werden. Das in der wäßrigen Phase befindliche d(-)-Galactaminsalz kann mittels üblicher Verfahren zurückgewonnen und erneut zur Spaltung von Racemat verwendet werden.
  • Das folgende Beispiel erläutert das erfindungsgemäße Verfahren. Beispiel Herstellung von reinem (+)-Dulcitylpantamid 0,585 g (0,00323 Mol) d(-)-Gelactamin und 0,763 g (0,00587 Mol; 81 Molprozent Überschuß) d(-)-Pantolakton wurden 4 Stunden in einem Reagenzglas auf einem Dampfbad geschmolzen. Die beim Abkühlen entstandene harte glasartige Masse wurde zerkleinert und mit etwa 4 ccm absolutem Äthanol angeschlämmt. Anschließend wurde alles bis auf etwa 10 mg in 12 ccm heißem Äthanol in Lösung gebracht. Das Ganze wurde über Nacht stehengelassen, wobei sich reichlich weißer Niederschlag bildete. Dieser wurde abfiltriert, durch Dekantieren mit Äthanol gewaschen und anschließend getrocknet. Die Ausbeute betrug 0,682 g [68 °/a, bezogen auf das d(-)-Gelactamin] ; Schmelzpunkt 115 bis 116°C. Die Umkristallisation aus heißem absolutem Äthanol ergab 0,56 g (-E-)-Dulcitylpantamid mit einem Schmelzpunkt von 117 bis 118'C und einer spezifischen Drehung von + 11 ° (C = 4 °/o Wasser) bei 25°C. Es hatte folgende Zusammensetzung: Berechnetfür C1zH250sN. . C 46,29, H8,09, N4,50; gefunden . . . . . . . . . . . . . . . C46,38, 1 18,12, N4,66.
  • 1,412 g (0,0078 Mol) d(-)-Galactamin, 1,35 g (0,0104 Mol; 33 Molprozent Überschuß) 1(+)-Pantolakton und 75 ccm absolutes Äthanol wurden in einen 3-Hals-Rundkolben gebracht, der mit einem mechanischen Rührer und einem durch ein Calciumchloridrohr gegen Feuchtigkeit geschützten Kühler versehen war. Das Reaktionsgemisch wurde unter Rühren 12 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Die erhaltene trübe, gelbe Lösung wurde durch Zentrifugieren geklärt und bei Raumtemperatur über Nacht stehengelassen. Das abgeschiedene rohe (-)-Dulcitylpantamid wurde abzentrifugiert; es wog 0,74 g und hatte im Wasser eine spezifische Drehung von -20°. Die Mutterlauge wurde auf etwa 35 ccm eingeengt. Nach einwöchigem Stehen bei Raumtemperatur wurden 0,942g [39°/0, -bezogen auf das d(-)-Galactamin] (-)-Dulcitylpantamid entfernt. Diese Verbindung hatte einen Schmelzpunkt von 122 bis 123°C und im Wasser von 25°C eine spezifische Drehung von -33°C. Berechnet für C12H250sN. . C 46,29, H8,09, N4,50; gefunden . . . . . . . . . . . . . . . C46,63, H8,10, N4,24.
  • Spaltung von d,l-Pantolakton a) 17,4 g (0,134 Mol) d,1-Pantolakton, 11,2 g (0,062 Mol) d(-) -Galactamin und 200 ccm absolutes Äthanol wurden in einen 500 ccm fassenden 3-Hals-Rundkolben gebracht. Das Reaktionsgemisch wurde unter kräftigem Rühren 7 Stunden unter Stickstoff zum Rückfluß erhitzt. Das erhaltene trübe Gemisch wurde filtriert, wobei man ein klares, hellgelbes Filtrat (p$ = 8) erhielt. Der Alkohol wurde unter vermindertem Druck entfernt und der zurückgebliebene Sirup in 40 ccm heißem Wasser aufgenommen; der Überschuß an Pantolakton wurde durch fünfmalige Extraktion mit je 40 ccm Methylenchlorid entfernt. Die vereinigten Methylenchloridextrakte wurden über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und zu einer halbfesten Substanz eingeengt. Die wäßrige Lösung wurde darauf unter reduziertem Druck zu einem viskosen, hellgelben Sirup eingeengt, der durch dreimalige Destillation mit je 50 ccm absolutem Äthanol getrocknet wurde. Der trockene sirupartige Rückstand wurde in 65 ccm absolutem Äthanol aufgenommen und die erhaltene Lösung mit (-)-Dulcitylpantamid vom Schmelzpunkt 122 bis 123°C geimpft und bei 3°C aufbewahrt. Innerhalb von 2 Wochen wurden fünfmal Kristalle entfernt (s. Tabelle 1, unten). Nach Entfernung des Kristallisats E wurde die Mutterlauge zu einem Sirup eingeengt; die Infrarotanalyse ergab, daß dieser im wesentlichen aus Dulcitylpantamid bestand. Der Rückstand (7,2 g, 37,5 °/°) wurde in 25 ccm Wasser gelöst und die erhaltene Lösung mit Methylenchlorid extrahiert. Die wäßrige Phase wurde zur Entfernung des restlichen Methylenchlorids im Vakuum behandelt und dann durch eine Säule aus Aktivkohle und Diatomeenerde (1 : 2 Gewichtsteile) geleitet. Die goldgelbe Farbe der wäßrigen Lösung verschwand bei dieser Behandlung. Die abfließende Lösung wurde unter vermindertem Druck zu einem viskosen Sirup eingeengt, der in 18 ccm heißem absolutem Äthanol aufgenommen wurde. Die erhaltene Lösung wurde mit (+)-Dulcitylpantamid geimpft und 2 Tage bei 3'C unter Bildung von 2,04 g (10,6 °/o) hochschmelzendem, polymorphem (-)-Dulcitylpantamid aufbewahrt. Schmelzpunkt 149 bis 152°C; spezifische Drehung in Wasser von 25°C = -25° (Kristallisat F). Das hochschmelzende polymorphe Produkt besaß nach dreimaligem Umkristallisieren aus Äthanol und Wasser einen Schmelzpunkt von 162 bis 165°C und bei 25°C eine spezifische Drehung in Wasser von -33°. Die Analyse ergab folgende Werte: Berechnet für C"Hsa0sN. . C 46,29, H8,09, N4,50; gefunden . . . . . . . . . . . . . . . C46,20, 1 18,60, N4,37.
    Tabelle 1
    Spaltung von d,l-Pantolakton mit d(-)-Galactamin
    Theoretische Amide 19 g
    Kristallisat
    A I B C I D ( E I F
    Gewicht (g) ...................................... 6,65 1,43 2,05 j 0,5 1,0 2,04
    Gewonnenes Dulcitylpantamid (Gewichtsprozent der
    Theorie) ........................................ 34,5 7,4 10,6 2,6 5,4 10,6
    Schmelzpunkt (°C)................................. 107,5 bis 100 bis 111 bis 115 bis 92 bis 149 bis
    112 106 117 122 102 152
    25 0 0 0 0 0 0
    d (+)-Bestandteil (°/°). . .. .... . . ..... . . ... . ... . ... . . 71 30 12 10 75 19
    1 (-)-Bestandteil (o/°) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 70 88 90 25 81
    Gewonnenes d(+)-Isomeres (Gewichtsprozent) ....... 49 4,44 2,64 0,52 8,1 4,03
    Gesamtgewichtsprozent d(+)-Isomeres . ... . .. . . ... . .. 49 53,4 56 56,5 64,5 68,5
    Gewonnenes 1(-)-Isomeres (Gewichtsprozent) ........ 20 10,3 18,6 4,67 2,70 18,2
    Gesamtgewichtsprozent l(-)-Isomeres ............... 20 30,3 48,9 53,5 56,2 74,4
    Der Prozentsatz der (+)- und (-)-Dulcitylpantamidbestandteile wird durch folgende Gleichung bestimmt: (+)-Bestandteil # [a] m - (- 33) °/o (- 33) - (+ 11) °/° (-)-Bestandteil = 100 - °/° (--)-Bestandteil, in der [a].,, -33 und + 11 folgende Bedeutung haben: [a] m = spezifische Drehung in 1 bis 5 °i° Wasserlösung des betreffenden Kristallisates; + 11 = spezifische Drehung des reinen (+)-Dulcitylpantamids; -33 = spezifische Drehung des reinen (-)-Dulcitylpantamids.
  • Die Gewichtsprozente an reinem (+)- und (-)-Dulcitylpantamid werden dadurch ermittelt, daß man den Prozentsatz (+)- und (-)-Bestandteil jedes Kristallisates mit den erhaltenen theoretischen Gewichtsprozenten Dulcitylpantamid multipliziert und den erhaltenen Wert mit 2 multipliziert. Das Ergebnis wird mit 2 multipliziert, da die Gesamtmenge der Amide mit 50 °/° (+)- und 50°/° (-)-Dulcitylpantamid angenommen wird, so daß eine Verdoppelung des erzielten Ergebnisses die Gewichtsprozente auf eine 100-0/,-Basis bringt.
  • Die wirtschaftliche Bedeutung des erfindungsgemäßen Verfahrens wurde durch die Entdeckung des hochschmelzenden, polymorphen (-)-Dulcitylpantamids (Schmelzpunkt = 162 bis 165°C; [a]D = -33° in Wasser) wesentlich erhöht. Vorher führte die fraktionierte Kristallisation nur zu verhältnismäßig geringen Ausbeutenan (+)-Dulcitylpantamid [s. unter a) und Tabelle 1], die mit verhältnismäßig großen Mengen (-)-Dulcitylpantamid vermischt waren (s. Kristallisat A in Tabelle 1). Sobald die Konzentration des (+)-Dulcitylpantamids geringer wurde als die des niedrigschmelzenden polymorphen (-)-Dulcitylpantamids (Schmelzpunkt = 122 bis 123°C; [a]ö = -33° in Wasser), was gewöhnlich dann eintrat, wenn etwa 10 bis 20 °/° (+)-Dulcitylpantamid aus der Lösung auskristallisiert waren, begann auch das (-)-Isomere auszukristallisieren. Dies führte zu einem verunreinigten Produkt. Das Kristallisat F in Tabelle 1 führte zu der überraschenden Entdeckung des hochschmelzenden polymorphen (-)-Dulcitylpantamids, das in gereinigtem Zustand die gleiche optische Drehung besitzt, wie das niedrigschmelzende polymorphe (-)-Dulcitylpantamid, aber eine wesentlich geringere Löslichkeit hat als das (+)-Isomere. Nachfolgende Versuche führten daher zur Abscheidung des größten Teils des hochschmelzenden polymorphen (-)-Dulcitylpantamids im ersten Kristallisat und des größten Teils des (+)-Dulcitylpantamids im zweiten Kristallisat [vgl. b) und Tabelle 2]. Die relativ geringe Löslichkeit des neuen hochschmelzenden polymorphen (-)-Dulcitylpantamids im Vergleich' zu der des (+)-Dulcitylpantamids und des niedrigschmelzendenpolymorphen (-)-Dulcitylpantamids ist vorzüglich für eine anfängliche Abscheidung , des (-)-Dulcitylpantamids geeignet und führt demzufolge zu verbesserten Ausbeuten und geringerer Verunreinigung des (+)-Dulcitylpantamids in den nachfolgenden Kristallisaten.
  • b) 100 g (0,77 Mol; 100 °/° .Überschuß) d,l-Pantolakton und 500 ccm absolutes Äthanol wurden unter Stickstoff in einen 1-1-Dreihalskolben gebracht, der mit einem mechanischen Rührer und einem Kühler versehen war. Zur Trocknung des Systems wurden etwa 100 ccm Äthanol durch Destillation entfernt. Darauf wurde die Lösung unter den Siedepunkt gekühlt und 70 g (0,387 Mol) d(-)-Galactamin zugegeben. Die Suspension wurde 17,5 Stunden unter Stickstoff bei Rückflußtemperatur kräftig gerührt. Das Reaktionsgemisch (p$ = 7) wurde auf etwa 23°C gekühlt. Man erhielt 47,2 g (39% der Theorie; Kristallisat A in Tabelle 2) Dulcitylpantamid mit einem Schmelzpunkt von 161,5 bis 163,5°C und einer spezifischen Drehung bei 25°C in Wasser von -30°, was besagt, daß das Dulcitylpanta.mid einen Gehalt von 930/0 (-)-Dulcitylpantamid und 70/, (+)-Dulcitylpantamid besaß.
  • Das Filtrat wurde unter reduziertem Druck zu einem Sirup eingeengt, der in 200 ccm warmem Wasser aufgenommen wurde. Die wäßrige Lösung wurde sechsmal mit je 125 ccm Methylenchlorid extrahiert. Die erhaltenen Methylenchloridextrakte wurden über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und zu einem halbfesten Stoff, der aus 50 g (100 0/0) zurückgewonnenem, überschüssigem Pantolakton bestand, eingeengt. Die wäßrige Phase wurde unter reduziertem Druck zu einem dunkelorangefarbenen Sirup konzentriert, der durch Destillation mit etwa 100 ccm absolutem Äthanol getrocknet wurde. Der getrocknete zurückgebliebene Sirup wurde in 200 ccm heißem absolutem Äthanol aufgenommen und die erhaltene Lösung mit dem hochschmelzenden polymorphen (-)-Dulcitylpantamid geimpft und 4 Stunden bei 3°C stehengelassen. Die ausgeschiedenen Kristalle wurden abfiltriert, mit absolutem Äthanol gewaschen und in einem Vakuumofen bei 50°C getrocknet. Das erhaltene Produkt wog 34,1 g (28,5%; Kristallisat B) und hatte einen Schmelzpunkt von 112 bis 115°C und bei 25°C eine spezifische Drehung von -E- 9° (C = 2 0/0; Wasser), d. h., sein Gehalt an (+)-Dulcitylpantamid betrug 95,2% und sein Gehalt an (-)-Dulcitylpantamid 4,80/,.
  • Die Mutterlauge wurde in einem Kühlschrank über Nacht stehengelassen, worauf sich ein drittes Kristallisat ausschied. Das hierbei erhaltene Produkt (Kristallisat C) wog 6,6 g (5,50/0) und hatte einen Schmelzpunkt von 120 bis 135°C und bei 25°C eine spezifische Drehung von -7° (C = 1,9%; Wasser), was besagt, daß es 59% (+)-Dulcitylpantamid und 41% (-)-Dulcitylpantamid enthielt.
  • Die Mutterlauge wurde unter reduziertem Druck auf etwa 125 ccm eingeengt. Das Konzentrat wurde mit dem hochschmelzenden polymorphen (-)-Dulcitylpantamid geimpft und über Nacht bei 3°C stehengelassen. Die hierbei erhaltenen Kristalle (Kristallisat D) wogen 5,9 g (4,9 0/0), hatten einen Schmelzpunkt von 148 bis 153°C und bei 25°Cl eine spezifische Drehung von -23° (C=20/,); Wasser), was einem Gehalt von 77"/,) (-)-Dulcitylpantamid und 23 0/0 (+)-Dulcitylpantamid entspricht.
  • Die Mutterlauge wurde auf ein Volumen von 50 ccm eingeengt und 3 Stunden bei 3°C stehengelassen, worauf sich ein fester Stoff abschied, der nur schwer filtriert werden konnte. Da dieses Material klebrig und amorph war, wurde es aus etwa 75 ccm absolutem Äthanol umkristallisiert, wobei man ein fünftes Kristallisat erhielt. Das gewonnene Produkt (Kristallisat E) wog 7,5 g (6,2 0/0) und hatte einen Schmelzpunkt von 103 bis 111 ° C und bei 25°C eine spezifische Drehung von -f- 9° (C = 1,89 0/0; Wasser), was einem Gehalt von 95,2 0/0, (+)-Dulcitylpantamid und 4,8 0/0 (-)-Dulcitylpantamid entspricht.
  • Die restliche Mutterlauge, aus der fünf Kristallisate erhalten worden waren, wurde zu einem Sirup eingeengt, nach dessen Verreiben mit Äthanol ein sechstes Kristallisat (Kristallisat F) erhalten wurde. Diese Kristalle wogen 1,4g (1,20/0) und hatten einen Schmelzpunkt von 162,5 bis 164°C und bei 25°C in Wasser eine spezifische Drehung von -32°, was einem Gehalt von 98 0/0, (-)-Dulcitylpantamid und 2 0/0 (+)-Dulcitylpantamid entspricht.
  • c) 15,6 g d,l-Pantolakton und 18,1 g d(-)-Galactamin wurden unter häufigem Aufwirbeln 2 Stunden bei 125'C geschmolzen. Das als brauner Sirup erhaltene Reaktionsgemisch wurde in 50 ccm Wasser gelöst und das überschüssige Pantolakton mit Methylenchlorid extrahiert. Das Wasser wurde unter reduziertem Druck entfernt und der zurückbleibende Sirup in sehr wenig heißem absolutem Äthanol aufgenommen. Die heiße Lösung wurde mit dem hochschmelzenden (-)-Dulcitylpantamid geimpft und die Spaltung, wie unter b) beschrieben, durchgeführt.
    Tabelle 2
    Spaltung von Pantolakton mit d(-)-Galactamin
    Theoretische Menge Amide 120 g
    Kristallisat
    A I B I C I D I E I F
    Gewonnenes Dulcitylpantamid (Gewichtsprozent) ...... 39 28,5 5,5 4,9 6,2 1,2
    Gesamtgewichtsprozent der Theorie....... . ...... .... 39 67,5 73,0 77,9 84,1 85,3
    Schmelzpunkt (°C)................................. 161 bis 112 bis 120 bis 148 bis 103 bis 162 bis
    163 115 135 153 111 164
    [a] D in H20 ...................................... -30° +9° -7° -23° +9° -32°
    d(+)-Bestandteil (0/0) .. , . . . . . . . . . . . . . . . . . . , ....... 7 95,2 59 23 95,2 2
    1(-)-Bestandteil (0/0) ............................. 93 4,8 41 77 4,8 98
    Gewonnenes d(+)-Isomeres (0%) ................... 5,5 54 6,5 2,3 11,0 0,5
    Gesamtgewichtsprozent d(+)-Isomeres .............. 5,5 59,5 66,0 68,3 79,3 79,8
    Gewonnene Gewichtsprozent 1(-)-Isomeres .......... 72,5 2,7 4,5 7,5 0,6 2,4
    Gesamtgewichtsprozent l(-)-Isomeres . . . . . . . . . . . . . , . 72,5 75,2 79,7 87,2 87,8 90,2
    Ausbeute an Lacton nach Hydrolyse ............... 93,7
    [a] D des Lactons in H20 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . -47,6
    Zusammensetzung des Lactons ..................... , 97,6D
    Hydrolyse des (+)-Dulcitylpantamids 31 g (+)-Dulcitylpantamid wurden in 100 ccm 7°/oiger Salzsäure 3 Stunden auf einem Dampfbad erhitzt. Darauf wurde die Lösung 17,5 Stunden kontinuierlich mit Benzol extrahiert. Die Benzollösung wurde zur Trockne eingeengt und ergab 8,5 g weiße Kristalle. Der wäßrigen Phase wurden 25 ccm 10°/oige Salzsäure zugesetzt, wonach nochmals 1,5 Stunden auf einem Dampfbad erhitzt wurde. Anschließend wurde sie fünfmal mit je 60 ccm Methylenchlorid extrahiert; die vereinigten Extrakte wurden über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Der getrocknete Methylenchloridextrakt wurde mit den obenerwähnten weißen Kristallen gemischt und das Methylenchlorid unter vermindertem Druck abgedampft. Die vereinigten Kristalle wogen nun 11,5 g (88,5 °/a Ausbeute). Eine Probe dieses Materials hatte nach dem Sublimieren bei 25° C in Wasser eine spezifische Drehung von -47,6°, was einem d(-)-Pantolakton von 97,6°/oiger Reinheit entspricht.
  • Die wäßrige Phase aus der obigen Extraktion wurde unter reduziertem Druck zur Trockne eingeengt und die zurückgebliebene feste Masse mit Methylenchlorid verrieben, um das restliche Pantolakton zu entfernen. Die Verdampfung des Methylenchlorid-Extraktes ergab 0,68 g (5,20/',) d(-)-Pantolakton. Die Gesamtausbeute an gewonnenem Pantolakton betrug 93,7 °/o.
  • Die das Galactamin-Chlorhydrat enthaltende saure Phase wurde bei 20 mm Druck und 50° C behandelt, um die letzten Spuren Salzsäure zu entfernen. Das so erhaltene Galactamin-Chlorhydrat wurde in 500 ccm entionisiertem Wasser gelöst und die Lösung (0,2 n) durch eine Schicht eines in Hydroxydform vorliegenden Anionen-Austauscherharzes geleitet. Die Durchflußgeschwindigkeit wurde auf etwa 5 ccm je Minute (Raumgeschwindigkeit etwa 0,04 ccm je ccm Harz je :Minute) eingestellt. Die Säule wurde darauf mit Wasser gewaschen, bis der pH-Wert des abfließenden Materials 7,5 betrug. Anschließend wurde der wäßrige Abfluß unter reduziertem Druck in einer Stickstoffatmosphäre zur Trockne eingeengt. Der weiße kristalline Rückstand, d(-)-Galactamin, wurde durch wiederholte Destillation mit absolutem Äthanol (etwa 500 ccm insgesamt) und schließlich durch Evakuieren mit einer Ölpumpe getrocknet, wobei 17,3 g (95,5 °/o) d(-)-Galactamin mit einem Schmelzpunkt von 142 bis 146° C erhalten wurden.
  • Unter Verwendung des gewonnenen d(-)-Galactamins kann nach dem oben beschriebenen Verfahren ein (+)-Dulcitylpantamid mit einem Schmelzpunkt von 112 bis 116°C und einer spezifischen Drehung von --f-9° in Wasser von 25° C in 89"/oiger Ausbeute erhalten werden. Hydrolyse des hochschmelzenden (-)-Dulcitylpantamids 6,6 g des hochschmelzenden polymorphen (-)-Dulcitylpantamids mit einem Schmelzpunkt von 160 bis 162,5° C und einer spezifischen Drehung von -30° in Wasser [930/(, (-)-Dulcitylpantamid] wurden 3 Stunden auf einem Dampfbad in 25 ccm l0a/oiger Salzsäure erhitzt und die erhaltene Lösung über Nacht bei Raumtemperatur stehengelassen. Die wäßrige Lösung wurde viermal mit je 25 ccm Methylenchlorid extrahiert. Die vereinigten Extrakte wurden über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und anscldießend zur Trockne eingeengt, wobei 2,26 g Pantolakton (80 °/o Ausbeute) zurückblieben. Dieses Material, das unter hohem Vakuum sublimierte, hatte einen Schmelzpunkt von 86,6 bis 90°C und eine spezifische Drehung in Wasser von -f-43° bei 25° C [93 % optisch reines 1(+)-Pantolakton]. Hydrolyse des niedrigschmelzenden (-)-Dulcitylpantamids 0,18 g des niedrigschmelzenden polymorphen (-)-Dulcitylpantamids mit einem Schmelzpunkt von 117 bis 119° C und einer spezifischen Drehung von -29° in Wasser wurden mit 1 ccm Salzsäure und 4 ccm Wasser 2 Stunden auf einem Dampfbad erhitzt und die erhaltene Lösung 8 Stunden bei etwa 25° C stehengelassen. Danach wurde die Lösung dreimal mit je 20 ccm Methylenchlorid extrahiert. Die vereinigten Extrakte wurden über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und anschließend zur Trockne eingeengt. Das zurückbleibende Pantolakton, das unter hohemVakuum sublimierte, hatte einen Schmelzpunkt von etwa 85° C und in Wasser von 25° C eine spezifische Drehung von +39° (890/, optisch; reines l(-L)-Pantolakton).
  • Das niedrigschmelzende polymorphe (-)-Dulcitylpantamid kann in der nachfolgend angegebenen Weise durch Kochen mit Äthanol in das erwünschte hochschmelzende polymorphe Produkt übergeführt werden.
  • Eine Probe (-)-Dulcitylpantamid mit einem Schmelzpunkt von 111 bis 117° C und einer spezifischen Drehung in Wasser von -29° wurde 6,5 Stunden in Äthanol unter Rückfluß erhitzt. Dabei wurde ein kristalliner, fester Stoff aus der heißen Lösung abgeschieden. Das kristalline Material wurde abfiltriert. Es schmolz darauf bei 165,5 bis 167° C. Die Mutterlauge wurde auf 3° C gekühlt, worauf weiteres hochschmelzendes polymorphes Produkt erhalten wurde, dessen Schmelzpunkt bei etwa 158° C lag und dessen spezifische Drehung in Wasser von 25 bis 30° C betrug.
  • Die Existenz der polymorphen Form des (-)-Dulcitylpantamids ist durch die thermische Überführbarkeit der labileren niedrigschmelzenden polymorphen Form in die stabilere hochschmelzende Form sowie die Identität der durch Hydrolyse der beiden polymorphen Formen entstehenden Produkte, nämlich des d(-)-Galactamins und Pantolaktons, eindeutig bewiesen. In Übereinstimmung hiermit steht, daß der Schmelzpunkt des stabileren, hochschmelzenden polymorphen Stoffes durch den niedrigschmelzenden polymorphen Stoff nicht herabgesetzt wird. Die potentiometrische Titration des hochschmelzenden polymorphen Stoffes zeigte außerdem, daß die Verbindung im wesentlichen neutral war und weder Salzsäure noch Natronlauge verbrauchte, also kein Dulcityl-Ammoniumpantoat ist, wrie zuerst angenommen worden war.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Spaltung von racemischem a-Oxyß,ß-dimethyl-y-butyrolacton in seine d(-)- und 1(+)-Stereomeren, dadurch gekennzeichnet, daß man das Racemat mit d(-)-Galactamin bei erhöhter Temperatur umsetzt, das erhaltene Gemisch aus (-)-N-d-Dulcityl-l- und (+)-N-d-Dulcityl-d-(a,y-dioxy-ß,ß-dimethylbutyramid) voneinander trennt und die Amide hydrolysiert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung mit d(-)-Galactamin in Gegenwart eines organischen Lösungsmittels oder in Schmelze durchführt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Dulcitylamide durch fraktionierte Kristallisation voneinander trennt. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 929 089; britische Patentschriften Nr. 605 444, 570 341; USA.-Patentschriften Nr. 2 688 027, 2 474 719, 2 460 240, 2 640 239, 2 434 061, 2 423 062, 2 383 524, 2 319 545.
DEU3502A 1954-09-09 1955-09-07 Verfahren zur Spaltung von racemischem ª‡-Oxy-ª‰, ª‰-dimethyl-ª†-butyrolacton in seine d(-)- und 1(+)-Stereomeren Pending DE1033652B (de)

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