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DE935667C - Verfahren zur Herstellung von Phenanthridiniumsalzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Phenanthridiniumsalzen

Info

Publication number
DE935667C
DE935667C DEW11430A DEW0011430A DE935667C DE 935667 C DE935667 C DE 935667C DE W11430 A DEW11430 A DE W11430A DE W0011430 A DEW0011430 A DE W0011430A DE 935667 C DE935667 C DE 935667C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
amino
chloride
methylphenanthridinium
phenyl
salts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEW11430A
Other languages
English (en)
Inventor
Leslie Percy Walls
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wellcome Foundation Ltd
Original Assignee
Wellcome Foundation Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wellcome Foundation Ltd filed Critical Wellcome Foundation Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE935667C publication Critical patent/DE935667C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D219/00Heterocyclic compounds containing acridine or hydrogenated acridine ring systems
    • C07D219/04Heterocyclic compounds containing acridine or hydrogenated acridine ring systems with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to carbon atoms of the ring system

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Phenanthridiniumsalzen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Phenanthridiniumsalzen.
  • Verschiedene Derivate des Phenanthridins sind vor einiger Zeit untersucht worden, wobei festgestellt wurde, daß einige davon antibakterielle und trypanocide Eigenschaften besitzen.
  • Es wurde weiterhin festgestellt, daß geringe Änderungen in der Struktur bei dieser Klasse von Verbindungen sehr erheblichen Einfluß auf die biologische Aktivität haben, und es ist daher von Wichtigkeit, Synthesen herauszufinden, durch die leichter verfügbare Phenanthridinverbindungen in Verbindungen mit anderen Substituenten umgewandelt werden können.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Phenanthridiniumsalze mit mindestens einer primären Aminogruppe in der 2- oder 3-Stellung und einer acylierten Aminogruppe im Phenanthridinkern oder in einem g-Arylsubstituenten erhält, wenn man 2- oder3-Aminophenanthridiniumsalze, die noch eine weitere Aminogruppe im Phenanthridinkern oder in einem g-Arylsubstituenten besitzen, mit etwa i Mol eines Acylierungsmittels in wässeriger, wässerig-alkoholischer oder alkoholischer Lösung zur Reaktion bringt.
  • So z. B. ergibt das 2, 7-Diamino-g-phenyl-io-methylphenanthridiniumchlorid, das unter dem Namen rDimidiumchlorid« bekannte Trypanocid [Formel (I) A = Cl; R = CHJ, bei Behandlung mit i Mol-Essigsäureanhydrid in der vorstehend angegebenen Weise eine gute Ausbeute an einer Monoacetylaminoverbindung, die identisch ist mit dem schon bekannten 7-Acetylamino-2-amino-g-phenyl-io-methylphenanthridiniumchlorid [Formel (II) : A. =.C1 ; R = R'= C H3]. Diese Substanz ist in einem vielstufigen Verfahrensgang synthetisiert worden [Walls, Journal of the Chemical Society (London), 1950, S. 35z4]. Das Verfahren ist nicht auf Chloride beschränkt; auch andere Salze, z. B. Bromide; Sulfate oder Äthansulfonate, sind geeignet. Ihre Wahl hängt unter anderem von der Löslichkeit in den für die Reaktion bevorzugten Lösungsmitteln, nämlich Wasser, Methanol, Äthanol oder Gemische dieser Lösungsmittel, ab.
  • Das Verfahren ist ferner anwendbar auf andere Salze als solche, bei denen R in der obigen Formel die CH.-Gruppe darstellt, z. B. kann R = C,H5 sein.
  • Andere Anhydride als Essigsäureanhydrid reagieren in ähnlicher Weise. Die Reaktion ist ganz allgemein mit aliphatischen, aromatischen und arylaliphatischen Anhydriden durchführbar. So ergibt z. B. ein gemischtes Ameisen-Essigsäure-Anhydrid ein Monoformylderivat (in der obigen Formel R' = H), Propionsäureanhydrid ein Monopropionylderivat (R' = Äthyl), n-Buttersäureanhydrid ein Monobutyrylderivat (R' = n-Propionyl)- und Benzoesäureanhydrid ein Monobenzoylderivat (R' = Phenyl).
  • Da ein Überschuß an Anhydrid vermieden wird, ist die Menge an gebildetem Diacylderivat sehr gering. Die Säureanhydride können durch die. entsprechenden Säurechloride ersetzt werden; jedoch bietet dies keine Vorteile, weil dann größere Mengen an Diacylderivaten gebildet werden und die Abtrennung der Reaktionsprodukte schwieriger wird.
  • Die Erfindung ist nicht auf die Phenanthridiniumsalze der vorstehenden Formel beschränkt, sondern gilt allgemein für 2- oder 3-Ariinophenanthridiniumsalze, die noch eine weitere Aminogruppe im Phenanthridinkern oder in einem g-Arylsubstituenten enthalten. So wird z. B. das 2, 7-Diamino-g-a-thienylio-methylphenanthridiniumchlorid in das 7-Acetylamino-2-amino-g-a-thienyl-io-methylphenanthridiniumchlorid umgewandelt. Das 2, 7-Diamino-g-pnitrophenyl-io-methylphenanthridiniumchlorid geht in das 7-Acetylamino-2-amino-g-p-nitrophenyl-iomethylphenanthridiniumchlorid und das 7-Acetylamino-2-amino-g-p-aminophenyl-lo-methylphenänthridiniumchlorid in das 7-Acetylamino-2-amino-9-p-acetylaminophenyl-io-methylphenanthridiniumchloridüber.
  • Aus 2-Amino-g-p-aminophenyl-io-methylphenan-. thridiniumchlorid [Caldwell R: Walls, Journal of the' Chemical Society (London), 1948, S. 193] entsteht 2=Amino - g -p -Acetylaminophenyl- i o -methylphenanthridiniumchlorid.
  • Durch das neue Verfahren erhält man auch Verbindungen, die bisher nicht hergestellt wurden und bei denen man jetzt festgestellt hat, daß sie eine therapeutische Aktivität gegen Infektionen bei Rindern, verursacht durch Babesia-Arten (Hämosporidien), entfalten. Diese- neuen Verbindungen sind io-Alkylphenanthridiniumsalze, vorzugsweise die io-Methylphenanthridiniumsalze der folgenden Phenanthridine 7-Propionylamino-2-amino-g-phenylphenanthridin, 7 n-Butyrylamino-2-amino-g-phenylphenanthridin, 7-Acetylamino-2-amino-g-p-aminophenylphenanthridin und 7-Acetylamino-3-amino-g-phenylphenanthridin. Die Erfindung, wird durch die Beispiele ausführlicher beschrieben.
  • Beispiel z a) Zu einer unter Rückfluß behandelten Lösung von 2, 7-Diamino-g-phenyl-io-methylphenanthridiniumchlorid (2 g) in Wasser (2o ccm) und Methanol (2o ccm) wurde Essigsäureanhydrid (o,6 ccm) hinzugesetzt. Nach 30 Minuten Sieden wurde die Lösung, deren Farbe von Purpur in Rot übergegangen war, gekühlt. Das 7-Acetylamino-2-amino-g-phenyl-io-methylphenanthridiniumchlorid kristallisierte bei einer Gesamtausbeute von 8oo mg in dunkelroten Prismen aus, die aus Methanol umkristallisiert wurden und einen Schmelzpunkt von etwa 268° unter Zersetzung hatten.
  • b) Das gleiche Produkt erhielt man, wenn lediglich Methanol als Lösungsmittel verwendet wurde.
  • c) 2, 7-Diamino-g-phenyl-io-metbylphenanthridiniumchlorid (5 g) wurde in Wasser (5o ccm) gelöst und bei ioo° mit Essigsäureanhydrid (1,5 ccm) geschüttelt. Das 7-Acetylamino-2-amino-g-phenylio-methylphenanthridiniumchlorid begann sofort auszukristallisieren und wurde nach 30 Minuten isoliert (49).
  • d) Das entsprechende Äthansulfonat kann ebenfalls erhalten werden. Zu einer Suspension von 2, 7-Diamino-g-phenyl-io-methylphenantbridiniumbromid (5 g) in siedendem Äthanol wurde ein Äquivalent Silberäthansulfonat zugesetzt. Das Silberbromid wurde durch Filtrieren entfernt und das siedende Filtrat dann mit Essigsäureanhydrid (1,5 ccm) behandelt. Nach 3o Minuten war die Lösung auf eine geringe Menge konzentriert. Das Äthansulfonat (3,z g) kristallisierte langsam aüs. Aus einem geringen Volumen Wasser wurde es in winzigen ziegelroten- Nadeln umkristallisiert, die durch Filtrieren isoliert wurden: Die thixotrope Masse wurde in Aceton eingerührt, nochmals filtriert und mit Aceton gewaschen.
  • e) Das 7-Acetylamino-2-amino-g-phenyl-io-methylphenanthridiniumbromid wurde aus einer Lösung von 2, 7-Diamino-g-phenyl-io-methylphenanthridiniumbromid in Methanol hergestellt.
  • Beispiel 2 2, 7-Diamino-g-phenyl-io-methylphenanthridiniumchlorid (4 g) wurde in heißem Wasser (4o ccm) gelöst und die Lösung mit gemischtem Ameisen-Essigsäure-Anhydrid (i,2 ccm) geschüttelt. Es fiel sofort ein Niederschlag von 7-Formylamino-2-amino-g-phenylio-methylphenanthridiniumchlorid in mattroten mikroskopischen Kristallen aus. Nach 3ominutigem Verweilen auf dem Dampfbade wurde die Mischung abgekühlt und das 7-Formylamino-2-amino-g-phenylio-methylphenanthridiniumchlorid isoliert (1i g). Es wurde aus Methanol in mattroten Prismen umkristallisiert.
  • 7-Pr o p i o n y1 amin o-2-amino-g-phenyl-io-methylphenanthridiniumchlorid und das entsprechende Äthansulfonat (mattrote Prismen, die sich bei etwa 258° zersetzten) wurden unter Verwendung von Propionsäureanhydrid in gleicher Weise hergestellt.
  • Das 7 n-Butyrylamino-2-amino-g-phenyl-io-°rnethylphenanthridiniumchlorid und das entsprechende Äthansulfonat (mattrote Prismen, die sich bei etwa 250' zersetzten) erhielt man in ähnlicher Weise.
  • Das 7-Benzoylamino-2-amino-g-phenyl-io-methylphenanthridiniumchlorid ließ sich am besten aus 2, 7-Diamino-g-phenyl-io-methylphenanthridiniumchlorid und Benzoesäureanhydrid in einer unter Rückfluß behandelten Lösung in Methanol herstellen. Beispiel 3 Eine Lösung von 2, 7-Diamino-g-phenyl-io-äthylphenanthridiniumbromid (i,5 g) in heißem Wasser (i5 ccm) wurde mit Essigsäureanhydrid (0,4 ccm) geschüttelt. Es begann sofort eine Ausscheidung von Kristallen des 7-Acetylamino-2-amino-g-phenylio-äthylphenanthridiniumbromids. Nach 3ominutiger Behandlung bei ioo° wurde das Reaktionsgemisch abgekühlt und das Reaktionsprodukt (i,2 g) isoliert. Beispiel 4 2, 7-Diamino-g, io-dimethylphenanthridiniumchlorid (2 g) wurde in heißem Wasser (25 ccm) gelöst und die Lösung mit Essigsäureanhydrid (o,8 ccm) geschüttelt. Das Reaktionsgemisch wurde dann 30 Minuten bei ioo° erhitzt. Beim Abkühlen kristallisierte das 7-Acetylamino-2-amino-g, io-dimethylphenanthridiniumchlorid (i,6 g) in leichtroten Nadeln aus; F. 277 bis 278° unter Zersetzung.
  • Beispiel 5 3, 7-Diamino-g-phenyl-io-methylphenanthridiniumchlorid (8 g) wurde in Methanol (6o ccm) gelöst. Die Lösung wurde 30 Minuten mit Essigsäureanhydrid (2,4 ccm) unter Rückfluß behandelt. Nach Stehenlassen bei 5° über Nacht schieden sich Kristalle aus, die isoliert und aus Wasser umkristallisiert wurden. Das 7-Acetylamino-3-amino-g-phenyl-io-methylphenanthridiniumchlorid (2 g) kristallisierte in gelben Prismen aus, die unter Zersetzung bei etwa 28g° schmolzen. Beispiel 6 2, 7-Diamino-g-a-thienyl-io-methylphenanthridiniumchlorid (2 g) wurde in Methanol (2o ccm) gelöst und mit Essigsäureanhydrid (o,7 ccm) unter Rückfluß behandelt. Die Lösung verlor ihre charakteristische blaue Farbe und wurde tiefrot. Nach 15 Minuten wurde die Lösung abgekühlt, so daß das 7-Acetylamino - 2-amino-g-a-thienyl-io-methylphenanthridiniumchlorid in Nadeln (1,49) mit kupferigem Glanz auskristallisierte. Beim Umkristallisieren aus Methanol bildeten diese Nadeln dunkelrote Prismen, die sich bei etwa 263° zersetzten.
  • Beispiel 7 Als das Verfahren des vorhergehenden Beispiels auf das 2, 7-Diamino-g-p-nitrophenyl-io-methylphenanthridiniumchlorid angewendet wurde, kristallisierte die 7-Acetylverbindung aus dem Reaktionsgemisch in hoher Ausbeute aus.
  • Beispiel 8 Eine Lösung von 7-Acetylamino-2-amino-g-p-aminophenyl-io-methylphenanthridiniumchlorid (i g) in siedendem Methanol (4o ccm) wurde mit Essigsäureanhydrid (0,3 ccm) behandelt. Nach 3ominutiger Behandlung unter Rückfluß, Konzentrieren auf eine geringe Menge und Abkühlen schieden sich rote Nadeln aus (o,9 g). Beim Umkristallisieren aus Methanol bildete dieses Salz, von dem man annimmt, daß es sich um das 7-Acetylamino-2-amino-g-p-acetylaminophenyl-io-methylphenanthridiniumchlorid handelt, dünne, längliche, leichtscharlachrote Blättchen, die in einem Temperaturbereich von 24o bis 28o° schmolzen. Beispiel g Eine Lösung von 2-Amino-g-p-aminophenyl-iomethylphenanthridiniumchlorid (50o mg) in Wasser (io ccm) bei ioo° wurde mit Essigsäureanhydrid (o,i5 ccm) geschüttelt. Nach 3ominutiger Behandlung bei ioo° wurde ein wenig Ammoniumchlorid hinzugesetzt und die Lösung gekühlt. Beim Abkühlen kristallisierte das 2-Amino-g-p-acetylaminophenylio-methylphenanthridiniumchlorid in orangefarbenen Prismen (5oo mg) aus, die bei 222 bis 224° unter Zersetzung schmolzen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Phenanthridiniumsalzen mit mindestens einer primären Aminogruppe in der 2- oder 3-Stellung und einer acylierten Aminogruppe im Phenänthridinkern oder in einem g-Arylsubstituenten, dadurch gekennzeichnet, daß man 2- oder 3-Aminophenanthridiniumsalze, die noch eine weitere Aminogruppe im Phenanthridinkern oder in einem g-Arylsubstituenten besitzen, mit etwa i Mol eines Acylierungsmittels in wässeriger, wässerig-alkoholischer oder alkoholischer Lösung umsetzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Acylierungsmittel das Anhydrid einer aliphatischen Säure mit i bis 4 Kohlenstoffatomen verwendet wird.
DEW11430A 1952-06-13 1953-06-13 Verfahren zur Herstellung von Phenanthridiniumsalzen Expired DE935667C (de)

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