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DE1199002B - Verfahren zur Aufarbeitung edelmetallhaltiger Loesungen - Google Patents

Verfahren zur Aufarbeitung edelmetallhaltiger Loesungen

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Publication number
DE1199002B
DE1199002B DED44707A DED0044707A DE1199002B DE 1199002 B DE1199002 B DE 1199002B DE D44707 A DED44707 A DE D44707A DE D0044707 A DED0044707 A DE D0044707A DE 1199002 B DE1199002 B DE 1199002B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
precious metals
copper
solution
solutions containing
excess
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED44707A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hans Joachim Rabben
Dr Helmut Junghanss
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
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Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DED44707A priority Critical patent/DE1199002B/de
Publication of DE1199002B publication Critical patent/DE1199002B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B11/00Obtaining noble metals
    • C22B11/04Obtaining noble metals by wet processes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Aufarbeitung edelmetallhaltiger Lösungen Bei der Laugung chlorierend gerösteter Kiesabbrände oder ähnlicher Materialien verbleiben Gold, Silber und andere Edelmetalle infolge des stark reduzierenden Charakters der anfallenden Laugen zum größten Teil im Rückstand. Zur Gewinnung dieser Edelmetallinhalte wird der Rückstand anschließend einer Chlorwasserextraktion unterworfen, bei der eine sogenannte Goldlauge anfällt, die neben freiem Chlor die Edelmetalle in gelöster Form enthält.
  • Es ist bekannt, die Edelmetalle aus dieser Lauge dadurch zu gewinnen, daß man sie zusammen mit dem Kupferinhalt mit Eisenschrott auszementiert. Das edelmetallhaltige Zementkupfer wird nach Abtrennung von der Lösung zur Gewinnung der einzelnen Bestandteile eingeschmolzen und in mehreren Stufen elektrolytisch aufgearbeitet. Ein wesentlicher Nachteil dieses Verfahrens ist darin zu sehen, daß bei der Zementierung mit Schrott erhebliche Mengen an zweiwertigem Eisen in Lösung gehen. Die Gewinnung anderer in der Lösung vorhandener Nichteisenmetalle, wie z. B. Zink und Kobalt, muß daher aus wirtschaftlichen Gründen unterbleiben. Zudem stellt die Beseitigung zwangsweise anfallender Fe'+haltiger Abwässer ein ernstes wasserwirtschaftliches Problem dar.
  • Es ist weiter bekannt, z. B. Silber aus Laugen mit metallischem Kupfer in Granalien- oder Barrenform auszufällen. Befinden sich in diesen Laugen neben Silber jedoch auch noch Gold und/oder Platinmetalle, die gewöhnlich in sehr geringer Konzentration vorliegen, dann werden diese Edelmetalle nur unvollständig oder gar nicht gewonnen, da die bei der Behandlung entstehenden Suspensionen in der Regel ein schlechtes Absitzverhalten zeigen und die Edelmetalle erfahrungsgemäß gerade den feinsten Schwebestoffteilchen anhaften. Dies schlechte Absitzen ist auf den sauren Charakter der Lösung und insbesondere auf die Anwesenheit bzw. Bildung von Cu2+-Ionen zurückzuführen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man den Edelmetallinhalt edelmetallhaltiger Lösungen unter Vermeidung der beschriebenen Nachteile dadurch nahezu vollständig gewinnen kann, daß man diese Lösungen mit einer Mischung aus überschüssigem, feinverteiltem Kupfer(I)-oxid und metallischem Kupfer reduzierend behandelt und die dabei ausgefällten Edelmetalle zusammen mit dem überschuß der Reduktionsmittel von der Flüssigkeit abtrennt und Fällrückstand und Lösung in bekannter Weise auf ihre Bestandteile aufarbeitet. Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht die Reduktion des für die Löslichkeit der Edelmetalle notwendigen freien Chlors und damit die Fällung und Gewinnung der Edelmetalle in leichtabsitzender und filtrierbarer Form, und zwar ohne die Entstehung eisenhaltiger Mutterlaugen. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß man einerseits durch das Cu(1)-oxid den pH-Wert und andererseits durch das feinverteilte metallische Kupfer den Cu°+-Ionengehalt der Lösung in einer für ein gutes Absitzen der gebildeten Suspension optimalen Weise reguliert. Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, die Reduktion der edelmetallhaltigen Lauge mit einem solchen Mischungsverhältnis der beiden Reduktionsmittel vorzunehmen, daß die Mutterlauge einen pH-Wert von 3 bis 4 und Restgehalte an Cu°-+-Ionen von unter 0,5 g/1 aufweist. Je nach Menge des zugegebenen jeweiligen Reduktionsmittels können Fällungsniederschläge mit beliebig einstellbaren Edelmetallkonzentrationen erhalten werden. So werden bei einem Redoxpotential der reduzierten Lösung von 50 bis 150 mV Niederschläge mit geringen Edelmetallkonzentrationen erhalten, was gegebenenfalls erwünscht sein kann. Andererseits können bei Redoxpotentialen von 250 bis 350 mV Niederschläge mit hohen Edelmetallgehalten gewonnen werden, indem hier nur ein geringer überschuß der zur Entfernung des freien Chlors notwendigen Reduktionsmittel angewendet wird. Das Verfahren kann sowohl diskontinuierlich als auch kontinuierlich ausgeführt werden, wobei die Dosierung der Reduktionsmittel, wie beschrieben, über das Redoxpotential kontrolliert bzw. gesteuert werden kann.
  • Die Abtrennung der edelmetallhaltigen Niederschläge von der reduzierten Lauge kann in bekannter Weise, z. B. über eine Filterschicht oder durch Sedimentation in einem Eindicker erfolgen. Die auf die eine oder andere Weise vom Feststoff abgetrennte Mutterlauge enthält bei dem erfindungsgemäßen Verfahren nur noch Spuren von Edelmetallen. Ihre gesonderte Aufarbeitung auf Kupfer sowie auf die übrigen in ihr enthaltenen Nichteisenmetallgehalte erübrigt sich, wenn man die Lösung in die Laugung chlorierend gerösteter Kiesabbrände zurückführt. Ist dies nicht möglich, wird der NE-Metallgehalt nach bekannten metallurgischen Verfahren gewonnen. Die Gewinnung der außer den Edelmetallen in der Goldlauge enthaltenen Nichteisenmetalle stellt neben dem Wegfall lästiger Eisenlaugen und der Möglichkeit der Automation des Reduktionsprozesses den wesentlichen Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens gegenüber den bekannten dar.
  • Das Verfahren wird durch das folgende Beispiel erläutert, ohne es darauf zu beschränken. Beispiel In einer 0,8-m2-Bütte wurden kontinuierlich 7 113/h Goldlauge (durchschnittliche Zusammensetzung: 2,80 g Cu2+, 0,83 mg Au, 1,41 mg Ag pro Liter) mit 35 kg/h eines Gemisches aus etwa 7511/11 Kupferffloxid, 6,1 ppm Au, 1286 ppm Ag und 2511/o Zementkupfer (3,9 ppm Au, 1030 ppm Ag) entsprechend einem Redoxpotential von 50 bis 60 mV behandelt. Die abfließende Lauge hatte einen pH-Wert von 3,5 und Restgehalte an Cu2+-Ionen von 0,2 bis 0,3 g/1 und wurde anschließend einem Eindecker von 3 112 Klärfläche aufgegeben. Der Eindickerüberlauf enthielt Gold und Silber nur noch in Spuren. Der in Feststoffkonzentrationen von 1500 bis 2100 g/1 aus dem Eindicker abgezogene Rückstand enthielt 228 ppm Au und 1750 ppm Ag.

Claims (2)

  1. Patentansprüche; 1. Verfahren zur Gewinnung von Edelmetallen aus diese in nichtkomplexer Form enthaltenden Lösungen, durch Reduktion und Ausfällen, d a -durch gekennzeichnet, daß man die Lösung mit einer Mischung aus überschüssigem, feinverteiltem Kupfer(I)-oxid und metallischem Kupfer reduzierend behandelt, die dabei ausgefällten Edelmetalle zusammen mit dem Überschuß der Reduktionsmittel von der Flüssigkeit abtrennt und Fällrückstand und Lösung in bekannter Weise auf ihre Bestandteile aufarbeitet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gemenge von Kupfer(I)-oxid und metallischem Kupfer in einem solchen Mischungsverhältnis anwendet, daß sich in der behandelten edelmetallhaltigen Lösung ein pH-Wert von 3 bis 4 und Gehalte an Cu2+-Ionen von <0,5 g/1 einstellen. In Betracht gezogene Druckschriften: V. T a f e 1, Lehrbuch der Metallhüttenkunde, Band 1, 1951, S. 162.
DED44707A 1964-06-18 1964-06-18 Verfahren zur Aufarbeitung edelmetallhaltiger Loesungen Pending DE1199002B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0263910A1 (de) * 1986-10-13 1988-04-20 Austria Metall Aktiengesellschaft Hydrometallurgisches Verfahren zur Abtrennung und Anreicherung von Gold, Platin und Palladium, sowie Gewinnung von Selen aus dem Anodenschlamm der Kupferelektrolysen und ähnlicher nichtmetallischer Stoffe
DE19752800A1 (de) * 1997-11-28 1999-06-10 Franziskus Dr Horn Verfahren zur Herstellung von kugelförmigen Kleinstmetallpartikeln

Non-Patent Citations (1)

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None *

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