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DE1533065C - Verfahren zur Reinigung von Kobalt - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Kobalt

Info

Publication number
DE1533065C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
copper
cobalt
lead
iron
liquid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Werner Dr 4100 Duisburg Rutsch
Original Assignee
Duisburger Kupferhütte, 4100 Duis bürg
Publication date

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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von Kobalt von Kupferverunreinigungen und Wiedergewinnung des Kupfers.
Es ist bekannt, Kupfer von Kobalt naßmetallurgisch zu trennen. So wird z. B. aus der bei der Verhüttung von zentralafrikanischen Co/Cu-Erzen anfallenden Legierung, bestehend aus 50 bis 60% Co, 10 bis 15% Cu und 30 bis 35% Fe, mit 10%iger Schwefelsäure das Kobalt und Eisen herausgelöst, während das Kupfer zum größten Teil ungelöst bleibt. Aus dieser Lösung, fällt man das Eisen mit Chlorkalk und Soda. Die abfiltrierte Lösung enthält etwa 32 bis 36 g/l Co, das man mit Soda als Karbonat fällt (V. Tafel, Lehrbuch der Metallhüttenkunde, Bd. III, Leipzig, 1954, S. 164). .
Ferner ist bekannt, aus den Lösungen der chlorierend gerösteten Sulfiderze das Kupfer durch metallisches Eisen und das Kobalt nach Entfernung des Eisens mittels Kalkmilch als Hydroxid zu fällen.
Ebenso ist bekannt, Kupfer—Kobalt elektrolytisch zu trennen, wobei zu Anoden vergossene Legierungen mit etwa 20% Cu, 10% Fe und 65% Co in einen Elektrolyten eingehängt werden, der mehr als 3 g/l freie Säure enthält. Bei Stromdurchgang lösen sich nur Kobalt und Eisen, während das Kupfer als Schlamm zurückbleibt.
Es ist weiterhin bekannt (Katanga), ζ. Β. eine Lösung mit 15 g/l Cu und 5 bis 6 g/l Co mit Kalkmilch auf einen pH von 3,5 bis 3,8 einzustellen und mit hoher Stromdichte unter Verwendung von Bleianöden bis auf einen Gehalt von etwa 1 g/l Cu zu elektrolysieren. Weiterer Kalkmilchzusatz bringt den pH-Wert auf 5,0 bis 5,5 und fällt das Kupfer bis auf 0,2 g/l aus. Diesen Rest zementiert man mit Kobaltspänen (V. Tafel, Lehrbuch der Metallhüttenkünde, Bd. III, Leipzig, 1954, S. 165).
Bei den oben geschilderten Verfahren handelt es sich in allen Fällen um naßmetallurgische Verfahren, die unzweckmäßig sind, wenn es sich darum handelt, das Kupfer aus Kobaltlegierungen, die mehr als 90% Co enthalten, abzutrennen.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß man Kobalt von Kupfer ausreichend reinigen kann, wenn man das kupferhaltige Kobalt in schmelzflüssigem Zustand mit Blei behandelt, für einen innigen Kontakt, z. B." durch wiederholtes Durchsickern des zwischendurch entkupferten Bleies durch das schmelzfiüssige Kobalt, sorgt und das sich als untere Schicht absetzende kupferhaltige, flüssige Blei abtrennt.
Aus der kupferhaltigen Bleischmelze kann in bekannter Weise das Kupfer wiedergewonnen werden (V. Tafel, Lehrbuch der Metallhüttenkunde, Bd. II, Leipzig, 1953, S. 137 ff., und deutsche Auslegeschrift 1199 003).
Beispiel
Kobaltlegierungen mit Kupfergehalten von 0,04 bis 5,0% wurden mit Blei in obengenannter Weise behandelt. Nach der Bleiwäsche betrugen die Cu-Restgehalte im Kobalt weniger als 0,005%. Die Kobaltgehalte im Waschblei betrugen zwischen 0,01 und 0,36%. Die Bleigehalte im Kobalt lagen zwischen 0,64 und 0,82%. Das im gereinigten Kobalt zurückbleibende Blei wird durch Einleiten von gasförmigem Chlor als Bleichlorid ohne meßbare Kobaltverluste verflüchtigt. Gegebenenfalls im Kobalt in geringer Menge vorliegendes Eisen und Nickel werden bei der angewandten Arbeitsweise vom Chlor nicht angegriffen.

Claims (2)

  1. . Patentansprüche:
    ..1. Verfahren zur Reinigung von Kobalt von Kupferverunreinigühgen und Wiedergewinnung des Kupfers, dadurch gekennzeichnet, daß man das kupferhaltige Kobalt in schmelzflüssigem Zustand mit Blei behandelt, für innigen Kontakt, z. B. durch wiederholtes Durchsickern des gegebenenfalls zwischendurch entkupferten Bleis durch das flüssige Kobalt, sorgt, das sich als untere Schicht absetzende kupferhaltige flüssige Blei abtrennt und das Kupfer aus diesem in bekannter Weise wiedergewinnt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Restgehalte an Blei im Kobalt durch Einleiten von Chlorgas als Bleichlorid verflüchtigt.

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