DE1192033B - Mahltrocknungsanlage fuer Kohlenstaubfeuerungen - Google Patents
Mahltrocknungsanlage fuer KohlenstaubfeuerungenInfo
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- DE1192033B DE1192033B DEM47201A DEM0047201A DE1192033B DE 1192033 B DE1192033 B DE 1192033B DE M47201 A DEM47201 A DE M47201A DE M0047201 A DEM0047201 A DE M0047201A DE 1192033 B DE1192033 B DE 1192033B
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02C—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
- B02C23/00—Auxiliary methods or auxiliary devices or accessories specially adapted for crushing or disintegrating not provided for in preceding groups or not specially adapted to apparatus covered by a single preceding group
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Description
- Mahltrocknungsanlage für Kohlenstaubfeuerungen Die Erfindung bezieht sich auf eine Mahltrocknungsanlage für Kohlenstaubfeuerungen, bei der die Kohle vor dem Eintritt in die Mühle vorgetrocknet wird. Bei dem bekannten Verfahren arbeitet ein Vortrockner auf eine Mühle, so daß die Trocknerleistung in dem Vortrockner und in der Mühle in einem ganz bestimmten Verhältnis zueinander stehen.
- Bei größerem Anfangswassergehalt der Kohle gelangt auch Kohle von höherem Wassergehalt in die Mühle. Die Mühle muß daher so ausgelegt werden, daß ihre Trocknerleistung dem größten vorkommenden Wassergehalt der Kohle entspricht. Dadurch ergibt sich eine sehr aufwendige Bauweise bei der Auslegung der Mühle und außerdem durch das Arbeiten bei unterschiedlichen Betriebsbedingungen ein schlechter Wirkungsgrad.
- Es sind Mahltrocknungsanlagen bekannt, bei denen mehrere Trockenaggregate parallel geschaltet sind. Auch ist eine Zerkleinerungsanlage mit Mahltrocknungsanlage bekanntgeworden, bei der unabhängig vom Feuchtigkeitsgehalt des Rohgutes ein gleichmäßiges Endprodukt erzielt werden soll.
- Gemäß der Erfindung wird nun vorgeschlagen, der Mühle mehrere in an sich bekannter Weise parallelgeschaltete Vortrockner vorzuschalten, von denen je nach dem Anfangswassergehalt der Kohle so viele gleichzeitig auf die Mühle fördern, daß diese stets eine nahezu gleichbleibende Menge vorgetrockneter Kohle von nahezu gleichbleibendem Wassergehalt zu verarbeiten hat. Die Mühle kann jetzt von vornherein für eine Kohle mit geringer Anlieferungsfeuchtigkeit ausgelegt und mit stets gleichbleibender Leistung bei maximalem Wirkungsgrad betrieben werden. Die Anpassung an die unterschiedliche Anfangsfeuchtigkeit der Kohle geschieht jetzt nur noch dadurch, daß eine jeweils andere Zahl von Vortrocknern parallel geschaltet wird.
- Die erfindungsgemäß ausgebildete Mahltrocknungsanlage eignet sich besonders zur Verwendung bei Dampferzeugern großer Leistung von 500 t Dampf pro Stunde und darüber. Bei derartigen Anlagen ist es außerordentlich schwierig, die Mahlanlage räumlich günstig im Kesselhaus unterzubringen. Bei der üblichen Mahltrocknung ist die Abführung der aus der Mahltrocknungsanlage austretenden Brüdengase und die Aufstellung der nachgeschalteten Brüdenfilter infolge der großen Querschnitte sehr aufwendig. In diesen Fällen ist es zweckmäßig, die Mahlanlage aus dem Kesselhaus herauszunehmen und als Zentralmahlanlage außerhalb aufzustellen. Bei einer derartigen Zentralmahlanlage ist die Verwendung des erfindungsgemäßen Vorschlags besonders vorteilhaft, vor allem, da die einzelnen Vorrichtungen nicht hoch im Kesselgebäude aufgestellt werden müssen.
- Da bei einer solchen Zentralmahlanlage wegen der großen Entfernung vom Kesselhaus die Beheizung der Mahlanlage zweckmäßigerweise nicht mehr durch Rauchgase bzw. durch Heißluft vom Luftvorwärmer des Kessels erfolgen sollte, kann in weiterer Ausbildung der erfindungsgemäß ausgestalteten Mahltrocknungsanlage die Beheizung der Vortrockner durch einen in ihrer Nähe aufgestellten Öl- oder Gasfeuerungsofen erfolgen, dessen Regelung mit der Einrichtung zum Zu- und Abschalten der einzelnen Vortrockner so gekoppelt ist, daß die Vortrockner in allen Betriebsfällen die benötigte Heizgasmenge mit der erforderlichen Temperatur erhalten.
- Besonders zweckmäßig ist es, die Vortrockner kreisförmig um einen zentralen Bunker anzuordnen, der mit einer schwenkbaren Schurre versehen ist, die einen Antrieb zum kontinuierlichen Beschicken der jeweils eingeschalteten Gruppe von Vortrocknern aufweist. Wenn nur ein Vortrockner eingeschaltet ist, kann die Schurre über diesem Vortrockner stehenbleiben. Sind mehrere Vortrockner erforderlich, so wird die Schurre derartig verschwenkt, daß sie jeden der eingeschalteten Vortrockner eine gleich lange Zeit beschickt, wobei sich die Beschickung eines jeden Vortrockners in einem so kurzen Zeitabschnitt wiederholt, daß keine merkliche Veränderung der Gesamtleistung am Austrittsende der Trocknergruppe eintritt.
- Um die Trocknerleistung weiter zu steigern bzw. bei gleicher Trocknerleistung die Abmessungen der Vortrockner verringern zu können, wird nach einem weiteren Merkmal der Erfindung die Kohle dadurch vorgewärmt, daß der Bunker und/oder die Schurre mit einem Mantel umgeben sind und daß in den durch den Mantel gebildeten Hohlraum ein Heizmittel eingeführt wird. Als Heizmittel kann z. B. Heißluft vom Ofen oder unter Umständen auch Niederdruckdampf verwendet werden. Es braucht jetzt in dem Vortrockner die vorausgehende Erwärmung der Kohle nicht mehr vorgenommen zu werden, infolgedessen erfolgt vom Beginn des Eintritts der Kohle in den Vortrockner bereits das Verdunsten des Wassers.
- In der Zeichnung ist die Mahltrocknungsanlage gemäß der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigt F i g. 1 eine Seitenansicht, F i g. 2 eine Draufsicht ohne die Beschickungseinrichtung für die Vortröckner.
- Zum Vortrocknen sind insgesamt fünf Vortrockner 1 bis 5 vorhanden, die von einem zentralen Bunker 6 aus beschickt werden können. Die Schurre 7 zum Beschicken der Vortrockner 1 bis 5 ist durch einen Antrieb 8 schwenkbar. Durch einen Zuteiler 9 kann die Kohle aus dem Auslauf des Bunkers 6 abgelassen' bzw. der Kohlestrom unterbrochen werden. Der Bunker 6 ist von einem Mantel 10 und die Schurre 7 ist von :einem Mantel 11 umgeben, so daß die Kohle vorgewärmt werden kann, bevor sie in die Vortrocknergruppe gelangt. Die Ausläufe 12 bis 16 der Vortrockner 1 bis 5 lassen die Kohle auf einen gemeinsamen Förderer 17 gelangen, durch den die Kohle in die Mühle 18 gefördert wird. Aus der Mühle 18 fällt der gemahlene Kohlenstaub in einen Trichter 19, aus dem er durch eine Pumpe 20 über eine Leitung 21 zum Kesselhaus gefördert wird. Der Ofen zum Erzeugen der Heizgase ist in der Zeichnung nicht dargestellt.'
Claims (4)
- Patentansprüche: 1. Mahltrocknungsanlage . für Kohlenstaubfeueiungen, bei der die Kohle vor dem Eintritt in die Mühle vorgetrocknet wird, d a d u r c h gekennzeichnet, daß der Mühle (18) mehrere in an sich bekannter Weise parallelgeschaltete Vortrockner (1 bis 5) vorgeschaltet sind, von denen je nach dem Anfangswassergehalt der Kohle so viele gleichzeitig auf die Mühle (18) fördern, daß diese stets eine nahezu gleichbleibende Menge vorgetrockneter Kohle von nahezu gleichbleibendem Wassergehalt zu verarbeiten hat.
- 2. Mahltrocknungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beheizung der Vortrockner (1 bis 5) durch einen in ihrer Nähe aufgestellten Öl- oder Gasfeuerungsofen erfolgt, dessen Regelung mit der Einrichtung zum Zu-und Abschalten der einzelnen Vortrockner so gekoppelt ist, daß die Vortrockner in allen Betriebsfällen die benötigte Heizgasmenge mit der erforderlichen Temperatur erhalten.
- 3. Mahltrocknungsanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vortrockner (1 bis 5) kreisförmig um einen zentralen Bunker (6) angeordnet sind, der mit einer schwenkbaren Schurre (7) versehen ist, die einen Antrieb (8) zum kontinuierlichen Beschicken der jeweils eingeschalteten Gruppe von Vortrocknern aufweist.
- 4. Mahltrocknungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bunker (6) und/oder die Schurre (7) mit einem Mantel (10 bzw. 11) umgeben sind und daß in den durch den Mantel gebildeten Hohlraum ein Heizmittel zum Vorwärmen der Kohle eingeführt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 505 772, 741516; deutsche Auslegeschrift Nr. 1049 312; Zeitschrift »Braunkohle«, Jg. 41 (1942), Heft 30, S. 337 bis 344.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM47201A DE1192033B (de) | 1960-11-24 | 1960-11-24 | Mahltrocknungsanlage fuer Kohlenstaubfeuerungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM47201A DE1192033B (de) | 1960-11-24 | 1960-11-24 | Mahltrocknungsanlage fuer Kohlenstaubfeuerungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1192033B true DE1192033B (de) | 1965-04-29 |
Family
ID=7305840
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM47201A Pending DE1192033B (de) | 1960-11-24 | 1960-11-24 | Mahltrocknungsanlage fuer Kohlenstaubfeuerungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1192033B (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE505772C (de) * | 1930-08-27 | Hermann Haas | Trockenvorrichtung fuer gemischt fein- und grobstueckiges Gut | |
| DE741516C (de) * | 1941-07-11 | 1943-11-12 | Ind Ag | Zerkleinerungsanlage mit Mahltrocknungsanlage |
| DE1049312B (de) * | 1959-01-22 | Steiermark Dipl Ing Wilhelm Schuster Leoben (Osterreich) | I Verfahren und Vorrichtung zur Trocknung von Stoffen mit kolloidalen Eigenschaften, insbesondere lignitischer Braunkohle |
-
1960
- 1960-11-24 DE DEM47201A patent/DE1192033B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE505772C (de) * | 1930-08-27 | Hermann Haas | Trockenvorrichtung fuer gemischt fein- und grobstueckiges Gut | |
| DE1049312B (de) * | 1959-01-22 | Steiermark Dipl Ing Wilhelm Schuster Leoben (Osterreich) | I Verfahren und Vorrichtung zur Trocknung von Stoffen mit kolloidalen Eigenschaften, insbesondere lignitischer Braunkohle | |
| DE741516C (de) * | 1941-07-11 | 1943-11-12 | Ind Ag | Zerkleinerungsanlage mit Mahltrocknungsanlage |
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