DE975732C - Verfahren zur Entgasung von staubfoermigen oder feinkoernigen Brennstoffen - Google Patents
Verfahren zur Entgasung von staubfoermigen oder feinkoernigen BrennstoffenInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
- C10B49/00—Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated
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Description
- Verfahren zur Entgasung von staubförmigen oder feinkörnigen Brennstoffen Das Hauptpatent 974 376 bezieht sich auf die Entgasung von feinkörnigen oder staubförmigen Brennstoffen in zwei Stufen mittels im Kreislauf geführter Wärmeträger, die mit dem Brennstoff innig gemischt und jeweils auf dem Förderweg zur erstell Stufe wieder aufgeheizt werden. Hierbei erfolgt die teilweise Entgasung in einer Mischschne,cke, aus der das Gemisch von teilweise entgastern Brennstoff und Wärmeträger im freien Fall in einen Schacht unter Bildung einer Gutsäule ge7 langt, aus dessen unterem Teil die entgaste Masse mit dem Wärmeträger abgezogen, mittels heißer Luft pneumatisch hochgefördert und während der Hochförderung durch Verbrennen des mitgeführten Kohlenstoffs mittels der Förderluft aufgeheizt wird. Aus dein Strom der Heizgase werden die Wärmeträger abgetrennt, um zur Mischschnecke oder einem dieser vorgeschalteten Bunker zurückzukehren.
- Der bei diesem Verfahren anfallende Koks oder Entgasungsrückstand wird als Wärmeträger be- nutzt und ein Überschuß an Koks oder Entgasungsrückstand aus dem Verfahren abgeführt. Die Ab- führung geschieht in der Weise, daß die heißen Gase, mit denen die Wärmeträger hochgefördert worden sind, den überschüssigen Koks oder Entgasungsrückstand in Form seiner feinsten Anteile mitnehmen, oder daß außerdem noch körniger Koks oder Entgasungsrückstand, die aus den Gasen abgeschieden worden sind, in einem passenden Anteil abgezogen werden. In beiden Fällen ergeben sich besondere Vorteile daraus, daß die Abwärme des Prozesses, die zu einem großen Teil in den heißen Gasen und in dein überschüssigen Koks bzw. Entgasungsrückstand enthalten ist, in Dampfkesseln, insbesondere für die Energieerzeugung, oder in Verbindung mit Röst- oder Sinteröfen oder anderen metallurgischen Verfahren, Gasturbinen od. dgl. ausgenutzt werden kann. Dadurch wird einerseits die beste Verwertungsmöglichkeit für den im Verfahren entstehenden Koks bzw. Entgasungsrückstand geschaffen, andererseits wird die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens wesentlich gesteigert, da nicht nur die Verbrennungswärme, sondern auch ein großer Teil der fühlbaren Wärme der aus dem Entgasungsverfahren abziehenden Stoffe einschließlich des durch die Eritgasung gewonnenen Gases auf diese Weise gleichzeitig verwertet werden kann. Daraus ergibt sich wiederum die Möglichkeit, große Mengen von Wärmeträgern, z. B. das :2o- bis 5ofache und mehr des Gewichtes, der zu entgasenden Stoffe mit verhältnismäßig geringem Aufwand an Wärme und Förderkosten in Umlauf zu halten, was eine besonders störungsfreie und gleichmäßige Durchführung der Entgasung gewährleistet.
- Im Teillastbetrieb der Entgasungsanlage ist der Wärmebedarf für die Entgasung und damit auch die für die pnenmatische Förder- und Aufheizstrecke benötigte Luftmenge geringer. Fällt diese Luftmenge unter ein gewisses Maß, so ist die pneumatische Förderung des feinkörnigen Wärmeträgers nicht mehr gesichert, da die Geschwindigkeit der Reaktionsgase in der Förderstrecke zu gering wird. Gleichzeitig sinkt bei Teillastbetrieb die Menge des anfallenden Kokses oder Entgasungsrückstandes. Um nun diesen bei Teillastbetrieb auftretenden Erscheinungen Rechnung zu tragen, werden erfindungsgemäß bei verringerter Leistung der Entgasungsanlage außer Verbrennungsluft Dampf oder inerte Gase, z. B. die Reaktionsgase, d. h. die Gase, die für die Förderung und Aufheizung der Wärmeträger benutzt wurden, nach einer für ihren Durchgang durch die Einrichtung für ihre Förderung erforderlichen oder zweckmäßigen Abkühlung in die Aufheiz- und Förderanlage für die Wärmeträger eingeführt. Mit besonderem Vorteil werden Abgase der Einrichtungen, z. B. Dampfkesselfeuerung od. dgl., in der der Koks oder Entgasungsrückstand ausgenutzt werden, vor oder nach ihrer Verdichtung in der erforderlichen Menge der Verbrennungsluft zugesetzt, um die pneumatische Förderung sicherzustellen und andererseits die Entga,-sungsanlage vor einer überhitzung zu bewahren. Ferner werden die Schwierigkeiten, die sich aus einem verringerten Anfall an Entgasungsrückstand ergeben, durch eine besondere Ausbildung der Anlagen für die Verbrennung des Kokses oder Entgasungsrückstandes behoben.
- Durch die Erfindung wird erreicht, daß die Menge der Gase, die aus der Aufheizung und Förderung der Wärmeträger abziehen, auch bei Teillastbetrieb in für die pneumatische Förderung ausreichender Höhe gehalten werden kann. Die Verringerung des Anfalls an Koks oder Entgasungsrückständen ist ungefähr proportional der Abnahme der Leistung beim Teillastbetrieb. Hierdurch verschiebt sich auch die maximale Verbrennungstemperatur nach unten, wenn Reaktionsgase und Koks oder Entgasungsrückstand einer gemeinsamen Feuerung zugeführt werden. Dies kann sich bei einer mit flüssigem Schlackenabstich arbeitenden Feuerung gegebenenfalls sehr ungünstig auswirken, da eventuell die Schlacke zu zäh wird und nicht mehr ausreichend abfließt oder die Feuerun,-sogar »einfriert«. Dies kann zu Verstopfungen und schnell zu Betriebsschwierigkeiten führen, wenn der Auffangraum für die Schlacke nur klein ist, wie z. B. beim Zyklonbrenner. Bei einer Feuerung mit Schmelzkammer dagegen, die erfindungsgemäß in diesem Falle vorzuziehen ist, kann sich nicht so leicht eine Störung einstellen, solange der Teillastbetrieb nicht über eine sehr lange Zeit geht, da die Schmelzkammer über einen großen Auffangraum für die Schlacke verfü-t.
- Durchgreifendere Abhilfe für Schwierigkeiten im Teillastbetrieb wird erfindungsgemäß dadurch geschaffen, daß ein Teil oder die Gesamtmenge der Reaktionsgase im Teillastbetrieb an einer der Feuerung nachgeschalteten Stelle in den Dampfkessel eingeführt wird. Hierbei wird der aus den Reaktionsgasen ab-eschiedene überschüssige Koks oder Entgasungsrückstand weiterhin direkt in die Feuerung eingeblasen. Werden diese Gase in den Dampfkessel an einer Stelle eingebracht, an der keine Verbrennung des in ihnen enthaltenen Staubes mehr erfolgt, so fällt der Staub zum weitaus größten Teil als Flugstaub. am Kesselende aus und wird von hier aus zur Feuerung zurückgeführt.
- Die Entgasung des Brennstoffes, die Förderung und Aufheizung der Wärmeträger und ihre Abscheidung aus den Heizgasen können im Verfahren gemäß der Erfindung in der gleichen Weise durchgeführt werden wie bei dem Verfahren nach dein Hauptpatent, dessen Einzelheiten sinngemäß auch in Verbindung mit der Erfindung angewendet ZD lb werden können.
- Die spezielle Ausbildung der Mischeinrichtung selbst spielt im Verfahren gemäß der Erfindung nur eine untergeordnete Rolle. Statt der in dem Hauptpatent ausführlich beschriebenen mechanischen Mischeinrichtung können auch andere Mischvorgänge zur Anwendung gelangen.
- ZD
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Entgasung von feinkörnigen oder staubförinigen Brennstoffen in zwei Stufen mittels im Kreislauf geführter feinkörniger Wärmeträger, die mit dem Brennstoff innig gemischt und jeweils auf dem Förderweg zur ersten Stufe wieder aufgeheizt werden, nach Patent 974 376, dadurch gekennzeichnet, daß bei verringerter Leistung der Entgasungsanlage außer Verbrennungsluft in die Aufheiz- und Förderanlage für die Wärmeträger Abgase, insbesondere aus der Feuerung, in der ein Teil des Kokses oder Entgasungsrückstandes verbrannt wird, oder andere Gase, die im Verfahren anfallen, eingeführt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die heißen Gase von der Aufheizung der Wärmeträger an einer Stelle in die Feuerung, z. B. Dainpfkesselfeuerung, eingeführt werden, die hinter dem eigentlichen Verbrennungsraum liegt. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 420 376.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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Publications (1)
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| DE975732C true DE975732C (de) | 1962-07-05 |
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ID=7298386
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Country Status (1)
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|---|---|
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Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2420376A (en) * | 1942-07-20 | 1947-05-13 | Johansson Edvin Andreas | Destructive distillation process embodying counterflow of solid heating medium |
-
1953
- 1953-12-05 DE DEM21096A patent/DE975732C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
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