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DE1053526B - Braunkohlekraftwerk mit dampfbeheizter Kohletrocknungs-anlage - Google Patents

Braunkohlekraftwerk mit dampfbeheizter Kohletrocknungs-anlage

Info

Publication number
DE1053526B
DE1053526B DES50360A DES0050360A DE1053526B DE 1053526 B DE1053526 B DE 1053526B DE S50360 A DES50360 A DE S50360A DE S0050360 A DES0050360 A DE S0050360A DE 1053526 B DE1053526 B DE 1053526B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drying
steam
coal
pressure
power plant
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES50360A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Walter Bredtschneider
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES50360A priority Critical patent/DE1053526B/de
Publication of DE1053526B publication Critical patent/DE1053526B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K17/00Using steam or condensate extracted or exhausted from steam engine plant
    • F01K17/06Returning energy of steam, in exchanged form, to process, e.g. use of exhaust steam for drying solid fuel or plant

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Braunkohlekraftwerk mit dampfbeheizter Kohletrocknungsanlage Dampfbeheizte Kohletrocknungsanlagen sind seit langem bekannt. Insbesondere im Zusammenhang mit gleichmäßig belasteten Dampfkraftanlagen ist es in Anwendung auf die Brikettfabrikation bekannt, einen Teil des Frischdampfes zum Verdichten der Brüdendämpfe der Trocknungsanlage zu benutzen. Der Frischdampf kann entweder direkt aus dem Kessel oder einer Entnahmestelle der jeweiligen Arbeitsturbine entnommen sein. Bei Dampfkraftanlagen mit schwankender Belastung hat man zum Ausgleich der Belastungsschwankungen Ausgleichsbunker oder besondere Wärmespeicher herangezogen.
  • Es ist bereits eine Dampfkraftanlage mit gleichmäßiger Dampferzeugung und zugeordneter Trocknungsanlage bekanntgeworden, bei der der Trocknungsanlage nur die für die übrige Kraftanlage nicht benötigte Dampfmenge zugeführt wird. Dabei werden die durch Strahlapparate verdichteten Brüdendämpfe der Trocknungsanlage wieder als Heizdampf verwendet und der für die Trocknungsanlage zur Verfügung stehende Frischdampf zum Verdichten der in der zum Trockner gehörigen Verdampferanlage entstandenen Brüdendämpfe in dem Strahlapparat herangezogen. Je nach dem Belastungszustand der Kraftanlage wird dem Strahlapparat eine mehr oder weniger große überschüssige Dampfmenge zugeführt. Dementsprechend wird bei Vorhandensein von großen Frischdampfmengen von verhältnismäßig hohem Druck eine geringe Niederdruckdampfmenge im Strahlapparat auf einen verhältnismäßig hohen Gegendruck verdichtet, während bei verringerter Betriebsdampfmenge und Druckerniedrigung im Heizsystem eine höhere Niederdruckdampfmenge herangezogen wird.
  • Es hat sich aber gezeigt, daß die durch Entfernung des Ballastwassers aus der Braunkohle erzielbaren thermischen Vorteile durch die hohen Anschaffungskosten einer Kohletrocknungsanlage mehr als aufgewogen werden. Bei Dampfkraftanlagen der damaligen Bauart wäre eine Wirtschaftlichkeit auch dann nicht erreicht worden, wenn man, wie oben erwähnt, den Dampf für die Kohletrocknung der Anzapfstelle einer Turbine entnimmt. Auch heute bestehen immer noch Bedenken gegen die Wirtschaftlichkeit von Braunkohletrocknungsanlagen bei Dampfkraftwerken.
  • Die Erfindung geht demgegenüber von dem Gedanken aus, daß durch die steigende Wirtschaftlichkeit des Wasser-Dampf-Prozesses in einem neuzeitlichen Kraftwerk, wie sie besonders durch höchste Dampfdrücke und Temperaturen, durch Zwischenüberhitzung, durch hohe Regenerativvorwärmung des Speisewassers, durch große Maschineneinheiten usw. gekennzeichnet ist, die Verwendung von Kohletrocknungsanlagen bei Braunkohle-Dampfkraftwerken nicht nur wirtschaftlich tragbar ist, sondern sogar noch eine weitere Steigerung der Wirtschaftlichkeit durch Kohlevortrocknung möglich ist. In hochwirtschaftlichen Kraftwerken bewegt sich der zusätzliche thermische Gewinn je nach dem Wassergehalt der Braunkohle zwischen 10 und 20 %.
  • Es ist an sich bereits ein Verfahren zur Trocknung von Brennstoffen unter gleichzeitiger Verwendung von Abgasen einerseits und Dämpf oder Heißwasser andererseits, die gegebenenfalls ihre Wärme auf Luft als Trockenmittel übertragen, bekanntgeworden. Dabei sind Maßnahmen ergriffen; um auch bei Höchstanfall von Abgaswärme die Selbstentzündungstemperatur des Brennstoffes nicht zu überschreiten. Bei diesem bekannten Verfahren wird der Grundbetrag der Trocknungswärme den Abgasen entnommen, während aus dem zweiten Wärmeträger mindestens diejenige Wärme entnommen wird, die notwendig ist, um die Brennstofftemperatur bei dem jeweiligen Betriebszustand etwas oberhalb des Taupunktes zu halten. Die dem zweiten Wärmeträger entnommene zusätzliche Wärme wird dem Trocknungsgut mittelbar, beispielsweise über die Abgase, zugeführt, wobei die Abgase und der zweite Wärmeträger beide der gleichen Kesselanlage entnommen werden können.
  • Bei dem Braunkohlekraftwerk nach der Erfindung, welches als Höchstleistungskraftwerk in Blockschaltung betrieben werden kann, ist ebenfalls eine dampf-und rauchgasbeschickte Kohletrocknungsanlage mit einem dazugehörenden Trockengutbehälter vorhanden. Im Gegensatz zu den geschilderten bekannten Anordnungen besteht das erfinderische Neue darin, daß der der Kohletrocknungsanlage zugeführte Heizdampf einer Gegendruckturbine entnommen ist, die an eine den höheren Druckstufen der Hauptturbine zugeordnete Entnahmestelle angeschlossen und auf konstanten Druck in der Trocknungsanlage gesteuert ist, und daß von den zugeführten Rauchgasen ein Teil zur Partialdrucksenkung in der Trocknungsanlage und der andere Teil zur Nachtrocknung der Kohle im Trockengutbehälter benutzt ist.
  • Auf diese Weise wird das Druckgefälle zwischen dem Entnahmedruck und dem Betriebsdruck der Trocknungsanlage ausgenützt und mit Hilfe der Steuerung der Gegendruckturbine der Betriebsdruck der Trocknungsanlage in wirtschaftlicher Weise auf konstanter Höhe gehalten.
  • Während die eigentliche Trocknung der Naßkohle durch Dampf bewirkt wird, spielen also die Kesselabgase eine zweifache Rolle. Einmal bewirken sie eine Partial drucksenkung im Naßkohlenteil und zum andern eine Nachtrocknung im Trockengutbehälter. Es kommt dabei darauf an, daß die Partialdrucksenkung nicht durch Beimischen von Luft bewirkt wird, wie dies normalerweise üblich ist, sondern durch Beimischen von Kesselabgasen. Dadurch unterscheidet sich die Erfindung in vorteilhafter Weise von dem oben genannten bekannten Trocknungsverfahren. Während bei dem bekannten Verfahren nämlich bestimmte Bemessungsvorschriften für die Trocknungsvorrichtung erfüllt sein müssen, damit die Selbstentzündungstemperatur des Brennstoffes nicht überschritten wird, erlaubt die Erfindung, die Selbstentzündungsgefahr von vornherein durch die Verwendung von Rauchgasen als Partialdrucksenkungsmittel zu vermeiden. Während weiterhin bei dem bekannten Verfahren die Rauchgase in erster Linie als Trocknungsmittel verwendet werden, während dem Heizdampf nur die Funktion der Temperaturregulierung zukommt, ist bei der Erfindung der Anteil der Rauchgase nur entsprechend dem Anteil der sonst üblichen zugeführten Luftmenge. Dies stellt zusammen mit der Maßnahme der Nachtrocknung der Kohle mit einem anderen Teil der Kesselabgase einen Vorteil der Erfindung dar, der sich in einer Erhöhung der Wirtschaftlichkeit ausdrückt.
  • Die Gegendruckturbine kann gegebenenfalls auf gleicher Welle mit der Hauptturbine, vorzugsweise zwischen dem Hoch- und Niederdruckgehäuse angeordnet sein. Die der ZTachtrocknung dienenden Kesselabgase können zuvor als pneumatisches Fördermittel in einer entsprechenden Transportanlage herangezogen sein.
  • Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel. Es zeigt Fig.1 das Prinzipschaltbild eines Braunkohle-Kraftwerkes mit Kohletrocknungsanlage und Gegendruckturbine gemäß der Erfindung, Fig. 2 und 3 je eine bevorzugte Anordnung der Haupt- und Gegendruckturbine.
  • Die Gegendruckturbinel, .die in Antriebsverbindung mit Zusatzgenerator 2 steht, ist einerseits unter Zwischenschaltung des Ventils 3 über die Entnahmeleitung 4 an eine Stufe hohen Druckes der Hauptturbine 5 angeschlossen; andererseits versorgt sie über die Austrittsleitung 6 die Braunkohlen-Trocknungsanlage 7 mit Heizdampf. Infolge der Steuerung der Gegendruckturbine 1 auf konstanten Druck am Austritt (Steuerimpulsabnahme über gestrichelt eingezeichnete Wirkverbindung l a) wird der Dampfdruck in der Kohletrocknungsanlage in wirtschaftlicher Weise auf konstanter Höhe gehalten. Zur Speicherung der Naßkohle und zur Beschickung der Kohletrocknungsanlage 7 dient der Rohkohlebunker B. Da der Kohledurchsatz durch die Trocknungsanlage dem zeitlichen Bedarf des Kraftwerkes angepaßt sein soll, ist der Rohkohlebunker so bemessen, daß die gesamte Kohlespeicherung bis auf geringe Ausgleichsmengen bereits auf der Naßkohlenseite erfolgt.
  • Zur Ableitung des bei der Kohletrocknung entwickelten Brüdendampfes ist ein Brüdenschornstein 9 mit eingebautem Brüdenfilter 10 vorgesehen. Das Heizkondensat des aus der Gegendruckturbine in die Trocknungsanlage eingeleiteten Heizdampfes fließt dem Kondensatkreislauf des Kraftwerkes wieder zu (nicht eingezeichnet). Die Wirtschaftlichkeit der Kohletrocknungsanlage ist noch dadurch erhöht, daß sie zur Erhöhung der Trocknungswirkung durch Teildrucksenkung in den Brüden mit Rauchgasen an Stelle von Luft beschickt wird (vgl. Wirklinie 7a mitGebläse 7 b).
  • Die getrockneteKohlegelangtzunächstindenkleinen Auffangbehälter 11, der mit dem als Ausgleichsbehälter ausgebildeten Trockenkohlebehälter 12 über eine Transportvorrichtung 13 in Verbindung steht. Der Kohletransport zum Trockenkohlebehälter 12 geschieht zweckmäßig pneumatisch mit Hilfe von gekühlten, auf den Förderdruck komprimierten Kesselabgasen (vgl. Wirklinie 13a mit Kühleinrichtung 13b und Kompressor 13 c). Das hat den Vorteil, daß die Entzündungsgefahr für die Trockenkohle beim Transport und bei der Lagerung im Trockenkohlebehälter 12 durch Berührung mit inerten Gasen praktisch beseitigt ist.
  • Der Trockenkohlebehälter 12, der, wie schon angedeutet, bei kontinuierlicher Anpassung des Kohledurchsatzes durch die Trockner an den zeitlichen Kraftwerksbedarf nur die Abmessungen eines kleinen Zwischenbehälters zum Ausgleich des Momentanbedarfes aufweist, beschickt die Kohlenstaubmühlen 14 (gegebenenfalls weitere Trocknung). Aus den Kohlenstaubmühlen werden in bekannter Weise die Brenndüsen des Dampfkessels 15 versorgt. Eine Staubzwischenbunkerung ist nicht vorgesehen.
  • Mit dem im Dampfkessel 15 erzeugten Dampf ist die Hauptturbine 5 beaufschlagt, die in Antriebsverbindung mit dem Hauptgenerator 16 steht und die in den Kondensator 17 entspannt.
  • Da die im Kondensator niederzuschlagende Dampfmenge um den Entnahmedampf für die Gegendruckturbine geringer ist, kann man somit entweder den Wirkungsgrad des Kraftwerkes weiter steigern, oder zu noch größeren Turbineneinheiten übergehen. Bekanntlich ist man ja bei den größten Turbineneinheiten vielfach gezwungen, unter Inkaufnahme einer Wirkungsgradverschlechterung den Kondensatordruck höher zu wählen (maximaler Auslaßquerschnitt) als es die Kühlwassertemperatur zuläßt.
  • Haupt- und Gegendruckturbine sind bei der Anordnung nach Fig. 1 getrennt voneinander aufgestellt. Bei der Anordnung nach den Fig. 2 und 3 sitzt jedoch die Gegendruckturbine 1 auf einer Welle mit der Hauptturbine 5. Diese kann gemäß Fig. 3 auch zweigehäusig ausgeführt sein. In diesem Falle ist die Gegendruckturbine 1 zwischen den beiden Gehäusen der Hauptturbine angeordnet.
  • Ein Braunkohle-Dampfkraftwerk mit einer Kohletrocknungsanlage und den Merkmalen gemäß der Erfindung hat gegenüber den bekannten Anlagen den Vorteil, daß die thermische Verbesserung durch die 1,z-ohlevortrocknung voll zur Geltung kommt. Die Kosten der Kohletrocknungsanlage werden, entgegen einem weit verbreiteten Vorurteil, durch die Verringerung der Herstellungskosten der Kesselanlage, durch Verkleinerung und Verbilligung des Turbinenniederdruckteiles, durch Verkleinerung der Kondensations-und Kühlturmanlage, durch wesentliche Verkleinerung der Kohlenmahlanlage usw. mehr als aufgewogen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Braunkohle-Kraftwerk, insbesondere Blockkraftwerk, mit einer Hauptturbine, einer dampf-und rauchgasbeschickten Kohletrocknungsanlage und einem dazugehörenden Trockengutbehälter, dadurch gekennzeichnet, daß der der Kohletrocknungsanlage zugeführte Heizdampf einer Gegendruckturbine entnommen ist, die an eine den höheren Druckstufen der Hauptturbine zugeordnete Entnahmestelle angeschlossen und auf konstanten Druck in der Trocknungsanlage gesteuert ist, und daß von den zugeführten Rauchgasen ein Teil zur Partialdrucksenkung in der Trocknungsanlage und der andere Teil zur Nachtrocknung der Kohle im Trockengutbehälter benutzt ist. z. Braunkohle-Kraftwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegendrucktu.rbine auf gleicher Welle mit der Hauptturbine, vorzugsweise zwischen dem Hoch- und Niederdruckgehäuse, angeordnet ist. 3. Braunkohle-Kraftwerk nach. Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die der Nachtrocknung dienenden Kesselabgase zuvor als pneumatisches Fördermittel in einer entsprechenden Transportanlage benutzt sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 506 728; deutsche Patentanmeldung p 46123 V/82 a D (bekanntgemacht am 2. 7. 1953).
DES50360A 1956-09-14 1956-09-14 Braunkohlekraftwerk mit dampfbeheizter Kohletrocknungs-anlage Pending DE1053526B (de)

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