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DE1173245B - Thermoplastische Formmassen, die makromole-kularen Polyformaldehyd und stickstoffhaltige Verbindungen enthalten - Google Patents

Thermoplastische Formmassen, die makromole-kularen Polyformaldehyd und stickstoffhaltige Verbindungen enthalten

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Publication number
DE1173245B
DE1173245B DEB63389A DEB0063389A DE1173245B DE 1173245 B DE1173245 B DE 1173245B DE B63389 A DEB63389 A DE B63389A DE B0063389 A DEB0063389 A DE B0063389A DE 1173245 B DE1173245 B DE 1173245B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
acid diamide
polyformaldehyde
percent
compounds
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB63389A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Franz Schmidt
Dr Erich Schwarz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB63389A priority Critical patent/DE1173245B/de
Publication of DE1173245B publication Critical patent/DE1173245B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/16Nitrogen-containing compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Thermoplastische Formmassen, die makromolekularen Polyformaldehyd und stickstoffhaltige Verbindungen enthalten Makromolekularer Polyformaldehyd muß bekanntlich, auch wenn er z. B. durch Veresterung oder Verätherung der endständigen Hydroxylgruppen gegen rein thermischen Abbau stabilisiert ist, vor Kettenspaltungen, die während der Verarbeitung in der Schmelze durch Sauerstoff oder Säuren eintreten können, geschützt werden. Infolge von Kettenspaltungen sinkt nicht nur der Polymerisationsgrad des Polyformaldehyds und verschlechtern sich seine mechanischen Eigenschaften, sondern es spaltet sich auch monomerer Formaldehyd ab, wodurch Blasenbildung in der Schmelze und den daraus hergestellten Formkörpern hervorgerufen wird.
  • Zum Schutz gegen einen Abbau durch Hitze oder Sauerstoff wurden dem makromolekularen Formaldehyd bereits stickstoffhaltige Verbindungen in kleinen Mengen zugesetzt. Geeignete stickstoffhaltige Verbindungen sind z. B. Harnstoffe, Thioharnstoffe, Hydrazine, Hydrazide, Amide von Sulfonsäuren, Amide von Carbonsäuren und Substitutionsverbindungen davon, Oxime, Hydrazone, Azine, Amine und hochpolymere lineare Polyamide. Ebenfalls setzt man zur Verbesserung der stabilisierenden Wirkung außerdem Antioxydantien zu.
  • Jedoch sind die mit diesen Stabilisatoren zu erzielenden Ergebnisse noch keineswegs befriedigend.
  • Zum Teil ist die stabilisierende Wirkung - auch bei Anwendung in Kombination mit Antioxydantien -nicht ganz ausreichend, zum Teil sind die Stabilisatoren selbst nicht stabil unter den Verarbeitungsbedingungen, zum Teil führen sie zu Verfärbungen des Polymeren, oder sie sind dem pulverförmigen Polyformaldehyd nur in umständlicher Arbeitsweise beizumischen.
  • Erfindungsgegenstand sind thermoplastische Formmassen, die makromolekularen Polyformaldehyd mit stabilen Endgruppen sowie stickstoffhaltige oligomere Verbindungen enthalten, die durch Zusammenschmelzen von (A) einem an den beiden Stickstoffatomen hydroxymethylierten Dicarbonsäurediamid mit (B) einem Carbonsäureamid, das sich von einer Dicarbonsäure oder einem Diamin ableitet und das zwei Carbonamidgruppen im Molekül enthält, deren Stickstoffatome Alkyl-, Aryl- oder Aralkylreste tragen können, oder mit Harnstoff oder mit einem Harnstoffderivat oder Gemischen der genannten Verbindungen erhalten worden sind.
  • Diese Formmassen sind gegen den Abbau durch Einwirkung von Wärme und Sauerstoff stabilisiert.
  • Als stickstoffhaltige oligomere Verbindungen sind die Reaktionsprodukte mit einem Schmelzpunkt bzw.
  • Schmelzbereich unterhalb 220"C besonders geeignet.
  • Beispiele für die Reaktionskomponente (A), also für hydroxymethylierte Dicarbonsäurediamide, sind N,N'-Dihydroxymethyladipinsäurediamid, N,N'-Dihydroxymethylkorksäurediamid, N,N'-Dihydroxymethylazelainsäurediamid oder N,N'-Dihydroxymethylsebacinsäurediamid und N,N'-Dihydroxymethylisophthalsäurediamid. Letztere Verbindung ist vortrefflich geeignet.
  • Als Reaktionskomponente (B) eignen sich z. B. die folgenden Verbindungen: Carbonsäureamide, die sich von Dicarbonsäuren ableiten, wie Azelainsäurediamid, Sebacinsäurediamid, Decandicarbonsäurediamid oder N,N'-Dimethylkorksäurediamid; Carbonsäureamide, die sich von Diaminen ableiten, wie N,N'-Diacetyläthylendiamin, N,N'-Diacetylhexamethylendiamin oder N,N'-Diacetyloctamethylendiamin; Harnstoff und seine Derivate, wie Biuret, l,l'-Hexamethylendiharnstoff, N-Methylharnstoff, N-Äthylharnstoff, N,N'-Dimethylharnstoff, N,N'-Diäthylharnstoff, N,N'-Diphenylharnstoff, Äthylenharnstoff.
  • Die Herstellung der erfindungsgemäß verwendeten stickstoffhaltigen Verbindungen, die nicht Gegenstand der Erfindung ist, erfolgt in der Weise, daß die beiden Komponenten (A) und (B) vermischt, unter Stickstoff aufgeschmolzen werden und die stark schäumende Schmelze 10 bis 60 Minuten bei höherer Temperatur, vorzugsweise bei 210 bis 230"C, gehalten wird. Es entsteht dabei neben etwas Formaldehyd in der Hauptsache Wasser, das aus dem Reaktionsgemisch abdestilliert. Wenn die Blasenbildung nachläßt. läßt man das Reaktionsgemisch abkühlen. Man erhält ein farbloses bis gelbliches Reaktionsprodukt, das fein gemahlen wird. Vortrefflich geeignete Stabilisatoren erhält man, wenn man auf die vorbeschriebene Art Dihydroxymethylisophthalsäurediamid und Azelain-, Sebacin- oder Decandicarbonsäurediamid zusammenschmilzt.
  • Das Molverhältnis, in dem man die beiden Komponenten (A) und (B) zusammengibt, beträgt 1,2:1 bis 1: 1,2 und liegt vorzugsweise bein: 1. Dies gilt für den Fall, daß die Carbonsäureamide an den Stickstoffatomen nicht substituiert sind. Tragen die Carbonsäureamide, die sich von einer Dicarbonsäure oder einem Diamin ableiten und die zwei Carbonamidgruppen im Molekül enthalten, jedoch an den Stickstoffatomen noch Alkyl-, Aryl- oder Aralkylreste, so beträgt das Molverhältnis von hydroxymethyliertem Dicarbonsäurediamid zu Carbonsäureamid 4:1 bis 1: 2, vorzugsweise 3:1 bis 1:1. Werden als Reaktionskomponente (B) Harnstoff oder ein Harnstoffderivat verwendet, beträgt das Molverhältnis von (A) zu (B) 2:1 bis 1:2.
  • Als Reaktionskomponente (B) können auch Mischungen von nicht substituierten Carbonsäureamiden und substituierten Carbonsäureamiden, Harnstoffen oder Harnstoffderivaten verwendet werden.
  • Der Reaktionskomponente (A) können auch hydroxymethylierte Monocarbonsäureamide oder hydroxymethylierte Harnstoffe zugesetzt werden, wodurch gegebenenfalls die Eigenschaften der Reaktions-produkte, wie ihre Schmelzpunkte oder ihre stabilisierende Wirkung, günstig beeinflußt werden können.
  • Diese stickstoffhaltigen Reaktionsprodukte sind ausgezeichnete Stabilisatoren für bereits makromolekular vorliegenden Polyformaldehyd mit stabilen Endgruppen. Sie werden diesem in Mengen von 0,05 bis 5 Gewichtsprozent, vorzugsweise 0,1 bis 2 Gewichtsprozent, zugesetzt. In Kombination mit etwa 0,01 bis 2 Gewichtsprozent von Costabilisatoren schützen sie den makromolekularen Polyformaldehyd vorzüglich gegen Abbau und Verfärbung durch Hitze und Sauerstoff auch bei mehrfacher Verarbeitung aus der Schmelze.
  • Als Costabilisatoren werden phenolische Antioxydantien, wie 2,2'-Methylen-bis-(4-äthyl-6-tert.-butylphenol), 2,6-Di-tert.-butyl-p-kresol oder vorzugsweise Hydrazone, wie Benzaldehyd-(N-N-methyl)-phenylhydrazon, Piperonal - ( - N - methyl) - phenylhydrazon, 3,5-Di-tert.-butyl-4-hydroxybenzaldehyd-(o-N-methyl)-phenylhydrazon, Vanillin-(-N-methyl)-phenylhydrazon usw. oder deren Mischungen, verwendet. Die Reaktionsprodukte sind in der stabilisierenden Wirkung sowohl in bezug auf den Polymerisationsgrad als auch in bezug auf den Gewichtsverlust des makromolekularen Polyformaldehyds den einfachen Amiden oder Harnstoffen überlegen. Sie beeinträchtigen praktisch nicht die Farbe des Polymeren. Man kann sie leicht pulverisieren und dem pulverförmig vorliegenden makromolekularen Polyformaldehyd in sehr einfacher Weise in den üblichen Trockenmischern, gegebenenfalls zusammen mit Pigmenten, Füllstoffen u. dgl., beimischen.
  • Der erfindungsgemäß zu stabilisierende makromolekulare Polyformaldehyd mit stabilen Endgruppen kann nach bekannten Verfahren hergestellt sein.
  • Gegenstand der deutschen Auslegeschrift 1 066 739 sind thermoplastische Form massen auf Grundlage von makromolekularem Polyformaldehyd, die als Stabilisatoren gegen den Abbau des Polyformaldehyds Polyamide enthalten. Gut stabilisierende Polyamide sind hochmolekulare Polyamide mit Polykondensationsgraden von etwa 100 bis 200. Diese hochmolekularen Polyamide haben jedoch den Nachteil, daß bei der Verarbeitung der thermoplastischen Formmassen störende Verfärbungen auftreten. Ein anderer Nachteil der hochmolekularen Polyamide ist der, daß diese Verbindungen sich nur schwierig homogen in den makromolekularen Polyformaldehyden verteilen lassen. Polyamide mit niedrigen Kondensationsgraden, die zwar weniger zu Verfärbungen Anlaß geben, sind jedoch als Stabilisatoren nicht sehr wirkungsvoll.
  • Auch aus anderen Literaturstellen war es bekannt, daß man hochmolekulare Polyoxymethylene mit Verbindungen stabilisieren kann, die Carbonamidgruppierungen enthalten. Die erfindungsgemäß verwendeten Verbindungen unterscheiden sich jedoch in Struktur und Eigenschaften wesentlich von den bisher zur Stabilisierung verwendeten Verbindungen. Zudem war die Herstellung der erfindungsgemäß verwendeten Stabilisatoren noch nicht beschrieben. Ein Vorurteil gegenüber dem eingeschlagenen Herstellungsweg bestand gerade im Falle der ausgezeichneten Verbindung, die man durch Zusammenschmelzen von N,N'-Dihydroxymethylisophthalsäurediamid und Azelainsäurediamid bzw. Sebacinsäurediamid bzw. Decandicarbonsäurediamid gewinnen kann, auf Grund der Literaturstelle »Kolloid Chem. Beihefte«, 37 (1933), S. 380, Abs. 2.
  • Die im folgenden genannten Teile und Prozente sind Gewichtsteile und Gewichtsprozente.
  • Versuch 1 Herstellen der stickstoffhaltigen oligomeren Verbindungen Auf die Herstellung wird hier kein Schutz beansprucht.
  • 20,2 Teile feinpulverisiertes N,N'-Dihydroxymethylisophthalsäurediamid und 18,6 Teile feinpulverisiertes Azelainsäurediamid (Molverhältnis 0,9:1) werden in einem Rohr im Stickstoffstrom etwa 20 bis 40 Minuten auf 220"C erhitzt. Die Mischung schmilzt, und es entwickeln sich Gasblasen. Wasserdampf und Formaldehyd werden abgegeben. Bei Nachlassen des Schäumens läßt man die Schmelze unter Stickstoff abkühlen. Das entstandene hellgelbe Reaktionsprodukt I wird gemahlen. Sein Schmelzbereich beträgt 170 bis l95C.
  • Auf die gleiche Weise werden 20,2 Teile N,N'-Dihydroxymethylisophthalsäurediamid und 20 Teile Sebacinsäurediamid (Molverhältnis 0,9: 1) zur Reaktion gebracht. Das Reaktionsprodukt IT hat einen Schmelzbereich von 175 bis 205 C.
  • Auf die gleiche Weise werden 22,4 Teile N,N'-Dihydroxymethylisophthalsäurediamid und 22,8 Teile Decandicarbonsäurediamid (Molverhältnis 1:1) zur Reaktion gebracht. Das Reaktionsprodukt 111 hat einen Schmelzbereich von 120 bis 140°C.
  • Die stabilisierende Wirkung der Reaktionsprodukte 1, II und III geht aus den folgenden Vergleichsansätzen von Beispiel 1 hervor.
  • Beispiel 1 Je 20 g acetylierter Polyformaldehyd werden mit je 0,3 Gewichtsprozent Benzaldehyd-(a-N-methyl)-phenylhydrazon und mit a) 2 Gewichtsprozent Azelainsäurediamid oder b) 2 Gewichtsprozent Sebacinsäurediamid oder c) 1,5 Gewichtsprozent des Reaktionsproduktes 1 oder d) 1,5 Gewichtsprozent des Reaktionsproduktes II oder e) 1,5 Gewichtsprozent des Reaktionsproduktes III in einer Kugelmühle vermischt. Proben davon werden 80 Minuten unter Luft auf 222"C erhitzt und ihre Gewichtsverluste bestimmt. Die Ergebnisse zeigt Tabelle 1.
  • Tabelle 1
    Gewichtsverlust in Prozenten
    Probe nach 80 Minuten bei 2220 C
    unter Luft
    a (Vergleich) 10 bis 14
    b (Vergleich) 12 bis 14
    c 4,3 bis 5,2
    d 5,0
    e 5,5
    Das unstabilisierte Ausgangsmaterial verliert bei gleicher Behandlung 55 bis 650/, seines Gewichtes.
  • Versuch 2 Wie im Versuch 1 beschrieben, werden 22,4 Teile N,N'-Dihydroxymethylisophthalsäurediamid und 20 Teile Sebacinsäurediamid (Molverhältnis 1:1) zusammengeschmolzen. Das Reaktionsprodukt hat einen Schmelzbereich von 180 bis 205"C.
  • Beispiel 2 Je 600 g acetylierter Polyformaldehyd mit einer Intrinsic-Viskosität von 2,02 (gemessen bei 100"C in einer Mischung aus 3 Teilen Phenol und 2 Teilen o-Dichlorbenzol, die 2 Gewichtsprozent oc-Pinen enthält) werden mit a) 2 Gewichtsprozent Benzaldehyd-(oc-N-methyl)-phenylhydrazon oder b) 2 Gewichtsprozent Benzaldehyd-(-N-methylphenylhydrazon und 0,5 Gewichtsprozent 2,2'-Methylen-bis-(4-äthyl-6-tert.-butylphenol) oder c) 1,45 Gewichtsprozent Benzaldehyd-(-N-methyl)-phenylhydrazon und 0,35 Gewichtsprozent des im Versuch 2 beschriebenen Reaktionsproduktes oder d) 0,6 Gewichtsprozent Benzaldehyd-(o;-N-methyl)-phenylhydrazon und 0,2 Gewichtsprozent des Reaktionsproduktes oder e) je 0,4 Gewichtsprozent der Zusätze wie bei c) oder f) je 0,2 Gewichtsprozent der Zusätze wie bei c) oder g) 0,25 Gewichtsprozent Benzaldehyd-(ou-N-methyl)-phenylhydrazon und 0,75 Gewichtsprozent des Reaktionsproduktes wie bei c) oder h) 0,25 Gewichtsprozent Benzaldehyd-(n-N-methyl)-phenylhydrazon und 0,75 Gewichtsprozent Sebacinsäurediamid trocken in einer Mischtrommel versetzt. Die pulverförmigen Mischungen werden nacheinander mittels einer kleinen Schneckenpresse (Förderleistung 4 g pro Minute) bei 205"C verstrangt. An den geschnittenen Strängen werden die Lösungsviskositäten [n] und die Gewichtsverluste nach einer Erhitzungszeit von 80 Minuten auf 222"C unter Luft gemessen. Die Ergebnisse zeigt Tabelle 2.
  • Tabelle 2 Meßwerte an verstrangtem Material
    Gewichtsverlust
    in Prozenten
    Probe [nl nach 80 Minuten
    bei 2220 C unter
    Luft
    a (Vergleich) 1,75 bis 1,90 20 bis 40
    b (Vergleich) 1,83 27
    c 1,98 3,9
    d 1,99 3,1
    e 2,01 4,4
    f 1,94 4 bis 8
    g 2,0 2 bis 4,5
    h (Vergleich) 1,92 11,6
    Durch die Verarbeitung wird der mit dem erfindungsgemäß verwendeten Reaktionsprodukt stabilisierte Polyformaldehyd innerhalb der Meßgenauigkeit weder im Polymerisationsgrad noch in der Stabilität geschädigt. Die Stränge, die nicht das erfindungsgemäß verwendete Reaktionsprodukt enthalten, nämlich die Stränge a), b) und h), sind mit Blasen durchsetzt.
  • Versuch 3 Wie beschrieben werden 33,6 Teile N,N'-Dihydroxymethylisophthalsäurediamid und 7,2 Teile N,N'-Diacetyläthylendiamin (Molverhältnis 3:1) zusammengeschmolzen. Das Reaktionsprodukt IV hat einen Schmelzbereich von 150 bis 185"C. Ebenso wird aus 22,4 Teilen N,N'-Dihydroxymethylisophthalsäurediamid und 28,8 Teilen N,N'-Diacetyläthylendiamin (Molverhältnis 1: 2) ein Reaktionsprodukt V mit dem Schmelzbereich von 120 bis 150"C hergestellt. Weiterhin wird auf die gleiche Weise aus 20,4 Teilen Dihydroxymethyladipinsäurediamid und 22,8 Teilen N.N'-Diacetyloctamethylendiamin (Molverhältnis 1: ein Reaktionsprodukt VI und schließlich aus 22,4 Teilen N,N'-Dihydroxymethylisophthalsäurediamid und 20 Teilen N,N'-Dimethylkorksäurediamid (Molverhältnis 1:1) ein Reaktionsprodukt VII hergestellt.
  • Beispiel 3 Je 20 g acetylierter Polyformaldehyd werden wie im Beispiel 1 mit je 0,3 Gewichtsprozent Benzaldehyd-(u-N-methyl)-phenylhydrazon und mit je 1,5 Gewichtsprozent a) N,N'-Diacetyläthylendiamin oder b) N,N'-Dimethylkorksäurediamid oder c) des Reaktionsproduktes IV oder d) des Reaktionsproduktes V oder e) des Reaktionsproduktes VI oder f) des Reaktionsproduktes VII vermischt.
  • An Proben davon wird im Vergleich zum unstabilisierten Ausgangsmaterial (0) der Gewichtsverlust nach einer Erhitzungszeit von 80 Minuten auf 222"C bestimmt. Die Ergebnisse zeigt Tabelle 3.
  • Tabelle 3
    Gewichtsverlust in Prozenten
    Probe nach 80Minuten bei 222 C
    unter Luft
    0 (Vergleich) 55 bis 65
    a (Vergleich) 40 bis 45
    b (Vergleich) 18 bis 23
    c 7,3
    d 12,3
    e 10,5
    f 7,2
    Versuch 4 Wie beschrieben werden N,N'-Dihydroxymethylisophthalsäurediamid und Biuret im Molverhältnis 1:1 (VIII), im Molverhältnis 2:1 (IX) und im Molverhältnis 1: 2 (X) zusammengeschmolzen. Die Schmelzbereiche der Reaktionsprodukte betragen für VIII = 140 bis 170"C, für IX = 175 bis 195"C und für X 110 bis 140"C.
  • In gleicher Weise werden N,N'-Dihydroxymethylisophthalsäurediamid und 1,1 '-Hexamethylendiharnstoff im Molverhältnis 1:1 (XI) oder im Molverhältnis 1: 2 (XII) zusammengeschmolzen. Die Schmelzbereiche der Reaktionsprodukte betragen für XI 120 bis 145"C und für XII= 175 bis 190°C.
  • Beispiel 4 Je 20 g des gleichen Polyformaldehyds wie in den Beispielen 1 und 3 werden in gleicher Weise mit je 0,3 Gewichtsprozent Benzaldehyd-(o;-N-methyl)-phenylhydrazon und mit je 1,5 Gewichtsprozent a) Biuret, b) 1,1 '-Hexamethylendiharnstoff, c) des Reaktionsproduktes VIII, d) des Reaktionsproduktes IX, e) des Reaktionsproduktes X, f) des Reaktionsproduktes XI oder g) des Reaktionsproduktes XII gemischt.
  • Die Gewichtsverluste der Proben zeigt Tabelle 4.
  • Tabelle 4
    Gewichtsverlust in Prozenten
    Probe nach 80 Minuten bei 222 C
    unter Luft
    a (Vergleich) 7,2
    b (Vergleich) 1 8,7
    c 4,1
    d 2,7
    e 4,1
    f 4,5
    g 4,4
    Versuch 5 Wie im Versuch 1 beschrieben werden 22,4 Teile N,N'-Dihydroxymethylisophthalsäurediamid und 18,6 Teile Azelainsäurediamid (Molverhältnis 1:1) zusammengeschmolzen. Das Reaktionsprodukt XIII hat einen Schmelzbereich von 175 bis 200"C. Auf die gleiche Weise werden 22,4 Teile N,N'-Dihydroxymethylisophthalsäurediamid, 11,52 Teile Adipinsäurediamid und 2,88 Teile N,N'-Diacetyläthylendiamin (Molverhältnis 1: 0,8 : 0,2) (XIV) bzw. 22,4 Teile N,N'-Dihydroxymethylisophthalsäurediamid und 5,54 Teile N,N' - Diacetyläthylendiamin (Molverhältnis 2,6:1) (XV) zusammengeschmolzen. Die Schmelzbereiche der Reaktionsprodukte betragen für XIV 140 bis 155°C und für XV = 150 bis 175°C.
  • Beispiel 5 Wie im Beispiel 2 beschrieben werden je 600g acetylierter Polyformaldehyd mit einer Viskosität [rl = 1,35 mit je 0,25 Gewichtsprozent Benzaldehyd-(a-N-methyl)-phenylhydrazon und mit je 0,75 Gewichtsprozent a) des Reaktionsproduktes XIII oder b) des Reaktionsproduktes XIV oder c) des Reaktionsproduktes XV oder d) des Reaktionsproduktes XIII und 0,5 Gewichtsprozent Titandioxyd stabilisiert und bei 205"C verstrangt. Die erhaltenen Drähte sind hell und praktisch blasenfrei. Wie die in Tabelle 5 wiedergegebenen Messungen der Lösungsviskosität und der Stabilität des verstrangten Materials zeigen, werden die Mischungen durch die Verarbeitung nicht geschädigt.
  • Tabelle 5 Meßwerte an verstrangtem Material
    Gewichtsverlust in Prozenten
    Probe [sl nach 80 Minuten bei 222"C
    unter Luft
    a 1,38 2,9
    b 1,34 4,2
    c 1,33 5,5
    d 1,34 3,8

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Thermoplastische Formmassen, die makromolekularen Polyformaldehyd mit stabilen Endgruppen sowie stickstoffhaltige, oligomere Verbindungen enthalten, die durch Zusammenschmelzen von (A) einem an den beiden Stickstoffatomen hydroxymethylierten Dicarbonsäurediamid mit (B) einem Carbonsäureamid, das zwei Carbonamidgruppen im Molekül enthält, deren Stickstoff atome Alkyl-, Aryl- oder Aralkylreste tragen können, oder mit Harnstoff oder mit einem Harnstoffderivat oder Gemischen der genannten Verbindungen erhalten worden sind.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 066 739.
DEB63389A 1961-07-25 1961-07-25 Thermoplastische Formmassen, die makromole-kularen Polyformaldehyd und stickstoffhaltige Verbindungen enthalten Pending DE1173245B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1066739B (de) * 1956-07-26 1959-10-08 E. I. Du Pont De Nemours And Company, Wilmington, Del. (V. St. A.) Thermoplastische Formmasse auf Grundlage von Polyoxymerhylen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1066739B (de) * 1956-07-26 1959-10-08 E. I. Du Pont De Nemours And Company, Wilmington, Del. (V. St. A.) Thermoplastische Formmasse auf Grundlage von Polyoxymerhylen

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