DE2056263A1 - Stabilisierte Polyoxymethylenform massen und ihre Verwendung zur Herstellung von Formkorpern - Google Patents
Stabilisierte Polyoxymethylenform massen und ihre Verwendung zur Herstellung von FormkorpernInfo
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Description
"Stabilisierte Polyoxymethylenformmassen und ihre Verwendung zur
Herstellung von Pormkörpern"
Prioritäti H.November 1969, Nr. 24407-A/69
Die Erfindung betrifft neue, durch Zusatz eines Lactam-Lacton-Copolymerisats
stabilisierte Polyoxymethylenformmassen.
Unter Polyoxymethylenen werden hier hochmolekulare Polymerisate des Formaldehyds oder Trioxane verstanden, die durch Substitution
instabiler Endgruppen in den Makromolekülen stabilisiert worden sind.
Es ist bekannt, daß man bei der Polymerisation von Formaldehyd oder Trioxan Polymerisate erhält, die mindestens eine Hydroxylgruppe
pro Makromolekül enthalten. Hierdurch wird das Polymerisat thermisch instabil. Um eine Depolymerisation vom Kettenende
her zu vermeiden, werden diese Hydroxylgruppen durch Ester-;
Äther- oder Urethangrupptin substituiert, indem man die Polymerisate
z.B. mit Acetanhydrid, Trimethylorthoformiat bzw. mit Isocyanaten
umsetzt.
109821/2076
Trotz der vorgenannten Verfahren zur Endgruppenstabilisierung sind Polyoxymethylene im wesentlichen nicht für die Verwendung
als Formmassen geeignet, da sie gegen Sauerstoff und Spuren von Verunreinigungen, die stets in technischen Produkten enthalten
sind, sehr empfindlich sind. Hierdurch ist eine Zersetzung insbesondere beim' Erhitzen, z.B. während des Verarbeitens der ge-
] schmolzenen Formmasse bedingt, d.h., die Molekülketten werden
gespalten und es entstehen instabile Endgruppen. Auf diese Weise
ι zersetzt sich das Polymerisat unter Abbau des Molekular-
gewichts in Formaldehyd oder andere flüchtige Produkte, Hierdurch wird das Polymerisat spröde und unbrauchbar. Hierzu ist
ea bereits bekannt, den Polyoxymethylenen Antioxydationsmittel, wie Phenole, substituierte Phenole, Diphenole oder "aromatische
Amine, einzuverleiben. Darüberhinaus sind Verbindungen bekannt, die zwar selbst keine antioxydiernde Wirkung aufweisen, die
Wirkung bestimmter Antioxydationsmittel jedoch erhöhen.
In der Praxis hat sich gezeigt, daß die vorgenannten Antioxydationsmittel
keine ausreichende Stabilisierung ermöglichen und daß trotz ihrer Anwesenheit bei der Verarbeitung von Polyoxymethylenen
stets Abspaltung von Formaldehyd stattfindet. Dies beruht wahrscheinlich darauf, daß es praktisch unmöglich ist,
die instabilen Hydroxylgruppen vollständig durch stabile Gruppen zu ers'etzen. Diese Art der Zersetzung des Polymerisats läßt
eich durch Zugabe bestimmter Stoffe, die Formaldehyd und dessen Oxydationsprodukte in nichtflüchtige Produkte umwandeln, ausschalten.
Die bisher bekannten, gegen den thermischen und oxydativen Abbau von Polyoxymethylen verwendeten Stabilisatoren
nämlich besitzen jedoch einen oder mehrere der folgenden NachteiIe~T"~\
109821 /2076
Verfärbung des Polymerisats, ungenügende Stabilität, Erniedrigung des Molekulargewichts, Verspröden des Polymerisats beim
Verformen aus der Schmelze und Abscheidung oder Verflüchtigung des Stabilisators während des Extrudierens oder Verpressens.
Der Hauptnachteil selbst der besten bekannten Stabilisatorkombinationen
beruht auf der Tatsache, daß bei ausreichender Sta-
oxydativen Abbau
bilisierung gegen thermischen und"\ verfärbte Produkte entstehen,
insbesondere, wenn die Massen längere Zeit erhitzt werden.
j In der Praxis zeigt sich dieser Nachteil insbesondere, wenn die aus den Formmassen hergestellten Formkörper bei hohen Temperaturen
verwendet werden und wenn die Formmassen einer Vielzahl von Verarbeitungsstufen unterzogen werden. Es hat si'ch gezeigt,
daß die vorgenannten ve-rfärbten Produkte im allgemeinen schlechtere
mechanische Eigenschaften aufweisen als das ursprüngliche Material.
Aufgabe der Erfindung war daher, die vorgenannten Nachteile zu überwinden und für die Praxis in ausreichendem Maße stabilisierte
Polyoxymethylenformmassen zu entwickeln. Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst.
Somit betrifft die Erfindung stabilisierte Polyoxymethylenformmassen,
gekennzeichnet durch den Gehalt eines Gopolymerisats mit einem Schmelzpunkt zwischen etwa 50 und 250°C, aus
(a) 10 bis 80 Gewichtsprozent eines Lactone der allgemeinen Formel (I)
R-CH- (CH9) - CO
2 x (D
109 821/7076
2058263
in der χ eine ganze Zahl von 1 bis 4 und R ein Wasserstoffatom,
einen Alkyl- oder Arylrest bedeuten, und
(b) 90 bis 10 Gewichtsprozent eines Lactams der allgemeinen
Formel (II)
-NH
(CH0)
2'x
(ID
CO
in der χ eine ganze Zahl von 3 bis 13 bedeutet.
in der χ eine ganze Zahl von 3 bis 13 bedeutet.
Die in den erfindungsgemäßen Massen verwendeten Laeton-Lactam-Copolymerisate
sind bekannt und lassen sich durch anionische Polymerisation (s. z.B. "Die Makromolekulare Chemie", 115 (1968),
S. 33) herstellen. Vorzugsweise werden Copolymerisate von
£-Caprolacton mit E-Cap'rolactam oder ^-Pyrrolidon .verwendet.
.Im allgemeinen werden 0,01 bis 10 Gewichtsprozent, [Vorzugsweise 0,1 bis 5 Gewichtsprozent des Copolymeri- ,
eats, bezogen auf Polyoxymethylen, verwendet. Bei Verwendung geringerer Mengen ist die stabilisierende Wirkung im allgemeinen
geringer, bei Verwendung größerer Mengen ändern sich die mechanischen Eigenschaften der Formmassen.
In dem bevorzugten Konzentrationsbereich zeigt sich die hohe stabilisierende Wirksamkeit der Copolymerisate insbesondere
dann, wenn sie in Kombination mit üblichen Antioxydationsmitteln dee Phenoltyps verwendet werden. Spezielle Beispiele dieser
Antioxydationsmittel, die im allgemeinen in einer Menge von 0,05 bis 2 Gewichtsprozent, bezogen auf Polyoxymethylen, verwendet
werden, aind 4,4'-Thio-bis-(6-tert.-butyl-m-kresol), 4,4'-Butyliden-bis-(6-tert.-butyl-m-kresol),
Methyl-/S -(4 ·-hydroxy-3', 5'-
109821/?Π76
di-tert. -butylphenyl) -propionat, Pent aery thryl-te tra-/s- (4' -hydroxy-^1 ,5'-di-tert.-butylphenyl)-propionat, n-0ctadecyl-/-(4'-hydroxy-31,5'-di-tert.-butylphenyl)-propionat,
2,2'-Methylenbis-(4-methyl-6-tert.-butylphenol)
oder das Reaktionsprodukt aus 3 Mol 3-Methyl-6-tert.-butylphenol und 1 Mol Crotonaldehyd.
Die erfindungsgemäß verwendeten Copolymerisate besitzen verschiedene
Vorteile.
Da sie in den meisten üblichen organischen Lösungsmitteln leicht
löslich sind, lassen sie sich in Polyoxymethylenen leicht gleichmäßig verteilen. Polyoxymethylene liegen im allgemeinen als
feine, leichte Pulver vor, die sich reproduzierbar und einfach mit den Copolymerisaten homogen vermischen lassen, sofern deren
physikalische Eigenschaften (Schüttgewicht, Kornverteilung) denen des Polyoxymethylene ähnlich sind.
So erhält man im vorliegenden Fall durch Ausfällen des in einem Lösungsmittel gelösten Copolymerisate in Gegenwart des Polyoxymethylene
mit beispielsweise Wasser, in dem sich das Copolymerisat nicht löst, gute Ergebnisse. Die erfindungsgemäß verwendeten
^ Copolymerisate sind im Gegensatz zu den bisher im allgemeinen
verwendeten Polyamiden mit den Polyoxymethylenen sehr gut verträglich.
Abgesehen davon, daß sich die Lacton-Lactam-Copolymerisate mit den Polyoxymethylenen leicht homogen vermischen lassen, bleiben
die erfindungsgemäßen Formmassen auch bei allen Verarbeitungsvorgängen, z.B. während des Verarbeitens in geschmolzenem Zustand,
völlig homogen. Die fertigen Formkörper besitzen die den Polyoxymethylenen immanente Lichtdurchlässigkeit.
109821/7076
Der wichtigste Vorteil der erfindungsgemäßen Formmassen besteht darin, daß sie wesentlich weniger zu Verfärbung neigen als die
mit den bisher bekannten Stabilisatoren hergestellten Polyoxymethylenformmassen.
Solche Verfärbungen treten beispielsweise
j bei Verwendung von Polyamiden auf und sind besonders deutlich, wenn die Formmassen eine zeitlang bei einer Temperatur oberhalb
ihres Schmelzpunkts gehalten werden.Eine weitere wichtige Eigen-
■ schaft der erfindungsgemäß verwendeten Copolymerisate beruht
darauf, daß sie, trotz ihrer Löslichkeit in reiner Form z.B. in Methanol, nach Einverleiben in Polyoxymethyle in geschmolzenem
Zustand aus diesem nicht mehr extrahiert werden können. Vermutlich ist dies auf die Bildung von Nebenvalenzbindungen
zwischen dem Polyoxymethylen und den Copolymerisaten ,zurückzuführen.
Diese Eigenschaft ist von großer Bedeutung^ da Polyoxymethylene häufig zur Herstellung von Behältern für Nahrungsmittel
oder Pharmazeutika verwendet werden und die Behälter mit organischen
Lösungsmitteln in Berührung kommen.
Unter der Bezeichnung Polyoxymethylene werden hier sowohl Homopolymerisate
als auch Copolymerisate des Formaldehyds bzw. des Trioxane verstanden. Diese Polymerisate enthalten im Makromolekül
charakteristische Gruppierungen der allgemeinen Formel
in der R1 und R2 gleich oder verschieden sind und einen Alkyl-
oder Arylrest bedeuten und n^t2 ist. Bei diesen Polymerisaten ist
der instabile Anteil durch kontrollierten Abbau entfernt worden.
109821 /?f)76
Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung der erfindungsgemäßen
Formmassen zur Herstellung von Formkörpern, wie Filmen, Fasern oder Preßlingen. Die Verarbeitungsverfahren sind dem
Fachmann bekannt. ·
Die Beispiele erläutern die Erfindung. Prozentangaben beziehen sich auf das Gewicht.
Durch Polymerisation von reinem Formaldehyd in Toluol in Gegenwart
eines Initiators wird ein Polyoxymethylen hergestellt, das anschließend zum Schutz der Endgruppen der Acetylierung mit Acetanhydrid
unterworfen wird.
Einer gepulverten Probe dieses acetylierten Polyformaldehyds mit
einer inhärenten Viskosität von 1,4 werden 0,4 $> eines Copolymerisate
aus Caprolacton und γ-Pyrrolidon (Molverhältnis 1:9) in »
Pulverform einverleibt.
Die stabilisierte Formmasse wird in Form gezogen · und mittels einer Strangpresse mit Messer bei Temperaturen von 190
bis 2200C in 2 χ 2 mm Granulat konfektioniert.
Das Granulat wird folgenden Prüfungen unterzogen:
1.) thermische Zersetzung in Stickstoffatmosphäre bei 2200C
(Kp20): Zersetzungsgeschwindigkeit in $>
Polymerisat pro Minute während der ersten 30 Minuten.
2.) Zersetzung in Luft bei 2200C (D220^: Gewichtsverlust in ^,
bezogen auf Gesamtgewicht nach 10 bzw. 20 Minuten.
Zum Vergleich werden die gleichen Prüfungen unter Verwendung
109821/?076
von nichtstabilisiertem Formaldehydpolymerisat wiederholt, ^ie
Ergebnisse sind in Tabelle I zusammengestellt.
Farbe
220
10 Minuten 20 Minuten
nichtstabilisierte
Formmasse
Formmasse
stabilisierte
Formmasse
Formmasse
weiß 0,09 weiß 0,04
5,7
60
12,5
Beispiel 2
Einem gepulverten acetylierten PoIyformaldehyd mit einer inhärenten
Viskosität von 1,7 werden 0,5 </0 eines Copolymerisats aus
Caprolacton und Caprolactam (Molverhältnis 1:5) in Pulverform
einverleibt.
Die stabilisierte Formmasse Prüfungen aus Beispiel 1 unterzogen.
wird granuliert und den
Zum Vergleich wird eine Probe des nichtstabilisierten Formaldehydpolymerisats
ebenfalls den Prüfungen aus Beispiel 1 unterzogen. Die Ergebnisse sind in Tabelle II zusammengestellt.
| Tabelle | K | II | ^22O 10 Minuten |
nach 20 Minuten |
|
| Farbe | 0 0 |
220 | 15 5,5 |
52 10,8- |
|
| nichtstabilisierte Formmasse stabilisierte Formmasse |
weiß weiß |
,1 | |||
109821/?07ß
Beispiel 3
[Jnter Verwendung von Natrium als Katalysator wird bei 1800G ein
S-Caprolactam-Caprolacton-Copolymerisat (Molverhältnis 1:1) hergestellt.
Dabei wird zu Beginn der Katalysator bei einer Temperatur von etwa 100 C dem Caprolactam zugesetzt, dann wird das
Reaktionsgemisch nach Zugabe des Lactons auf 180 C erhitzt und
3 Stunden bei dieser Temperatur belassen. Die Ausbeute an Copoly» merisat beträgt 97,7 $.
Nach Auswaschen von gegebenenfalls gebildetem Polyester (im allgemeinen
0,1 ?S) wird das Gopolymerisat vom P.1260G und einer
niedrigen spezifischen Viskosität von 0,81 (gemessen in m-Kresol bei 350G in einer Konzentration von 0,5 g/100 ml) in soviel
Äthanol gelöst, daß man eine Lösung erhält, die pro 100 ml 14 g des Gopolymerisats enthält. Hierzu wird soviel 4,4'f-Butylidenbis-(6-tert.-butyl-3-methylphenol)
gegeben, daß die Lösung auf , 100 ml 10 g dieser Verbindung enthält. Diese erhaltene Lösung
wird mit gepulvertem acetyliertem Polyformaldehyd (inhärente Viskosität = 1,4) versetzt.
Dieses alkoholische Gemisch wird unter Rühren mit der dreifachen Menge an destilliertem Wasser versetzt. Hierdurch werden die
Stabilisatorkomponenten und Polyformaldehyd im Gewichtsverhältnis 2j3 gleichzeitig ausgefällt.
.Die erhaltene homogene Suspension wird mittels einer
Zentrifuge filtriert. Der feste Rückstand wird in der Zentrifuge gründlich mit destilliertem Wasser gewaschen und anschließend
auf einem Bandtrockner in Luft getrocknet.
109871/7076
ι υ ο η ν b ;j
- 10 -
30 Gewichtsteile dieses stabilisatorreichen Polymerisats werden mit 1000 Gewichtsteilen des Pormaldehydpolymerisats aus Beispiel
2 vermischt.
so hergestellte Polyoxymethylenformmasse enthält 0,7 /o des
Caprolactam-Caprolacton-Copolymerisats und 0,5 $ des phenolischen
Antioxydationsmittels. Diese Formmasse (POM 2) wird in Form gezogen , gemäß Beispiel 1 zu Granulat konfektioniert und
den Prüfungen aus Beispiel 1 unterzogen.
Zum Vergleich werden die gleichen Prüfungen mit einer nur 0,5 $>
4,4'-Butyliden-bis-(6-tert.-but^l-3-iiiObxiylphenol)
enthaltenden Polyoxymethylenformmasse (POM 1) wiederholt. Die Ergebnisse sind in Tabelle III zusammengestellt.
| Farbe | Tabelle | III | ■°220 Minuten |
0 5 |
nach 20 |
Minuten | |
| weiß weiß |
K220 | 10 | 5, o, |
15,7 0,9 |
|||
| POM 1 POM 2 |
0,09 0,03 |
||||||
Unter Verwendung von Natrium als Katalysator wird bei 400C ein
C-Pyrrolidon-Caprolacton-Copolymerisat (Molverhältnis 2:1) hergestellt.
Dabei wird zunächst der Katalysator bei Temperaturen zwischen 60 und 7O0C dem Lactam zugesetzt. Anschließend wird
nach Zugabe des Lactons das Gemisch bis zur Reaktionstemperatur erhitzt und bei dieser Temperatur 6 Stunden belassen. Die Ausbeute
beträgt 95,5 ^. Nach Waschen mit Benzol wird das Polymerisat
vom F. 205 C und einer spezifischen Viskosität von 1,2 in
109871/?076
soviel Äthanol gelöst, daß man eine Lösung erhält, die auf
100 ml 7 g Polymerisat enthält.
Dann wird in dieser Lösung Pentaerythryl-tetra-ß-(4'-hydroxy-3',5'-di-tert.-butylphenyl)-propionat
bis zum Erreichen einer Konzentration von 7 g pro 100 ml gelöst. Nach Zugabe von Formaldehydpolymerisat
wird gemäß Beispiel 3 weitergearbeitet. Hierbei erhält man eine Masse, die pro 3 Teile Polyformaldehyd
2 Teile des Stabilisators enthält.
Ein gepulvertes acetyliertes Formaldehydpolymerisat mit einer inhärenten Viskosität von 1,7 wird mit soviel der stabilisatorreichen
Masse versetzt, bis es 0,5 $> p'-Pyrrolidon-Caprolacton-Copolymerisat
und 0,35 $> Pentaerythryl-tetra-/3-(4'-tiydroxy-3',
5'-di-tert.-butylphenyl)-propionat enthält.
Die so stabilisierte Formmasse (POM 4-) wird an- ,
schließend granuliert und den Prüfungen aus Beispiel 1 unterzogen.
Zum Vergleich werden die gleichen Prüfungen mit einer Probe desselben
Formaldehydpolymerisats, das jedoch nur 0,35 $ Pentaerythryl-tetra-^-(4'-hydroxy-3',5'-di-tert.-butylphenyl)-propionat
als Stabilisator enthält (POM 3), wiederholt. Die Ergebnisse sind in Tabelle IV zusammengestellt.
|
3
4 |
Farbe | Tabelle | IV | 10 Minuten | nach 20 Minuten |
|
| weiß weiß |
K22O | 3,1 0,6 |
6,7 1,0 |
|||
| POM POM |
0,08 0,03 |
|||||
109871/7076
2056^63
Beispiel 5
Eine gemäß Beispiel 3 hergestellte äthanolische Lösung, die 15 g Caprolactam-Caprolacton-Gopolymerisat (Molverhältnis 1:2)
piDiOO ml Äthanol enthält, wird mit soviel 2,2*-Methylen-bis-(4-methyl-6-tert.-butylphenol)
versetzt, bis die Lösung 5 g dieser Verbindung auf 100 ml enthält.
Nach Zugabe von Formaldehydpolymerisat mit einer inhärenten Viskosität von 1,4 zu dieser Lösung und V/eiterarbeiten gemäß
Beispiel 3 erhält man eine Masse, die pro 3 Teile Polyformaldehyd 2 Teile des Stabilisators enthält.
Ein gepulvertes acetyliertes Formaldehydpolymerisat mit einer inhärenten Viskosität von 2,0 wird mit soviel dieser'^stabilisatorreichen
Masse versetzt, bis der Gehalt an Caprolactam-Caprolacton-Copolymerisat
1,5 f° und der Gehalt an Antioxydationsmittel
(2,2'-Methylen-bis-(4-methyl-6-tert.-butylphenol) 0,5 # be-*
tragen. Bas so stabilisierte Formaldehydpolymerisat (POM 5) wird anschließend granuliert" und den Prüfungen aus Beispiel 1 unterzogen.
Die Ergebnisse sind in Tabelle V zusammengestellt.
Ein gepulvertes acetyliertes Formaldehydpolymerisat mit einer inhärenten Viskosität von 1,5 wird mit jeweils 0,6 i» eines
jz-Pyrrolidon-Valerolacton-Copolymerisats (Molverhältnis 4:1)
.und n-0ctadecyl-/5-( 4 · -hydroxy-3 \ 5 ' -di-tert. -butylphenyl)-propionat
versetzt.
Das so stabilisierte Polymerisat (P0I.I 6) wird granuliert und den
Prüfungen aus Beispiel 1 unterzogen. Die Ergebnisse sind in Tabelle V zusammengestellt.
109871/7076
Beispiel 7
Ein gepulvertes acetyliertes Formaldehydpolymerisat mit einer
inhärenten Viskosität von 1,8 wird mit 0,7 $>
eines Laurolactam-Caprolaeton-Copolymerisats
(Molverhältnis 8:1) und 0,5 $> eines Reaktionsprodukts aus 3 Mol 3-Methyl-6-tert.-butylphenol und
1 Mol Crotonaläehyd versetzt.
Das so stabilisierte Polymerisat (POM 7) wird granuliert und den ': Prüfungen aus Beispiel 1 unterzogen. Die Ergebnisse sind in
Tabelle V zusammengestellt. »·
| Tabelle | V | D2 20 10 Minuten |
6 | nach 20 Mi: |
,0 |
| Farbe K | 220 | °» | 5 | 1 | ,8 |
| weiß O | ,03 | 0, | 8 | 0 | ,0 |
| weiß O | ,04 . | o, | 1 | ||
| weiß O | ,°4 | 8 | |||
| B e i s ρ | i e 1 | ||||
POM 5
POM 6
POM 7
POM 6
POM 7
Beispiel 8
Der in Beispiel 3 verwendete acetylierte Polyformaldehyd wird mit*
Caprolactam-Caprölacton Copolymerisat (1:1) und 0,5 $>
n-Octadecyl- ^-(4l-hydroxy-3',5'-di-iEit.-butylphenyl)-propionat \ersetzt (POM 8 \
und den Bedingungen des Heißpreßverfahrens unterzogen, indem man die Masse 5 mal nacheinander bei Temperaturen zwischen
' und 2200C durch einen Schneckenextruder schickt.
Zum Vergleich wird der gepulverte acetylierte Polyformaldehyd aus Beispiel 3 mit 0,7 ?£ Polyamid 6,6 und 0,5 <fi n-Octadecyl-Ä-(4l-hydroxy-3l,5'-di-tsrt.-butylphenyl)-propionat
versetzt. Diese Vergleichsformmasse (POM 9) wird zunächst granuliert und dann in vorgenannter Weise den Bedingungen dee Heißpreßverfahrens
unterzogen. <:,<'£'
10982172076
2056763
Das Granulat wird den Prüfungen aus Beispiel 1 unterzogen. Die
Ergebnisse sind in Tabelle VI zusammengestellt.
Ergebnisse sind in Tabelle VI zusammengestellt.
| x-maliger Extruder durch |
Farbe | POM | δ | O3 02 |
10 | 0 nach | 20 | min | Farbe | POM 9 | 120 | .D | 0 0 |
220 | nach | L |
| gang | weiß weiß |
0 0 |
am |
o,
o, |
9 8 |
weiß gelb braun |
v | ,03 ,03 |
10 | min | 20 | min | ||||
|
x=1
x= 5 |
*220 |
,5
,4 |
,8 ,6 |
1, 1, |
3
3 |
|||||||||||
|
o,
o, |
0 ο |
|||||||||||||||
Darüberhinaus werden von jedem Granulat Proben verpreßt, um die mechanischen Eigenschaften der Formmasse vor und nach der
Hitzebehandlung festzustellen.
Hitzebehandlung festzustellen.
Die nach ASTM-Prüfnorm ernaltenen Ergebnisse sind In Tabelle VII
zusammengestellt.
| Izoda) (kpcm/cm |
Tabelle VII | Fließbe lastung (kp/cm2) |
Izod ρ (kpcm/cnr) |
POM 9 | Fließbe lastung (kp/cm^) |
|
| x-maliger Extruder- durch- gan« |
9,0 8,9 |
POM 8 | 705 710 |
8,8 7,0 |
Dehnung | 690 700 |
| \ x=1 | -Dehnung | 30 23 |
||||
|
35
34 |
a) Kerbschlagzähigkeit
109821/9076
2056?63 - 15 -
Beispiel 9
Eine Probe der in Beispiel 4 erhaltenen granulierten Formmasse
Eine Probe der in Beispiel 4 erhaltenen granulierten Formmasse
(POM 4) wird in einem verschlossenen Stahlrohr 40 Minuten auf 2300C erhitzt. Nach dieser Zeit ist die Formmasse noch weiß.
Zum Vergleich wird eine Probe des gepulverten acetylierten Polyformaldehyds
aus Beispiel 4 mit 0,5 i> Polyamid 6 und 0,35 $>
Pentaerythryl-tetra-P-(4'-hydroxy-3',5'-di-tert.-butylphenyl)-propionat
versetzt. Die Formmasse wird zunächst in bekannter Weise granuliert und anschließend derselben Behandlung bei 2300C
unterzogen. Am Ende der Behandlung besitzt die anfänglich weiße Formmasse eine gelb-braune Farbe.
Eine Probe des gepulverten acetylierten Polyformaldehyds aus Beispiel 4 wird mit 0,7 $>
Polyamid 12 und 0,4 $ 4,4'-Butyliden-»
bis-(6-tert.-butyl-3-methylphenol) versetzt. Anschließend wird die Formmasse in einem Schneckenextruder in vorgenannter Weise
granuliert. Unter Verwendung einer Strangpresse werden anschließend aus diesem Material Zahnräder gepreßt. Dann werden
die Preßlinge 5 Stunden auf 1600C erhitzt. Nach dieser Zeit waren
die Zahnräder gelb-braun.
Zum Vergleich wird der vorgenannte Versuch unter Verwendung eines mit 0,7 cß>
Copolymer!sat aus Beispiel 7 und mit 0,3 ^
4,4'-Butyliden-bis-(6-tert.-butyl-3-methylphenol) stabilisierten
Polyformaldehyds, der in vorgenannter Weise granuliert worden ist, wiederholt. Dabei tritt keine Farbänderung auf.
109821/^076
Claims (3)
1. Stabilisierte Polyoxymethylenformmassen, gekennzeichnet
durch den Gehalt eines Copolymerisats mit einem Schmelzpunkt zwischen etwa 50 und 2500C, aus
(a) 10 bis 80 Gewichtsprozent eines Lactone der allgemeinen Formel (I)
R-CH- "(CH9) - CO
(I)
■ο-
in der χ eine ganze Zahl von 1 bis 4 und R ein Wasserstoffatom,
einen Alkyl- oder Arylrest bedeuten, und
(b) 90 bis 10 Gewichtsprozent eines Lactams der allgemeinen
Formel (II)
(CHg)x j (II)
— CO
in der χ eine ganze Zahl von 3 bis I3 bedeutet.
2. Formmassen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie
0,01 bis 10 Gewichtsprozent, vorzugsweise 0,1 bis 5 Gewichtsprozent
des Copolymerisats, bezogen auf Polyoxymethylen, enthalten.
3. Formmassen nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Lacton der allgemeinen Formel (I) £-Caprolacton und das Lactam
der allgemeinen Formel (II) E-Caprolactam oder ^Pyrrolidon ist.
109821/7076
■ 2058263
4· Formmassen nach Anspruch 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet,
daÖ sie zusätzlich 0,05 bis 2 Gewichtsprozent, bezogen auf PoIyaxymethylen,
eines Antioxydationsmittels des Phenoltyps enthalten.
5# Verwendung der Formmassen nach Anspruch 1 bis 4 zur Herstellung
von Formkörpern.
109821/2076 ORlGlNAt INSPECTED
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT2440769 | 1969-11-14 |
Publications (1)
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|---|---|
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|---|---|---|---|
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| DE (1) | DE2056263A1 (de) |
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-
1970
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Also Published As
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