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DE1170961B - Verfahren zur Herstellung von N-(N'-Methyl-N'-ª‰-phenaethylamino-tert.-butyl)-propionaniliden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von N-(N'-Methyl-N'-ª‰-phenaethylamino-tert.-butyl)-propionaniliden

Info

Publication number
DE1170961B
DE1170961B DER32520A DER0032520A DE1170961B DE 1170961 B DE1170961 B DE 1170961B DE R32520 A DER32520 A DE R32520A DE R0032520 A DER0032520 A DE R0032520A DE 1170961 B DE1170961 B DE 1170961B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
methyl
radical
aniline
butyl
tert
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER32520A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Franz Wenzel
Dr Klaus Lehmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Roehm GmbH Darmstadt
Original Assignee
Roehm and Haas GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Roehm and Haas GmbH filed Critical Roehm and Haas GmbH
Priority to DER32520A priority Critical patent/DE1170961B/de
Publication of DE1170961B publication Critical patent/DE1170961B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. KL: C 07 c
Deutsche KL: 12 q-1/02
Nummer: 1170961
Aktenzeichen: R 32520IV b /12 q
Anmeldetag: 19. April 1962
Auslegetag: 27. Mai 1964
Es wurde gefunden, daß Verbindungen der allgemeinen Formel
CO
/CH3
^CH2-
CH2-
C2H5
in der C4H8 einen tertiären Butylrest
CH3 CH3
-C-CH2- bzw. -CH2-C-
CH3 CH3
und X ein Wasserstoff- oder Halogenatom oder den Trifluormethylrest bedeutet, wertvolle therapeutische Eigenschaften besitzen. In ihrem chemischen Aufbau ähnliche Verbindungen sind bereits bekannt. So haben W. B. W r i g h t und Mitarbeiter (vgL Journal of organic Chemistry, Bd. 26 [1961 ], S. 485) N-[2-Methyl-2-(N'-methyl-N'-jS-phenäthyl)-aminoäthyl]-propionanilid hergestellt. Bei der Ermittlung der analgetischen Wirkung dieser Verbindung wurde festgestellt, daß das genannte Propionanilid erst bei 140 mg/kg eine Wirkung zeigt, wobei die bekannte Schwanzklemm-Methode nach H a f f η e r (Deutsche Medizinische Wochenschrift [1929], S. 731) angewandt wurde. Im Gegensatz dazu genügen von den erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen bereits etwa 10 mg/kg, um eine Analgesie von mehrstündiger Dauer hervorzurufen. So wurde mit N-[2,2-Dimethyl-2-(N'*methyl-N'^/?-phenäthyl)-aminoäthyl]-propionanilid an der Maus bei einer Dosis von 7 mg/kg eine 4stündige Schmerzlosigkeit erzeugt.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß Verbindungen der allgemeinen Formel
CH3
Ri-CO-C-R2
CH3
oder der Formel
CH3
Ri-C-CO-R2
OH3
Verfahren zur Herstellung von
N-(N'-Methyl-N'-ß-phenäthylamino-tert.-butyI)-propionaniliden
Anmelden ,
Röhm & Haas G. m. b. H-,
Darmstadt, Mainzer Str. 42
Als Erfinder benannt:
Dr. Franz Wenzel,
Dr. Klaus Lehmann, Darmstadt
in der Ri den gegebenenfalls im vorstehenden Sinne substituierten Anilinrest
NH-
bedeutet, zu den entsprechenden Diaminen reduziert und diese in an sich bekannter Weise propionyliert werden. Als Reduktionsmittel sind z. B. Metallhydride geeignet, wobei mit besonderem Vorteil Lithiumaluminiumhydrid verwendet wird. Die Einführung des Propionsäurerestes geschieht durch Umsetzung des jeweils erhaltenen Diamins mit Propionsäure oder deren Derivaten, insbesondere mit Propionsäureanhydrid oder Propionsäurechlorid. Allen erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen ist, wenn auch in unterschiedlichem Maße, eine analgetische Wirkung eigen. Durch Variierung des bzw. der in der formelmäßigen Darstellung mit X bezeichneten Substituenten werden Verbindungen erhalten, die zusätzliche therapeutische Eigenschaften besitzen, denen gegenüber die schmerzstillende Wirkung zurücktreten kann. Durch Substitution in meta-Stellung durch ein Chloratom erhält man eine Verbindung mit zentralerregender Wirkung, während die entsprechende Trifluormethylverbindung eine ausgeprägte sedative Wirkuag besitzt.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Verbindungen smd flüssige Basen, die mit
409597/431
Säuren wasserlösliche Salze bilden und mit Vorteil in dieser Form appliziert werden.
Wie bereits formelmäßig dargestellt, kann das quartäre C-Atom des tertiären Butylrestes entweder am Stickstoffatom des Anilinrestes oder des Phenäthylaminrestes gebunden sein. Verbindungen beider Typen sind im Sinne der beschriebenen Erfindung herstellbar und therapeutisch wirksam.
Die Herstellung der neuen Verbindungen erfolgt in an sich bekannter Weise: Ausgehend von Isobuttersäure stellt man zunächst a-Bromisobuttersäurebromid her. Durch stufenweisen Austausch der Bromatome gegen den N-Methyl-zS-phenäthylaminrest einerseits und gegen den gegebenenfalls kernsubstituierten Anilinrest andererseits erhält man ein substituiertes Aminoisobuttersäureamid, das erfindungsgemäß mit z. B. LiAlHU zu dem entsprechenden Diamin reduziert wird. Durch Propionylierung mit z. B. Propionsäureanhydrid erhält man das gewünschte Endprodukt. Zu den Ausgangsprodukten, ao die im Sinne der Erfindung durch Reduktion und anschließende Propionylierung in die therapeutisch wirksamen Endprodukte übergeführt werden können, kann man beispielsweise auch auf folgendem Wege kommen:
Durch Anlagerung von Blausäure an Aceton hergestelltes Acetoncyanhydrin wird mit einem Amin, z. B. Anilin, zu a-Anilino-isobuttersäurenitril umgesetzt; die Reaktion verläuft in einfacher Weise durch Zusammenbringen etwa äquimolarer Mengen der Ausgangsprodukte. Durch Verseifen der CN-Gruppe in dem genannten Umsetzungsprodukt wird a-Anilino-isobuttersäure erhalten, die durch Umsetzung mit N-Methyl-yS-phenäthylamin in Gegenwart von Phosphorpentoxyd in eine der Formel
CH3
Ri — C — CO — R2 CH3
entsprechende Verbindung übergeführt wird, wobei Ri den Anilin- und R2 den N-Methyl-ß-phenäthylaminrest bedeutet.
Für die Herstellung dieser Ausgangsverbindungen wird Schutz im Rahmen der Erfindung nicht begehrt.
In den nachstehenden Beispielen ist das erfindungsgemäße Verfahren erläutert.
B ei sp i e1 1
a) 23 g a-(N-Methyl-N-jS-phenäthylamino)-isobuttersäureanilid (dargestellt aus a-Bromisobuttersäurebromid durch Umsetzung mit Anilin und N-Methyl-ß-phenäthylamin) werden in 40 ml n-Dibutyläther gelöst und zu einer Suspension von 6,15 g Lithiumaluminiumhydrid in 30 ml n-Dibutyläther gegeben. Unter Rühren wird 15 Stunden zum Sieden erhitzt, danach der Dibutyläther weitgehend abdestilliert, Diäthyläther zugefügt und nach Eintropfen von Natronlauge der alkalische Ätherextrakt destilliert.
Ausbeute 13 g, entsprechend 60% der Theorie, N-P^-Dimethyl-l^N'-methyl-N'-^-phenäthylamino)-äthyl]-anilin. Kp.005 = 155 bis 156°C, n? = 1,5594.
b) 9,4 g N-[2,2-Dimethyl-2-(N'-methyl-N'-^-phenäthylamino)-äthyl]-anilin werden mit 13 g Propionsäureanhydrid vermischt und 4 Stunden unter Rück-
40 fluß zum Sieden erhitzt. Danach wird mit verdünnter HCl versetzt, ausgeäthert, alkalisch gemacht, erneut ausgeäthert und dieser Ätherextrakt destilliert.
Ausbeute 9,5 g, entsprechend 85% der Theorie, N-[2,2-Dimethyl-2-(N'-methyl-N'-/S-phenäthylamino)~ äthyl]-propionanilid. Kp.0,25 = 185 bis 186°C, nl° = 1,5423.
Analyse für C22H30N2O:
Gefunden ... C 77.8%, H 9,0%, N 8,2%; berechnet ... C 78,0%, H 9,0%, N 8,3%.
Beispiel 2
a) 7,3 g a-(N-Methyl-N-/f-phenäthylamino)-isobuttersäure-m-chloranilid (dargestellt aus a-Bromisobuttersäurebromid durch Umsetzung mit m-Chloranilin und N-Methyl-ß-phenäthylamin) werden mit 1,55 g L1AIH4 wie im Beispiel 1, jedoch in Tetrahydrofuran als Lösungsmittel und bei einer Erhitzungsdauer von 5 Stunden zu N-[2,2-Dimethyl~ 2-(N'-methyl-N'-/?-phenäthylamino)-äthyl]-m-chloranilin reduziert.
Ausbeute 4,9 g, entsprechend 70% der Theorie. Kp.0,5 = 187 bis 189°C, nl° = 1,5672.
b) 7,35 g N-[2,2-Dimethyl-2-(N'-methyl-N-jS-phenäthylamino)-äthyl]-m-chloranilin werden wie bei Beispiel 1 mit 9,1 g Propionsäureanhydrid gekocht und aufgearbeitet.
Ausbeute 7,1 g, entsprechend 82% der Theorie, N-[2,2-Dimethyl-2-(N'-methyI-N'-|8-phenäthylamino)-äthyl]-m-chlorpropionanilid. Kp.o,oe = 177 bis 179°C, nf = 1,5507.
Analyse für C22H29ClN2O:
Gefunden C 70,6%, H 8,2%, Cl 9,5%, N 7,8%; berechnet C 70,8%, H 7,85%, Cl 9,5%, N 7,55%.
Beispiel 3
a) 25,5 g a-(N-Methyl-N-/S-phenäthylamino)-isobuttersäure-m-trifluormethylanilid (dargestellt aus a-Bromisobuttersäurebromid durch Umsetzung mit m-Trifluormethylanilin und N-Methyl-ß-phenäthylamin) werden mit 5,55 g L1AIH4 wie im Beispiel 2
reduziert.
Ausbeute 18,2 g, entsprechend 75% der Theorie,
N-[2,2-Dimethyl-2-(N'-methyl-N'-/S-phenäthylamino)-äthyl]-m-trifluormethylanilin. Kp.0,i5 = 153 bis 1550C, n? = 1,5234. Monohydrochlorid: F. = 134 bis 135°C.
b) 11,6 g N-[2,2-Dimethyl-2-(N'-methyl-N'-|S-phenäthylamino)-äthyl]-m-trifluormethylanilin werden wie im Beispiel 1 mit 11,7g Propionsäureanhydrid gekocht und aufgearbeitet.
Ausbeute 9,1 g, entsprechend 75% der Theorie, N-[2,2-Dimethyl-2-(N'-methyl-N'-/?-phenäthylamino)-äthyl]-m-trifluormethylpropionanilid. Kp.o 1= 166°C,
nf = 1,5122.
Analyse für
Gefunden
berechnet
C 68,3 %, H 7,4%, N 7,2%, F 13,7%; C 68,0%, H 7,2%, N 6,9%, F 14,0%.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von N-(N'-Methyl - N' - β - phenäthylamino - tert. - butyl) - propion-
CH2-CH2^ >
aniliden der allgemeinen Formel
—c4h8-n
CO
C2H5
in der C4Hs einen tertiären Butylrest
CH3 CH3
-C-CH2- bzw. -CH2-C-CH3
CH3
und X ein Wasserstoff- oder Halogenatom oder den Trifluormethylrest bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß Verbindungen der allgemeinen Formel
CH3
Ri- -c —
ι
R2
I
CH3
oder der Formel Ri- CO- R2 -CO- CH3 -c —
I
CH3
in der Ri den gegebenenfalls im vorstehenden Sinne substituierten Anilinrest
NH-
und R2 den Rest
CH3
-N-CH2-
bedeutet, reduziert und die entstandenen substituierten Diamine anschließend propionyliert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reduktion mittels Lithiumaluminiumhydrid durchgeführt wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß solche Ausgangsverbindungen verwendet werden, in welchen sich der Substituent im Anilinrest in meta-Stellung befindet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 118 212;
»Journal of the American Chemical Society«, Bd. 81 (1959), S. 1518 und 1519;
»Journal of organic Chemistry«, Bd. 26 (1961), S. 476 bis 490.
DER32520A 1962-04-19 1962-04-19 Verfahren zur Herstellung von N-(N'-Methyl-N'-ª‰-phenaethylamino-tert.-butyl)-propionaniliden Pending DE1170961B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0233762A3 (en) * 1986-02-15 1989-05-10 Beecham - Wuelfing Gmbh & Co. Kg Use of aromatic diamines for the treatment of angina, and diamines therefor
US5602174A (en) * 1986-02-15 1997-02-11 Beecham Wuefling Gmbh & Co. Treatment

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1118212B (de) * 1958-03-14 1961-11-30 American Cyanamid Co Verfahren zur Herstellung von N-substituierten Aniliden

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