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DE1049863B - Verfahren zur Herstellung von N-Pyridyl-(2)-N-brombenzyl - N',N' - dialkyl - äthylendiaminen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von N-Pyridyl-(2)-N-brombenzyl - N',N' - dialkyl - äthylendiaminen

Info

Publication number
DE1049863B
DE1049863B DENDAT1049863D DE1049863DA DE1049863B DE 1049863 B DE1049863 B DE 1049863B DE NDAT1049863 D DENDAT1049863 D DE NDAT1049863D DE 1049863D A DE1049863D A DE 1049863DA DE 1049863 B DE1049863 B DE 1049863B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bromobenzyl
carbon atom
dialkyl
preparation
pyridyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1049863D
Other languages
English (en)
Inventor
Berlin-Frohnau Dr.-Ing. Gerhard Renwanz Berlin-Tegel und Dr.-Ing. Hermann Engelhard Göttingen Dr. med. Karl Credner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Diwag Chemische Fabriken AG
Original Assignee
Diwag Chemische Fabriken AG
Publication date
Publication of DE1049863B publication Critical patent/DE1049863B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D213/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/02Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/04Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D213/60Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D213/72Nitrogen atoms
    • C07D213/74Amino or imino radicals substituted by hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Pyridine Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von N-Pyridyl-(2)-N-brombenzyl-N', N'-dialkyl-äthylendiaminen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von N-Pyridyl-(2)-N-brombenzyl-N',N'-dialkyläthylendiaminen der allgemeinen Formel in der R, und R2 Alkylreste, von denen mindestens einer mehr als 1 Kohlenstoffatom enthält, vorzugsweise Äthylreste, bedeuten und das Bromatom in o-, m- oder p-Stellung gebunden ist.
  • Das N-(2-Pyridyl)-1-p-brombenzyl-N',N'-dimethyläthylendiamin, also eine Verbindung der vorstehenden allgemeinen Formel, in der R, und R2 Methylreste bedeuten und das Brom in p-Stellung gebunden ist, ist als Antihistaminicum bekannt. Es ist auch bekannt, daß diese Verbindung eine lokalunästhetische Wirkung hat.
  • Es wurde nun gefunden, daß gegenüber diesem bekannten Pyridyl-brombenzyl-dialkyl-äthylendiamin die neuen Verbindungen der allgemeinen Formel eine wesentlich verstärkte lokalunästhetische Wirkung bei abgeschwächter Antihistaminaktivität aufweisen. Dieses Verhalten ist besonders für die Diä thylderivate kennzeichnend, also Verbindungen der allgemeinen Formel, in denen R, und R2 Äthylreste bedeuten. Beispielsweise ist die lokalunästhetische Wirkung des N-(2-Pyridyl)-\r-mbrombenzyl-N',N'-diätliyl-ätliylendiamins 5,-19mal so groß wie die des 1>-Aminobenzoesäure-cliäthylaminoätliylesters.
  • Dieses Ergebnis ist überraschend, da nach in der Literatur geäußerten Anschauungen angenommen werden konnte, daß die lokalunästhetische und die Antiliistaminwirkung miteinander parallel gehen. Demgegenüber wurde gefunden, daß durch eine solche Substitution, wie sie in den Erzeugnissen des vorliegenden Verfahrens vorhanden ist, eine Verstärkung der Lokalan'istliesie bei gleichzeitiger Abschwächung der Histaminolyse zu erreichen ist. Der pharmakologische Vergleich der Diä thylverbindungen mit (lern bekannten N-(2-Pyrici},1)-N-pbromben7,yl-N',N'-dimethyl-ätliylendiamin (Hibernon) ergab:
    Anästhesie
    aus der
    Kaninchen-
    \ Antihistamin Cornea
    R aktivität (p-Amino-
    -iV-CHz =-N ' 1 (bestimmt benzocsäure-
    -CH \ ' nach di-äthy#1-
    R, Schild) amino-
    äthyl-ester-
    hv_ drochlorid
    = l)
    Ri = C- H,; R2 = C H3;
    R3 = p-Bronibenzyl- ..... 1,000 2,16
    Ri = CZHS; R, = C, H,;
    R3 = p-Brombenzyl- ..... 0,006 2,61
    R, = C, H,; R, = C, H,;
    R3 = o-Brombenzyl-- ..... 0,00-1 3,27
    R, - C, H5; R, = C, H,;
    R3 = m-Brombenzyl- . . . . 0,0067 3,-19
    Die Herstellung der neuen Verbindungen wird erfindungsgemäß nach an sich bekannten Methoden durch die folgenden verschiedenen Arbeitsweisen bewerkstelligt.
  • Ein 2-(f-Diulkylamino-ätliylamino)-pyridin, in dem mindestens ein \-ständiger Alkylrest mehr als 1 Kohlenstoffatom enthält, wird mit einem Ester, besonders dem Bromwasserstoffsäureester, eines Brombenzylalkoliols unter Verwendung eines Alkaliamids als Kondensationsmittel umgesetzt.
  • hach einer uncleren:lrbeits@veise wirdzun:icli:t2-Aminopyridin mit Soda oder einem Alkaliamid und einem Brombenzylhalogenid oder mit einem Brombenzuldehyd
    und Ameisensäure umgesetzt und das entstandene
    2-(Brombenz)-laniino)-p3-ridin mit einem ß-Dialk3,lamino-
    ätli3-lhalogenid, in dem mindestens ein N-ständiger Alky-1-
    rest mehr als 1 lsohlenstoffatoni enthält, zur Reaktion
    gebracht.
    Man kann auch 2-Bronip3#ridin mit einem entsprechen-
    den N-ßrombenzyl-N',N'-dialk3@1-ätli3-lendiamin um-
    setzen, wobei als l@ondensationsinittel Pyridin dient und
    Kupferpulver als hatal3"sator verwendet werden kann,
    Beispiel 1
    Zu einer Suspension von 40g N atriumamid in etwa
    40 ccni Toluol wird unter Rühren eine Lösung von 193 g
    2-(ß-Diätlivlamino-ätliylaniino)-pyridin in etwa 500 ccm
    Toluol zutropfen gelassen, anschließend 3 Stunden lang
    auf 100° C erhitzt, dann auf 45` C abgekühlt und eine
    nur wenig angewärmte Lösung von 125 g ni-Brombenzyl-
    bromid in etwa 125 ccm Toluol tropfenweise zugegeben.
    Nach beendetem Eintragen wird das Reaktionsgemisch
    erneut auf etwa 100° C erhitzt und 4 Stunden bei dieser
    Temperatur gehalten. Es wird dann auf Raumtemperatur
    abgekühlt, mit überschüssiger Salzsäure versetzt und gut
    durchgeschüttelt. Die Toluolschicht wird abgetrennt und
    die wäßrige Schicht mit Pottasche gesättigt und mit Äther
    ausgeschüttelt. Nach dem Trocknen über Ätznatron
    wird der Äther abdestilliert und das hinterbleibende
    braune Öl im Vakuum fraktioniert. Dabei wird zunächst
    ein Vorlauf von etwa 92 g erhalten, der im wesentlichen
    aus Diäth3-laminoäthylaminopyridin besteht. Danach
    werden etwa 155 g N-(2-P37ridyl)-N-m-brombenzyl-N',N'-
    diäth3-1-ät]i3-lendiamin als hellgelbes, viskoses Öl mit
    einem Siedepunkt von 210° C bei 1 Torr erhalten. Die
    Base bildet ein in Wasser schwerlösliches Perchlorat,
    Fp. = 88° C, das aus der wäßrigen Lösung des lliono-
    hydrochlorids und Natriumperchloratlösung erhalten
    wird. Das Maleinat, Fp. = 110° C, ist in Wasser mäßig
    löslich.
    Beispiel 2
    Zu einer auf etwa 80°C erhitzten Lösung von 263g
    2-(o-Brombenzylamino)-p3-ridin (hergestellt durch Er-
    hitzen von 2-Aminopyridin mit o-ßrombenzaldehyd in
    Ameisensäure oder durch Erhitzen von o-Brombenzyl-
    bromid mit 2-Aminop3%ridin in Gegenwart von Soda oder
    Natriumamid) in 200 ccm absolutem Toluol gibt man in
    kleinen Anteilen 40 g Natriumamid unter gutem Rühren
    hinzu. Man hält anschließend etwa 3 Stunden lang auf
    100° C, kühlt dann auf etwa 45° C ab und läßt eine Lösung
    von 108 g ß-Diäth3-lamino-äthylchlorid in 480 ccm Toluol
    hinzutropfen. Nach beendetem Eintragen wird das Re-
    aktionsgemisch erneut auf 100° C erhitzt und 4 Stunden
    bei dieser Temperatur gehalten. Aufarbeitung wie im
    Beispiel 1. Es werden etwa 175 gN-(2-P3#rid3-1)-N-o-brom-
    benz3-1-N',N'-diäth3-1-äth3-lendiamin als Base mit prak-
    tisch gleichem Siedepunkt wie die Base gemäß Beispiel 1
    erhalten. Das gut wasserlösliche Hydrochlorid schmilzt
    bei 145` C. Es wird aus der metlianolischen Lösung der
    Base bei Zusatz der berechneten Menge methanolischer
    Salzsäure und von Äther erhalten.
    Beispiel 3
    Man erhitzt ein Gemisch aus 285g N',\'-DiäthSl-N-
    (p-bronibenzyl)-ätli3-lendiamin (hergestellt durch lochen
    einer alkoholischen Lösung von ß-Diiitli)#lamino-ätli3-1-
    chlorid mit überschüssigem p-Brombenzylamin), 158g
    2-ßrompyridin und 80g absolutem Pyridin 1 Tag lang
    iin Autoklav auf etwa 160° C. Nach üblicher Aufarbeitung
    erhält man etwa 160 g N-(2-P3@rid3,1)-N-p-broinbenz3-1-
    N',\'-diätli3,1-äth3,lendianiin als hellgelbe viskose Base
    mit einem Siedepunkt von 210` C bei 1 Torr, deren Per-
    chlorat, Fp. = 123° C, in Wasser schwer löslich ist. Das
    @ialeinat, Fp. = 115` C, und das Citrat, Fp. = 127° C,
    sind nur mäßig löslich.

Claims (1)

  1. P.iTENTANSPRUCi-I:
    Verfahren zur Herstellung von N-P3-rid3-1-(2)-\-bronibenzyl-N',N-'dialkyl-äthylendiaminen der allgemeinen Formel in der R, und R2 Alkylreste, von denen mindestens einer mehr als 1 Kohlenstoffatom enthält, vorzugsweise Äthylreste, bedeuten und das Bromatom in o-, m- oder p-Stellung gebunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise a) ein 2-(ß-Dialk-3-lamino-äthylamino)-pyridin, in dem mindestens ein N-ständiger Alkylrest mehr als 1 Kohlenstoffatom enthält, mit einem Ester, besonders dem Bromwasserstoffester, eines Brombenz3%1alkoliols unter Verwendung eines Alkaliamids als Kondensationsmittel umsetzt oder b) 2-Aminopy ridin mit Soda oder einem Alkaliamid und einem Brombenzylhalogenid oder mit einem Brombenzaldehyd und Ameisensäure umsetzt und das entstandene 2-(Brombenz3-lamino)-p3-ridin mit einem ß-Dialkylamino-äthylhalogenid, in dem mindestens ein N-ständiger Alkylrest mehr als 1 Kohlenstoffatom enthält, zur Reaktion bringt oder c) 2-Bromp3'ridin in Gegenwart von Pyridin mit einem entsprechenden N - Brombenzyl - N',?@T' - dialk3#1-äthylendiamin umsetzt, wobei Kupferpulver als Katalysator zugesetzt werden kann.
DENDAT1049863D Verfahren zur Herstellung von N-Pyridyl-(2)-N-brombenzyl - N',N' - dialkyl - äthylendiaminen Pending DE1049863B (de)

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