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DE1161692B - Pelletisiervorrichtung - Google Patents

Pelletisiervorrichtung

Info

Publication number
DE1161692B
DE1161692B DEB46967A DEB0046967A DE1161692B DE 1161692 B DE1161692 B DE 1161692B DE B46967 A DEB46967 A DE B46967A DE B0046967 A DEB0046967 A DE B0046967A DE 1161692 B DE1161692 B DE 1161692B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drum
pelletizing
cone
zone
pellets
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB46967A
Other languages
English (en)
Inventor
Percy Lea Steffensen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bethlehem Steel Corp
Original Assignee
Bethlehem Steel Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bethlehem Steel Corp filed Critical Bethlehem Steel Corp
Publication of DE1161692B publication Critical patent/DE1161692B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/14Agglomerating; Briquetting; Binding; Granulating
    • C22B1/24Binding; Briquetting ; Granulating
    • C22B1/2406Binding; Briquetting ; Granulating pelletizing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Pelletisiervorrichtung Die Erfindung betrifft Vorrichtungen zum Zusammenballen oder Pelletisieren von feinen Erzen oder Konzentraten als Vorbereitung für die weitere Verarbeitung.
  • Konzentrate aus niedrigprozentigen Eisenerzen werden im allgemeinen durch Verfahren hergestellt, bei denen zuerst fein gemahlen wird, worauf Flotation und/oder magnetische Abscheidung folgen, Materialien der sich ergebenden kleinen Korngrößen können jedoch wirtschaftlich in Hochöfen nicht verwendet werden, so daß sie vorzugsweise in nasse Kugeln oder Briketts geeigneter Größe umgeformt und darauf erhitzt werden, bis sie für die nachfolgende Behandlung trocken und hart genug sind.
  • Ein herkömmlicher Weg zur Herstellung solcher Kugeln bestand darin, daß das pulverisierte Material durch eine umlaufende geneigte zylindrische Trommel geleitet wurde. Die Materialien können von der vorhergehenden Behandlung genügend naß sein; falls sie es nicht sind, werden sie mit Wasser bespritzt und bilden dann allmählich Kugeln in der sich drehenden Trommel. Da diese Pellets keine gleichmäßige Form haben, muß das aus der zylindrischen Trommel gelieferte Material gesiebt werden, und bis zu 75 oder 804/o können durch die Trommel zurückgegeben werden, weil das Material noch nicht die richtige Größe erreicht hat, was offensichtlich eine teure und verlustreiche Arbeitsweise ist.
  • Es ist daher ein Ziel dieser Erfindung, eine Vorrichtung zu schaffen, die Pellets von im wesentlichen gleichmäßiger Größe und Güte mit hoher Geschwindigkeit herstellt, trennt und austrägt.
  • Erfindungsgemäß wird eine Pelletisiervorrichtung mit einer sich drehenden Innenoberfläche vorgesehen, die aus einer auf einem Untergestell drehbar gelagerten kegelstumpfförmigen Trommel besteht, die an ihrem weiteren Ende offen und an ihrem engeren Ende geschlossen ist, wobei die Drehachse aus der Waagerechten nach oben geneigt ist und dadurch gekennzeichnet ist, daß die untere Seite der Trommel in der Nähe des offenen Endes im wesentlichen waagerecht verläuft.
  • Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen verständlich, die eine spezielle Ausführungsform beschreiben, bei der F i g. 1 eine Seitenansicht der Erfindung ist und etwas schematisch das Verhältnis zwischen dem Aufgabeband, der Schleuder, der hin- und herbeweglichen Kratzvorrichtung, dem zusammenballenden Kegel, dem Aufnahmeband und Antriebs- und Lagervorrichtung zeigt; F i g. 2 ist ein Grundriß der Erfindung und zeigt zusätzlich das die Pellets aufnehmende Band; F i g. 3 ist ein Einzelquerschnitt längs der Linie 3-3 in F i g. 4; F i g. 4 ist ein senkrechter Schnitt durch die obere Hälfte der Trommel und stellt den sich hin- und herbewegenden Kratzer und die Achse dar, um die sich der Kegel dreht; F i g. 5 ist eine Teilstimansicht und zeigt das Aufgabeband, die Schleuder, den Spritzschild und Schutzvorhang; F i g. 6 ist ein der F i g. 4 im allgemeinen ähnlicher Schnitt, zeigt jedoch die feststehenden Schneiden, und F i g. 7 ist ein Querschnitt längs der Linie 7-7 in F i g. 6 und zeigt insbesondere die Anordnung der hinteren Schneiden.
  • In den Zeichnungen bedeutet das Bezugszeichen 1 den Flur unter einem Paar paralleler Doppel-T-Träger 2 und 3, von denen der erstere ein Paar Stützen 4 hat, auf denen ein Ende eines rechteckigen Untergestells 5 durch Flacheisen 6 angelenkt ist, während das andere Ende des Untergestells 5 einstellbar durch Bolzen 7 gehalten wird, die in den Ständern 9 des zweiten Doppel-T-Trägers 3 vorgesehenen länglichen Schlitzen S beweglich sind. Auf diesem Untergestell 5 ist ein Rahmen 10 angeordnet, in dem die Lager 11 und 11' ein nach vorn und oben sich erstreckendes Rohr 12 lagern, das sich konzentrisch um eine längliche Achse 13 drehen kann, die an ihrem unteren Ende an dem Rahmen 10 befestigt ist.
  • Eine aus geschweißten Stahlplatten in der Form eines Kegelstumpfes hergestellte Mischtrommel 14 hat einen verstärkten Austragsrand 15 an ihrem offenen Ende und einen Boden 16 an ihrem unteren Ende mit einer Mittelöffnung 17, durch die sich die Achse 13 erstreckt. Ein Zahnkranz 18 ist konzenrisch hinter diesem Boden 16 auf einem Drehkreuz 19 aus radialen Doppel-T-Trägern angeordnet, die auf dem Rohr 12 befestigt und mit diesem auf Lagern 20 um die Achse 13 drehbar sind. Der Boden 16 ist auf dem Drehkreuz 19 entfernbar angeschraubt.
  • Auf dem Rahmen 10 ist auch der Sockel 21 eines Antriebsmotors 22 befestigt, der durch die Riemenscheibe 23, den Riemen 24 und die Riemenscheibe 25 mit einem Zahnraduntersetzungsgetriebe 26 verbunden ist, das mit einer Ausgangswelle 27 versehen ist, die ein mit dem Zahnkranz 18 kämmendes Ritze] 28 antreibt.
  • Auf einem getrennten Rahmen 29 ist in der Nähe, jedoch etwas höher als der höchste Punkt der Pelletisiertromme114 liegt, ein Sockel 30 mit einem Motor 31 angeordnet, welcher mittels einer Riemenscheibe 32 und eines Riemens 33 die Verbindung zu der Riemenscheibe 34 auf einem Untersetzungsgetriebe 35 herstellt.
  • Insbesondere nach F i g. 3 und 4 ist auf dem vorderen Ende der nach oben geneigten Achse 13 ein Paar auf Längsabstand stehender Schlitzringe 36 und 37 angeordnet, auf denen ein längsgeschlitztes großes Rohr 38 durch mit Bolzen 40 und Muttern 41 zusammengezogene Ansatzpaare 39 fest angeklemmt ist. Abdichtvorrichtungen 41 a, 41 b und 41 c um dieses Rohr 38 schützen die Mittelöffnung 17 gegen den Eintritt erodierenden Materials. Rechtwinklig zu dem Rohr 38 ist an diesem innerhalb der Trommel 14 ein Paar auf Abstand stehender paralleler aufrecht stehender Arme 42 und 43 verschiedener Länge angeschweißt. Diese Arme 42 und 43 sind durch eine Versteifungsplatte 70 verbunden; darüber ist ein großes Rohr 71 angeordnet, das, im wesentlichen parallel auf Abstand von der oberen Innenoberfläche der Trommel liegend, geneigt ist. Um größtmögliche Steifigkeit zu erzielen, kann das obere Ende des Rohres 71 durch eine nicht dargestellte schubaufnehmende Stange an einer Außenkonstruktion befestigt sein. In Längsrichtung oberhalb des Rohres 71 und entgegen der Drehrichtung der Trommel 14 geneigt ist eine schneidenaufnehmende Platte 72, die durch Seitenstangen 73 abgestützt ist, angeschweißt; auf dieser Platte ist eine Reihe Schneiden 74 mit keilförmigen oberen Schneidkanten aus Wolframkarbid oder anderen Hartlegierungen angeschraubt.
  • Hinter dem Arm 43 ist im Abstand parallel zu dem Boden 16 liegend und durch Seitenstangen 75 und 75' gegen den Arm 43 abgestützt der winklig gebogene hintere Aufnehmer 76 für die Schneiden angeordnet, an dem eine Reihe keilförmiger Schneiden 74' mit Wolframkarbideinlagen 74", wie vorher beschrieben, angeschraubt sind.
  • In Abstand zu dem Rohr 71 versetzt befinden sich auf den aufrechten Armen 42 und 43 waagerechte Winkeleisen 44 und 45, die paarweise kleine, aufrecht stehende, parallele Plattenglieder 46 und 46' mit je einem kurzen zwischengesetzten Rohr 47 tragen. Kratzertragende Arme 48 und 48', die jeweils mit unteren Lagerpaaren 49 versehen sind, sind mittels eine Stiftes 50 od. dgl. schwenkbar angeordnet, die sich durch das Rohr 47 erstrecken und durch Muttern 51 befestigt sind. Obere Lagerböcke 52 auf den Tragearmen 48 und 48' können schwenkbar an dem länglichen hohlen kastenförmigen Teil 53 aus an den Kanten zusammengeschweißten Winkeleisen und einem winklig geschweißten ähnlichen Verlängerungsteil 54 durch durchgehende, mit Muttern 56 befestigte Bolzen 55 angeschraubt werden. Auf diesen Teilen 54 und 53 angeschweißte Winkeleisen 57 und 58 sind an ihren aufrecht stehenden Flanschen mit einer Reihe auf gleichmäßigem Abstand stehender kurzer Stangen 59 verschraubt, die jeweils eine Vielzahl auf Abstand stehender Kratzzähne 60 aus Wolframkarbid haben.
  • Den Kratzerarmen 53 und 54 wird ein hin- und hergehende Bewegung mittels eines Drehzapfens 61, einer Klemmvorrichtung 62, einer Verbindungsstange 63 und eines einstellbaren Verlängerungsarmes 64 erteilt, der schwenkbar mit dem Kurbelarm 65 des Untersetzungsgetriebes 35 verbunden ist.
  • Die Tätigkeit der Kratzzähne 60 unterstützt die feststehenden Schneider 74 und 74', um ein Ansammeln des feuchten Erzes auf der Innenseite der Trommel in solchem Maße zu verhindern, daß der Betrieb der Trommel behindert werden könnte. Die Zähne 60 lösen und rauhen die Oberfläche des Materials auf der Innenseite der Trommel auch fortlaufend auf, wodurch die Aufnahme des feuchten Erzes durch die umlaufenden, teilweise gebildeten Pellets erleichtert wird.
  • Die Güte der Pellets wird durch eine Anzahl Faktoren erheblich beeinflußt, darunter durch die Art, die Verteilung und die Aufgabegeschwindigkeit der Beschickung, die Größe, Form und Neigung des Kegels, die Art und Dicke der Innenoberfläche und die Drehgeschwindigkeit der Trommel. Um beispielsweise feuchte Eisenerzkonzentrate richtig zusammenzuballen, sollten sie ungefähr 9I/2 bis 101/2% Feuchtigkeit enthalten. Kleine Mengen an Zusätzen, wie etwa Bentonit und Sodaasche, unterstützen das Zusammenballen und vergrößern die Bruchfestigkeit der Pellets. Die Teilchengröße des eingebrachten Erzes ist durch die vorhergehende Konzentrationsbehandlung bestimmt.
  • Beim Pelletisieren feiner Eisenerzkonzentrate ist festgestellt worden, daß sehr zufriedenstellende Pellets von bis zu ungefähr 31 mm Durchmesser in kegelstumpfförmigen Trommeln der beschriebenen Art mit einem größten Durchmesser von ungefähr 0,91 bis 3,35 m gebildet werden können, wobei die Tiefe der Trommel zwischen ungefähr zwei Dritteln und der Hälfte ihres größten Durchmessers schwankt. Bei einer kegelstumpfförmigen Trommel von 3,35 m größtem Durchmesser und 1,83 m Tiefe kann der eingeschlossene Winkel des oberen Teiles des Kegels, gebildet durch die gedachten Verlängerungen der Seitenlinien des Kegels von der Austragskante bis zu ungefähr 60% der Tiefe der Trommel, zwischen ungefähr 40 und 54° liegen, wobei 48'° als mittlere Zahl allgemein zufriedenstellend ist. In ungefähr dem inneren 40170 der Tiefe des Kegels, wo das anfängliche Pelletisieren stattfindet, kann der eingeschlossene Winkel des Kegels, falls es gewünscht wird, etwas größer sein und z. B. ungefähr 601 betragen, um kleine Erzteilchen auszuspülen und die Bildung der Impfpellets besser steuern zu können. Eine keilförmige innere Auskleidung aus Beton 77 nach Fig. 4 ist vielleicht der einfachste Weg zur Herstellung zweier verschiedener Neigungen in einer großen Metalltrommel. Selbstverständlich ist es erforderlich, einen richtigen Spielraum für die Kratz- und Schnei_dvorrichtungen vorzusehen.
  • Das aufgegebene Material läuft über eine Bandfördervorrichtung 67 mit einer Tragkonstruktion 78, unter der ein mit einer Riemenscheibe 80 versehener Motor 79 aufgehängt ist; diese Scheibe ist durch einen Riemen 81 mit den Scheiben 82 und 83 verbunden, die ihrerseits über einen Riemen 84 die Scheibe 85 antreiben, die eine waagerechte Welle 86 dreht; diese ist in Lagern 87 auf dem Rahmen 78 unter dem vordersten Rad 88 der Bandfördervorrichtung drehbar gelagert. Diese Welle trägt ein Paar horizontal auf Abstand stehender paralleler flacher Stangen 89 mit dazwischen angeordneten Schleuderstangen 90, die das fallende zugeführte Material teilen und verteilen. Ein metallischer Spritzschutz 91 und ein herunterhängender Gummivorhang 92 verhindern unerwünschte Verteilung des zugeführten Materials und Belästigung des Betriebspersonals. ' Wie oben beschrieben, wird das zu pelletisierende pulverförnüge Material 66 von der Fördervorrichtung 67 in die sich drehende Trommel 14 eingebracht. Wenn das Material noch nicht genügend maß ist, kann es dort mit Wasser mittels irgendeiner bekannten, nicht dargestellten Düsenvorrichtung bespritzt werden und bildet dann schnell Pellets 68 geeigneter Größe. Durch die sich drehende Trommel werden die Pellets selbsttätig nach Größe sortiert. Die kleineren Pellets bleiben in der Nähe der Mitte oder unter den größeren Pellets, bis sie die gewünschte Größe erreicht haben. Pellets geeigneter Größe werden über die Austragkante 15 auf die Fördervorrichtung 69 und zu dem nicht dargestellten Ofen oder der Sintermaschine gebracht, wo die Pellets hart gebrannt werden.
  • Die zusammenballende Wirkung des Materials während der Drehung der Trommel ist derart, daß ein Pellet nicht eher aus der Trommel ausgetragen wird, bis es eine gewünschte Mindestgröße erreicht hat; diese Größe kann durch Veränderung der Winkelstellung der Unterseite der Trommel gegenüber der Waagerechten gesteuert werden. Wenn die kleineren Teile und Pellets in der Drehrichtung der Trommel höher an der Wand heraufgetragen werden, haben sie immer die Tendenz, auf das Materialbett zurückzufallen, bis sie eine genügende Größe oder Masse erreicht haben, die sie veranlassen, sich auf die Austragkante der Trommel hin zu bewegen. Wenn man die Trommel nach oben neigt und damit den Winkel zwischen der Drehachse der Trommel und der Waagerechten vergrößert, wird die Größe der die Trommel verlassenden Pellets vergrößert, während durch Verringerung des Winkels die Pelletgröße verkleinert wird.
  • Der Neigungswinkel der Trommel steuert die Durchgangsgeschwindigkeit des Materials durch die Trommel. Um die Pelletisiervorrichtung einzustellen, kann das Untergestell s je nach Erfordernis etwas nach oben oder unten mittels hydraulischer Vorrichtungen od. dgl., die nicht dargestellt sind, geneigt werden, wobei man vorzugsweise mit einer ungefähr waagerecht eingestellten Unterseite des Kegels beginnt. Es ist festgestellt worden, daß die Größe der Eisenerzpellets von ungefähr 6,3 mm Durchmesser bis ungefähr 31,7 mm Durchmesser oder mehr dadurch verändert werden kann, daß man nur den Winkel zwischen der Drehachse der Trommel und der Waagerechten verändert. Wenn dieser Winkel vergrößert wird, vergrößert sich die Pelletgröße, während zur Verringerung der Pelletgröße der Winkel verkleinert wird. Bei einer Trommel mit einem äußeren eingeschlossenen Winkel von 48° ist festgestellt worden, daß die größte Lieferfähigkeit gleichmäßig dimensionierter und regelmäßig geformter Pellets aus Eisenerzkonzentrat erzielt wird, wenn die untere Seite der Trommel etwas nach unten oder ungefähr 2'° unter die Waagerechte geneigt ist, so daß die Drehachse der Trommel ungefähr einen Winkel von 22° mit der Waagerechten nach oben hin bildet. Ein Bereich von ungefähr 4° oberhalb oder 4° unterhalb der Waagerechten ergibt jedoch gute Resultate.
  • Die Pelletgröße kann auch durch Veränderung des Punktes erheblich abgewandelt werden, bei dem das Ausgangsmaterial in die Trommel eintritt. 3e näher zu der Austragkante dieses Material eingeführt wird, um so größer werden die Pellets; und umgekehrt werden die Pellets um so kleiner, je näher zum unteren Teil der Trommel das Material zugeführt wird. Im allgemeinen wird es bevorzugt, das zugeführte Material gleichmäßig über die hintere Hälfte der unteren Seite der Trommel zu verteilen, was sehr wirksam durch die sich drehenden Schleuderstangen 90 bewerkstelligt wird. Das feine Material sammelt sich dann in der Trommel im wesentlichen nach der in F i g. 1 gestrichelt gezeichneten Linie.
  • Die Umfangsgeschwindigkeit der Trommel soll derart sein, daß das Erz bis zu einem beschränkten Maße rollt und fällt, aber nicht gleitet. Wenn die Geschwindigkeit zu gering ist, gleitet die Masse in der Trommel, und es werden keine Pellets gebildet. Übermäßige Geschwindigkeit kann Bruch der Pellets verursachen. Für jede gegebene Erzeugnisgröße besteht außerdem ein recht beschränkter und kritischer Geschwindigkeitsbereich der Maschine. Für Eisenerzpellets von ungefähr 22 mm Durchmesser bei einer Trommel von ungefähr 3,35 m Durchmesser sind geeignete Umfangsgeschwindigkeiten ungefähr 137 bis 178 m je Minute, entsprechend 13 bis 17 Umdrehungen je Minute. Sehr kleine Pellets, wie sie beim Bandsintern verwendet werden, können bis zu 25 bis 30 Umdrehungen je Minute bei der gleichen Maschine zulassen. Kleinere Trommeln benötigen natürlich höhere Drehzahlen, um gleichwertige Umfangsgeschwindigkeiten zu erzielen.
  • Die Innenoberfläche der Trommel muß in geeignetem Zustand sein, da sich die Pellets sonst nicht zufriedenstellend bilden. Das feine Material, z. B. die Eisenerzkonzentrate, haftet in genügend starker Schicht zur Darstellung einer geeigneten Innenoberfläche. Die Bildung dieser Schicht kann dadurch unterstützt werden, daß eine ganze innere Auskleidung 93 aus an Ort und Stelle durch Schweißen angeheftetem Streckmetall vorgesehen wird oder durch Verwendung anderer geeigneter Mittel zur Erzeugung einer aufgerauhten Oberfläche, die das Haften begünstigt. Wenn eine Betonauskleidung 77 verwendet wird, bindet diese wirksam mit solchem Streckmetall.
  • Wenn die Maschine erstmalig in Betrieb gesetzt wird und feuchtes, feines Material, wie Erzkonzentrat, eingebracht wird, baut sich eine zunehmend dicker werdende Schicht aus dem Material an der Innenwand der Trommel auf, bis eine gewünschte Dicke von vielleicht ungefähr 25 mm oder mehr, wie sie durch den Abstand der feststehenden Schneiden 74 und 74' von der Innenoberfläche der Trommel bestimmt wird, erreicht ist. Während die Trommel gegenüber diesen Schneiden 74 und 74' gedreht wird, wird überschüssiges Konzentrat abgeschabt und eine glatte und gleichmäßige Dicke der Konzentratauskleidung aufrechterhalten. Die Glattheit dieser Innenoberfläche neben dem Austragsrand 15 unterstützt die Herstellung gleichmäßig glatter und runder Pellets. Die Reibungswirkung einer rauhen Oberfläche wird für das Anfangs- und Zwischenstadium des Pelletisierens bevorzugt, die in ungefähr den unteren zwei Dritteln der Trommel vor sich gehen, und die Kratzwirkung der schwingenden Kratzzähne 60 erzeugt eine geeignete rauhe Oberfläche auf diesem unteren Teil der Konzentratauskleidung.

Claims (9)

  1. Patentansprüche: 1. Pelletisiereinrichtung mit einer auf einem Untergestell drehbar gelagerten kegelstumpfförmigen Trommel, die am breiteren Ende offen und am schmaleren Ende geschlossen ist, wobei die Drehachse der Trommel von der Waagerechten aus nach oben geneigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Seite der Trommel (14) in der Nähe des offenen Endes im wesentlichen waagerecht verläuft.
  2. 2. Pelletisiereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der von der in der Nähe des offenen Endes der Trommel liegenden Innenseite des verlängerten Kegels eingeschlossene Scheitelwinkel mindestens 40° beträgt.
  3. 3. Pelletisiereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine kegelstumpfförmige Zone für die Anfangspelletisierung in der Nähe des geschlossenen Endes der Trommel, wobei der eingeschlossene Winkel der in der Anfangspelletisierungszone liegenden Innenseite des Kegels größer ist als der eingeschlossene Winkel der in der Nähe des offenen Endes der Trommel liegenden Innenseite des Kegels.
  4. 4. Pelletisiereinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anfangspelletisierungsabschnitt ungefähr die unteren 40% der Trommeltiefe umfaßt.
  5. 5. Pelletisiereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der von der Innenseite des Kegels in der Nähe des offenen Endes der Trommel eingeschlossene Scheitelwinkel ungefähr 60° und der von der in der Nähe des offenen Endes der Trommel liegenden Kegels im wesentlichen 40 bis 54'° beträgt.
  6. 6. Pelletisiereinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe der Trommel vom breiteren zum schmaleren Ende annähernd einhalb bis zwei Drittel des Durchmessers der Trommel am breiteren Ende beträgt.
  7. 7. Pelletisiereinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Untergestell (5) von einer Unterlage (1) verstellbar so getragen wird, daß die Mittelachse der Trommel gegen die Waagerechte um ungefähr 16 bis 31° nach oben geneigt werden kann. B.
  8. Pelletisiereinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen an der Innenseite der Trommel haftenden Beleg aus feuchtem pelletisierbarem Material mit Anfangs- und Zwischen-Pelletisierungszone mit einer beständig aufgerauhten Oberfläche und eine die Pellete abrundende und glättende Zone mit einer glatten und ebenen Oberfläche.
  9. 9. Pelletisiereinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Anfangs- und die Zwischenpelletisierungszone den sich über ungefähr die hinteren zwei Drittel der Trommel erstreckenden Beleg umfassen, während die die Pellets abrundende und glättende Zone den übrigen Teil des Trommelbelags umfaßt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 937 495; deutsche Auslegeschrift Nr. 1007 065; deutsche Patentanmeldung EI060VI/40a (bekanntgemacht am 2. 5. 1951); Zeitschrift »Zement-Kalk--Gips«, 1952, S. 177.
DEB46967A 1956-11-29 1957-11-28 Pelletisiervorrichtung Pending DE1161692B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102014015552B4 (de) * 2013-10-22 2018-08-23 Vale S.A. Vorrichtung zur Verbesserung von rohen Pellets und Pelletierprozess

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DE937495C (de) * 1951-07-04 1956-01-05 Reymersholms Gamla Ind Aktiebo Agglomeriervorrichtung
DE1007065B (de) * 1951-02-16 1957-04-25 Erie Mining Company Verfahren und Vorrichtung zum Formen von feuchtem, mineralischem Feinmaterial

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