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DE576110C - Verfahren und Vorrichtung zur Knollung mehligen oder koernigen Gutes durch Abrollen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Knollung mehligen oder koernigen Gutes durch Abrollen

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Publication number
DE576110C
DE576110C DE1930576110D DE576110DD DE576110C DE 576110 C DE576110 C DE 576110C DE 1930576110 D DE1930576110 D DE 1930576110D DE 576110D D DE576110D D DE 576110DD DE 576110 C DE576110 C DE 576110C
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DE
Germany
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plate
tubers
floury
rolling
moving surface
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Expired
Application number
DE1930576110D
Other languages
English (en)
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Individual
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE576110C publication Critical patent/DE576110C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/36Manufacture of hydraulic cements in general
    • C04B7/38Preparing or treating the raw materials individually or as batches, e.g. mixing with fuel
    • C04B7/40Dehydrating; Forming, e.g. granulating

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Food-Manufacturing Devices (AREA)

Description

Mehliges Rohgut wird in der Zementindustrie zu Knollen geballt, indem man durch Aufbrausen von Wasser urid gegebenenfalls durch Rühren oder sonstiges Bewegen des benetzten Gutes zunächst kleine Klümpchen sich bilden läßt, die sich dann durch Rollen oder Wälzen in dem übrigen Mehl lawinenartig zu Streuseln vergrößern. Zur Bildung dieser Streusel können auch gröbere Körner dem Mehl zugesetzt werden, welche befeuchtet oder in anderer Weise klebrig gemacht werden und dann als Kerne für die Streusel dienen; diese Kerne können auch aus anderem Stoff als das Mehl bestehen. Die so gebildeten Streusel können erneut benetzt und in Mehl gewälzt werden, um die Vergrößerung noch weiter zu treiben.
Für den vorgenannten Zweck sind Vorrichtungen bekannt, bei denen das Abrollen der Streusel auf einer schiefen Ebene oder in einer waagerecht liegenden umlaufenden Trommel erfolgt; während die Streusel im ersteren Fall einen geradlinigen Weg zurücklegen, wozu recht bedeutender Platz erforderlich ist, rollen sie im zweiten Fall von der sich empordrehenden Trommelwand zurück. Der hierfür erforderliche Platz ist zwar geringer, doch tritt dafür der Nachteil auf, daß die sich bildenden Streusel vielfach gegeneinander bewegt werden, wodurch sie sich gegenseitig leicht wieder zertrümmern und in ihrer Bewegung hemmen, was dann dazu führt, daß sie an gewissen Stellen der Trommel sich ansammeln und nicht mehr bewegen, also auch nicht mehr vergrößern, während andere Streusel weiter wachsen und größer werden, als es gewünscht wird. Es bilden sich infolgedessen Krümel von sehr verschiedenen Größen, und um eine einheitliche Stückelung zu erhalten, muß eine Trennung der groben Knollen von den feinen vorgenommen werden, wozu bisher besondere Einrichtungen notwendig waren.
Die Erfindung erzielt hier eine Vereinfachung, und zwar erreicht sie dies dadurch, daß die Trennung schon während der Bildung der Knollen auf der bewegten Fläche vorgenommen wird. Um dies auszuführen, werden erfmdungsgemäß über einem Drehteller, der als bewegte Fläche benutzt wird, Abstreifer, Preßluftdüsen oder ähnliche Mittel als Trennmittel angeordnet. Zweckmäßig wird dabei der Teller, dessen Oberfläche mit Rippen versehen sein kann, nach dem Rande zu erhöht, und vorteilhaft erhält die Tellerachse eine geneigte Stellung. Endlich kann die Einrichtung so ausgebildet sein, daß der Tellerantrieb ein dauerndes oder zeitweiliges Ändern der Drehgeschwindigkeit oder Drehrichtung des Tellers gestattet.
Die errindungsgemäßen Vorrichtungen haben außer dem für sie erforderlichen geringen Platzbedarf noch den Vorteil, daß sich die Bildung der Streusel vollständig überwachen und leicht regehi läßt, so daß Abweichungen in der Bildung infolge unterschiedlicher Beschaffenheit des Rohgutes leicht ausgeglichen werden können.
Die durch den Tellerumlauf bewirkte Fliehkraft führt das Gut nach dem Tellerrande hin, wo ei« senkrechter Tellerrand oder ein den Teller
576 HO
umfassender ortsfester Mantel das Hinunterfallen verhindert. Auch kann der Teller die Form eines flachen Kegels mit dem tiefsten Punkt in der Mitte haben, so daß die Schwerkraft der Fliehkraft entgegenwirkt. Infolgedessen wird eine Hinundherbewegung des Gutes erzielt, besonders wenn die beiden erwähnten Kräfte abwechselnd zur Wirkung kommen. Dies findet bei einer Drehung des ίο Tellers um eine geneigte Achse dadurch statt, daß die Tellerflächenneigung in radialer Richtung, in welcher die Schwerkraft sich auswirkt, an verschiedenen Stellen des Umlaufes verschieden ist. Dieser Wechsel der Kraftwirkungen kann erhöht werden, dadurch, daß die Tellerachse pendelnd angeordnet wird, so daß die Telleroberfläche während des Betriebes verschiedene Lagen einnimmt. Auch kann man dem Gut durch auf der Telleroberfläche angebrachte Rippen oder Erhöhungen einen bestimmten Weg vorschreiben. Zweckmäßig ist es, daß die Rippenkronen oder Rippenoberkanten durchweg oder teilweise nach der Tellermitte hin geneigt sind. Die Rippen oder Erhöhungen auf der Telleroberfläche können verschiedenartige Gestalt besitzen. Die Umlaufsbewegung des Tellers wie auch das Pendeln der Tellerachse kann ruckweise und auch teilweise rückläufig erfolgen, die Geschwindigkeit der Bewegung kann sich ändern, so daß im ganzen eine rüttelnde Bewegung der sich bildenden Knollen erzielt wird.
Die Bewegung der Knollen kann auch durch Schaber, Rührwerke oder ähnliche Mittel erfolgen wie auch durch Aufblasen von Preßluft auf einzelne Stellen der Telleroberfläche. Mit diesen Mitteln kann eine verschiedenartige Bewegung des Feinen und der Knollen verschiedener Größe bewirkt werden. Die Zeichnung stellt Ausführungsbeispiele der Erfindung dar und zeigt in
Abb. ι einen um eine geneigte Achse umlaufenden Knollungsteller, in
Abb. 2 einen mit Rippen besetzten, kegelig vertieften Knollungsteller, in
Abb. 3 einen um eine geneigte Achse umlaufenden Knollungsteller, der mit Rippen ausgerüstet ist.
Dem in der Pfeilrichtung um die geneigte Achse ι (Abb. 1) umlaufenden Teller 2 wird mittels des Trichters 3 das zu knollende Gut aufgegeben; die in letzterem vorhandenen gröberen Teilchen oder Klümpchen walzen sich dabei in dem Feineren, in dem sie durch den Tellerumlauf nach dem Rande 4 gedrängt werden. Nach Zurücklegen eines gewissen Umlaufsweges werden sie von dem umlaufenden Schaber 5 wieder gegen die Tellermitte hin bewegt, um erneut zum Rande hin zu kullern, so daß sich hier schließlich nur genügend groß gewordene Streusel befinden, welche dann durch die Öffnungen 6 im Teller oder dessen Rand herausfallen, nachdem diese, die bisher von der feststehenden Platte 7 verschlossen waren, über den Plattenrand 8 hinausgelangt und damit freigegeben worden sind.
Bei dem in Abb. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel werden die zum Tellerrande gedrängten Streusel durch die Rippen 9, mit welchen die flach kegelig vertiefte Telleroberfläche besetzt ist, veranlaßt, nach der Tellermitte zu rollen. Die sich bildenden Knollen durchlaufen also bei der Tellerdrehung sogar oft eine zickzackförmige Bahn, da sie in der Mitte des Tellers über die hier nur niedrigen Rippen leicht hinwegrollen können, während mehr nach außen hin die hier höheren Rippen nur ein Rollen in radialer Richtung zulassen.
Die fertiggestellten Knollen werden von dem Abstreifer 10 über den Rand des Tellers hinausgeschoben, so daß sie irgendeiner hier nicht sichtbaren Ableitung zugeführt werden, während das Feine und die noch nicht zu genügender Größe gelangten Knollen unter dem Abstreifer 10 hindurchgleiten, um nochmals einer erneuten Behandlung unterworfen zu werden.
Bei dem in Abb, 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Oberfläche des Tellers 11 eben, jedoch etwas geneigt, indem die Tellerachse 12 ein wenig schräg zur senkrechten Lage angeordnet ist. Die Rippen besitzen verschiedenartige Gestalt; neben sichelförmigen Rippen 13 sind schlangenförmig gewellte Rippen 14 vorhanden, welche außerdem keine ununterbrochene Neigung zur Mitte hin besitzen, sondern bei denen auch die Kammlinie wellenförmig auf und ab geht. Endlich sind Erhöhungen 15 und auf diese hinweisende kurze Rippen 16 vorhanden, und es wird mit allen diesen Mitteln ein Hinundherrollen der Knollen erreicht, durch welches diese schnell und gleichmäßig vergrößert werden.
Um sie noch stärker umzuwälzen, wird durch die Leitung 17 Preßluft schräg auf die Oberfläche geblasen; um ein Wegblasen des Feinen hierbei zu verhindern, kann die Düsenmündung der Preßluftleitung auch dicht über der Tellerfläche seitwärts gebogen sein, so daß nur Kugeln von einer gewissen Größe an von dem Luftstrom erfaßt werden. -__
Infolge der Neigung der Tellerfläche rollen die fertigen Knollen an der tiefsten Stelle ab, um in die Ableitung 18 zu fallen; es kann daher bei dieser Anordnung nicht der gesamte Tellerumlauf für die Knollung ausgenutzt werden, doch ist dieselbe durch die gleichzeitige Wirkung aller angewandten Mittel eine" so schnelle, daß bei hinreichender Größe des Tellers mit Sicherheit ein genügendes Knollen bewirkt wird. Um dieses noch zu verbessern, kann auch durch die erste Zuleitung 19 eine Aufgabe von gröberen Teilchen neben dem Mehl erfolgen und durch
die Brause 20 ein Befeuchten der sich bildenden Knollen stattfinden, so daß diese in verstärktem Maße wachsen, sobald sie in den Teil des Tellerumlaufs gelangen, welchem durch die Zuleitung 21 weiteres Mehl aufgegeben wird. Die Knollen werden also nach ihrer Bildung gleichsam paniert. Es kann mit dieser Vorrichtung auch verschiedenartiges Formgut aufgegeben werden, so daß die Knollen etwa aus einem gröberen, durch die Zuleitung 19 aufgegebenen Kern bestehen, der unter der Brause 20 benetzt wird und dann eine Hülle von aus der Zuleitung 21 stammendem Mehl bekommt, wie dies bei der Bildung von Knollen aus Zementrohgut mit Brennstoff häufig erwünscht ist.
In den Abbildungen sind der Deutlichkeit halber nur diejenigen Teile der Vorrichtung dargestellt, welche für den Erfindungsgedanken wesentlich sind; so sind beispielsweise in Abb. 2
ao und 3 die ortsfesten Mäntel fortgelassen, welche an der Ableitungsstelle der fertigen Knollen, also vor dem Abstreifer 10, oder an der Ableitung 18 einen Ausbruch besitzen müssen.
Die Umlaufsgeschwindigkeit des Tellers wird regelbar vorgesehen, und ebenso werden sämtliche Zuleitungen für das Rohgut, das Wasser, die Preßluft usw. mit Regeleinrichtungen versehen; endlich kann auch die Tellerneigung durch Kippbarkeit der Tellerachse in hier nicht dargestellter, an sich bekannter Weise pendelnd oder verstellbar vorgesehen werden und der Abstreifer 10 oder die Ableitung 18 am Teller umfang sich verstellen lassen.

Claims (5)

Patentansprüche: _.
1. Verfahren zur Knollung mehligen oder körnigen Gutes durch Abrollen auf einer bewegten Fläche mit Trennung der groben Knollen von den feinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennung schon während der Bildung der Knollen auf der bewegten Fläche vorgenommen wird.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß über einem Drehteller, der als bewegte Fläche benutzt wird, Abstreifer, Preßluftdüsen oder ähnliche Mittel als Trennmittel angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Teller, dessen Oberfläche mit Rippen versehen sein kann, nach dem Rande zu erhöht ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, gekennzeichnet durch eine geneigte Stellung der Teller achse.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Tellerantrieb ein dauerndes oder zeitweiliges Ändern der Drehgeschwindigkeit oder Drehrichtung des Tellers gestattet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930576110D 1930-09-18 1930-09-18 Verfahren und Vorrichtung zur Knollung mehligen oder koernigen Gutes durch Abrollen Expired DE576110C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE576110T 1930-09-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE576110C true DE576110C (de) 1933-05-06

Family

ID=6569887

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930576110D Expired DE576110C (de) 1930-09-18 1930-09-18 Verfahren und Vorrichtung zur Knollung mehligen oder koernigen Gutes durch Abrollen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE576110C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE971284C (de) * 1952-09-13 1959-01-08 Albert Ag Chem Werke Vorrichtung zur Granulierung von pulverfoermigen Duengestoffen
DE1064482B (de) * 1958-07-22 1959-09-03 Albert Ag Chem Werke Vorrichtung zur Granulierung pulverfoermiger Stoffe
DE974302C (de) * 1952-11-10 1960-11-17 Polysius Gmbh Vorrichtung zum Reinigen von Granuliertellern

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE974302C (de) * 1952-11-10 1960-11-17 Polysius Gmbh Vorrichtung zum Reinigen von Granuliertellern
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