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DE1157628B - Verfahren zur Herstellung von sedativ wirksamen halogensubstituierten Orthanilsaeureamiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von sedativ wirksamen halogensubstituierten Orthanilsaeureamiden

Info

Publication number
DE1157628B
DE1157628B DEA35099A DEA0035099A DE1157628B DE 1157628 B DE1157628 B DE 1157628B DE A35099 A DEA35099 A DE A35099A DE A0035099 A DEA0035099 A DE A0035099A DE 1157628 B DE1157628 B DE 1157628B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
substituted
halogen
acid amides
production
orthanilic acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA35099A
Other languages
English (en)
Inventor
Jorgen Anders Christensen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ferrosan ApS
Original Assignee
Ferrosan ApS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ferrosan ApS filed Critical Ferrosan ApS
Publication of DE1157628B publication Critical patent/DE1157628B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/30Sulfonamides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by singly-bound nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/37Sulfonamides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by singly-bound nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups having the sulfur atom of at least one of the sulfonamide groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND KL. 12q 6/03
INTERNAT. KL. C 07 C
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT 1157 628
A 35099 IVb/12q
ANMELDETAG: 11. JULI 1960
BEKANNTMACHUNG
DERANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 21. NOVEMBER 1963
Die Erfindung betrifft die Herstellung halogensubstituierter Orthanilsäureamide der allgemeinen Formel I
worin A Chlor oder Fluor und B Chlor, Fluor oder Wasserstoff bezeichnen. Es hat sich erwiesen, daß diese Substanzen bei parenteraler Eingabe in Versuchstieren und Menschen eine antikonvulsivische und hypnotische, insbesondere aber sedative Wirkung ausüben und daß sie in therapeutischen Dosen nur geringe Toxizität aufweisen.
Erfindungsgemäß lassen sich solche 4,5-dihalogenierten oder 5-halogensubstituierten Orthanilsäureamide dadurch herstellen, daß man Anilin, welches durch Chlor oder Fluor oder sowohl Chlor als auch Fluor in der 4- oder 3- und 4-Stellung substituiert ist, in an sich bekannter Weise sulfoniert bzw. chlorsulfoniert und anschließend amidiert.
Die antikonvulsivischen, sedativen und hypnotischen Wirkungen der gemäß der Erfindung hergestellten Stoffe erhellen aus untenstehender Übersicht Verfahren zur Herstellung
von sedativ wirksamen halogensubstituierten
Orthanilsäureatniden
Anmelder:
A/S Ferrosan, Kopenhagen
Vertreter:
Dipl.-Ing. Dr.-Ing. R. Poschenrieder, Patentanwalt, München 8, Lucile-Grahn-Str. 38
Beanspruchte Priorität: Dänemark vom 11. Juli 1959
J0rgen Anders Christensen, Virum (Dänemark), ist als Erfinder genannt worden
über experimentelle Bestimmungen der effektiven Dosen in Mäusen pro Kilo Körpergewicht.
A —r^"^— SO2NH2 ^-NH2
B
Akute
Toxizität
LD50
mg/kg Maus subcutE
Antikonvulsive ED50
Strychnin2) in Sedative ED3) Hypnotische
ED4)
A Cl 1000 Penta-
methylen-
tetrazol1)
225 300
Cl H >1000 500 > 400 400 >500
F Cl >1000 100 200 170 700
F F >1000 80 170 170 900
F Phenyläthylbarbitursäure 300 120 90 70 120
40
*) E. Swinyard, J. Am. Pharm. Assoc. Sei. Ed., 38,1949, S. 201.
*) F. Berger, J. Pharmacol., 112, 1954, S. 413.
·) Sedative — Barbiturpotenzierende; F. Berger, J. Pharmacol., 112, 1954, S. 413.
*) Diejenige Dosis, die einen lstündigen, reflexlosen Schlaf bewirkt.
Aus der vorstehenden Tabelle ist zu ersehen, daß die hypnotische ED höher liegt als die der Phenyläthylbarbitursäure, die Toxizität dieser Verfahrensprodukte In der folgenden Tabelle sind die Quotienten Sed. ED , Sed. ED
und
für die verschiedenen nach
LD50 Hyp. ED
jedoch bedeutend niedriger liegt, da die Werte für 50 den Beispielen der vorliegenden Erfindung hergedie akute toxische letale Dosis um mehr als das stellten Substanzen aus der vorhergehenden Tabelle dreifache höher liegen. errechnet.
309 749/397
Substanz Sed. ED Sed. ED
4,5-di-Cl
5F
4-C1.5-F
4,5-di-F
Phenyläthylbarbitursäure
LD50 Hyp. ED
0,3
0,4
0,17
0,17
0,23
0,24
0,19
0,58
punkt 173 bis 178° C. Durch Umkristallisation aus 50%igem Äthanol erhält man den reinen Stoff mit Schmelzpunkt 183 bis 185° C.
In ähnlicher Weise lassen sich 4-Chlor- oder 4-Fluoranilin oder 3,4-dihalogensubstituiertes Anilin, worin einer der oder die beiden Substituenten Fluor und der Rest Chlor ist, mit Chlorsulfonsäure oder Sulfonierungsmitteln behandeln, und das gewonnene Produkt wird amddiert.
IO
Aus dieser Zusammenstellung geht hervor, daß man bei Anwendung der erfindungsgemäßen Substanzen durchschnittlich eine geringere Toxizität und eine geringere hypnotische Wirkung erzielt, wenn man eine bestimmte sedative Wirkung erzielen will, als dies bei der Phenyläthylbarbitursäure der Fall ist.
Beispiel 1
2-Amino-4,5-dichlorbenzolsulfonamid
150 ml Chlorsulfonsäure werden in einen dreihalsigen Kolben von 11 gebracht, der mit Rührer versehen und in ein Ölbad mit einer Temperatur von etwa 700C eingetaucht ist. Zur Chlorsulfonsäure werden zunächst 63 g 3,4-DichloraniJin und danach 130 g Natriumchlorid gegeben, wonach die Temperatur bei stetigem Rühren der Mischung auf 130° C erhöht wird, auf diesem Wert etwa 1 Stunde gehalten, dann auf 150°C erhöht und während etwa 2 Stunden auf 1500C gehalten wird. Dann wird die Mischung auf Zimmertemperatur abgekühlt. Nun werden 500 g Eis hinzugesetzt, und nach Schmelzen des Eises wird das gebildete Sulfonsäurechlorid abgeschieden und mit Wasser ausgewaschen, wonach es sofort unter Erwärmen mit etwa 500 ml konzentriertem Ammoniakwasser umgesetzt wird. Bei teilweisem Eindampfen und Neutralisation mit Salzsäure erhält man 37 g 2-Amino-4,5-dichlorbenzoIsulfonamid vom Schmelz-Beispiel 2
2-Amino-5-fluorbenzolsulfonamid
150 ml Chlorsulfonsäure werden in einen dreihalsigen Kolben angebracht, der mit Rührer versehen ist, und in ein Ölbad mit einer Temperatur von etwa 70° C eingetaucht. Man fügt 38 g 4-Fluoranilin hinzu und läßt das Gemisch während 3 Stunden unter Rühren bei 700C stehen, wonach 40 g Thionylchlorid zugesetzt werden, und die Reaktion während weiterer 3 Stunden bei derselben Temperatur fortgesetzt wird. Das entstandene Reaktionsgemisch wird gekühlt und einem Überschuß an Eis zugesetzt. Das dabei ausgeschiedene Sulfonsäurechlorid wird abgesaugt und mit wenig Wasser gewaschen, wonach es 100 ml eiskaltem Ammoniakwasser hinzugesetzt wird. Nach Lösung und Filtrieren wird die Flüssigkeit etwas eingeengt und danach mit Salzsäure neutralisiert. Das ausgeschiedene Produkt wird abgesaugt und mit Wasser gewaschen. Schmelzpunkt 104 bis 105°C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung von sedativ wirksamen halogensubstituierten Orthanilsäureamiden, da durch gekennzeichnet, daß man Anilin, welches in der 3- und 4-Stellung mit Chlor oder Fluor disubstituiert oder in der 4-Stellung mit einem derselben monosubstituiert ist, in an sich bekannter Weise sulfoniert bzw. chlorsulfoniert und anschließend amidiert.
    © 309 749/397 11.63
DEA35099A 1959-07-11 1960-07-11 Verfahren zur Herstellung von sedativ wirksamen halogensubstituierten Orthanilsaeureamiden Pending DE1157628B (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
DK1157628X 1959-07-11

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DE1157628B true DE1157628B (de) 1963-11-21

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DEA35099A Pending DE1157628B (de) 1959-07-11 1960-07-11 Verfahren zur Herstellung von sedativ wirksamen halogensubstituierten Orthanilsaeureamiden

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