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Kombinationsschloß Zusatz zum Patent 1130 321 Das Hauptpatent
1130 321 betrifft ein Kombinationsschloß mit Zahleneinstellknopf, mit welchem
das Schloß durch abwechselnde Verdrehung des Knopfes in entgegengesetzten Richtungen
und Einstellung vorbestimmter Zahlen auf der drehbar gelagerten Skala aufgeschlossen
werden kann. Dabei sind Mittel in Form von Mitnehmerklinken'und Mitnehmerscheiben
vorgesehen, welche den Stellknopf nach erfolgter vorbestimmter Verdrehung in der
jeweils vorgeschriebenen Richtung mit der Skala kraftschlüssig koppeln.
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Das Aufschließen dieses Schlosses erfolgt nach Einstellung der letzten
Einstellzahl durch Drehung des Einstellknopfes in entgegengesetzter Richtung bis
zum Anschlag. Dabei bleibt aber die letzte Einstellzahl eingestellt, was unter Umständen
nachteilig sein kann. Der Nachteil liegt darin, daß ein Unbefugter bei geöffnetem
Schloß auf alle Fälle die letzte Einstellzahl ablesen und hierdurch gegebenenfalls
Rückschlüsse auf die beiden anderen Einstellzahlen ziehen kann. Zumindest wird das
Ausprobieren zur Ermittlung der drei oder mehrerer Einstellzahlen dadurch erleichtert,
daß eine dieser Zahlen dem Unbefugten bereits bekannt ist.
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Der Erfindung lieg die Aufgabe zugrunde, diesem Mangel abzuhelfen.
Erfindungsgemäß trägt die eine Mitnehmerscheibe einen hakenförmigen Ansatz, welcher
während der Bewegung des Stellknopfes des Schlosses in Anschlagrichtung mit dem
Ansatz der einen Mitnehmerklinke in Kraftschluß tritt. Wird das Kombinationsschloß
beispielsweise durch Rechtsverdrehung bis zum Anschlag geöffnet, dann bewirkt die
kraftschlüssige Verbindung zwischen dem hakenförmigen Ansatz der einen Mitnehmerscheibe
und dem Ansatz der einen Mitnehmerklinke eine Mitnahme der Skala, wobei es in der
Hand des das Schloß Betätigenden liegt, den Stellknopf so lange zu verdrehen, bis
die Marke auf der Stellknopfrosette in demjenigen Bereich der Skala liegt, in welchem
keine Strichteilung vorgesehen ist. Auf diese Weise wird die letzte Einstellzahl
gelöscht.
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Die Erfindung ist an Hand der Zeichnung noch etwas ausführlicher erläutert.
In dieser zeigt in rein schematischer Weise Fig. 1 eine Draufsicht auf den Stellknopf
mit Mitnehmerscheiben und Mitnehmerklinken in der einen Anschlagstellung, wobei
der übersichthchkeit halber die Abdeckplatte nicht dargestellt ist, Fig. 2 einen
senkrechten Schnitt längs der Linie II-11 in Fig. 1, Fig. 3 eine Draufsicht auf
den Stellknopf mit Mitnehmerscheiben und Mitnehmerklinken zu Beginn der Bewegung
des Stellknopfes nach links zum Zwecke der Einstellung der dritten Einstellzahl,
Fig.4 eine Ansicht der einen Mitnehmerscheibe, Fig.5 eine Seitenansicht der Anordnung
gemäß Fig. 4, Fig.6 eine Draufsicht auf den Stellknopf zu Beginn der Bewegung des
Stellknopfes nach rechts in die Anschlagstellung.
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Mit a ist eine Stellknopfrosette bezeichnet, welche in ihrem zentralen
Teil in eine Nabe a1 ausläuft, Mit b ist eine auf einer Scheibe befindliche Skala
bezeichnet.
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In der Nabe a1 ist ein Stellknopf c drehbar gelagert. Dieser weist
einen Arm cl sowie einen Nokken c., auf. Der Nocken c2 greift in das Langloch d1
einer auf der Nabe a1 drehbar gelagerten Mitnehmerscheibe d ein.
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Wird der Stellknopf c beispielsweise nach links verdreht, dann dreht
sich durch die Verbindung Nocken c. und Langloch d1 die Mitnehmerscheibe d zwangläufig
mit. Hierbei legt sich der Ansatz d. der Mitnehmerscheibe d gegen einen Ansatz e"
einer Mitnehmerscheibe e an und nimmt diese nach Art einer Schleppkupplung mit.
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Nach einer weiteren ganzen Umdrehung nimmt der Ansatz d, einen Ansatz
f3 der Mitnehmerscheibe f mit.
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Nach einer weiteren ganzen Umdrehung legt sich der Ansatz f1 der Mitnehmerscheibe
f gegen einen Ansatz g2 der Mitnehmerscheibe g und nimmt diesen gleichfalls mit.
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Nach einer nochmaligen Umdrehung des Stellknopfes c nimmt der Ansatz
g1 den Ansatz la. und
damit die Mitnehmerscheibe h mit. Der Mitnehmerring
h hebt mit seiner Nase h1 die Mitnehmerklinke i
an, so daß der Anschlag
il vor den Ansatz g2 des Mitnehmerringes g gelangt (Fig. 1). Hierdurch wird die
krafschlüssige Verbindung zwischen dem Stellknopf c und der Scheibe der Skala b
geschaffen. Diese Scheibe dreht sich danach entsprechend der Drehung des Stellknopfes
c. mit. In diesem Falle hat der Knopf c eine dreifache Drehung vollführt, so daß
zur richtigen Betätigung des Schlosses lediglich auf der ersten Einstellzahl gehalten
werden muß.
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Anschließend daran wird der Knopf c in entgegengesetzter Richtung
verdreht. Hierbei wird über den Arm cl sowie den Mitnehmernocken c2 die Mitnehmerscheibe
d mitgenommen. Diese trägt einen Ansatz d2, welcher sich bei Verdrehung gegen einen
Mitnehmernocken ei der Mitnehmerscheibe e sowie einen Ansatz f2 der Mitnehmerscheibe
f kraftschlüssig anlegt.
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Der Ansatz f1 der Mitnehmerscheibe f schlägt bei weiterer Verdrehung
des Stellknopfes c gegen einen Ansatz g3 der Mitnehmerscheibe g an. Schließlich
hebt der Mitnehmerring g mit seiner Nase 92 die Mitnehmerklinke k an, so daß sich
der Ansatz f2 gegen den Anschlag k1 der Mitnehmerkhnke k kraftschlüssig anlegt (Fig.
3). In diesem Augenblick ist eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Drehknopf
c und der Scheibe der Skala b geschaffen. Bei Verdrehung des Stellknopfes c wird
die Scheibe der Skala b mitgenommen. Bei Erreichen der zweiten Einstellzahl wird
dann die Drehung des Stellknopfes c unterbrochen. Damit ist eine Drehung weniger
als im Falle der Linksdrehung ausgeführt.
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Zur Einstellung der dritten Einstellzahl wird der Drehknopf c wiederum
in entgegengesetzter Richtung verdreht: Auch in diesem Falle bewegt der Stellknopf
c über den Arm cl sowie den Nocken c2 die Mitnehmerscheiben d und e nach links.
Anschließend daran schlägt der Mitnehmerhaken ei gegen den: Ansatz k1 der Mitnehmerklinke
k an. Dadurch wird wiederum eine Verbindung zwischen dem Stellknopf c und der Scheibe
der Skala b geschaffen, so daß diese Scheibe und damit die Skala b bereits nach
einer einzigen Verdrehung des Knopfes c mitgedreht wird. Nun wird die entsprechende
Zahl der Skala b mit der Kennmarke in Übereinstimmung gebracht.
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Mit d3 (Fig. 4 und 5) ist ein hakenförmiger Ansatz bezeichnet, welcher
an der einen Mitnehmerscheibe d vorgesehen ist. Soll nun das Schloß aufgeschlossen
werden, dann wird der Stellknopf nach rechts verdreht (Fig. 6), wobei im Verlaufe
dieser Rechtsbewegung der hakenförmige Ansatz d3 der Mitnehmerscheibe d mit dem
Ansatz k1 der einen Mitnehmerklinke k in Kraftschluß tritt. Damit ist aber auch
die kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Stellknopf c und der Skala b geschaffen,
weiche bei Verdrehung des ersteren mitgedreht wird. Der das Schloß Betätigende verdreht
dann den Stellknopf c und damit die Skala b so lange, bis die Marke auf der Stellknopfrosette
a in das freie Feld der Skala b weist.
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Beim Verdrehen des Stellknopfes c nach links zum Zwecke des Zuschließens
des Schlosses löst der Ansatz d 2 der Mitnehmerscheibe d den Mitnehmerhaken
d1 von dem Ansatz k1 der Mitnehmerklinke k, welche unter der Einwirkung der Druckfeder
k2 in die Ruhestellung zurückschnellt.