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Kopf für Zeichenmaschinen Die Erfindung bezieht sich auf einen Kopf
für Zeichenmaschinen mit einem gegenüber einem Träger drehbaren Linealhalter und
einem mit den Organen füf die Parallelbewegung verbundenen Zahnring sowie mit im
Kopf zum Eingreifen in den Zahnring angeordneten Sperrgliedern.
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Die Erfindung bezweckt, mit einem einfachen Mittel einen Zeichenkopf
zu schaffen, der die Einstellung des Linealhalters in einer großen Anzahl Sperrlagen
ermöglicht, ohne eine entsprechende große Anzahl von Zähnen am Zahnring anzuordnen.
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Die gewöhnlichen Köpfe für Zeichenmaschinen sind mit einer Teilung
von i5° zwischen den Sperrlagen ausgeführt. Wenn man bei diesen bekannten Ausführungen,
um mehrere Sperrlagen zu erhalten, die Teilung auf beispielsweise 7','.,° vermindern
will, werden die Zähne und Lücken bei beibehaltenen äußeren Dimensionen des Kopfes
zu klein, und die Genauigkeit beim Zeichnen wird gefährdet, oder es müssen andere
und teuere Konstruktionen verwendet werden.
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Diese Nachteile werden sicher und billig mit dem neuen Zeichenkopf
beseitigt, der hauptsächlich gekennzeichnet wird durch zwei oder mehr mittels eines
Betätigungsorgans zu bewegende Sperren, deren Eingriffspunkte im Zahnring im Verhältnis
zur Teilung des Zahnringes auf einer abweichenden Teilung liegen, so daß bei Drehung
des Linealhalters die Sperren zur Erzielung mehrerer Sperrlagen mit kleineren Winkelabständen
als die Zähne wechselweise mit dem Zahnring zum Eingriff gebracht werden können.
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Die Erfindung soll im folgenden näher unter Hinweis auf ein in der
Zeichnung dargestelltes Ausführungsbeispiel
-beschrieben werden,
wobei sich weitere kennzeichnende Merkmale der - Erfindung ergeben, werden.
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Fig. i zeigt eine. Ansicht, eines Zeichenkopfes nach der Erfindung
unter Fortlassung des Handgriffs, Fig. 2 einen Vertikalschnitt durch denselben Kopf
längs der Linie II-II in Fig. i und Fig. 3 einen anderen Schnitt längs der Linie
III-III. In der Zeichnung bezeichnet i eine Platte, im folgenden Träger genannt,
an dem die beiden nicht gezeigten Lenkarme des Parallelogramms in den Löchern 2
befestigt sind. In dem Träger i ist ein Lagerring 3 fest angebracht, um welchen
ein Zahnring 4 und ein an diesem befestigter Winkelmeßring 5 drehbar gelagert sind.
Im Zentrum des Lagerringes 3 ist im Kugellager 6 ein Zäpfen 7 gelagert, der in einem
Sperrarmhalter 8 befestigt ist. An diesem Zapfen ist mittels Schraube 9 der Linealhalter
ib befestigt, der die zwei Lineale 38 der Maschine trägt. Der Halter 8 ist mit einer
als Daumengriff ii gebogenen Druckschiene 12 versehen, die verschiebbar am Halter
in den Schlitzen 13 und 14 angebracht ist. Die Druckschiene trägt eine drehbar gelagerte
Rolle 37, die beim Eindrücken der Schiene entweder den einen oder den anderen von
zwei übereinanderliegenden, drehbaren Winkelarmen 15 betätigt. Diese sind durch
Niet 16 od, dgl. mit je einem Sperrarm 17 bzw. 18 fest verbunden. In der gezeigten
Lage liegt der Arm 17 gegen einen Zahnkopf am Zahnring 4 an, während der andere
Sperrarm 18 in den Zahnring eingreift. Die Sperrarme sind auf Zapfen i9 an dem Linealhalter
io gelagert.
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L m ein eventuell auftretendes Spiel in der Lagerung der Sperrarme
zu vermeiden, sind die Arme mit je einer V-förmigen Ausnehmung 2o anstatt Löchern
versehen. Die Arme werden durch Federn 21 mit der Ausnehmung 20 gegen den runden
Zapfen i9 gehalten. Der Vorteil dieser Vorrichtung im Vergleich zu der gewöhnlichen
Ausführung mit Löchern liegt darin, daß eine billigere Herstellung und eine einfachere
Montage erzielt wird.
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Die Zapfen i9 sind, durch einen bogenförmigen Schlitz 22 im Winkelmeßring
5 hindurchtretend, mittels :Muttern 23 (Fig: 2) an dem Linealhalter io befestigt.
Dadurch wird verhindert, daß der' Sperrarmhalter 8 in bezug auf den Linealhßlter
gedreht werden kann. Ferner ist der obere Teil des Zapfens 19 derart geformt, daß
der Griff 24 daran befestigt werden kann. Der Griff wird also mit dem Sperrarmhalter
8 und dem Linealhalter fest verbunden. Nach dem Eindrücken der Druckschiene i2 werden
die Sperrarme 17, 18 vom Eingriff in dem Zahnring befreit. Dann kann der Linealhalter
bis zu einer gewünschten Lage relativ zu dem Träger i mit dem Griff 24 gedreht werden.
Die Winkellage kann an dem Meßring 5 gegen einen an einer Platte 25 befindlichen
Zeiger 26 abgelesen werden.
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Der Winkelmeßring 5 und der Zahnring 4 sind mit einer Federscheibe
28 am Träger i festgespannt. Die Federscheibe wird mit einer Schraube 29 gegen den
Meßring geklemmt. Am Träger ist.ferner ein Haken 30 drehbar gelagert, der von einer
nicht gezeigten Feder gegen den Meßring gedrückt wird und in eine Aussparung 31
im Meßring einfallen kann. Dieser Haken hat die Aufgabe, den Meßring in .einer bestimmten
Lage in bezug auf den Träger bei horizontaler Nullstellung zu halten, d. h. Null
auf der oberen, rechten Skala am Meßring soll gegen den Zeiger 26 bei horizontaler
Lage des rechten Lineals 38 stehen. Wenn es notwendig ist, den Apparat in eine andere
Nullage einzustellen, z. B. beim Zeichnen von Figuren, deren Mittellinie einen schrägen
Winkel mit der Waagerechten bildet, hebt man die Absperrung zwischen dem Meßring
und dem Träger mit der Schraube 29 auf. Nachdem der Haken 30 freigemacht
worden ist, wird der Griff 24 ohne Eindrücken der Druckschiene 12 gedreht, bis der
gewünschte Winkel gegen den Zeiger 32 am Träger ablesbar ist, wonach die Schraube
29 wieder angezogen wird.
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Um die Einstellung des Linealhalters io auch in anderen Winkeln gegenüber
dem Träger zu ermöglichen, als die Sperrlagen des Zahnringes zulassen, ist der Apparat
in bekannter Weise mit einer Friktionssperre versehen. Diese Sperre besteht aus
einem in dem Linealhalter eingeschraubten Zapfen 33, der beim Verdrehen eines Knebels
3.1 mittels eines Flansches den Linealhalter am Träger festklemmt.
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Wünscht man den Apparat freizuschalten, d. h. daß der Linealhalter
gedreht werden soll, ohne daß dieser nach Aufheben des Druckes gegen den Daumengriff
ii von der Sperrvorrichtung festgehalten wird, kann die Druckschiene 12 in der eingeschobenen
Lage dadurch festgehalten werden, daß sie in dieser Lage seitwärts geführt wird,
wobei sie mit einer Aussparung 35 in dem Steuerschlitz 14 an dem am Sperrarmhalter
8 angebrachten Steuerbolzen 36 eingehängt wird.
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Die Erfindung ist nicht auf die hier gezeigte und beschriebene Ausführungsform
begrenzt, sondern kann vielfach im Rahmen des zugrunde liegenden Erfindergedankens
verändert werden. Es können z. B. die Sperrglieder verschiebbar anstatt drehbar
angeordnet sein. Sie können auch nur auf einer Seite des Griffes angebracht sein,
um eine kleinere Zahl von Zähnen erforderlich zu machen. Ferner kann man den Apparat
mit mehreren Sperren versehen, um andere Teilungen, beispielsweise 5°, zu ermöglichen.