DE1152641B - Vorrichtung zum Handsteuern fuer Flugzeug-Abwehrgeschuetze - Google Patents
Vorrichtung zum Handsteuern fuer Flugzeug-AbwehrgeschuetzeInfo
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Description
Um zweiachsig gelagerte Waffen und Geräte, die sowohl um eine senkrechte als auch um eine
dazu unter 90° liegende zweite Achse schwenkbar sind, nach schnellfliegenden Luftzielen richten
zu können, werden kraftgebende hydraulische oder elektrische Antriebe verwendet, die so ausgebildet
sind, daß die Bedienung durch einfach auszuführende Tätigkeiten erleichtert wird. Hierbei werden
sogenannte Geschwindigkeitsgetriebe verwendet, die entweder durch zwei Handgriffe oder durch einen
beide Richtbewegungen der Waffe oder des Gerätes beeinflussenden Steuerknüppel bedient werden.
Es hat sich gezeigt, daß bei sehr schnell fliegenden Zielen die Bedienung der Antriebe trotzdem recht
schwierig ist, weil wegen der schnellen Änderungen der Winkelgeschwindigkeiten, mit denen die Waffe
oder das Gerät um die beiden Achsen geschwenkt werden müssen, die Handgriff- oder Steuerknüppelstellungen
sich ebenfalls schnell ändern und dem Bedienungsmann das Auffinden der richtigen Stellungen
der Bedienungselemente nicht immer gelingt. Aus diesem Grunde ist bereits eine Vorsteuerung bekannt,
durch die in Verbindung mit einem Steuerknüppel als Bedienungselement eine Bedienungserleichterung dadurch
erreicht wird, daß die freie Bewegungsmöglichkeit des Steuerknüppels eingeschränkt wird. Zu diesem
Zwecke wird der Steuerknüppel in einer radialen Führung in einer drehbaren Scheibe geführt und die
Bewegungsrichtung des Steuerknüppels durch selbsttätiges Drehen der Scheibe mit der Führung nach
dem Ergebnis eines Rechenprozesses vorgegeben, so daß dem Bedienungsmann nur noch die Aufgabe zufällt,
die Größe der Auslenkung des Steuerknüppels in der vorgegebenen Richtung von Hand einzustellen.
Diese Vorsteuerung löst die Aufgabe noch nicht in vollkommener Weise. Sie ist auf die Knüppelsteuerung
beschränkt und überläßt dem Bedienungsmann noch einen wesentlichen Teil der Richttätigkeit.
Die Erfindung erstreckt sich ebenfalls auf eine Vorrichtung zum Handsteuern für Flugzeug-Abwehrgeschütze,
Beobachtungs- und Vermessungsgeräte für Flugzeuge, bei der die Antriebsgeschwindigkeiten für
Seite und Höhe der Waffe bzw. des Gerätes auf Grund von Zielbeobachtungen mittels einer mit dem
Geschütz bzw. dem Gerät bewegten Optik von Hand einstellbar sind und die eine Vorsteuerung zur Erleichterung
bzw. Unterstützung der Bedienungstätigkeit des Richtschützen bzw. Beobachters aufweist.
Die Aufgabe, die der Erfindung zugrunde liegt, besteht im wesentlichen darin, die vorstehend erwähnten
Nachteile bei den bekannten Vorrichtungen der geschilderten Art zu vermeiden und eine Handsteue-Vorrichtung
zum Handsteuern
für Flugzeug-Abwehrgeschütze
für Flugzeug-Abwehrgeschütze
Anmelder:
Dr.-Ing. Alfred Kuhlenkamp,
Braunschweig, Maschstr. 42
Braunschweig, Maschstr. 42
Dr.-Ing. Alfred Kuhlenkamp, Braunschweig,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
rung zu schaffen, die insbesondere bei schnellfliegenden Zielen eine einwandfreie Bedienung der Antriebe
gewährleistet.
Dies ist erfindungsgemäß erreicht durch ein
Rechengetriebe zum Ermitteln des Größtwertes der Seitenwinkelgeschwindigkeit in der Flugebene, und
zwar aus den beim Auffassen und kurzzeitigen Ansteuern des Zieles sich ergebenden Werten der Winkel
zum Ziel, sowie durch ein Rechengetriebe zum laufenden Errechnen der für die weitere Zielverfolgung
zu erwartenden Seitenwinkelwerte in der Flugebene, und zwar aus dem errechneten und dann als
Konstante zugrunde gelegten Größtwert der Seitenwinkelgeschwindigkeit, ferner durch ein weiteres
Rechengetriebe zum Errechnen der laufenden Seitenwinkel- und Höhenwinkelwerte für das Geschütz bzw.
das Gerät, und zwar aus dem errechneten Seitenwinkelwert in der Flugebene, sowie durch Übertragungsvorrichtungen
zum Übertragen der errechneten letztgenannten Seitenwinkel- und Höhenwinkelwerte
in bekannter Weise auf die Richtantriebe des Geschützes bzw. Gerätes.
Für die Erfindung ist also entscheidend, den Größtwert der Seitenwinkelgeschwindigkeit in der Flugebene mittels Rechengetriebe zu bestimmen und daraus
die für die weitere Verfolgung des Zieles benötigten Seiten- und Höhenwinkelwerte zu berechnen
und zur Steuerung der Waffe bzw. des Gerätes zu verwenden. Hierzu ist Voraussetzung die Kenntnis
der jeweiligen Flugzeugbewegung, wie sie als Größtkreis oder scheinbarer Flugzeugweg auf der um die
Waffe gelegt gedachten Kugel dargestellt ist. Eine geometrische Erläuterung hierzu ergeben die Fig. 1
bis 3.
Fig. 1 zeigt die geometrische Darstellung des wahren und des scheinbaren Flugweges;
309 650/25
Fig. 2 ist das rechtwinklige sphärische Dreieck mit den Winkelwerten, die die Richtung zum Ziel bestimmen;
Fig. 3 stellt das rechtwinklige ebene Dreieck in der
Flugebene, das die Lage des Zielpunktes zum Wechselpunkt angibt, dar.
In Fig. 1 bedeutet O den Standort der Waffe oder
des Gerätes und der Größtkreis (KM0W0L) einen
scheinbaren Flugweg, der bestimmt ist durch die Richtung KL der Spurlinie und den Neigungswinkel τ ίο
der durch den Größtkreis bestimmten Flugebene. M0 ist ein beliebiger Punkt auf dem scheinbaren Flugweg,
durch den die Verbindungslinie mit dem auf dem wirklichen Flugweg M W hegenden Punkt M hindurchgeht.
Die Richtung zum Punkt M ist durch den Seitenwinkel ^M0'= σ und den Höhenwinkel
M0M0 = γ gegeben. In der Flugebene ist die Richtung
zum Punkt M durch den Seitenwinkel MK = a und den Neigungswinkel τ der Flugebene angegeben.
Die Winkel hegen in dem sphärischen rechtwinkligen Dreieck M0KM0 (Fig. 2), in dem außerdem
der Winkel bei M0 der Flugwinkel δ ist, der die
»scheinbare« Flugrichtung angibt.
In der Flugebene liegt der zum scheinbaren Flugweg KM0L gehörende wahre FlugwegMW, auf dem
W derjenige Punkt ist, in dem die Entfernung vom Standort O des Gerätes am kleinsten ist. Den Punkt
nennt man den Wechselpunkt.
Fig. 3 zeigt den in der, Flugebene liegenden wahren Funktion sin2 d des Seitenwinkels in der Flugebene
berechnet werden.
Die Fig. 4 bis 11 zeigen Ausführungsbeispiele nach dem Erfindungsgedanken und lassen weitere Einzelheiten
desselben erkennen.
Fig. 4 zeigt als Beispiel die Bestimmung der normalen Seitenwinkelgeschwindigkeit mit Hilfe einer
hydraulischen Steuerung;
Fig. 5 ist die Gesamtanordnung;
Fig. 6 zeigt als Beispiel den getriebetechnischen Aufbau der Vorsteuerung mit den Winkelwerten als
Eingangswerte,
Fig. 7 stellt als Beispiel den getriebetechnischen Aufbau mit den Wickelgeschwindigkeiten als Eingangswerte
dar;
Fig. 8 zeigt als Beispiel den getriebetechnischen Aufbau für die Berechnung der Winkelgeschwindigkeitswerte;
Fig. 9 zeigt die geometrischen Verhältnisse für die Berechnung der Vorhaltwinkel;
Fig. 10 stellt die grundsätzliche Anordnung des Vorhaltrechners dar, und
Fig. 11 zeigt das Gesamtfunktionsbild mit Vorhaltrechner.
Zur Bestimmung der maximalen Seitenwinkel-
geschwindigkeit ωα
kann man folgendermaßen
vorgehen: Der für einen geradlinigen Flugweg nach Fig. 1 bzw. 3 geltende Seitenwinkelverlauf wird in
Abhängigkeit von der Zeit t auf einer drehbaren oder
Flugweg mit den auf diesem hegenden Punkten M 30 verschiebbaren Kurvenscheibe aufgetragen. Die Be-
und W. Der Seitenwinkel d in der Flugebene er- zugszeichen M' und W sind die Projektionen der
scheint in der eingezeichneten Weise im Punkt O und
im Punkt M. Mit e„, als der kürzesten Entfernung
gilt in dem rechtwinkligen Dreieck OMW
cot σ' =
t,
wenn ν die Fluggeschwindigkeit und t die Zeit bedeutet,
die das Flugzeug, wenn es sich im Punkt M Punkte M und W in der Horizontalebene. Mit K ist
der Punkt bezeichnet, in dem die Spurlinie K-L der Flugebene die Kugel schneidet.
Fig. 4 zeigt als Beispiel eine verschiebbare Kurvenscheibe 1, von der durch einen Abtaster 2 der jeweilige
Seitenwinkel a'KS als Verschiebewert abgenommen
und auf ein Vergleichsgetriebe, bestehend aus einem zweiarmigen Hebel 3, übertragen wird.
befindet, benötigt, um den Wechselpunkt W zu er- 40 Auf der anderen Seite vom Drehpunkt 9 dieses zwei
reichen. Da — gleich der maximalen Seitenwinkelgeschwindigkeit
ωο max ist, ergibt sich für den Seitenwinkel
σ' die Beziehung
σ'= ÜTC COt(Uo, max't,
wobei ωσι max eine Konstante ist.
Ist die Konstante ωα· max bekannt, so ist auch von
jedem behebigen Seitenwinkelwert an der weitere zeitliche Verlauf des Seitenwinkels σ aus dieser
Gleichung zu berechnen.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind die im weiteren Verlauf der Flugzeugbewegung zu erwartenden
Seitenwinkelwerte in der Flugebene durch eine Kurvenscheibe gegeben und werden durch Abgreifen
der Kurvenscheibe entnommen, wobei der Antrieb der Kurvenscheibe mit einer der maximalen
Seitenwinkelgeschwindigkeit in der Flugebene entsprechenden Geschwindigkeit erfolgt.
armigen Hebels 3 greift in gleicher Weise ein Stößel 4 ein, der nach dem in entsprechenden Rechengetrieben
berechneten Seitenwinkel σ' zum jeweiligen, augenblicklichen Zielpunkt verstellt wird. Das im Drehpunkt
9 angelenkte Gestänge 5 bewegt, sobald der verschiebbare Drehpunkt 9 seine durch die waagerechte
Lage des Vergleichshebels 3 gegebene Nullstellung nach oben oder unten verläßt, einen Doppelkolben-Steuerschieber
6 und gibt einen Druckölstrom frei, der entweder in dem rechten oder linken Teil
eines langen, mit der Kurvenscheibe fest verbundenen Zylinders 7 über die Schlauchleitungen 10 bzw. 11
eintritt und den Zylinder 7 gegenüber dem gehäusefesten Kolben 8 mit einer der Steuerschieberstellung
entsprechenden Geschwindigkeit verschiebt. Die Stellung des Steuerschiebers 6 verändert sich so lange,
wie die aus der Kurvenscheibe 1 entnommenen Seitenwinkelwerte a'KS mit den aus der Zielbewegung
abgeleiteten Seitenwinkelwerte σ nicht überein-
Eine andere Lösungsmöglichkeit besteht darin, daß 60 stimmen. Der Vorgang ist beendet, sobald die vorgean
Stelle der Seitenwinkelwerte bei einer Ausfüh- nannten Winkelwerte übereinstimmen. Der Zylinder 7
rungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung die Seitenwinkelgeschwindigkeitswerte zugrunde gelegt
werden. Es ergibt sich also in diesem Falle, daß die im weiteren Verlauf der Flugzeugbewegung zu erwartenden
Seitenwinkelgeschwindigkeitswerte in der Flugebene aus der maximalen Seitenwinkelgeschwindigkeit
in der Flugebene und der mathematischen bewegt sich alsdann mit einer konstanten Geschwindigkeit,
die der gesuchten maximalen Seitenwinkelgeschwindigkeit ωο· max proportional ist.
Eine Ausführungsform der Gesamtanordnung und eine Lösung der Versteuerung zeigt Fig. 5.
Die Richtantriebe sind allgemein sogenannte Geschwindigkeitssteuerungen,
bei denen die Handrad-
Stellungen der Geschwindigkeit der Ausgangswerte proportional sind, wobei diese Proportionalität nicht
in jedem Falle streng eingehalten wird. In Fig. 5 ist dieser Fall dargestellt.
Durch Betätigen der Handräder 12 und 13 und Verstellen dieser Handräder etwa proportional der
Geschwindigkeit der Winkelwerte α bzw. γ, wie sie an der Waffe 14 oder dem Richtgerät vorhanden sind,
wird die Waffe oder das Gerät mit Hilfe einer optischen Zieleinrichtung auf das Flugzeug gerichtet. Die
Richtantriebe 15 sind in diesem Falle Integrationsgetriebe, die die erforderliche Antriebsenergie abgeben.
Die an der Waffe vorhandenen Winkelwerte σ und γ werden als Eingangswerte ae und ye in das
Rechenaggregat 16 der Vorsteuerung hineingegeben. Die Vorsteuerung berechnet die zukünftig zu erwartenden
Richtwerte, die als Ausgangswerte aa und ya
in den Differentialen 17 und 18 mit den aus den Richtantrieben 15 herauskommenden Winkelwerten
verglichen werden. Die Differenz ae — aa bzw. ye—ya
zwischen den vom Richtantrieb kommenden und dem erforderlichen Winkelwert dient zur zusätzlichen Beeinflussung
der Steuergetriebe durch Überlagerung über den Handradwert in den Differentialen 19 und
20. Die Steuergetriebe 15 werden auf diese Weise nach einem einmaligen Einsteuern mit Hilfe der Handräder
12 und 13 selbsttätig verstellt, so daß der Bedienungsmann sich auf die Einstellung der gegebenenfalls
erforderlichen Korrekturen beschränken kann.
Einen beispielsweise getriebetechnischen Aufbau der in der Vorsteuerung zu lösenden Rechenaufgaben
zeigt Fig. 6.
Die in die Vorsteuerung hineingehenden Werte sind in dem gewählten Beispiel der Höhenwinkel ye
der Waffe oder des Richtgerätes und der Seitenwinkel ae.
Die erste Getriebegruppe α dient zur Berechnung des Flugwinkels b. Wie aus Fig. 6 zu ersehen ist, ist
zunächst die Seitenwinkeländerung aus der Äquatorebene in die Breitenkreisebene umzurechnen. Das
geschieht dadurch, daß die Reibscheibe 21 durch den von der Waffe kommenden Seitenwinkel gedreht und
die Reibrolle22 proportional dem cosy verschoben
wird, wobei cos y dem Sinus-Cosinus-Getriebe 23 entnommen wird. Zufolge der Beziehung
OJ0" = COS γ ■ OJa
ergibt sich der in die Breitenkreisebene umgerechnete Seitenwinkel als Drehwert der Reibrollenachse 24.
Die Reibrollenachse 24 gehört sowohl zur Reibrolle 22 als auch zur Reibrolle 25 und treibt unmittelbar
die Reibscheibe 26 des zweiten Reibgetriebes an. Infolge der mathematischen Beziehung
sin δ = ——,--
ist die Drehgeschwindigkeit der Reibscheibe 26 gleich der Winkelgeschwindigkeit des Seitenwinkels σ' in
der Flugebene, wenn die Reibrolle 25 um den Wert sin δ aus der Mitte der Reibscheibe 26 verschoben
wird. Die Verschiebung erfolgt durch eine Kurvenscheibe 27, die proportional zum Flugwinkel δ gedreht
wird und so ausgebildet ist, daß sie nach der einen Seite den Wert d, nach der anderen Seite den Wert
cos δ als Verschiebewert der Abtaster 28 und 29 liefert.
Der Flugwinkel δ ergibt sich durch das Zusammenwirken des zweiten Reibgetriebes 26 mit einem dritten
Getriebe 31, in dem die Reibrolle 30 proportional zum Höhenwinkel gedreht und proportional dem
Wert cos δ verschoben wird.
Da wegen
Da wegen
cos δ = —~-
auf diese Weise die Reibscheibe 31 sich ebenso wie die Reibscheibe 26 proportional der Winkelgeschwindigkeit
ωα< dreht, ist die Stellung der Kurvenscheibe
27 dann richtig, wenn die Differenz der Drehwerte der beiden Reibscheiben 26 und 31 Null ist. Die
Drehwerte werden in einem Summengetriebe 32 verglichen. Die Differenz dient zur Verdrehung der
Kurvenscheibe 27.
Der so bestimmte Wert sin σ' geht in die Getriebegruppe b, die zur Bestimmung des Neigungswinkels
der Flugebene dient. Infolge der sphärischen Beziehung
cos τ = sin δ · cos γ
berechnet sich der Funktionswert cos τ in einem Multiplikationsgetriebe, in dem der zweiarmige Hebel
33 um den Drehpunkt 34 durch Verschieben des Stößels 35 im konstanten Abstand um den Wert sin δ
gedreht und auf der anderen Seite des Drehpunktes
34 der Produktwert cos τ durch den Stößel 35' im
Abstand cos γ abgenommen wird.
Der Stößel 35' ist ein Teil des Sinus-Cosinus-Getriebes
für τ, bestehend aus dem Kurbelarm 36 und dem Sinus-t-Stößel 37. Die Umwandlung des Cosinuswertes in den Winkelwert % geschieht im einzelnen in
bekannter, nicht dargestellter Weise mit Hilfe einer Nachlaufeinrichtung.
Der Funktionswert sin τ dient in Verbindung mit dem vom Getriebe 23 kommenden Funktionswert
sin γ nach der sphärischen Beziehung
sin σ · sin τ = sin γ
zur Berechnung des Funktionswertes sin σ' in der aus einem Multiplikationsgetriebe bestehenden Getriebegruppe
c. Der Multiplikationshebel 38 wird durch den Stößel 39, der im Abstand sint vom Drehpunkt
40 um sin γ verschoben wird, gedreht.
Auf der anderen Seite wird im konstanten Abstand die Drehung als Verschiebung des Stößels 41 abgenommen.
Die Verschiebung ist dem gesuchten Funktionswert sin α proportional.
Der Funktionswert sin d ist der Eingangswert in
die Hauptgruppe d der Vorsteuerung. Er gelangt in das Vergleichsgetriebe 42, in das gleichzeitig der aus
der Kurvenscheibe 43 entnommene Funktionswert sin a'KS mittels Gestänges 47 hineingeht. Die Differenz
sin σ' — sina^s dient zur Verstellung des Steuer-Schiebers
44 einer hydraulischen, integral wirkenden Steuerung, die auch durch eine elektrische oder pneumatische
ersetzt werden kann. Der Steuerschieber 44 öffnet je nach der Stellung (s. auch Fig. 4) die eine
der beiden Zulaufleitungen 144 und 244 für das Drucköl in den Zylinder 45 und bewirkt dadurch die
Verschiebung des Kolbens 46, und zwar derart, daß zu jeder Stellung des Steuerschiebers 44 eine bestimmte
Verschiebegeschwindigkeit des Kolbens 46 gehört. Mit der Kolbenstange 46 ist die Kurvenscheibe
43 fest verbunden. Die Kurvenscheibe 43 wird so lange verschoben, bis der vom Stößel 41 abgegriffene
Funktionswert dem aus dem Getriebe c kommenden Funktionswert gleich ist. Das wird für den gesamten
Änderungsbereich des Winkels σ erreicht, wenn der
Steuerschieber 44 eine ganz bestimmte, der maximalen Seistenwinkelgeschwindigkeit too,max entsprechende
Stellung eingenommen hat, wie im vorhergehenden erläutert wurde.
Die Kurvenscheibe 43 ist im unteren Teil entsprechend dem zum Funktionswert sin dKS gehörenden
Seitenwinkel a'KS geformt, so daß der Abtaster
48 sich proportional zu a'KS bewegt. Dieser Winkelwert ist der Eingangswert in die letzte Getriebegruppe
e, die der Getriebegruppe α im Aufbau gleich ist. Der Winkelwert a'KS dreht die beiden Reibscheiben
49 und 50. Die beiden Reibrollen 51 und 52 werden wie in Getriebegruppe α durch die beiden
Stößel 53 und 54 durch Drehen der ^-Kurvenscheibe 55 verschoben und liefern als Ausgangswerte einmal
den Höhenwinkel γΑ und andererseits den Seitenwinkel
a'xs üi der Breitenkreisebene. Der als Drehwert
der Welle 56 erscheinende Winkelwert dreht die Reibrolle 57, die wieder entsprechend dem im
Cosinusgetriebe 58 gebildeten Wert cos γ verschoben wird. Die Reibscheibe 59 gibt als Drehwert den
Seitenwinkel aA als zweiten Resultatwert der Vorsteuerung
nach außen.
Um Unruihe im Gerät zu vermeiden, die durch die Eingangswerte ae und ye in die Eingangsgruppe α sich
auf die Bestimmung des Flugwinkels auswirken könnte, kann nach der bereits benutzten sphärischen
Beziehung
cos r = sin <5 ■ cos γ
in einer weiteren Getriebegruppe aus dem am Stößel 35 in der Getriebegruppe b entnommenen, gegebenenfalls
durch mechanische oder elektrische Dämpfungsmittel bekannter Art beruhigten Funktionswert cos
und dem im Getriebe 58 gebildeten Funktionswert cos γ der Funktionswert sin <5 und aus diesem <5 gebildet
werden.
Bei dem in Fig. 6 dargestellten Aufbau des Rechners wurde davon ausgegangen, daß· die an dem Gerät
bzw. an der Waffe vorhandenen Seiten- und Höhenwinkelwerte
unmittelbar in den Rechner gehen. Es können aber auch die Winkelgeschwindigkeitswerte
des Seiten- und Höhenwinkels die Eingangswerte in den Rechner sein. In diesem Fall ergibt sich beispielsweise
ein Aufbau des Rechners nach Fig. 7.
Die Rechnergruppe a' stellt ein Sinus-Cosinus-Getriebe dar, in dem aus dem Höhenwinkel γ die
Funktionswerte sin γ und cos -/ gebildet werden. Zu
diesem Zweck wird die Kurbel 60 von konstanter Länge nach dem Höhenwinkel γ gedreht, so daß die
beiden gegen die Kurbel 60 anliegenden und in senkrecht aufeinanderstellenden Richtungen verschiebbaren
Abtaster 61 und 62 sich proportional den Werten sinj/ und cosy verschieben. Die Bewegung
des Cosinusabtasters 61 überträgt sich in die Getriebegruppe b', die aus einem Multiplikationsgetriebe besteht,
in dem der Multiplizierhebel 63 auf der einen Seite im konstanten Abstand von seinem Drehpunkt
durch Gestänge 64 um den Wert der Seitenwinkelgeschwindigkeit oia ausgelenkt wird. Der auf der anderen
Seite des Drehpunktes aufliegende Abtaster 65 wird durch den Cosinusschieber 61 um den Funktionswert
cos γ aus dem Drehpunkt des Multiplizierhebels 63 heraus verschoben, so daß der Weg des
Abtasters 65 dem Produkt co„ · cos γ proportional ist.
Dieses Produkt gibt die Seitenwinkelgeschwindigkeit 03,,, in der Breitenkreisebene an. Die Seitenwinkelgeschwindigkeit
ωαη geht als Verschiebebewegung des
Gestänges 65 in die Getiiebegruppe c', in der der Flugwinkel δ bestimmt wird. Das Getriebe besteht
aus einer an der verschiebbaren Stange 66 drehbar gelagerten Kurbel 67. Die Stange 66 wird proportional
der Winkelgeschwindigkeit coy des Höhenwinkels verschoben. Auf die Kurbel 67 wirkt der
Abtaster 65, so daß ein rechtwinkliges Dreieck ABC gebildet wird, in dem die Beziehung gilt
tan δ =
ωαιι
Durch die Ausschwenkung der Kurbel 67 erscheint bei A somit der Flugwinkel δ, von dem durch die
Anordnung des Abtasters 68, gegen den die Kurbel 67 anliegt, der Funktionswert sin δ gebildet und als
Verschiebung des Abtasters 68 weitergegeben wird. Der weitere Wertverlauf geschieht nach Fig. 6.
Der in Fig. 6 dargestellte Getriebeaufbau liefert weiterhin den Seitenwinkelverlauf in der Flugebene
mit Hilfe der Kurvenscheibe 43.
Der Erfindungsgedanke kann in abgewandelter Form auch in der Weise verwirklicht werden, daß
auf der Grundlage der ermittelten maximalen Seitenwinkelgeschwindigkeit coB,max die Seitenwinkelgeschwindigkeit
Co0, in Abhängigkeit vom Seitenwinkel
α nach der Beziehung
<JJai UJa max αιίί ο·
für jeden Punkt des Flugweges berechnet wird.
Wie Fig. 8 erläutert, geht in diesem Falle der der Drehung der Reibscheiben 26 oder 31 in der Getriebegruppe
α (Fig. 6) entnommene laufende Eingangsseitenwinkelwert σ/ in ein Vergleichsgetriebe 70,
in das auf der anderen Seite der Ausgangswert σ/
hineingeht. Die Differenz ae'—aa', die nach Beendigung
des Einsteuervorganges der gesuchten maximalen Seitenwinkelgeschwindigkeit ωα, max proportional
ist, geht zunächst in ein Verzögerungs- oder Dämpfungsgetriebe 71, das mit bekannten hydraulischen
oder elektrischen Mitteln die Unruhe im Gerät, die durch den Eingangswert hereinkommt,
dämpft. Der beruhigte Wert coa,max gelangt dann in
das Multiplikationsgetriebe 72, in das außerdem der einer Kurvenscheibe 73 entnommene Funktionswert
sin2 aa' hineingeht. Proportional dem Produkt
COa
sin* „,
wird in einem integral wirkenden Steuergetriebe 74 der Steuerkolben 75 verschoben, so daß sich durch
die damit veränderte Druckölmenge der Kolben 76 im Druckölzylinder 77 mit einer der Winkelgeschwindigkeit
co„,a proportionalen Geschwindigkeit bewegt.
Der Ausgangswert ist der zukünftig zu erwartende Seitenwinkelwert σ/, der einmal in die Gruppe e nach
Fig. 6 geht und dort in den Seitenwinkelwert δ in der Horizontalebene und in den Höhenwinkel γ umgewandelt
wird. Außerdem dient der Ausgangswert zum Antrieb der Kurvenscheibe 73 (Fig. 8).
Vor der Kurvenscheibe ist über ein Differential 78 die Integrationskonstante C einzuführen, durch die
der Nullpunkt der Seitenwinkelzählung angegeben wird. Nach Beendigung des Einsteuervorganges ist
ωα, max konstant, der Ausgangswert σ/ ändert sich
laufend infolge der im Getriebe verwirklichten Beziehung zwischen coa,max und sin2 0,.
Wenn die Vorsteuerung in Verbindung mit Richtgeräten, die zum Vermessen des Luftzieles dienen,
verwendet werden soll, genügt der in Fig. 6, 7 und S beispielsweise beschriebene Aufbau zur Erfüllung der
Aufgabe. Soll aber die Vorsteuerung in Verbindung mit Waffen, mit denen das Luftziel bekämpft werden
soll, verwendet werden, ist noch die zusätzliche Aufgabe der Berechnung der Vorhaltwinkel zu lösen und
der Einfluß des Vorhaltsverlaufes auf den Seitenwjnkelverlauf zu berücksichtigen.
Wie Fig. 9 zeigt, ist in diesem Falle zwischen dem Meßpunkt M, dem augenblicklichen Standort des
Flugzeuges auf seinem geradlinigen Wege, und dem Treffpunkt T, den das Flugzeug nach Ablauf der
Geschoßflugzeit tG erreichen wird und in dem Flugzeug
und Geschoß zusammentreffen sollen, zu unterscheiden. Die Bezugszeichen aM und γΜ sind die
Seiten- und Höhenwinkel zum Meßpunkt M. Zwischen den beiden Richtungen zum Meßpunkt M und
zum Treffpunkt T liegt in der Flugebene der Vorhaltwinkel A.
. Die als Grundlage des Vorsteuerungsverfahrens dienende maximale Seitenwinkelgeschwindigkeit
io„,max in der Flugebene kann zur Berechnung der
Vorhaltwinkel J benutzt werden. Das geschieht z. B. in der Weise, daß die Vorhaltwinkel für einen durch
den mittleren Schußbereich hindurchgelegten geradlinigen Flugweg für alle Punkte des Flugweges berechnet
werden, wobei diese Vorhaltwinkel dann auch mit genügender Genauigkeit für alle von dem mittleren
Flugzeug abweichenden Flugwege innerhalb des Wirkungsbereiches der Waffe gelten. Der mittlere
Flugweg möge in Fig. 9 durch die kürzeste Entfernung O Wm = ewm für ein bestimmtes Waffenkaliber
zu 600 m angenommen werden. Auf diesem mittleren Flugweg liegen die Punkte Mm und Tm. Der wirkliche
Flugweg verlaufe im Abstand ew am Beobachter O
vorbei. Auf diesen mögen die Punkte M und T liegen. Aus der mit Hilfe der Rechenaggregate der Vorsteuerung
gefundenen maximalen Seitenwinkelgeschwindigkeit iüa-mux ergibt sich für den mittleren Flugweg
(z. B. ewm = 600) eine Flugzeuggeschwindigkeit von
Vetvm —
a1max
ewm
unterschiede M1n-M proportional den Unterschieden
in dzn Geschoßflugzeiten zu den Punkten Tm und T
wären. Da die Geschoßflugzeit aber schneller als linear mit der Entfernung zunimmt, entsteht ein
Fehler, der bei günstig gewähltem mittlerem Flugweg vernachlässigbar ist.
Der für die mittlere Geschwindigkeit vem geltende
VorhaltwinkelJra ist dann entsprechend dem durch Schätzung ermittelten wahren Geschwindigkeitswert ν
ίο zu vergrößern bzw. zu verkleinern.
Das Gesamtfunktionsbild zeigt Fig. 11. In den Eingangsrechner 85 gehen als Eingangswerte entweder
die laufenden Seiten- und Höhenwinkelwerte ae, ye oder die Winkelgeschwindigkeiten ωα · ωγ und
Höhenwinkel yt. Der Eingangsrechner 85 berechnet
aus diesen Werten den Seitenwinkel σ/ in der Flugebene. Für den Fall, daß ein Vorhalt zu berechnen
ist, wird der in den Eingangswerten enthaltene Vorhaltwinkel A im Differential 86 von dem Seitenwinkel
abgezogen. Die Differenz ae—Δ geht in die Hauptrechengruppe
87, in der die maximale Seitenwinkelgeschwindigkeit ωα, max und aus dieser der laufende
Seitenwinkelwert σ/ berechnet wird. Die maximale
Seitenwinkelgeschwindigkeit geht in den Vorhaltrechner 88. Der Vorhaltwinkel J als Ergebnis der
Vorhaltrechnung geht einmal über Differential 86 auf den Eingangswert und zweitens über Differential 89
auf den Ausgangswert. Durch die Addition des Vorhaltwinkels A zum Seitenwinkelwert aa' entsteht der für
den Treffpunkt geltende Seitenwinkelwert σα Τ'. Dieser
wird in dem Ausgangsrechner 90 in die Seitenwinkelwerte o„T in der Horizontalebene und die
Höhenwinkelwerte γα T umgewandelt, nach denen das
Geschütz gerichtet wird.
Die Vorsteuerung der erfindungsgemäßen Ausbildung gestattet demnach, durch die Ergänzung durch
einen Vorhaltrechner den Richtvorgang einer Waffe einschließlich der Berechnung der Vorhaltwinkel
nach einem von Hand vorzunehmenden Einsteuer-Vorgang zu automatisieren, wo weder für die Vorsteuerung
noch für die Vorhaltrechnung die Kenntnis eines Entfernungswertes oder die Schätzung der
Flugrichtung notwendig ist.
Mit diesem Geschwindigkeitswert läßt sich in an sich bekannter Weise für jeden Punkt auf dem mittleren
Flugweg, d. h. in Abhängigkeit vom Seitenwinkel σ' in der Flugebene aus der ebenfalls für jeden
Punkt auf dem mittleren Flugweg durch die Ballistik des Geschützes und Geschosses bekannten Geschoßflugzeit
die Vorhaltstrecke und der Seitenwinkelvorhalt A berechnen. Wie Fig. 10 erläutert, wird dazu
ein Getriebe 80 benötigt, das beispielsweise ein Kurvenscheibengetriebe sein kann, das, wenn es proportional
dem vorher ermittelten Seitenwinkel σ' gedreht wird, als Verschiebewert eines Abtasters die
Geschoßflugzeit ta zu den auf dem mittleren Flugweg
liegenden Punkten liefert. Die Geschoßflugzeit tG gelangt
dann in die Getriebegruppe 81, in die außerdem die maximale Seitenwinkelgeschwindigkeit ωα,,ηαχ geht,
die der Flugzeugschwindigkeit vewm auf dem mittleren
Flugweg proportional ist. Aus beiden entsteht durch die Lösung der in dem schiefwinkligen Dreieck
0MmTm (Fig. 9) geltenden Winkelbeziehungen mit
bekannten mechanischen oder elektrischen Mitteln der Vorhaltwinkel Am. Die Vorhaltwinkel Am auf dem
mittleren Flugweg würden auch für alle parallel dazu verlaufenden Flugwege gelten, wenn die Entfernungs-
Claims (11)
1. Vorrichtung zum Handsteuern für Flugzeug-Abwehrgeschütze, Beobachtungs- und Vermessungsgeräte
für Flugzeuge, bei der die Antriebsgeschwindigkeiten für Seite und Höhe der Waffe bzw. des Gerätes auf Grund von Zielbeobachtungen
mittels einer mit dem Geschütz bzw. dem Gerät bewegten Optik von Hand einstellbar
sind und die eine Vorsteuerung zur Erleichterung bzw. Unterstützung der Bedienungstätigkeit des
Richtschützen bzw. Beobachters aufweist, ge kennzeichnet durch ein Rechengetriebe {a, b, c
in Fig. 6) zum Ermitteln des Größtwertes der Seitenwinkelgeschwindigkeit in der Flugebene,
und zwar aus den beim Auffassen und kurzzeitigen Ansteuern des Zieles sich ergebenden
Werten der Winkel zum Ziel, ein Rechengetriebe {d in Fig. 6; 70 bis 78 in Fig. 8) zum umlaufenden
Errechnen der für die weitere Zielverfolgung zu erwartenden Seitenwinkelwerte in der Flugebene, und zwar aus dem errechneten und dann
als Konstante zugrunde gelegten Größtwert der Seitenwinkelgeschwindigkeit, ein Rechengetriebe
(e in Fig. 6) zum Errechnen der laufenden Seiten-
309 650/25
winkel- und Höhenwinkelwerte für das Geschütz bzw. das Gerät, und zwar aus dem errechneten
Seitenwinkelwert in der Flugebene, sowie Übertragungsvorrichtungen zum Übertragen der errechneten
letztgenannten Seitenwinkel- und Höhenwinkelwerte in bekannter Weise auf die Richtantriebe des Geschützes bzw. Gerätes.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in ihr eine Kurvenscheibe
(1 in Fig. 4; 43 in Fig. 6) mit einer solchen Kurvenform, die den zu erwartenden Seitenwinkelwerten
in der Flugebene entspricht, und ein Abgreifglied (2 in Fig. 4; 47, 48 in Fig. 6) zum Abgreifen
der Werte vorhanden sind, wobei der Antrieb der Kurvenscheibe (1 bzw. 43) mit einer
dem Größtwert der Seitenwinkelgeschwindigkeit in der Flugebene entsprechenden Geschwindigkeit
erfolgt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein derartig ausgebildetes Rechengetriebe
(70 bis 78), daß dieses die zu erwartenden Seitenwinkelgeschwindigkeitswerte in der
Flugebene aus der maximalen Seitenwinkelgeschwindigkeit in der Flugebene und der mathematischen
Funktion sin2 σ' des Seitenwinkels in der Flugebene berechnet (Fig. 8).
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 3, gekennzeichnet durch eine mit der Kurvenscheibe
(1), einem Abtaster (2) und einem Vergleichsgetriebe (3, 4) in Wirkzusammenhang stehende
hydraulische Steuervorrichtung (5, 6, 7, 8, 10,11) in derartiger Anordnung und Ausbildung, daß
mittels der hydraulischen Steuervorrichtung (5, 6, 7, 8, 10, 11) die maximale Seitenwinkelgeschwindigkeit
dadurch bestimmt wird, daß durch den Abtaster (2) von der Kurvenscheibe (1) der Seitenwinkel σ' als Verschiebewert abgenommen
und auf das aus einem zweiarmigen Hebel (3) bestehende Vergleichsgetriebe übertragen wird,
wobei auf der anderen Seite vom Drehpunkt (9) des zweiarmigen Hebels (3) ein Stößel (4) eingreift,
der nach dem in entsprechenden Rechengetrieben (a, Z), c in Fig. 6) berechneten Seitenwinkel
α zum jeweiligen augenblicklichen Zielpunkt verstellbar ist (Fig. 4).
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch einen mittels eines im Drehpunkt
(9) des Hebels (3) angelenkten, Gestänges (5) bewegbaren Doppelkolben-Steuerschieber (6), der
je nach seiner Stellung einen Druckölstrom über Schlauchleitungen (10 bzw. 11) entweder zum
rechten oder zum unken Teil eines langen, mit der Kurvenscheibe (1) fest verbundenen Zylinders
(7) freigibt, der gegenüber einem gehäusefesten Kolben (8) verschiebbar ist (Fig. 4).
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, gegebenenfalls in Zusammenhang mit einem oder mehreren
der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtantriebe (15, 15' in Fig. 5) als bekannte
Geschwindigkeitssteuerungen ausgebildet sind, wobei die Stellungen der Handräder (12,13)
der Geschwindigkeit der Ausgangswerte proportional sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 1 bis 6, gekennzeichnet durch ein unter
Verwendung von an sich bekannten Hilfsmitteln derartig ausgebildetes Rechenaggregat (16), daß
die Eingangswerte in das zur Bestimmung der maximalen Seitenwinkelgeschwindigkeit bestimmte
Rechengetriebe (d in Fig. 6) aus den am Gerät oder der Waffe vorhandenen Seiten- und Höhenwinkelwerten
abgeleitet werden.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, bei der in das Rechenaggregat die einsteuernden Winkelwerte ae
und ye des Seiten- und des Höhenwinkels als Eingangswerte
eingegeben worden sind, aus denen das Rechenaggregat die zukünftig zu erwartenden
Richtwerte laufend berechnet, gekennzeichnet durch eine Vergleichsschaltung (Differentiale 17,
18) zum laufenden Vergleichen der Ausgangswerte aa und γα aus dem Rechenaggregat (16) mit
den tatsächlichen, an den Richtantrieben (15,15') vorhandenen Richtwinkelwerten (σ und γ).
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch jeweils mit einem weiteren Differential
(19 bzw. 20) versehene, derart ausgebildete Regelkreise (17-19-15-17 bzw. 18-20-15'-18), daß die
Differenz des vom Richtantrieb (15 bzw. 15') kommenden Winkelwertes (σ bzw. γ) und des
vom Rechenaggregat (16) kommenden Winkelwertes (σα bzw. γα) in die zusätzlichen Differentiale
(19 bzw. 20) geleitet wird, welche nach Ende des mittels Hilfe der Handräder (12, 13) erfolgten
einmaligen Einsteuerns der Vorrichtung die Richtantriebe (15 bzw. 15') selbsttätig verstellen
(Fig. 5).
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 mit der Abänderung, daß statt der einsteuernden Seiten- und
Hölienwinkelwerte ae und ye als Einsteuerwerte
der Vorrichtung und als Eingangswerte für das Rechenaggregat (16) die beim Einsteuern vorhandenen
Winkelgeschwindigkeitswerte co„ und
ω, des Seiten- und Höhenwinkels und der Höhenwinkel γ herangezogen sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 1 bis 10, gekennzeichnet durch in an sich
bekannter Weise arbeitende Rechengetriebe (80, 81) derartiger Ausbildung, daß mit dem ersten
Rechengetriebe (80) die Geschoßflugzeit in Abhängigkeit vom Seitenwinkel α ermittelt wird,
daß diese Geschoßflugzeit in dem zweiten, in der Flugebene gelegenen Rechengetriebe (81) mit der
für den mittleren Flugweg geltenden Flugzeuggeschwindigkeit multipliziert wird (Fig. 10).
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
© 309 650/25 7.63
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK44546A DE1152641B (de) | 1961-08-22 | 1961-08-22 | Vorrichtung zum Handsteuern fuer Flugzeug-Abwehrgeschuetze |
| CH823662A CH408715A (de) | 1961-08-22 | 1962-07-09 | Vorrichtung zum Handsteuern für Flugzeug-Abwehrgeschütze sowie für Beobachtungs- und Vermessungsgeräte für Flugzeuge |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK44546A DE1152641B (de) | 1961-08-22 | 1961-08-22 | Vorrichtung zum Handsteuern fuer Flugzeug-Abwehrgeschuetze |
Publications (1)
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|---|---|
| DE1152641B true DE1152641B (de) | 1963-08-08 |
Family
ID=7223503
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (5)
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| BE (1) | BE621609A (de) |
| CH (1) | CH408715A (de) |
| DE (1) | DE1152641B (de) |
| GB (1) | GB998357A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1272175B (de) * | 1966-04-28 | 1968-07-04 | Honeywell Ges Mit Beschraenkte | Dynamischer Zweiachsen-Vorhaltgeber |
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- 1962-07-09 CH CH823662A patent/CH408715A/de unknown
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| GB998357A (en) | 1965-07-14 |
| BE621609A (fr) | 1962-12-17 |
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