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Feuerleitsystem Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum
Leiten des Feuers o. dgl. für Geschütze, Torpedorohre oder ähnliche zu steuernde
Einrichtungen und befaßt sich mit einer Steuervorrichtung, welche die Relativbewegungen
zwischen dem Geschütz o. dgl. und dem Ziel in Betracht zieht. Aus Gründen der Einfachheit
der Sprache werden Ausdrücke wie Geschütz, Geschützübertragung, Feuer, Steuervorrichtung
usw. gewählt. Obwohl alle diese Ausdrücke sich hauptsächlich nur auf Geschütze beziehen,
sollen sie, falls der dazugehörige Text es erlaubt, alle diejenigen Vorrichtungen
einschließen, bei welchen ein ähnliches Steuerungsproblem auftritt, beispielsweise
bei Torpedo-Ausstoßtriebwerken usw.
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Bei bekannten Vorausbestimmungsapparaten,welche für die Berechnung
von Einstellungen verwendet werden, welche einer Geschützanordnung erteilt werden,
wird zum Verfolgen des Zieles eine Visiereinrichtung verwendet, wobei die Seitenricht-
und Höhenrichtbewegungen, welche an die Visiereinrichtungen angelegt werden müssen,
damit es dem Ziele folgt, der Rechenvorrichtung mitgeteilt werden, wo solche Bewegungen
analysiert werden, um - Geschützverstellungen zu erhalten. Die Analyse der Bewegungen
der Visiereinrichtung, welche in der Rechenvorrichtung stattfindet, muß die Bestimmung
des Betrages der Änderung der Bewegungen der Visiereinrichtung einschließen, wenn
die Visiereinrichtung das Ziel verfolgt. Dieses kann mit Hilfe der bekannten Ausgleichsskaleneinrichtungen
erreicht werden, oder wahlweise kann ein Anzeigeinstrument verwendet werden. Ein
Anzeigeinstrument würde den Nachteil haben, daß für das Arbeiten des Rechenapparates
wenig Kraft zur Verfügung steht, während die Verwendung von Ausgleichsskalen einen
oder
mehrere Beobachter erfordert, die an der Rechenvorrichtung
arbeiten, um die Übereinstimmung der Zeiger und der Skalensche'bm aufrechtzuerhalten.
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Hauptzweck der Erfindung besteht darin, Vorrichtungen zu schaffen,
welche in der Bestimmung der Änderungsgrößen des Höhen- und Seitenrichters von Visiereinrichtungen
unter der Verwendung von möglichst wenig Beobachtern befriedigend arbeiten, so daß
die Feuerleitvorrichtung auf oder in einem Luftfahrzeug angeordnet werden kann.
Entsprechend diesem allgemeinen Erfordernissen ist es erwünscht, Personal an dem
mit ihnen verbundenen Geschütz (oder Geschützen) zu vermeiden, indem letztere auf
vollautomatische Weise höhen- und seitengerichtet werden. Bekannte Geschützapparate
arbeiten im allgemeinen entweder mit großer Genauigkeit, aber geringerer Leistung,
oder mit genügender Leistung zum Bedienen der Geschützanordnung, aber dann mit einer
verhältnismäßig geringen Genauigkeit. Es ist selbstverständlich, daß der Zweck der
Erfindung in der Erzeugung eines selbsttätigen Arbeitens mit großer Genauigkeit
in dem die Vorausbestimmung vornehmenden Teile und im Visierteil des Steuerapparates
vollständig zusammenfällt, wenn nicht ebenfalls die Geschützübertragung vollständig
automatisch und mit außerordentlicher Genauigkeit arbeitet.
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Gemäß der Erfindung umfaßt ein Feuerleitsystem eine Beobachtungs-
oder Visiereinrichtung, eine Rechenvorrichtung und eine das Geschütz bedienende
Einrichtung, bei welcher die Bewegungen der Visiereinrichtung zum Höhen- und Seitenrichter
durch hydraulische Pumpen mit Prallplatten und Motorsysteme gesteuert werden, wobei
jedes dieser Systeme Steuermittel besitzt, um das Zuführungsvolumen des Druckmittels
mit Hilfe eines Ventües oder durch Veränderung der Winkelstellung in dem mit Prallplatten,arbeitenden
System zu verändern, und bei welcher von den Höhen- und Seitenrichteinrichtungen
der Visiereinrichtung Verbindungen zu der Rechenvorrichtung vorgesehen sind, um
auf diese Weise in die letztere Bewegungen einzuführen, welche den tatsächlichen
Seiten-und Höhenrichtbewegungen der Visiereinrichtung entsprechen und weiterhin
Verbindungen von den Steuereinrichtungen zu der Rechenvorrichtung vorgesehen sind,
um auch in die letztere Bewegungen einzuführen, die dem Ausmaß der Veränderung der
Höhen- und Seitenrichteinstellungen der Visiereinrichtung propor= tional sind.
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Gemäß einem weiteren Zweck der Erfindung wird die Ausgangsleistung
aus der Rechenvorrichtung, welche aus Korrekturen im Seiten- und Höhenrichter besteht,
die an das damit verbundene Geschütz gelegt werden, durch ein Kraftverstärkerverfolgernachfolgesystem
vergrößert, welches ein hydraulisches, mit Prallplatten arbeitendes System mit Verfolgergetriebe
umfaßt.
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An dieser Stelle sei erwähnt, daß es bei früher vorgeschlagenen Feuerleitsystemen
bekannt ist, eine Visiereinrichtung zu verwenden, welche in Verbindung mit einem
Geschütz arbeitet, wobei die Höhen- und Seitenrichtbewegungen des Geschützes durch
die Motoren hydraulischer Pumpen und Motorsysteme gesteuert werden. Jede Pumpe hat
einen Steuerteil, der beweglich ist, um das Arbeitsausmaß des zugeordneten Motors
zu beherrschen, und der daher in seinen Bewegungen diesem Ausmaß proportional ist.
Die Visiereinrichtung wird von dem Geschütz getragen, und die Flugzeit ist mit dem
gemessenen und gerade angezeigten Ausmaß kombiniert und wird zurück auf die Visiereinrichtung
angelegt, um letztere in solcher Weise abzulenken, daß das Geschütz einen vorbestimmten
Vorhalt zu dem sich bewegenden Ziel erhält. Es sei weiterhin erwähnt, daß hydraulische,
mit Prallplatten arbeitende Systeme für die Fernsteuerung einer Geschützanordnung
an sich bekannt sind.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel zur
Darstellung gebracht.
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Fig. i zeigt schematisch eine Ansicht eines Feuerleitsystems gemäß
der Erfindung, Fig. 2 ist eine Schnittansicht einer Einzelheit der verwendeten Vorrichtung;
Fig. 3 ist eine Ansicht ähnlich der Fig. i eines abgeänderten Systems; Fig. 4 und
5 sind Einzelheiten der Vorrichtung, wie sie in dem System der Fig. 3 verwendet
wird.
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In Fig. i ist eine im optischen Bereich arbeitende Such- und Visiereinrichtung
i bekannter Ausführung von einer Lagerung 2 getragen. Wellen 3 und 4 treten in diese
Lagerung ein und steuern das Seiten- bzw. Höhenrichter der Sucheinrichtung i. Die
Wellen 3 und 4 werden von hydraulischen Motoren 5 und 6 mit Prallplatten angetrieben,
welche Verbindungsrohre 7 bzw. 8 aufweisen. Die Rohre werden von hydraulischen mit
Prallplatten arbeitenden Pumpen 9 und fo gespeist, welche ihrerseits von mechanischen
Kraftquellen angetrieben werden, die mit il bzw. 12 angedeutet sind. Die Winkeleinstellung
der Platten beider Pumpen 9 und fo wird vermittels Armen 13 und 14 gesteuert. Jeder
Arm ist wirksam mit einer Mutter 15 und 16 verbunden, die auf Schneckengewinden
17 und 18 arbeiten. Die Schneckengewinde werden von Wellen 19 bzw. 20 getragen,
deren jede mit einem Steüerhandrad 21 und 22 verbunden ist.
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Mit der insoweit beschriebenen Vorrichtung ist eine Rechenvorrichtung
23 verbunden, welche mit' Hilfe gegebener Gegenwartswerte zukünftige Berichtigungen
für ein mit ihr verbundenes Geschütz oder für Geschütze ableiten soll. Unter den
erwünschten Gegenwartswerten befinden sich die Seiten- und Höhenrichtverschiebungen,
welche der Visiereinrichtung i erteilt werden. Messungen dieser Verschiebungen werden
von den Wellen 3 und 4 mit Hilfe von Kegelrädern 23A und 24 erhalten, die mit den
Wellen 25 und 26 verbunden sind. Die Welle 25 erfährt eine Bewegung entsprechend
der Seiteneinstellung, während die Welle 26 eine Bewegung gemäß der Höheneinstellung
erfährt. Für die Rechenvorrichtung 23 ist eine genaue Schätzung des Ausmaßes der
Änderung sowohl des Seitenrichters als auch des Höhenrichters zusätzlich erforderlich.
Aus später noch im einzelnen zu beschreibenden Gründen wird ein Maßstab für das
Ausmaß der Veränderung des Seitenrichters auf einer Welle 27 erhalten, die mit der
Welle i9 durch ein Kegelräderpaar 28 verbunden ist. Weiterhin ist eine Welle 29
vorgesehen, welche mit der Welle 20 vermittels des Kegelräderpaares 30 in
Verbindung steht, wobei die Welle 29
ein Maß für das Höhenrichten
liefert. Die Visiereinrichtung i ist mit dem üblichen, den Bereich einstellenden
Handrad 31 und einer geeigneten Einrichtung 32 versehen, von welcher eine Verbindung
33 zur Rechenvorrichtung 23 vorhanden ist, zu dem Zwecke der Feststellung des Gegenwartsbereiches
in ihr.
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Aus der Rechenvorrichtung 23 führen zwei Wellen 34 und 35 heraus,
und da die mit jeder Welle verbundene Einrichtung genau die gleiche ist, genügt
es, nur eine dieser Einrichtungen zu beschreiben. Die Welle 35 treibt vermittels
Zahnräder 36 und 37 eine Welle 38 an. Letztere besitzt einen unrunden Teil
39, und das Zahnrad 37 ist auf ihm verschiebbar und weist einen verlängerten
Ansatz 4o auf, der vermittels eines Lagers 41A das Zahnrad 37 in fester Beziehung
zu dem Zahnrad 36 hält, wenn die Welle 38 axial verschoben wird. An einem Ende ist
ein Winkelhebel 41 vorgesehen, der mit einem Kragen 42 zusammenarbeitet, der fest
auf der Welle 38 sitzt und so angeordnet ist, daß sein anderes Ende vermittels einer
Stange 43 mit einem Arm 44 verbunden ist, dessen Einstellung die Winkelstellung
in einer hydraulischen Pumpe 45 mit Prallplatte steuert. Letztere ist mit einem
Motor 46 mit Prallplatte verbunden, und eine mechanische Energiequelle 47 zum Antrieb
der Pumpe 45 ist vorgesehen. Eine Ausgangswelle 48 erhält den Antrieb vom Motor
46, und auf dieser Welle ist ein Zahnrad 49 befestigt. Das Zahnrad 49 kämmt mit
einem Zahnrad 50, welches einen mit Innengewinde versehenen Ansatz 51 aufweist,
welcher mit Außengewinde 52 auf der Welle 38 im Eingriff steht. Der Ansatz 51 ist
mit einer einstückig mit ihm ausgebildeten Verlängerung versehen, welche ein Zahnrad
53 trägt, während die Welle 38 einen im Querschnitt nicht kreisförmigen Teil 54
hat, der ein weiteres Zahnrad 55 trägt, so daß letzteres längs der axial beweglichen
Welle 38 in ortsfester Lage bleiben kann. Mittel (nicht dargestellt) in der Form
eines Lagers oder mehrerer Lager sind vorgesehen, um das Zahnrad 50 in einer
festen Lage zu halten, so daß, wenn dieses Zahnrad gedreht wird, ohne daß eine Drehbewegung
der `'Felle 38 stattfindet, letztere zufolge des Schraubengewindes auf der Innenseite
des Ansatzes 51 und auf der Außenseite der Welle 38 verschoben wird. Ein Gehäuse
56 ist zur Winkelbewegung um die Welle 38 vorgesehen und trägt eine Welle 57, auf
welcher ein Zahnräderpaar 58 befestigt ist, welches mit den Zahnrädern 53 und 55
kämmt. Eine Reihe von Zähnen, welche bei 59 angedeutet sind, ist rings um den Umfang
des Gehäuses 56 angeordnet, und diese Zähne sollen mit einem Ritzel 6o in Eingriff
gelangen, das auf einer Welle 61 angeordnet ist, die zu der Rechenvorrichtung 23
zurückführt.
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Die Welle 48 ist mechanisch mit einer Welle 62 verbunden, welche in
die das Geschütz einstellende Einrichtung 63 hineingeführt ist. Die Welle 34 ist
mit einer genau gleichen wie der beschriebenen Einrichtung verbunden, und es ist
eine Ausgangswelle 64 vorgesehen, welche ebenfalls in die das Geschütz einstellende
Einrichtung 63 eintritt. Weiterhin ist eine Rückwelle 65 vorgesehen, welche in die
Vorausbestimmungs- oder Berechnungseinrichtung 23 eintritt.
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In Fig. 2 ist im Querschnitt eine Einrichtung zum Höhen- und Seitenrichten
entweder der Visiereinrichtung i oder des Geschützes, mit welcher die Einrichtung
verbunden werden soll, dargestellt. Daher kann die Schnittansicht gemäß Fig. 2 als
ein Teil der Einrichtung 2 oder 63 angesehen werden. Aus Fig. 2 ist ersichtlich,
daß eine mittlere Hauptwelle 66 vorgesehen ist, welche die Seiteneinstellung bewirkt;
ein Schneckenrad 67 ist vorgesehen, welches mit der-Welle verbunden ist und mit
einer Steuerschnecke 68 kämmt. Eine ähnliche Steuerschnecke 69 kämmt mit einem gezahnten
Ring 70, welcher mit den Ritzeln 71 einer epizyklischen Verzahnung im Eingriff steht.
Der Antrieb der Zahnräder 71 wird auf eine Buchse 72 übertragen, welche einstückig
mit dem Zahnrad 73 ausgebildet ist, das mit einem weiteren Zahnrad 74 kämmt, welches
seinerseits zum Antrieb einer Welle 75 zur Durchführung von Höheneinstellungen dient.
Es wird nicht als notwendig angesehen, die Ausführung des epizyklischen Getriebes
im einzelnen zu beschreiben; es genügt, anzugeben, daß weiterhin ein verdrehbarer
Käfig 76 mit weiteren Planetenrädern 77 vorgesehen ist, die mit einem Zahnrad 78
auf der Welle 66 und weiterhin mit einem gezahnten Teil 79 an dem Gehäuse
der Einrichtung kämmen. Die epizyklische Wirkung gestattet eine Höheneinstellung
der Welle 75 ohne Störung oder Veränderung durch die Seiteneinstellungen.
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Unter Bezugnahme auf Fig. i im einzelnen ist ersichtlich, daß die
Welle 66 der Fig. 2 als ein Äquivalent zu der mit 8o bezeichneten Welle in Verbindung
mit der Sucheinrichtung i angesehen werden kann, während die Welle 81 als ein Äquivalent
zur Welle 75 angesehen werden kann. Auf ähnliche Weise können in Verbindung mit
der Geschützeinstelleinrichtung 63 ihre Wellen 82 und 83 den Wellen 66 bzw. 75 der
in Fig. 2 dargestellten Einrichtung entsprechen.
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Bei der Verwendung der beschriebenen Vorrichtung ist zu bemerken,
daß die Such- und Visiereinrichtung 1 durch visuelle Beobachtung gesteuert wird.
Der Beobachter ist imstande, die Visiereinrichtung vermittels der Handräder 22 und
21 zum Höhenrichten und Seitenrichten einzustellen. Der Bereich wird durch das Handrad
31 eingestellt und wird auf die Berechnungsvorrichtung 23 übertragen. Durch Einstellen,
beispielsweise des Handrades 22 ist ersichtlich, daß dem Hebel 14 eine direkt proportionale
Bewegung erteilt wird, welcher die Winkelstellung der Platte in der hydraulischen
Pumpe io bestimmt. Überdies ist die Bewegung des Hebels 14 proportional zur Geschwindigkeit,
mit welcher der hydraulische Motor 6 umläuft, wobei der mechanischen Energiequelle
12 eine gleichbleibende Geschwindigkeit erteilt ist. Wenn daher das Handrad 22 betätigt
wird, so daß die Welle 4 der Visiereinrichtung, z. B. den Bereichssucher, in der
Höhenrichtung richtig auf das Ziel eingestellt hält, ist ersichtlich, daß das Handrad
22 sich in Übereinstimmung mit dem Ausmaß der Veränderung der Höheneinstellung bewegt.
Dieses Ausmaß der Änderung der Höhe wird auf die Welle 29 und in die Rechenvorrichtung
23 übertragen. Ebenso bewegt sich die Welle 26 in Übereinstimmung mit der tatsächlichen
Höheneinstellung, und aus den gleichen Gründen bewegt sich die Welle 27 in Übereinstimmung
mit dem Ausmaß der Änderung der Seitenbewegung, während die Welle 25 sich in bereinstimmung
mit
dem tatsächlichen Ausmaß des Seitenrichtens bewegt. Die Rechenvorrichtung 23 befallt
sich mit diesen Eingängen, sie bildet keinen Teil der Erfindung. Weiterhin kann
die Rechenvorrichtung 23 andere Eingangsleistungen erhalten, so daß schließlich
von ihr Geschützeinstellungen in Höhenrichtung und Seitenrichtung auf die Ausgangswellen
34 und 35 abgeleitet werden können. Die Einrichtungen, um Nachfolgeenergie aus den
Welleh 34 und 35 zu erhalten, sind einander gleich, so daß nur die der Welle 35
zugeordnete Einrichtung beschrieben werden muß. Beim Arbeiten wirkt diese Einrichtung
als ein Kraftverstärker mit einer Verfolger- und Nachfolgewirkung. Wenn sich die
Welle 35 dreht, wird ihre Bewegung der Welle 38 vermittels des Zahnrades 37 mitgeteilt,
und zufolge des Gewindes 52 auf der Welle 38 wird letztere in axialer Richtung bewegt.
Die Axialbewegung verursacht ein Verschwenken des Kniehebels 41, der seinerseits
mittels des Hebels 44 die Winkeleinstellung der Prallplatte in der hydraulischen
Pumpe 45 einstellt. Bei einer gegebenen Einstellung des Hebels 44 wird der Motor
46 in Bewegung versetzt, und vom Zahnrad 49 zum Zahnrad 5o ist ein Rücktrieb vorhanden,
wodurch das Schraubengewinde des Ansatzes 51 zurückarbeitet oder bestrebt ist, die
Welle in axialer Richtung gegen ihre Stellung zurückzubewegen, welcher einer Nulleinstellung
des Winkelhebels 41 entspricht. In einem Verfolgersystem gemäß der vorstehenden
Beschreibung ist ein bestimmter Schlupf vorhanden, und für ihn muß eine Korrektur
vorgenommen werden. Zu diesem Zwecke ist die Welle 61 so angeordnet, daß sie sich
in Übereinstimmung mit dem Ausmaß des Schlupfes bewegt und in die Rechenvorrichtung
23 zurücktreibt. Die Bewegung der Welle 61 ist aus folgenden Gründen jederzeit proportional
zum Schlupf in dem hydraulischen System: Das Zahnrad 53 kann sich nur mit der gleichen
Geschwindigkeit der Ausgangswelle 48 vom Motor 46 bewegen. Auf der anderen Seite
muß das Zahnrad 55 sich mit der Welle 38 bewegen. Wenn daher die Welle 35 verdreht
und als Ergebnis die Welle 38 entsprechend winklig verschoben würde, würde ein Schlupf
vorhanden sein, bevor das Zahnrad 49 beginnt, sich zu bewegen, und während der Zeit
dieses Schlupfes würde das Zahnrad 55 angetrieben werden, während das Zahnrad 53
stehenbleiben würde. Da beide Zahnräder 58 auf der Welle 57 befestigt sind, muß
sich das Gehäuse 56 verdrehen und auf die Welle 61 eine Drehbewegung proportional
zum Ausmaß des Schlupfes zwischen der Eingangssteuerseite und der Ausgangssteuerseite
des hydraulischen Systems übertragen.
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Unter Bezugnahme auf das in den Fig. 3, 4 und 5 dargestellte System
ist ersichtlich, daß in diesem Falle ebenfalls eine ähnliche Anordnung des Bereichssuchers
oder der Visiereinrichtung 84 vorgesehen ist, welche eine Steuereinrichtung 85 aufweist,
wie in Fig. 2 der Zeichnungen dargestellt ist. Wie bei dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel
ist eine Höhenstellwelle 86 und eine Seitenstellwelle 87 vorgesehen, welche beide
mit der Rechenvorrichtung 88 vermittels Wellen 89 und go in Verbindung stehen. Mit
den Wellen 86 bzw. 87 sind hydraulische Prallplattemnotoren gi und 92 verbunden,
und weiterhin sind Steuerhandräder 93 und 94 mit ihnen verbunden. Bei diesem Ausführungsbeispiel
werden jedoch die Motoren 9i und 92 mit Druckmittel von einer gemeinsamen Pumpe
95 gespeist, welche von der Kraftquelle 96 mechanische Energie erhält. Zwei Rohre
97 und 98 führen aus der Pumpe 95 heraus, von denen das Rohr 98 die Druckseite und
das Rohr 97 die Rücklaufseite darstellt. Das Rohr 97 erstreckt sich in einen T-förmigen
Teil 99, von wo aus Arbeitsmittel aus Ventilgehäusen ioo und ioi zur Pumpe 95 zurückbefördert
werden. Das Druckmittel wird von dem Rohr 98 durch Abzweigrohre i02 und 103 zu den
Ventilgehäusen geleitet. Von jedem Ventil ioo, ioi geht ein Rohrpaar 104, 105 ab,
welches zu seinen zugeordneten Motoren 92 bzw. 9i führt.
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In Fig. 5 ist eine Einzelheit eines Ventilgehäuses dargestellt, das
in Fig. 3 durch die Bezugszeichen ioo und ioi angedeutet ist. Das Gehäuse umfallt
im wesentlichen einen Körper i06 und eine Ventilstange 107, in deren Ende
das Ende eines in der Mitte verschwenkbaren Hebels i08 eingreift. Das andere Ende
dieses Hebels ist kraftschlüssig mit einer Mutter i09 verbunden, welche mit einem
Gewindeteil lio auf der Welle iii zusammenarbeiten kann. Auf der Welle befindet
sich ein Handrad, so daß durch Verdrehung des Handrades die Ventilstange 107 sich
axial in der einen oder in der anderen Richtung bewegen kann.
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Der Körper i06 des Ventilgehäuses weist Öffnungen io8A auf, welche
den Rohren 104 und i05 entsprechen und weiterhin einen Druckmitteleinlaß io9A und
einen Auslaß iioA, welche beispielsweise mit den Rohren io2 bzw. 99 verbunden werden
können. Eine innere Ventilhauptkammer 112 ist vorgesehen, welche bei dem Ausführungsbeispiel
zylindrische Form haben kann, und eine Leitung 113 ist vorgesehen, welche an jedem
Ende mit der Kammer 112 in Verbindung steht und sich in den Auslaß iioA öffnet.
Ein Umkehrventil wird in der Kammer 112 verwendet, das Teile 114 und 115 besitzt,
welche in die Kammer 112 passen und welche die Öffnungen io8A beinahe vollständig
verschließen können. Aus der dargestellten Ventilanordnung ist ersichtlich, daß,
wenn das Ventil aus der Null-Mittelstellung in der einen oder in der anderen Richtung
bewegt wird, in Abhängigkeit von der Bewegungsrichtung das Druckmittel in den Einlaß
109A und aus der einen oder anderen der Öffnungen io8A ausfließen wird. Diejenige
Öffnung io8A, welche nicht mit dem Einlaß 109A m Verbindung steht, arbeitet dann
als Auslaßöffnung und gestattet dem rückfließenden Druckmittel durch den Kanal 113
hindurch in den Auslaß ilOA und dann zurück zur Rücklaufseite der Zentralpumpe des
Systems zu fließen. Es ist wichtig, daß bei dem beschriebenen Ventil die Berechnung
derart getroffen sein muß, daß das Ausmaß des Offnens des Ventils durch Bewegen
des. Steuerhandrades proportional zu dem sich ergebenden Volumen an Druckmittel
aus der Auslaßseite des Ventilgehäuses und durch eine der Öffnungen iO8A hindurch
ist. Es ist weiterhin erwünscht, daß, wenn das Ventil sich in seiner Nullstellung
befindet, Druckmittel durch beide Öffnungen iO8A in geringem Ausmaße entweichen
kann, damit der damit verbundene Motor fest in einer Nullstellung gehalten werden
kann.
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Unter wiederholter Bezugnahme auf Fig. 3 der Zeichnung
ist
ersichtlich, daß das mit dem Ventilgehäuse verbundene Handrad 94 eine Steuerwelle
116 aufweist und daß das entsprechende Handrad 93 des Ventilgehäuses iot eine Steuerwelle
117 enthält. Beide Wellen 116 und 117 sind in die Rechenvorrichtung 88 eingeführt.
Aus dieser führen Wellen 118 und 119 heraus, welchen Korrekturbewegungen für die
Geschützhöhen-und Seiteneinstellung erteilt worden sind. Diese Korrekturen werden
durch einen Kraftverstärker und ein Verfolger- und Nachfolgesystem verstärkt und
an eine Geschützsteuereinrichtung 120 gelegt, welche die gleiche sein kann, wie
sie bereits bei dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel angedeutet wurde. Das Kraftverstärkersystem,
welches mit jeder Korrektur verbunden ist, ist identisch ausgebildet, und es genügt
daher, nur eines im einzelnen zu beschreiben. Die Ausgangswelle 1Z9 ist vermittels
eines Getriebes 121 mit einer Welle 122 verbunden, welche in ein Getriebe 123 zur
Schlupfberichtigung und zum Verfolgen eintritt. Eine Ausgangswelle 124 aus dem Gehäuse
123 ist vorgesehen, welche vermittels eines Getriebes 125 in die Rechenvorrichtung
88 zurückarbeitet. Die Welle 124 ist so ausgebildet, daß sie eine Bewegung proportional
dem Schlupf in dem Kraftverstärker aufweist. Weiterhin ist ein hydraulischer Prallplattenmotor
125A vorgesehen, der eine Ausgangswelle 126 besitzt, welche in das Geschützsteuergetriebe
12o eintritt.
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Fig. 4 kann als eine Einzelheit des oben kurz beschriebenen Kraftverstärkersystems
angesehen werden, und es ist ersichtlich, daß der Motor 125A Rohrverbindungen 127
und 128 zu einem Ventilgehäuse 129 aufweist. Es sei in Fig. 3 angenommen, daß dieses
aus Gründen der Vereinfachung der Zeichnung in das Gehäuse 123 eingeschlossen ist.
Es ist ersichtlich, daß die Ausführung des Ventilgehäuses 129 gleich der in Fig.5
dargestellten Ausführung ist, mit der Ausnahme, daß die Ventilstange 13o ein Jochende
aufweist, welches einen Nockennachlaufteil 131 trägt. Wie bei dem vorbeschriebenen
Ausführungsbeispiel ist ein Arbeitsmitteleinlaß 132 vorgesehen, der mit dem Rohr
133 verbunden werden soll (Fig. 3). Weiterhin ist ein Auslaß 134 für das Arbeitsmittel
vorgesehen, der mit dem Rohr 135 verbunden werden soll. Aus Fig. 4 ist ersichtlich,
daß auf der Welle 122 ein Zahnrad 136 befestigt ist, welches mit einem Ritze1137
kämmt, das auf der Welle 138 befestigt ist, die ein weiteres festes Ritzel 139 trägt.
Letzteres greift in ein Zahnrad 140 ein, das auf der Verlängerung 141 der Ausgangswelle
126 des hydraulischen Motors 125A befestigt ist. Ein Gehäuse 142 ist vorgesehen,
welches zum Tragen der Welle 138 dient, und welches selbst um die Achse der Wellen
122 und 141 winklig bewegbar ist. Das Gehäuse 1:12 ist mit einem Nocken 143 versehen,
welcher derart profiliert ist, daß der durch den Nachfolgeteil 131 ausgeübte Hub
proportional zum Winkelabstand ist, um welchen der Nocken verdreht werden könnte.
Weiterhin ist auf dem Gehäuse am Umfang eine Reihe von Getriebezähnen 144 vorgesehen,
welche mit einem Ritzel 145 kämmen, das auf der Welle 124 befestigt ist.
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Aus der vorstehenden Beschreibung ist ersichtlich, daß, falls die
Welle 122 gedreht wird, wobei der Motor 125A anfangs unwirksam ist, dann das Gehäuse
142 zufolge der Ritzel 137 und 139 im Winkel verschoben wird. Dadurch wird der Nocken
143 einen proportionalen Hub des Nachfolgeteiles 131 veranlassen, und ein Druckmittel
fließt in der einen oder in der anderen Richtung zu dem hydraulischen Motor, woraufhin
der Motor dementsprechend zu arbeiten beginnt. Die Verlängerung 141 der Ausgangswelle
126 wird dadurch gedreht, so daß das Ritzel 14o ebenfalls gedreht wird und das Bestreben
hat, das Ventil 129 als Folge der Nockennachfolgeanordnung in seine Nullstellung
zurückzubewegen. Es ist ersichtlich, daß die Bewegung des Gehäuses 142 ein direktes
Maß des Schlupfes in dem hydraulischen System liefert und daß die Welle 124 sich
in Übereinstimmung mit diesem Schlupf dreht.
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Das beschriebeneKraftverstärkerverfolgernachfolgesystem ist im vorliegenden
Falle auf Seitenrichten angelegt. Es ist einleuchtend, daß ein genau gleiches System
für die Höhenberichtigung angewendet wird.
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Das Arbeiten des Systems als Ganzes ist ähnlich dem in Fig. 1 dargestellten
System. Die Bewegungen der Wellen 116 und 117 sind in diesem Fall proportional zu
den Größen der Seitenricht- bzw. Höhenrichtbewegungen, da die Einstellungen, welche
in den Ventilgehäusen Zoo und 1o1 vorgenommen worden sind, das Ausmaß des Arbeitens
der bezüglichen hydraulischen Motoren 9i und 92 steuern, welche die Höhen- und Seitenrichteinrichtungen
direkt steuern. Das System der Fig. 3 hat, wie ersichtlich ist, gewisse Vorteile
gegenüber dem mit Bezug auf Fig. i beschriebenen aus dem Grunde, daß nur eine einzige
Arbeitsmittelquelle erforderlich ist, um die verschiedenen hydraulischen Motoren
zu steuern. Bei dem einleitend beschriebenen System ist jede hydraulische Einheit
mit Pumpe und Motor vollständig.
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Bei den oben beschriebenen Systemen ist die Verwendung zweier Steuerhandgriffe
angegeben worden, eines in bezug auf das Seitenrichten und das andere in bezug auf
das Höhenrichten. Bemerkt sei, daß ein einfaches universal einstellbares Glied verwendet
werden kann.