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DE1033211B - Verfahren zur Herstellung von Reserpsaeuremonoestern mit freier Hydroxylgruppe und Reserpsaeurediestern sowie deren Salzen und quaternaeren Ammoniumverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Reserpsaeuremonoestern mit freier Hydroxylgruppe und Reserpsaeurediestern sowie deren Salzen und quaternaeren Ammoniumverbindungen

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Publication number
DE1033211B
DE1033211B DEC12448A DEC0012448A DE1033211B DE 1033211 B DE1033211 B DE 1033211B DE C12448 A DEC12448 A DE C12448A DE C0012448 A DEC0012448 A DE C0012448A DE 1033211 B DE1033211 B DE 1033211B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
parts
volume
reserp
solution
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC12448A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Emil Schlittler
Harold B Macphillamy
Charles Ferdinand Huebner
Paul R Ulshafer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy AG filed Critical Ciba Geigy AG
Publication of DE1033211B publication Critical patent/DE1033211B/de
Pending legal-status Critical Current

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Description

  • Verf ahren zur Herstellung von Reserpsäuremonoestern mit freier Hydroxylgruppe und Reserpsäurediestern sowie deren Salzen und quaternären Ammoniumverbindungen Gegenstand der Erfindung ist die Herstellung von Reserpsäuremonoestern mit freier Hydroxylgruppe und Reserpsäurediestern so-wie deren Salzen und quaternären Ammoniumverbindungen.
  • Es ist durch Untersuchungen bekanntgeworden, daß sich aus Rauwolfia serpentina Benth. ein Alkaloid mit sedativer Wirkung in reiner Form gewinnen läßt, das Reserpin genannt wurde (vgl. Experientia, Bd. 8, 1952, S. 338), Reserpin zeigt auch eine ausgeprägte blutdrucksenkende Wirkung und besitzt daher eine große therapeutische Bedeutung. Es läßt sich aus Pflanzenmaterial der Rauwolfiaarten nach dem in der Patentanmeldung C 9319 IVb/12 p beschriebenen Verfahren gewinnen. Der chemische Aufbau des Reserpins ist bis jetzt nicht bekannt.
  • Es wurde vorgeschlagen, daß man durch Verseifung von Reserpin mit starken, alkalisch wirkenden Mitteln zu einer neuen Carbonsäure gelangt. Sie soll den Namen Reserpsäure tragen. Reser-psäure besitzt, wie sich durch Untersuchungen ergeben hat, neben der freien Carboxylgruppe eine freie Hydroxylgruppe und kann durch die Formel wiedergegeben werden, in der .,'Res« den in der Reserpsäure an die freie Hydroxyl- und Carboxylgruppegebundenen zweiwertigen organischen Rest bedeutet. Es wurde nun gefunden, daß sich die Reserpsäure durch Überführung der Carboxylgruppe in eine Carbomethoxygruppe und der Hydroxyfgruppe in eine 3,4,5-Trimethoxybenzoyloxygruppe in Reserpin zurückverwandeln läßt, so daß diesem die Konstitution zuzuschreiben ist.
  • Die Erfindung betrifft nun die Herstellung derjenigen Ester, in denen die Carboxylgruppe der Reserpsäure mit Alkoholen, vorzugsweise niedermolekularen Alkanoleni wie Äthanol, Propanol, Butanol, vor allem aber Methanol, verestert und die Hydroxylgruppe frei oder durch eine Carbon- oder Sulfonsäure verestert ist. Bevorzugte Säuren sind Carbonsäuren der aliphatischen, alicyclischen, araliphatischen, heierocyclischen oder aromatischen Reihe, vor allem Benzoesäuren, deren Phenylreste durch verätherte Oxy-, besonders niedermolekulare Alkoxygruppen oder Halogenatome substituiert sind, in erster Linie Methoxybenzoesäuren, wie 3,4-Dimetboxybenzoesäure, 4-Methoxybenzoesäure, besonders aber 3,4,5-Trimethoxybenzoesäure. Weitere Säuren dieser Art sind Zimtsäuren, wie Zimtsäure, in erster Linie Trialkoxyzimtsäuren, vorzugsweise 3,4,5-Trimethoxyzimtsäure, oder aber Dichlorbenzoesäuren, PhenvIessigsäure, Furancarbonsäuren, wie Furan-2-carbonsäure, Pyridincarbonsäuren, wie Pyridin-3-carbonsäure, niederrnolekulare Fettsäuren, z. B. Essigsäure oder Isocapronsäure, Besonders wertvoll sind Ester der Reserpsäure der Formel in der R einen niedermolehularen Alkylrest, vor allem Methyl, darstellt. Reserpsäuremonoester mit freier Hydroxylgruppe und Reserpsäurediester, mit Ausnahme des Reserpins, sowie deren Salze und quaternären Ammoniumverbindunger sind neu.
  • Die erfindungsgemäß lierstellbaren Reserpsäuremonoester mit freier Hydroxylgruppe können als Zwischenprodukte zur Herstellung von Heilmitteln dienen; sind die Carboxylgruppe und die Hydroxylgruppe verestert, so haben die Ester, wie das Reserpin, wertvolle pharmakologische Eigenschaften und können als Heilmittel dienen. So zeigen z. B. der Veratrumsäureester des Reserpsäuremethylesters, der Anissäureester des Reserpsäuremethylesters, der Furan-2-carbonsäureester des Reserpsäuremethylesters, der Nicotinsäureester des Reserpsäuremethylesters, der Zimtsäureester des Reserpsäuremethylesters, der 3,4,5-Trimethoxyzimtsäureester des Reserpsäuremethylesters, der Essigsäureester des Reserpsäuremethylesters, der 3,4,5-Trimethoxy#benzoesäureester des Reserpsäureäthylesters eine blutdrucksenkende Wirkung.
  • Das Verfahren zur Herstellung von Reserpsäuremonoestern mit freier Hydroxylgruppe und Reserpsäurediestern sowie deren Salzen und quaternären Ammoniumverbindungen besteht darin, daß man entweder die Carboxylgruppe der Reserpsäure mit Alkoholen oder die freie Hydroxylgruppe der Reserpsäuremonoester mit aliphatischen, alicyclischen, araliphatischen, aromatischen oder heterocyclischen Carbonsäuren oder Sulfonsäuren verestert und, falls es erwünscht ist, die erhaltenen Ester in bekannter Weise in ihre Salze oder quaternären Ammoniumverbindungen überführt.
  • Bei der Versterung der Carboxylgruppe der Reserpsäure kann man die Reserpsäure direkt oder über ihre funktionellen Derivate in ihre Ester umwandeln. Vorzugsweise setzt man Reserpsäure mit Diazoalkanen um, oder man verestert Reserpsäure mit Alkoholen, besonders Alkoholen in Gegenwart stark-er Säuren, wie der Halogenwasserstoffsäuren.
  • Diester der Reserpsäure werden erhalten, wenn man Reserpsäureester mit freier Hydroxylgruppe mit solchen veresternden Mitteln behandelt, die eine Hydroxylgruppe in eine veresterte Hydroxylgruppe überführen. Hierbei geht man z. B. so vor, daß man die Ester mit freier Hydroxylgruppe mit der gewünschten Säure, vorteilhaft in Form ihrer reaktionsfähigen, funktionellen Derivate, besonders der Halogenide, z. B. dem Chlorid oder Anhydrid, umsetzt. Die Reaktion wird zweckmäßig in Anwesenheit von Verdünnungsmitteln und bzw. oder Kondensationsmitteln durchgeführt. Bei der Verwendung von Säurehalogeniden arbeitet man vorteilhaft in wasserfreien Lösungsmitteln in Gegenwart von säurebindenden Mitteln, wie Alkali- oder Erdalkalicarbonaten oder starken organischen Basen, wie tertiären Aminen. So verwendet man z. B. Säurehalogenide in Pyridin als Lösungsmittel.
  • je nach der Arbeitsweise erhält man die Reserpsäureester in freier Form oder als Salze. Da die Reserpsäureester eine basische Gruppe enthalten, können sie Salze mit Säuren bilden. So lassen sich Reserpsäureester beispielsweise durch Behandeln mit anorganischen oder organischen Säuren, wie Halogenwasserstoffsäuren, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Salpetersäure, Oxyäthansulfonsäure, Toluolsulfonsäure, Essigsäure, Weinsäure, Zitronensäure, in ihre Salze mit Säuren überführen. Aus den Salzen können die Reserpsäureester in freier Form gewonnen werden. Aus den Reserpsäureestern können durch Behandlung mit quaternisierenden Mitteln quaternäre Ammoniumsalze hergestellt werden, z. B. durch Umsetzung mit reaktionsfähigen Estern niedermolekularer Alkanole, z. B. Alkylhalogeniden, Dialkylsulfaten oder den Alkylestern organischer Sulfonsäuren, wie der Toluolsulfoilsa'«ure.
  • Bei den oben beschriebenen Umsetzungen können die Ausgangsstoffe auch in der Form der genannten Salze verwendet werden. Es ist möglich, Reserpsäure in Form des Hydrochlorids mit Diazoalkanen umzusetzen.
  • Die Erfindung wird in den nachfolgenden Beispielen beschrieben. Zwischen Gewichtsteil und Volumteil besteht die gleiche Beziehung wie zwischen Gramm und Kubikzentimeter.
  • Beispiel 1 Man gibt langsam unter Kühlen 2 Volumteile einer Lösung von 0,26 Gewichtsteilen 3,4,5-Triinethoxybenzoylchlorid in Pyridin zu einer Lösung von 0,1 Gewichtsteilen Reserpsäuremethylester in 2 Volumteilen trockenem Pyridin, läßt die Reaktionsmischung 66 Stunden bei Raumtemperatur stehen, fügt dann langsam 20 Volumteile Wasser zu und dampft die Lösung im Vakuum bei 40'C zur Trockne ein. Der Rückstand wird in Chloroform aufgenommen und mit Wasser, 10/,iger wäßriger Natronlauge und erneut mit Wasser gewaschen. Nach dem Trocknen wird das Lösungsmittel im Vakuum bei 40'C entfernt. Der erhaltene Rückstand schmilzt nach dem Umkristallisieren aus Aceton bei 246 bis 266'C unter Zersetzung. Eine Mischung dieser Verbindung mit dem als Ausgangsstoff verwendeten Reserpin, F. = 262 bis 263'C, schmilzt bei 263 bis 265'C; auch sein Infrarotspektrum stimmt mit dem von Reserpin überein. Der im vorliegenden Beispiel verwendete Reserpinsäuremethylester kann in folgender Weise erhalten werden. Für die Herstellung der Reserpsäure wird im Rahmen der Erfindung kein Schutz begehrt.
  • 1 Gewichtsteil Reserpin, erhalten nach dem in der Patentanmeldung C 9319 IVb/12 p beschriebenen Verfahren, wird mit 40 Volumteilen 1 n-methanolischer Kalilauge in Stickstoffatmosphäre 1 bis 111, Stunden unter Rückfluß gekocht. Dann kühlt man die Lösung, stellt sie mit 6n-Salzsäure auf einen pl,-Wert von 1 bis 2 ein, filtriert das entstandene Kaliumchlorid ab und dampft das Filtrat beinahe zur Trockne ein. Der Rückstand wird zweimal mit 25 Volumteilen Äther verrührt und dann teilweise in 25 Volumteilen Methanol gelöst. Man dampft die Lösung beinahe zur Trockne ein und zieht den Rückstand erneut mit zweimal 25 Volumteilen Äther aus. Dann löst man den Rückstand in 50 Volumteilen Methanol, stellt den p11-Wert mit 1 n-methanolischer Kalilauge auf ungefähr 6 ein und dampft die Lösung beinahe zur Trockne ein. Nach der Zugabe von 50 Volumteilen Chloroform löst sich der größte Anteil des Rückstandes. Man filtriert vom entstandenen Kaliumchlorid ab und dampft den Chloroformextrakt ein. Der Rückstand ist rohe Reserpsäure, welche durch Zusatz von Methanol unter Erwärmen auf dem Wasserbad kristallisiert. Zur Vervollständigung der Kristallisation wird tropfenweise Äther zugegeben, die sich abscheidenden Kristalle werden abfiltriert und mit Äther gewaschen. Die als Hydrochlorid erhaltene Reserpsäure schmilzt bei 255 bis 258'C.
  • Zu einer Aufschlämmung von 1,2 Gewichtsteilen Reserpsäurehydrochlorid in 50 Volumteilen eines Gemisches aus Äther-Methanol im Verhältnis 1 : 1 gibt man einen Überschuß ätherischer Diazomethanlösung; dabei geht der größte Teil des ungelösten Stoffes in Lösung. Nach 18stündigein Stehen bei Raumtemperatur destilliert man das überschüssige Diazomethan ab, filtriert und dampft die entstandene Lösung im Vakuum bei einer unterhalb 40'C liegenden Temperatur zur Trockne ein. Der erhaltene kristalline Reserpsäuremethylester schmilzt nach dem Umkristallisieren aus Metlianol-Äther bei 240bis242'C. F-rhatdieForine1C23H300,5N2. DieAnalyse ergibt folgende Werte: C=66,68, H=7,34, N=7,06, 0=18,920/, (als Differenz); [a]D=-101 3'C (in Chloroform).
  • Der Ester ist unlöslich in Wasser und löslich in Methanol, Äthanol und Chloroform. Sein Ultraviolettspektrum in Äthanol zeigt Maxima bei 226 m#t (e = 33,830), 270 Nipp, (8 # 5,090) und 298 m#t (e = 6,080) und Minima bei 252 bis 254 m#t (e = 4,110) und 282 mp# (e # 4,070). Im Infrarotteil des Spektrums zeigt die in einem Kohlenwasserstoff, bekannt unter der Handelsbezeichnung »NuioL, aufgeschlämmte Verbindung folgende Absorptionsbanden: 3510, 3365, 2850 bis 2950 (breite Bande), 1724,1632,1578,1500,1465,1380,1362,1355,1340,1332, 1312,1298,1268,1245,1225,1202,1155,1088,1068,1055, 1040, 1030, 1020, 1008, 970, 940, 912, 890, 860, 848, 835, 78,5, 770, 753, 720, 710, 655 und 625 cm-'. Beispiel 2 a) Man läßt eine Lösung von 0,5 Gewichtsteilen Reserpsäuremethylester und 1,5 Gewichtsteilen 3,4,5-Trimethoxybenzoylchlorid in 15 Volumteilen Pyridin 4Tage bei Raumtemperatur stehen und verdünnt sie dann mit ungefähr 35 Gewichtsteilen Eis. Die entstandene Mischung wird filtriert und das Filtrat im Vakuum unter Stickstoff auf dem Wasserbad bei 50'C zur Trockne eingedampft. Man löst den festen Rückstand in 50 Volumteilen Chloroform, wäscht die Lösung dreimal mit 50 Volumteilen einer 20/,igen Kaliumhydroxydlösung, dann mit 50 Volumteilen einer 2%igen Salzsäurelösung und endlich mit 50 Volumteilen Wasser, trocknet sie über Natriumsulfat und dampft sie zur Trockne ein. Das bernsteinfarbene, glasartige Produkt wird in 10 Volumteilen Ben7ol gelöst und an eine Säule von 10 Gewichtsteilen Aluminiumoxyd (Brockmann, Wirksamkeit 2 bis 3) adsorbiert. Man wäscht die Säule mit je ungefähr 50 Volumteilen Benzol, Benzol-Aceton im Verhältnis 9: 1, Benzol-Aceton im Verhältnis 6: 4 und Aceton aus und dampft die Eluate ein. Aus dem Benzoleluat erhält man ein teeräbnliches Produkt, während die anderen Eluate nach Zufügen von wenigen Tropfen Methanol Reserpin ergeben.
  • b) Man gibt 25 Volumteile'.L#lethvljodid zu einerLösung von 2 Gewichtsteilen Reserpin in #5 Volumteilen Methylenchlorid, läßt die Mischung im Dunkeln bei Raumtemperatur stehen und engt die Lösung auf ein Fünftel ihres Volumens ein. Man filtriert das auskristallisierte Reserpinmonomethiodid ab, das nach dem Umkristallisieren aus heißem Methanol bei 265 bis 266'C schmilzt.
  • Quaternäre Ammoniumsalze von anderen Reserpsäureestern könren auf gleiche Weise hergestellt werden. Beispiel 3 Man läßt eine Lösung von 0,5 Gewichtsteilen Reserpsäuremethylester und 1,5 Gewichtsteilen Veratroylchlorid in 15 Volumteilen Pyridin 5 Tage bei Zimmertemperatur stehen, verdünnt sie mit ungefähr 25 Gewichtsteilen Eis, dampft die Lösung im Vakuum unter Stickstoff bei 50'C zur Trockne ein und löst den glasartigen, festen Rück-'stand in 50 Volumteilen Chloroform. Die erbaltene Lösung wird dreimal mit 50 Volumteilen 211/,iger Salzsäure, dann dreimal mit 50 Volumteilen 20,/,iger Kaliumhydroxydlösung und einmal mit 50 Volumteilen 20/,iger Salzsäure und endlich mit 50 Volumteflen Wasser gewaschen, dann über Natriumsulfat getrocknet und zur Trockne eingedampft. Den bernsteinfarbenen, glasähnlichen Rückstand löst man in 10 Volumteilen Benzol und chromatographiert die Lösung über 10 Gewichtsteilen Aluminiumoxyd (Brockmann, Wirksamkeit 2 bis 3). Man wäscht die Säule mit je ungefähr 50 Volumteilen Benzol, Benzol-Aceton im Verhältnis 9: 1, Benzol-Aceton im Verhältnis 6: 4 und 100 Volumteilen Aceton und dampft die Eluate zur Trockne ein. Das Benzoleluat ergibt ein teerähnliches Produkt, -während die anderen Eluate nach dem Anrühren mit wenigen Tropfen Methanol Veratroylreserpsäuremethylester, der nach dem Umkristallisieren aus Aceton bei 230 bis 233'C schmilzt, ergeben.
  • c32H3808N12 Berechnet ... C 66,4, H 6,6, N 4,88 gefunden .... C 66,04, H 6,55, N 4,88 Ofo* Beispiel 4 Eine Lösung von 1 Gewichtsteil Reserpsäuremethylester und 3 Gewichtsteilen Anisoylcblorid in 30 Volumteilen Pyridin wird nach 4tägigem Stehen bei Raumtemperatur mit ungefäbr 50 Gewichtsteilen Eis verdünnt, das entstandene Anissäureanhydrid abfiltriert und das Filtrat im Vakuum in Stickstoffatmosphäre bei SO'C zurTrockne eingedampft. Man löst den erhaltenen bernsteinfarbenen Rückstand in 50 Volumteilen Chloroform, wäscht die erhaltene Lösung zuerst dreimal mit 100 Volumteilen 20j1.iger wäßriger Salzsäure, dann dreimal mit 100 Volumteilen einer wäßrigen 20/,igen Kaliumhydroxydlösung, einmal mit 100 Volumteilen 21/,iger Salzsäure und endlich mit 100 Volumteilen Wasser, trocknet die Cbloroformlösung über Natriumsulfat und dampft sie zur Trockne ein. Der Rückstand wird in 10 Volumteilen Benzol gelöst und über einer Säule von 15 Gewichtsteilen Aluminiumoxyd (Wirksamkeit 2 bis 3 nach Brockmann) chromatographiert. Man wäscht die Säule mit je ungefähr 100 Volumteilen Benzol, einer Mischung aus Benzol und Aceton im Verhältnis 9: 1, Benzol und Aceton im Verhältnis 6: 4 und 200 Volumteilen Aceton aus und dampft die erbaltenen Fraktionen ein. Das aus der Benzolfraktion stammende teerähnliche Produkt wird verworfen. Aus den anderen Fraktionen erhält man Anisoylreserpsäuremetbylester, der nach dem Umkristallisieren aus Aceton bei 231,5 bis 233,5'C schmilzt. C3IH3607N2 Berechnet ... C 67,8, H 6,6, N 5,10 0/,; gefunden .... C 67,94, H 6,49, N 5,08 0/" Beispiel 5 Man läßt eine Lösung aus 5 Gewichtsteilen keserpsäuremethylester und 4,6 Volumteilen 2-Furoylchlorid in 100 Volumteilen wasserfreiem Pyridin 2 Tage bei 5'C stehen, entfernt dann den Hauptanteil des Pyridins im Vakuum und schüttelt den Rückstand mit 200 Volumteilen Essigsäureäthylester und 40 Volumteilen einer 50/,igen Natriumhydroxydlösung aus. Die Essigesterschicbt wird mit 40 Volumteilen 50/,iger wäßriger Salzsäure geschüttelt, aus der das 2-I#'uroylreserpsäuremethylesterhydrochlorid auszukristallisieren beginnt. Man fil- triert es nach etwa einer halben Stunde ab und kristallisiert das erhaltene Hydrochlorid aus Wasser um; F. = 258 bis 260'C.
  • Der Ester wiid als freie Base erhalten, wenn man das Hydrochlorid in 20 Volumteilen einer warmen Wasser-Aceton-Mischung im Verhältnis 1 : 9 löst und die erhaltene Lösung mit wäßrigem Ammoniak alkalisch macht. Auf Zusatz von Wasser fällt der 2-Furoylreserpsäuremethylester aus, der nach dem Umkristallisieren aus Aceton-Wasser bei 240 bis 242'C schmilzt. Die Verbindung kristallisiert mit 1/2 Molekül Wasser. C28H32N207 * 1/2 H20 Berechnet ... C 65,0, H 6,38, N 5,4 0/" gefunden ..... C 65,02, H 6,36, N 5,53 0/,. Beispiel 6 Man läßt eine Lösung von 5 Gewichtsteilen Reserpsäuremethylester und 5 Volumteilen Nikotinoylchlorid in 100 Volumteilen wasserfreiem Pyridin 2 Tage bei 5'C stehen, entfernt den Hauptanteil des Lösungsmittels im Vakuum und behandelt den Rückstand mit 200 Volumteilen Essigsä-ureäthylester und 40 Volumteilen einer 5%igen wäßrigen Natriumhydroxydlösung. Die Essigesterlösung schüttelt man mit 40 Volumteilen 50/,iger wäßriger Salzsäure aus, macht die wäßrige Lösung mit Ammoniak alkalisch und filtriert den ausgefallenen Nikotinoylreserpsäuremethylester ab. Er wird aus Aceton-Wasser umkristallisiert und schmilzt dann bei 255 bis 256'C unter Zersetzung. C29H33N306 Berechnet ..... C 67, 1, H 6,4, N 8, 10/0; gefunden .... C 67,17, H 6,23, N 8,02 0/,. Beispiel 7 Eine Lösung von 5 Gewichtsteilen Reserpsäuremethylester in 100 Volumteilen wasserfreiem Pyridin wird bei Zimmertemperatur mit 6 Gewichtsteilen Zimtsäurechlorid 2 Tage geschüttelt, der größte Teil des Pyridins im Vakuum entfernt und der Rückstand mit 200 Volumteilen - Essigsäureäthylester und 40 Volumteilen einer 50/,igen wäßrigen Natriumhydroxydlösung behandelt. Man trennt die wäßrige Schicht ab, schüttelt die erhaltene Essigesterlösung zur Entfernung des restlichen Pyridins mit 40 Volumteilen 50/,iger Salzsäurelösung, wäscht dann mit 40 Volumteilen einer 50/,igen Natriumbydroxydlösung, dampft die Essigesterlösung zur Trockne ein und löst den Rückstand in 50 Volumteilen Aceton. Mit 8n-äthanolischer Salzsäure stellt man die Lösung auf einen pa-Wert von 3 ein, fällt mit 200 Volumteilen Äther das rohe Cinnamoylreserpsäuremethylesterhydroclilorid aus, filtriert es ab, wäscht es mit Aceton, löst es in 290 Volumteilen einer warmen Wasser-Aceton-Mischung im Verhältnis 1: 9 und macht die Lösung mit wäßrigem Ammoniak alkalisch. Auf Zusatz von Wasser kristallisiert die freie Esterbase aus, die nach dem Umkristallisieren aus Aceton-Wasser bei 240 bis 243'C unter Zersetzung schmilzt. C32H36N206 Berechnet ... C 70,6, N 5,2, H 6,6 0/0: gefunden .... C 70,53, N 5,13, H 6,58 0/,. Beispiel 8 Man läßt eine Lösung von 0,4 Gewichtsteilen Reserpsäuremethylester und 0,5 Gewichtsteilen Phenylessigsäurechlorid in 10 Volumteilen Pyridin 6 Tage bei Raumtemperatur stehen, gibt dann 25 Gewichtsteile Eis zu und filtriert das ausgefallene Phenylessigsäureanhydrid ab. Das Filtrat dampft man unter Stickstoff auf dem Wasserbad bei 50'C zur Trockne ein, löst den Rückstand in 50 Volumteilen Chloroform und wäscht die Chloroformlösung dreimal mit je 50 Volumteilen 211/,iger Salzsäure, dreimal mit 50 Volumteilen einer 211/,igen Kaliumhydroxydlösung, dann einmal mit 50 Volumteilen 20/,iger Salzsäure und endlich einmal mit 50 Volumteilen Wasser. Nach dem Trocknen über Natriumsulfat dampft man die Chloroformlösung zur Trockne ein, löst den Rückstand in 10 Volumteilen Benzol und chromatographiert die Lösung über 10 Gewichtsteilen Aluminiumoxyd (Wirksamkeit 2bis3nachBrockmann). DieSäulewirddannnacheinander mit je 50Volumteilen Benzol, einer Mischung Benzol-Aceton im Verhältnis 9:1, einer Mischung Benzol-Aceton im Verhältnis 6: 4 und reinem Aceton eluiert. Aus den letzten 2 Eluaten erhält man den Phenacetylreserpsäuremethylester, der nach dem Kristallisieren aus Aceton bei 235 bis 239'C schmilzt.
  • Beispiel 9 Eine Lösung von 0,5 Gewichtsteflen Reserpsäuremethylester und 2,OVolumteil.en 3,4-Dichlorbenzoylchlorid in 15 Volumteilen Pvridin wird bei Raumtemperatur 4Tage stehengelassen. Nach dem Zufügen von 25 Gewichtsteilen Eis dampft man die Lösung im Vakuum in Stickstoffatmosphäre auf einem Wasserbad bei 50'C zur Trockne ein, löst den Rückstand in 50 Volumteilen Chloroform und wäscht die Chloroformlösung dreimal mit 50 Volumteilen 20/,iger Salzsäure, dreimal mit 50 Volumteilen einer 20/,igen Kaliumhydroxydlösung, dann mit 50 Volumteilen 20/,iger Salzsäure und endlich mit 50 Volumteilen Wasser. Man trocknet die Lösung über Natriumsulfat und dampft sie zur Trockne ein, löst den Rückstand in 15 Volumteilen Benzol und chromatographiert die erhaltene Lösung über 10 Gewichtsteilen Aluminiumhydroxyd (Wirksamkeit 2 bis 3 nach Brockmann). Die Säule wird mit je 50 Volumteilen Benzol, einer Mischung aus Benzol-Aceton im Verhältnis 9: 1, einerMischung aus Benzol-Aceton im Verhältnis 6: 4 und Aceton eluiert. Aus den drei letzten Eluaten erhält man 3,4-Diclilorbenzoylreserpsäuremethylester, das nach dem Kristallisieren aus Aceton bei 239 bis 243'C schmilzt. Beispiel 10 Man läßt eine Lösung von 0,4 Gewichtsteilen Reserpsäuremethylester und 0,5 Volumteilen Isocaproylchlorid in 10 Volumteilen Pyridin 6 Tage bei Raumtemperatur stehen, gibt dann 25 Gewichtsteile Eis zu und dampft die Lösung im Vakuum unter Stickstoff auf einem Wasserbad bei 50'C zur Trockne ein. Den Rückstand löst man in 50 Volumteilen Chloroform und wäscht die erhaltene Lösung dreimal mit 50 Volumteilen 201,iger Salzsäure, dreimal mit 50 Volumteilen 20,1.iger Kaliumhydroxydlösung, einmal mit 50 Volumteilen 211,1,iger Salzsäure und einmal mit 50 Volumteilen Wasser. Nach dem Trocknen der Chloroformlösung über Natriumsulfat dampft man die Lösung zur Trockne ein und chromatographiert den in 20 Volumteilen Benzol aufgenommenen Rückstand wie im vorhergehenden Beispiel. Aus den beiden letzten Fraktionen erhält man kristallinen Isocaproy Ireserpsäuremethylester, der, aus Aceton umkristallisiert, bei 224 bis 226'C schmilzt. Beispiel 11 Eine Aufschlämmung von 0,9 Gewichtsteilen Reserpsäuremethylester in 10Volumteilen Essigsäureanhydrid wird auf dem Dampfbad 1 Stunde erhitzt und über Nacht bei Raumtemperatur stehengelassen. Man filtriert die entstandenen Kristalle ab, engt das Filtrat im Vakuum auf ein Drittel seines Volumens ein und filtriert die entstandenen Kristalle ab. Nach dem Umkristallisieren aus Aceton schmilzt der erhaltene Acetylreserpsäuremethylester bei 287 bis 290#>C. C2.,)H3206N2 Berechnet ... C 65,7, N 6,14, H 7,05 0 i 101 gefunden .... C 65,65, N 6,21, 1-17,04 0/01 Beispiel 12 Man kocht eine Lösung von 0,25 Gewichtsteilen Reserpsäureäthylester und 3 Tropfen konzentrierter Schwefelsäure in 5 Volumteilen Essigsäureanhydrid 5 Minuten und läßt die Reaktionsmischung langsam auf Raumtemperatur abkühlen. Dann verdünnt man die Lösung mit 40 Volumteilen Äther und filtriert das ausgefallene gelbe Pulver ab, das mit 25 Volumteilen einer 5()/,igen wäßrigen Natriumcarbonatlösung angeteigt und mit 30 Volumteilen Chloroform extrahiert wird. Nach dem Trocknen über Natriumsulfat wird das Chloroform im Vakuum verdampft und der erhaltene Acetylreserpsäureäthylester aus Aceton umkristallisiert, der dann bei 245 bis 250'C schmilzt. Der in diesem Beispiel verwendete Reserpsäureäthylester kann aus Reserpsäurehydrochlorid mit Diazoätha-n erhalten werden; er schmilzt nach dem Umkristallisieren aus Aceton bei 220 bis 225'C.
  • Beispiel 13 Man läßt eine Lösung von 0,5 Gewichtsteilen Reserpsäureäthylester und 1,5 Gewichtsteilen 3,4,5-Trimethoxybenzoylchlorid in 15 Volumteilen Pyridin 4 Tage bei Raumtemperatur steben, fügt 25 Gewichtsteile Eis zu, filtriert das ausgefallene Trimethoxybenzoesäureanhydrid ab und dampft das Filtrat im Vakuum unter Stickstoff auf dem Wasserbad bei 50#C ein. Der Rückstand wird wie im Beispiel 9 mit Chloroform behandelt und cbromatographiert. Aus dem mit der Mischung Benzol-Aceton im Verhältnis 6: 4 erhaltenen Eluat gewinnt man nach dem Eindampfen und Umkristallisieren aus Aceton 3,4,5-Trimethoxybenzoylreserpsäureäthylester vom F. = 218 bis 220'C. Beispiel 14 Man fügt 1,6 Gewichtsteile p-Toluolsulfonylchlorid zu einer Lösung von 0,75 Gewichtsteilen Reserpsäuremethylester in 7,5 Volumteilen Pyridin, läßt die Reaktionsmischung 31/, Tage im Dunkeln bei Raumtemperatur stehen und fügt ungefähr 30 Volumteile Wasser unter Kühlen zu. Man extrahiert das gebildete Öl mit 15 Volumteilen Chloroform, wäscht die Lösung mit 10 Volumteilen 50/,iger Natriumhydroxydlösung, dann dreimal mit 10 Volumteilen Wasser, trocknet und entfernt das Chloroform im Vakuum. Der zurückbleibende p-Toluolsulfonylreserpsäuremethylester kristallisiert nach dem Zufügen einer kleinen Menge Benzol und schmilzt nach dem Umkristallisieren aus Äthanol bei 221 bis 222'C.
    C"H3,0,N2S
    Berechnet ... C 63,36, H 6,38, N 4,93, S 5,64 0/,;
    gefunden .... C 63,68, H 6,13, N 4,72, S 5,56 0/,«
    Beispiel 15 Zu einer Lösung von 0,8 Gewichtsteilen Reserpsäuremethylester und 10 Volumteilen trockenem Pyridin gibt man bei 10 bis 15'C im Laufe von 20 Minuten unter Rühren und äußerem Kühlen 1,1 Gewichtsteile 3,4,5-Trimethoxyzimtsäurecblorid in kleinen Anteilen zu. Die Reaktion wird in Stickstoffatmosphäre durchgeführt. Nach 65stündigem Stehenlassen der Mischung bei Raumtemperatur entfernt man das Pyridin bei 50 bis 60'C unter vermindertem Druck und chromatographiert den erhaltenen braunen Rückstand nach dem Lösen in 18 Volumteilen Benzol über 30 Gewichtsteilen Aluminiumoxyd (Wirksamkeit 2 bis 3). Die mit Benzol-Aceton-Mischungen erhaltenen Eluate ergeben beim Kristallisieren aus Benzol 3,4,5-Trimethoxycinnamoylreserpsäuremethvlester, der nach dem Umkristallisieren aus Methanol bei 2ä2 bis 234'C schmilzt.
    Car- H42 () 9 N2
    Berechnet ... C 66,23, H 6,67, N 4,41
    gefunden .... C 66,15, H 6,76, N 4,63
    In einem Mineralöl (#,Nujol,#) aufgeschlämmt, zeigt er im Infrarotteil des Spektrums folgende Absorptionsbanden: 1130, 1141, 1152, 1173, 1266, 1276, 1507, 1587, 1633, 1712, 1732, 3385 cm - 1, Beispiel 16 Zu 0,8 Gewichtsteilen Reserpsäuremethylester und 1 Gewichtsteil 3,4,5-Trimethoxyzimtsäurechlorid fügt man 10 Volumteile trockenes destilliertes Pyridin, rührt und kühlt die Mischung, bis eine nahezu vollständige hellbernsteinfarbene Lösung erhalten wird, dann fügt man weitere 5 Volumteile Pyridin zu, kühlt die Mischung auf 5' C und erhält nach 15 Minuten eine kristalline Fällung. Dann werden 5 Volumteile Benzol zugegeben, und die Reaktionsmischung wird bei 5' C 65 Stunden stehengelassen. Die erhaltene Lösung wird im Vakuum zu einem viskosen Sirup eingedampft, dann zur vollständigen Entfernung des Pyridins mit wenig Toluol versetzt und wieder zur Trockne verdampft. Den erhaltenen bernsteinfarbenen festen Schaum extrahiert man mit Äther und nimmt den in Äther unlöslichen Teil in Methylenchlorid auf. Die Methylenchloridlösung wird mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet, im Vakuum zur Trockne eingedampft und wie in den früheren Beispielen über 35 Gewichtsteilen Aluminiumoxyd chromatographiert. Die Benzol-Aceton- und die ein wenig Methanol enthaltenden Acetoneluate geben beim Kristallisieren aus Benzol 3,4,5-Trimetüoxycinnamoylreserpsäuremethylester.
  • An Stelle des verwendeten 3,4,5-Trimethoxyzimtsäurecblorids lassen sich auch andere Halogenide, z. B. 3,4,5-Trimethoxyzimtsäurebromid oder das entsprechende Anhydrid, verwenden. Auch andere Trialkoxyzimtsäurehalogenide und -anhydride kann man in gleicher Weise zum Verestern benutzen.
  • Das in den Beispielen 15 und 16 als Ausgangsstoff verwendete 3,4,5-Trimethoxyzimtsäurechlorid kann man aus4Gewicbtsteilen 3,4,5-Trimethoxyzimtsä-ure, F. =125,5 bis 127' C, mit 6 Volumteilen friscb destilliertem Thionylchlorid unter wasserfreien Bedingungen herstellen. Es bildet nach zweimaligem Umkristallisieren aus Hexan-Äther breite gelbe Prismen vom F. = 95 bis 96' C.
  • Zur Herstellung von Trimethoxyzimtsäurebromid verwendet man an Stelle des Thionylchlorids das entsprechende Bromid. Beispiel 17 1 Gewichtsteil Reserpsäuremethylester wird in 25 Volumteilen Pyridin gelöst, die Lösung auf 20' C abgekühlt und mit 1,2 Volumteilen destilliertem Metbansulfonylchlorid in 5 Volumteilen Pyridin versetzt. Dann läßt man die Mischung 3 Tage bei 5' C und dann bei Raumtemperatur über Nacht stehen, zersetzt die Mischung mit Eis, macht mit 2 n-Natronlauge alkalisch und extrabiert sie mehrere Male mit Chloroform. Die vereinigten Extrakte wäscht man mit Wasser, trocknet sie über Natriumsulfat, dampft das Chloroform im Vakuum ab und kristallisiert den erhaltenen Methansulfonylreserpsäuremethylester aus Äthanol um; F.= 235 bis 237' C unter Zersetzung. Beispiel 18 Eine Lösung von 0,5 Gewichtsteilen Reserpsäuremethylester und 1,5 Gewichtsteilen Benzoylchlorid in 15Volumteilen Pyridin läßt man 15Tage bei Raumtemperatur stehen, verdünnt sie dann mit ungefähr 25 Gewichtsteilen Eis, dampft die Lösung zur Trockne ein und nimmt den Rückstand in 50Volumteilen Chloroform auf. Man wäscht die erhaltene Lösung dreimal mit je 55 Volumteilen 211/,iger Salzsäure, dreimal mit je 50 Volumteilen 20"iger Kaliumhydroxydlösung und endlich mit 50 Volumteilen Wasser. Die Chloroformlösung wird über Natriumsulfat getrocknet, dann zur Trockne verdampft, der Rückstand in 18 Volumteilen Benzol aufgenommen und über 10 Gewichtsteilen Aluminiumoxyd chromatographiert. Man wäscht die Säule mit Benzol, einer Mischung Benzol-Aceton im Verhältnis 9: 1, einer Mischung aus Benzol-Aceton im Verhältnis 6: 4 und Aceton aus und erhält aus dem Benzol-Aceton-Eluat im Verhältnis 6: 4 0,024 Gewichtsteile Benzoylreserpsäuremethylester, der nach dem Umkriställisieren aus Aceton bei 227 bis 230' C schmilzt.
  • In gleicher Weise kann der Reserpsäureäthylester mit Veratroylchlorid, Anisoylchlorid, 2-Furoylchlorid, Nikotinoylchlorid, Cinnamoylchlorid, 3,4,5-Trimethoxycinnamoylchlorid, Phenylacetylchlorid, 3,4-Dichlorbenzoylchlorid, Isocaproylchlorid und p-Toluolsulfonylcl-Aorid in den entsprechenden Veratroylreserpsäureäthylester, Anisoylreserpsäureäthylester, 2-Furoylreserpsäureäthylester, Nzikotinoylreserpsäureäthylester, Cinnamoylreserpsäureäthylester, 3,4,5-Trimethoxycinnamoylreserpsäureäthylester, Phenylacet#lreserpsäureäthylester, 3,4-Dichlorbenzoylreserpsäureäthylester, Isocaproylreserpsäureäthylester bzw. p-Toluolsulfonylreserpsäureäthylester übergeführt werden.
  • Zur Veresterung von Reserpsäurealkylestern lassen sich auch andere Säuren in freier Form, als Anhydride oder als Halogenide, verwenden, z. B. aliphatische Säuren, wie Propionsäure, Cblorpropionsäure, Buttersäure, Bernsteinsäure, Methyläthylessigsäure, Methyläthylglykolsäure, Stearinsäure, Chloressigsäure, Aminoalkansäureanhydride und Chloride, araliphatische Säuren, wie Mandelsäure, Tropansäure, Alkoxyzimtsäuren, z. B. Mono- und Dimethoxyzüntsäure, aromatische Säuren, wie o-Methoxybenzoesäure, p-Methylbenzoesäure, 3,4,5-Trimethoxybenzoesäure, Piperonylsäure, Salicylsäure, p-Oxybenzoesäure, 3,4-Dioxybenzoesäure, Orsellinsäure, 2,3,4-Trioxybenzoesäure, 4-Oxy-3-metho-xy- und 4-Methoxy-3-oxybenzoesäure, Syringasäure, 4-Chlorbenzoesäure, p-.xLitrobenzoesäure, p-Aminobenzoesäure, Phthalsäureanhydride und ihre Chloride, polycyclische Säuren, z. B. 1- und 2-Naphthoesäureanhydride und ihre Chloride, heterocyclische Säuren, z. B. Thienylcarbonsäure, Picolinsäure, Isonikotinsäure, Chinolincarbonsäureanhydride und ihre Chloride und Sulfonsäuren, z. B. Sulfanilsäureanhydride und ihre Chloride. Beispiel 19 a) 0,267 Gewichtsteile Reserpsäure werden in 25 Volumteilen Methanol, das 2 Tropfen Wasser enthält, aufgeschlämmt und mit 30 Volumteilen einer Lösung von 0,57 Gewichtsteilen Diazomethan in Äther versetzt. Man läßt die Reaktionsmischung 24 Stunden bei Raumtemperatur stehen, dampft das überschüssige Diazomethan und einen Teil des Äthers bei gleichzeitigem Einleiten von Stickstoff ab und dickt die Lösung im Vakuum zu einem gelben Öl ein. Beim Stehen kristallisiert der entstandene Reserpsäuremethylester, den man aus Methanol umkristallisiert.
  • b) 0,5 Gewichtsteile Reserpsäuremethylester werden in einer Lösung von 5 Volumteilen Methyljodid in 20 Volumteilen Aceton gelöst und 18 Stunden bei Raumtemperatur stehengelassen. Die erhaltene Mischung wird zur Trockne eingedampft, Aceton zugegeben und wieder verdampft und das entstandene gelbe Pulver mit Aceton gewaschen. Das erhaltene Reserpsäuremethylestermethiodid ist schwach hygroskopisch und schmilzt bei 205 bis 215' C unter Zersetzung.
  • Beispiel 20 Man gibt 300 Volumteile einer Lösung von 0,5 Gewichtsteilen Diazoäthan in Äther in kleinen Anteilen zu einer Aufschlämmung von 0,2 Gewichtsteilen Reserpsäure in 10 Volurnteilen Methanol, destilliert nach ungefähr 16stündigem Stehen bei Raumtemperatur den Äther und das Diazomethan unter Stickstoff ab und engt die methanolische Lösung sehr stark ein. Man fügt dann Äther zu, filtriert die Mischung und dampft das Filtrat im Vakuum zur Trockne ein. Der erhaltene glasartige Rückstand ist Reserpsäureäthylester.
  • Beispiel 21 Eine Lösung von ungefähr 1,2 Gewichtsteilen Diazoäthan in 230 Volumteilen Äther wird zu einer Lösung von 4 Gewicbtsteilen Reserpsäurehydroclilorid in 75 Volumteilen Äthanol gegeben und über Nacht bei Raumtemperatur stehengelassen. Dann treibt man das überschüssige Diazomethan aus der Lösung, indem man Stickstoffgas durchperlen läßt, und engt die Lösung im Vakuum zu einem Sirup ein. Dann werden ungefähr 100 Volumteile Essigsäureätliylester zugegeben, die Mischung wird etwas erwärmt und von wenig ungelöstem Harz abfiltriert. Nach dem Abdampfen des Essigsäureätbylesters erhält man den halbkristallinen Reserpsäureäthylester, der nach dem Umkristallisieren aus Aceton bei 220 bis 225' C schmilzt.
  • Auf ähnliche Weise können weitere Ester der Reserpsäure, z. B. der Propyl- und Butylester, mit den entsprechenden Diazoalkanen hergestellt werden. Ferner lassen sich an Stelle der Diazoalkane die entsprechenden Alkobole in Gegenwart saurer Katalysatoren, wie Salzsäure, zur Veresterung der Reserpsäure verwenden, wobei die Veresterungsmittel in äquivalenter Menge oder im Überschuß angewendet werden können. Beispiel 22 1 Gewichtsteil Reserpsäureniethylester und 1,9 Gewichtsteile Carbäthoxysyringoylchlorid werden in 20 Volumteilen wasserfreiem Pyridin gelöst und 3 Tage bei 5' C stehengelassen. Man fügt ein gleiches Volumen Eis zu und dampft die Mischung im Vakuum bei 50' C zur Trockne ein. Den Rückstand nimmt man in 50 Volumteilen Chloroform auf, wäscbt ihn dreimal nüt 50 Volumteilen 20/,iger Natronlauge, dann zweimal mit 50 Volumteilen Wasser, trocknet ihn über Natriumsultat und dampft ihn zur Trockne ein. Den Rückstand chromatographiert man nach dem Lösen in 15 Volumteilen Benzol über 10 Gewichtsteilen Aluminiumoxyd (Wirksamkeit 2 bis 3 nach Brockmann), wäscht die Säule mit Benzol, dann mit einer Mischung aus Benzol-Aceton im Verhältnis 9: 1, dann 8: 2, dann 6: 4 und endlich mit Aceton. Aus dem Benzol-Aceton-Eluat im Verhältnis 9: 1 erhält man den k-ristallinen (0'-Carbäthoxysyringoyl)-reserpsäuremethylester vom F. = 175 bis 178' C nach dem Umkristallisieren aus Aceton.
  • 0,34 Gewichtsteile dieses Esters werden in 0,1 Gewichtsteil 3 n-alkoholischem Ammoniak gelöst. Die Lösung wird 3 Tage bei 5' C stehengelassen, dann im Vakuum zur Trockne eingedampft und der feste Rückstand aus wenig wasserfreiem Äthanol umkristallisiert. Man erhält 0,12 Gewicbtsteile Syringoylreserpsäuremethylester vom F. = 190 bis 192' C. Zur Bestimmung der Struktur der erhaltenen Verbindungen löst man 0,03 Gewichtsteile dieses Esters in Methanol und läßt die Lösung mit einem Überschuß Diazomethan bei Raumtemperatur über Nacht stehen. Man dampft das Lösungsmittel ein und kristallisiert das erhaltene Reserpin aus Aceton um. Es besitzt den gleichen Schmelzpunkt, 264 bis 265' C, und die gleiche Infrarotabsorptionskurve wie das auf andere Weise erhaltene Reserpin.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Reserpsäuremonoestern mit freier Hydroxylgruppe und Reserpsäurediestern sowie deren Salzen und quatemären Ammoniumverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man entweder die Carboxylgruppe der Reserpsäure in bekannter Weise mit Alkoholen oder die freie Hydroxylgruppe der Reserpsäuremonoester mit aliphatischen, alicyclischen, araliphatischen, aromatischen oder heterocyclischen Carbonsäuren oder Sulfonsäuren verestert und, falls es erwünscht ist, die erhaltenen Ester in bekannter Weise in ihre Salze oder quaternären Ammoniumverbindungen überführt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Hydroxyl ruppe des Reserp-3 9 säuremonoesters mit Säurehalogeniden oder Anhydriden verestert. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Hydroxylgruppe des Reserpsäurealkylesters mit Mono-, Di- oder Trimethoxybenzoesäure, Trialkoxyzimtsäure, Phenylessigsäure, Dichlorbenzoesäure, Veratrumsäure, Furan-2-carbonsäure, Nikotinsäure, p-Toluolsulfonsäure oder Essigsäure verestert. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Carboxylgruppe der Reserpsäure mit Diazoalkanen oder besonders mit Alkanolen in Gegenwart von starken Säuren, wie Halogenwasserstoffsäure, verestert.
DEC12448A 1953-06-15 1954-05-05 Verfahren zur Herstellung von Reserpsaeuremonoestern mit freier Hydroxylgruppe und Reserpsaeurediestern sowie deren Salzen und quaternaeren Ammoniumverbindungen Pending DE1033211B (de)

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1115741B (de) 1959-06-20 1961-10-26 Boehringer & Soehne Gmbh Verfahren zur Herstellung eines Reserpsaeurediesters
DE1135002B (de) * 1959-07-29 1962-08-23 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung von racemischem und optisch aktivem 18-O-Methylreserpsaeuremethylester
DE1152422B (de) * 1959-07-29 1963-08-08 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung von racemischem und optisch aktivem 18-O-Methyl-reserp-saeuremethylester
DE1175686B (de) 1959-07-29 1964-08-13 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung von racemischen und optisch aktiven AEthern von 18-Hydroxy-3ª‰, 20ª‡-yohimban-16-carbonsaeureestern
DE1176150B (de) * 1959-07-29 1964-08-20 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung von racemischen und optisch aktiven AEthern von 18-Hydroxy-3ª‰, 20ª‡-yohimban-16-carbonsaeureestern

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