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DE10329987A1 - Verfahren zur Regulierung des e-mail-Verkehrs, System zur Durchführung desselben sowie Programm zur Steuerung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Regulierung des e-mail-Verkehrs, System zur Durchführung desselben sowie Programm zur Steuerung des Verfahrens Download PDF

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DE10329987A1
DE10329987A1 DE10329987A DE10329987A DE10329987A1 DE 10329987 A1 DE10329987 A1 DE 10329987A1 DE 10329987 A DE10329987 A DE 10329987A DE 10329987 A DE10329987 A DE 10329987A DE 10329987 A1 DE10329987 A1 DE 10329987A1
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Miroslav Lange
Heiko Kraemer
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regulierung des E-Mail-Verkehrs sowie ein System und ein Programm zur Durchführung bzw. Steuerung desselben. DOLLAR A Bekannte Verfahren machen die Zugangsberechtigung einer abgesendeten E-Mail beim Empfänger von vorgegebenen Randbedingungen und Algorithmen abhängig. E-Mails, die durch sogenannte Anti-Spam-Filter abgefangen werden, werden an den Absender zurückgesendet bzw. verworfen. Nachteilig ist bei den bekannten Verfahren, daß der Empfänger keinen oder nur begrenzten Einfluß auf die Auswahl der eingehenden E-Mails hat. Auch sind die bekannten Maßnahmen durchlässig, so daß die Empfänger trotz Einsatz bekannter Filter eine Flut von E-Mails erhalten, deren Bearbeitung unwirtschaftlich ist. DOLLAR A Die Erfindung löst die Aufgabe, ein einfaches, umfassendes und vom Empfänger zu beeinflussendes Sicherungssystem zu schaffen, dadurch, daß die Zugangsberechtigung durch einen vom Empfänger zu definierenden Geldbetrag erfolgt. Dadurch ist auf einfache, aber besonders wirkungsvolle Weise sichergestellt, daß den das Schutzsystem anwendenden Empfänger nur die gewünschten E-Mails erreichen und der Empfänger die Möglichkeit hat, die Bedeutung der E-Mails durch Auswahl des Geldbetrages anzuzeigen.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regulierung des e-mail-Verkehrs umfassend die Schritte: Versenden einer e-mail von einem Absender über das Internet an einen Empfänger, Prüfen der e-mail auf Zugangsberechtigung beim Empfänger, bevor die e-mail den Empfänger erreicht, und entweder Ablehnen der e-mail an den Absender für den Fall, daß keine Zugangsberechtigung zum entsprechenden Empfänger angezeigt wird, oder Weiterleiten der e-mail an den Empfänger für den Fall, daß eine Zugangsberechtigung zum entsprechenden Empfänger angezeigt wird. Des weiteren befaßt sich die Erfindung mit einem System zur Regulierung des e-mail-Verkehrs, im wesentlichen bestehend aus einem für den Absender zugänglichen Zugang zum Internet, dem Internet selbst sowie einem für den Empfänger zugänglichen Zugang zum Internet, wobei zwischen dem Zugang für den Absender und dem Zugang für den Empfänger ein Prüfmittel für die Zugangsberechtigung einer abgesendeten e-mail an den Empfänger angeordnet ist. Weiterhin ist ein Programm zur Steuerung des Verfahrens Gegenstand der Erfindung.
  • In den letzten Jahren ist die Anzahl von e-mails rasant gestiegen. Da sich die e-mail als wichtigstes Kommunikationsmittel des Internets etabliert hat, werden täglich Millionen von e-mails verschickt. Dabei unterscheidet man die regulären oder auch erwünschten e-mails von unerwünschten e-mails. Bei den unerwünschten e-mails handelt es sich überwiegend um Werbe- oder auch sogenannte Spam-Mails. Die Bearbeitung sämtlicher empfangener e-mails, insbesondere der unerwünschten e-mails, erfordert einen erheblichen und vor allem völlig ineffektiven Arbeitseinsatz, so daß der Nutzen des e-mail-Verkehrs grundsätzlich in Frage gestellt ist. Der volkswirtschaftliche Schaden, der durch den hohen Anteil an Werbe- und Spam-Mails entsteht, ist immens. Selbst die Anzahl regulärer e-mails steigt erheblich, wobei die Bearbeitung, aber auch bereits allein das Löschen einen erheblichen Teil der Arbeitszeit beansprucht, wodurch insbesondere den Unternehmen ein wirtschaftlicher Schaden entsteht. Des weiteren birgt der Empfang von e-mails und insbesondere das Öffnen derselben stets auch die Gefahr einer Verseuchung mit Viren, wobei diese Gefahr mit dem Anstieg der e-mails zwangsläufig ebenfalls steigt.
  • Um Empfänger, also Privatpersonen und insbesondere Firmen vor der Flut von e-mails im allgemeinen und von Werbe- und Spam-Mails im besonderen zu schützen, und lediglich die e-mails zum Empfang zuzulassen, die dem Empfänger von Nutzen bzw. von diesem gewünscht sind, sind verschiedene Verfahren, Systeme und Programme bekannt.
  • Bekanntermaßen werden die abgesendeten e-mails nach unterschiedlichen und variablen Vorgaben und Algorithmen unterschieden und gefiltert, so daß nur die vom Empfänger gewünschten e-mails tatsächlich empfangen werden. Diese sogenannten Anti-Spam-Programme scannen z.B. eine e-mail nach bestimmten Suchbegriffen, bei deren Auffinden die e-mail abgewiesen bzw. zurückgesendet wird. Wird der Suchbegriff nicht gefunden, wird die e-mail an den Empfänger weitergeleitet.
  • Nachteil der bekannten Verfahren und Vorrichtungen sowie Programme ist es aber, daß sie durch geeignete Maßnahmen, z.B. eine Codierung des Betreffs oder dergleichen, leicht umgangen werden können bzw. eine Vielzahl von Filtern erforderlich ist, um eine wirksame Barriere gegen unerwünschte e-mails aufzubauen. Des weiteren müssen die Filter stets aktualisiert und ergänzt werden, um nicht durch bisher im Einsatz befindliche Filter erfaßte e-mails ebenfalls abweisen zu können. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß möglicherweise von guten Kunden, Geschäftspartnern oder anderen Dritte e-mails nicht empfangen werden können, weil ein Filter die e-mail als unerwünscht erkennt, obwohl der Empfänger von diesem Absender jede e-mail empfangen möchte. Eine Unterscheidung ist für den Empfänger nicht möglich.
  • Vielmehr ist die Empfangsbereitschaft fremdgesteuert. Auch kann der Empfänger nicht zwischen wichtigen und unwichtigen e-mails eines grundsätzlich autorisierten Absenders unterscheiden, was den schnellen und wirtschaftlichen Zugriff auf wirklich wichtige e-mails erschwert. Mit anderen Worten hat der Empfänger nur bedingt, und zwar nur durch Auswahl bestimmter und üblicherweise durchlässiger Filter, die Möglichkeit, Einfluß auf die eingehenden e-mails zu nehmen.
  • Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren vorzuschlagen, das einen zuverlässigen, umfassenden und vom Empfänger steuerbaren Schutz gegen unerwünschte e-mails gewährleistet. Des weiteren ist es Aufgabe der Erfindung, ein System sowie ein Programm zu schaffen, mit dem das Verfahren durchgeführt bzw. gesteuert werden kann.
  • Diese Aufgabe wird zunächst durch ein Verfahren mit den eingangs genannten Schritten dadurch gelöst, daß die Zugangsberechtigung durch einen vom Empfänger zu definierenden Geldbetrag bestimmt wird. Damit wird auf überraschend einfache aber besonders effektive Weise eine Möglichkeit geschaffen, dem Empfänger das alleinige Recht für die Zugangsberechtigung zu geben. Der Empfänger selbst kann frei entscheiden, von welchem Absender er zu welchen Konditionen e-mails empfangen möchte. Bei guten Kunden oder ausgewählten Einzelpersonen kann der Geldbetrag z.B. EUR 0,00,- betragen, so daß dieser Personenkreis weiterhin freien e-mail-Zugang zum das Schutzsystem verwendenden Empfänger hat. Andere e-mails von unbekannten und/oder unerwünschten und/oder weniger wichtigen Absendern werden nur gegen ein variables Entgeld, z.B. EUR 1,- pro e-mail empfangen. Dadurch wird die Anzahl eingehender e-mails drastisch reduziert, da insbesondere die unbekannten bzw. unerwünschten Absender zum umsichtigen Umgang beim Versenden von e-mails angehalten werden. Durch das erfindungsgemäße Verfahren kann der Empfänger einerseits sicherstellen, daß eingehende e-mails wichtige Informationen enthalten bzw. lohnenswert zu lesen sind. Zusätzlich wird der Empfänger für das Lesen der e-mails quasi bezahlt, so daß er sich für eine gewisse Zeit dem Inhalt der e-mail widmen kann. Andererseits kann der Absender davon ausgehen, daß die insbesondere für unbekannte oder unerwünschte Absender in der Regel kostenpflichtige e-mail auch mit der entsprechenden Ernsthaftigkeit bearbeitet wird. Mit anderen Worten wird die Beliebigkeit einer e-mail durch das erfindungsgemäße Verfahren insbesondere bei sich unbekannten Kommunikationspartner aufgehoben.
  • In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung werden alle e-mails unbekannter bzw. nicht autorisierter Absender vom Empfänger abgewiesen. Dadurch wird mit sehr geringem Aufwand zuverlässig sichergestellt, daß die Anzahl eingehender e-mails beim Empfänger drastisch reduziert wird. Gerade die Anzahl von e-mails unbekannter Kommunikationspartner führt nämlich zu der e-mail-Flut, die dem Empfänger keinerlei Nutzen bringen. Wenn der Absender also nicht bereit ist, die vom Empfänger vorgegebenen Teilnahmebedingungen zu akzeptieren, kann er den Empfänger auch nicht mit unerwünschten e-mails „belästigen".
  • Vorzugsweise erhält der Absender beim Ablehnen der ursprünglich versendeten e-mail eine e-mail zurück, in der ihm die Ablehnung mitgeteilt und die Teilnahmebedingungen zur Erlangung der Zugangsberechtigung bei jeweiligen Empfänger mitgeteilt werden. Mit diesem Verfahrensschritt wird es dem Absender ermöglicht, dem Empfänger die e-mail doch zukommen zulassen, vorausgesetzt er erfüllt die Teilnahmebedingungen. Damit ist die Kommunikation letztlich sichergestellt. Sollte die Kommunikation nicht zustande kommen, da der Absender die Teilnahmebedingungen nicht erfüllt, war der Inhalt der e-mail offensichtlich von untergeordneter Bedeutung. Dies trifft auf Werbemails und insbesondere auf Spam-Mails zu.
  • Des weiteren ist die Aufgabe durch ein System der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß das Prüfmittel ein Server zur gebührenabhängigen Zugangsberechtigung für die e-mails beim Empfänger ist. Mit dem erfindungsgemäßen System läßt sich das Verfahren mit den genannten Vorteilen auf besonders einfache Weise realisieren.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Server durch den Empfänger steuerbar. Der Server zur gebührenabhängigen Zugangsberechtigung für die e-mails beim Empfänger schafft damit ein Barriere, die beim Erstkontakt alle e-mails abweist und bei nachfolgenden e-mails nur überwunden werden kann, wenn der Absender bereit ist, auf die vom Empfänger definierten Teilnahmebedingungen einzugehen. Absender werden durch das erfindungsgemäße System wirksam davon abgehalten, belanglose e-mails zu versenden.
  • Vorteilhafterweise umfaßt der Server ein SENDMAIL-Modul, ein PROCMAIL-Modul, ein FETCHMAIL-Modul, mindestens ein Postfach zur Ablage eingehender e-mails, ein POPPER/IMAPD-Modul sowie ein Abfrage-Modul, wobei sämtliche Module und das Postfach mittels eines Programms miteinander verknüpft sind. Durch die Verwendung der genannten Module ist eine maximale Kompatibilität gewährleistet, die das Installieren und insbesondere auch das Nachrüsten bestehender System vereinfacht. Mit dem Abfrage-Modul wird sichergestellt, daß e-mails von Absenders mit einem Erstkontakt abgewiesen werden, wobei allen Absendern abgewiesener e-mails die Gelegenheit geschaffen wird, mit dem gewählten Empfänger zu kommunizieren, vorausgesetzt, die vom Abfrage-Modul mitgeteilten Teilnahmebedingungen werden erfüllt. Durch das programmgesteuerte und vom Empfänger steuerbare Abfrage-Modul ist das System also derart eingerichtet, daß das Zustandekommen der Kommunikation allein vom Empfänger bestimmbar ist.
  • Ein Programm zur Steuerung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10 löst die gestellte Aufgabe ebenfalls.
  • Weitere bevorzugte Merkmale und Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen und der Beschreibung. Das Verfahren, das Programm sowie eine besonders bevorzugte Ausführungsform des Systems werden anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:
  • 1 ein Ablaufdiagramm des erfindungsgemäßen Verfahrens,
  • 2 ein Flußdiagramm des Programms zur Steuerung des Verfahrens gemäß 1, und
  • 3 ein System zur Durchführung des Verfahrens gemäß 1.
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren, ein System sowie ein Programm zur Regulierung des e-mail-Verkehrs.
  • Aus der 3 ist beispielhaft ein System 10 zur Regulierung des e-mail-Verkehrs gezeigt. Das System 10 umfaßt im wesentlichen einen Zugang 11 zum Internet 12 für den Absender, einen Zugang 13 zum Internet 12 für den Empfänger sowie einen Server 14. Der Server 14 weist ein SENDMAIL-Modul 15, ein PROCMAIL-Modul 16, ein FETCHMAIL-Modul 17, mindestens ein Postfach 18 (in der gezeigten Ausführungsform sind mehrere Postfächer vorgesehen), ein POPPER/IMAPD-Modul 19 sowie ein Abfrage-Modul 20 auf. Alle Komponenten 11 bis 20 sind durch ein übliches Programm miteinander verknüpft.
  • Das Abfrage-Modul 20 ist aus einer SQL-Datenbank 21, einer HTMLS-Schnittstelle 22, einer Schnittstelle 23 zum PROCMAIL-Modul 16 bzw. SENDMAIL-Modul 15 sowie einer Schnittstelle 24 zu einem Buchhaltungsprogramm gebildet. Sämtliche Komponenten 21 bis 24 des Abfrage-Moduls 20 sind durch ein Programm, das im folgenden näher erläutert wird, zur Steuerung miteinander verknüpft. Der Server 14 kann als Hardware aber auch als Softwarepaket ausgebildet sein. Sämtliche vorgenannten Komponenten des Systems 10 mit Ausnahme des Abfrage-Moduls 20 können auch durch andere vergleichbare Standardkomponenten ausgetauscht werden.
  • Das Verfahren zur Regulierung des e-mail-Verkehrs läuft nach folgendem Schema ab:
    Ein Absender versendet über seinen Zugang 11 eine e-mail in das Internet 12. Diese e-mail wird vom Server 14, der direkt beim Empfänger, aber auch bei einem Internet Service Provider installiert sein kann, empfangen und auf Zugangsberechtigung beim Empfänger geprüft. Hierzu empfängt das SENDMAIL-Modul 15 die e-mail und leitet sie an das PROCMAIL-Modul 16. Das PROCMAIL-Modul 16 prüft die e-mail, indem es sich an das Abfrage-Modul 20 wendet. Das Abfrage-Modul 20 greift auf die SQL-Datenbank 21 zu. In dieser SQL-Datenbank 21 sind u.a. von dem Empfänger Daten hinterlegt, und zwar z.B. Listen von Absendern, von denen er e-mails empfangen möchte. Diese Liste kann nochmals unterteilt sein in Absender, die kostenfrei Zugang zum Empfänger haben und Absender, die die Zugangsberechtigung nur gegen Bezahlung eines zuvor vom Empfänger definierten Geldbetrages erhalten. Alle Absender, die nicht in der Datenbank hinterlegt sind, also dem Empfänger entweder unbekannt oder als Kommunikationspartner nicht gewünscht sind, haben keine Zugangsberechtigung zum Empfänger, so daß deren e-mails grundsätzlich abgewiesen werden.
  • Das Abfrage-Modul 20 prüft also durch Lesen der SQL-Datenbank 21 die eingehende e-mail auf Zugangsberechtigung zum jeweils angewählten Empfänger. Dies setzt natürlich voraus, daß der Empfänger Anwender/Nutzer des beschriebenen Schutzsystemsist. Liegt für den Absender keine Zugangsberechtigung vor bzw. handelt es sich um eine Erstkontakt zwischen Absender und Empfänger, meldet das Abfrage-Modul 20 diese Information dem PROCMAIL-Modul 16. Über das FETCHMAIL-Modul 17 wird dem Absender mitgeteilt, daß er keine Zugangsberechtigung für den angewählten Empfänger hat. Gleichzeitig werden dem Anmelder die Teilnahmebedingungen mitgeteilt, wie er die Zugangsberechtigung für den angewählten Empfänger erhält. Der Absender wird also informiert, daß der angewählte Empfänger mit einem sogenannten Bezahl-Schutzsystem arbeitet. Für den Fall, daß der Absender die Teilnahmebedingungen nicht erfüllt, werden zukünftige e-mails dieses Absenders an den Empfänger weiterhin abgelehnt, d.h. dem Empfänger nicht zugestellt.
  • Für den Fall, daß der Absender die Teilnahmebedingungen erfüllt, werden zukünftige e-mails dem Empfänger zugestellt. Um die Autorisierung zu erlangen, muß sich der Absender über seinen Zugang 11, beispielsweise seinen Browser, beim Server 14 anmelden, und zwar genauer über die HTMLS-Schnittstelle 22, und seine persönlichen Daten sowie das vom Absender gewünschte Zahlungsmittel bzw. den Zahlungsweg angeben. Nach dieser einmaligen Anmeldeprozedur erhält der Absender eine digitale Zertifizierung, mittels der er für zukünftige e-mails die Zugangsberechtigung zum Empfänger erhält. Beim Absenden einer nächsten e-mail erkennt das Abfrage-Modul 20 den Absender als vom Empfänger autorisiert und leitet die e-mail gegen Buchung eines definierten Betrages (dieser Betrag kann vom Empfänger beliebig festgelegt werden) über das PROCMAIL-Modul 16 in das Postfach 18 des Empfängers. Mit Ablage der e-mail im Postfach 18 wird das persönliche Konto des Absenders, der nunmehr mit seinen Daten ebenfalls in der SQL-Datenbank 21 vermerkt ist, belastet. Der Empfänger kann diese e-mail dann über seinen Zugang 13 durch Zugriff auf den Server 14 bzw. genauer auf das POPPER/IMAPD-Modul 19 abfragen.
  • Die Übertragung der Buchung des Geldbetrages erfolgt über die Schnittstelle 24. Der vom Empfänger festgelegte Geldbetrag wird einem Konto des Absenders, beispielsweise bei einem Geldinstitut, belastet. In regelmäßigen Abständen erhält der Absender dann eine Rechnung. Der Empfänger kann das gesamte Abrechnungsverfahren auch an einen Internet Service Provider abgeben, der die Abwicklung und Überwachung übernimmt.
  • Selbstverständlich kann das zuvor beschriebene System 10 auch mit anderen handelsüblichen Komponenten und Programmen kombiniert werden, beispielsweise indem das Bezahl-Schutzsystem mit bekannten Filtersystemen abgestimmt wird.
  • Das Programm zur Steuerung des Verfahrens bzw. des Abfrage-Moduls 20 wird anhand des Flußdiagramms gemäß 2 erläutert:
    Das Programm, das aus drei Hauptsträngen I, II und III besteht, läuft innerhalb des Abfrage-Moduls 20 und kommuniziert mit dem PROCMAIL-Modul 16. Sobald eine e-mail eingeht, wird über das SENDMAIL-Modul 15 und das PROCMAIL-Modul 16 ein Zugriff auf die SQL-Datenbank 21 ausgelöst. Der Zugriff kann zum einen schreibend erfolgen, wenn ein bereits autorisierter/zertifizierter Absender auf seinem Konto belastet werden muß. Das System zählt quasi den Eintrag bzw. Eingang. Zum anderen kann der Zugriff lesend erfolgen, um zu prüfen, ob der Absender zur Weiterleitung der e-mail an den Empfänger autorisiert ist. Des werden die vorhandenen Daten ausgelesen, konvertiert und an das PROCMAIL-Modul 16 ausgegeben.
  • Die Anmeldeprozedur erfolgt, indem der Absender über die Schnittstelle 22 Daten eingibt. Wenn die Daten gültig sind, wird der Datensatz abgelegt. Handelt es sich um einen Neueintrag, wird eine digitale Zertifizierung erstellt und dem Absenders übermittelt. Sind die Daten bereits bekannt oder handelt es sich lediglich z.B. um eine Änderung, wird keine neue Zertifizierung erstellt. Sollten die Daten ungültig sein, erfolgt eine erneute Dateneingabe.
  • Gleichzeitig oder zeitversetzt führt das Programm eine regelmäßige Abfrage für den Rechnungslauf durch. Ist ein vorgegebenes Abrechungsdatum erreicht, beginnt der Abrechnungslauf. Nach einer Datenermittlung, einer Kalkulation sowie einer Formatierung wird der Rechnungslauf abgeschlossen, indem die Information über die Schnittstelle 24 an das Buchhaltungsprogramm weitergeleitet wird. Ist ein vorgegebenes Abrechnungsdatum noch nicht erreicht, wiederholt das Programm diese Abfrage zu einem späteren Zeitpunkt.
  • Sämtliche Stränge I bis III können parallel oder auch zeitlich versetzt ablaufen. Mit anderen Worten sind die Stränge I bis III autark.

Claims (18)

  1. Verfahren zur Regulierung des e-mail-Verkehrs umfassend die Schritte: – Versenden einer e-mail von einem Absender über das Internet (12) an einen Empfänger, – Prüfen der e-mail auf Zugangsberechtigung beim Empfänger, bevor die e-mail den Empfänger erreicht, und – entweder Ablehnen der e-mail für den Fall, daß keine Zugangsberechtigung zum entsprechenden Empfänger angezeigt wird, oder Weiterleiten der e-mail an den Empfänger für den Fall, daß eine Zugangsberechtigung zum entsprechenden Empfänger angezeigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß – die Zugangsberechtigung durch einen vom Empfänger zu definierenden Geldbetrag bestimmt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Geldbetrag per e-mail auf einem Konto des Absenders gebucht wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die ursprünglich versendete e-mail nach Buchung des Geldbetrages dem Empfänger zugestellt wird.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß alle e-mails unbekannter bzw. nicht autorisierter Absender vom Empfänger abgewiesen werden.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Absender beim Ablehnen der ursprünglich versendeten e-mail eine e-mail zurück erhält, in der ihm die Ablehnung mitgeteilt und die Teilnahmebedingungen zur Erlangung der Zugangsberechtigung beim jeweiligen Empfänger mitgeteilt werden.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Absender durch Bekanntgabe seiner persönlichen Daten sowie des Zahlungsmittels und/oder des Zahlungswegs die Zugangsberechtigung erhält.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Absender parallel zur Erlangung der Zugangsberechtigung eine digitale Zertifizierung erhält.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Zertifizierung jede e-mail des Absenders an den Empfänger weitergeleitet, registriert und auf dem Konto des Absenders gebucht wird.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Buchungen auf dem Konto regelmäßig, vorzugsweise Ende des Monats, über den zuvor vereinbarten Zahlungsweg bzw. das vereinbarte Zahlungsmittel dem Absender in Rechnung gestellt werden.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß es mittels eines Programms gesteuert wird.
  11. System zur Regulierung des e-mail-Verkehrs, im wesentlichen bestehend aus einem für den Absender zugänglichen Zugang (11) zum Internet (12), dem Internet (12) selbst sowie einem für den Empfänger zugänglichen Zugang (13) zum Internet (12), wobei zwischen dem Zugang (11) für den Absender und dem Zugang (13) für den Empfänger ein Prüfmittel für die Zugangsberechtigung einer abgesendeten e-mail an den Empfänger angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Prüfmittel ein Server (14) zur gebührenabhängigen Zugangsberechtigung für die e-mails beim Empfänger ist.
  12. System nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Server (14) vom Empfänger steuerbar ist
  13. System nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Server (14) ein SENDMAIL-Modul (15), ein PROCMAIL-Modul (16), ein FETCHMAIL- Modul (17), mindestens ein Postfach (18) zur Ablage der eingehenden e-mails, ein POPPER/IMAPD-Modul (19) sowie ein Abfrage-Modul (20) umfaßt, wobei sämtliche Module (15 bis 17, 19, 20) und jedes Postfach (18) mittels eines Programms miteinander verknüpft sind.
  14. System nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Abfrage-Modul (20) eine SQL-Datenbank (21), eine HTMLS-Schnittstelle (22), eine Schnittstelle (23) zum PROCMAIL-Modul (16) und/oder SENDMAIL-Modul (15) sowie eine Schnittstelle (24) zu einem Buchhaltungsprogramm umfaßt, wobei die SQL-Datenbank (21), die HTMLS-Schnittstelle (22) sowie die Schnittstellen (23, 24) über ein Programm miteinander verknüpft sind.
  15. System nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Server (14) zwischen dem Zugang (11) des Absenders und dem Zugang (13) des Empfängers angeordnet ist.
  16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Server (14) beim Empfänger installiert ist.
  17. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Server (14) beim Internet Service Provider (ISP) installiert ist.
  18. Programm, insbesondere zur Steuerung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10.
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