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Die
Erfindung betrifft ein Fahrzeugdach, insbesondere eines Personenkraftwagens,
mit einer festen Dachstruktur.
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Fahrzeuge
mit festen Fahrzeugdächern
sind bekannt, an deren Unterseite dem Fahrzeuginnenraum zugewandt
eine Dachmittelkonsole fest angebracht ist, die in den festen Himmel
an der Dachunterseite integriert ist.
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Aus
der
DE 43 40 980 A1 ist
eine Dachmittelkonsole oder Deckenkonsole bekannt geworden, mit der
ein Fahrzeug mit einer bestehenden Schiebedachöffnung ergänzt werden kann. Zur Befestigung enthält die Deckenkonsole
einen vorderen und einen hinteren Befestigungssockel, die an einer
vorderen bzw. einer hinteren Kante des Dachausschnitts festlegbar
sind. Auf diese Weise ist die Deckenkonsole unter der Schiebedachöffnung anbringbar.
Eine Sonnenschutz- oder
Abschattungseinrichtung ist nicht vorgesehen oder verwendbar.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, ein eingangs genanntes Fahrzeugdach zu schaffen,
das den Fahrzeuginsassen verbesserte universelle Nutzungsmöglichkeiten
bietet.
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Diese
Aufgabe wird bei dem oben genannten Fahrzeugdach erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß die Dachstruktur
ein vorderes Befestigungsmittel und ein hinteres Befestigungsmittel
einer Befestigungseinrichtung für
eine an der Unter seite des Fahrzeugdaches festlegbare Dachmittelkonsole
aufweist. Gegenüber
feste angebrachten Dachmittelkonsolen kann bei diesem Fahrzeugdach
die Dachmittelkonsole wahlweise an den speziell hierfür geschaffenen Befestigungsmitteln
bzw. mit deren Hilfe am Fahrzeugdach befestigt werden. Diese Befestigungsmittel,
von denen das vordere Befestigungsmittel zweckmäßigerweise an einem vorderen
dachunterseitigen Dachquerbauteil und das hintere Befestigungsmittel
an einem hinteren dachunterseitigen Dachquerbauteil angeordnet sind,
gestatten die Anbringung der Dachmittelkonsole unabhängig von
der Gestaltung des Daches im Bereich der Anbringungsposition der
Dachmittelkonsole.
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Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Das
die wahlweise Befestigung der Dachmittelkonsole ermöglichende
Fahrzeugdach kann somit eine feste Dachfläche, eine in eine Dachöffnung fest eingesetzte
Abdeckung, wie z. B. einen Glasdeckel oder dergleichen, oder eine
Dachschließeinrichtung zum
wahlweisen Verschließen
oder zumindest teilweisen Freilegen der Dachöffnung aufweisen. Die Dachschließeinrichtung
ist z. B. ein Schiebedach, ein Schiebehebedach, ein außengeführtes Spoilerdach, ein
Lamellendach oder dergleichen.
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Vorzugsweise
enthält
das Fahrzeugdach an seiner Unterseite einen festen Himmel, wenn
ein geschlossenes Dach vorgesehen ist, oder eine verstellbare Sonnenschutzeinrichtung,
insbesondere einen verschiebbaren Himmel, an seiner Dachunterseite, wenn
ein transparentes Dachteil vorgesehen ist. Die verstellbare Sonnenschutzeinrichtung
bzw. der verschiebbaren Himmel können
auch bei montierter Dachmittelkonsole betätigt und genutzt werden.
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Eine
Sonnenschutzeinrichtung kann sich oberhalb der montierten Dachmittelkonsole über die Breite
des Daches bzw. der Dachöffnung
erstrecken. Andererseits kann die Sonnenschutzeinrichtung unterteilt
sein und die am Fahrzeugdach an gebrachte Dachmittelkonsole enthält dann
Führungen
für eine rechte
und eine linke dachunterseitige Sonnenschutzeinrichtung.
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Gemäß einer
alternativen Gestaltung ist vorgesehen, daß ein am Fahrzeugdach angebrachter Lagerrahmen
für eine
mehrteilige Sonnenschutzeinrichtung zwei voneinander beabstandete
Längsführungen
aufweist, die die Dachmittelkonsole zwischen sich aufnehmen. Beidseits
der Dachmittelkonsole ist dann jeweils eine Sonnenschutzeinrichtung
angeordnet. Die Sonnenschutzeinrichtung enthält zumindest eine verschiebbare
Himmelplatte oder ein Sonnenrollo.
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Zweckmäßigerweise
erstreckt sich die Dachmittelkonsole vorne bis an einen Dachrahmen
oberhalb der Windschutzscheibe und hinten bis an das Ende der Fahrzeugdaches,
wobei sich insbesondere vom hinteren Ende der eigentlichen Dachmittelkonsole
eine flache Abdeckung weiter nach hinten erstrecken kann, die den
festen Fahrzeughimmel und insbesondere eine Stoßfuge zwischen angrenzenden
Himmelteilen in diesem Bereich abdecken kann.
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Vorzugsweise
enthält
die Dachmittelkonsole Befestigungsmittel zum Zusammenwirken mit
den dachfesten Befestigungsmitteln, so daß das Anbringen der Dachmittelkonsole
im wesentlichen durch Betätigung
an der Dachmittelkonsole erfolgt.
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Die
Dachmittelkonsole enthält
insbesondere Nutzeinrichtungen für
die Fahrzeuginsassen, wie z. B. zumindest ein Ablagefach, einen
Bildschirm, eine Beleuchtung oder eine Belüftung.
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Nachfolgend
wird ein erfindungsgemäßes Fahrzeugdach
anhand von Ausführungsbeispielen unter
Bezugnahme auf die Zeichnung näher
erläutert.
Es zeigt:
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1 in perspektivischer Draufsicht
die Unterseite eines Fahrzeugdaches mit einer daran in Längsrichtung
angebrachten Dachmittelkonsole;
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2 in perspektivischer Draufsicht
die Unterseite eines Fahrzeugdaches mit einer Befestigungseinrichtung
zum Anbringen der Dachmittelkonsole;
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3 in einer Querschnittansicht
das Fahrzeugdach mit einer darunter angeordneten Dachmittelkonsole;
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4 in einer Querschnittansicht
das Fahrzeugdach mit der zwischen Führungsschienen für einen
Schiebehimmel angeordneten Dachmittelkonsole; und
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5 in perspektivischer Draufsicht
einen Rahmen mit einer Lagereinrichtung für einen Schiebehimmel.
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Ein
Fahrzeugdach 1 eines Personenkraftfahrzeugs enthält eine
feste Dachstruktur mit seitlichen Dachlängsholmen 2 und eine
Dachöffnung 3, die
durch einen am Fahrzeugdach bzw. an der Dachstruktur fest angebrachten
transparenten Deckel 4 (3)
verschlossen ist. Die Dachöffnung 3 bzw.
der Deckel 4 erstreckt sich von einem vorderen Dachquerbauteil 5 (1 und 2), z. B. einem Dachquerholm oder Windlauf
oberhalb der Windschutzscheibe 6, nach hinten bis in etwa über die
Kopfstützen 7 der Vordersitze 8,
oder auch noch weiter, z. B. über
die Rücksitze.
An der Unterseite des Fahrzeugdaches schließt sich hinter der Dachöffnung 3 ein
fester Himmel 9 an.
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Eine
Sonnenschutzeinrichtung in Form von mehreren verschiebbaren Himmelteilen 10 ist
unterhalb des Deckels 4 angeordnet. Die Himmelplatten oder
Himmelteile 10 sind an seitlichen Führungen oder Längsschienen 11 verschiebbar
geführt
und können
aus der in 1 und 2 dargestellten Schließstellung
in eine Offenstellung verstellt werden, in der sie nach hinten in
einem Aufnahmeraum zwischen dem festen Himmel 9 und der äußeren Dachhaut
aufgenommen sind.
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Am
vorderen Dachquerbauteil 5 ist ein vorderes Befestigungsmittel 12 einer
Befestigungseinrichtung für
eine Dachmittelkonsole 13 angeordnet. Das vordere Befestigungsmittel 12 enthält z. B.
ein oder mehrere Vertiefungen, die sich am Dachquerbauteil 5 nach
hinten öffnen
und aus der Dachmittelkonsole 13 nach vorne ausfahrbare
Stifte (nicht dargestellt) aufnehmen können, um die Dachmittelkonsole 13 am
Fahrzeugdach 1 bzw. der Dachstruktur fest anzubringen.
Bei Nichtgebrauch, d. h. ohne montierter Dachmittelkonsole 13,
können
die Vertiefungen durch eine Blende abgedeckt werden. Andererseits
kann das vordere Befestigungsmittel 12 auch zumindest ein
aus dem Dachquerbauteil 5 ausfahrbares Halte- und Riegelteil
aufweisen, das mit einer zugeordneten Halteeinrichtung am Vorderende
der Dachmittelkonsole 13 in Halteeingriff gebracht werden
kann.
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Ein
dem vorderen Befestigungsmittel 12 entsprechend gebildetes
hinteres Befestigungsmittel 14 der Befestigungseinrichtung
ist an einem hinteren Dachquerbauteil 15 vorgesehen, das
unterhalb des Hinterrandes der Dachöffnung 3 und am Vorderrand 16 des
festen Himmels 9 angeordnet ist. Mittels des hinteren Befestigungsmittels 14 wird
die Dachmittelkonsole 13 an ihrem Hinterende 17 in
ihrer Einbaustellung am hinteren Dachquerbauteil 15 befestigt.
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Die
Dachmittelkonsole 13 wird entweder schon ab Werk oder nachträglich beim
Fahrzeughändler
oder durch Selbstmontage am Fahrzeugdach angebracht. Dazu wird die
Dachmittelkonsole 13 mittig zwischen dem vorderen und dem
hinteren Dachquerbauteil 5 bzw. 15 positioniert
und durch Betätigen
der Befestigungsmittel 12 und 14, z. B. durch Ein-
oder Ausfahren der Befestigungsmittel, festgelegt. Die Dachmittelkonsole 13 hat
z. B. einen flachen, annähernd
rechteckigen Querschnitt und reicht in ihrer Einbauposition bis
knapp unter die verschiebbaren Himmelplatten oder Himmelteile 10,
so daß die Betätigung der
Sonnenschutzeinrichtung bzw. des Schiebehimmels weiterhin möglich ist.
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Die
Dachmittelkonsole 13 enthält z. B. Ablagefächer 18 mit
klappbarer Unterabdeckung, einen ausklappbaren Flachbildschirm 19,
Radio- und Fernsehempfän ger
mit Bedienelementen 20, Lautsprecher 21, Anschlüsse für Kopfhörer, Beleuchtungseinrichtungen 22 oder
auch Belüftungseinrichtungen, die
mit am vorderen und/oder hinteren Dachquerbauteil 5 bzw. 15 mündenden
Luftkanäle
zusammenwirken.
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Die
Dachmittelkonsole 13 kann an ihrem Vorderende 23 eine
Verlängerung 24 aufweisen,
die die Verkleidung des vorderen Dachquerbauteils 5 unterseitig
abdeckt und sich annähernd
bis an die Windschutzscheibe 6 erstreckt. Daran können weitere
Bedieneinrichtungen und Anzeigeeinrichtungen enthalten sein. In ähnlicher
Weise kann die Dachmittelkonsole 13 an ihrem Hinterende 17 eine
nach hinten gerichtete Verlängerung 25 aufweisen,
die eine Abdeckung des Mittelteils des festen Himmels 9 bis
an das Ende des Daches bildet. Damit kann beispielsweise eine Stoßnaht abgedeckt
sein, die durch zwei feste und in der Dachmitte aneinander grenzende
Himmelhälften
gebildet wird. Wenn der feste Himmel 10 aus zwei Himmelhälften besteht,
können
diese aufgrund ihrer geringeren Größe an der Unterseite des Daches leichter
montiert werden.
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Während 1 und 2 eine Sonnenschutzeinrichtung mit längs verschiebbaren
Himmelplatten 10 zeigt, die sich über die Breite der Dachöffnung 3 erstrecken
und in Führungen 11 beidseits
der Dachöffnung 3 geführt sind,
ist bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß 3 beidseits der Dachmittelkonsole 13 jeweils
eine Sonnenschutzeinrichtung mit verschiebbaren Himmelplatten 26 angeordnet,
die an der äußeren Führung oder
Längsschiene 11,
die an der seitlichen Dachstruktur gelagert ist, und an einer inneren
Führung
oder Längsschiene 27,
die an der Dachmittelkonsole 13 vorgesehen sind, verschiebbar geführt ist.
Auch hier ist die Dachmittelkonsole 13 an ihrem Vorderende 23 und
ihrem Hinterende 17 an der Dachstruktur befestigt.
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Bei
dem Ausführungsbeispiel
gemäß 4 ist ein Lagerrahmen 28 (siehe 5) für die Sonnenschutzeinrichtung
an der Dachstruktur fest angebracht. Der Lagerrahmen 28 enthält jeweils
eine äußere Führungsschiene 29 und
eine innere Füh rungsschiene 30 für die linke
und die rechte Sonnenschutzeinrichtung 26, wobei die Führungsschienen 29, 30 durch
eine vordere und eine hintere Querverbindung 31 bzw. 32 zusammengehalten
sind. Zwischen den beiden inneren Führungsschienen 30 wird
die am Dach angebrachte Dachmittelkonsole 13 aufgenommen.
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Die
Sonnenschutzeinrichtung kann statt der Himmelplatten 26 auch
wickelbare Sonnenrollos oder faltbare Abdeckungen aufweisen.
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In
alternativer Gestaltung kann das Fahrzeugdach statt des fest angebrachten
Deckels 4 ein öffnungsfähiges Dachsystem
z. B. mit einem Schiebedach- oder auch einem Spoilerdachdeckel enthalten.
Die Anbringung der Dachmittelkonsole 13 und der Sonnenschutzeinrichtung
entspricht derjenigen des ersten Ausführungsbeispiels.
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Des
weiteren kann die Dachmittelkonsole 13 auch bei einem geschlossenen
Dach ohne Dachöffnung
wahlweise montiert werden, wobei die Dachmittelkonsole 13 an
der Unterseite des festen Dachhimmels angrenzt. Die Dachmittelkonsole 13 ist
beispielsweise ein Kunststoff-Formteil, das selbsttragend oder mit
einem Verstärkungsrahmen
gebildet ist.
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- 1
- Fahrzeugdach
- 2
- Dachlängsholm
- 3
- Dachöffnung
- 4
- Deckel
- 5
- Dachquerbauteil
- 6
- Windschutzscheibe
- 7
- Kopfstütze
- 8
- Vordersitz
- 9
- fester
Himmel
- 10
- Himmelteil
- 11
- Längsschiene
- 12
- vorderes
Befestigungsmittel
- 13
- Dachmittelkonsole
- 14
- hinteres
Befestigungsmittel
- 15
- hinteres
Dachquerbauteil
- 16
- Vorderrand
- 17
- Hinterende
- 18
- Ablagefach
- 19
- Flachbildschirm
- 20
- Bedienelement
- 21
- Lautsprecher
- 22
- Beleuchtungseinrichtung
- 23
- Vorderende
- 24
- Verlängerung
- 25
- Verlängerung
- 26
- verschiebbare
Himmelplatte
- 27
- Längsschiene
- 28
- Lagerrahmen
- 29
- äußere Führungsschiene
- 30
- innere
Führungsschiene
- 31
- vordere
Querverbindung
- 32
- hintere
Querverbindung