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Querverweis
auf verwandte Anmeldungen
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Diese
Anmeldung beansprucht den Zeitrang der U.S. Provisional Application
No. 60/607,981, eingereicht am 08. September 2004. Die Offenbarung der
genannten Anmeldung ist hier durch Bezugnahme darauf enthalten.
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Hintergrund
und Zusammenfassung der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf Kraftfahrzeuge und insbesondere
auf Kraftfahrzeuge, die ein abnehmbares Hard-Top-Dach haben. Kraftfahrzeuge
mit einem Klappverdeck nehmen in der Popularität zu und Hersteller suchen
kontinuierlich nach Wegen, ein Fahrzeug mit einem Klappverdeck zu
reduzierten Kosten anzubieten. Zusätzlich zu dem Angebot eines
Klappverdecks bevorzugen einige Verbraucher noch die stilistische
Gestaltung und praktische Handhabung eines Fahrzeugs, das ein festes
Dach bzw. ein Hard-Top-Dach hat, das nicht abnehmbar oder im wesentlichen
an Ort und Stelle befestigt ist. Die Herstellungskosten für ein Fahrzeug
sowohl mit einer Klappverdeckoption als auch mit einem festen oder
im wesentlichen festen Hard-Top-Dach können hinderlich sein, insbesondere
bei Fahrzeugen geringen Volumens oder bei Spezialfahrzeugen. Das
bedeutet, dass die Entwicklungs- und Design-Kosten, die mit der
Vorbereitung eines Fahrzeugs verbunden sind, um sowohl ein Klappverdeck
aufzuweisen als auch mit einem festen Dach oder im wesentlichen
festen Dach hergestellt zu werden, sowie die damit zusammenhängenden Werkzeuge
einen Hersteller darin hindern können, beide
Konfigurationen für
ein vorgegebenes Fahrzeug anzubieten.
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Als
Ergebnis könnten
einige Hersteller ein Fahrzeug in nur einer einzigen Konfiguration
anbieten, das ein Klappverdeck verwendet. Auf Grund dieser begrenzten
Auswahl können
einige Verbraucher, die anderenfalls an einem Kauf des Fahrzeugs
interessiert wären,
durch die Tatsache abgehalten werden, dass das Fahrzeug nur in einer
Klappverdeck-Konfiguration angeboten wird. Wenn das Fahrzeug eine
Klappverdeck-Konfiguration verwendet, erfordert die Handhabung des
Wassers, das von dem Dach abläuft,
darüber
hinaus die Verwendung von Ablaufrinnen. Die für das Fahrzeug, das eine Klappverdeck-Konfiguration
hat, verwendeten Ablaufrinnen können
nützlich
zum Auffangen von Wasser sein oder nicht, wenn das Klappverdeck
durch ein Hard-Top-Dach ersetzt wird. Wenn versucht wird, die vorhandenen
Wasserablaufrinnen zu verwenden, kann sich darüber hinaus eine nicht ansprechende Erscheinungsform
ergeben.
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Somit
wäre es
vorteilhaft, wenn ein Fahrzeug, das dafür ausgelegt ist, ein Klappverdeck
zu verwenden, leicht und ökonomisch
so konfiguriert werden könnte,
dass es auch eine Hard-Top-Dach-Option aufweist. Darüber hinaus wäre es auch
vorteilhaft, wenn die Hard-Top-Dach-Konfiguration einen großen Teil
der existierenden Komponenten oder Strukturteile verwenden würde, die
für Klappverdeck-Konfigurationen derzeit
existieren.
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Entspechend
der vorliegenden Erfindung wird ein abnehmbares Hard-Top-Dach-System offenbart,
das dafür
verwendet werden kann, ein Klappverdeck für ein Fahrzeug zu ersetzen.
Das Hard-Top-Dach-System wird als Modul angeboten und umfasst eine
im wesentlichen starre Dachplatte sowie eine Hebevorrichtung oder
Hebetür
(lift gate), die mit der Dachplatte gekoppelt ist. Die Platte und die
Hebevorrichtung sind an Stelle des Klappverdecks an dem Fahrzeug
anbringbar. In einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst
die abnehmbare Dachplatte eine Strukturtragevorrichtung, die mit
der Dachplatte gekoppelt ist. In noch einem weiteren Aspekt der
vorliegenden Erfindung weist das Kraftfahrzeug eine Wasserablaufrinne
auf, die unabhängig
von den Positionen der beweglichen Elemente des Kraftfahrzeugs aus
dem Blickfeld verborgen ist. In noch einem weiteren Aspekt der vorliegenden
Erfindung ist eine abnehmbare Dachplatte durch die Verwendung eines
Halters an einem Kraftfahrzeug angebracht, der an einem vorderen
Kopfteil des Fahrzeugs angebracht ist.
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Die
vorliegende Erfindung ist dahingehend vorteilhaft, dass sie existierende
Befestigungsstellen und/oder Bauteile verwenden kann, die für das Festhalten
eines Klappverdecks an dem Fahrzeug verwendet werden. Dieses erleichtert
die Herstellung eines Fahrzeugs mit entweder einem Klappverdeck oder
einem abnehmbaren Hard-Top-System. Zusätzlich verringert die Einfachheit
der Herstellung die Montagekosten und die mit der Herstellung beider Konfigurationen
verbundene Arbeit. Das Verbergen einer Wasserablaufrinne aus dem
Blickfeld ist dahingehend vorteilhaft, dass eine ästhetisch
ansprechende Erscheinungsform sowie eine individuelle Anpassung
und Oberflächenbeschaffenheit
für das
Fahrzeug geschaffen werden. Die Verwendung einer Strukturtragevorrichtung
in Verbindung mit der abnehmbaren Dachplatte ist dahingehend vorteilhaft, dass
ein einfacher, kosteneffizienter Weg geschaffen wird, die Dachplatte
strukturell zu verstärken.
Zusätzliche
Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung und den beigefügten Patentansprüchen in
Verbindung mit den beigefügten
Zeichnungen. Es versteht sich, dass die detaillierte Beschreibung
und die speziellen Beispiele, die die bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung angeben, nur für
Zwecke der Illustration vorgesehen sind, nicht jedoch dafür, den Umfang
der Erfindung zu beschränken.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Die
vorliegende Erfindung wird besser verständlich durch die detaillierte
Beschreibung und die beigefügten
Zeichnungen:
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1A und 1B sind
perspektivische Ansichten eines Fahrzeugs, das ein abnehmbares Hard-Top-Dach-System
gemäß dem Prinzip
der vorliegenden Erfindung hat, wobei sich die hintere Bordwand
in einer geschlossenen bzw. einer offenen Position befindet;
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2A ist
eine gesprengte Ansicht der Dachplatte des Dachsystems aus 1A;
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2B ist
eine gesprengte Ansicht der Hebevorrichtung des Dachsystems aus 1;
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2C ist
eine gesprengte Ansicht der Überrollbügelanordnung
des Dachsystems aus 1;
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3 ist
eine Querschnittsansicht des Dachsystems aus 1 entlang
der Linie 3-3;
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4 ist
eine Querschnittsansicht des Dachsystems aus 1 entlang
der Linie 4-4;
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5 ist
eine Querschnittsansicht des Dachsystems aus 1 entlang
der Linie 5-5;
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6 ist
eine Querschnittsansicht des Dachsystems aus 1 entlang
der Linie 6-6;
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7A bis 7C sind
Querschnittsansichten des Dachsystems aus 1 entlang
der Linien 7A-7A, 7B-7B und 7C-7C aus 1;
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8A bis 8I sind
perspektivische Ansichten des Montageprozesses der vorliegenden
Erfindung;
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9 ist
eine Querschnittsansicht des Dachsystems entlang Linie 9-9 aus 1, die eine erste alternative Ausführungsform
des Dachsystems zeigt; und
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10 ist
eine Querschnittsansicht des Dachsystems entlang Linie 10-10 aus 1, die die alternative Ausführungsform
des Dachsystems zeigt.
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Detaillierte
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
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Die
folgende Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen ist in ihrer Natur
rein exemplarisch zu verstehen und ist in keiner Weise dafür vorgesehen,
die Erfindung, ihren Einsatzbereich oder ihre Verwendungen zu beschränken.
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Ein
Kraftfahrzeug 20 mit einem Hard-Top-Dach-System 22 gemäß den Prinzipien
der vorliegenden Erfindung ist in den 1A und 1B dargestellt.
Das Fahrzeug 20 hat eine Karosserie 23, die einen
Insassensitzbereich 24 und einen Stauraum 25 hinter
dem Insassenraum 24 aufweist. Die Karosserie 23 umfasst
außerdem
seitliche Türen 26, hintere
Seitenwände 28,
eine hintere Stoßstangenverkleidung 30 sowie
eine vordere Windschutzscheibe 32. Jede Seitentür 26 weist
ein rahmenloses Seitenfenster 34 auf.
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Das
Dachsystem 22 ist dafür
vorgesehen, anstelle eines Klappdachsystems (nicht dargestellt) fest
an dem Fahrzeug 20 befestigt zu werden. Das bedeutet, dass
das Fahrzeug 20 dafür
ausgelegt ist, mit einem Klappverdecksystem ausgestattet zu werden,
wobei das Hard-Top-Dach-System 22 dafür ausgelegt
ist, anstelle des Klappverdecksystems an dem Fahrzeug 20 angebracht
zu werden. Wenn es einmal installiert ist, ist das Dachsystem 22 nicht
dafür vorgesehen,
von dem Fahrzeug 20 abgenommen und wieder angebracht zu
werden. Falls gewünscht,
kann das Dachsystem 22 jedoch von dem Fahrzeug 20 entfernt
werden. Das Dachsystem 22 kann die gleichen oder andere
Befestigungsstellen wie das Klappverdeck verwenden, in Abhängigkeit
von dem Design der Karosserie 23 und den Anforderungen
des Dachsystems 22. Es sollte sich jedoch verstehen, dass das
Dachsystem 22 an einem Fahrzeug angebracht werden kann,
das nicht dafür
ausgelegt ist, ein Klappverdecksystem aufzunehmen.
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Das
Dachsystem 22 umfasst eine im wesentlichen starre Hard-Top-Dachplatte 36 und
eine Hebevorrichtung oder Hebetür
(lift gate) 38. Das Dachsystem 22 deckt den Insassensitzbereich 24 und
den Stauraum 25 ab. Die Hebevorrichtung 38 umfasst
einen Rahmen 40 sowie ein hinteres Fenster oder Heckfenster 42.
Die Hebevorrichtung 38 ist zwischen einer offenen Position,
wie sie in 1B dargestellt ist, und einer
geschlossenen Position, wie sie in 1A dargestellt
ist, betätigbar,
um wahlweise Zugang zu dem Stauraum 25 zu gestatten bzw.
diesen zu schließen.
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Das
Dachsystem 22 und die verschiedenen Komponenten dieses
Systems sind symmetrisch um eine längsgerichtete, vorwärts und
rückwärts gerichtete
Mittellinie (nicht dargestellt) des Fahrzeugs 20 dargestellt.
Aus Gründen
der Kürze
wird zeitweilig nur eine Seite des Dachsystems 22 dargestellt und/oder
erläutert,
wobei es sich jedoch versteht, dass die Komponenten für die andere
Seite ebenfalls als Teil des Dachsystems 22 vorgesehen
sind und Spiegelbilder der dargestellten und/oder erläuterten Seite
sind.
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Unter
Bezugnahme auf 2A sind Einzelheiten der Dachplatte 36 dargestellt.
Die Dachplatte 36 umfasst eine äußere Platte 44 und
eine innere Platte 46, die jeweils vorzugsweise aus einem
flächengeformten
Verbundmaterial hergestellt sind. Die äußere und die innere Platte 44, 46 sind
an verschiedenen Stellen aneinander haftend miteinander verbunden,
um als eine einzige einheitliche Dachplatte 36 zu wirken.
Die Dachplatte 36 ist mit Bolzen an verschiedenen Stellen
an der Karosserie 23 des Fahrzeugs 20 angebracht,
um die Dachplatte 36 im wesentlichen fest an dem Fahrzeug 20 zu
befestigen, wie es detailliert unten beschrieben wird. Eine äußere Oberfläche 48 der äußeren Platte 44 bildet
die äußere Oberfläche der
Dachplatte 36 und ist vorzugsweise lackiert, um zu dem
Rumpf 23 zu passen.
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Die
innere Platte 46 weist zwei Wasserablaufrinnen 50, 52 jeweils
an der Fahrerseite und der Beifahrerseite des Fahrzeugs 20 auf.
Die ersten Ablaufrinnen 50 fangen Wasser auf, das entlang
der äußeren Platte 44 in
der Nähe
der hinteren Seitenwände 28 läuft. Die
ersten Ablaufrinnen 50 sind im wesentlichen aus dem Blickfeld
verbogen, wie es unten detaillierter beschrieben wird. Die zweiten
Ablaufrinnen 52 fangen Wasser auf, das entlang der Hebevorrichtung 38 in
der Nähe
der äußeren Platte 44 und der
hinteren Seitenwände 28 fließt. Die
ersten Ablaufrinnen 50 leiten das darin fließende Wasser
in der Nähe
eines hintersten Abschnitts 54 der inneren Platte 46 in
zweite Ablaufrinnen 52. Die zweiten Ablaufrinnen 52 leiten
das darin fließende
Wasser in der Nähe
der Rücklichter
auf die Außenseite
des Fahrzeugs 20.
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Rückseitige
Abschnitte 56 der inneren Platte 46 sind mit Schrauben
(nicht dargestellt) an der Karosserie 23 angebracht. Die
rückseitigen
Abschnitte 56 weisen mehrere Schweißmutternplatten 57 auf, die
mit Nieten an der inneren Platte 46 angebracht sind. Die
Schweißmutternplatten 57 sind
metallische Platten, an die eine Mutter angeschweißt ist.
Die Schweißmutternplatten 57 gestatten
es, dass Schrauben dafür
verwendet werden, um die innere Platte 46 an der Karosserie 23 des
Fahrzeugs 20 anzubringen. Ein Paar Schaumdichtungen 58 ist
zwischen der Karosserie 23 und den rückseitigen Abschnitten 56 der
inneren Platte 46 angeordnet. Die Dichtungen 58 dichten
die innere Platte 46 gegen die Karosserie 23 ab.
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Ein
Paar Halter 60 ist an die beiden hinteren Seitenabschnitte 56 der
inneren Platte 46 genietet. Die Halter 60 werden
dazu verwendet, Vorspannelemente zu befestigen, die die Hebevorrichtung 38 in der
offenen Position halten, wie es detaillierter unten beschrieben
wird.
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Unter
Bezugnahme auf die 2A und 3 ist ein
vorderer Abschnitt 62 der inneren Platte 46 an
einem vorderen Kopfteil 64 des Fahrzeugs 20 oberhalb
der Windschutzscheibe 32 angebracht. Der vordere Abschnitt 62 weist
mehrere daran angenietete Schweißmutternplatten 66 auf,
die mit Öffnungen in
dem vorderen Kopfteil 64 ausgerichtet sind. Die Schweißmutternplatten 66 gestatten
es, dass der vordere Abschnitt 62 mit Schrauben 68 an
dem vorderen Kopfteil 64 angebracht wird. Ein Dichtungsstreifen 70 und
eine Schaumdichtung 72 sind zwischen dem vorderen Abschnitt 62 und
dem vorderen Kopfteil 64 vor bzw. hinter den Schweißmutternplatten 66 angeordnet.
Der Dichtungsstreifen 70 und die Schaumdichtung 72 bilden
eine wetterfeste Dichtung zwischen der Dachplatte 36 und
dem vorderen Kopfteil 64.
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Unter
Bezugnahme auf die 2A und 4 ist ein
Paar von Dichtungsstreifen-Halteschienen 74 mit
Nieten 76 an jeder Seite der inneren Platte 46 in
der Nähe
der Seitenfenster 34 angebracht. Ein Dichtungsstreifen 78 ist
entlang einer seitlichen Kante mit jeder Halteschiene 74 verbunden.
Die Dichtungsstreifen 78 stehen in Eingriff mit den Seitenfenstern 34,
um eine wetterfeste Dichtung zwischen dem Dachsystem 22 und
den Seitenfenstern 34 zu bilden.
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Die
Halteschienen 74 sind vorzugsweise aus einem flexiblen
oder verformbaren Material hergestellt, wie beispielsweise Aluminium.
Indem die Halteschienen 74 flexibel gehalten sind, können die
Halteschienen 74 gebogen werden, um die zwischen den Dichtungsstreifen 78 und
den Seitenfenstern 34 geformte Dichtung individuell anzupassen.
Da sich rahmenlose Seitenfenster 34 über die Zeit verschieben oder
bewegen, können
die Halteschienen 74 auf diese Weise gebogen oder neu geformt
werden, um die Verschiebung auszugleichen und eine wetterfeste Dichtung
zwischen dem Dachsystem 22 und den Seitenfenstern 34 sicher
zu stellen.
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Die
Innenseite der inneren Platte 46 ist mit einer Dachhimmelauskleidung 80 bedeckt,
wie es in den 3 und 4 dargestellt
ist. Zusätzlich
zu der Dachhimmelauskleidung 80 ist eine Gegenlage 82, wie
beispielsweise ein dichter Schaum, an verschiedenen Stellen zwischen
der Dachhimmelauskleidung 80 und der inneren Platte 46 vorgesehen.
Die Gegenlage 82 wird dazu verwendet, Zusammenstöße mit dem
Dachsystem 22 abzudämpfen,
wie es in dem Fachgebiet bekannt ist.
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Unter
Bezugnahme auf 2B werden jetzt Einzelheiten
der Hebevorrichtung 38 dargestellt. Die Hebevorrichtung 38 weist
einen Rahmen 40, ein rückwärtiges Fenster 42 und
einen Deckel 90 auf. Der Rahmen 40 und der Deckel 90 sind
vorzugsweise aus einem flächengeformten
Verbundmaterial hergestellt. Die Außenseite des Deckels 90 ist
vorzugsweise lackiert, um zu der Karosserie 23 zu passen. Das
rückwärtige Fenster 42 und
der Deckel 90 decken den nach außen weisenden Teil des Rahmens 40 derart
ab, dass der Rahmen 40 nicht direkt sichtbar ist, wenn
sich die Hebevorrichtung 38 in der geschlossenen Stellung
befindet, wie es in 1A dargestellt ist. Ein Verstärkungselement 92 ist
an einen vorderen Abschnitt 94 des Rahmens 40 genietet.
Das Verstärkungselement 92 ist
zwischen dem rückwärtigen Fenster 42 und
dem Rahmen 40 angeordnet, wie es in 5 dargestellt
ist. Das rückwärtige Fenster 42 und
der Deckel 90 sind fest mit Klebstoff an dem Rahmen 40 angebracht
und bilden dadurch eine einzige, einheitliche Hebevorrichtung 38.
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Ein
Dichtungsstreifen 96, wie er in 5 dargestellt
ist, ist an einer Haltekante 98 der inneren Platte 46 angeordnet.
Der Dichtungsstreifen 96 dichtet gegen die Hebevorrichtung 38 ab,
um eine wetterfeste Dichtung zu bilden.
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Die
Hebevorrichtung 38 ist mittels eines Paares von Scharniereinrichtungen 100 mit
der Dachplatte 36 gekoppelt. Ein Teil jeder Scharniereinrichtung 100 ist
an den Rahmen 40 der Hebevorrichtung 38 geschraubt,
während
ein zweiter Teil jeder Scharniereinrichtung 100 an einen
Halter an einem Strukturtrageelement geschraubt ist, wie es unten
beschrieben wird. Die Scharniereinrichtungen 100 gestatten
es, dass die Hebevorrichtung 38 sich relativ zu der Dachplatte 36 zwischen
geschlossenen und geöffneten
Positionen verschwenkt, wie es in den 1A und 1B dargestellt
ist.
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Ein
Paar Bolzen 102 ist an den Seiten des Rahmens 40 angebracht.
Die Bolzen 102 gestatten es Vorspannelementen 104,
die in 1B dargestellt sind, wie beispielsweise
ausfahrbaren Gaszylindern, an der Hebevorrichtung 38 angebracht
zu werden. Die gegenüberliegenden
Enden der Vorspannelemente 104 sind an Haltern 60 an
der inneren Dachplatte 46 angebracht. Die Vorspannelemente 104 drücken die
Hebevorrichtung 38 in die offene Stellung und gestatten
es der Hebevorrichtung 38, in der offenen Stellung zu bleiben,
um einen Zugang zu dem Stauraum 28 zu ermöglichen.
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Ein
Paar Puffer 105 ist an dem Rahmen 40 angebracht
und ragt nach unten zu der inneren Platte 46 vor. Die Puffer 105 liegen
an der inneren Platte 46 an, wenn sich die Hebevorrichtung 38 in
der geschlossenen Position befindet.
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Die
Hebevorrichtung 38 weist außerdem einen Kabelbaum 106 und
verschiedene Lichter 108 auf, um den Stauraum 25 und
das Zulassungsschild des Fahrzeugs 20 zu beleuchten. Der
Kabelbaum 106 kann außerdem
eine Verkabelung für
andere Ausstattungen aufweisen, wie beispielsweise eine strombetätigte Verriegelungsvorrichtung,
zusätzliche Beleuchtungen
und Sensoren, wie beispielsweise einen Hebevorrichtungsöffnungssensor,
und dergleichen.
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Der
Stauraum 25 umfasst eine in 6 dargestellte
Platten-Kofferraum-Wanne (panel trunk pan) 108 sowie einen
in den 6 und 7A bis 7C dargestellten
Platten-Kofferraum-Abschluss (panel
trunk close out) 110, die eine erwünschte Erscheinungsform für den Stauraum 25 ergeben.
Der Abschluss 110 hat einen sich nach oben erstreckenden
Rand, auf dem ein Teil des Dichtungsstreifens 96 sitzt,
wie es in 6 dargestellt ist. Der Dich tungsstreifen 96 liegt
an einem hinteren und nach unten weisenden Abschnitt des Rahmens 40 an,
um eine wetterfeste Dichtung dazwischen zu bilden.
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Unter
Bezugnahme auf die 2B und 6 weist
der Deckel 90 einen im wesentlichen waagerechten Abschnitt 114 und
einen im wesentlichen senkrechten Abschnitt 116 auf. Der
senkrechte Abschnitt 116 bildet einen Teil der Rückseite
des Fahrzeugs 20. Eine Kennzeichenschildplatte 118 ist klebend
mit dem senkrechten Abschnitt 116 des Deckels 90 verbunden.
Ein Abdeckelement 120 ist an der Innenseite des Rahmens 40 der
Kennzeichenschildplatte 118 gegenüberliegend angebracht. Das Abdeckelement 120 hat
mehrere erhabene Rippen 122, die mit einem Klebstoffdichtungsmittel 124 gegen
die Innenseite des Rahmens 40 abgedichtet sind. Das Klebstoffdichtungsmittel 124 und
das Abdeckelement 120 bilden eine geruchsfeste Abdichtung/Barriere,
um zu verhindern, dass Dämpfe und/oder
Gerüche
aus den flächengeformten
Komponenten der Hebevorrichtung 38 in den Stauraum 25 und
den Fahrgastraum 24 eindringen. Zusätzlich dazu, eine gewünschte Erscheinungsform
der Innenseite der Hebevorrichtung 38 zu bewerkstelligen, wirkt
das Abdeckelement 120 somit auch als eine Dampf-/Geruchsbarriere.
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Der
Rahmen 40 weist außerdem
einen nach unten vorstehenden Schliesszapfen (nicht dargestellt)
auf, der mit einer Verriegelungsvorrichtung (nicht dargestellt)
an der Karosserie 23 des Fahrzeugs 20 in Eingriff
tritt. Eine Vielzahl von Verrieglungsvorrichtungen kann verwendet
werden. Beispielsweise können
die in U.S. Patent Nummer 4,971,370 mit dem Titel "Self-Raising Deck
Lid Latch" offenbarte
Deckelverriegelung sowie die in U.S. Patent Nummer 4,979,384 mit
dem Titel "Trunk
Lid Lock with Remote Release" offenbarte
Kofferraumdeckelverriegelung, deren Offenbarungen hier durch Bezugnahme
darauf enthalten sind, für
die Verriegelungsvorrichtung verwendet werden. Der Schliesszapfen
und die Verriegelungsvorrichtung ermöglichen es, dass die Hebevorrichtung 38 auf
unterschiedliche Weise an dem Fahrzeug 20 in der geschlossenen
Stellung befestigt wird.
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Unter
Bezugnahme auf 2C wird jetzt eine Strukturtrageanordnung 130 dargestellt.
Die Strukturtrageanordnung 130 weist einen im allgemeinen
U-förmigen
Strukturträger 132 mit
Enden 134 auf, die in entsprechenden Haltern 136 an
der Karosserie 23 des Fahrzeugs 20 befestigt sind.
Mehrere obere Halter 138 sind zusammen mit einem Paar L-förmiger Halter 139 mit
dem Strukturträger 132 verschraubt.
Scharniereinrichtungen 100 sind mit den Haltern 139 verschraubt.
Ein Paar Versteifungen 140 ist an den Ecken des Strukturträgers 132 angebracht und
dient dazu, den Strukturträger 132 zu
verstärken.
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Unter
Bezugnahme auf die 7A bis C werden jetzt Einzelheiten
der ersten Ablaufrinne 50 im Querschnitt gezeigt. Wasser
tritt in die erste Ablaufrinne 50 durch eine Öffnung 144 zwischen
der äußeren Platte 44 der
Dachplatte 36 und der hinteren Seitenwand 28 der
Karosserie 23 ein. Ein seitlicher Rand 146 der äußeren Platte 44 neigt
sich nach außen,
während
er sich nach unten erstreckt. In ähnlicher Weise neigt sich ein
Seitenrand 148 der hinteren Seitenwand 28 nach
außen,
während
er sich nach unten erstreckt. Die Öffnung 144 liegt zwischen
den seitlichen Rändern 146, 148.
Die Neigungen der seitlichen Ränder 146, 148 verursachen
eine senkrechte Überlappung
der äußeren Platte 44 mit
der hinteren Seitenwand 28. Die Überlappung zwischen den Seitenrändern 146, 148 erstreckt
sich über
die gesamte Länge
der hinteren Seitenwand 28. Die Überlappung verbirgt die erste
Ablaufrinne 50 aus dem Blickfeld unabhängig von einer Stellung der
Hebevorrichtung 38. Mit anderen Worten kann eine Person
nicht senkrecht in die erste Ablaufrinne 50 hineinsehen.
Vielmehr wird man nur einen Teil der abfallenden Seitenränder 146, 148 sehen,
wenn man versucht, in die erste Ablaufrinne 50 hineinzuschauen.
Somit ist die erste Ablaufrinne 50 aus dem Blickfeld verborgen. Dieses
ist dahingehend vorteilhaft, dass eine erwünschte Anpassung und Erscheinungsform
mit dem Dachsystem 22 möglich
ist. Eine Dichtung 58 verhindert es, dass Wasser in der
ersten Ablaufrinne 50 unter die innere Platte 46 und
in den Stauraum 25 hineinfließt.
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Unter
Bezugnahme auf die 5, 7B und 7C werden
jetzt Einzelheiten der zweiten Ablaufrinne 52 im Querschnitt dargestellt.
Wasser tritt in die zweite Ablaufrinne 52 durch eine Öffnung 152 ein.
Ein Teil der Öffnung 152 ist
zwischen dem Rand des Heckfensters 42 und dem Rand der äußeren Platte 44 gebildet,
wie es in den 5 und 7B dargestellt
ist, während
ein verbleibender Teil der Öffnung 152 zwischen
dem Rand des Deckels 90 und dem Rand der äußeren Platte 44 gebildet
ist, wie es in 7C dargestellt ist. Eine zweite
Ablaufrinne 52 ist teilweise sichtbar, wenn sich die Hebevorrichtung 38 in
der geschlossenen Stellung befindet, und vollständig sichtbar, wenn sich die
Hebevorrichtung 38 in der offenen Stellung befindet.
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Unter
Bezugnahme auf die 8A bis 8I werden
jetzt vereinfachte Einzelheiten des Aufbaus des Fahrzeugs 20 mit
dem Dachsystem 22 dargestellt. Die Dachplatte 36 und
die Hebevorrichtung 38 werden montiert, bevor sie an dem
Fahrzeug 20 angebracht werden. Die Dachplatte 36 und
die Hebevorrichtung 38 können in der gleichen Fabrik wie
das Fahrzeug 20 zusammengebaut werden, oder in einer entfernt
liegenden Fabrik, wobei sie dann an den Montageort des Fahrzeugs 20 gebracht
werden. Der Montageprozess beginnt mit dem Fahrzeug 20, wie
es in 8A gezeigt ist, an dem sich
keine Türen 26,
hinteren Seitenwände 28 oder
rückwärtigen Verkleidungen 30 befinden,
bei dem aber die Platten-Kofferraum-Wanne 108 und der Platten-Kofferraum-Abschluss 110 bereits
installiert sind. Die Strukturträgeranordnung 130 wird
an dem Fahrzeug 20 installiert, wie es in 8B dargestellt
ist, wobei die Enden 134 des Strukturträgers 132 an den Haltern 136 befestigt
sind. Als nächstes
werden die Fahrgastsitze 160 in dem Fahrgastraum 24 montiert, wie
es in 8C dargestellt ist.
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Eine
zuvor montierte Dachplatte 36 wird dann an dem Fahrzeug 20 angebracht,
wie es in den 8D und 8E dargestellt
ist. Der vordere Teil der Dachplatte 36 wird an das vordere
Kopfteil 64 geschraubt, wobei der Dichtungsstreifen 70 und
die Dichtung 72 richtig positioniert sind. Die Seitenteile der
Dachplatte 36 werden an Seitenteile des Fahrzeugs 20 geschraubt,
wobei die Dichtungen 58 richtig positioniert sind. Diese
Montage der Dachplatte 36 befestigt die Dachplatte 36 an
dem Fahrzeug 20.
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Wenn
die Dachplatte 36 an dem Fahrzeug 20 befestigt
ist, werden die hinteren Seitenwände 28 dann
an dem Fahrzeug 20 angebracht, wie es in 8F dargestellt
ist. Unter Bezugnahme auf 8G wird
der Dichtungsstreifen 78 an einer Halteschiene 74 und
an dem Rest der Türöffnung angebracht,
nachdem die hinteren Seitenwände 28 montiert
worden sind. Ein Dichtungsstreifen 96 wird ebenfalls an
einer Haltekante der inneren Platte 46 und an einer Haltekante 98 des
Platten-Kofferraum-Abschlusses 110 angebracht, um eine
Dichtung für
die Hebevorrichtung 38 zu bilden. Scharniervorrichtungen 100 sind
an Haltern 139 an der Strukturtragevorrichtung 132 angebracht.
Vorspannelemente 104 sind an Haltern 60 der Dachplatte 36 angebracht.
Zusätzlich
sind eine Dachhimmelverkleidung 80 und eine Gegenlage 82 an
der Dachplatte 36 angebracht. Ein Teppich für den Stauraum 25 wird
ebenfalls zu diesem Zeitpunkt hinzugefügt.
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Wie
es in 8H gezeigt ist, wird als nächstes eine
zuvor montierte Hebevorrichtung 38 an ihrem Platz eingepasst
und an den Scharniervorrichtungen 100 angebracht. Der Kabelbaum 106 wird
mit dem Fahrzeug 20 verbunden. Die Vorspannelemente 104 werden
an Bolzen 102 der Hebevorrichtung 38 angebracht.
Wenn die Hebevorrichtung 38 installiert ist, werden die
hintere Stoßfängerverkleidung 30 und die
Seitentüren 26 angebracht,
wie es in 8I dargestellt ist. Die Halteschienen 74 werden
dann justiert, falls erforderlich, um eine gewünschte Abdichtung zwischen
den Seitenfenstern 34 und dem Dichtungsstreifen 78 zu
bilden.
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Eine
alternative Ausführungsform
des Dachsystems 22' ist
in den 9 und 10 dargestellt. Das Dachsystem 22' ist dem Dachsystem 22 sehr ähnlich,
wobei die Hauptunterschiede mit der Strukturtragevorrichtung und
der Anbringung der Dachplatte an dem vorderen Kopfteil des Fahrzeugs
verbunden sind. Demgemäß werden
nur diese Unterschiede dargestellt und erläutert.
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In
dieser alternativen Ausführungsform
ist ein horizontales Teil 170' der Strukturtragevorrichtung 132' zwischen den
inneren und äußeren Dachplatten 46', 44' angeordnet,
wie es in 9 dargestellt ist. Das bedeutet,
dass das horizontale Teile 170' schichtartig zwischen den Platten 46', 44' angeordnet
ist. Die Enden der Strukturtragevorrichtung 132' werden noch
an Haltern 136' (nicht
dargestellt) an dem Fahrzeug befestigt. Die Strukurtragevorrichtung 132' wird gemeinsam
mit den Platten 46', 44' montiert, um
eine einzige einheitliche Dachplatte 36' zu bilden, die zu dem geeigneten
Zeitpunkt an dem Fahrzeug angebracht wird. Zusätzlich werden Scharniervorrichtungen 100' mit Schrauben
direkt an dem horizontalen Teil 170' der Strukurtragevorrichtung 132' angebracht.
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Unter
Bezugnahme auf 10 ist die Anbringung der Dachplatte 36' an dem vorderen
Kopfteil 64' des
Fahrzeugs dargestellt. In dieser alternativen Ausführungsform
ist ein Halter 180' mit
einer gerändelten
Nietenmutter 182' an
dem vorderen Kopfteil 64' angebracht.
Die innere Platte 46' ist
mit Schrauben 68' an
dem Halter 180' angebracht.
Um diese Ausführungsform
zu montieren, kann der Halter 180' entweder an dem vorderen Kopfteil 64' und dann an
der inneren Platte 46' oder
an der inneren Platte 46' und
dann an dem vorderen Kopfteil 64' angebracht werden, wie es gewünscht wird.
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Während die
vorstehende Beschreibung des Dachsystems 22 anhand spezieller
Beispiele, relativer Abmessungen und struktureller Anordnungen dargestellt
worden ist, versteht es sich, dass Veränderungen vorgenommen werden
können,
ohne von der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Somit ist die Beschreibung
der Erfindung in ihrer Natur lediglich beispielhaft zu verstehen
und Abwandlungen, die von dem Gedanken der Erfindung nicht abweichen, sollen
innerhalb des Umfangs der Erfindung liegen. Solche Veränderungen
sollen nicht als Abweichungen von dem Umfang der Erfindung angesehen
werden.